Hier schreiben und diskutieren
wir über aktuelle Themen der
Arbeiterinnen und Arbeiter. Du
kannst dich gerne mit eigenen
Kommentaren beteiligen! Mehr zum Thema Blogs...
Mit uns ArbeiterInnen kann man reden, nicht nur das sondern auch ganz "IN" nämlich "BLOGGEN"
Alle die Interesse haben und Aussagen zu den geschriebenen Themen machen möchten, oder gar mit uns in Diskussion treten wollen, fordern wir auf zu schreiben, zu denken und zu diskutieren.
Wir freuen uns auf rege Beteiligung und gute Diskussionsbeiträge.
Möchtet ihr selber "blogger" werden gibt es die Möglichkeit über eine Anmeldung bei uns.
Thema: Mindestlohn.
Frau sollte von ihren Verdienst leben können.Auch wenn wir im ÖD einen guten
Stundenlohn haben, so muß es zum "normalen Lebensunterhalt reichen", ohne das Frau gezwungen ist 2 bis 4 Arbeitsstellen anzu nehmen. In den Unteren Lohngruppen werden die Frauen nur noch in Teilzeitarbeit eingestellt. Die Arbeit die früher eine Vollzeitkraft erledigte, muß heute eine Teilzeitkraft schaffen.
Ich stimme Evelyn zu, was hier in den
Untersten Lohngruppen geschieht ,ist
reine Ausbäutung von Frauen. Es ist
unmenschlich,das zwei bis drei Arbeitsstellen zum Lebensunterhalt
gebraucht werden.
Dr. Norbert Becker . Freitag 19. August 2005 11:29
Ich bin sehr enttäuscht von dem Ergebnis, da ich möglicher Weise einige hundert Euro mehr für meine private Krankenversicherung bezahlen muss. Es sind keine Regelungen für die Beihilfeleistungen vereinbart worden, so dass ich mich und meine Familienmitglieder (Frau und 4 Kinder) nunmehr zu 100% selbst versichern muss.
Ich schlage vor: Dass Verdi abgeschafft wird, da gravierende Fehler bei dem Abschluss gemacht worden sind.
Edgar . Montag 10. Oktober 2005 17:21
Hallo, Tarivvertrag Hin oder Her. Eine Frage zum Thema Erschwerniszulage: Wer kann mir erklären, was § 19 III mit dem praktizeirten Arbeitsschutz im unserer Behörde zu tun hat??
Ede . Mittwoch 12. Oktober 2005 13:54
Die Verdi Funktionäre sind anscheinend von ihrem Tarifvertrag selber so entsetzt, daß ihnen das Wort im Halse steckenbleibt :-))
Otto . Donnerstag 13. Oktober 2005 09:24
Hallo,wir Arbeiter und Angestellte haben auch kein Tarivvertrag.Wir wurden von DHL auf gekauft,sind die Tochter aber warscheinlich die Stieftochter.Unser Betrieb ist eigenständig geblieben.Die Betribsratsvorsitzene unternimmt nichts da gegen. Was können wir machen?
klaus . Sonntag 1. Januar 2006 22:07
ich denke es wird endlich zeit dass sich die Verantwortlichen für den tvöd mal bewegen und Stellung beziehen.Wie wollt Ihr denn uns klar machen das wir so besch.... entlohnt werden für Arbeiten die so mancher nicht machen würde? ich habe durch diesen tarifvertrag so viel verlohren das ich bei der nächsten demo gegen verdi dabei bin. ich habe eine sch.... angst wie ich jetzt noch über die Runden kommen soll.Aber das scheint euch da oben ja so garnicht zu jucken. Bravo...das ist eine echte Glanzleistung gewesen. Dafür könnt Ihr euch schön untereinander auf die Schultern klopfen. Wenn ich jetzt raus lassen dürfte was in mir ist.....es würde n sicher keine netten Worte fallen.
Aber irgendwann geht es Euch so wie uns.Ihr habt die Berechtigung aus Euren Mitgliedern,nicht umgekehrt.
Bürger . Mittwoch 22. Februar 2006 22:10
Faule Scheissstreiker!
cross . Donnerstag 23. Februar 2006 07:51
@Bürger
Scheiß schreibt man mit "ß"
deep inside . Mittwoch 17. Mai 2006 15:02
Wie verantwortet Ihr eigentlich das Unternehmen pleite gehen, Mitarbeiter Ihren Arbeitsplatz verlieren, Familien sozial absinken und Existenzen vernichtet werden weil IHR es euch nicht zumuten könnt, 20 Minuten Mehrarbeit zu leisten. Ich kann ja verstehen, das Tarife sich ändern müssen und die soziale Absicherung sich verbessern muss, aber doch bitte nicht auf den Schultern des Normalbürgers, der unter diesen Sanktionen, die verdi in Form von Demonstrationen und Streiks gegen das Volk verhängt, leidet.
@ deep inside,
Du behauptest durch uns gehen Unternehmen Pleite , Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, Familien sozial absinken und Existenzen vernichtet werden und das alles weil wir uns nicht 20 Minuten Mehrarbeit zumuten wollen.
Ich kenne keine Untersuchung die beweist was du hier behauptest.
Du findest auf dieser Seite viele Informationen und dann "Bild dir deine Meinung"
Psssssst........
und immer schön unerkannt bleiben.
Gina . Mittwoch 3. Januar 2007 10:13
Ich habe da mal eine frage zu testkäufen...Ist es überhaupt erlaubt das ich als Kassiererin in lebensmittelschachteln sprich Käseschachteln u.a. hineinschauen muss? Ich schäme mich als Kassiererin solche Dinge ausführen zu müssen,und der Kunde ist natürlich wütend über solche Aktion...
Ich arbeite in Bad Ischl im Krankenhaus und möchte gerne von der Gewerkschaft austreten. Wie ist hier die Vorgandsweise? Ich bitte um Antwort auf meiner E-Mailadresse. Danke
luder2811 . Sonntag 11. November 2007 12:40
also ich arbeite bei tedi seit 1 1/2 jahren, ich hab auch mit 5,- € /std angefangen als aushilfe, und mir macht die arbeit spaß. mittlerweile bin ich TL und mir macht meine arbeit spaß. ihr habt alle gewusst, als ihr eingestellt wurdet, wieviel ihr verdienen werdet und habt den vertrag unterschrieben, da hat keiner einen a.... in der hose gehabt und hat gesagt, nein für sowenig geh ich nicht arbeiten. und jetzt beschwert ihr euch!!! das mit dem alleine sein ist mittlerweile auch tabu, falls der rundruf bei euch eingegangen ist, in anderen firmen muss man von 8 uhr bis 20 uhr alleine da stehen (schlecker) und ihr pienst rum wegen 5 std. wer arbeiten will, geht auch für 4,- € arbeiten. Denn wenn ich 9,- € die stunde kriegen würde und der job macht mir keinen spaß, dann mach ich ihn auch nicht. und wem es nicht paßt, der maurer hat beim bau vorne ein großen loch gelassen, man sagt dazu tür und er kann gehen. das sag ich zu meinen mädels. und sie arbeiten auch weil ihnen der job, das team und und und spaß macht.
trixi . Sonntag 2. Dezember 2007 18:09
hallo ihr tedi geschädigte ich bin es jetzt auch nach 1jahr.
Ja,ja wer etwas auf dem Kasten hat ,der hat bei tedi nichts verloren, denn köpfchen darfst du hier nicht haben und erst recht keine eigene Meinung.Hab als TL für tedi TL`s ausgebildet und der Dank war nach einer OP und damit verbundener 6 wöchiger Krankheit awr mein Arbeitsplatz weg.Der BZL hatte ein Problem mit mir und meinem Führungsstiel.Na ja was soll ich sagen er wollte das ich unter meiner ehemaligen Stellvertretung die zwischen zeitlich eine eigene Filiale bekommen hatte und meinem BZL in den Ohren lag sie wollte unbedingt in ihre ertse Filiale zurück bekam sie diese auch wärend ich im Krankenhaus lag.Der BZL wollte dann das ich als Vollzeit MA unter meiner ehemaligen arbeite da hab ich zu ihm gesagt das das nicht so einfach ist wie er sich das Denkt und ein bisschen Stolz habe ich schließlich auch noch.Hab einen Anwalt hinzu gezogen und Tedi musste mich weiter als TL beschäftigen .Dafür wurde mein Vertrag nicht verlängert.
Aber dafür folgt jetzt eine Klage wegen dem Gehalt was 40% unter Tarif war denn 30% max. sind vom gesetzgeber erlaubt.
regenbogen . Dienstag 1. Januar 2008 18:21
hallo an alle tedi geschädigten ! ich arbeite seid 3 Jahren für das Unternehemen und habe nicht ganz so viele Sorgen wie Ihr . Der Lohn wurde verbessert was mir persönlich sehr hilft . ich arbeite nur vormittags und sehe unseren BZL nur selten aber ansonsten ist der sehr nett . Auch wenn man sich ein bißchen unwohl fühlt wenn er da ist .Uns wird fast jede Woche erzählt das die von ganz oben wieder unterwegs sind und das der laden stehen muss , aber das tut er sowieso . warum soll ich mir deswegen nen kopf machen ? entweder es gefällt ihnen oder nicht , dann sollen die es doch selber machen . Ich habe schon viele Läden gesehen wo ich dachte ich stehe im Dschungel aber so war auch das Personal drauf . Es kommt auch auf das Team an wenn die alle zusammen halten dann klappt es auch . und den restlichen muss man halt man auf die füße treten .Bei uns stehen jetzt auch immer zwei leute im laden was ich nicht verkehrt finde , aber wenn der laden klein ist kann man auch mal alleine stehen das geht auch . Ich wünsche euch allen ein Frohes Neues Jahr 2008 und das ihr zufriedener werdet . Lasst die arbeit auf der arbeit und nehmt sie nicht mit nach hause !
Silvan . Freitag 4. Januar 2008 15:48
Mist, ich habe Stacey gesagt:
der macht ein Foto, duck dich!
Jetzt haben Sie uns ertappt!
Egal, hat trozdem Spaß gemacht!
Warum kündigt Ihr nicht alle eure ungeliebten Arbeitsplätze bei der BVG oder Bahn und hört endlich auf, in Berlin die Bevölkerung zu terrorisieren?
Ihr Arbeitsverweigerer seid eine Schande
fuer alle Menschen, die gern arbeiten gehen, Verantwortung übernehmen und den Sinn Ihrer Arbeit u.a. in Kundenservice, Flexibilitaet und Lernbereitschaft sehen.
Euer Verhalten vernichtet Arbeitsplätze.
Im letzten Jahrhundert gab es den Schwarzen Kanal mit Herrn Schnitzler,
der bildhaft darstellte, dass die Arbeitnehmer im Kapitalismus verblendet von Konsumguetern und Luxusartikeln willig Ihren Gewerkschaftsbossen folgen wie die Ratten zu Hammeln.
Stellt die Berliner Bevölkerung nicht gegen Euch, denn Konsum ist nicht alles. Es gibt Menschen, denen geht es viel schlechter als Euch!
ludwig vogt . Mittwoch 12. März 2008 09:45
Ja Ja Koll ??Kulisch es schon eine Sauerei
sich für seine Intressen ein zusetzen, zB
Miete, Lebensmittel,Kinder, die ganz normalen Lebensunterhaltungs Kosten.es ist eine Schande! forderungen zu stellen, für ein Einkommen zum Auskommen nach deiner Meinung .Ja Ja Koll?? Kulisch deine Arbeitskraft stellst Du deinen AG warscheinlich nicht in Rechnung.zu den Ratten die müssen wir auf der anderen Seite suchen ( Lichtenstein ) oder bist du der Meinung :::
Erst wenn der Taiwanese sein T-Shirt in Chemnitz nähen lässt, ist Deutschland wieder Konkurrenzfähig ::::
Rolf Tingler . Mittwoch 1. Oktober 2008 14:02
Wozu überhaupt Verdi Mitglied??
Meine Frau ist Verdi Mitglied.
Die Bezirksvertretungen sind kaum erreichbar. Rechtliche Auskunft gibt es nur von Referendaren über eine gebührenpflichtige Hotline.
Im Grunde kümmert sich niemand um die Arbeitsrechtlichen Probleme der Mitglieder.
Wozu also Mitgliedschaft wenn man trotzdem auf eigene Kosten einen Anwalt fragen muss?
Hauptsache monatliche Mitgliedsbeiträge!
Hans Janosch . Mittwoch 1. Oktober 2008 15:21
@Rolf Tingler
Hallo Rolf. Ich habe andere Erfahrungen mit der Rechtsberatung der verdi gemacht und bitte dich daher darum nicht zu pauschalisieren.
Aber Du hast insofern recht, dass dies im Falle Deiner Frau ein Fehler ist. Am besten wäre, Sie wendet sich an ihren zuständigen Fachbereichssekretär statt einfach beim Bezirk anzufragen. Verdi gewährt nicht bloß Rechtsberatung, sondern nimmt sich bei arbeitsrechtlichen Problemen gemeinhin auch der rechtlichen Auseinandersetzung an!
viele Grüße
Hans Janosch
ludwig vogt . Donnerstag 2. Oktober 2008 08:35
Hallo Janosch es kann sein das Du andere Erfahrung gamacht hast , aber im richtigen Leben sieht es anders aus .Die Ereichbarkeit von ver,di ist nicht gut die Beziksverwaltungen sind unterbesetzt und die Fachbereichssekretäre müßen noch die Fläche abdecken. und eine Auskunft über eine gebührenpflichtige-Hotline das geht nicht als Verdi-Mitglied. da hat Rolf recht...
Elke . Sonntag 18. Januar 2009 13:08
Meine Erfahrungen mit Verdi sind auch nicht berauschend. Eine Gewerkschaft die ihre eigenen Mitglieder nicht ernst nimmt, Fragen unbeantwortet im Raum stehen lässt, ohne jegliche Rückmeldung, ist nicht vertrauenserweckend. Bin noch nicht sehr lange Mitglied und überlege schon, ob ich nicht wieder kündigen soll.
Selbst wenn in der Vergangenheit viel von den Gewerkschaften erreicht, erkämpft wurde, bedeutet es noch lange nicht, dass die derzeitigen Funktionäre, Aktivisten ähnliche Leistungen vollbringen können. Die Zeiten haben sich geändert, die Wirtschaft hat sich grundlegend verändert, die Menschen haben andere Ansprüche, sind anderen Problematiken unterworfen. Die Gewerkschaften selbst sind den Merkmalen der Wirtschaftlichkeit unterworfen und mittlerweile keine echte Vertretung der Arbeitnehmer mehr. Mittlerweile sind interne Interessen, finanzielle Aspekte, Imagepflege, die Kosten-Nutzen-Analyse in den Vordergrund getreten, so wie in allen (zu)groß gewordenen Organisationen, die sich im Bürokratendschungel verlaufen haben!
Auch die ganzen Blogs im Web, wem nutzen die eigentlich? Sind sie wirklich nur für die Arbeitnehmer gedacht, oder vielmehr für die Gewerkschaft selbst, als Angelköder ausgelegt worden? Kundenfang im Internet!
Wie nah sind die Gewerkschaftler am Thema Arbeitsbedingungen dran? Nur aus täglichem Input aus Medienquellen (auch in den Blogs), wer hat von denen in einer der angeprangerten Firmen gearbeitet, kann als (ehemaliger) selbst Betroffener Aussagen treffen?
Bei den Metallern: wie kann eine Gewerkschaft (IGM) utopische 8% verlangen, wenn die Branche in einer tiefen Krise stürtzt, zumal Metaller zu den gut verdienenden Arbeitnehmern gehören.
Ergo, ich werde noch eine zeitlang die Gewerkschaft kritisch im Auge behalten und nach meiner (subjektiven) Einschätzung die ich treffen werde, entweder kündigen oder weiterhin meinen Obulus als Kapital für ihre Tätigkeiten zu Verfügung stellen. Aber nur wenn ich feststelle dass es solidarisch anderen zugute kommt, quasi als Spende an die Allgemeinheit. Als nächstes werde ich mich darüber informieren, was von den Beiträgen für die organisatorischen Abläufe verwendet wird, was in die Aktivitäten fließt, was diese überhaupt bewirken!!
Ich lasse mich nicht von den Medien vera..., weder von rührseliger Lidl-Werbung, irgenwelchen Unternehmensgrunsätzen die nicht greifen, das Papier nicht wert sind, auf denen es steht, noch von Hallo Kollegin Verdi-Zeitschriften.
Ich bin und bleibe kritisch, wer nicht besteht fliegt aus meinem Leben raus, egal ob Arbeitgeber oder Gewerkschaft.
Sobald ich festellen muss, dass die Gewerkschaften auch zu Lobbyisten verkommen sind, müssen sie auf mein Geld verzichten, ist zwar nicht viel, aber andere denken vielleicht genauso, die Menge macht es! Der momentane Aufwärtstrend kann sich auch wieder ganz schnell umkehren, in erneuten Mitgliederschwund. Denn nicht ich als Mitglied muss beweisen was ich kann, nein Verdi muss es leisten und beweisen, vor allem die Mitglieder ernst nehmen, selbst wenn sie dumme Fragen in Mails stellen. Vielleicht liest das der Herr Ulrich Dalibor, oder einer der Administatoren aus dem Lidl-blog. Danke für die nie erhaltene Antwort.
Elke . Sonntag 18. Januar 2009 13:40
@ Marian Kullisch,
Wo lebt man eigentlich, welcher Gesellschaftschicht gehört man an, wenn man so, unqualifizierte pauschalisierende Urteile von sich gibt.
Zitat:
Im letzten Jahrhundert gab es den Schwarzen Kanal mit Herrn Schnitzler,
der bildhaft darstellte, dass die Arbeitnehmer im Kapitalismus verblendet von Konsumguetern und Luxusartikeln willig Ihren Gewerkschaftsbossen folgen wie die Ratten zu Hammeln.
Ende
Verblendet? wohl kaum, eher sind doch die Führenden verblendet von der eigenen Macht, dem Reichtum der immer noch größer werden soll, größer als der des Konkurrenten! Männer die Monopoly spielen.
Dagegen Arbeitnehmer die 4, 50 die Stunde verdienen, 200 Stunden arbeiten, 900 € Brutto verdienen.
Selbst Netto reicht es zum Leben nicht aus. Wer soll sich denn unverblendet vom Kapitalismus, mit diesen Einkommen wie und wo durchs leben bringen, in Deutschland kaum möglich. Vielleicht unter Brücken schlafend, oder am besten gleich das Feldbett beim Arbeitgeber aufschlagen; wegen der flexibilisierten Arbeitszeiten, immer zur Verfügung stehend! Sorry, für den harschen Tonfall, aber an deiner Stelle würde ich mal besser überlegen, was du hier von dir gibst, mit welchen Thesen du hier zu Werke gehst. Zudem leben wir im 21. Jahrhundert nicht in der Vergangenheit. Die aktuellen Auswirkungen des Kapitalismus hinterlassen überall Spuren, auch beim kleinen Arbeitnehmer, natürlich.
Aber für einen Hungerlohn arbeiten, der zum Leben nicht ausreicht, dein Arbeitgeber aber immer reicher wird? Die Kluft zw. Arm und Reich ist zu groß geworden, nicht mehr akzeptabel. Unterschiede hat es, wird es immer geben, aber sobald andere sehr wenige in Geld schwimmen, die Masse aber immer ärmer wird, Kinder nicht mal mehr eine warme Mahlzeit erhalten, weil die Eltern kein Geld haben um Lebensmittel zu kaufen, dann stimmt etwas nicht. Das muss jeder erkennen selbst der blindeste selbstgefälligste Mensch kann und darf es nicht übersehen.
Diese Entwicklung ist aber da, schreitet voran, immer mehr werden in die Armut "gedrückt" , Verursacher die profitgierigen, unsozialen Konzerne, die an der Börse spekulieren, ihre Kapitalgeber bei Laune halten wollen, das Personal dem Geld unterwerfen und ausbeuten, das trifft mittlerweile auch auf Familienunternehmen wie Lidl, Aldi Tengelmann usw. zu. Da sitzen die verblendeten Kapitalisten!
Hurra, Hurra es lebe der Kapitalismus, für die Arbeitgeber, aber die Arbeitnehmer dürfen sich nicht wehren, nicht den Gewerkschaften hinterherlaufen, von denen sie Hilfe erwarten.
Lieber dem Arbeitgeber blind folgen, sich zufriedengeben was er einem gibt, sich unterwürfig zeigen, alles Wortlos hinnehmen, kleine Brötchen backen, nicht gierig werden, warum ein Haus mit Garten für die Kinder haben wollen, wenn doch eine Wellblechhütte schon zum Überleben ausreicht.
Dich würde ich rein instiktiv im Arbeitgeber-Lager einorden.
Hans Janosch . Sonntag 18. Januar 2009 15:37
In jedem Fall kann konstatiert werden, dass die Gewerkschaften noch kein probates Mittel zur Regulierung des immer schärfer werden Lohnkonfliktes gefunden haben. Dies mag mehrere Gründe haben. Eine gewisse Trägheit ist in großen Organisation bei sich verändernden Rahmenbedingungen immer feststellbar.
Man sollte sich vergegenwärtigen, was das Grundprinzip der Einheitsgewerkschaft Model Nachkriegszeit ist. Es geht im Grunde genommen um die Institutionalisierung eines ansich gesellschaftsdestabilisierenden Momentes - eben des Lohnkonfliktes. Dieser Konflikt, wie gesagt, wird mittels der Organisation Gewerkschaft institutionalisiert, um ihn so zu entschärfen und die Gesellschaftsform zu erhalten. Dies nennt man Ordnungspolitik(heute hat man in Teilen eine andere Sichtweise was denn Ordnungspolitik sei - dies hängt damit zusammen, dass unsere gegenwärtige Ordnung bereits so lange besteht, dass einige sie wohl für unverwüstlich halten. Dies ist sie aber keineswegs!)
Die gegenwärtig feststellbaren Probleme sind auf gut beschreibbare Umstände zurückzuführen.
Wir haben einerseits ganz schlicht mit den Folgen weiterentwickelter Industrieproduktion zu kämpfen. Der Mensch hat soziale Bedürfnisse. Wir reden hier in erster Linie nicht über bloße Ökonomie, sprich einem existenzerhaltenden Lohn. Vielmehr reden wir hier über Dinge wie Selbstverwirklichung und Einbindung in ein funktionierendes, soziales Netzwerk. Man kommt diesen Dingen recht gut auf die Spur, vergleicht man die heutigen Facetten des Arbeitslebens mit denen der vorindustriellen Produktionsweise. Dies würde hier jedoch zuviel Raum einnehmen, ich will keinen Aufsatz schreiben.
In jedem Fall führt die immer weiter fortschreitende Arbeitsteilung, ergo Entfremdung der menschlichen Arbeit, die immer weitere Zersetzung des familiären Verbandes durch die Anforderungen und Rahmenbedingungen der Industrieproduktion, in einen Zustand immer weniger erfüllter sozialer Bedürfnisse hinein. Dies ist den meisten Menschen nicht bewusst. Man spürt zwar eine gewisse Unzufriedenheit, weiß dies jedoch nicht gänzlich einzuordnen, sucht nach Antworten und findet diese in jenen Begründungen die naheliegend sind - sprich in den ökonomischen. So entsteht eine Situation, in der Lohnabhängige aus ihrer Unzufriedenheit heraus immer höhere Anforderungen an ihren Lohn stellen. Dazu kommt das soziale, ebenso immer weniger erfüllte Bedürfnis nach Sicherheit, welches dazu führt, da eben die sozialen Bindungen der vorindustriellen Produktion nicht mehr existent sind, dass noch mehr Lohn benötigt wird um Rücklagen bilden zu können (seit nummehr vielen Jahren bekommen abhängig beschäftigte Menschen in ihren Betrieben erzählt, sie seien zu teuer, zu unflexibel und zu oft krank, der Wettbewerb sei erbarmungslos und man könne Arbeitplatzsicherheit nicht garantieren; wen wundert also die folgerichtige Schlussfolgerung des Arbeiters eine Sicherheitsdefizit zu haben? Von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverträgen will ich erst gar nicht anfangen!).
Die Erscheinung eines immer schärfer werdenden Lohnkonfliktes ist die direkte Folge unternehmerischen Gebarens (die in der Hierarchie höher angesiedelten sozialen Geflechte wie Arbeitgeberverbände, Parteien etc. geben die sich entwickelnden Strömungen innerhalb der unteren Klassen logisch durch tatsächlich existente materielle Rahmenbedingungen und ihrer Laissez-faire-Propaganda vor!). Hier spielt die gesamtwirtschaftliche Situation weniger eine Rolle als die Bewertung derselben durch die realwirtschaftlichen Unternehmen - dazu wirken nicht selten sehr autoritäre innerbetriebliche Sozialgeflechte noch verschärfend auf das Empfinden des Lohnabhängigen.
Aus diesen Umständen heraus ist auch die steigende Unzufriedenheit der Gewerkschaftsmitglieder mit der eigenen Gewerkschaft zu erklären. Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre erledigen weitgehend ganzheitliche Arbeiten. Ihre unterbewußten, sozialen Bedürfnisse werden also weitgehend erfüllt (dazu erhalten sie zumeist auch wesentlich mehr Lohn!) deswegen sie immer seltener die primären ökonomischen Forderungen der gewerkschaftlichen Basis nachvollziehen können. Dies ist ein Problem.
Bertrachtet man die Veränderung der heimischen Wirtschaft in den letzen beiden Jahrzehnte, also die immer fortschreitendere Modifikation einer sozialen Marktwirtschaft hin zu einer restriktiven Freihandelsordnung, muss man konstatieren, die Unzufriedeneit der gewerkschaftlichen Basis ist keinesfalls unbegründet. Diese Situation erfordert eine intensive Hinterfragung der gewerkschaftlichen Gegenwartsstruktur. Auch kann diese Unzufriedenheit und der daraus hervorgehende, unbedingte Veränderungswille durchaus als vitales Element verstanden werden. Gewerkschaften, linke Bürokratien, verändern sich ausschließlich durch Druck der eigenen Basis - sei es durch innerorganisatorische Intervention oder eben Mitgliederverlusten - also sollte dieser Druck solange erhöht werden, bis die gewünschte Veränderung eingetreten ist (zweitere Alternative die Bürokratie Gewerkschaft zu Bewegung zu animieren ist aus leicht nachvollziehbaren Gründen heraus die denkbar schlechteste!).
Das alte Selbstverständnis der Gewerkschaften ist heute ordnungspolitisch betrachtet untauglich - eine restriktivere Ausgestaltung höherer sozialer Gebilde wie Arbeitgeberverbände etc., eine elementare Verschlechterung der gesetzlichen, Ordnungspolitik zu ermöglichen beauftragten Grundlagen, fordern ebenso eine restriktivere, kampfbereitere und radikalere Ausgestaltung der Gewerkschaften ein um im Ergebnis den Lohnkonflikt in soweit entschärfen zu können, dass er überhaupt innerhab der dafür vorgesehen Institutionen gehalten werden kann. Wird er dies nicht, so muss er unweigerlich eine ungeheuerlich zerstörische, der Betrachtung nach kann es auch eine als befreiend wirkende, destabilisierende Gewalt entfalten.
Betrachtet man die Veränderung der politischen Landschaft in den letzten Jahren, so findet man dort ein deutliches Indiz für die sich verschärfenden, gesellschaftlichen Konflikte. Jedoch ist fraglich, wie lange bei einer noch weiteren Verschärfung dieser Konflikte durch die totale Unvernunft von Eigentümern an Produktionsmitteln und Finanzakteuren selbst der parlamentarische Rahmen als Bündelungsinstrument funktioniert. Harte Verteilungskämpfe werden den Lohnabhängigen zukünftig aufgezwungen, deswegen man ihnen entsprechende Werkzeuge zur institutionalisierten, geregelten Wahrnehmung dieser Verteilungskämpfe an die Hand geben muss/ihnen an die Hand zu geben bereit sein muss. Da die kapitalseitigen Interessen durch den, man muss es leider so sagen, Verrat der SPD an der eigenen Bevölkerung Einzug in die parlamentarischen Abläufe gefunden haben, ist die Erzwingung des politischen Streikrechts der Lohnabhängigen notfalls auch ohne eben parlamentarisch erarbeitete Grundlage scheinbar nicht zu vermeiden. Die Gewerkschaften sind hier in guter demokratischer Tradition, dies ist mein voller Ernst, zu zivilen Ungehorsam ausdrücklich aufgefordert!
Irdgendwann, man könnte denken berechtigterweise, diese Sichtweise ist allerdings in der aktuellen politischen Debatte heftig umstritten, ist, wenn man sich fragt was Demokratie denn ist bzw wie Demokratie funktionieren sollte, tatsächlich der Punkt erreicht, in der eine außerparlamentarische Intervention der mehrheitlich lohnabhängigen Menschen in unserer Republik keine undemokratisches Instrument, sondern das einzige übrigbleibende Instrument zur Aufrechterhaltung der Demokratie selbst ist, nämlich dann, wenn eine eitel gewordene Regierungskaste den Mehrheitswillen mutwillig missachtet. Dieser Tatbestand ist meiner Ansicht nach bereits heute erfüllt.
Sollte es tatsächlich irgendwann eine solche Entwicklung geben, dann in erster Linie weil die Gewerkschaften sich aus Bequemlichkeit und Unvernunft, vielleicht, wie beschrieben, aufgrund einer zu weit fortgeschrittenen Entfremdung von ihrer gewerkschaftlichen Basis, ihrer ordnungspolitischen Aufgabenstellung verweigert haben und so erst die Eskalation ermöglichen. Es muss innerhalb der Gewerkschaften selbst mehr Demokratie gewagt werden, zuweilen einer scheinbar überbordenden Erwartungshaltung der gewerkschaftlichen Basis Folge geleistet werden, um im Ergebnis das Rahmenkorsett unserer freiheitlichen Ordnung erhalten zu können. Diese, wie beschrieben, individuell zu erklärende Befindlichkeit des Arbeiters ist auf das große Ganze bezogen das vitale Interesse der absoluten Mehrheit eine über viele Jahre sich entwickelte Ungleichheit möglichst schnell zu beseitigen. Diese Begebenheit ist natürlich im ursprünglichsten Sinne des Wortes und dazu, auch wenn es nicht so scheint, die Konsequenz eines rationalen und ebenso natürlichen Prozesses, der im Endeffekt auf die Aufrechterhaltung des ökonomischen Gleichgewichtes abzielt, ergo Ordnungspolitik im eigentlichen Sinne darstellt!
Soweit zur Situation und Aufgabe der Gewerkschaften in der neuen Zeit.
Hans Janosch
Politiker lassen Ausbeutung zu . Dienstag 20. Januar 2009 00:48
@ Hans Janosch,
also, erstens konstatiere ich: Ein Normalo-Deutsch ist angenehmer zu lesen, dann reicht nämlich 1x lesen, statt zwei- oder dreimal und trotzdem dabei im Fremdwörterkauderwelsch verloren zu gehen.
Zweitens bin ich davon überzeugt, das große Organisationen sich generell als träge erweisen, nicht nur bei Veränderungen, grins.
Also, wenn ich es recht verstanden habe, dann schreibst Du.: Die Gewerkschaft inzeniert eine Art festes Rollenspiel, das einem bestimmten Ablaufverfahren unterworfen wird, um so Interessenkonflikte zw. Arbeitgeber und Arbeitnehmer, zu kanalisieren/ zu regeln und verschafft sich somit unter anderem gleichzeitig die eigene Dasseinsberechtigung als die (wieder) Gesellschafts ordnende, schlichtende und/oder vermittelnde Instanz?
Nebenbei bemerkt, unserer „Ordnung“ gebe ich nicht mehr allzulange!
Zu menschliche Bedürfnisse.
Lohn/Nahrung und Sicherheit sind die untersten Grundbedürfnisse, erst wenn diese befriedigt sind kommen andere höhere, wie soziale Stellung usw. (Maslov)
Außerdem sind das nicht nur die Folgen von veränderter Produktionsprozesse, von Tayorismus/Arbeitsteilung, die Einbindung neuer Techniken, auch die Umverteilung, ungerechte Verteilung der erwirtschafteten Werte, sprich Geld kommen zum tragen.Genauso wie Börsengänge, der Zwang Aktionäre bei Laune zu halten.
Zudem glaube ich, (bei mir trifft es rundherum zu,) dass vielen Arbeitnehmern mit Familie ganz und gar bewußt ist/wird, wie die Anforderungen den die AG an den MA stellen, familiäre Strukturen nicht nur aufbrechen, sondern dazu beitragen, das viele Paare keinen Nachwuchs mehr haben wollen, manche sogar nicht können, da der Lebensstandart weit unter dem Niveau des Durchschnitts fallen würde (Niedriglohn) da hilft auch kein Kindergeld mehr! Nicht nur Arm und Reich klafft auseinander, auch die Flexibilisierung der Arbeitszeiten zerstört den normalen Bio-/Lebensrythmus der Menschen.Ebenso wie die Ansprüche der Arbeitgeber, die mit den Wünschen der Politiker auseinander klaffen. Kaum ein Unternehmen stellt AN über 45 ein, aber bis 67 Jahre soll man arbeiten! Mittlerweile erkenne die meisten Arbeitnehmer, dass der Lohn, das Gehalt nicht alles aufwiegen kann, dass es mehr gibt im Leben als ständig für den AG einsatzbereit zu sein, das es Werte gibt, wie Freundschaftspflege, Familie, die eigene Gesundheit die mit Geld nicht aufzuwiegen ist, das der eigene Arbeitsplatz trotz aller Motivation keinesfalls mehr sicher ist, dass der Mensch, der Arbeitnehmer längst ein Spielball der Unternehmen, der fortschreitenden Globalisierung, geworden ist.Ein Produktionfaktor, kein Individuum mehr, nur auf Effiezeinz getrimmtes Humankapital (das Wort spricht für sich). Da stimmen wir wohl überein.Ganz zu schweigen von autoritären Führungstilen, es gibt sie, direkt bei mir in der Firma, nicht von mie als AN gefühlt, sondern tatsächlich angewandte Führungskultur.Viele AN verbinden Aurorität mit anbrüllen oder alles im Imperfekt aussprechen, das ist gar nicht notwendig, alleine dere Wille des AG zählt, das prägt den Stil, den kann er auch freundlich überbringen und trotzdem autoritär sein.
Das Problem der höher bezahlten ganzheitlich Arbeiten ausführenden Mitarbeiter, die den Bezug zur Basis verlieren, findet man überall, nicht nur in Gewerkschaften, das erklärt nicht alles.
Auch kann man nicht die Unzulänglichkeiten der Gewerkschaft zum Sündenbock für die Situation der Arbeitnehmer machen. Auslöser ist die Gesamtwirtschaftliche Schieflage, die auf Export ausgerichtete Wirtschaftspolitik, die vernachlässigte Binnenpolitik, der Sparkurs der Politiker, die an den genau falschen Stellen Einsparungen vornehmen (z.B. in der Bildung), der politisch falsche Weg, den Konzernen immer mehr Macht und Zugeständnisse zu geben, auf Kosten der Bürger. Politiker die zwei Herren Dienen, als Vorstand in Versicherungen und gleichzeitig den Generationsvertrag immer mehr aushebeln, den Versicherungen Vertragszuwächse durch Riester bescheren. Arbeitnehmer, gerade die die keine hohe Rente zu erwarten haben, wird Riester geradezu aufgeschwatzt, Die jetzt ihr schon geringes Einkommen schmälern, indem sie monatlich Beträge für die spätere Rentenabsicherung?! abzwacken. Im Grunde genommen haben sie jetzt weniger Geld, zukünftig auch nicht mehr, da sie ihre evtl. sozialen Anpruchsleitungen dank Riester selbst ansparen und somit den Staat gleich zweimal entlasten. Genau wie Steuersenkungen 1% von 1000€ macht 10€ aber von 10 000 da sind es schon 100€, also gewinnen wieder die, die schon genug haben.Das geht die ganzen letzten Jahre so.
Zitat:
nämlich dann, wenn eine eitel gewordene Regierungskaste den Mehrheitswillen mutwillig missachtet. Dieser Tatbestand ist meiner Ansicht nach bereits heute erfüllt.
Stimmt.
Das rächt sich. Die SPD in Hessen hat es gepürt, leider die CDU nicht, gibt's nicht andere Parteien
die man wählen kann?
Ungehorsam finde ich gut, sehr gut. Das genialste wäre, wenn alle Niedriglöhner mal zwei Wochen nicht zur Arbeit gingen, das ganze Wirtschaftssystem wäre angeschlagen, vor allem im Handel für 5,00€ Brutto die Stunde, oder Mc Blöd, Taxifahrer, Frieseusen, Briefträger, Tankstellenbedienstete, Müllentsorger (Privatfirmen) und alle die sich für wenig Geld viel gefallen lassen müssen, einschließlich der Sch.. Arbeitsbedingungen.
Zeit für einen gerechteren Neubeginn!
Hans Janosch . Dienstag 20. Januar 2009 08:09
@Politiker lassen Ausbeutung zu
Hallo. Ja, ich stimme Dir in den meisten Punkten zu. Die politische Detaildiskussion hatte ich bewußt außenvor gelassen um meinen Beitrag nicht unnötig aufzublähen. Es ging mir in meinem Beitrag um die soziologische Sichtweise, die, da hast Du sicherlich recht, mit den anderen Themen in enger Verknüpfung steht.
Lass mich aber einige Anmerkungen machen:
1) Mein deutsch sollte niemanden überfordern. Wenn es dies macht, so ist das ein Problem welches sicherlich abseits meiner Sprachwahl liegt.
2)Ja, es ist ein festgelegtes Prozedere namens Ordnungspolitik. Die Prinzip bedarf der Anpassung, um auf die Dynamik höher angesiedelter Sozialgeflechte reagieren bzw. deren negativen Wirkungen egalisieren zu können.
3) Noch ist es nicht die Realität, dass die breite Mehrheit der Lohnabhängigen tatsächlich greifbare existenzielle Zwänge verspürt; trotzdem ist die Mehrheit immer unzufriedener. Deine Aussage/Zitat ist trotzdem im Kern richtig und trifft ebenso auf immer mehr Menschen zu(etwa ein viertel der Bevölkerung; sprich ein viertel der Lohnabhängigen und wahrscheinlich, dazu habe ich keine Zahlen, auch heute schon auf ein Drittel der RentnerInnen). Bei den Rentnern sind dringende, gesetzliche Anpassungen erforderlich, um die zukünftig eintretenden Wirkungen oft nicht durchgängiger Erwerbslaufbahnen
auszugleichen!
4) Ja klar, keine Frage, natürlich nehmen Familien die Auswikungen ihres Arbeitsverhältnisses auf die Zukunftsplanung wahr. Ich sprach jedoch davon, dass diese Unzufriedenheit zumeist in der Anforderung an den eigenen Lohn kanalisiert wird.
5) Die Gewerkschaften sind nicht direkt unzulänglich. Träge würde es besser treffen und auch, dass darf man nicht in Abrede stellen, besorgt um den höheren Zweck der gewerkschaftlichen Betätigung.
Du hast recht. Die wirtschaftliche Ausgestaltung ist untauglich und ich möchte ich Dir ausdrücklich zu dieser Feststellung gratulieren. Wieder ein Kollege/eine Kollegin mehr, der/die nicht auf das dumme Geschwätz der bürgerlichen Panikmacherei hereinfällt(bezeichend war am Wochenede der Auftritt von Rüttgers in Verbindung mit dieser bornierten, rechts von Anne Will sitzenden Furie. Amüsant war dabei lediglich der Wowi, der an der großen Koalitionsdiziplin sichtbar leidend manchmal wohl lieber Frau Wagenknecht unterstützend unter die Arme gegriffen hätte)
Trotzdem an der Stelle: Wenn man diese Probleme wahrnimmt, dann sollte man auch die daraus abzuleitenden Konsequenzen bedenken - diese sind mit elementarer Umgestaltung unweigerlich verbunden.
6) Ungehorsam ist unserer heutigen Situation entsprechend DAS Mittel der Stunde; meiner Ansicht nach. Jedoch ist das ein Thema, welches mit großem Verantwortungsbewußtsein betrachtet werden muss. Im Ergebnis ist eine tatsächlich außerparlamentarisch agierende, grosse Protestbewegung wünschenswert und vielleicht notwendig. Allerdings will das Maß an radikalisierender Agitation bedacht gewählt sein. Denn im Ergebnis möchte man schließlich eine streitbare, demokratische Opposition und keine in SA-Marnier herummarodierende Masse von Vandalen oder gar ein RAF-Revival. Darum tendiere ich persönlich dazu, weil der Übergang vom Einen zum Anderen oft fließend vollzogen wird, Trittbrettfahrer der anderen Seite eine aggressive Stimmung sicherlich auszunutzen versuchen würden, dazu, erst die Möglichkeiten auszuloten die erforderlichen Schritte innerhalb geregelter, institutionalisierter Bahnen vollziehen zu können; sprich über eine Anpassung oder Neudefinition der gewerkschaftlichen Ordnungspolitik.
kollegialen Gruß und eine gute Woche
Hans Janosch
Politiker lassen Ausbeutung zu . Mittwoch 21. Januar 2009 00:19
@ Hans Janosch,
Danke für den Titel, grins.
Der erste Ausdruck (in diesen Zusammenhang; Institutionalisierung )
war mir nicht geläufig, musste erst im Wörterbuch nach der Definition suchen. Glaube mir, ich bin zwar nicht bewandert in Fachausdrücken, aber sprachlich nicht überfordert, solange nicht zu viel Fachchinesisch auftaucht, grins.
Du schreibst, du hättest es aus soziologischer Sicht angeführt. Hast du die Fähigkeit Menschen soziologisch zu sehen, also ihr Verhalten zu analysieren, beschäftigst du dich mit Soziologie?
>[4) Ja klar, keine Frage, natürlich nehmen Familien die Auswikungen ihres Arbeitsverhältnisses auf die Zukunftsplanung wahr. Ich sprach jedoch davon, dass diese Unzufriedenheit zumeist in der Anforderung an den eigenen Lohn kanalisiert wird.]<
Das war so und ist bei vielen (vor allen bei einfachen Arbeitnehmern) auch noch der Fall. Aber trotzdem hat eine Veränderung in der Denkweise begonnen. Zumindest glaube ich, -nach dem Besuch einiger Homepage´s-, sowie im gespräch mit anderen, dieses festgestellt zu haben. Darüber bin ich froh, denn es wird allerhöchste Zeit, das sich in Deutschland (und nicht nur da) etwas bewegt.
>[5) Die Gewerkschaften sind nicht direkt unzulänglich. Träge würde es besser treffen...]<
Stimmt, da habe ich mich unglücklich ausgedrückt, wobei wir wieder beim Thema Sprache angelangt sind...
[ Du hast recht. Die wirtschaftliche Ausgestaltung ist untauglich...]
Ja, wobei ich mich auf das Wort Ausgestaltung festlegen möchte, denn eine freie soziale Marktwirtschaft sehe grundsätzlich nicht als negativ an. Nur müssten trotz allem Kontrollorgane regulierend eingreifen, Fehlentwicklungen frühzeitig zu stoppen. Auch auf Kosten der freien Entwicklung. Alles muss seine Grenzen haben, spätestens dann. wenn viele Benachteiligt werden, weil andere ihre Freiheit auf Kosten anderer missbrauchen.
Übrigens, falls du sie noch nicht selbst im (Lidl-) Blog entdeckt hast, oder noch nicht kennst... Hier sind zwei Links mit Videos über die Mechanismen der Geldvermehrung.
Einer ist auf englisch mit Untertiteln (brauchst du sicher nicht) sehr eindringlich/anschaulich gemacht und eine satirische Variante, die an die erste zwar nicht heranreicht, aber trotzdem sehenswert ist.
Anne Will habe ich leider nicht gesehen, hole ich im Internet nach.
Na ja, "Ungehorsam" kann sich durch vieles äußern. Gewalt oder radikale Aktionen (wie die Ausschreitungen in Frankreich), sind der falsche Weg (sehe ich so). Meist ist das die Sprache derer, die keine Worte (mehr) finden. Das andere Problem liegt darin, wie kann man die Masse bewegen, sich auf friedliche Art zu solidarisieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen? Das halte ich für unmöglich. Aber kleine Schritte nach und nach, durch vereinzelte Arbeitnehmer oder Gruppierungen, sowie Wähler die sich für das Geschick ihres Landes
>>und somit für ihr eigenes interessieren (sofern sie den Zusammenhang erst einmal begreifen),<< also endlich anfangen sich mit Politik zu befassen, politisch mündig werden, könnten der Anfang vom Ende des jetzigen Systems sein/werden. Wobei die Demokrati in Deutschland zwingend beibehalten werden muss, freie Bürger mit Rechten und Pflichten, ein Land in dem man seine Meinung frei äußern darf, sich frei bewegen kann, weltweit reisen darf. Laut Gesetz jeder Mensch gleich ist (!?)...
Deswegen stimme ich dir volllkommen zu, dass die Gegenbewegung fließend sein muss, auch nur kann, ohne die elementaren Grundfesten des Staates zu gefährden. Das ginge eindeutig zu weit und birgt die Gefahr der Machtübernahme durch radikale politische Gruppen. Nie wieder Braun!!!! Alles, bloß das nicht.
Oh, habe gerade auf die Uhr geschaut...
Wünsche dir und anderen Lesern ebenfalls eine schöne Woche.
Politiker lassen Ausbeutung zu (ist mir zu lang)
Beim nächsten Kommentar : Idealistin (leider, grins)
Hans Janosch . Mittwoch 21. Januar 2009 08:52
@Idealistin (leider, grins) .... ;-)
Guten morgen
Ich beschäftige mich recht ausgiebig mit soziologischen Themen. Diese sind allerdings recht häufig nicht vom materiellen Zusammenhang zu trennen und von daher gleicht die nähere Befassung damit nicht selten der Frage danach, was zuerst gewesen sei, das Huhn oder das Ei; sprich, zuerst der Gedanke und daraus entstehend der materielle Zustand oder umgekehrt. An der Stelle vollzieht sich der Übergang zur nächsten Wissenschaft - der Philosophie. Wahrscheinlich kann als Problemlösung lediglich eine metaphysische Theorie angeboten werden. Fakt ist allerdings ganz unzweifelhaft, dass die materielle Ausgestaltung der Gesellschaft deutlichen Einfluss auf die in selbiger vorhandenen Denkweisen und Entwicklungen hat.
Es gibt eine interessante alte Wissenschaft, die den schönen Namen "historischer Materialismus" trägt. Man befasst sich dabei mit der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft im Kontext der sich verändernden Eigentumstrukturen durch die Zeit hindurch und kann so sehr schön darstellen, dass, zumindest sichtbar, dass Eigentum weniger menschlich beherrscht ist als Menschen durch ihr Eigentum selbst beherrscht sind.
Daneben gibt es natürlich die durchaus bekannte, ökonomische Literatur, die aufbauend auf Adam Smith´s "der Wohlstand der Nationen" unser gegenwärtiges, wirtschaftliches Dogma behandelt und aufrechterhält. Dies ist aber nicht, wie heute gerne behauptet wird, die reale, vernünftige Sichtweise, sondern auch eine romantisierte Heilslehre, welche uns in immer kürzeren Abständen in die Krise führt.
Weiter gibt es, manche sagen als Entwicklung der letzten Jahren, meiner Ansicht nach ist es jedoch eine Revitalisierung bereits lang bekannter Inhalte, den Versuch, die Wissenschaft der nüchternen Ökonomie in Verheiratung mit der Wissenschaft der angewandten Psychologie zu bringen. Das sind, da an vielen angesehen Universitäten, um die diversen daraus hervorgehenden Thesen praktisch untermauern zu können, diesbezüglich Versuche unternommen werden, sehr interessante Gehversuche. Die bedauerlicherweise jedoch zumeist zur Optimierung betriebswirtschaftlicher Ergebnisse ausgenutzt und so ihrem eigentlichen Zweck entfremdet werden. Das ist übrigens, am Rande eerwähnt, eines unserer großen Gegenwartsprobleme: Große Teile der weltweit zur Verfügung stehenden Forschungskapazität werden schlicht zum Zwecke der Enticklung von erweiterten Möglichkeiten zur Zerstörung einerseits und Geldvermehrung andererseits missbraucht!
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es sehr viele Versuche, die ich nenne es einmal politische Ökonomie von den sie beeinflussenden Dogmen zu befreien um so einen freien Blick auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge zu ermöglichen. Ich glaube aus diesen Strömungen heraus hat sich dann auch das ordnungspolitische Verständnis des in der Nachkriegszeit groß gewordenen Pragmatismus entwickelt - das heute, noch immer die Erfahrungen der weimeraner Zeit hochhaltend, politische Neutralität als neues Dogma predigend, gerade in den deutschen Einheitsgewerkschaften anzutreffen ist.
Ich sprach die Philosophie an. Den meisten Menschen erschließen sich die zumeist recht alten und umfangreichen Werke der grossen Philosophen nicht. Und zumeist ist es auch nicht darum getan, einen Philosophen zu studieren, da sie in ihren Sichtweise zumeist in Konkurrenz zueinander standen. Von daher ist auch immer wichtig auf die persönlichen Befindlichkeiten dieser Menschen in ihrer jeweiligen Zeitströmung zu achten.
Ich habe einen starken Hang zu Leuten wie Kant, Schopenhauer und Nietzsche. Gerade Schopenhauer gibt gute Ansätze, angedeutete Frage nach dem Huhn oder Ei zu behandeln und somit eine Grundlage zur Entwicklung eines einigermaßen nachvollziehbaren, metaphysischen Models. Man könnte es den metaphysichen Daseinskampf nennen oder auch den Versuch, den Wettbewerb der Ideen untereinander in eine Ursache und Wirkung aufzeigende, diesbezügliche Systematik hinein zu übertragen. Nietzsche hingegen gibt Einblick in die Abgründe der menschlichen Eigenheit; auch das gehört dazu. Das philosophisch-soziologische Spektrum bedient JJ Rousseau meiner Ansicht nach sehr tiefsinnig. Wobei man dessen Sichtweisen keineswegs durchgängig teilen muss - in erster Linie sind diese hilfreich, die diesbezüglichen Kernfragen zu erkennen, um sie überhaupt behandeln zu können.
Wenn Du, wie Du sagst, und dieser Gedanke gefällt mir außerordentlich gut, ein harmonisches Verhältnis zum Staat im allgemeinen, also zu einer freien, demokratischen Republik hast, so kann ich Dir wärmstens JJ Rousseau's "der Gesellschaftsvertrag" empfehlen - es gibt kaum ein anderes, Staatsgrundlagen behandelndes Werk, welches zumindest mein Denken so sehr beeinflusst. Darum erscheint mir unser heutiges System auch weitgehend undemokratisch. Meine Sichtweisen haben übrigens wenig mit Kommunismus zu tun, der Demokraten heute überall gern und oft unterstellt wird. Man muss wissen, dass die radikale Linke stets nicht bloß das Kapital, sondern auch die Nation als aus den ungleichen Eigentumsverhältnissen heraus entstandenes Gebilde bekämpft haben. So wurden noch bis spät in die 60er hinein, wahrscheinlich heute noch, alle sich nicht mit der russischen Oktoberevolution indentifizierenden Genossen von der linken Hardlinerschaft als konterrevolutionär bezeichnet - also zu Feinden ernannt. Dies ist das unmenschliche System, welches schon die moderat-demokratischen Kräfte in der Sowjetunion in den Gulags hat umbringen lassen. Zurück zu Rousseau's Gesellschaftsvertrag. Verdeutlicht man sich, dass was wir Staat nennen sich erst aus der Gesamtzahl aller Staatsglieder heraus bildet, also den Bürgerinnen und Bürgern, dass man selbst also Staat ist, dann liegt bei aller dem linken Gedankenspektrum zu zurechnender Betrachtung einer sinnvollen Wirtschafsordnung das Ideal einer freibürgerlichen Republik nahe. Ein Problem liegt allerdings in der Begriffsdefinition versteckt, da das heutige Bürgertum tatsächlich wenig mit dem freirepublikanischen, bürgerlichen Ideal zu schaffen hat. Es geht uns (freirepublikanischen Linken), dem Ideal nach, natürlich um die Gleichberechtigung aller Bürger ihrer Talente entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten zu haben, es geht um mehr Basisdemokratie, um die Harmonisierung supranationaler Zusammenhänge und somit, allerdings, um die Umgestaltung der gegenwärtigen Ordnung verknüpft mit einer notwendigen Umgestaltung der gegenwärtigen Eigentumsdefinition.
Für Deine Linkempfehlung danke ich Dir herzlich. Wenn ich die Zeit finde, schaue ich sicherlich einmal rein. Mein Englisch ist übrigens grottenschlecht, da ich es seit der Schule dummerweise habe weitgehend verkümmern lassen ... naja, ich kann mich geradeso verständlich machen.
See you later!
solidarischen Gruß
Hans Janosch
ludwig vogt . Mittwoch 21. Januar 2009 14:18
Politiker lassen Ausbeutung zu: Fast ganz unten :: wie mann / frau durch die Hilfe von Lebensmitteltafen satt wird !
( kein grins ) und wie aktuell Der globale Kapitalismus die schwersten Verwerfungen seit der Weltwirtschaftskrise von 1929 verursacht hat . Einer Politik ,die gefördert hat, dass sich Unternehmen die Orientierung am shareholder value durchsetzte. Damit hat die Wirtschaftspolitik die Gesellschaft ( wir alle ) dem Renditeziel der Wirtschaft unterworfen, die erkämpften Sozialpartnerschafts-verhältnisse wurden zu Gunsten eines Wettbewerbskorporatismus aufgekündigt, und gewerkschaftliche Rechte abgebaut....
Einer Politik die gefördert hat dass Finanzmarktakteure mit der Drohung Kapital abzuziehen eine Reform des Sozialabbau,Steuersenkung für Vermögende und Konzerne zugelassen Auslieferrung der Daseinsvorsoge und Absenkung der sozialen Sicherungssysteme beschlossen hat , und sagt wir sind in einer Krise ach ja Wirtschaftskrise .... Es tut also Nicht wirklich weh.... FAST GANZ UNTEN ..
Hans Janosch . Mittwoch 21. Januar 2009 14:36
@ludwig
... und sie sagen immer noch, die Gewerkschaften seien zu stark und würden so die Dynamik ansich funktioneller Prozesse konterkarieren, die Selbstheilungkräfte der Märkte verhindern ... noch immer seien die Märkte zu stark reguliert ... die selben Fragen und Diskussionen wie vor 100 Jahren, nur dass der Kapitalismus seinem Ziel entgegensteuert, immer schneller und dynamischer.
Der Kapitalismus hat auch jetzt noch eine derartig integrative Kraft, dass er uns wohl noch eine Weile begleiten wird - wahrscheinlich stellt man ihn erst in Frage, wenn die punktuell besonders stark auftretenden Dissonanzen denn nächsten Weltkrieg haben losbrechen lassen - aber dann ist wahrscheinlich ohnehin EGAL.
melancholischen Gruß
Hans ;-)
Idealistin . Mittwoch 21. Januar 2009 22:52
guten Abend (Nacht)
@ ludwig vogt
Sehe ich genauso. Komme selbst aus der Wirtschaft, arbeite als ganz kleines Rädchen im Getriebe, irgendwo als Allroundkraft beim Superkrämer. Darüber kann ich auch nicht grinsen. Der Arbeitsmarkt gibt nichts anderes her.
Übrigens bommen die Tafeln, nie war der Andrang so groß wie im letzen Vierteljahr.
Die Profitgier der Konzerne hat Arbeitsplätze gekostet, auch wenn die Statistik andere Zahlen veröffentlicht.
Die statistische Schönrechnerei der Arbeitsmarktlage ist ein Schlag ins Gesicht der Bürger. Jeder der in 1€ Jobs gezwungen wurde oder irgendwo ein Praktikum absolviert fällt aus der Statistik raus! Das begründet man damit, dass diese Menschen eine Tätigkeit ausüben, ganz unabhängig davon, dass sie trotzdem Leistungen beziehen und kein wirkliches Arbeitsverhältniss im klassischen Sinne haben.
Interessant Beiträge findet man auf:
http://www.flegel-g.de/
unter anderem eine Statistik(weiß aber nicht mehr wo), die die Entwicklung des Aufwands für Unterstützungen von Arbeitslosen erklärt. Da wird ganz deutlich das die Zahlungen in fast gleichbleibender Höhe, nicht mit der Statistik der Arbeitslosenentwicklung zusammenpassen. Woran liegt das wohl?
@ Hans Janosch,
Habe heute leider nicht viel Zeit zum Schreiben. Fahre bis zum Wochenende weg.
Danke für deine Antwort. Der Rest kommt später. Bei dir wird es komplizierter ;-).
Bis dann
Idealistin
Idealistin . Donnerstag 22. Januar 2009 21:32
@ Hans Janosch
Hallo,
bin wieder zurück, die Fahrt wurde "vertagt"
Thema Soziologie/Philosophie
das dachte ich mir (Soziologie/Philosophie), man bemerkt es beim Lesen. In den letzten Jahren habe ich mir immer wieder vorgenommen Werke von den bekanntesten Philosophen, -wobei Kant der "Große", aus Deutschland ist- zu lesen. Zu meiner Schande muss ich bekennen, dass ich es bis heute noch nicht umgesetzt habe.
Was mir nur augefallen ist, Kant, Nietzsche und auch Schopenhauer sind alle in einem streng religiösen Elternhaus aufgewachsen. Ob das Zufall ist, müsste mal jemand genauer untersuchen. Vielleicht besteht da ein Zusammenhang, zwischen religiöser Erziehung und die Entwicklung eines Kindes zum späteren Philosophen.
Aber Soziologie interessiert mich auch, sie ist eine Wissenschaft mit der ich vielleicht annähernd begreifen könnte warum Menschen handeln wie sie handeln. Eine Frage die ich mir oft stelle.
Vielleicht versteht man auch, mit ihrer Hilfe, sein eigenes Handeln besser zu verstehen , oder man kann es zumindest bewusster steuern, weil man Aktion und Interaktion besser einzuschätzen lernt.
Ich beobachte oft Menschen. Im Prinzip sind wir faszinierende Geschöpfe, mit großartigen gestalterischen und geistigen Fähigkeiten, aber dabei auch so erschreckend grausam und zerstörerisch und dazu die einzige Spezies die es fertigbringt die Welt ins Chaos zu stürzen. Die ihr Wissen benutzt, um Waffen herzustellen, die es ermöglichen die eigene Rasse auszumerzen.
Die Waffen aller Länder haben eine Sprengkraft die aussreicht um alles Leben auf dem ganzen Planeten mehrmals zu zerstören. Tolle Leistung und so sinnvoll (Sarkasmus).
"Historischer Materialismus"
Du hast den "historischen Materialismus" erwähnt, den Begriff habe ich zum ersten Mal gelesen. Aber er leuchtet mir ein und ich glaube auch das es sich genauso verhält. Materialismus schließt aber vieles ein, die Besitztümer, aber auch die Art der Besitztümer, die modernen Techniken, die das Leben ebenfalls stark beeinflussen, so auch die Gesellschaft. Nicht nur dass, auch das Internet, so wie ich jetzt hier sitze und einen mir vollkommen unbekannten Menschen, über den ich nichts weiß, keinerlei persönliche visuelle Eindrücke habe, mein Gedankengut mitteile, einfach so. Das machen unzählige Menschen Tag für Tag, die Gefahr besteht, das dieses Medium, Scheinwelten entstehen lässt , das manche hier ihrem grauen Alltag entfliehen wollen und sich immer mehr aus dem realen Leben zurückzziehen, unfähig soziale Kontakte aufrecht zu erhalten, oder zu knüpfen. Auch dieses Medium ist wie die Menschen selbst, die es benutzen, faszinierend und (je nach Nutzer) gefährlich zugleich. Die Studie, müsste dies mit einbeziehen. Macht sie das, oder ist sie wortgemäß historisch, also zurückblickend?
Übrigens die beiden Links, bestätigen in Bezug auf Geld, dass der Mensch durchaus von den Werten die er geschaffen hat, beherrscht wird. Geld ist, so glaube ich, das beste Beispiel.
Ökonomie und Psychologie als Verknüpfung.
Natürlich. Die moderne auf effiziente Arbeitsabläufe ausgerichtete (Waren)Wirtschaft, versucht alles mögliche, um alles was der Mensch leisten kann, auch aus ihm herauszuholen, auch mit Hilfe von Psychologie/Soziologie, leider hier als negatives Instrument zur Ausbeutung. Desweiteren in der Werbung die gerade in letzter Zeit, ganz massiv die Emotionen der Menschen-- Lebensgefühle im Zusammenhang mit den Produkten, der Dienstleistung-- anspricht, beim Marketing, in der Markenführung von Produkten, oder die Banken die Kredite mit einer heilen Familienwelt/Idylle (Hauskauf) anpreisen u.u.u. Also nicht die Produkte als solches in den Vordergrund stellt, sondern die Lebensveränderung/das Gefühl das man damit unterbewußt in Verbindung bringen soll.
Dogmen
Dogmen verstehe ich als: Auf alt bewährte (?) Art zu handeln, oder handeln zu müssen. Auferlegte Denkweisen oder Machtstrukturen, die das Leben der Menschen bestimmen/beeinflussen.erst wenn diese fallen, ist eine neue Ordnung möglich, egal in welchem Bereich (Politisch, Privat, Kirche usw.).
Gewerkschaft
Wobei ich nicht glaube das man hundertprozentig neutral sein kann. Auch die Gewerkschaften nicht. Denn eigentlich haben sie ja schon Partei ergriffen: Für die Arbeitnehmer [Ausser AUB und Konsorten ;-)]
Philosophen
Na ja, erstens ist es sicherlich schwierig sie vollkommen zu verstehen. Zweitens waren sie anderen Lebensbedingungen/Zeitgeist unterworfen. Drittens wie du es bemerkst, waren sie ja schon untereinander uneins. Im Prinzip, wenn man sie liest und ihre Lehre annimmt, wird es immer derjenige Philosoph sein, mit dessen Gedankengut man sich am besten identifizieren kann, somit verlieren die anderen mit gegensätzlicher Anschauungsweise schon an Bedeutung ( gilt für viele Leser) So gibt es trotz aller Wissenschaft (Soziologie) keinen einheitlichen Lösungsansatz in der Philosophie, daher ist sie für viele von vornherin nicht erschließbar.
Danke für den Buchtip. Da ich gerne lese, werde ich erst mal in der Stadbücherei stöbern, ansonsten bei ebay.
Ich könnte es mir gar nicht vorstellen in einer anderen Staatsform zu leben. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch und hasse Zwänge jeder Art, wenn es mir zu eng wird breche ich aus. Das ist ein ziemliches Handicap, mit dem ich leben muss, dass ist nicht immer einfach. Ich arbeite zum Beispiel in einem Unternehmen in dem ich rein gar nichts selbst entscheiden kann, statt dessen aber zig Vorschriften für jeden Mist beachten muss. Wie beim Militär, alles genau durchorganisiert, nur funktionieren, bloß nichts in Eigenregie machen.das ist eigentlich das schlimmste was mir in der Arbeitwelt passieren konnte, aber andere Möglichkeiten habe nicht mehr, obwohl ich nicht gerade doof bin.
Demokratisch finde ich, rein subjektiv, aber auch objektiv unsere Demokratie nicht. Denn eigentlich sollte der Staat den Volkswillen berücksichtigen, sofern es vertretbar ist. Das wird aber zumeist erst gar nicht versucht. Unsere Politik richtet sich hauptsächlich (von mir so empfunden) nur nach der Wirtschaft und ihren Belangen, vertritt in erster Linie die Lobbyisten mit der Begründung, diese würden für Arbeit sorgen, die Wirtschaft aufrecht erhalten.
Die 60ger lass ich weg, null Schimmer, sorry.
Aber ich bin froh, dass du erwähnst nicht in der für mich persönlich falschen politischen Richtung zu laufen ;-)
Mit den freiepublikanischen Linken habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt, aber der Grundgedanke hört sich vielversprechend an. Die neu gegründete Partei Die Basis, ist im Internet präsent, (da habe ich mal reingeschaut), kommt deinem Ideal vielleicht nahe, oder kennst du sie sogar? Ich wollte und werde mich mehr mit dieser Partei befassen, aber leider zieht es sich ziemlich schleppend dahin, da ich zurzeit ziemlich viel arbeiten muss, dazu noch der große Haushalt, aber es wird auch wieder ruhiger, dann nehme ich mir die Zeit.
Im Großen und Ganzen bin ich mit der derzeitigen politischen entwicklung unzufrieden, vor allem wegen der immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich. Ergo, wäre eine Umverteilung der Geldflüsse notwendig, statt mehr nach "oben" muss der Fluss wieder mehr nach "unten" augerichtet werden. Arbeit muss sich lohnen. Vor allem muss man von den Einkünften seinen Leben bestreiten können. Ohne Mindestlohn für alle Berufszweige wird dies nicht mehr für alle AN gewährleistet, die Zeche zahlen alle.
Du schreibst von der Umgestaltung der gegenwärtigen Eigentumsdefinition. Wie ist die ausgestaltet?
Hast du schon mal Freimark (im Netz )gefunden? Das geht es um das Geldsystem, Geld als reines Tauschmittel, das was es eigentlich sein sollte, keine Geldvermehrungsmaschine (Zinsen). Oder auch Geld regiert die Welt, warum eigentlich? (google)
Mit Englisch geht es mir genauso und nicht nur damit. Das ist ein selbst verschuldetes Defizit, aber auch durch die Eingespanntheit im Alltag entstanden, zu wenig Freiräume/Freizeit.
Rein theoretisch hätte ich jetzt die Zeit besser dafür nützen können, aber manche Dinge machen einfach mehr Spaß :-)
Endlich hat Janosch sein Echo gefunden!!
Glückwunsch (;-)))))))))))))))))))))))
Hans Janosch . Freitag 23. Januar 2009 07:46
@Arbeitnehmer
... wenn Du auf Visualisierungen angewiesen bist und vor zusammenhängenden Sätzen zurückschreckst, dann lies doch einfach die BILD ...(;-)))))))))))))))))))))))
@Idealistin
Fortsetzung folgt; ggf. schon am WE
bis dahin Augen auf halten und die Sinne weiter schärfen ... Du bist ausdrücklich eine BEREICHERUNG für diesen BLOG ... ;-)
viele Grüße
Hans
Idealistin . Freitag 23. Januar 2009 10:29
Hans Janosch,
ich fühle mich geehrt. Vielen herzlichen Dank!
Bis dann
Idealistin
Hans Janosch . Freitag 23. Januar 2009 10:37
@Idealistin
... erzähl' solchen Blödsinn nicht ... ;-)
Sich geehrt zu fühlen ist etwas was mir selbst völlig fern liegt und ich erwarte es auch nicht von anderen Menschen in Bezug auf mich ...
see you
Hans
Mäxchen . Freitag 23. Januar 2009 11:28
@JANOSCH;
Du scheinst ein Egomane zu sein, ausserdem berauscht von den eigenen Worten.
Warum beleidigst du Forumsteilnehmer.
Und Idealistin scheint doch wirklich ein Fan von dir zu sein.
Hans Janosch . Freitag 23. Januar 2009 13:42
@Mäxchen
Es liegt mir wirklich fern irgendjemanden zu beleidigen. Und Idealistin habe ich erst dieser Tage das erste mal hier gelesen ... warum soll ich mich, oder Idealisitin, oder auch was weiß ich jemand anderes, in meinem Denken zurücknehmen, bloß weil manchen Leuten alles was über Maloche, Grillwurst, Bier, Titten, Fußball und die Planung des nächsten Urlaubes am Ballermann hinausgeht bereits zu anspruchsvoll ist?
gestatten, Janosch
ludwig vogt . Freitag 23. Januar 2009 13:56
Seit 2002 sind die Reichen noch reicher geworden und die Armen !!!! ärmer wie sollte es auch anders sein ? dies ist das Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung so,so ,Frage wer hat den Auftrag erteilt. Die Reichsten zehn Prozent der Bevölkerung steigerten ihren Anteil von 2002 bis 2007 von 57,9 Prozent auf 61.1 Prozent . das muß mann erst mal verstehen 10 Prozent der Bürger in Deutschland besitzen über 60 Prozent des Gesammtvermögen in diesem unseren Land .. was kann mann dieser Neoliberalen Politik sagen........???
Die Menschen in diesem Land sagen Danke Danke ....für eine Christliche und Soziale Marktwirtschaft ....
... wenn Du auf Visualisierungen angewiesen bist und vor zusammenhängenden Sätzen zurückschreckst, dann lies doch einfach die BILD ...(;-)))))))))))))))))))))))
Antwort: "NEIN!!!" (Aber auch schon länger hier nicht mehr jedes Gesülz bis zu Ende...
Viel Freude weiterhin in diesem ArbeiterInnen-Blog an wortreichen geistigen(?) Ergüssen via Mono- und Dialog!
Gesellschaftliche Konstruktionen sind dem Zufall ausgesetzt, d.h. sie
benötigen einen ständigen Codewandel. Um den Code wandeln zu
können, müssen wir jedoch das akkumulierte Wissen allen Menschen
zur Verfügung stellen, die dann durch ihre Ideen und Schöpfungskraft
die Codierungen verändern und somit neues Wissen erzeugen. Es muss
hierbei jedem klar sein, dass die Änderung von Codierungen, ( wie dies
durch das World Wide Web geschieht), eine Technikfolgenabschätzung
erforderlich macht.
Da dies Gefahren für die Freiheit heraufbeschwört, müssen wir
alles tun, um das evolutionäre Grundprinzip von Wiederholung und
Variation zu gewährleisten. Jede einseitige Konzentration ist zu
vermeiden, da eine ausufernde Wiederholung in die Diktatur und eine
ausufernde Variation in die Anarchie führt. Nur das Wechselspiel
beider Prinzipien ist in der Lage, die Freiheit von Interfaces
sicherzustellen.
Frage: ist das Interface >repräsentative Demokratie< in der Lage eine Technikfolgenabschätzung zu leisten ?
Hans Janosch . Samstag 24. Januar 2009 09:17
Lieber Franklin!
Mit Deinen Formulierungen habe ich an der Stelle Schwierigkeiten. Ich versuche jedoch darauf einzugehen. Ich hoffe richtig zu begreifen, was Du sagen möchtest.
Mir ist die Thematik zu techniklastig. Ich kenne den Begriff der Technologiefolgeabschätzung und ich halte ihn in Bezug auf die Frage, ob eine neue Technik hilfreich sei oder nicht für sinnvoll - er wird heute, allerdings ist es auch zumeist schwierig, nicht in dem Maße verwendet als dies ansich nötig wäre. Oft werden nur oberflächliche, ökonomische Faktoren abgewogen, jedoch die sozialen Folgen nicht oder nur unzureichend bedacht.
Gesellschaftliche Konstruktionen sind keinesfalls dem Zufall ausgesetzt - meine ich. Gesellschaftliche Konstruktionen sind in erster Linie ein Spiegel der materiellen Ausgestaltung, der Eigentumsverteilung etc.
Natürlich, wenn wir über Wissen, oder nennen wir es den real vorfindbaren Zuständen Rechnung tragend besser Meinungen, sprechen, Du hast Recht, sind diese natürlich maßgeblich an der Beantwortung der Frage beteiligt, in welche Richtung sich eine Gesellschaft modifiziert. Grundsätzlich ist eine Gesellschaft immer in Bewegung, in Wandlung und dies ist auch wünschenswert ...
Die Fage, in wie weit das akkumulierte Wissen der Mehrheit zugänglich gemacht werden kann beantwortet sich auch anhand der materiellen Ausgestaltung, am Zugang zu Bildung, vorallem aber an der Frage, wer die grundsätzlichen Inhalte des medialen Angebotes bestimmt. Gerade in einer mordernen, repräsentativen Demokratie, die ich ansich für ideal halte, sind die zur Verfügung stehenden Medien DAS Mittel zur Information und Meinungsbildung des Bürgers.
Deshalb muss man sagen, ist die repräsentative Demokratie ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung Rechnung tragend nicht zur sauberen Reflexion fähig.
Ich gebe Dir allerdings ausdrücklich darin Recht, dass ein diesbezügliches Gleichgewicht anzustreben ist. Ich sehe ein diesbezügliches Mittel in der, aufgepasst, kompletten Verstaatlichung vorhandener Medien, verknüpft mit einer klaren gesetzlichen Richtlinie, welche Mittel den unabhängig arbeitenden Medien zugänglich gemacht werden müssen. Ebenso ist eine klare gesetzliche Norm erforderlich, dass der Staat, oder die Regierung besser gesagt, selbst abseits von zu kennzeichnenden, eingeschränkten eigenen Inhalten keinerlei Einfluss auf die diesbezügliche Arbeit nehmen darf. Wir Bürger wollen die Angestellten der Medien aus unseren Steuermitteln heraus anstellen und ihnen eine selbständige, uns zu informieren als Ziel verfolgende Arbeit, ermöglichen.
Dann ist ein funktionelles Interface vorhanden und die Gesellschaft kann eine harmonische, freie Transformation vollziehen.
schönes We
Hans
P.S.
Oje, jetzt sprechen unsere Hardliner sicherlich wieder von kommunistischer Staatsanmaßung und haben doch wieder einmal rein gar nichts verstanden ... :-)
Franklin . Samstag 24. Januar 2009 20:53
Hallo Hans !
>man muss Technik benutzen um Ordnung in die Gedanken zu bekommen<
Du schreibst:
"Gesellschaftliche Konstruktionen sind in erster Linie ein Spiegel der materiellen Ausgestaltung, der Eigentumsverteilung " (etc.) das etc. klammere ich nun mal ganz bewusst aus.
Wenn Eigentum als rechtliche Verfügungsmacht über Sachen definiert wird kommen wir in der Analyse der Gesellschaft und der sie bewegenden Faktoren zunächst nicht weiter.
Mit der Geburt erlagen wir Menschen die rechtliche Verfügungsmacht über uns selbst. Materiell sind wir von anderen Personen zwar abhängig, rechtlich aber nicht. Im Laufe seines Lebens erwirbt der Mensch, zunächst durch verzicht der Bezugspersonen, danach durch Verzicht auf die Erfüllung eigener Bedürfnisse Eigentum: das heißt rechtliche Verfügungsgewalt über Sachen (z.B. einen Schulabschluß)
Nun wir könnten jetzt darüber uns austauschen, auf was wir verzichtet haben, um das Wahlrecht zu erhalten.
Getrennt vom Eigentum ist die materielle Ausgestaltung der gesellschaftlichen Konstruktionen zu betrachten. Als Personen (ich benutze hier nicht den Ausdruck Mensch) werden wir zwar nackt geboren, bekommen aber materielle Sachen trotzdem in die Wiege gelegt z.B. Kleidung, Geld, etc. .
Hinsichtlich der Verteilung von materiellen Sachen in der Gesellschaft spricht man von Armut und Reichtum. Obdachlose Menschen ohne Geld bilden die unterste Gruppe der Armut.
Wie entsteht die ungleiche Verteilung von materiellen Schachen in der Gesellschaft: nun durch die Art und Weise wie die rechtliche Verfügungsgewalt über Sachen faktisch ausgeübt wird.
Besonders deutlich wird dass immer dann, wenn Produktonsstandorte von den Eigentümern aufgegeben werden.
Nokia lässt grüßen !
>man muss Technik benutzen um Ordnung in die Gedanken zu bekommen<
Du schreibst:
"Gesellschaftliche Konstruktionen sind in erster Linie ein Spiegel der materiellen Ausgestaltung, der Eigentumsverteilung " (etc.) das etc. klammere ich nun mal ganz bewusst aus.
Wenn Eigentum als rechtliche Verfügungsmacht über Sachen definiert wird kommen wir in der Analyse der Gesellschaft und der sie bewegenden Faktoren zunächst nicht weiter.
Mit der Geburt erlagen wir Menschen die rechtliche Verfügungsmacht über uns selbst. Materiell sind wir von anderen Personen zwar abhängig, rechtlich aber nicht. Im Laufe seines Lebens erwirbt der Mensch, zunächst durch verzicht der Bezugspersonen, danach durch Verzicht auf die Erfüllung eigener Bedürfnisse Eigentum: das heißt rechtliche Verfügungsgewalt über Sachen (z.B. einen Schulabschluß)
Nun wir könnten jetzt darüber uns austauschen, auf was wir verzichtet haben, um das Wahlrecht zu erhalten.
Getrennt vom Eigentum ist die materielle Ausgestaltung der gesellschaftlichen Konstruktionen zu betrachten. Als Personen (ich benutze hier nicht den Ausdruck Mensch) werden wir zwar nackt geboren, bekommen aber materielle Sachen trotzdem in die Wiege gelegt z.B. Kleidung, Geld, etc. .
Hinsichtlich der Verteilung von materiellen Sachen in der Gesellschaft spricht man von Armut und Reichtum. Obdachlose Menschen ohne Geld bilden die unterste Gruppe der Armut.
Wie entsteht die ungleiche Verteilung von materiellen Schachen in der Gesellschaft: nun durch die Art und Weise wie die rechtliche Verfügungsgewalt über Sachen faktisch ausgeübt wird.
Besonders deutlich wird dass immer dann, wenn Produktonsstandorte von den Eigentümern aufgegeben werden.
Nokia lässt grüßen !
Franklin hat nichts verstanden...(;-)))
Er ist deshalb aber kein kommunistischer Hardliner, gell Hans?
Hans Janosch . Sonntag 25. Januar 2009 01:21
Hallo franklin; Prost(?)
Eine ggf. hilfreiche Technik ist das Aufschreiben; zumindest, wenn man danach nochmals korrektur liest*frech ... im Zweifelsfalle bietet sich auch die entf-Taste an.
Du schreibst:
"Wenn Eigentum als rechtliche Verfügungsmacht über Sachen definiert wird kommen wir in der Analyse der Gesellschaft und der sie bewegenden Faktoren zunächst nicht weiter."
Eigentum ist nunmal die rechtliche Verfügungsmacht über Sachen und man kommt mittels der im Zuge der diesbezüglichen Betrachtung durchgeführten Analyse der Gesellschaft, man ist ja einmal grad beim Thema, sehr wohl weiter. Meine ich jedenfalls. Man kann das nicht ausklammern.
"Mit der Geburt erlagen wir Menschen die rechtliche Verfügungsmacht über uns selbst."
Nein, die rechtliche Verfügungsmacht über sich selbst erlangt man in mehreren Schritten ab dem 14Lebensjahr an. Und man ist rechtlich als auch materiell abhängig.
"Im Laufe seines Lebens erwirbt der Mensch, zunächst durch verzicht der Bezugspersonen, danach durch Verzicht auf die Erfüllung eigener Bedürfnisse Eigentum: das heißt rechtliche Verfügungsgewalt über Sachen (z.B. einen Schulabschluß)"
Damit kann ich wenig anfangen. Warum Verzicht auf Eltern - es ändert sich lediglich das rechtliche sowie das materielle Verhältnis. Rechtlich ist man irgendwann unabhängig, sowie auch materiell durch eigenen Verdienst. Darum bist Du dann zumeist lohnabhängig - macht die Situation auch nicht (viel) besser*lach
"Nun wir könnten jetzt darüber uns austauschen, auf was wir verzichtet haben, um das Wahlrecht zu erhalten."
Aufs Verbeugen haben wir verzichtet! Jetzt könnten wir uns darüber austauschen, warum es trotzdem noch soviele Bandsscheibenvorfälle gibt ...
"Getrennt vom Eigentum ist die materielle Ausgestaltung der gesellschaftlichen Konstruktionen zu betrachten. Als Personen (ich benutze hier nicht den Ausdruck Mensch) werden wir zwar nackt geboren, bekommen aber materielle Sachen trotzdem in die Wiege gelegt z.B. Kleidung, Geld, etc. ."
Was wir in die Wiege gelegt bekommen, ist Eigentum unserer Eltern - ob sie es haben oder nicht, in welchem Ausmaß, entscheidet sich anhand der Frage ob sie reich oder arm sind. Die Tatsache, dass es reiche und arme Eltern gibt, hängt wieder mit der Eigentumsverteilung zusammen(klingt total logisch), also mit der materiellen Ausgestaltung der Gesellschaft. Diese hingegen hängt zumeist damit zusammen, dass recht wenige Eigentümer an Produktionsmittel einer riesigen Masse von besitzlosen Proletariern gegenüberstehen, ferner damit, dass gelangweilte Besitzer von Produktionsmtteln oder Aktionäre die aus diesen ungleichen Verhältnissen heraus resultierende, ünermäßige Liqidität benutzen um sich ihre Langeweile mit Monopoly zu vertreiben - da bist Du dann auch bei Deinen leider zugeschlossenen Werken.
Alter, was geht ab, Du warst schon mal klarer in Deinen Gedanken unterwegs....
Gute Nacht, Hans
@Ilse, Horst, Arbeitnehmer ... wer mit multiplen Persönlichtkeitserscheinungen zu kämpfen hat sollte sich besser helfen lassen ... Kindergarten.
Franklin . Sonntag 25. Januar 2009 01:59
@ Ilse Bilse
..da lacht aber meine revisionistische Seele !
Habe, frei nach Nietzsche, noch genügend Chaos in mir, um einen tanzenden Stern zu gebären...
Ich könnte aber auch sagen: nach dem evolutionären Grundprinzip der Wiederholung und Variation meine Codierung zu verändern, um mich menschlich weiter zu entwickeln.
Als frei geborene Menschen integrieren wir uns in die Gesellschaft. Jenseits der Codierung durch unsere Gene haben wir Menschen dazu einen Willen.
Franklin . Sonntag 25. Januar 2009 02:56
@ Hans
Deine Meinung über die rechtliche unselbständigkeit von Kindern und Jugendlichen bis zur Volljährigkeit ist falsch:
Begründung: dann könnten Eltern ihre Kinder straflos töten.
Wir verstehen uns nicht weil Du Eigentum im Sinne von rechtlicher Verfügungsgewalt über Sachen nicht von den materiellen Sachen trennst sondern immer zusammen denkst.
Wenn wir einen Arbeitsvertrag unterschreiben, begeben wir uns ja nicht in die Sklaverei oder überschreiben dem Arbeitgeber unsere Seele.
Hans Janosch . Sonntag 25. Januar 2009 02:58
@Idealistin
Guten morgen - ich gehe Deine Punkte einmal so durch. Da hast Du aber ein nettes Brainstorming hingelegt.... ;-)
Auf Schopenhauer trifft dieser eher nicht zu. Eher haben seine Eltern, sein Vater, der recht früh gestorben ist, versucht, ihn von allerlei Dogmatik fern zu halten. Mittels Reisen sollte er einen Eindruck der Welt bekommen. So bekam er auch die ersten, ich nenne es einmal depressiven Welteindrücke verpasst. Schopenhauer war recht frühzeitig ökonomisch unabhängig, da er sich seinen Erbanteil hatte auszahlen lassen - dies hing auch damit zusammen, dass er ein eher unterkühltes Verhältnis zu seiner Mutter hatte.
Kant ist ein Thema für sich - den liest man nicht so eben nebenher. Ich habe da heute teilweise noch Schwierigkeiten. Nietzsche hingegen war ein komischer Kauz, der wenig zusammenhängend geschrieben hat und wohl in erster Linie so eine Art Mischung aus Kunst und Philosophie fabriziert hat - teilweise jedoch wirklich tiefgründig. Versuche, wenn Du an das Thema rangehst, Originaltexte zu erhalten und keine Schriften die versuchen ihn zu interpretieren.
Thema Mensch. Ja, Du wirst schon recht haben mit Deinen Eindrücken. Wir sind schon der Gipfel. Ob der Gipfel der Evolution sei einmal dahingestellt. Man muss, oder sollte, versuchen, die elementaren Verhaltensindikatoren zu bertrachten. Man kann feststellen, dies trifft mehrheitlich zu, dass in abgesicherten Verhältnissen lebende Menschen eher zu moralischen und sittlichen Empfindungen fähig sind. Soziale Verelendigung bringt zumeist auch moralische Verelendigung in großem Umfang mitsich. Allerdings, wir Menschen sind kompliziert, ist das nicht alles. Individuell betrachtet, liegt der Schlüssel zu einem postiv sozialen Wesen wohl in den gemachten und vermittelten Erfahrungen, sprich in der kindlichen Erziehung, begründet. Die Familie oder überhaupt der soziale Verband, es muss vielleicht nicht unbedingt das Ideal der bürgerlichen Familie sein, ist elementar. Dazu müssen die Menschen, so denke ich zumindest, wieder ein harmonischeres Verhältnis zur Natur entwickeln und erkennen, dass auch der Boden auf dem sie Leben, das Klima ihres Lebensraumes und die ubliche Nahrung starken Einfluss auf die Ausgestaltung ihrer Art ausüben. Nur wenn dies verstanden wird, wenn man Abstand von diesem blödsinnigen "wir-machen-alle-gleich-Getue" nimmt, die Unterschiede positiv hervorhebt und als natürlich anerkennt, kann man den Menschen mit sich selbst und mit sich selbst im Verhältnis zu den Anderen ins Reine bringen; nur so können auch die nationalen, politischen Eitelkeiten überwunden werden, was die Grundvorraussetzung für ein harmonisches, supranationales Miteinander ist, nur so kann den Menschen die Angst genommen werden. Ja, wir sind alle Europäer, ja wir sind alle verschieden, aber trotzdem, wir sind gleich in Rechten und Pflichten. Natürlich auch über Europa hinaus. Das soweit zu diesme Thema.
Ja, die Dogmen. Dogmen sind meines erachtens keine altbewährten Vorgehensweisen. Es sind festgezurrte Korsette, die Dein Denken einschränken. In der Realität erkennt man sie zumeist an der totalen Sanktion diesbezüglicher Zuwiderhandlungen.
Es ist übrigens überhaupt kein Handicap freiheitsliebend zu sein - es ist vielmehr Ausdruck von Eigenständigkeit und Inteligenz. Allerdings darst Du Deinen eigenen Freiheitsdrang nur so weit treiben, dass er andere Menschen nicht schädigt - nur so kann eine Gesellschaft Bestand haben. Anhand der Bantwortung dieser Frage entscheidet sich, ob man ein soziales Wesen oder asozial ist. Ich meine hier asozial im Sinne von sich nicht in eine Gemeinschaft einfügen können, nicht diese gemeinhin recht häufig verwendete, mit drei s geschriebene und etwas vulgär anmutende asssozial, welches in erster Linie bei Menschen Gebrauch findet, die selbst einen problematischen Sozialisierungsprozess durchlaufen haben und damit alles bezeichnen, was ihnen gerade nicht in den Kram passt.
Demokratie/Arbeitsleben. Unsere Ordnung ist nicht so frei und demokratisch wie den meisten Menschen gern Glauben gemacht wird, Idealistin. Ein paar Vermögende geben weitgehend vor, mit welchen Themen und mit welcher Tendenz dieser Themen die Gesellschaft konfrontiert wird. Dabei wird die ökonomische Abhängigkeit ihrer Angestellten in gleicher Weise als Erpressungsmoment ausgenutzt, als er auch bei Dir im Rahmen Deiner Lohnabhägigkeit Anwendung findet. Dies ist eine ganz elementare Widrigkeit unserer Systemausgestaltung. Was Deine Arbeit anbelangt. Ja, na klar, Arbeiten, die sich in Form von der Erledigung immer enger umrissener Teilaufgaben darstellen, können einen normal entwickelten Menschen natürlich nicht befriedigen. Das ist das momentane Los des Lohnabhängigen im Rahmen der Industrieproduktion. Man will man dazu sagen? Nicht viel. Erstens, das ganze wird Dich wohl noch eine Weile begleiten wobei Weile nicht genauer definiert werden kann. Zweitens, die Tatsache, dass Dich diese Verhältnisse anstinken ist zwar mit der Zeit ein wenig belastend, aber Ausdruck der Fähigkeit selbständig und ganzheitlich denken zu können. Viel zu viele Menschen haben ob dieser Umstände lange resigniert und absolvieren gesteuerten, willenlosen Robotern gleich ihren Tagesablauf. Sieh zu, dass Du Deine Abneigung gegen diese an Deiner Inteligenz verübten Verbrechen aufrecht erhälst!
Was ich Dir empfehlen möchte. Das Netz ist voller kruder Theorien von Weltverschwörungen und voller Fehlinformationen. Wenn Du Dich wirklich intensiv für die relevanten Themen unserer Zeit interessierst, dann kanalisiere diesen Eifer in erfolgversprechenden Aktivitäten, sprich in Betätigung innerhalb einer Gewrkschaft oder politischen Partei. Die Gedanken immer weiter und immer weiter mit sich selbst zu verhackstückeln, ohne das etwas passiert, führt irgendwann zu einer destruktiven Lebenseinstellung, ergo zur Verkümmerung des eigenen Antriebes. Macht was aus dieser Gabe, die den meisten unserer Zeitgenossen nicht zugänglich ist.
Ich hoffe der von Dir hier eingesetzen Energie ausreichend Rechnung getragen zu haben.
kollegialen Gruß
Hans
Hans Janosch . Sonntag 25. Januar 2009 10:43
@franklin
Da ist in meinen Augen nicht richtig. Ja, sicherlich. Kinder haben in diesem Sinne Rechte, die Eltern oder Vormünde zu respektieren haben. Trotzdem sind sie von diesen abhängig. Der Mensch wird frei geboren und ab dann war es das dann mit der Freiheit. Wir sind schließlich nicht jeder unsere eigene Gesellschaft.
Arbeitsverhältnis. Nehmen wir ein Extrembeispiel. Wenn eine Frau sich prostituiert, dann sicherlich, weil sie Spaß an freien, diesbezüglichen Entscheidungen hat? Immerhin ist sie dabei im Idealfall auch quasi noch selbständig. Welch Freude. Diese Freiheit wollen wir preisen? Ich sag Dir was. Es bleibt bei der materiellen Ausgestaltung der Gesellschaft als Verhaltensindikator und Begründung für Unfreiheit und zwar ganz im Sinne der rechtlichen Verfügungsgewalt über Sachen.
Ein Nordwind willst Du reifen Feigen sein? ICH gebe Dir den Übermenschen. Pfeile hinaus über die Menschheit!
das Frühjahr naht
Hans
Idealistin . Sonntag 25. Januar 2009 13:44
@ Hans Janosch,
alle Achtung, bei Dir sitzt richtig Tiefe dahinter. Darf man fragen, was Du beruflich machst?
Übrigens, bezüglich Deinem Kommentar vom 23.01 an mich. Man bekommt nicht immer das, was man erwartet ;-). Auch wenn es nicht gefällt, lol.
So, jetzt geht es aber ernsthafter zu.
Die Philosophen klammere ich aus. Wie gesagt ich habe an ihnen zwar großes Interesse, dem ich endlich mal entsprechende Tätigkeit (lesen) folgen lassen müsste/will. Wobei ich die große Hoffnung hege, es in absehbarer Zeit umsetzten zu können, da meine Kinder soweit sind, dass sie ihren Weg überwiegend "alleine" gehen können. Ihr Elternhaus immer mehr als Übernachtungsgelegenheit mit Vollverköstigung erachten (nicht ganz so ernst).
Thema Mensch.
Da stimme ich Dir zu. Das wir der Gipfel der Evolution sind, glaube ich noch nicht einmal, denn die meisten Tiere habe uns weitaus überlegenere Überlebenstrategien, von denen wir nur träumen können. Andererseits benötigen wir diese auch nicht unbedingt, da wir in unserer Entwicklungsgeschichte, dank unsere geistigen Fähigkeiten, in der Lage sind, uns mit Hilfe von Werkzeugen und technischen Hilfsmitteln, unsere Umgebung (im weitesten Sinne) in der wir Leben, unseren Bedürfnissen anzupassen. Sonst würden wir auf der nördlichen Erdhalbkugel kaum überleben können.
Familie und Kindheit.
(@Janosch und Franklin)
Psychologen vertreten die Ansicht, das man die Entwicklung des "Ichs" fast ausschließlich auf die Erziehung, die Entwicklungumgebung in der frühkindlichen Phase suchen muss. Das ist mir persönlich zu eng ausgelegt. Ich glaube das man den Genen mehr Beachtung schenken sollte, als man es gemeinhin macht.
Denn Triebtäter oder andere nicht sozialisierbare Menschen kommen aus allen Schichten, deswegen erscheint es mir nicht plausibel, alle Thesen fast auschließlich auf Umgebungsfaktoren auszurichten...
Trotzdem beeinflussen sie das Verhalten.
Die neuzeiliche gesellschaftliche Entwicklung, scheint mir ein Indikator zu sein, der als Beweis dient, dass man trotz aller Fürsorge und guter materieller Ausstattung, trotzdem charakterlich asozial werden kann. Die körperlichen Betätigungen und Belastungen werden immer geringer, gerade männliche Jugendliche suchen sich andere Reize, um ihr natürliches Aggresionsverhalten/ den Bewegungsdrang auf andere Art und Weise zu befriedigen. Dazu dienen Sport (wenn man Glück hat, die Eltern achten darauf) oder leider auch gewalttätige Ballerspiele/Medien, die leider bei manchen dazu führen, dass sie Amok laufen. Oftmals werden sie nach der Tat, als stille zurückgezogene angepasste Jugendliche beschrieben und man fragt sich was ist da passiert? Andersherum ist es sehr auffällig dass es immer mehr Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom mit Hyperaktivität) gibt, da muss ein Zusammenhang bestehen, zwischen der mittlerweile unnatürlichen Umwelt für Kinder und ihren auffälligen Verhalten. Ich denke, da ist noch längst nicht alles erkannt worden. Aber unabhängig davon, erscheint es mir sehr wichtig, das wir der Natur und den natürlichen Bedürfnissen der Kinder wesentlich mehr Beachtung schenken, als der materiellen Ausstatung im Kinderzimmer.
Mein persönlicher Wunsch, dass der, so wie ich es für mich einschätze, perverse Versuch, Kinder von klein an, auf Intelligenz, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskompatibilität zu trimmen ein Ende findet. Alles kleine Roboter, die sich später einwandfrei in die erforderlichen Gegebenheiten einfügen sollen (sehr drastisch formuliert). Das ganze Schulsystem wird durch Forderungen der Wirtschaft immer mehr bereinflusst. In Bielefeld, (war im Fernsehen) gibt es eine "Labor-Schule" ohne Druck und Noten, die die Kinder individuell nach ihren Leistungvermögen "Beschult". Das sollte überall so eingerichtet werden, vor allem, weil diese Schulform, gute Erfolge vorweisen kann. Jeder wird dort aufgefangen, erhält keinen Stempel auf der Stirn gedrückt "Schulversager".
Meine Töchter gehen zum Gymnasium eine macht nach dreizehn Jahren ihr Abi, die jüngere nach 12 Jahren. Letzteres ist eine Tortur, das schlimmste was man den Kindern antun konnte. Schulpolitik als Einsparungspotential!! Die jüngere hat eine anstrengenden Zehn Stunden Tag das ist eindeutig zuviel und kostet Lebensqualität und die unbeschwerte Kindheit. Arbeitschutzgesetzte gibt es, aber Schulschutzgesetze....
Dogmen.
Ja, natürlich auch das! wie gesagt oft meine ich es so, aber definiere nicht immer richtig.
Freiheitliebe
Handicap, immer dann, wenn man Grenzen überschreitet, u.a. in der Berufswelt, oder aber auch durch anderes Verhalten in der Gesellschaft. Wobei man selbstverständlich automatisch, da die Grenze setzen muss, wo andere zu Schaden kommen. Da hast Du natürlich vollkommen Recht.
Übrigens würde ich persönlich nie jemanden leichtfertig (wenn überhaupt) als asozial bezeichnen. Schon gar nicht, weil er materiell, Kleidungsmäßig oder in seiner Aussprache unter dem Durchschnitt liegt. Nicht jeder der aus einem sozial schwachen Umfeld kommt, kann sich daraus aus eigener Kraft befreien. Das es überhaupt in der Gesellschaft zu solchen Gegegebheiten kommt, das Kinder in einem solchem Umfeld aufwachsen müssen, ist dem Scheitern der Gesellschaft und der Politik zuzuordnen, nicht den armen Kindern!!! Jeder Mensch hat Würde und Gefühle die man verletzen kann, das würde ich niemals absichtlich tun. Aber leider, wenn man in Rage gerät passiert es, (äußerst selten), aber danach geht es mir immer schlecht und ich bekomme Gewissenbisse, weil ich genau weiss ich habe etwas falsch gemacht. Abgesehen davon lege ich mich, wenn ich es mache, zumeist mit übergeordneten Menschen (Vorgesetzten) an, nicht mit denen, die mit mir in einem Boot sitzen.
Ob Freiheitsdrang und Intelligenz miteinander einhergehen, kann ich nicht beurteilen. Ich denke nicht, dass ich intelligenter als der Durchschnitt bin, sonst wäre ich vermutlich nicht beim Discounter gelandet würde das traurige Dasein einer Verkäuferin teilen. Wobei ich nicht denke das Verkäuferinnen geistig unterbemittelt sind, dazu kenne ich zu viele die sehr scharfsinnig sind. Leider hat dieser Berufsstand, wie auch andere z.B Frisöre, einen ziemlich unteren Rang im Ansehen der Gesellschaft und man gibt pauschalisierende Urteile ab, selbst in der Politik. Vor allem der Mittelstand glaubt etwas besseres zu sein. Als die Bespitzelungsaffäre bei Lidl und später bei anderen Unternehmen, durch die Medien ging, habe ich im Stern-Online Leser-Kommentare gelesen, erschreckend wie manche über Verkäuferinnen denken. Manche verpassen ihnen ein unterdurchschnittliches Niveau.
Ich/ meine Arbeitssuche und Demokratie im Arbeitsleben
Demokratie am Arbeitsplatz habe ich bisher fast nirgends gefunden, schon gar nicht bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Der neigt eher zum Militarismus und diktatorischen Auftreten, was hauptsächlich auch an der Organisation/Strukturierung der Filialen liegt, die alle gleich sein sollen.
Ich versuche schon seit längerem etwas anderes zu finden. Dabei bin ich Einzelhhandelskauffrau und staatl. geprüfte Betriebswirtin und finde trotzdem nichts (außerhalb des Handels), da ich ausser dem Abschluss nichts vorweisen kann, keine Berufserfahrung, da ich zugunsten meiner Familie auf eine weitere berufliche Weiterqualifizierung/Spezialisierung verzichtet habe. Nun ist es eh zu spät und ich muss sehen was sich noch machen lässt, aber so wie meine Erfahrungen bei der Arbeitssuche sind, nicht viel. Kein Unternehmen ist bereit ältere Arbeitnehmer einzustellen, schon gar nicht, wenn die quasi bei Null anfangen müssen. dabei liegen noch bis zu 20 Berufsjahren vor ihnen/mir. Alternative wäre die Selbstständigkeit, nur was? Ich bin im Netz mal jemanden begegnet, der mir vielleicht ein paar Informationen hätte geben können. Leider ist nichts daraus geworden, er kneift, aus Angst seine Identität preis geben zu müssen. Na ja, ist nicht alles Gold was glänzt.
Danke für Deine Empfehlungen, ähnliches hat mir auch schon besagter Kontakt angeraten. Politisch möchte ich mich ohnehin. mehr (bisher fast gar nicht) als in den Jahren zuvor betätigen/informieren. Mittlerweile bin ich sogar am überlegen, ob ich mich nicht einer der neuen gegründeten Parteien anschließen soll. Allerdings setzt dies natürlich voraus, das diese die Demokratie als Grundstein ihrers politischen Auftretens gesetzt haben, dass muss ich noch überprüfen. Ist das nicht der Fall, macht eine Mitgliedschaft für mich keinen Sinn. Kreidefressende Wölfe gibt es zuhauf, ich will keinem ins Netz gehen.
Was die Gewerkschaft angeht, das muss ich mir noch überlegen....
Das eigenartige, was ich an mir selbst beobachtet habe, ist der Umstand, solange Du innerhalb deine Bewegungsradius zufrieden bist, strebst du gar keine Veränderung an, schwimmst mit dem Strom. Erst wenn Du Beeinträchtigungen wahrnimmst, oder in Deiner vorher als (angeblich) heilen Welt, selbst negative Veränderungen verspürst, wirst Du wach und schaust über den Tellerrand hinaus. Dazu haben mehrere Ereignisse und maßgeblich eine mir nicht persönlich bekannte Person beigetragen. Das ist verdammt (sorry) gut so, wie ich meine.
Du schreibst die Verbrechen an Deiner Intelligenz... Wahrscheinlich habe ich dieses Verbrechen selbst zugelassen, da ich schon wesentlich früher, wenn ich es genauer hinterfragt hätte, hätte erkennen können, wenn ich nur gewollt....
Aussrdem ist Intelligenz eine relative Größe, wie ich meine, es kommt immer auf den Betrachter an... für Einstein wäre ich höchstwahrscheinlich saublöd. Der hatte ohnehin ein ziemlich desolates Frauenbild. Intelligenz bekommt man sozusagen in die Wiege gelegt, trotz aller Fördermöglichkeiten, sind natürliche Grenzen gesetzt. Ich habe eine Freundin, deren 8 jährige Tochter besucht die 5. Klasse eines Gymnasiums, nicht einfach für Eltern, wie bei einem Kind mit einer geistigen Behinderung, alles was eine Aussnahme ist, ist anders! So wie ich es sehe/fühle, kommt es einzig darauf an, das wir jeden Menschen annehmen können, ihn fördern und achten, als eigenständiges Lebewesen mit Gefühlen genau wie wir, und dem Verlangen geliebt zu werden, mit allen seinen Fehlern und Schwächen. Eine ganz einfache Formel, die man allzu oft mit Füßen tritt.
Sorry, schon wieder eine Mega-Mail. Irgendwie schaffe ich es nicht, mich auf den wesentlichen Kernbereich zu beschränken.
Muss jetzt in die Küche...
Wünsche Dir und allen Lesern einen schönen Sonntag.
Bis demnächst
Idealistin
Franklin . Sonntag 25. Januar 2009 20:55
Hallo Hans !
Machmal muss man "Extreme" Denken um seinen eigenen Standpunkt klären zu können.
Um es voran zu schicken: auch ich erkenne die >Normative Kraft des Faktischen< an. Kinder werden in unterschiedliche materielle Startbedingungen hinein geboren und diese Startbedingungen determinieren bereits schon ihre späteren Lebenschancen.
Es soll schon vorgekommen sein, dass eine mittellose und obdachlose Frau ein Kind geboren hat. Diese Frau wird (aus welchen Motiven heraus auch immer) alles für Ihr Kind tun, um es am Leben zu erhalten. Was geschieht aber nun, wenn diese Frau Ihr Kind auf dieser materiellen Armutsstufe durchbringen will ?
Andere Obdachlose werden Ihr helfen. Aber dass wird nicht genügen.
Das Jugendamt wird diese Mutter mit Kind in materiell gesicherte Verhältnisse überführen und ein Dach über dem Kopf und eine Grundversorgung organisieren (Sozialhilfe, Hilfe zum Leben).
Um es mit anderen Worten nochmal zu sagen: Da die rechtliche Verfügungsgewalt der Mutter über das Kind aus materiellen Gründen nicht das Leben des Kindes sichert, tritt die mit der Geburt des Kindes erworbene eigene rechtliche Verfügungsgewalt über sich selbst hervor. Diese wird stellvertretend von der Gesellschaft über die Institution Jugendamt ausgeübt.
Ein Gedanke liegt nun nahe: wäre es nicht Ideal wenn die rechtliche Verfügungsgewalt der Kinder stellvertretend von der Gesellschaft über die Institution Staat dergestalt ausgeübt wird, dass alle Kinder die gleichen materiellen Startbedingugen erhalten ?
Hans Janosch . Sonntag 25. Januar 2009 23:37
@franklin
Heute abend nur kurz. Die Verfügunsgewalt wird nicht vom Kind auf den Staat, sondern von den Eltern auf den Staat übertragen; die Abhängigkeit des Kindes bleibt gleichermaßen erhalten.
Nein, ich hielte dies nicht für ideal - ich halte den Gedanken daran gar für derartig absurd, dass ich aus meiner übermäßigen Verschreckung heraus dazu neige ggf. doch einen als bürgerlich zu bezeichnenden Zustand zu idealisieren. Es geht um gleiche Chancen, nicht um Gleichmacherei.
guten abend; ich werd' da wahrscheinlich dieser Tage noch einmal etwas umfassender darauf eingehen
Hans
Franklin . Montag 26. Januar 2009 01:22
Hallo Hans !
Dein insistieren darauf, dass die Verfügungsgewalt der Eltern (bei Gefährdung des Kindeswohls) auf den Staat übertragen wird hat mich dermaßen irritiert, dass ein Blick in das Grundgesetz angebracht erscheint:
Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Artikel 6
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(2)Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
(5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.
Wenn in Artikel 2 Absatz 2 es heißt: >Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden. > so deutet dies auf meine Auffassung hin, das mit der Geburt ein Mensch die rechtliche Verfügungsgewalt über sich selbst erhält.
Es heißt aber auch dass in diese Rechte nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden darf.
Dies wird im Grundgesetz mit Artikel 6 getan. Dort seht:
Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
Das Menschenrecht: >Die Freiheit der Person ist unverletzlich< wird ergänzt durch das natürliche Recht der Eltern auf Pflege und Erziehung der Kinder.
Menschenrecht und Naturrecht stammen nicht aus der gleichen Quelle, die Verfasser des Grundgesetz haben wohl gute Gründe gehabt, den Eltern ein natürliches Recht auf die Pflege und Erziehung der Kinder zuzubilligen.
Es ist müßig nun darüber zu streiten, welches Recht als höherrangig anzusehen ist. Das sollen die Rechtsphilosophen machen.
Die Verfassungswirklichkeit des Grundgesetzes stützt deinen Standpunkt Hans, das die Verfügungsgewalt über das Kind von den Eltern auf den Staat übertragen wird.
So kannt Du Dich ganz der Aufarbeitung deiner übermäßigen Verschreckung widmen. Wenn es um gleiche Chancen geht, benutzt Du schon mal sozialdemokratisches Vokabular. :-)
Hans Janosch . Montag 26. Januar 2009 11:29
@franklin
Vielen Dank für Deine Bemühungen. Wie ich finde, unterstützen die freundlicherweise von Dir herausgesuchten Passagen des Grundgesetzes, zu dem ich ein übrigens sehr harmonisches Verhältnis habe(wir sind quasi "per Du"), ausdrücklich meinen Standpunkt.
franklin schrieb:
"Ein Gedanke liegt nun nahe: wäre es nicht Ideal wenn die rechtliche Verfügungsgewalt der Kinder stellvertretend von der Gesellschaft über die Institution Staat dergestalt ausgeübt wird, dass alle Kinder die gleichen materiellen Startbedingugen erhalten?"
Allerdings stelle ich mir die Frage, in weit dieser Standpunkt von diesbezüglicher Konformität gepägt ist? Aber vielleicht habe ich ihn ja, wieder, nicht richtig begriffen...
Ich will es an der Stelle ganz praktisch beantworten. Ich stehe für ein Model ein, in der alle Kinder gleichermaßen an einem einheitlichen Schulsystem teilhaben. Jedoch sollte dieses Schulmodel wesentlich differenzierter ausgestaltet sein als dies heute der Fall ist - also hinsichtlich Grundkursen, Leistungskursen und auch hinsichtlich der freien Auswahl an bevorzugten Inhalten aufgesplittet nach Fächern ab einem gewissen, eine freie Ausrichtung des Individuum Kind ermöglichenden Alters - auch mit ggf. später vollzogenen, der individuellen Fortentwicklung geschuldeten Modifikationen. Wir brauchen ein Model, welches entsprechend der individuellen Vorlieben und Talenten freier Menschen eine Grundlage gibt, den eigenen Lebens- und Entwicklungsweg auch wirklich nach individuellem Gusto vorbereiten und ausgestalten zu können. Die dafür notwendigen Mittel (komplette Lernmittelfreiheit; wenn´s Geld nicht reicht, schicken wir stattdessen halt ein UBoot weniger ins Mittelmeer - was machen die überhaupt da? Britischen Ölfirmen bei der Ausbeutung palästinensischer Erdölvorkommen zugucken?) möchten wir Bürgerinnen und Bürger aus unseren abgeführten Steuern heraus für diese wichtige, Menschenwürde befördernde Aufgabe aufwenden. Vorallem aber gilt es, den Abschied von einem Gegenwartsmodel zu erklären, welches darauf ausgerichtet ist, möglichst schnell und möglichst kostengünstig jungen, unverbrauchten Nachschub für den Arbeitsmarkt zu produzieren.
Staatsanmaßung, Franklin, ist auf Grundlage des heute geläufigen, ökonomischen Standpunktes, weil dieser so radikal(oder romantisch?) ist, ausdrücklich erforderlich. Reden wir hingegen über den Entwicklungsprozess "in gewissen Grenzen" freier Menschen innerhalb einer freien Republik, muss sie UM JEDEN PREIS verhindert werden!
Franklin, warum ist es wohl so, dass ich in der Bearbeitung dieser Themen sehr begründet derartiges Vokabular verwende? Ich will es Dir verraten. Weil es, reden wir über die Ausgestaltung unserer zivilen Gesellschaft, wesentlich mehr zu Erhalten Würdiges als zu Verändern sich Anbietendes gibt. Das ist das Ziel der angestrebten Modifikationen gerade betrieblicher Strukturen, rechtlicher, den Lohnkonflikt regelnder Normen und der Ausgestaltung der Informationsmedien - der Erhalt und die Verbesserung einer freien, gerechten Gesellschaft. [die (Modifikationen) aufgrund des Wegfallens in der Blockaufteilung begründeten Abschreckungspotenziales, heute zum Zweck des Erhalt der sozialmarktwirtschaftlichen Ordnung erforderlich sind]
Aufgrund der philosophischen Untermalung hat unser Dialog in den letzten Tage an Intensität deutlich hinzugewonnen. Ich kann mir, wie gesagt, ich schätze Dich als Mitdiskutanten sehr, auf diese Untermalung verweisend trotzdem den schüchternen Hinweis auf einen Verdacht nicht verkneifen, Zarathustra hätte sich Deiner Sympathie aller Wahrscheinlichkeit nach erwehren wollen .... Nietzsche selbst war ja sehr schnell, gleich Schopenhauer, zu extrem niedrigschätzenden Statements fähig und daher auch recht schnell damit zur Sache, jemanden zu einem Haschisch rauchenden Kameltreiber zu erklären; wobei man manchmal den Eindruck hat, Nietzsche hätte selbst die Opiumpfeife nahe bei der Feder liegen gehabt ...
ich wünsche Dir eine gute Woche, mach was draus...
"...Ich kann mir, wie gesagt, ich schätze Dich als Mitdiskutanten sehr, auf diese Untermalung verweisend trotzdem den schüchternen Hinweis auf einen Verdacht nicht verkneifen, Zarathustra hätte sich Deiner Sympathie aller Wahrscheinlichkeit nach erwehren wollen .... Nietzsche selbst war ja sehr schnell, gleich Schopenhauer, zu extrem niedrigschätzenden Statements fähig und daher auch recht schnell damit zur Sache, jemanden zu einem Haschisch rauchenden Kameltreiber zu erklären;..."
Oh Graus /
er richtet seinen treuen Vasallen /
heimtückisch mit gespaltener Zunge /
gleich einem vergifteten Dolche /
opfert ihn auf dem Marktplatz seiner Eitelkeit /
Schurke!
HdB (:-)))
Hermann . Dienstag 27. Januar 2009 00:02
@Franklin
äh...hmm... Franklin: nimms mir nicht übel, aber mit dem Nietzscheschen "Haschisch rauchenden Kameltreiber" meint er Dich.
Nur für den Fall, dass Du's wieder nicht gerafft hast. Weiter oben hats ja schon mal einer geschrieben...
Mach Dich nicht zum Kasperle und lass das mit dem Philosophieren. Mach einen ordentlichen BR, damit hilfst Du - wenigstens - Deinen Kollegen!
Man muss nicht mit jedem pseudowissenschaftlich-verquast-kauderwelschend-daherbramarbasierenden eitlen Fazke wetteifern...
Hans Janosch . Dienstag 27. Januar 2009 08:00
@HDB und Hermann
Philosophische Dialoge werden in einem wesentlich "geflügelterem" Maße geführt als dies bei reinen Fachdiskussionen der Fall wäre; von daher weiß man die Schlagfertigkeiten des anderen zu schätzen und nimmt sie, der Disziplin frönend, als dankbare Vorlagen zur Kenntnis. Und ja, es geht dabei nicht zuletzt um Eitelkeiten. Philosophen sind neben den Menschen schließlich jene sich vornehmlich untereinader am ergiebigsten bekämpfende Art.
HdB schrieb
"Oh Graus /
er richtet seinen treuen Vasallen /
heimtückisch mit gespaltener Zunge /
gleich einem vergifteten Dolche /
opfert ihn auf dem Marktplatz seiner Eitelkeit /
Schurke!"
*Daumen hoch! Na endlich kommt Niveau auf!
viele Grüße
eitler Fazke
@franklin
DIE haben gerade gesagt, Du sollst etwas für Dein Geld arbeiten statt dumm herum zu schwadronieren - nun kannst Du wählen; zwischen Eitelkeit und Neid... (ach wie gut, dass niemand weiß) ... ;-)
Franklin . Dienstag 27. Januar 2009 20:39
Gruß an alle !
Heute mach ichs kurz:
Die Bestimmung des Menschen ist sich zu bestimmen.
Soviel schwadronieren für heut.
Ja ich kann bald in meinem Betrieb wählen und schaff noch was für den Wahlvorstand.
Hans Janosch . Dienstag 27. Januar 2009 21:29
@idealistin
Was ich beruflich mache? Wenn ich einen blassen Schimmer hätte, was ich dort eigentlich mache, wäre ich wahrscheinlich nicht so sehr mit gewerkschaftlichen Aufgabenstellungen beschäftigt ... eventuell geht mein allmorgendliches Aufstehen aber mit der Notwendigkeit einher, vom Erlös meiner Taten leben zu müssen - ganz ernsthaft: Ich versuche von Berufungswegen (oder heißt es Berufswegen?) im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten das Gegenwartsmodel des unmündigen Arbeiters zu mehr Eigeninitiative oder, wir waren hier in den letzten Tagen oft bei Nietzsche, zu einem schaffenden Willen zu motivieren ... ;-)
"Oh Graus /
er richtet seinen treuen Vasallen /
heimtückisch mit gespaltener Zunge /
gleich einem vergifteten Dolche /
opfert ihn auf dem Marktplatz seiner Eitelkeit /
Schurke!"
*Daumen hoch! Na endlich kommt Niveau auf!
Es war ein Versehen, habe mich im Blog geirrt!
Poesie habt IHR nicht verdient.
Solange Ihr mit vulgären DDR- Prozenten wieder- und wiedergewählte "Südsee-Kanaken" so vehement verteidigt... !
Unversöhnlich!(;-))))
HdB
Hans Janosch . Mittwoch 28. Januar 2009 08:30
@HdB
Wer ward einmal vor die Tür gegangen
Fortan die Kälte nicht am Arsch vorbei gegangen
Während frierend lauernd durch ein Fenster
Andere gestalten - die war´n wohl intelligenter.
... wenn Du möchtest, schreib ich Dir, weil moderner, auch den Hdb-Gang-westside-Rap ... *lach
Poesie, HdB, ist für jederman reichlich vorhanden .... ;-)
Hans
Mäxchen . Mittwoch 28. Januar 2009 11:06
@Janosch schrieb :
Ich versuche von Berufungswegen (oder heißt es Berufswegen?) im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten das Gegenwartsmodel des unmündigen Arbeiters zu mehr Eigeninitiative oder, wir waren hier in den letzten Tagen oft bei Nietzsche, zu einem schaffenden Willen zu motivieren ... ;
Lieber Hans Janosch,
so wirst du das aber nicht hinbekommen, weil dich der "unmündige Arbeiter" nicht versteht.
Oder ist der mündige Arbeiter schon soweit?
Was waren es doch für Zeiten, als ein gewisser Herr Kluncker noch Klartext geredet hat, und alle Arbeiter ihn verstanden haben.
HdB . Mittwoch 28. Januar 2009 11:29
"...Fortan die Kälte nicht am Arsch vorbei gegangen..."
He... Alter?? Gratuliere! Man nähert sich dem Niveau der „intelligent gestaltenden“ ver.di-Kohorte! Oder färbt Magenta langsam ab?
Keep on, m***f***!!
Reiner Nehring wird’s freuen: " Mit uns ArbeiterInnen kann man reden,..." (s.o.)
Kenntnisse der Vulgärsprache erleichtern sicherlich sehr die Verständigung im Milieu... !
Auch die Rückholquote könnte - womöglich - drastisch gesteigert werden! *lach
Frohes Schaffen (;-)))
HdB
P.S.: ... vergiss den Rap nicht!
Hans Janosch . Mittwoch 28. Januar 2009 11:56
@HdB
;-)
Wärest Du an der Stelle auf der Höhe gewesen, HdB, würde sich Dir die Herkunft grad dieses Niveaus erschließen. Kennst Du eigentlich das rheinische Regionalbildnis des "Tuppes"? Ich frage deshalb, weil der "Dämel" glaube ich auch überregional Anwendung findet.
Bei der Steigerung der Rückholqoute hilft es ggf. tatsächlich, lautstark vorgetragene Vulgärsprache zumindest verstehen zu können; ich wäre auch eher dafür, an einem füheren Punkt des Prozesses Präventionsarbeit zu leisten statt nachher mühselig Scherben zu kleben. Lustig finde ich es allersdings ganz und gar nicht. Präventionsarbeit sollte übrigens nicht bloß bei verdi, sondern zuvorderst in den Schulen gemacht werden.
Magenta abfärben: Magenta hat abgefärbt und zwar im positiven als auch im negativen Sinne - das Du das mal glauben kannst!
lass uns bitte den Rahmen fortan HALBWEGS wahren - das muss, so, nicht sein, HdB
Hans
Hans Janosch . Mittwoch 28. Januar 2009 13:34
@mäxchen
Wer Kluncker kennt, der versteht auch was ich schreibe; wer trotzdem vortäuscht, er würde es nicht verstehen, versteckt sich, um den gemeinen Arbeiter miemend zu suggerieren dieser würde meine Sichtweisen nicht teilen - dies tut er aber!
Es wird ja auf vielen linken Touren probiert ....
Hans
HdB . Mittwoch 28. Januar 2009 16:17
@ Hans
"Wärest Du an der Stelle auf der Höhe gewesen,..." "Regionalbildnisse..."
Nein, war/bin nicht auf der Höhe und kann da nicht folgen. Meine Wurzeln sind in Südbaden/Alemannien. Rheinischer Tuppes und Dämel und damit wohl eng verbunden auch die Kulturformen des Karneval entgehen mir (vermutlich genetisch bedingt) bedauerlicherweise(!) wohl für immer - das einzige Gemeinsame mit unserer alemannische Fasnet ist das Datum - in Basel nicht einmal mehr das.... also Sorry!
"Magenta abfärben"
Zugegeben fahrlässige Verkürzung; bitte löschen und ersetzen durch "Gegenwartsmodel des unmündigen Arbeiters...", s.o.
Ich beneide im Übrigen derzeit keinen Kollegen vor Ort, und würde mir schon deshalb niemals diesbezügliche eine Häme erlauben.
"Rückholquote*lach"
*Lach soll heißen LACHEN(D)!
heißt **NICHT** auslachen, belächeln, grinsen, kichern, sich kaputtlachen, sich kranklachen, sich schieflachen, sich totlachen, verlachen, einen Lachanfall bekommen...
Bezog sich außerdem ausschließlich auf die laufenden Aktionen, ausgetretene ver.di - Mitglieder zurückzugewinnen.
"Präventionsarbeit sollte übrigens nicht bloß bei verdi, sondern zuvorderst in den Schulen gemacht werden."
Hier bin ich bezüglich des Zusammenhangs wohl auch nicht ganz auf der Höhe, ansonsten: Meine (echt)bessere Hälfte arbeitet als Lehrerin seit 37 Jahren an einer Hauptschule hier in B.-W. (und ist genauso lange GEW-Mitglied). Derzeitiger Anteil an Schülern mit „Migrationshintergrund" an ihrer Schule > 75%. Kann also in aller Bescheidenheit behaupten, dass ich mich da etwas auskenne …
Mein "Vogeldunst" hat bei Dir offensichtlich als „gefühlter Posten" in die Breitseite geschlagen! Sorry! (Lass Dir’s mal von einem Grünrock erklären...(;-))))
HdB
Mäxchen . Mittwoch 28. Januar 2009 18:06
Ich kotz gleich! Zieht Leine und labert euren pseudointellektuellen Müll woanders.
HdB . Mittwoch 28. Januar 2009 18:53
@Mäx
Ach Gott,
deine Drohung, gleich zu k***n, die beieindruckt mich wirklich sehr! Machs halt!
Ansonsten: Was so ein gewisser "Mäxchen" bisher hier eingeworfen hat, strotzt nun ja auch nicht gerade von besonderem Nutzwert für die Allgemeinheit, hm?
Wenn es Dir hier im Blog nicht passt, mein Lieber, such Dir doch einfach einen andern... *lach
Keiner zwingt dich (außer du dich selbst!) hier zu lesen.
Gewöhn dir außerdem mal eine gesittete Ausdrucksweise an, dann können wir uns ja gerne auch mit deinen sicher noch kommenden substanttiierten Beiträgen ernsthaft auseinandersetzen. Bis dahin denke ich nicht daran, mich wegen solcher ördinärer Rüpelein hier zurückzunehmen.
HdB
Hans Janosch . Mittwoch 28. Januar 2009 21:13
@HdB
Also bitte, HdB, ein bißchen mehr Einfühlsamkeitsvermögen im Umgang mit den verdi-Mitgliedern wünsche ich mir in Zukunft von Dir schon ... *amüsiert bin
Du mußt die Rückholgespräche schließlich nicht führen, als angeheirateter GEW´ler.... *böse guck
SATIRE
guten abend ... ;-)
Hans
@mäxchen
Worüber magst Du denn stattdessen gerne reden, wenn Dich Gewerkschaft, Politik und Philosophie schon nicht interessiert? Eichhörnchenzucht?
Idealistin . Mittwoch 28. Januar 2009 22:19
@ Janosch, du bist ein Komiker, oder?
Nur kurz, deine Berufung, kannst du auch als Beruf ausüben ;-)
Don Bosco Ordensschwestern Zitat:
***********************************
Wie kann man denn Berufung erkennen?
Grundvoraussetzung ist sicherlich die Bereitschaft zum Hören.
Aber auch der Mut, sich selber kennen zu lernen, auf Entdeckungsreise bei sich selbst zu gehen - seine Stärken und Schwächen aufzustöbern - seine Fähigkeiten und Grenzen zu erproben.
Desweiteren gehört ein offener, weiter Blick dazu, der von sich selbst wegsieht, der sich auf ein DU - auf das DU Gottes, aber auch auf das DU seines Nächsten - ausrichtet.
Das Interesse an geistlichen Dingen ist größer als an materiellen. .....
************************************
Auch recht philosohisch.
Da hast du dir ja viel vorgenommen :-). Allerdings mach dich darauf gefassst, dass die Ausbeute recht mager sein wird. Die Arbeitnehmer haben ganz andere Sorgen. Ausserdem hat Mäxchen insofern recht, dass ihr "normale" Arbeitnehmer geradezu verschreckt mit euren Wortspieleren/Wortgefechten. Amüsant, verspielt, verdreht, abgehoben, nicht immer leicht verständlich, was ihr euch eigentlich sagen wollt. Aber so leicht schmeiss ich nicht die Flinte ins Korn, bin hartnäckig!
@ HdB,
herzliches Beileid für deine Frau. Hart verdientes Brot. Dazu muss man sich auch berufen fühlen ;-)
"...bißchen mehr mehr Einfühlsamkeitsvermögen im Umgang mit den verdi-Mitgliedern..."
Werde ab heute zu Abend regelmäßig Kreide fressen... versprochen! (:-((
Gute Nacht...
HdB
Hans Janosch . Mittwoch 28. Januar 2009 23:12
@Idealistin
Naja, die Praxis gibt Dir vielleicht Recht ... ;-)
Ich weiß das sehr wohl. Religion ist trotzdem Opium fürs Volk! Abseits der diversen Theismen liegende Philosophie wirkt anders; zumindest, was die Leidenschaft derer anbelangt, die sie praktisch anwenden - und das machen mehr Menschen als man gemeinhin denkt.
Ich würde in einer politischen Ansprache an Bürgerinnen und Bürger sicherlich nicht über Nietzsche oder Schopenhauer referieren - aber sie würden mich persönlich vermutlich darin trotzdem bestärken.
Der normale Bürger, Idealistin, ich verwies darauf, ist mehrheitlich nicht ansatzweise an irgendetwas interessiert, was über den eigenen Geldbeutel hinausgeht und dies, ja, womit dies zusammenhängt, da wären wir der Wahrscheinlichkeit nach wieder bei abgehobenen und nicht nicht leicht verständlichen Diskussion(die, weil sie abgehoben und schwer verständlich sind nicht unbedingt falsch sein müssen).
Es ist so - das Leid des Arbeitnehmers mit seinen ganz eigenen Sorgen und der sich stetig verschlechternden Situation, dies ist nur zu regulieren, indem er sich das Leid der anderen Lohnabhängigen verdeutlicht. So viel sekundärer Egoismus sollte möglich sein - denkbar ist er, da er Egoismus bleibt und diese Sichtweise ist an der Stelle nicht einmal überaus romantisch - sie ist, der Eigenheit des menschlichen Daseins(wenn Du magst; Stichwort Schopenhauer "der Schleier der Maya") Rechnung tragend, überaus nüchtern.
Abgehoben? Mag sein!
gute Nacht
Hans Janosch
Franklin . Mittwoch 28. Januar 2009 23:52
Und ungern nur fragte ich stets nach Wegen - das ging mir immer wider den Geschmack! Lieber fragte und versuchte ich die Wege selber.
Ein Versuchen und Fragen war all mein Gehen - und wahrlich, auch antworten muß man lernen auf solche Fragen! Das aber - ist mein Geschmack:
-kein guter, kein schlechter, aber mein Geschmack, dessen ich weder Scham noch Hehl mehr habe.
"Das - ist nun mein Weg - wo ist der eure?" so antwortete ich denen, welche mich >nach dem Wege< fragten. Den Weg nämlich - den gibt es nicht!
Also sprach Zarathustra.
Machmal lehrt uns die Philosophie einen andernen Blick auf Gewerkschaft und Politik zu werfen. Begriffe wie Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit müssen mit leben gefüllt werden - und alle Wahrheit dazu - kommt auf krummen Wegen.
Hans Janosch . Donnerstag 29. Januar 2009 08:56
@franklin
Ja, dem Grunde nach muss es jeder selbst beantworten. So, ab hier genug der Agitation. Gefolgschaft ist ganz sicher das größere Übel!
guten Morgen
Hans
Moritzchen . Donnerstag 29. Januar 2009 09:48
Kann mich Mäxchen nur anschließen. Der Janosch verpestet ja schon seit einiger Zeit mit seinem linken Gelaber dieses Forum. Jetzt kommt auch noch ein gewisser hdb dazu. Herzlichen Glückwunsch kann ich da nur noch sagen.
Wir haben Tarifverhandlungen und im Verdi-Blog kann man sich diesen Scheiß zweier spätpupertierender Juppies durchlesen.
Hans Janosch . Donnerstag 29. Januar 2009 10:07
@Moritzchen
Hallo. Der Thread zur Tarifrunde liegt seit Wochen brach - hier in "diesem" Thread ist doch durchaus Platz für weitereichende Diskussionen.
Wenn ich das Prinzip Blog richtig verstanden habe, dann geht es darum wenig zu moderieren und Informationen, Meinungen freien Lauf zu lassen, Meinungen der Basis zu hören, Eigeninitiative und Vernetzung zu ermöglichen - offizielle Info, wenn Du diese als Mitglied suchst, gibt es auf den offiziellen Seiten der Landes- oder Bundesfachbereiche.
Wenn Du einmal betrachtest, welche Forderungen von euch im Laufe der Diskussionen im letzten Jahr aufgestellt wurden, welche Hinweise eurerseits gegeben wurden, ferner, welche Positionen in die Tarifrunde eingebracht werden, so ist eine gewisse Infirmationswirkung dieses Blog vielleicht anzunehmen.... dies sollte euch die es betrifft aber ansich aufgefallen sein ...
Aber gebe Dir recht, wir könnten die Diskussionen in die entsprechenden Bereiche jeweils hineinverlagern; das würde Sinn machen. Deswegen gibt es Kategorien und darin diesbezügliche Beiträge.
Diese Abfälligkeit, "linkes Gelaber", empfinde ich als unangemessen; nur mit "alles schlecht" und "die betrügen uns" kommt man nicht weiter...
viele Grüße
Hans Janosch
P.S.
Wenn Du in der Sache Tarifrunde etwas schreiben möchtest, die bisherigen Verhandlungen bewerten möchtest, ja, dann mach das doch einfach und Du wirst sicherlich ein positives Echo Deiner KollegInnen erfahren!?
HdB . Donnerstag 29. Januar 2009 10:31
Mal was Positives:
"Die Lehrer im Südwesten setzen ihre Proteste für eine bessere Bezahlung heute fort. Nachdem gestern die Region Nordwürttemberg im Mittelpunkt stand, konzentrieren sich die Warnstreiks laut Lehrergewerkschaft GEW auf den Rems-Murr-Kreis, Göppingen und Ostwürttemberg.
Auch in Heilbronn, Emmendingen, Freiburg, Göppingen, Mannheim, Bad Schussenried (Kreis Biberach) und Wiesloch (Rhein-Neckar-Kreis) machten nach Angaben des Verbandes sowohl Tarifbeschäftigte als auch Beamte in ihren Mittagspausen an Info-Ständen auf ihre Situation aufmerksam.
Weil Beamte keinen Unterricht ausfallen lassen dürfen, werden auch zu den heutigen Aktionen vor allem angestellte Lehrer und Erzieher an beruflichen Schulen, Internaten und Schulkindergärten erwartet.
Am kommenden Dienstag (3. Februar) soll ein zentraler Streiktag stattfinden, bei dem in Hannover mehrere tausend Menschen erwartet werden."
Hans Janosch . Donnerstag 29. Januar 2009 11:00
@HdB
Na dann. Glück auf, denn Kolleginnen und Kollegen! Auch da stellt sich wohl die Frage, in wie weit eine Treupflicht der BeamtInnen gegenüber dem Staat noch gerechtfertigt ist, was?
mit freundlichen Grüßen
Hans Janosch
Franklin . Donnerstag 29. Januar 2009 22:25
@ moritzchen
Letzte Meldung:
Möllring will auf alle ver.di Forderungen eingehen !
Offen ist nur noch die Frage, wie die das mutmaßliche Verhandlungsergebnis über die von Ihm vorgeschlagene Laufzeit von acht Jahren verteilt werden soll.
@HansJ
Man sollte - bei allem Verständnis für Befindlichkeiten aufgrund Mitgliederschwundes - allerdings nicht die Gefahr verkennen, dass letztlich einzelnen Individuen, low lifes, aktuell hier bestenfalls ganze 2, denkbar nur 1!, unangemessen Macht mittels Vulgär-Intervention ausüben und zu (katastrophaler) Selbstzensur verleiten können, wie ich in den letzten Tagen rein gefühlt schon Ansatzweise den Eindruck hatte.
Nachdem der akute Schwund jedoch gestoppt ist (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Gewerkschaften-Mitglieder-DGB-GEW-IG-Metall;art271,2707861), sollte man sich schleunigst dieser Gefahr bewusst werden...
HdB
Hans Janosch . Freitag 30. Januar 2009 08:37
@HdB
Naja - die Bewertung findet ja immer in der jeweils aufnehmenden Befindlichkeit des Lesers ihren Ausdruck - was also als Vülgarinternvention aufgenommen wird, kann dem verfassendem Sinne entsprechenden durchaus auch auf ein gewisses Maß an real existierender Aggression galgenhumoristisch abbauenden Zynismus zurückzuführen sein.
Was den Schwundstop anbelangt, so sollte man sich denke ich verdeutlichen unter welcher Energieaufwendung dieser zu Stande kommt. Im Ergebnis geht die negative Entwicklung immer weiter, was auf Gründe zurückzuführen ist die ich Dir, HdB, wohl kaum im Detail auseinander legen muss. Du hast übrigens recht. Die letzten Tage waren tatsächlich ziemlich deftig - dies deckt sich mit meinem eigenen Empfinden. Wollen wir die kommenden Tage nutzen, um die aktuellen tarifpoltischen Konflikte in den Fokus zu rücken?
Hans
P.S.
der gestrige Einwurf von Franklin war, dies muss ich zugeben, ganz nach meinem Geschmack. Wenn wir unseren Sarkasmus verlieren, haben wir schon morgen wahrscheinlich die Flinte auf dem Buckel; und Stahlhelme sind mir an liebsten, stehen sie verrostet in einem schlecht besuchten Museum!
HdB . Freitag 30. Januar 2009 09:41
@HansJ @Franklin
>>gestrige Einwurf von Franklin...<<
Deinen Gägges "Letzte Meldung" kannst Du heute Abend echt in der Bütt bringen, Franklin!(:-)))
>>aktuellen tarifpoltischen Konflikte in den Fokus zu rücken?
Ab Montag, bis dahin schönes WE
ludwig vogt . Freitag 30. Januar 2009 10:28
Soll Lebenserwartung Rentenhöhe bestimmen ?? Aktuell diskusision aus Berlin als Mittel gegen drohende Altersarmut hat das Deutsche institut für Wirtschaftsforschung ( DIW ) eine radikale Rentenreform zu Gunsten von Geringverdiener vorgeschlagen .. warum ?? Die Basis der Umverteilungsidee beim DIW hat mann erkannt was auch Thema bei den Bundesarbeiter / innentage 2008 in Berlin war mit dem Vortrag von Karl Lauterbach SPD / MdB Rente - die Armen finanzieren die Reichen . und noch schlimmer Gutverdiener leben laut Statistik deutlich längner als Niedrigverdiner.....und wer hat in diesem unserem Land Die Grundrechte zu vertreten ?????
Sie werden nicht dauerhaft bereit sein sich in einem Staat moralisch zu verhalten, den Sie selbst als unmoralisch erleben .....Karl Lauterbach ..
Der BAA ist mit Themen die uns alle betreffen immer auf ball höhe Danke Rosemarie Schmid / Uschi Röhrig / und Rainer Nehring und alle BAA vorstandsmitglieder ........
Hans Janosch . Freitag 30. Januar 2009 10:50
@ludwig
Karl Lauterbach hat manchmal das Problem in der falschen Partei unterwegs zu sein; ggf. könnte man auch sagen, die Partei hat manchmal ein Problem Karl Lauterbach vollends zu verstehen; und dies, obschon er stets um eine langsame und betont deutliche Aussprache bemüht ist, was wohl den Zweck verfolgt, auch dem rechten Parteiflügel die Chance zu geben zumindest halbwegs folgen zu können... !
schönes We
Hans
Michael Recker . Samstag 31. Januar 2009 15:10
Entweder man betrachtet die Lebenserwartung gruppenweise oder aber nicht. Nicht ist mir lieber, weil die Kausalitäten völlig unklar sind.
Wenn man aber der privaten Lebensversicherungen für Riester-Verträge das seit über 100 Jahren geltende Prinzip verbietet, dass Frauen als Gruppe geringere Renten bekommen als Männer als Gruppe, dann ist es völlig unlogisch, zugleich andere Gruppen zu definieren, die wegen unterschiedlicher Lebenserwartung unterschiedlich hohe Renten bekommen sollen.
Wie ist es denn mit der Gruppe der anerkannt Schwerbeschädigten? Sterben die vielleicht früher? Sollen die deshalb mehr Rente kriegen?
Der ganze gruppenbezogene Ansatz ist nicht durchdacht und politischen Ränken offen, weil willkürlich ist, was als Gruppe zählt und was nicht.
Hans Janosch . Samstag 31. Januar 2009 17:59
@Michael Recker
Ich fände einen Ansatz interessant, der den Einfluss der jeweiligen Lohnerwerbsart auf einmal die Dauer der zu erwartenden Arbeitsfähigkeit und zweitens die Lebenserwartung im Allgemeinen berücksichtigt.
Ich finde es höchst problematisch, dass Menschen, die körperlich schwere und belastende Facharbeiten verrichten, mit zumeist niedrigeren Löhnen und im Endeffekt mit dann auch niedrigeren Rentenbezügen abgestraft werden.
Gut, ich kann damit leben, dass eine beispielsweise auch körperliche schwere Arbeit verrichtende Fachkraft in der industriellen Produktion oder im Handwerk einen geringeren Lohn als ein diplomierter Arbeitnehmer in der Verwaltung z.B. erhält, jedoch sollten unterschiedliche Rentenformeln Anwendung finden, sodaß dann beispielsweise mit 52 oder 53Jahren die Endstufe erreicht werden kann.
Ich könnte mir sogar nach Berufgruppen eingeteilte, gesetzliche Renteneintrittgrenzen vorstellen - dies wäre wesentlich gerechter als das gegenwärtige Modell. Ein im Büro arbeitender Mensch kann ggf. ohne größere Probleme bis zum höchstens 65.Lebensjahr arbeiten; bei vielen Arten der Industrieproduktion und im Handwerk sieht dies oft aber ganz anders aus - diese Menschen müssen sich oft unverhältnismäßig quälen, können wegen der niedrigen Löhne keine privaten Altersrücklagen bilden(was ja stets gefordert wird) und sind dann Ende nicht bloß kaputt sondern auch noch arm. Tolle Gesellschaft.
viele Grüße
Hans Janosch
Idealistin . Sonntag 1. Februar 2009 10:35
@ alle die sich mit Rente beschäftigen,
hallo, da kann ich Hans Janosch fast 100% zustimmen. Nur in einem Punkt bin ich nicht seiner Auffassung. Die großen Gehaltsunterschiede zwischen diplomierten AN und körperlich hart arbeitenden Menschen. Zwar tritt der Berufseinstieg bei der erst genannten Gruppe, später ein, als bei Arbeitern. Aber einfache Arbeiter sind produktiv, nicht nur verwaltend. Dummerweise durch ihre körperliche Ansstrengung/ zum Teil auch Überbeansspruchung dem hohen Risiko ausgesetzt im Alter, erstens chronisch am Bewegungsappartat zu erkranken, was die Lebensqualität erheblich einschränkt, zweitens nicht so alt zu werden wie andere Berufsgruppen. chten. Ganz zu schweigen davon, das Personenkreise die zwischen 25-30 ins Berufsleben kommen, auch diejenigen sind die zum großen Teil auch schon wieder mit knapp 60 aussscheiden. Im Endeffekt, tragen sie ein kleineres Risiko ernsthaft zu erkranken (berufsbedingt), kommen in Schnitt nur auf ca. 35 -max 40 Berufsjahre und erhalten mehr Geld und somit später auch Rente, haben dem Steuerzahler mehr gekostet als einfache Arbeiter (Studium und frühere Pension) leben zumeist länger.
Ich, und andere die hart arbeiten, fangen im Schnitt mit 16+ an und arbeiten bis 65/67 Jahren und kommen auf etwas 45-50 Berufsjahre, sind zumeist produktiv und erwirtschaften mit "ihrer" Arbeit den/das BIP. Warum also glaubt jemand es sei berechtigt, dass verwaltende Arbeit mehr Wert ist, als körperliche? Das kann und will ich so nicht akzeptieren.
Ausgerechnet diejenigen die lange Jahre arbeiten, zusätzlich mit Niedriglöhnen konfrontiert werden (ein Teil davon). Einkommen erzielen die zum Leben kaum bis gar nicht ausreichen, denen sagt man sorgt vor? Das ist so ziemlich das ungeheuerlichste, was der Staat sich hat einfallen lassen. Statt Mindestlöne für alle Berufsgruppen einzuführen, Löhne von denen man Leben kann, somit auch später höhere Renten erzielt, nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. Man geht den Weg genau anderesherum (zugunsten der Wirtschaft) an. Die Wirtschaft spart auf Kosten der Arbeitnehmer, der Staat schließt die Lücke mit Soziallleistungen. Das kostet viel Geld, vor allem allen denjenigen die Steuern und Kassenbeiträge zahlen müssen.
Aber man soll Riestern für mich ein Windei, dazu ins Leben gerufen, dass der "arme" Lohnempfänger seine staatliche Bezuschussung zur Rente, sein Lebenlang selbst anspart! Wenig verdienen und von dem bischen auch noch Beiträge zu Riester zahlen. Die Beiträge hören sich niedrig an, aber für jemanden der sowieso knapp bei Kasse ist, sind auch 10€ weniger im Monat viel Geld.
Das Rentensystem muss über kurz oder lnag ohnehin geändert werden, der Generationenvertrag kann und wird nicht mehr funktionieren, da er auf hohe Geburtenraten angewiesen ist. Das wäre sowieso irgendwann gescheitert, nur nach den Kriegsjahren war diese Grundlage berechtigt. Wenn (einfach betrachtet) 80 Millionen Bundesbürger sich verdoppeln müssten also zu 160 Millionen anwachsen müssten, danach schon auf 320 Millionen, wohin mit den ganzen Menschen? Kurzum, der Generationenvertrag war nur ein auf gewisse Zeit beschränktes anwendbares Modell! Neue Lösungen müssen her! Statdessen wird nur geflickt und rumgebastelt. Immer zum Schaden der einfachen arbeitenden Bevölkerung. Ständig schallt der Ruf ins Land alle sind gleich in der Demokratie. Was für ein Blödsinn, seit dem es Menschen gibt, waren immer schon Herrenmenschen und Untergebene miteinander in Konkurrenz. Andere sind gleicher als die Masse, das war schon immer so. Leider gestaltet eine führende Minderheit das Geschick der Menschen.
Viele Grüße
Idealistin
Hans Janosch . Sonntag 1. Februar 2009 11:56
@Idealistin
Liebe Idealistin!
Es ist nicht so, dass ich hinsichtlich der Frage nach einer sinnvollen Bewertung von Arbeitsleistung im Kontext zur jeweiligen Erwerbsart konservativ nach dem Motto "was immer so war, muss auch immer so bleiben" denke.
Jedoch behält der Grundsatz seine Gültigkeit, dass das Maß und Art der Betätigung in den meisten Fällen Ausdruck des jeweiligen Anreizes sind. Deiner Denkweise nach zu schlussfolgern, müsste der Dachdecker mehr Lohn erhalten als ein studierter, sein Unternehmen verwaltender Manager. Nur, wer würde viel Verantwortung übernehmen, wenn der Anreiz dieser Verantwortungsübernahme geringer wäre, als der Anreiz einer verantwortungslosen Tätigkeit?
Ich bin in der Annahme ganz nah bei Dir, dass es Menschen gibt, die auch ohne ökonomischen Anreiz sehr verantwortungsbehaftete Aufgaben übernehmen und diese gar den ökonomisch höher einzuschätzenden vorziehen. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Menschen mehrheitlich in unserer Gesellschaft vorhanden sind.
Man sollte immer bedenken, dass gesellschaftliche Transformation nie auf der grünen Wiese vollzogen werden, sondern immer im Kontext der vorhanden Gegenwartsstruktur betrachtet werden müssen.
Ich glaube sehr wohl, dass der ökonomische Anreiz irgendwann zurückgedrängt werden könnte. Jedoch erst, wenn man die gegenwärtigen Systemwidrigkeiten mit den eigenen Waffen bekämpfend ein stückweit zurückgedrängt hat; sprich, wenn man eine Zeit an Jahren gesellschaftlich relevante Leistungen ökonomisch hinterlegt.
Das fehlerhafte Verhalten eines Managers beispielsweise, ist in seinen Auswirkungen für das von ihm verwaltete Unternehmen wesentlich umfangreicher, als das fehlerhafte Verhalten eines, ich nehme irgendein Beispeil, Servicetechnikers im Kundendienst der Telekom. Ergo ist es doch angebracht, dass der Manager wesentlich mehr Lohn für seine Tätigkeit erhält. Die Verantwortung die ein Mensch im Rahmen seiner Lohnarbeit zu tragen hat nimmt nun mal entsprechend seiner Stellung innerhalb der Verwaltungsarchitektur zu.
Es ist also ausdrücklich wünschenswert, dass verantwortungsbehaftete Tätigkeiten einmal besser entlohnt und weitergehend auch gesellschaftlich mehr hervorgehoben werden - wenn ein Manager beispielsweise über Jahre gute Arbeit leistet, Arbeitsplätze sichert oder gar neue schafft, dann ist es angebracht ihn dafür abseits des ökonomischen Werts seiner Arbeit auszuzeichnen durch beispielsweise ein Bundesverdienstkreuz(ich bin kein Freund von Orden - ich nehme das Beispiel lediglich um zu verdeutlichen was ich meine)
Hier kommt auch ein Stück weit das Wesen des Menschen zum Tragen. Grundsätzlich sind beinahe alle unsere Handlungen egoistisch; jedoch in mehreren Wertungsstufen. Ein Mensch, der viel Gutes vollbringt, macht dies in den meisten Fällen, da er als Gegenleistung dazu gesellschaftliches Ansehen erwartet - im Endeffekt ist er also auch von egoistischen Antriebsgründen bewegt - das ist einfach so. Nur die weningsten Menschen sind in dieser Hinsicht anders angelegt - na sowas, jetzt sind wir ja schon wieder bei der Philosophie gelandet. Aber nur an diesem Punkt.
Es wäre ansich ein interessanter Gedanke, ob man, um verantwortungsbehaftete Tätigkeiten transparenter erkennen zu können, hier kommt ja auch die Frage der Eigentumsverantwortung ins Spiel, letztere nicht einfacher ausgestaltet. Der Manager in einem Unternehmen ist ja der Realität nach nicht der Eigentümer einer beispielsweise Aktiengesellschaft, sondern der Verwalter. Eigentümer sind die Aktionäre. Betrachtet man jedoch das Verhältnis eines Aktionärs zu seiner Eigentumsverantwortung, so wird schnell klar diese sei aufgrund der Systemanlage kaum vorhanden. Deshalb wäre es doch die gesellschaftlich wesentlich sinnvollere Strukur, würde man den Besitz an der (Aktien)Gesellschaft, den Produktionsmitteln, gleich auf die Gesellschaft im Allgemeinen übertragen. So wäre der Anreiz ein volkswirtschaftlich relevanter und der Manager ein ganz normaler Lohnarbeiter in verwaltender Tätigkeit; der entsprechend seines Dienstes am Gemeinwohl bewertet wird.
Ich halte es übrigens für wenig zielführend, in einer Diskussion über die Ausgestaltung des Rentensystems darüber zu reden, was der einzelne Lohnarbeiter der Art seiner Ausbildung und Tätigkeit entsprechend die Gesellschaft mehr oder weniger kostet; das sind Gedanken, auf Grundlage derer die heutige Politik all die Ungerechtigkeiten der Gegenwart legitimieren. Nein, man sollte einfach den Menschen im Kontext seiner Tätigkeit betrachten und überlegen, wie dieser am gerechtesten in der Ausgestaltung seiner Rente/Pension Rechnung getragen ist. So, dass jeder Mensch schlussendlich mit Eintritt in den Ruhestand, egal wann dies im Einzelnen ist, sein Leben in Würde zu Ende leben kann.
Ich halte von den ganzen Geschichtne zur privaten Altervorsorge rein gar nichts, egal ob Riester oder irgendeine andere Borniertheit! Das ist alles neoliberale Blutsverwandschaft und somit sind es Versuche einer gesellschaftfeindlichen Regierungskaste, die eigene Verantwortung vonsich zu streifen, damit von den Unternehmen und Vermögenden weniger Steuern zur Wahrnehmung der staatlichen Aufgabenstellungen eingeholt werden müssen. Das sind neofeudalistische Strömungen die da in der Politk Einzug gehalten haben, die, ich muss es an der Stelle so sagen, entschieden bekämpft und ausgemerzt werden müssen! Dieses Gebaren von Wirtschaft und Finanzkapital in Kooperation mit der Politik ist zutiefst undemokratisch und republikfeindlich!
Deine Gedanken zur Thematik finde ich in ihren Ansätzen sehr begrüßenswert.
einen schönen Sonntag
Hans
HdB . Sonntag 1. Februar 2009 18:26
@idealistin, und alle, die sich um die Rente sorgen
ich kann verstehen, dass Du, wie auch andere Menschen in vergleichbarer Situation, zu einer gewissen Verbitterung neigst, wie ich herauslese; die Gefahr ist dann groß, der Versuchung der Pauschalisierung zu erliegen.
Dennoch bitte ich Dich, weiterhin und beständig nachzudenken.
Der Klassenfeind und die Wurzel allen Übels, die Du möglicherweise in denen auszumachen glaubst, die ein paar Jahre studiert haben und während dessen und danach weiterhin, vermeintlich auf Rosen gebettet, auf Kosten der „hart Arbeitenden“ in Saus und Braus leben - DIE sind es definitiv nicht!
Sie sind allenfalls eben noch sichtbar, um eine Zielscheibe abzugeben, während die wahren Profiteure und Strippenzieher und Raffkes der neuen Politik es meisterhaft verstehen, sich unsichtbar zu machen!
"Denn die einen sind im Dunkeln
Und die anderen sind im Licht.
Und man siehet die im Lichte
Die im Dunkeln sieht man nicht."
(Bertolt Brecht; Gesammelte Gedichte Band 4,1930)
Ich glaube kaum, dass man z. B.- soweit man überhaupt einigermaßen ehrlich zu argumentieren gewillt ist – die ja ebenfalls „studierten“ LehrerInnen an den gegenwärtigen Hauptschulen, aber nicht nur dort, ernsthaft zu denen zählen kann, die als die Profiteure der neuen sozialen Kälte gelten können! Von wegen Gesundheit und längeres Leben ... Weiter oben hast Du selber mal geschrieben: "Hartes Brot..."; über jemanden, der sich von einem wie Gas-Gerd als "faule Säcke" (http://www.zeit.de/1995/26/Faule_Saecke_) beschimpfen lassen muss, obwohl sie ein Leben lang und unablässig das zu reparieren oder wenigstens zu lindern versucht, was auch und gerade dieser Chap mit seinen Kumpanen, im Schafspelz der „Sozialdemokraten“, allein bei den Kindern angerichtet hat.
Während dieser Sch*** selber nebenher und heute noch dazu ein Vermögen zusammenrafft, hat sie einigen ihrer Harz-4-Schüler ein Jahr lang Mittagessen, Eintrittsgelder, Fahrscheine,… bezahlt, bis der Schulträger endlich (nach weiteren vielen Stunden Freizeitopferung für endlose Gespräche/Diskussionen mit OB, Stadträten, MdB, MdL,…) überzeugt werden konnte, dass er sich bewegen muss (=Geld locker machen), usw., usw..
Das wäre erweiterbar, etwa im Klinikbereich, ich habe einen glaubwürdigen Einblick dort, gilt dies nicht nur für das Pflegepersonal, es umfasst auch die überwiegende Zahl der „studierten“ Ärzte (nun gut, auf jeden Fall unterhalb der Klinikchefs (;-)).
Noch eine sehr persönliche Anmerkung, auf die Gefahr hin, mich wieder der Verhöhnung durch primitive Individuen auszusetzen: Meinen Lebensunterhalt während des Studiums habe ich mit meiner Hände Arbeit verdienen müssen, was, zum Glück, als gelernter Facharbeiter ganz gut gelang. Meine spätere Frau hat sich nicht gescheut, während des Studiums an der PH nebenher im Klinikum als Putzfrau zu arbeiten (was zusätzlich noch lebenslange Freundschaften geschenkt hat – siehe oben).
So war das damals, der sogenannte 2. Bildungsweg. Nach Volksschule, Lehre (ab 14), Facharbeitertätigkeit, eineinhalb Jahren Bundeswehr, alles, notgedrungen, in der kürzest möglichen Zeit absolviert. Nix 17 Semester, nix Burschenherrlichkeit… lernen, Tag und Nacht, von wegen Achtstundentag. Ich war beileibe nicht der Einzige damals, der nicht die Eltern hatte, die ein Studium bezahlen konnten. Aber ein Weiteres hatten wir gemeinsam: Den eisernen Willen, und den Ehrgeiz, etwas zu verändern … die Option Aufgeben hat nie existiert!
Wenn ich demnächst in Rente gehe sind es 47 Jahre seit Eintritt ins Berufsleben. Meinem Einkommen entsprechend habe ich lebenslang (und ehrlich) auch ordentlich Steuern und entsprechend hohe Sozialabgaben bezahlt, die nach dem Solidarprinzip wiederum denen zugute kamen, die nur einen geringen Beitrag leisten konnten. (Das ist nicht trivial wenn man bedenkt, dass ein einziger „normaler“ Herzinfarkt durchaus auf 100.000 € kommen kann (Franklin kann das gern korrigieren), eine Summe, die viele Beschäftigte nach 50 Jahren mit ihrem Beitrag nicht decken könnten)
Bedenke bitte auch, eine funktionierende Verwaltung in einem hochentwickelten Staats- und Wirtschaftsgebilde ist eine grundlegende Primärvoraussetzung und darf/muss damit (im weiteren Sinne) ebenso als wesentlicher "Produktions"faktor einer Volkswirtschaft angesehen werden; jeder möge bitte selbst vergleichen mit Staatsgebilden, die dessen entbehren (müssen).
Schlussendlich: Bevor Du Dir Schopenhauer antust*lach: Ich möchte ich Dir (gerne auch Max & Moritz!) zu diesem Thema ein paar Aufsätze von Butterwegge - auch so ein „Studierter“ (;-))) - sehr ans Herz legen! Durchweg gut zu lesen und zu verstehen!
Guckst Du hier: http://www.uni-koeln.de/ew-fak/seminar/sowi/politik/butterwegge/texte.htm
Da Du auch noch an die aussterbenden Deutschen und die damit begründete Rentenkatastrophenpolitik glaubst, empfehle ich Dir, mit „ (Kinder-)Armut und Sozialstaatsentwicklung „ sowie „ Krise und Zukunft des Sozialstaates „ einfach mal anzufangen zu lesen.
Wünsche eine schöne Woche!
HdB . Sonntag 1. Februar 2009 20:37
@Idealistin und Rentenbesorgte, Dieter Vogel
Einen kurzen Kommentar möchte ich doch noch nachschieben. Du schreibst:
>>das ungeheuerlichste, was d e r S t a a t sich hat einfallen lassen. Statt Mindestlöne,...usw.<<
Du sprichst vom "Staat", der sich Ungeheuerliches hat einfallen lassen. Nein, nicht dieses anonyme Allmachtswesen Staat, „Widerstand zwecklos“, auch wenn diese oder ähnlich Redeweisen beliebt sind und häufig unreflektiert wiedergegeben werden, sondern vielmehr
die im Bundestag die Mehrheit stellenden Parteien (!!!)
haben sich dieses einfallen und durch ihre dort sitzenden Abgeordneten abnicken lassen.
Diese Parteien haben Namen und Programme, ihre Abgeordneten haben Gesichter, Namen, haben sogar Anschriften, Telefonnummern, Email.
Aber vor allem, die werden von den Staats-Bürgern gewählt! So trägt jeder Wähler in diesem Staat direkt auch die Verantwortung, diejenige Partei zu wählen, die seine Interessen vertritt, vor allem aber diejenigen beim nächste Mal nicht mehr zu wählen, von denen er zuvor verraten und verkauft wurde.
Hans Janosch . Sonntag 1. Februar 2009 21:46
@HdB
Jeder muss ja zur Wahl eine eigenständige Entscheidung treffen und es ist dazu eine jeweils geheime Wahl. HdB, wenn Du sagt, es ist nicht das Allmachtswesen Staat sondern "die im Bundestag die Mehrheit stellenden Parteien" so teile ich diese Sichtweise ausdrücklich. Es würde mich jedoch interessieren, betrachtet man die im Bundestag vertretenen Parteien, die ja beinahe alle schon in der ganz großen Regierungsverantwortung gestanden haben, welchen dieser Parteien Du dann eine gerechtere Politik zutraust? Bist Du einer bereits bekannten Kraft zugeneigt, oder tendierst Du eher zu noch im Verborgenen liegenden Wahrheitsverkündern? Butterwegge kann man übrigens tatsächlich lesen ... ;-)
Hans
Hans Janosch . Sonntag 1. Februar 2009 23:23
@Idealistin
Guten abend.
wenn ich HDB`s Lesevorschläge erweitern darf.
http://christophbutterwegge.de.vu/
(die Texte sind die gleichen - dies ist halt lediglich seine eigene Site mit dem entsprechenden Beiwerk)
Meines Erachtens nach besonders zu empfehlen "Mit dem Sozialstaat stirbt die Demokratie", da hier die ziemlich erschlagenden Parallelen der gegenwärtigen politischen Borniertheit
zur Entwicklung innerhalb der Weimarer Republik dargestellt werden. Wenn Dir die Aufsätze zu kurz sind, gibt´s ja notfalls immer noch den alten Schopenhauer...
@HdB
danke für Brücke - daran hatte ich gar nicht mehr gedacht.
guten abend
Hans
HdB . Montag 2. Februar 2009 00:25
@Hans J.
Mein Herz schlägt links.
Der Name Ulrich Maurer aus Stuttgart sagt Dir was?
Dann sag ich Dir auch noch was: Gleicher Jahrgang - gleicher Abgang.
"Wahrheitsverkünder?" "Nimmermehr!" (:-))
Nun, wenn Du das fragst, kann das ja nur ironisch gemeint sein! Es mag wohl Wahrheiten geben - aber Wahrheit? Die gibt es nur im Himmel...
Gute Nacht allerseits
Hans Janosch . Montag 2. Februar 2009 09:02
@HdB
Nein, den Namen hab'ich noch nie gehört ...
SATIRE
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Ich frage ironisch, weil man zuweilen den Eindruck haben konnte Du würdest das linke politische Spektrum mit exorbitanten Fliehkräften bearbeiten ... sieh, ich habe überhaupt kein Problem mit radikalen Positionen in der Sache. Sehr wohl habe ich ein Problem mit dieser mittlerweile weit verbreiteten Hassmentalität, die durch ihre Intensität selbst ansich für sich allein sprechende vorgetragene Sachverhalte hinter eben diese Emotionalität zurücktreten lässt.
Wenn Gysi in Hessen Wahlkampfabschluss hält und ihm in der Hervorhebung der größten Ungerechtigkeiten dieser sarkastische Ausdruck nach dem Motto "das findet diese Schweinebande auch noch gerecht" in die Augen steigt, seine Mundwinkel sich ob dieses Maßes an emotialer Energie beinahe hysterisch nicht entscheiden können ob sie sich nun nach oben oder unter ziehen sollen, dann ist das ein glaubwürdiger Auftritt eines linken Politikers - der lebt was er sagt. Oskar Lafontaine hatte an dem Abend nicht gerade eine Sternstunde - hätte er die Spendenthematik/Mitleidswählerschaft mal außen vor gelassen und weiter in der Sache agitiert! Da ist er teilweise noch stärker als Gysi. Immerhin hat er ein eindeutiges Statement in Richtung der israelischen Regierung abgegeben. Glaubhafter als alle Auftritte von Politiker der anderen Parteien war er allemal gewesen!
Dieses jedoch bei manchen Leuten gerade an der Basis vorfindbare, ich weiß gar nicht wie ich es nennen soll, "krakelische" würden wir im Rheinland wahrscheinlich sagen, diese totale Vergrämtheit und daraus resultierend, diese scheinbar wahnhafte Befindlichkeit, die finde ich außerordentlich bedenklich und wenn dieses Phänomen Verfielfältigung finden sollte, dann würde ich zum Zwecke der Schadensbegrenzung, denn hier entsteht gegenwärtig ein ungeheuerliches Maß an Entsittlichung, selbst einen als reaktionär zu bezeichnenden politischen Kurs für gut befinden - wir müssen, HdB, Ruhe bewahren, sonst machen wir uns nicht nur oberflächlich, sondern in der Sache selbst unglaubwürdig - und richten im Endeffekt eine halbwegs demokratischen Staat zu Grunde statt ihn nachhaltig zu demokratisieren!
Damit Du Dich nicht persönlich angegriffen fühlst, lass mich betonen, diese negative Eigenheit möchte ich, ich kenne Dich nicht genug, Dir nicht unbedingt hier perse anhaften, zumal nicht unbedingt auf Grundlage Deiner hier vorfindbaren Betätigungsart seit dem Ende der letzten Woche. Deine änfänglichen Auftritte als "Horst, der Böse" waren jedoch in genau diese von mir gerade beschriebene emotionale Befindlichkeit einzuordnen.
Ich wünsche eine gute Woche
Hans Janosch
Idealistin . Montag 2. Februar 2009 15:23
@ Hans Janosch und HdB,
ihr seid ja zwei Größen ;-)
Staat im Sinne von den amtierenden Parteien, okay, soweit ganz klar.
Glaubt ja nicht , ich wähle wie ein Opferlamm, die Pateien, weil sie eben schon "immer" da waren. Ich habe mir schon meine kleine Randpartei ausgesucht, die ich wählen werde, eine die meinen Ansichten am nächsten kommt. Das muss aber keine radikale sein, weder links, schon gar nicht rechts. Radikalität, egal in welcher Richtung, hat für mich immer einen etwas bitteren Beigeschmack. Sorry, wenn ich jetzt damit jemanden verletze, aber so ist nun mal meine Meinung und ich stehe dazu. Letztendlich, haben die meisten Wähler einfach Vorbehalte neue andere Parteien zu wählen, weil sie eben zu wenig über sie wissen. Dank der verlogenen sich selbst darstellen Politik der letzten Jahre, misstrauisch, statt vertrauensselig sind. Wie ich meine durchaus zu Recht. Niemand, der etwas Verstand hat, will oder würde eine Demokratie ernsthaft durch eine falsche Wahlentscheidung aufs Spiel setzen wollen. Manch einer denkt, lieber die alt bewährten, als eine Neue die alles auf dem Kopf stellt. Das Risiko ist gegeben, denn Werbeparolen der Parteien und ihr Wirken nach dem Wahlsieg, sind zu oft gegensätzlicher Natur! Das verunsichert den Wähler. Mit anderen Worten: Die Parteien haben viel versaubeutelt und sich trotzdem gleichzeitig eine Existenzberechtigung als die Parteien, von denen man in etwa weiß was kommen wird- ettabliert. Der Mensch greift immer lieber auf alt Bewährtes zurück, oder sagt einer der Philosophen etwas anderes?
Wer von euch, hat gestern den Tatort und Anne Will gesehen?
Bei Anne Will wurde mir deutlich, wie fern Politker von der Realität eines einfachen Arbeitnehmers entfernt sind. Noch schlimmer, sie versuchen alles als Einzelfall abzustempeln, obwohl es fast flächendeckende anzutreffende Bedingungen sind, denen sich gelernte und ungelernte Arbeitnehmer beugen müssen. Sonst kein Arbeitsplatz!
Viele Grüße
Idealistin
PS. Idealisten suchen nach einem Ideal, das Abseits der Realitäten liegt, wenn diese nicht das Wohl aller beherbergen!
Wie sollte man sonst etwas ändern, wenn man es als unabwendbare Tatsache akzeptiert?
Idealistin . Montag 2. Februar 2009 16:34
Nochmal an euch Beiden,
meine Aussage bezüglich der Einkommen/Rente zwischen produktiv tätigen und verwaltenden Angestellten, sollte nicht gleichbedutend sein, dass erstgenannte Arbeiterschaft mehr verdienen sollte wie die anderen. Was mich persönlich stört, sind die gewaltigen Unterschiede. Aber absolut Ausschlaggebend für meine Unzufriedenheit, ist die derzeitige Entwicklung zum Niedriglohnland, zumindest in weiten Teilen der Dienstleistung. Die Politik nimmt dies billigend hin, unterstützt es sogar. Für mich ein Grund, eben nicht auf alt bewährte Parteien zurückzugreifen, aus Angst vor unkalkulierbaren Veränderungen. Wenn du HdB mir jetzt schreibst, du liest Verbitterung in meinen Kommentaren, stimmt dieses vielleicht. Aber ich habe ganz klein als Hauptschülerin (damals ganz normal), nach der 9. Klasse (10. gab es noch nicht) meine Ausbildung bei einem mittelständischen Filialunternehmen abvsolviert, mit Auszeichnung, die beste meines Jahrgangs. Danach machte ich die Fachoberschulreife, wollte Gymnasiklehrerin werden, da ich eine gute Sportlerin war. Leider nach 3 Monaten aus finanziellen Gründen (Förderung wurde nicht bewilligt), da das Arbeitsamt mich zur falschen Schule geschickt hat und nach einem folgenschweren Unfall, musste ich wieder aufgeben, landete wieder im Einzelhandel. Nach Jahren habe ich noch einmal einen Anlauf gestartet und mein Fachabitur und die staatliche Prüfung zur Betriebswirtin abgelegt. Da meldete sich das erste Kind an und ich verfolgte mein eigentliches Ziel nicht mehr weiter. Durch langjährige krankheitsbedingte Ausfälle meines Mannes konnte ich später nicht weiter machen und musste stattdessen neben der Kindererziehung, Einkommen erwirtschaften. Im Prinzip sind meine beruflichen Vorhaben, immer durch unvorhergesehene Vorfälle geplatzt. Da mein Mann immer wieder, nach Genesung von einer Pleite-Firma zur anderen wanderte, gab es nie eine wirkliche Chance für mich mein Ziel weiter zu verfolgen, ohne das Wohl der Familie zu missachten, letzteres war und ist mir wichtiger gewesen. Nicht dass ich jetzt darüber zerbreche, oder über die versäumten Chancen jammere, um Himmels willen nein, wer weiß ob ich es jemals geschafft hätte ein Studuim zu meistern, aber versucht hätte ich es schon gerne.
Was mich so verärgert sind die Arbeitsbedingungen, die niedrigen Löhne, die wegschauende Politk, die den Konzernen bewusst in die Hand spielt.
Die Billigschiene, die alles zerstört. Billig bedeutet fast ausnahmelos, billiges Personal! Es mag zutreffen das in diesen Firmen auch ein Pool von Menschen arbeitet, die aufgrund ihrer mangelnden Bildung keine andere Chance haben, aber eben längst nicht alle. Zudem, wer wagt es diesen Menschen denn gute Einkommensverhältnisse vorzuenthalten und spricht ihnen gute Arbeitsbdingungen ab, weil sie in unserem selektierenden Schulsystem durchs Raster gefallen sind? Erst in der Schule fallengelassen, dann als Arbeitnehmer ausgebeutet! Ich hasse nichts mehr, als wenn man von der "Unterschicht" redet. Viele Menschen die in dieser angeblichen Schicht (nur in den Köpfen) zugeordnet werden, hätten ganz andere Chancen und Werdegänge gehabt, wenn man sie nicht vorzeitig aufgegeben hätte. Denn schon in der Schule wird zu oft, zu früh aussortiert, statt zu fördern.
Wir haben auch Lehrer im Bekanntenkreis, ich weiß also was deine Frau leistet. Vor allem gerade in der Hauptschule, sofern sie dann auch noch in einem Ballungsgebiet mit hohen Ausländeranteil liegt, herrschen dort zum Teil katastrophale Sprachschwierigkeiten.
Im Gesundheitswesen haben wir ebenfalls viele Bekannte, auch einen Arzt. Der kommt oftmals mit dunklen Ringen unter den Augen nach Hause, ist total fertig mit der Welt, hat einen 16 Stunden Tag, oder sogar läger, hinter sich. Zudem ziemlich oft Bereitschaftsdienst und wird immer angerufen wenn etwas los ist. Leider ist er verwitwet und wird als "alleinstehender" mehr eingespannt.
Du siehst also, so ganz weltfremd bin ich nicht. Nur ob mir das alles so gefällt, steht auf einen anderem Blatt.
Mir ist schon bewußt, dass es uns, verglichen mit anderen Ländern, hervorragend geht, immer noch. Aber wenn wir nicht aufpassen, kann sich das schnell ändern. Im Ranking rutschen wir immer mehr nach hinten!
Zugegebener Maßen neige ich zur Kritik, das wirft man mir auch oft vor. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich rein subjektiv die Zeichen der Zeit früher spüre als andere. Wenn mir dann auch noch Arbeitskolleginnen in einem Atemzug erklären, dass sie gerne einen anderen Vertrag und mehr Arbeitsplatzsicherheit hätten und weniger Druck und Stress, dann aber im selben Satz sagen, sie sind glücklich bei X zu arbeiten, dann verstehe ich die Welt nicht mehr! Was denn nun, unzufrieden oder glücklich? Wobei man nie weiß, wie jemand glücklich definiert, was dazu erfüllt werden muss, um Glücksgefühle auszulösen :-)
Na ja, will euch nicht weiter auf den "Kecks" gehen
Idealistin . Montag 2. Februar 2009 16:40
Mist, Keks ohne c.
HdB . Montag 2. Februar 2009 18:02
@Hans J
Eyh, Mann! Diese Winter brauchst du dickes Fell! (;-))
Lass uns das ausräumen. Ich hoffe, ich „enttäusche“ Dich nicht zu sehr: Was Dich betroffen machte, so weit es mich betrifft, null "Tiefgang", die übliche Stichelei, "Aufziehen" mittels, wie Du richtig sagst, „Krakeel“-Stereotypen. Dazu kamen Trittbrettfahrer, im offenen Blog kann ja jeder beliebig die Farbe wechseln. Zuerst etwas irritiert, habe ich paarmal den Faden weitergesponnen…. Ich blödele halt immer noch gerne…
Hans, ich war und bin zutiefst frustriert über den TVöD und ernüchtert über verdi. Wir hatten hier jahrelang alles diskutiert, je mehr damit beschäftigt, je mehr Einblick über das Zustandekommen, je unfasslicher wurde es. Der hektische, chaotische Abschluss mit Schily damals wegen der vorgezogenen Neuwahlen, um Gas-Gerd zu stützen, die katastrophalen handwerklichen und systemischen Fehler, die die Beschäftigten in harten Euro durch Einbußen sowie verpufften Aufstieg usf. bezahlen mussten. Dazu andere Dinge, die nach und nach bekannt wurden, die Belohnung der „Verhandlungsführer“ – lieber würde ich schreiben “Verkaufsleiter“ - Kurt Martin mit VBL-Aufsichtsratsvorsitz, Friebertshäuser mit Arbeitsdirektorpöstchen, weil sie nach der Katastrophe entsorgt werden mussten…was noch alles? Verdis Sprachlosigkeit, stattdessen leierhafte Wiederholungen der Lobpreisung des Jahrhundertwerks, vermutlich prangt heute noch das bla bla auf der Webseite. Nicht ein Jota Selbstkritik, als die Misere längst in allen Einzelheiten offenlag, und die feixenden AG, als verdi um Gesprächstermine betteln musste, die, formal rechtens, verweigert werden durften, verdi hatte verschlafen, Befristungen zu vereinbaren.
Ich kann will und kann nicht mehr alles wiederholen. Du hast verdi, in bester Absicht, verteidigt, ohne dass Du aber in der Sache mitreden konntest. Dafür haben die verdi-Geschädigten dann halt verbal „Zurückgekeilt“ …Vor kurzem hatte ich aber den Eindruck, dass Dich wohl doch irgendeiner der Sprüche irgendwie tiefer getroffen hat. Das wollte ich ausräumen.
Blogs haben eben auch so ihre nicht ungefährlichen Nachteile: man hört weder die Stimmlage, noch sieht man den Schalk in den Augen blitzen…!
P: Mit „- gleicher Abgang.“ meinte ich übrigens den rein zufällig fast taggleichen Austritt
@Idealistin
Danke, ich komme darauf zurück. Muss noch bissl arbeiten; nur HansJ kann gleichzeitig an 2 PC schreiben ... (;-))))
Hans Janosch . Montag 2. Februar 2009 18:59
@HdB
Naja, Hdb, meine Generation ist unter anderen Praktiken der Medienntzung groß geworden - für mehr als einen PC gleichzeitig reicht es trotzdem noch nicht. Aber ein und die selbe Sache über Stunden ausüben müssen ohne dabei zwischendurch etwas anderes machen zu können ist ein wirklich schier unerträglicher Zustand!
Ich halte die destruktive Linie trotzdem nicht für zielführend - auch was die Austritte anbelangt; damit hilft man weder sich selbst noch kann man jemand anderes sonderlich stark damit treffen. Ich bin nach innen auch kritisch und bekomme auf gut deutsch gesagt gerade gegenwärtig von allen Seiten tüchtig auf die Fresskonsole.
Manchmal denke ich auch "schmeiß den ganzen Mist hin", dann hast Du Ruhe und die können an ihrer verdammten Technokratie ersticken. Dann denke ich aber wieder dies kann es einfach nicht sein, es muss forwärts gehen, es müssen Veränderungen vollzogen werden, diese Lethargie gehört endlich durchbrochen und dann schöpfe ich auch wieder Antriebskraft.
Wir sind so viele Menschen mit wirklich guten Ansätzen, denen die Situation gegen den Strich geht, die neue Formen der Basismobilisierung umsetzen möchten, die den politischen Kurs von verdi schärfen wollen und erkennen, dass uns durch die Unzulänglichkeiten der Politik, Du sprachst ja zwei ganz herausragende Akteure an, die Chancen zu einer auf Augenhöhe stattfindenden Sozialpartnerschaft genommen wurden.
Dickes Fell? Ich brauch nen Panzer!
gute Nacht
Hans
Hans Janosch . Montag 2. Februar 2009 21:16
@HdB
Wo Du schon darauf ansprachst, HdB, will ich auch offen sein. Du hattest mich an jener Stelle erwischt, an der ich, weil es ja schließlich irgendwer machen muss, mit oft recht ungehaltenen Nochmitgliedern Rückholgespräche führe ... ;-)
Und unter Aufwendung dieser unverhältnismäßgen weitreichenden Energien, damit wird ja schließlich die ganze Organisation, das ganze Ehrenamt, verrückt gemacht, ferner ob der Tatsache von ein oder zwei größeren Tarifauseinandersetzungen und zumindest ansatzweise politisch nachvollziehbaren (wohl nur) Lippenbekenntnissen schafft man es dann, wahrscheinlich genau die kurze Zeitspanne abzupassen in der unseren Leuten die Briefmarken ausgehen und somit die Mitgliederzahlen einen kleinen Moment nicht weiter sinken, was man dann sofort zu gebrauchen weiß indem man verkündet die Kehrtwende sei vollzogen.
Abseits von Chance 2011, also eben dieser Rückholgeschichten, der Werbung und der zumindest lippenbekenntlichen Kompetenzübergabe in Richtung des Ehrenamtes, keine Änderung, kein Stück mehr Basisdemokratie, keine Interventionen zum Zwecke der Reermöglichung einer ordentlichen Mitbestimmung, immer noch das alte SPD-Unterbezirks-Geklüngel, keine schärfere Gangart selbst in rechtlich völlig abgesicherten Tarifsituationen - man, man, man, und dann auch noch, was das Hauptamt anbelangt, das ist dann wirklich der absolute Gipfel, und da sollst Du dann auch noch Contenace bewahren, jeden Veränderungen anstrebenden Ansatz unter dem Deckmäntelchen der Kollegialität und unter der Prämisse der Wahrung eines anreizenden, organisatorischen Gesamtbildnisses mit Belehrungen dekorieren, aus dem Ehrenamt heraus viele Sympathiebekundungen unter vorgehaltender Hand aber scheinbar ohne jegliche Handlungstendenz, plötzlich sich an den rechten Flügel des Hauptamts anschmiegende, scheinbar Freunde suchende, ehrenamtliche Vernunftsverkünder ohne wirklich jeden, aber auch wirklich ohne jeden nur ansatzweise vorhandene Lichtblick, ohne auch nur ein kleines bißchen davon zu verstehen was sie da als Gewerkschafter eigentlich machen geht es auch nur eine halben Schritt über die Hofschwelle der eigenen Niederlassung hinaus. Dazu Betiebsräte, die im eigenen Betrieb meinen dazu auserkoren zu sein um die Glaubwürdigkeit des Arbeitgebers im Widerstreit mit gewerkschaftlichen Funktionsträger hoch zu halten und den Weltuntergang prognostizierend das goldene Kalb der Mitbestimmung lobpreisen. Man könnte meinen, der Neoliberalismus hätte ihnen seine Sakramente ins Hirn hinein getackert. Dazu ein paar zugebenermaßen wirklich ordentliche Kumpel, die wohl in den Ansätzes ähnlich denken aber selbst nicht wissen vor der Anfang zu machen sei ohne gleich vom mittelhierarischen Hardcoredeempowement niedergewalzt zu werden.
Weißt Du, HdB, ich bin sicherlich der allerletzte Genosse unter Bebels Sonne der einem dummen Köter gleich all die göttlichen Heilsgaben preisend seinem organisatorischen Herrschen hinterherhechelt!
Ja, ich kenne diese Gefühlregungen nur allzu gut und trotzdem sind sie falsch, sie führen zu nichts, zumindest nicht zu irgendwelchen Verbesserungen und erstrecht nicht zu mehr Humanität im menschlichen Miteinander! Nein, wir müssen uns diese Regungen verdrücken und weitermachen auf das es irgendwann einmal besser werden möge - irgendwann!!!!!
Man, jetzt gehts mir besser!
gute Nacht
Hans
P.S.
So und nun unterschreib ich unter größten Verzückungen zum Zweiten mal, das Laptab mit unter der Bettdecke versteckend, mich ob meiner unermesslichen Radikalität gruselnd den Arbeitszeitappell für 3Stunden weniger Arbeit pro Woche unter vollem Lohnausgleich. Denn ich bin ein deutscher Gewerkschafter!
HdB . Dienstag 3. Februar 2009 21:50
@Hans J - 2. Februar 2009
Hans, ich habe sorgfältig gelesen.
Muss noch paar Worte dazu sagen, später.
Mein Dienstherr, er geniert sich nicht, für das bescheidene Salär, das er mir gelegentlich des Monatsendes gnädig überweist, zu wahrhaft unbotmäßiger Stunde realiter auch noch gewisse diskrete Gegenleistungen zu erwarten...(;-)))
DieHeesen . Mittwoch 10. Juni 2009 10:11
Hallo @ Ex TL
Aus welchem Loch bist Du denn gekrochen? Hast Du denn jemals mit Herrn Wirthmann gearbeitet? Wir hatten Ihn als BZL und er war immer fair und korrekt, obwohl er auch viel verlangt hat. Jetzt haben wir eine neue BZL (Frau Nazi...). Die hat keinen Plan, schmeisst mit Abmahnungen um sich und behandelt uns wie niederwertige Kreaturen. Da besteht der Arbeitstag nur aus Drohungen und die Angestellten werden klein gehalten. Wir wären froh, wenn wir Herrn Wirthmann wieder als BZL hätten!
Sigi
Ja ich habe auch davon gehört mit dem neuen BZL er war auch bei uns für acht Wochen und ich kann dir nur sagen mit ihn hat es spass gemacht zu Arbeiten . die Aras hat ihm vun anfang an nur unter druck gesätzt wie kann mann eine der Neu bei Tedi ist 14 Filiealen geben da ist doch klar das er einen Fähler macht aber ich sage euch eins wenn der Geht dann werden die da oben auch erfahren was sie so macht wie sie mit den leuten umgeht und das sie auch nicht alles richtig macht ich weis auch so ein paar sachen über sie. Aras verges nicht wo du herkommst und hör auf immer die guten leute raus zu Schmeissen
Münster
ja ich habe es auch gehört mit dem BZL das er Beürlaubt worden ist . ich kann euch nur eins sagen wenn die A... merkt das ihr einer zu gut ist muss er weg und wenn das stimmt was hier im Raum Ge gesagt wird warum er gehen soll dann muss sie auch gehen denn ich weis das sie sich vor kurzem eine Ledersitzecke aus einem Weissem Transporter gekauft hatt und es macht hier die runde das unser BZL das ganze Personal aus der Filieale wo sie ist austauschen soll ist das richtig .
Herr Wohlfart und Herr Schwarz machen Sie Ihre Augen auf, schauen Sie mal bei der VKL A...... genauer hin, was Sie so mit Ihren Mitarbeitern macht, da ist das was der Herr Röhrich macht ein lacher gegen.
ich will euch nun mal eins sagen, ich war zwei jahre mitarbeiter bei tedi was ich da unter der leitung von vkl aras erlebt habe ist nicht mehr lustig, sie kennt keine gerechtigkeit nur ihren eigenen vorteil, mann hat mich wärend meiner arbeitszeit begrabscht und betascht als sie davon erfuhr wurde ich in eine andre filiale versetzt, der jenige der mich begrabscht hat durfte in der filiale bleiben, jetzt wo der neue bzl da war und es in der kurzen zeit als er in münster war gemerkt hat was das für ein linker broken ist und ihn in die schranken wies, wollte die aras es von mir jetzt schriftlich haben um gegen den grabscher vorgehen zu können, aber sie hat nie den mut gehabt mich selber anzusprechen, immer musste der neue bzl kommen. mit ihm konnte man wenigstens über alles reden, wen es so ist wie man hier oben hört das er gehen musste, will ich euch nur mitteilen was das für eine linke ist für die kariere tut sie alles von vorne lacht sie von hinten hast du ein messer im rücken.
hallo alle
ich war auch BZL bei Tedi und ich kann euch nur recht geben ihn dem was ihr da Schreibt und sagt aber es gibt bei Tedi einen VKL oder besser gesagt eine VKL die ist die krönung so wie das ganze unternehmen als ich zur Einarbeitung ihn der Zentralle war habe ich mit bekommen wie man sich über die neuen Mitarbeiter informirt da wird eine anfrage gemacht ob sie schulden haben und noch villes mehr .
ich kann nur die aus dem bereich von der Aras bitten macht euren munt auf und schreibt hier wie es euch geht den sie ist dei schliemmste von allen sie geht über leichen um dem Wohlfahrt es recht zu machen was erwarten ihr von einer die mal bei Uhrban war und die sind auch Pleite gegangen die Frau ist so lienk das könnt ihr nicht glauben ich weis wie dei über den Röhrich gesprochen hat wenn das einer mal gehört hätte wie scheisse der ist und warum so einer überhaupt VKL werden kann und wie sein Bereich aussehen würde und und und . Aber als er verstorben ist stand sie am Grab und heulte und von ihnen hat sie doch gelacht . sie sagt immer wir müssen Sparen und darum durfte auch ihr Mann sein auto mit ihrer Tankkarte Tanken oder sich Möbel aus einem LKW kaufen .
Schon wieder ein Ex-BZL . Samstag 23. Januar 2010 10:18
sigi, du warst mal BZL? was hast du denn davor gemacht?
Clint . Donnerstag 28. Januar 2010 19:50
Hallo, habe auch mal unter Frau A. gearbeitet. Sie selber hat sich nur wenig um mich gekümmert, allerdings hatte ich ständig ihren "Zauberlehrling" Hr. H. in der Filiale herumschwirren, der war unerträglich. Er spielte den Spion, fotografierte in der Filiale und zog in meinem Beisein am Telefon über mich her. Gibt es den eigentlich noch? Und die BZL Fr. Ko..? Ich weiß nicht, wie jemand auf die Idee kommen konnte, die zur BZL zu machen... Mein dringende Warnung: Wechselt nie zu diesem Laden!
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nun es wird oft persönlich hier geschrieben, was aber widerum zeigt,daß etwas passieren sollte.Die Mitarbeiter sind geladen weiter... Nachdenklicher 12. März 14:37
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Gibt es ganz klar, nur Du solltest dann Deine Fragen etwas genauer stellen. Und was das Besäufnis angeht, nun es war nicht schlecht für Geschädigte un weiter... auch ein Betroffener 11. März 11:31
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Es gibt Firmen ! Da stellt die Betriebsführung ein Extra-Team ein .Arbeitszeit von 9.00 bis 21. weiter... ludwig vogt 10. März 15:15