TVöD
Dienstag 15. Februar 2005
Rainer Nehring zum Thema TVöD
TVöD, Erfolg oder Misserfolg, fest steht, am 1. Oktober 2005 wird das neue Tarifrecht im öffentlichen Dienst eingeführt.
So hat es die Bundestarifkommission mit 80 Ja, 32 Neinstimmen und 5 Enthaltungen beschlossen.
Ich möchte das an dieser Stelle nicht bewerten, mich würde vielmehr eure Meinung dazu interessieren.
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Evelyn Freer . Mittwoch 16. Februar 2005 07:46
Ich finde den Abschluß sehr gut, mehr hätte man bei der jetzigen politischen Lage garnicht herausholen können. Meine Erwartungen sind übertroffen worden. Entlich sind die neuen Bundesländer stärker berücksichtigt worden. Die verhandlungen waren sehr hart.
Danke an die VerhandungsKomision von verdi
Thomas Gerber . Donnerstag 17. Februar 2005 12:19
Ich frage mich doch, was für einen Abschluss Frau Freer meint. Juhu: Sonderzahlungen von je 300,- Euro in 2005, 2006u. 2007. Aber leider nur im Tarifbereich West. Urlaubs- und Weihnachtsgeld zusammengefasst als Jahressonderzahlung. Super Idee - doch im Tarifbereich Ost gibt´s davon nur 75%. Und wenn ich dann noch die Angleichung von Einkommen und Arbeitszeit sehe, frage ich mich, wofür Sie sich bei Verdi bedankt.
H. Grabowski . Donnerstag 17. Februar 2005 15:05
Leider muss ich Herrn Gerber da zustimmen. Untere und mittlere haben jetzt noch weniger Aufstiegsmöglichkeiten als vorher. Für eine so lange Verhandlungszeit ist erstaunlich wenig dabei herausgekommen. Man sollte realistisch sein und von einem Verhandlungsmisserfolg reden. Schade, aber es war auch leider nichts anderes zu erwarten.
H. Müller . Donnerstag 17. Februar 2005 15:58
Ich betrachte das Ergebnis der Tarifrunde 2005 als Mißerfolg. Über Jahrzente der Tätigkeit im öffentlichen Dienst erworbene Ansprüche werden nun auf einen Schlag wegradiert (Lohnfortzahlung usw.). Mit der Zusatzversorgung hatte man den Anfang gemacht und sich als Gewerkschaft über den Tisch ziehen lassen. Ich werde keiner Gewerkschaft mehr beitreten, wofür auch?!
ludwig vogt . Freitag 18. Februar 2005 11:44
wer das ergebnis der Tarifrunde als Mißerfolg bewerdet solte die schwerpunkte aufzeigen. nüchtern betrachtet gibt es im TDL bereich keinenTV mehr wo die AG ihn gekündigt haben,42 std woche urlaubsgeld und sonder zahlung weg ein Aufschrei der Beschäfdigten,oder gar eine Demo. die nennenswert ist vermisse ich.Die Tarifrunde 2005 ist nicht für alle zufriedenstellen aber wir haben ein Tarifvertrag.und einige Schwerpunkte zu nennen 1.Besitzstand 2.Ost-West Angleichung 92,5% bis 2007 auf 97% .Arbeitszeit Bund 1 std weniger im Osten um einige Punkte zu nennen wer da von Mißerfolg spricht in der heutigen Zeit der muß gut aufgestellt sein und streiken .macht doch mal eine umfrage im Betrieb wer bereit ist wegen dem schlechten TV ÖD Ergebnis auf die Str zu gehen....und eins möchte ich noch sagen ohne Gewerkschaft hätten wir kein Ergebnis.....
M. Becker . Freitag 18. Februar 2005 12:07
Für eine echte Bewertung fehlen für mich die Vorgaben für eine Überleitung der bisherigen Arbeitnehmer in das neue Tarifsystem.
Klaus Köhler . Freitag 18. Februar 2005 14:12
Es hat doch tatsächlich keine Einkommensverbesserung gegeben.300Euro Sonderzahlung und dann noch in Raten....
Unser Realeinkommen ist nicht gestiegen und durch die Mehrarbeit eigentlich doch gesunken.Es wird durch die neue Entgeldtabelle keine Einkommesverluste geben, sagt die Gewerkschaft. Aber Fakt ist doch das noch viel nachverhandelt werden muss, in der sog, Redaktionellen Nachbearbeitung. Im gestrigen Chat bei Verdi gab es auch noch viele Fragezeichen.
Ludwig . Sonntag 20. Februar 2005 13:09
Mich wundert, dass bislang Ver.di noch kein detailliertes Verhandlungsergebis zur Verfügung stellt. Das lässt tief blicken! Niegends steht klar, dass es einen Besitzstand gibt und der TVöD nur für Neueinstellungen Gülitgkeit hat. Außedem sind Fragen bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall offen. Wie sieht es bei den Kollegen aus, die privatversichert sind und deren private Krankenversicherung erst nach 6 Monaten einspringt? Wie sieht es mit den Kollegen aus, die im Rahmen des Rat-TV um eine Vergütungsgrupe herunter gruppiert wurden und den Differenzbetrag als Zuschuss erhalten?
S. Kaub . Dienstag 22. Februar 2005 21:21
Ich persönlich sehe die Tarifeinigung als Erfolg - zumindest für die Arbeitgeberseite. Ich muss eine halbe Stunde pro Woche mehr arbeiten - das sind im Jahr ca. 2,5 Tage unbezahlte Mehrarbeit. Außerdem haben meine Frau und ich im nächsten Jahr ein Kind geplant.
Aber die rund 90 Euro Kinderzuschlag fallen ja auch weg ab 2006 - schon wieder Verlust für mich. Und zur Belohnung wird das Weihnachts-und Urlaubsgeld gekürzt. Aber freuen soll man sich über die 3x300Euro Eimalzahlung. Juhuu. Da kurbel ich doch gleich mal tierisch die Wirtschaft mit an.
Allein das der Kinderzuschlag wegfällt ist schon eine Frechheit gegenüber allen die evtl. noch ne Familie gründen wollen.
Der ÖD koppelt sich immer weiter von de allgemeinen Lohnentwicklung ab. Vielen Dank ver.di
Wenn die Arbeitgeber schon einen Tarifabschluß begrüßen und Loben, dann kann für die Arbeiter schon nix ordentliches rauskommen.
Wie gesagt - ein voller Erfolg - für die Arbeitgeber.
enttäuschter . Dienstag 22. Februar 2005 22:33
Das der "Besitzstand" als großer Erfolg verkauft wird, zeigt, wofür das die Gewerkschaft hauptsächlich die Interessen derjenigen mit Arbeit gegen diejenigen ohne Arbeit vertritt. Endlich sind auch die Familienzuschläge weg, bekanntlich leben in Deutschland ja zu viele Kinder. TV-ÖD- Nach mir die Sintflut.
R.Hecht . Mittwoch 23. Februar 2005 11:46
Irgenwie verstehe ich die Welt nicht mehr, war denn die Rede davon, dass wir "mehr" bekommen sollen?! Einsparungen waren doch vorprogrammiert. Gesamtpolitisch müßte doch was passieren. Das die AG-Seite mit den hohen Lohnnebenkosten an Sparen denken muß ist nachvollziehbar. Wenn ich mir angucke, was ich ab nächstes Jahr als Alleinerziehende für Steuerabzüge habe, wird mir übel. Wer hätte noch vor dem Euro 2,-- DM für einen Liter Benzin hingelegt?! Die Stimmen hierzu sind verdammt leise. Es finden sich sicher noch genügend Beispiele. Also stimmt doch an unserem gesamten System etwas nicht.
Aber ist es nicht so, dass wir (AN) ein verdammt hohes Anspruchsdenken haben. Müßte da nicht endlich auch etwas passieren. Und zu unserer Anspruchshaltung könnten auch einige Beispiele aufgeführt werden. Tatsache ist, es wird noch WZ geben !! Meine Meinung hierzu, ich bin bereits 20 Jahre im öffentli. Dienst, hätte man auch die Unkündbarkeit kippen können und das Weihnachtsgeld von der Wirtschaftlichkeit (sehe natürlich das Problem der öffentl. Dienstherrn, bei denen keine G+V vorliegt) der "Einrichtung" abhängig machen können. Und mit der Arbeitszeitverlängerung hat der kein Problem, der sowieso nicht auf jede 5 Minuten geachtet hat.
Peter Martens . Freitag 25. Februar 2005 10:15
Der TVöD wird voraussichtlich dazu führen, dass ein Großteil der Beschäftigten über Jahre hinaus keine echten Tariferhöhungen mehr erhalten wird. Dies folgt daraus, dass mit sehr vielen Besitzständen zu rechen ist und diese sicherlich durch Tariferhöhungen abgeschmolzen werden müssen. Das bedeutet, dass die Einkommen über Jahre stagnieren werden. Besonders betroffen werden die Beschäftigten des Bundes sein, da es für diesen Bereich, zumindest ab der Entgeltgruppe 9, keine 6. Entwicklungsstufe mehr gibt. Dies ist insbesondere aufgrund der Altersstruktur in der Bundesverwaltung ein katastrophales Tarifergebnis. Darüber hinaus wird die Abschaffung der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bis zum Ende der 26. Kalenderwoche für die freiwillig/privat Versicherten zu weiteren Einkommensverlusten führen.
Da weder die Gewerkschaften noch das zuständige BMI bisher weitere Details offenlegen, sind bestimmt noch einige "Gemeinheiten" zu erwarten.
Werner Appel . Freitag 25. Februar 2005 23:17
Ob der neue TVöD seine Erwartungen erfüllen wird, bleibt für mich fraglich, weil noch zu viele Fragen offen sind. Zu begrüßen ist sicherlich die Abschaffung des BAT, hoffentlich kommen zu den viel zitierten vorhandenen 70 TSD Regelungen nicht weitere 10 TSD wegen Übergangs- und sonst welchen Sonderregelungen (z.B. Leistungszulage) hinzu. Etwas befremdend finde ich die z.B. die Regelung für das Weihnachtsgeld, die zu den oberen Gehaltsgruppen abnimmt, wodurch begründet ?
Einer der Vorredner hob zu Recht das manchmal zu hohe Anspruchsdenken hervor, da kann ich nur zustimmen. Außerdem würde es mir arg missfallen, wenn es weiterhin so bleiben würde, dass in einem Zimmer der eine in Arbeit ertrinkt und der andere die Füße hochlegen kann, tarifvertraglich abgesichert versteht sich (in Realität arrangieren sich die meisten AN viel besser selber, als es der Tarifvertrag erlauben würde...). Hier muss die reale Flexibilität in den Köpfen der AG und AN auch in den TVöD rein. Entscheidend muss doch sein, dass die Arbeit in bestmöglicher Zeit erledigt wird, idealerweise zum Wohl der Kunden.
Erich Meier . Montag 28. Februar 2005 11:16
Der Tarifabschluss ist jetzt schon fast 3 Wochen da und die ersten Ergebnisse und Tabellen sind bekannt. Somit legen sich auch die ersten Emotionswellen.
Meine Meinung ist: ich bin seit dem letzten Tarifabschluss (2003) mit der Prozessvereinbarung Befürworter des TVöD. Dass nicht nur die jeweils besten Bestimmungen aus dem Arbeiter und Angestelltenbereich übernommen werden, dass musste jedem vorher klar sein. Es gab zuviele Unterschiedliche Regelungen und Ungerechtigkeiten und außerdem zuviele "Altlasten" in den Tarifverträgen, die nicht mehr in die heutige Zeit passen. Sodass alles auf einen Schlag modernisiert werden kann.
Positiv Denken!! Wer jetzt bemerkt, dass er etwas weniger oder nicht mehr bekommt sieht nun, dass es andere evtl. noch nie bekommen haben.
Das Grundgerüst für den TVöD ist da und ich halte es für so stabil, dass es genauso lange hält wie seine Vorgänger (BAT und Manteltarifverträge).
Schröder . Mittwoch 2. März 2005 08:46
Falls dieser TV auch so für die Länder abgeschlossen wird, bin ich längste Zeit Verdi Mitglied gewesen! Durch den neuen TV hätte ich bis zum 65 Lebensjahr einen Verlust von fast 40.000 ¤. Noch nicht eingerechnet sind die Verluste durch die Einmalzahlung von UrlaubsWeihnachtsgeld und die längere Arbeitszeit! Schönen Dank!
Rainer Nehring . Mittwoch 2. März 2005 09:09
Ein Satz zu dem Kommentar vom Kollegen Schröder.
Ich halte es für unwahrscheinlich das ein Kollege oder Kollegin durch die Überleitung
und den Strukturausgleich im weiteren Verlauf seines Arbeitslebens 40.000 ¤ Einkommensverlust
hat.
Es ist schnell dahin geschrieben ohne das es Nachvollziehbar ist.
Ich würde dir Raten dich bei verdi noch mal zu Informieren.
Stefan Schelp . Samstag 5. März 2005 21:33
die Kritiker sollten mehr von der gewerkschaftlichen Historie kennen. Dann wüßten sie, Erfolge werden nur
in Zeiten mit Arbeitskräftemangel erreicht. Die Verelendungstheorie aus dem 18. Jahrhundert hat immer noch ihre Gültigkeit. Man muß heute die Absicherung des Erreichten schon als Erfolg verbuchen, selbst wenn es in Teilbereichen zu Substanzverschiebungen kommt, die den Einen härter trifft als alle Anderen. Das als Grund für einen Ausstieg zu nennen ist einfach dumm und für die Gewerkschaftsbewegung tödlich.
A.Kawa . Dienstag 8. März 2005 15:58
Die verdi sollte sich mal langsam überlegen sich von sich selbst aufzulösen, da sie generell gar keinen ehrenwerten Dienst mehr erbringt.
Beweise:
zu Aufgaben einer Gewerkschaft sollte Folgendes gehören:
a) Erstellung eines Arbeitsvertrages, die nun mal jeder sofort und auf Anhieb versteht. Ich bin zwar selbst von diesen Vertrag nicht betroffen, dennoch versteht zum Beispiel meine Frau nicht ein einziges Wort aus dieser Vereinbarung;
b) bei genauen Hinsehen entpuppt sich der Vertrag meiner Meinung nach als gigantischer Lohneinschnitt - insofern ich davon ausgehe, daß eine Entgeltgruppe 06 von damals ebenfalls die Entgeldgruppe 06 von heute ist.
Da im Krankenhausbereich der Ortzuschlag gestrichen wird - bedeutet das eine Lohneinbuße von mindestens 400 Euro.
----------------------------------------------------
Dann gilt noch ein Punkt den man immer berücksichtigen sollte: aus unerfindlichen Gründen wird in Deutschland immer der ältere Mitarbeiter finanziell bevorzugt. De facto ist das aber ein Mitarbeiter der für gewöhnlich nicht mehr zu bewegen ist.
Das ist ein Fakt der sich über alle Bereiche wie ein Blutfaden zieht. Dieser Mitarbeiter hat aber nach der Tabelle im Schnitt 500 bis 600 Euro mehr in der Tasche als ein Berufsanfänger der eben sich die Mühe macht die geforderte Leistung zu erbringen.
Man vergleiche das mal mit dem europäischen Newcomer Polen - dort - wenn ein Arbeitgeber schwedisch als Fremdsprache verlangt wird diese sofort
in Abendstunden erlernt - selbst von angestellten die 55 oder 60 Jahre alt geworden sind.
In einem deutschen Krankenhaus dagegen, ist eine beschäftigte Krankenpflegekraft nicht dazu zu bewegen eine einfache Injektion zu verbabreichen.
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Imho ist der TVöD nur Augenwischerei - angeblich soll es für "Entwicklung" sorgen, aber in der Tat ist es nur alte Schallplatte neuaufgelegt, mit drastisch zurückgehenden Einkömmen ausgerechnet in den leistungswilligen Gruppen der Berufsanfänger.
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Was die Verelendungstheorie angeht - womit ich zu dem Kommentar von Stefan Schelp überleiten will - diese ist hier als direkte Auswirkung zu ernennen, aber man sollte hier wohl eher auf ein anderes Gebilde ebenfalls hinweisen:
Wer Lohneinbußen zuläßt - als Gewerkschaft - der hat gar nicht verstanden wie eine Volkswirtschaft funktioniert. Anbetracht des deutschen Schuldenberges - der nur durch mehr Konsum noch eine Weile vor sich geschoben werden kann - ist nur die Stärkung der Finanzkraft der Allgemeinheit der Bevölkerung produktiv.
Das bedeutet unter anderen:
1) Verbot der Überstundenleistung und Schaffung neuer Arbeitsplätze;
2) aus Punkt 1) ergibt sich dann Arbeitsverteilung aber zu selber Zeit auch effektive Senkung der Lohnnebenkosten durch Schaffung von mehreren Beitragszahlern;
3) den Punkt 3) muß dannd er Staat entsprechend würdigen in dem er tatsächlich Steuerforderungen auf heutigen Niveau zunächst einmal einfriert.
(sprich: nicht prozentuell rechnen sondern absolute Steuersumme bennenen und die Fiskalpolitik danach ausrichten.
Nur auf diese Art und Weise ist Deutschland in den nächsten Jahren tatsächlich vor dem Staatsbankrott zu retten. Es war in übrigen schon immer klar; die Bundesrepublik ist Hochlohnland
wie auch Hochsteuerland. Im Gegensatz zu den kompletten Niedriglohnländern und Niedrigsteuerländern (auch in der EU).
Dass ein Angleichen der Lohnverhältnisse schon immer zu erwarten war, sollte keiner ernshaft in Frage stellen. Es ist keinesfalls so, daß ein deutscher Schloßer einen Anspruch auf 10fachen Lohn eines polnischen Handwerkers hat, wobei nachweislich der letzte mehr leistet.
Das selbe gilt für Angestellte des öffentlichen Dienstes.
Jedenfalls ist der TVöD nichts Anderes als Augenwischerei - insofern man es als Errungenschaft feiert. Verdi kann zwar gegen paar Arbeitgeber ankämpfen, aber nicht gegen die Realität - und das sollte man dem Beitragszahler zur Abwechslung
mal sagen.
Keine Sorge - bei den Unzahl der bisher ausgesprochenen Lügen (von wegen mehr Sicherheit, mehr Geld für mehr Leistung usw.) wird die "verwirrte" Allgemeinheit sowieso nicht wissen ob sie daran zu glauben hat oder nicht.
Dabei ist eines unmißverständlich klar:
es sind die Gewerkschaften mit ihren Lohnforderungen für den Untergang Deutschlands - zusammen mit völlig verfehlter Steuerpolitik der beiden Volksparteien CDU und SPD dafür verantwortlich was in den nächsten 12-15 in Deutschland absolut unerbittliche Realität sein wird.
Wilhelm Koppelmann . Sonntag 13. März 2005 12:33
Ich bin mir zwar auch nicht sicher, ob wir zur Zeit unsere Kolleginnen und Kollegen zu Streikaktionen hätten führen können. Gründe hierfür sind meiner Meinung nach die ungenügende Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussion um das neue Tarifrecht. Dies war aus welchen Gründen auch immer scheinbar nicht gewollt.
Ich habe als Mitglied der Tarifkommission gegen den Abschluss gestimmt. Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Man kann nicht die Arbeitszeit - zu Recht - als Tabuthema bezeichnen und dann mit den Regelungen für den Bund und den regionalen Öffnungsmöglichkeiten für die Kommunen das genaue Gegenteil tun.
2. Die Einführung der Niedriglohngruppe, die noch in der Endhöhe unter dem von uns geforderten Mindestlohn liegt.
3. Die sog. "Privatisierungsschutzregelung", nach der die Entgeltgruppen 2-4 in die unterste Entgeltgruppe abgesenkt - ohne Besitzstandsregelung - werden können, wenn die Arbeitgeber Betriebsteile privatisieren wollen und gegen dieses Vorhaben mit ver.di ein Tarifvertrag darüber abgeschlossen wird.
Und schließlich reden wir immer von Besitzstandsregelungen - und das doch wohl nur deshalb, weil die neu Beschäftigten massive Verschlechterungen in Kauf nehmen müssen. Mit dem Ergebnis einer gespaltenen Belegschaft, die sicherlich schwieriger in Auseinandersetzungen zu führen sein wird als dieses selbst heute möglich ist.
Der Wert der Ware Arbeitskraft wird also abgesenkt. Man frage mal bei unserer wirtschaftspolitischen Abteilung nach, ob das volkswirtschaftlich so sinnvoll ist. Aber diese Abteilung macht ja auch nur die Theorie, während Kurt Martin für die Praxis zuständig ist.
H. Hensel . Dienstag 19. April 2005 13:21
Hier wurden die Interessen - insbesondere der von Krankheit betroffenen Kollegen - einfach "verraten". 60 % der AN im öD hatten bisher eine Lohnfortzahlung von 26 Wochen. Diese wird jetzt auf sechs Wochen reduziert. Wunderschöne Besitzstandswahrung. Da ist die Erhöhung der Zuschußregelung auf 39 Wochen doch eine sehr gute Regelung für die Arbeitgeber. Wer sich so über den Tisch ziehen läßt, sollte wirklich stolz über das Ergebnis sein.
Pfeiffer . Donnerstag 19. Mai 2005 17:31
Auch ich bin sauer, für mich fallen zukünftige Ortszuschläge weg.
Heirat und Kinder sind erst noch geplant.
Wenn ich es richtig verstanden habe, werde ich bei einem Arbeitgeber in die Stufe 1 zurückfallen. Was sind das für Perspektiven für jünger AN, die sich auf eine andere Stelle bewerben möchten, weil beim jetzigen AG keine passende Stelle für bessere Qualifikationen frei ist??
Vielleicht kann mir auch irgendeiner erklären, was das positive ist?
Kann ich jetzt durch Engagement leichter in eine höhere Entgeltgruppe aufsteigen oder gibt es da zulagen?
Wo sind meine Perspektiven?
Andy . Donnerstag 2. Juni 2005 22:39
TVÖD ja oder nein?
Hier kommt das Ergebnis:
Ja für Arbeitgeber
Nein für Angestellten und Arbeiter
Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und genau (mit den derzeit bekannten Erkenntnissen) eine Hochrechnung für die nächsten 15 Jahre gemacht.
Dabei habe ich den BAT (VKA) gegenüber den TVÖD gestellt (ohne eventl. Tariferhöhungen). Berücksichtigt habe ich Stufensprünge, Bewährungsaufstiege sowie die neuen Entwicklungssprünge!
Als fiktive Annahme habe ich bei der Berechnung ein Hochzeit im Jahre 2011 (Person ist dann 30 Jahre alt) sowie die Geburt eines Kindes im Jahre 2012 dazu gerechnet.
Die Person hat nach BAT (VKA) einen Bewährungsaufstieg von Vc nach Vb (Vollzeitstelle) zum 01/2009 (Hälfte der vierjährigen Bewährungszeit zum 01.10.2005 noch nicht erfüllt). Sie ist 24 Jahre jung.
Hier die Jahreszahlen falls der Bewährungsaufstieg nach TVÖD nicht mehr angerechnet wird, da die Hälfte der Zeit des Bewährungsaufstieges noch nicht erreicht ist (Entgeltgruppe 8)
Jahr BAT TVÖD Ersparnis für Arbeitgeber pro Jahr
2006 35.021,53 35.108,32 -86,79
2007 34.939,70 35.036,67 -96,97
2008 35.110,91 36.272,79 -1.161,88
2009 40.502,41 36.272,79 4.229,62
2010 40.595,71 36.613,36 3.982,35
2011 43.425,05 37.725,87 5.699,18
2012 44.981,86 37.725,87 7.255,99
2013 46.083,15 37.725,87 8.357,28
2014 46.176,4 37.852,01 8.324,39
2015 47.277,83 39.340,40 7.937,43
2016 47.371,10 39.340,40 8.030,70
2017 48.472,68 39.340,40 9.132,28
2018 48.534,86 39.340,40 9.194,46
2019 49.269,35 39.419,86 9.849,49
2020 49.269,35 40.357,55 8.911,80
Hier die Jahreszahlen falls der Bewährungsaufstieg nach TVÖD angerechnet wird (Entgeltgruppe 9)
Jahr BAT TVÖD Ersparnis für Arbeitgeber pro Jahr
2006 35.021,53 35.108,32 -86,79
2007 34.939,70 35.036,67 -96,97
2008 35.110,91 36.272,79 -1.161,88
2009 40.502,41 39.017,49 1.484,92
2010 40.595,71 40.228,39 367,32
2011 43.425,05 44.183,98 -758,93
2012 44.981,86 44.183,98 797,88
2013 46.083,15 44.183,98 1.899,17
2014 46.176,4 44.183,98 1.992,42
2015 47.277,83 44.183,98 3.093,85
2016 47.371,10 44.183,98 3.187,12
2017 48.472,68 44.183,98 4.288,70
2018 48.534,86 44.183,98 4.350,88
2019 49.269,35 44.499,32 4.770,03
2020 49.269,35 48.220,30 1.049,05
Die Zahlen sprechen für sich! Alles andere als eine Nullrunde, oder?
Ausschlaggebend für die extremen Werte sind;
dass das Urlaubsgeld ab 2007 wegfällt und das Weihnachtsgeld auf 80% gekürzt wurde.
Weiterhin sind die Alterssprünge nicht mehr alle 2 Jahre sondern am Anfang seine Kariere kürzere und später längere Sprünge vorgesehen. Das sieht man ja sehr gut an den obigen Zahlen, da der Arbeitgeber die ersten drei Jahre mehr Gehalt zahlen muss und ab 2009 für den Arbeitgeber Ersparnisse auf lange Sicht erwirtschaftet.
Sollte ein Bewährungsaufstieg nicht mindestens bis zur Hälfte (Stichtag: 01.10.2005) absolviert sein, so verfällt dieser. In Tabelle eins kann man sehen, welche Einbußen der/die Arbeitnehmer/in dadurch entstehen.
Anmerken muss man gerechterweise noch, dass ich die leistunbezogene Bezahlung bei den einzelnen Berechnungen nicht berücksichtigt worden sind.
Andy . Donnerstag 2. Juni 2005 22:39
TVÖD ja oder nein?
Hier kommt das Ergebnis:
Ja für Arbeitgeber
Nein für Angestellten und Arbeiter
Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und genau (mit den derzeit bekannten Erkenntnissen) eine Hochrechnung für die nächsten 15 Jahre gemacht.
Dabei habe ich den BAT (VKA) gegenüber den TVÖD gestellt (ohne eventl. Tariferhöhungen). Berücksichtigt habe ich Stufensprünge, Bewährungsaufstiege sowie die neuen Entwicklungssprünge!
Als fiktive Annahme habe ich bei der Berechnung ein Hochzeit im Jahre 2011 (Person ist dann 30 Jahre alt) sowie die Geburt eines Kindes im Jahre 2012 dazu gerechnet.
Die Person hat nach BAT (VKA) einen Bewährungsaufstieg von Vc nach Vb (Vollzeitstelle) zum 01/2009 (Hälfte der vierjährigen Bewährungszeit zum 01.10.2005 noch nicht erfüllt). Sie ist 24 Jahre jung.
Hier die Jahreszahlen falls der Bewährungsaufstieg nach TVÖD nicht mehr angerechnet wird, da die Hälfte der Zeit des Bewährungsaufstieges noch nicht erreicht ist (Entgeltgruppe 8)
Jahr BAT TVÖD Ersparnis für Arbeitgeber pro Jahr
2006 35.021,53 35.108,32 -86,79
2007 34.939,70 35.036,67 -96,97
2008 35.110,91 36.272,79 -1.161,88
2009 40.502,41 36.272,79 4.229,62
2010 40.595,71 36.613,36 3.982,35
2011 43.425,05 37.725,87 5.699,18
2012 44.981,86 37.725,87 7.255,99
2013 46.083,15 37.725,87 8.357,28
2014 46.176,4 37.852,01 8.324,39
2015 47.277,83 39.340,40 7.937,43
2016 47.371,10 39.340,40 8.030,70
2017 48.472,68 39.340,40 9.132,28
2018 48.534,86 39.340,40 9.194,46
2019 49.269,35 39.419,86 9.849,49
2020 49.269,35 40.357,55 8.911,80
Hier die Jahreszahlen falls der Bewährungsaufstieg nach TVÖD angerechnet wird (Entgeltgruppe 9)
Jahr BAT TVÖD Ersparnis für Arbeitgeber pro Jahr
2006 35.021,53 35.108,32 -86,79
2007 34.939,70 35.036,67 -96,97
2008 35.110,91 36.272,79 -1.161,88
2009 40.502,41 39.017,49 1.484,92
2010 40.595,71 40.228,39 367,32
2011 43.425,05 44.183,98 -758,93
2012 44.981,86 44.183,98 797,88
2013 46.083,15 44.183,98 1.899,17
2014 46.176,4 44.183,98 1.992,42
2015 47.277,83 44.183,98 3.093,85
2016 47.371,10 44.183,98 3.187,12
2017 48.472,68 44.183,98 4.288,70
2018 48.534,86 44.183,98 4.350,88
2019 49.269,35 44.499,32 4.770,03
2020 49.269,35 48.220,30 1.049,05
Die Zahlen sprechen für sich! Alles andere als eine Nullrunde, oder?
Ausschlaggebend für die extremen Werte sind;
dass das Urlaubsgeld ab 2007 wegfällt und das Weihnachtsgeld auf 80% gekürzt wurde.
Weiterhin sind die Alterssprünge nicht mehr alle 2 Jahre sondern am Anfang seine Kariere kürzere und später längere Sprünge vorgesehen. Das sieht man ja sehr gut an den obigen Zahlen, da der Arbeitgeber die ersten drei Jahre mehr Gehalt zahlen muss und ab 2009 für den Arbeitgeber Ersparnisse auf lange Sicht erwirtschaftet.
Sollte ein Bewährungsaufstieg nicht mindestens bis zur Hälfte (Stichtag: 01.10.2005) absolviert sein, so verfällt dieser. In Tabelle eins kann man sehen, welche Einbußen der/die Arbeitnehmer/in dadurch entstehen.
Anmerken muss man gerechterweise noch, dass ich die leistunbezogene Bezahlung bei den einzelnen Berechnungen nicht berücksichtigt worden sind.
B. Mühlberg . Mittwoch 8. Juni 2005 09:39
Hallo zusammen,
ich glaube, es gibt noch einen Punkt, der bisher zu wenig (bzw. gar keine) Beachtung fand:
Die bestehenden BAT-Dotierungen werden in der Summe in etwa überführt
werden, doch bleibt leider völlig außer acht, dass bei einem Stellenwechsel
dramatische Verschlechterungen bevor stehen.
Ein Beispiel: bisher BAT IVa wird übergeleitet in E10, bei einer
Betriebszugehörigkeit von beispielsweise 10 Jahren wird die Zuordnung in
Entwicklungsstufe 5 erfolgen und damit die Dotierung 3.380 Euro betragen.
Bewirbt sich diese Person auf eine höhere Stelle, also
beispielsweise nach E11, so erfolgt die Einstufung in die Stufe 2 (= 2.700
Euro) oder bei guter individueller Verhandlung in Stufe 3 (= 2.900 Euro). In
beiden Fällen handelt es sich trotz Aufstieg und damit sicherlich auch
verbundener zusätzlicher Verantwortung (Leitung einer Bibliothek) um eine
Gehaltseinbuße von 20 bzw. 14 %. Wenn sich eine Kommune also durchringt, die
freie Stelle wiederzubesetzen, so ist sie verständlicherweise um Einsparung
bemüht, wird also wenig Spielraum für Verhandlungen bieten (können).
Durch den neuen Tarifvertrag werden also Aufstiege finanziell so
unattraktiv, dass man eher festgenagelt wird an der bisherigen Position und
die beschworene Flexibilität mindestens erschwert wird.
Abhilfe würde nur geschaffen werden können, wenn ein stufengleicher
Aufstieg möglich würde, also von E10, Stufe 5 auf E11, Stufe 5.
Noch eine weitere Folge des Tarifvertrages: für Gehälter ab E9 (BAT Vb) wird
die jährliche Einmalzahlung (Weihnachts- und Urlaubsgeld) nicht 90 sondern
nur 80 % betragen, ab E13 (BAT II) sogar nur noch 60 %. Das ist sicherlich
nicht gerecht, wenn auch noch am ehesten zu verschmerzen.
noch weitere Beispiele:
BAT VII = TVöD Entgeltgruppe 5, nach 10 Jahren = 2.135 Euro, nach Aufstieg
in die höhere Entgeltgruppe 6, Stufe 3 (also schon mit gutem
Verhandlungsgeschick!) = 2.060 Euro. Diese Mitarbeiterin verliert also 75
Euro = 3,5 % des Gehalts durch Aufstieg.
BAT Vb = TVöD Entgeltgruppe 9, nach 10 Jahren = 2.980 Euro, nach Aufstieg in
die höhere Entgeltgruppe 10, Stufe 3 (also auch Verhandlungsgeschick und
erfolg unterstellt) = 2.800 Euro. Verlust trotz Aufstiegs von 180 Euro = 6
%.
BAT II = TVöD Entgeltgruppe 13, nach 10 Jahren = 4.090 Euro, nach Aufstieg
in die höherer Entgeltgruppe 14, Stufe 3 (Verhandlungserfolg) = 3.600 Euro.
Verlust bei Aufstieg 490 Euro = 12 %.
Es wäre sehr wünschenswert, wenn nicht nur die Besitzstandswahrung sondern vielmehr die Chance eines Wechsels mehr Beachtung finden würde bei den Verhandlungen.
VER.DI: bitte arbeiten Sie hier noch nach!!
Danke!
Carsten . Mittwoch 8. Juni 2005 10:00
Hallo!
Als wissenschaftlischer Angestellter im Bundesdienst (37 Jahre, BAT Ib) bedeutet für mich der TVöD in Zukunft einen herben Einkommensverlust.
Nach den bisher "offiziell" vorliegenden Zahlen ("Strukturausgleich"???) werde ich in einigen Jahren 4360 /Monat bekommen. "Angetreten" zum Staatsdienst bin ich unter dem "Werbeversprechen", dass sich Vergütung+Ortszuschlag (verh., 2 Kinder) mit 47 Jahren auf 4827 /Monat belaufen werden. Rechnet man das gekürzte Weihnachtsgeld noch drauf, kommen da 7300 /Jahr an Verlust zusammen.
Mit einem Zinssatz von 5% wären das bei ca. 20 Jahren bis zur Rente über 200000 Verlust!
Irgendwas kann hier nicht stimmen.
Gruß, Carsten
Ralf . Dienstag 21. Juni 2005 22:37
Hallo,
bei den Beispielen von Herrn Mühlberg fehlt der wichtige Hinweis, dass dieses Problem immer nur bei einem Arbeitgeberechsel auftritt, wenn man z.B. in der gleichen "Firma" aufsteigt, bleibt die Stufe ja gleich. Da sollte aber auf jeden Fall trotzdem nachgebessert werden, da sonst wohl kaum noch jemand den Arbeitgeber wechseln will.
Mich selbst betrifft eine andere Ungerechtigkeit. Ich werde durch das Vergleichsentgelt so unglücklich einsortiert, dass mit dem Wechsel der Stufe zum 01.10.2007 (1 Stufe höher) gerade mal 50 Euro brutto für mich herausspringen. Das heißt ich werde in die E11 Stufe 3 mit einer persönlichen Zulage von ca. 250 Euro einsortiert und springe dann in die Stufe 4, die für mich dann gerade mal 50 Euro ausmacht. Hätte ich 6 Monate früher Geburtstag, würde ich gleich in die Stufe 4 einsortiert (persönliche Zulage ca. 10 Euro) und würde dann am 01.10.2007 in die Stufe 5 (Endstufe) springen. Ich finde dies ziemlich ungerecht. Bei meinen Rechnungen finden sich viele ähnlich "gemeine" Fälle. Eine Regelung wie zwischen Stufe 2 und 3 (Einsortierung in die höhere, wenn man dort direkt dran liegt) und dafür erst Aufstieg nach 3 Jahren wäre auch bei den anderen Stufen absolut gerechter. So verändern sich für mich meine damaligen Einkommensaussichten sehr, zumal beim Bund in den höheren Entgeltgruppen auch die Endstufe geringer ausfällt (Stufe 6 gibt es dort ja nicht mehr). Außerdem fallen bestimmte Zulagen 2007 weg, womit sich für mich persönlich dieser Tarifvertag überhaupt nicht rechnet. Ich bin ziemlich deprimiert, zumal es hieß, dass besonders Jüngere profitieren sollen. Meine Betriebszugehörigkeit ist somit auch völlig egal, denn nicht so lange der Firma zugehörige Kollegen mit geringeren Einkommensgruppen, die durch das Vergleichsentgelt besser eingruppiert werden, ziehen so mal eben locker vorbei. Erst in 4 Jahren nach 10/2007 werde ich diese wieder einholen. Irgendjemand hat da scheinbar ein paar Sachen nicht beachtet. Hoffentlich fällt es so wie bei Hartz IV irgendjemanden hinterher auf und es wird gerechter.
Ich sehe übrigens schon die ersten Kollegen zum Standesamt watcheln, um mit dem höheren Ortzuschlag (Stufe 2) das Vergleichsentgelt gerade zu rücken. Leider geht das bei mir nicht mehr, sonst hätte ich das getan ! Ich glaube nicht, dass das so gewollt war !
Ein ziemlich deprimierter Ralf !
Erwin . Freitag 24. Juni 2005 09:51
Mich würde mal interessieren, wie die Gewerkschaften den Wegfall der Entgeltfortzahlung bis zur 26 Kalenderwoche begründen!? Ich bin jetzt 51 Jahre und privat versichert. Erstens könnte ich mir die Versicherung des Krankentagegeldes ab der 7. Kalenderwoche gar nicht leisten - und zweitens welche Krankenkasse versichert überhaupt noch Personen ab diesem Alter.
Marga . Samstag 25. Juni 2005 13:33
Ich habe am 01. Juli die hälfte meiner Bewährungszeit erfüllt, um in die VerGr. IVb zu kommen. Jedoch bin ich seit Anfang Mai krank und ich gehe davon aus, dass ich nicht vor Mitte August meine Arbeit aufnehmen werde. Werden die Krankheitstage auf die Bewährungszeit angerechnet? Dann würde ich wohl in die 9 Stufe 4 und nicht in die Stufe 5 kommen. Wer kann mir da weitere Informationen geben?
Franklin . Dienstag 28. Juni 2005 20:33
Den neuen TvöD finde ich Gut weil: besser als der alte BAT mit den unterschiedlichsten Konstellationen für "Altverträgler" und der Willkür durch die öffentlichen Arbeitgeber durch die Kündigung einzelner Tarifvertragsteile, mit der Wirkung, dass alle "Neuverträgler" längere Arbeitszeiten und weniger oder gar keine Zuwendungen erhalten.
Einheitliche Beschäftigungs und Einkommensregelungen für einen großen Bereich des öffentlichen Dienstes sind auch ein Ziel, allein ich fürchte, er wird durch die öffentlichen Arbeitgeber ohne Not wieder kaputt gemacht, wenn diese die 38,5 Stunden Woche des TVöD kündigen sollten.
Ich hoffe, dass einige Politiker, insbesonders Bürgermeister und Ministerpräsidenten erkennen, dass Tarifverträge ein Stück Sicherheit und Stabilität den davon Betroffenen geben und nicht jeden Tag der Beliebigkeit preisgegeben werden dürfen.
Nun ja, wir haben ja bald die Qual der Wahl: oder nicht oder wohl oder doch?
Kai Dolgner . Dienstag 5. Juli 2005 12:10
Hm der neue TvÖD bedeutet für mich (wenn er denn von den Ländern übernommen wird), dass ich bis zur Rente 71.000 Euro weniger verdienen werde (bei Renteneintrittsalter 65), da ich 35, vh, BAT Ib keinen Strukturausgleich bekommen werde (und da ist die Kürzung des Weihnachtsgeldes noch nicht mal mit drin). Ja die Rechnung stimmt, ist ja auch nicht so schwer.
Da müßte ich doch eigentlich für den alten BAT streiken ;-). Im Ernst, ich verdiene ja nicht schlecht und in anderen Branchen sind die Einkommensverluste noch höher, aber wir sollten aufhören den Kollegen zu erzählen, dass dass der neue Tarif für sie keine Verluste bedeutet, sondern dass er das Beste ist, was zur Zeit (auch mit unserem Organisationsgrad(!)) "herauszuholen" ist.
Franklin . Dienstag 5. Juli 2005 22:55
Hallo Kai Dolgner !
Du gehörst wie Ich zu den sogenannten "Altverträglern" die noch in der Nachwirkung den alten BAT als Grundlage haben. Der ist, bedenke dass, bald nichts mehr Wert. Was hält die Länder davon ab, den BAT ganz zu kündigen, dann haben die öffentlichen Arbeitgeber bei Neueinstellungen nur noch die gesetzlichen Mindestnormen zu beachten, alles andere wird dann der Marktlage (oder sollte ich sagen der Willkür)
unterworfen. Mangels Streikfähigkeit wird die alte BAT-Tabelle der Länder nicht mehr erhöht. Mit BAT Ib hast Du auf dem Papier die 38,5 Stundenwoche. Tatsächlich arbeitest Du für umsonst mehr, weil keine neuen Mitarbeiter eingestellt werden und es ja auch so geht. Ich persönlich weine dem alten BAT, wenn er denn bei meinem Arbeitgeber durch den TVöD ersetzt wird, keine Träne nach: denn nur mit dieser neuen Tarifvertraglichen Grundlage wird es im öffentlichen Dienst weitere Entwicklungen geben und natürlich auch Tariferhöhungen, welche bei Deiner Rechnung zu Berücksichtigen sind.
M. Weber . Donnerstag 14. Juli 2005 22:28
Ich finde es schon bemerkenswert, das ich bei meinem Arbeitgeberwechsel von 4b nach 4a aufsteige und am 1.10 mit rund 800 weniger anfange - konkret: Arbeitsbeginn ab 1.10 bedeutet 2300 Brutto, auf den ehemaligen Stufen BAT 4b-4a, nun Stufe 10.
Meine 5 Jahre im öffentlichen Dienst fallen komplett weg.
Spitzen Tarifabschluss !!!
Angela . Mittwoch 20. Juli 2005 11:20
Es kann doch nicht richtig sein, dass man als 45 jährige Alleinstehende mit Kinde bei einer Neueinstellung bei z.B. einer ehemals BAT Vb Stelle 2800 und nun bei Stufe 9 nur noch 2100 bekommt Aufgrund einer betriebsbedingten Kündigung bin ich gezwungen mich neu zu orientieren und bin fassungslos, dass meine gesammelte Berufserfahrung jetzt im öffentlichen Dienst gar nicht anerkannt wird.
Thorsten . Donnerstag 28. Juli 2005 12:03
Was Verdi da verhandelt hat, ist die größte Frechheit aller Zeiten. Ich habe mich wirklich mit dem Gedanken getragen Verdi beizutreten. Aber nach diesem Tarifabschluß? Nein Danke!
Ich bin beim Land Niedersachsen beschäftigt, mit der Konstellation BAT III / IIa. Der TvÖD ist für uns zwar nicht ausverhandelt, aber Ich gehe davon aus, dass das nur eine Frage der Zeit ist, bis er auch für uns gilt. Ich würde unglaubliche Einkommensverluste im Laufe meines weiteren Berufslebens haben (bin 33). Vielen Dank Verdi für das schlechteste Tarifergebnis aller Zeiten. Ich bete, dass Verdi und die TDL sich nicht einigen und wir den BAT behalten!
Wer nach diesem katastrophalen Ergebnis nicht aus Verdi austritt, dem ist nicht zu helfen!
Franklin . Donnerstag 28. Juli 2005 16:09
Hallo Thorsten !
Hier eine Vergleichsrechnung
BAT IIa Lebensaltersstufe 33 Jahre
Grundvergütung 2.747,72 EUR
Ortszuschlag
verheiratet 672,18 EUR
allg. Zulage 114,60 EUR
Summe Brutto alt 3.419,00 EUR
Differenz Grundvergütung BAT IIa
Endstufe 45. Lebensjahr 3.419,91 EUR
bisherige Grundvergütung 2.747,72 EUR
Differenz 672,19 EUR
Überleitung der BAT IIa (bin mir nicht sicher) Entgeltgruppe 12 Stufe 4
Entgelt 3.550,00 EUR
bisher 3.419,00 EUR
Differenz + 131,00 EUR
Entgeltgruppe 12 Stufe 4 3.550,00 EUR
Entgeltgruppe 12 Stufe 6 4.200,00 EUR
Differenz 650,00 EUR
Auf den ersten Blick ist das Beispiel gar nicht so dramatisch, man "verliert" nicht so viel. Natürlich erzielt man über die Lebensarbeitszeit gesehen etwas weniger, aber dass war ja auch so von den Tarifvertragsparteien gewollt, um Berufsanfängern ein besseres Gehalt zu bieten. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Tarifabschluß gar nicht so katastrophal.
Rainer Nehring . Donnerstag 28. Juli 2005 16:24
Hallo Thorsten,
wie wäre es mit ein paar Fakten zu dem was du behauptest.
Ich kann mir nicht vorstellen das du bei einer Anwendung auf die Länder und als Altbeschäftigter bei der Überleitung in den TVöD weniger hast.
Wie du sicher weißt gibt es bei Verhandlungen immer zwei Parteien.
Warum also nur ver.di.
Du könntest doch ebenso über deinen Arbeitgeber klagen und da Austreten
Thorsten . Donnerstag 28. Juli 2005 17:45
Na super, Rainer! Bevor ich mit meinem Verhandlungspartner einen schlechteren Vertrag schließe, behalt ich lieber den alten besseren. Lies Dir mal die anderen Blogs hier durch und Du wirst feststellen, dass hier sogut wie keiner mit dem ausgehandeltem Ergebnis zufrieden ist.
Du willst Fakten? Bitte schön:
Ich würde in 3,5 Jahren nach IIa gehen.
BAT Lebensaltersstufe 37 Jahre = 3.595,64 Euro (ledig, keine Kinder)
Bis dahin bin ich aber verheiratet und habe ,so Gott will, ein Kind, also:
BAT Lebensaltersstufe 37 Jahre =3.739,66 Euro
Nach TvÖD bin ich dann in Stufe 4 und kriege 3550 ,- Euro. Das ist eine Differenz von 45,- Euro (ledig) bzw. fast 200,- Euro!!!
Eigentlich noch mehr, aber meine Partnerin ist im öffentlichen Dienst, deswegen würde Ich nur den halben Verheiratetenzuschlag kriegen.
Ich weiß, dass ich mit 39 Jahre in Stufe 5 komme und dann 4000,- Euro kriege. Beim BAT wäre ich erst mit 43 bei ungefähr 4000,- Euro. Aber dann kommt ja noch eine Stufe, die bei rund 4100 Euro liegt. Und die 100 Euro gehen mir für die nächsten 20 Jahre bis zur Rente flöten. Ich will das hier jetzt nicht im Detail ausführen, aber es ist doch klar, dass ich unterm Strich bis zur Rente erhebliche Verluste hinzunehmen habe, die sich noch verstärken wenn ich Kinder haben sollte.
Das allerperverseste ist aber, dass ich offensichtlich nicht einmal einen Strukturausgleich kriege: Der ist für Ledige in der Lebensaltersstufe 33 nämlich nicht vorgesehen. Ich muss jetzt gaaaanz schnell heiraten, damit Ich wenigstens einen Ausgleich für 4 Jahre bekomme...:-(! Wieso bekommt ein Verheirateter mit meiner Lebensaltersstufe einen Strukturausgleich und Ich als "Noch-Lediger" nicht? Das riecht nach totaler Willkür!
P.S. Rainer:
Ich klage über meinen Arbeitgeber, denn der sieht uns nur noch als Kostenfaktor und nicht mehr als Mensch. Aber die Arbeitgeber im Gesamten haben besser verhandelt als Verdi und das beste für sich herausgeholt.
Lukas . Freitag 29. Juli 2005 13:07
@Thorsten
Du sprichst mir aus der Seele. Bei mir sind die Vorraussetzungen ganz ähnlich wie bei Dir und ich bin einfach nur stinksauer auf Verdi! Ich werde jetzt bestraft, dass meine Familienplanung erst im nächsten Jahr so richtig losgeht. Verdi hat hier künfigte Väter und Mütter total verraten. Ich habe meine Mitgliedschaft bei Verdi letzte Woche gekündigt. Mit denen will ich nix mehr zu tun haben!
Rainer Nehring . Freitag 29. Juli 2005 14:31
Hallo Thorsten,
voreilige Schlüsse solltest vermeiden.
1.
Mir ist nicht bekannt das grundsätzlich bestimmte Angestellte (Ledig) vom Strukturausgleich ausgenommen sind.
2.
Die EG 12 endet nicht bei der Stufe 5. Nach weiteren 4 Jahren in die Stufe 6.
Das sind + 200 mehr.
Ich denke du solltest den weiteren Verlauf der Verhandlungen abwarten und dann ein Urteil fällen.
Thorsten . Freitag 29. Juli 2005 15:55
Hallo Rainer,
ich arbeite für das Land Niedersachsen. Das der TvÖD auch für mich gelten wird ist nur eine Frage der Zeit. Ich gehöre also, genauso wie die Kollegen vom Bund, nicht zu den Glücklichen VKA-Angestellten, die sich auf eine Stufe 6 freuen können. Die Tabelle mit den vereinbarten Strukturausgleichen kannst Du z.B. hier nachlesen:
http://www.tvoed-office.de/SID106.cGs9v0LqMIc/DataCenter/News/1118245036.07/Downloads/TV%DC-Bund%20Anlage%203.pdf
Das wirst Du nix von Strukturausgleich für mich finden (Lebensaltersstrufe 33, OZ 1, BAT III mit Aufstieg nach IIa nach 8 Jahren, wäre ich verheiratet, also OZ 2, würde ich für 4 Jahre 100 Euro bekommen).
Diese Tabelle ist zwar für den Bund, aber wie schon gesagt, für die Länder wird die gleiche Tabelle früher oder später auch gelten (wohl eher mit noch schlechteren Werten).
Da Du ja ein Verdi-Vertreter bist, vielleicht kannst Du mir ja mal zwei Fragen beantworten:
Wo ist bitte die Gerechtigkeit, mit dem angesprochenem Strukturausgleich (Ledige Nein, Verheirate Ja bei meiner Konstellation)?
Warum werde ich als Noch-Kinderloser mit Einkommenseinbußen (was meine Einkommenserwartungen nach altem Recht angeht) bestraft, während Leute die schon Kinder haben Ihre Ansprüche mitnehmen können?
Im übrigen finde Ich es außerordentlich merkwürdig, dass man über die Ergebnisse der Redaktionsverhandlungen (Strukturausgleich etc.) auf der Verdi-Internetseite sogut wie nix lesen kann und man sich ständig über Dritt-Seiten informieren muß.
Was auch total fehlt, ist ein Fahrplan wie jetzt mit den Ländern weiterverhandelt werden soll? Soll überhaupt weiterverhandelt werden? Soll gestreikt werden? Die Kollegen in den Ländern werden total mies von Euch informiert. Denn auch dazu liest man auf Euren Internet-Seiten gar nix!
Franklin . Samstag 30. Juli 2005 11:08
Hallo Thorsten !
Wer von einem neuen Tarifvertrag Einzelfallgerechtigkeit erwartet, der wird enttäuscht werden. Das ist auch gar nicht das Ziel des neuen TVöD sondern es soll eine neue für alle Teile des "klassischen" öffentlichen Dienstes (Bund, Länder, Gemeinden) geltender Tarifvertrag gefunden werden. Für die Gemeinden tritt er am 01.Oktober in Kraft, für den Bund, wenn denn die Redaktionsverhandlungen bis 15. September abgeschlosssen werden und der Bundesinnenminister bis zur Wahl unterschreibt, wohl auch. Die Länder haben gar kein Interesse daran, bis der TVöD nicht in diesen Bereichen in trockenen Tüchern ist zu verhandeln. Im Übrigen wünschen sich die Länder Öffnungsklauseln, die es ermöglichen das Urlaubs- und Weihnachtsgeld individuell zu Regeln und die flächendeckende 40-Stunden-Woche.
Der Sozialpartnerschaftliche Weg der Länder wäre es, den TVöD in der VKA Fassung zu übernehmen: (bzw. gleichzeitig die Regelungen zur wöchentlichen Arbeitszeit zu kündigen) .
Im schlimmsten Fall kommen die Länder auf die dumme Idee den kompletten alten BAT zu kündigen, dann gilt der nur noch für die Beschäftigten, die zum Zeitpunkt der Kündigung des Tarifvertrags Gewerkschaftsmitglieder sind. Dann wären die Länder imstande Ihre Beschäftigten nach "Marktlage" einzukaufen und nur noch begrenzt duch die gesetzlichen Regelungen im Bereich des Arbeitsrechts.
Thorsten . Samstag 30. Juli 2005 16:10
Hallo Franklin,
leider geht es hier nicht um Einzelfälle. Ich weiß von diversen Kollegen, denen es ähnlich geht. Und das z. B. der Kinderzuschlag wegfällt betrifft auch nicht nur einige wenige Einzelfälle sondern Tausende!!!
Ich bin vor 4,5 Jahren im öffentlichen Dienst zu den Bedingungen des BAT angefangen und basierend darauf hatte ich Einkommenserwartungen, die durch den TvÖD einfach weggeblasen werden. Das ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen!
Ich habe ja schon diverse Frechheiten aufgezählt, die mir Bauchschmerzen bereiten, aber hier noch eine weitere:
Ich bin in BAT III / IIa eingruppiert und komme in EG 12. Bisher war es so, dass ich nach meinem Bewährungsaufstieg einem reinen IIa-ler gleichgestellt wärer. Jetzt kommt der reine IIa-ler in EG 13 und Ich bleibe in EG 12, obwohl Ich nach BAT-Recht genau das gleiche bekommen hätte wie der neu EG 13ner. Schönen Dank! Auch dazu hätte Ich gerne mal was zur Begründung gehört!
Je mehr ich mich mit dem TvÖD beschäftige, desto mehr kriege Ich eine Sauwut auf Verdi!
Franklin . Samstag 30. Juli 2005 21:09
Hallo Thosten !
Danke erst einmal, für Deine Antwort.
Die "Sauwut" auf Verdi kann ich verstehen aber gerechtfertigt ist sie nicht.
Tarifverträge erfüllen eine gesellschaftliche Funktion: Sie regeln für eine Vielzahl von Beschäftigten die Mindestarbeitsbedingungen und dies in Einvernehmen mit dem Arbeitgeber. (zu Verträgen gehören immer zwei übereinstimmende Willensbekundungen)
Grundsätzlich gelten Tarifverträge nur für Mitglieder der Gewerkschaften (die haben dem Tarifvertrag ja auch zusgestimmt). Das die öffentlichen Arbeitgeber wie selbstverständlich den BAT bzw. den TVöD auch auf unorganisierte Beschäftigte anwenden hat ja Gründe, die ich hier nicht aufzähen brauche, weil diese offensichtlich sind. Angetreten ist Verdi einen neuen TVöD mit den öffentlichen Arbeitgebern auszuhandeln unter der Maßgabe der Kostenneutralität. Die öffentlichen Arbeitgeber sind sich seit Jahren aber untereinader uneinig und sehen in Tarifverträgen "Kostenfaktoren" unter dem Gesichtspunkt der Haushalte. Sie wollen sparen und flexiblere Regelungen zumindest auf Länderebene haben. Daher haben die Tarifgemeinschaft Deutscher Länder TdL die Tarifvertragsbestimmungen zur wöchentlichen Arbeitszeit und die über das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gekündigt um so neu Einzustellenden Beschäftigten bzw. Beschäftigten mit arbeitsvertraglichen Änderungen nur schlechtere Konditionen anbieten zu müssen (Kosten zu sparen). Zum Zeitpunkt der Kündigung einzelner Teile bzw. des kompletten Tarifvertragswerks gilt dieser nur noch für die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten, die zum Zeitpunkt der Kündigung Mitglied waren und noch sind. Deine persönliche Erwartungen auf künftige Gehaltssteigerungen nach den Regeln des alten BAT sind somit keineswegs sicher !
Nur noch einige Anmerkungen zu den kinderbezogenen Vergütungsbestandteilen:
zum Zeitpunkt der Umstellung bleiben allen Beschäftigten für Kinder, die bis zum 31.12.2005 geboren werden, die Kinderbezogenen Bestandteile erhalten, solange diese nach den geltenden Regeln darauf Anspruch haben. (Bestandsschutz) Alle Neueingestellten erhalten diese nicht mehr.
Eine längere Nachwirkung konnte mit den öffentlichen Arbeitgebern aus "Kostengründen" nicht vereinbart werden.
Der TVöD spiegelt damit den Tarifvertraglichen Normalzustand anderer Branchen wider.
M.Weber . Mittwoch 3. August 2005 12:32
Einzelfallgerechtigkeit ????
Private Gründe erfordern bei mir einen Arbeitgeberwechsel. Glücklicherweise habe ich bereits ein Angebot, zum 1.10.05 (würde ich als Arbeitgeber nicht anders machen !!)
Bisher Bat4a, 33 Jahre, verh. = 3010,54
Zukünftig Entgeldgruppe 10, Stufe 1 = 2340
Macht 670 weniger - HAAALLLLLLOOOO????
Sind ja auch nur 670*12Monate*35Jahre Restarbeitszeit ~ 280000 (Ohne Gehaltsentwicklung unter BAT, Kinderzuschläge, Verzinsung)
Ne, is klar ich bin egoistisch.
Thorsten . Mittwoch 3. August 2005 18:53
@Franklin
Ich hoffe Du kannst meine (und nicht nur meine ) Wut verstehen wenn Du den Beitrag von M. Weber gelesen hast.
Deine Aussage zum tarifvertraglichen Normalzustand in anderen Branchen finde Ich abenteuerlich. Natürlich gibt es in anderen Branchen keine Kinderzuschläge, dafür sind die Grundgehälter für vergleichbare Angestellte aber auch höher als bei uns (vgl. IG-Metall)!
Nach allem was Ich bisher von Dir oder von Rainer Nehring als Antwort auf meine Blogs gelesen habe, bin ich umso mehr der Meinung, dass Verdi uns total verraten hat. Außer allgemeines BlaBla habe von Euch noch nix vernünftiges gehört, sorry!
Wobei Ich ja noch relativ glimpflich davon komme, wenn ich mir das "Schicksal" von meinem "Vorredner" durchlese. 670 weniger!!! Wie wärs mal mit ´ner KONKRETEN Stellungnahme genau zu diesem Fall?
Franklin . Mittwoch 3. August 2005 22:59
zum "Einzelfall" M.Weber: wenn Sie die Entgeltgruppe 10 Stufe 1 so hinnehmen wollen: könnte nur bei Neueinstellung beim Bund so passieren, bei Einstellung bei einer Gemeinde, da Beruferfahrung mindestens Stufe 2 und verkürzter Auftstieg in Entgeltgruppe 3 möglich. Sie sollten sich mal erkundigen, ob nicht die alte BAT 4b Stufe beim neuen Arbeitgeber so wie ein Altbeschäftigter der Gemeinde übergeleitet wird: dann entsteht kein Verlust. Ich könnte mir das sehr gut vorstellen, dass im Rahmen der Personalgewinnung gute Leute auch tariflich etwas besser gestellt werden können, als es der TVöD in Reinform vorsieht, auch beim Arbeitgeber Bund. Da muss nur der Arbeitgeber mitspielen.
Im übrigen läuft der Countdown bis zur Unterschrift unter den neuen TVöD für den Bund bis zur Bundestagswahl, für die Gemeinden bis zum 30. September und für die Bundesländer in der TdL noch überhaupt nicht, da hier keine Verhandlungstermine anstehen. Die Bundesländer Berlin und Hessen sind aus der TdL ausgetreten: auch hier stehen keine Tarifverhandlungen an.
Für die Landesbediensteten bleibt es also vorübergehend noch beim alten BAT.
Wenn die zentrale Frage der wöchentlichen Arbeitszeit im öffentlichen Dienst zur Zufriedenheit der Arbeitgeber geregelt ist und die Länder für bestimmte tariflich zu regelnde Tatbestände (z.B Weihnachtsgeld) ihre Öffnungsklauseln erhalten haben, dann kann dort über die die Einführung des TVöD verhandelt werden. (dies ist die offizielle Position der TdL, man braucht nur die Stellungnahmen vom Verhandlungsführer der TdL Herrn Finanzminister Möllring aus Niedersachsen nachzulesen).
M.Weber . Donnerstag 4. August 2005 14:51
@Franklin
Ich habe das von mir bereits beschriebene "Angebot" meines neuen, kommunalen Arbeitgebers so erhalten. Natürlich habe ich gefragt wo denn meine Berufserfahrung einfliesst.
Antwort: Sie haben ja später die Möglichkeit Leistungsbezogene Zuschläge zu bekommen.
Aber wahrscheinlich bin ich bei "nur" 5mio Arbeitslosen und durchschnittlich 1 Bewerber auf offene Stellen im öffentlichen Dienst, zumal die Stelle vollzeit und unbefristet ist, nur zu feige auf eine Überleitung zu bestehen?
Bitte entschuldigt meinen Sarkasmus. Natürlich schätze ich mich mehr als glücklich in den Zeiten von Stellenabbau eine unbefristet Stelle im öffentlichen Dienst zu haben.
Generell ärgert es mich einfach, dass sich hier Leute für einen Abschluss auf die Schulter klopfen der für Einzellfälle brutal schlecht ist, und dann schulterzuckend sagen: "Allen kann man es halt nicht recht machen !" - Das ist mir zu einfach.
Wie hoch ist denn der Anteil der Verdi-Mitglieder prozentual zu den Angestellten ? Ich bin und werde kein Mitglied und muss mich dennoch den Abschlüssen beugen. Antworten oder Information darf ich als Nichtmitglied jedoch nicht erwarten. Ich bete darum das mir nie einer dieser Vertreter unter die Augen kommt um mich anzuwerben - ich weis nicht ob ich stark genug bin meinen wahren Gefühlen einhalt zu gebieten.
Rainer Nehring . Donnerstag 4. August 2005 15:34
Hallo M. Weber,
ich möchte dich auf den Beitrag von @Franklin vom 30.Juli hinweisen.
Tarifverträge sind Mindestbedingungen die über die gesetzlichen Bedingungen hinaus gehen.
Die Formel ist ganz einfach:
Mehr Erwerbslose, mehr Druck auf Arbeitende,
mehr Mitglieder, mehr Durchsetzungskraft.
Zu deinen Gefühlen, mir geht es genau so wie dir, nur anders herum.
M.Weber . Donnerstag 4. August 2005 16:51
Wie ich schon betonte - als Nichtmitglied erhält man keine inhaltsbezogenen Antworten.
Thorsten . Freitag 5. August 2005 08:51
@Rainer Nehring, @Fanklin
Es tut mir leid, aber Ich kann nicht mehr an mich halten:
Ihr labert hier eine allgemeine Scheiße und geht mit keiner Silbe auf das ein, was an offenen Fragen von den Bloggern gestellt wird.
Wenn Leute, wie Ihr zwei mit den Arbeitgebern an einem Tisch sitzen, dann ist es kein Wunder, dass dabei nur Mist rauskommt. Die Arbeitgeber kopfen sich wahrscheinlich immer noch auf die Schenkel, über soviel Inkompetenz bei Verdi!
Schlimm ist wirklich, und da schließ Ich mich meinem "Vorredner" an, dass Ihr so einen Katastrophen-Abschluß auch noch verteidigt und Euch so richtig geil findet!
Ihr habt offensichtlich jeden Realitätssinn verloren.
Franklin . Freitag 5. August 2005 12:43
@Thorsten
Ruhig Blut !
Wenn Tarifverhandlungen live übertragen würden, wüsste man welche Seite den Realitätssinn verloren hat und erst in mehreren Verhandlungsrunden argumentativ überzeugt werden muss, von Ihren Forderungen abzurücken.
Es hat schon seinen Sinn hinter verschlossenen Türen zu verhandeln.
Im übrigen möchte ich diese Äusserung nicht als Verteidigung des TVöD verstanden wissen.
Ich weis sehr wohl, dass er in vielen Bereichen Verschlechterungen mit sich bringt.
Aber nur auf einer tarifvertraglichen Grundlage gibt es Weiterentwicklung.
Und dazu eröffnet der TVöD einiges.
Was würden Sie denn sagen, wenn Verdi mit den Ländern die 40-Stunden Woche und den Verzicht auf das Urlaubsgeld und die Halbierung des Weihnachtsgelds auf der Grundlage des alten BATs tatsächlich vereinbaren würden ?
Wenn Sie Antworten auf offene Fragen erwarten, so ist Ihr Anspruch zu hoch angesetzt. Manche Fragen kann man nicht mit fünf Sätzen beantworten bzw. eigen sich nicht für eine öffentliche Diskussion. Persönliche Einzelfragen werden natürlich mit Mitgliedern in einem Gespräch in der Verdi Geschäftstelle geklärt.
M.Weber . Samstag 6. August 2005 20:16
ZITAT: "Persönliche Einzelfragen werden natürlich mit Mitgliedern in einem Gespräch in der Verdi Geschäftstelle geklärt."
lol
Rainer Nehring . Montag 8. August 2005 14:55
Im Auftrag von
Ernst;
Nur einmaliger Beitrag, da ich mich an der weiteren Diskussion nicht mehr
beteiligen werde und nur zufällig auf diese Seite gestoßen bin.
1. Darf nur der eine Sauwut auf die Tarifschließenden Gewerkschaften, hier
Verdi, haben der sich auch als Mitglied daran beteiligt.
Schaut mal rein bei *Tarifvertragsgesetz" und *negative Koalitionsfreiheit"
2.Finde ich es dermaßen bescheuert, wenn manche meinen nur eine handvoll
Mitglieder haben die Tarifverträge mit ihrem Job oder gar ihrem Leben zu
verteidigen; für wen denn ???
3.Wer glaubt dass für bessere Bedingungen ein paar bescheuerte Mitglieder,
für alle auf die Straße gehen müssen, kann nur bekloppt sein.
Was schreibt Ihr also hin und her?
4.Mit welchen Gedanken oder welchen Taten beteiligt Ihr Euch am
Tarifabschluss?
Ich bin nun schon geraume Zeit aus Verdi ausgestiegen, aber nicht nur weil
Verdi keine vernünftigen Tarifverträge mehr hin bekommt und weil verdi das
Tarifvertragsgesetz zu wenig verteidigt und die Arbeitgeber nicht wegen
Geschäftsschädigung und Gesetzesmissbrauch verklagt oder weil verdi alte,
erkämpfte im Kompromiss entstandene Errungenschaften allzu leicht aufgibt.
Nein, auch weil alle Anderen die nicht organisiert sind, das gleich bekommen
wie die Dummen bei verdi (die einen erheblichen Beitrag dazu leisten).
5.Es gibt ja auch andere Organisationen, die Tarife mitverhandeln. Und
selbst wenn der neue Tarifvertrag nicht für alle angewandt werden sollte so
zeigt mir doch meine Dienststelle, dass es weder vom Tarifvertrag noch von
der Gewerkschafts-mitgliedschaft abhängt wie gut oder wie schlecht ich
bezahlt werde.
Was Ihr da verzapft ist viel Lärm um Nichts!
7.Könnte mich Verdi wieder zu den Mitgliedern zählen, würde Sie sich nicht
so einseitig am Wahlkampf beteiligen und Tarifabschlüsse nur für Mitglieder
anrechnen. Alle Übrigen könnten auf einen Stand eingefroren bleiben, denn
sie gehören einer negativen Koalitionsfreiheit an und das sollte man schon
berücksichtigen.
8.Für den Fall einer tariflichen Gleichstellung habe folgenden Vorschlag zum
Gleichheitsgrundsatz : Jeder der ohne Anerkennung einer Rechtspflicht
(Tarifgebundenheit) eine tarifliche Leistung erhält, dem wird ein
Tarifgestehungsbeitrag in Rechnung gestellt und zwar ohne Packet
Freizeitunfall und gewerkschaftslichem Pi-Pa-Po*; einfach für die
Tarifarbeit.
Diese Mittel (die einen mehrstelligen Millionenbetrag ausmachen) in einen
Fond gesteckt für die Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, * etc.
gesteckt verringern auch die Lohnnebenkosten.
Beispiel nur ÖD: 3 Mio. Beschäftigte ca. 1,5 Mio. Mitglieder Verdi (das wäre
doch schön!)
1,5 Mio. Nichtmitglieder x Tarifgestehungsbeitrag von 10,-EUR x 12 Mon. =
120,- EUR >ergibt 1,5 Mio. x 120,-EUR entspricht 180 Mio. EURuro.
180.000.000,-- EURuro plus Gleichbehandlung, dass wäre doch was oder *?
Gruß
Ernst
Hans-Gerd . Montag 8. August 2005 17:28
@Ernst
Dich kann ich ja nun wirklich nicht mehr ERNST nehmen.
Auf zur Einheitsgewerkschaft, wo wir alle Kraft Geburt Mitglied zu sein haben. Hurra, DDR lässt grüßen! Wende Dich doch an die Arbeitgeber, dass sie die "Frechheit" besitzen ein Verdi-Mitglied genauso zu bezahlen wie ein Nicht-Mitglied (Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Schon mal gehört?).
Verdi macht Dreck und ich soll denen auch noch beitreten? Nix da! Umgekehrt wird ein Schuh draus. Vernünftige und vor allem befriedigende Tarifabschlüsse bringen Mitglieder und nicht so eine Frechheit wie der TVöD!
Verdi hat sich total von seiner Basis im öffentlichen Dienst entfernt. Eine so radikale Tarifreform hätte einer Urabstimmung bedurft und nicht per Ordi di Mufti von einer sogenannten Tarifkommission beschlossen werden dürfen. Aber schon klar, warum das nicht gemacht wurde. Die Verdi-Oberen hätten eine vernichtende Niederlage erlebt.
Ich wäre in Verdi eingetreten, wenn ein halbwegs vernünftiger Tarifabschluß verhandelt worden wäre, aber der Zug ist nach diesem Mist-Vertrag für mich abgefahren.
@Thorsten
Du hast mit allem was du schreibst den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist sympthomatisch, dass die gnädigen Herren von Verdi es nicht für nötig halten sachlich auf die gestellten Fragen einzugehen.
Verd, Nein Danke!
Rainer Nehring . Donnerstag 11. August 2005 08:42
Eingestellt Im Auftrag von Ernst Lankes
Wenn Du A ließt denkst Du an Amerika,
wenn Du B ließt denkst Du an Beate Uhse,
wenn Du C ließt denkst Du an Vitamine,
wenn Du D ließt denkst Du an DDR,
wenn Du Führer ließt, denkst Du
nicht an Fremdenführer, Sprachführer, Marktführer, Geschäftsführer, Führerschein, nein wie könnte es anders sein Du denkst sofort an den Führer schlecht hin und genauso gibt es unter Einheit und Solidarität nur den einen Gedanken: Einheit, Sozialismus, DDR,
was hast Du doch für ein geringes Gedankengut.
Und außerdem DDR,
war dort alles nur negativ?
Wenn ich sage :SS (selbst schuld) bezeichnest Du mich dann sofort als Nazi
?
Wenn das Tarifvertragsgesetz von den Arbeitgebern eingehalten (nicht gebrochen) würde, dann wärst Du SS (selbst schuld) wenn Du nicht Tarif bekämst und das wäre richtig so.
Weil Du nämlich einer negativen Koalitionsfreiheit angehörst, die es akzeptiert nicht Tarif zu bekommen. Was schimpfst Du also auf diesen Tarif, es steht Dir einfach nicht zu!
Ich dachte doch, ich hätte mich klar und verständlich ausgedrückt als ich sagte: Kritik zur Tarifarbeit steht nur den Mitgliedern zu, deren Organisation Abschlüsse tätigen, deshalb habe ich mich auch nicht zum Tarif, sondern zur Kritik und Mitgliedschaft geäußert.
Ich wollte wirklich nicht auf alles antworten Hans-Gerd, aber bei Dir kann ich mich nicht zurück halten. Was glaubst Du denn woher die schlechten Tarife kommen, doch nur davon, dass durch einen schlechten Organisationsgrad auch nur schlechte Ergebnisse zu erwarten sind. Wenn Du bessere Ergebnisse willst, musst Du etwas für den Organisationsgrad tun. Und wenn Jeder so denkt wie Du, dass es ohne Beitrag etwas gibt, dann kauf Dir doch ein Teller warme Suppe und lade alle recht herzlich dazu ein, dann wirst Du sehen was Du davon hast. Ach könntest Du mich doch mal über Dein Konto verfügen lassen, ich will zwar nichts einzahlen, würde aber gerne mal etwas abheben.
Was ist eigentlich daran so anders, als an Deiner Denke???
Wegen Leuten wie Dir, bin ich auch nicht mehr zu dem überhöhtem Verdi-Voll-Beitrag bereit. Aber ich leiste mir einen gewissen Solidarbeitrag und ich leiste mir organisiert zu sein, wenn auch mit etwas niedrigerem Beitrag. Denn mit Dir bekommen wir nie einen besseren Tarifabschluss (
,aber Undank ist der Arbeit Lohn). Ich hoffe aber dennoch weiter auf halbwegs akzeptable Tarifabschlüsse anstatt nur zu meckern und selbst nichts beizutragen.
Danke Gewerkschaftsmitglieder, für Eure Solidararbeit!
Franklin . Donnerstag 11. August 2005 22:26
Danke Ernst Lankes für Deine Solidararbeit (obigen Beitrag).
Andre . Freitag 19. August 2005 12:12
Ich habe eine konkrete Frage:
Ich habe vor gut drei Monaten meinen Arbeitgeber gewechselt. Nun habe ich die Option, da ich gute Arbeit leiste, meine eigentlich bis November laufende Probezeit zu verkürzen. Nach der Probezeit wurde ein Aufstieg von nun BAT IVa in BAT III vereinbart.
Nach meinen Berechnungen ergibt sich folgendes Bild:
Wenn ich mein derzeitiges Gehalt von 2850,- (verh.; ein Kind) zum 1. Oktober überführe komme ich in die EG 10 zwischen Stufe 3 und 4. Mit Ende der Probezeit käme ich im November in die EG 11 Stufe 3 mit 2900,- .
Wenn ich die Probezeit vor Oktober beenden würde (mein Chef würde dies unterstützen), käme ich noch in Gruppe BAT III mit 3038,- (verh, ein Kind).
Ist das so richtig gedacht? Dann müsste ich auf 188 im Monat verzichten, wenn ich die Probezeit nicht verkürzen könnte???
Franklin . Freitag 19. August 2005 15:42
@Andre
maßgeblich für die Überleitung sind die tatsächlichen Verhältnisse im September 2005. Daher wäre es am Besten schleunigst die Probezeit zu verkürzen und sofort in der BAT III eingruppiert zu werden. Du hast richtig gedacht. Überleitung nach Entgeltgruppe 11 Zwischen Stufe 3 und 4
Ich hoffe, Du hast die Eingruppierung in die BAT III nach Ablauf der Probezeit schriftlich im Arbeitsvertrag festgehalten. Wenn ja dann gut. Ohne Verkürzung Probezeit Überleitung nach Entgeltgruppe 11 zwischen Stufe 2 und 3. Nach Ablauf Probezeit verändert sich dann aber nichts mehr. Verlust von 188 EUR ist korrekt.
Das sind die Konstellationen, wenn der Arbeitgeber Dir tatsächlich gewogen ist.
Nun der Wermuthstropfen: tariflich gibt es die Absenkung der Eingruppierung während der Probezeit nicht. Eigentlich hätte Dir die BAT III vom ersten Tag deiner Beschäftigung zugestanden. Wenn Du dich aber darauf einlässt und es zur Sicherheit eine schriftlich fixierte Höhergruppierung nach Ablauf der Probezeit gibt nun Gut. Wenn Dein Arbeitgeber dir immer noch gewogen ist, könnte er die Tarifwidrigkeit der Eingruppierung einseitig feststellen und dich Rückwirkend ab Einstellung in die BAT III eingruppieren inclusive Nachzahlung des Differenzbetrages (Auf die Nachzahlung könnte man bei einem Deal auch verzichten) Überleitung Entgeltgruppe 11 Zwischen Stufe 3 und 4 (wie bei Verkürzung Probezeit)
Nun wenn Dir dein Arbeitgeber nicht gewogen ist und du dummerweise die BAT III nach Ablauf der Probezeit nicht schriftlich vereinbarst hast: Überleitung in Entgeltgruppe 10 Zwischen Stufe 3 und 4. Und das wars dann.
Spezielle Überleitungsregeln für Deine Fallkonstellation: Absenkung der Eingruppierung während der Probezeit wird es nicht geben, da der alte BAT dies nicht kennt.
Wichtig ist, dass Du in die Entgeltgruppe 11 übergeleitet wirst.
Alle Angaben ohne Gewähr nach derzeitigem Kenntnisstand der Überleitungsregeln. Linktipp: kommunaler Arbeitgeberverband NRW: dort gibt es eine Pdf.Datei zum TVöD.
Peter . Mittwoch 24. August 2005 12:04
Wenn ich die Beiträge lese, stelle ich fest, dass es langsam vielen klar wird, welch eine Scheiße hier verhandelt wurde. Wir kämpfen bereits seit Oktober 2004 gegen diesen Tarifvertrag, nicht weil wir gegen eine Modernisierung des BAT sind sondern gegen diese Form des potentiellen Lohnraubes. Ich finde es unsäglich, dass die gewerkschaftliche Basis vor Abschluß ( Parafierung) des TVöD nie wirklich konkret informiert wurde bzw. ein Rückkoppelungsprozess stattgefunden hat. Ich arbeite in einem Großklinikum und erlebe, wie hier die ohnehin schwache Solidarität zwischen den einzelnen Berufsgruppen zerstört wird. Siehe Ärzteproteste. Unsäglich ist auch die Entgeltstufe 1. Sie wird vorallem Frauen treffe. Wieso haben die Frauen in der BTK nicht unter Protest die Kommission verlassen? Soetwas hätte nie abgnickt werden dürfen. Hier wurde Verhandelt und zugleich schon intern vor den Arbeitgebern kapituliert. Aber am schlimmsten ist, dass auf der Ebene von landesbezirklichen Regelungen, der KAV Regelungen bereits kündigen will, z.B. Arbeitszeit oder auch Eingruppierung (sogenannte Knautschzonenverhandlungen). Im schlimmsten Fall kann es passieren, das sich alle an- und ungelernten AN in der Entgeltgruppe 1 wiederfinden könnten. Es kann somit möglich werden, dass wir für den TVöD kämpfen müssen, um noch schlimmeres zu verhindern. Ich kann das alles nicht mehr nachvollziehen. Die Quittung von unseren Mitgliedern wird bald kommen.
Franklin . Mittwoch 24. August 2005 14:57
@ Peter
auch ich arbeite in einer großen Klinik und wenden den BAT/Land an. auch wir haben eine gespaltene Belegschaft: langjährig Beschäftigte mit Urlaubs- und vollem Weihnachtsgeld, Beihilfeanspruch und der 38,5 Stundenwoche und neu Eingestellte ohne Urlaubsgeld mit halben Weihnachtsgeld ohne Beihilfeanspruch und der 40 Stundenwoche. Wenn jemand eine höherwertige Tätigkeit übertragen wird und eine Höhergruppierung wirksam wird (Arbeitsvertragsänderung) ist gleichzeitig die 40 Stundenwoche neuer Vertragsbestandteil. Um die Spaltung der Belegschaft zu überwinden wünschen wir uns, dass der TVöD (VKA-Fassung) denn auch zum 01.10.2005 tatsächlich in Kraft tritt, was noch nicht ganz sicher ist (von Arbeitgeberseite). Dann werden wir versuchen den TVöD für unsere Klinik als Tarifvertrag zu vereinbaren (wenn das Land es zulässt). Ich weis auch ,das der TVöD nicht das gelbe vom Ei ist, aber allemal besser als von der Gnade des öffentlichen Arbeitgebers abhängig zu sein. Als Horrorszenario kann ich mir vorstellen, dass es nicht zum TVöD kommt und die Arbeitgeber den Vergütungstarifvertag kündigen. Für danach alle Neueingestellten beginnt dann aller wahrscheinlichkeit nach das individuelle Feilschen um Lohn und Gehalt: den der BAT ist nicht allgemeinverbindlich und auch der Grundsatz gleiche Arbeit gleicher Lohn gilt nicht mehr und muss dann erst individuell erstritten werden. Nun ein Wort zum Rückkopplungsprozess: Gewerkschaften sind halt nicht Basisdemokratisch verfasst sondern genauso wie Vereine haben sie Ihre Gremien hier sprich Tarifkommission. In den Tarifkommissionen haben die Ehrenamtlichen(Mitglieder) die Mehrheit und nicht die Hauptamtlichen. In dem ganzen langwierigen Verhandlungsprozess zum TVöD, wo bei jedem Termin eine "neue Sau durch das Dorf getrieben" wurde, ist es sehr schwer gewesen einen tatsächlich definitiven Verhandlungsstand festzuhalten und dann mit den Mitgliedern zu kommunizieren. Die einzelnen Verhandlungsergebnisse sind sehr wohl protokolliert worden aber immer vorläufig und unter dem Vorbehalt der Gesamteinigung gestellt worden. Vor Abschluss der jetzigen Fassung des TVöD gab es sehr wohl einen Rückkopplungsprozess auf Vertrauensleutebasis. Die Bezirke hatten in Vertauensleutevollversammlungen das Ergebnis vorgestellt und es wurde leidenschaftlich und auch kontovers diskutiert. Letztendlich gab es eine Empfehlung an die Mitglieder der Tarifkommission, das (in vielen Augen unbefriedigende) Ergebnis anzunehmen.
An der Vereinbarung der Entgeltgruppe 1 scheiden sich die Geister: ja es ist in der Tat so bei 30 Stunden oder weniger in Entgeltgruppe 1 verdient man kaum mehr als ein Hartz IV Empfänger erhält und reicht für eine ledige Person gerade aus sich über Wasser zu halten. leider gibt es keinen branchenübergreifenden gesetzlichen Mindeststundenlohn, der die Grenze zur Sittenwidrigkeit setzt. Dann würden sich die Gewerkschaften sehr wohl überlegen, wie die tariflichen Mindestlöhne aussehen müssten, um hier schon Mitglieder guten Gewissens werben zu können.
Erik . Mittwoch 24. August 2005 16:07
Für arme Würste wie mich im mittleren Alter (34), die sich immer noch von zeitstelle zu Zeitstelle hangeln, ein klarer Misserfolg.
Meinen Kollegen (BATIIa, 34, 3 Kinder) hat fast der Schlag getroffen, als er sich woanders beworben hat und erfuhr, dass er dort mit der neuen Gruppe 13, Stufe 1 anfangen würde und gut 1000 EUR(!) brutto weniger hätte als jetzt.
Echt klasse...
Ein Betroffener . Mittwoch 24. August 2005 22:40
ist doch alles Kappes, Murks...
keiner weiss was genaues.. bzw. jeder legt die Sache anders aus..
nehmt den Bewährungsaufstieg z.B. Vb/IVb
wer hat schon geschnaggelt das es gleich zwei Ausschlusskriterien gibt.. die meisten denken.. Hm ich habe am 01.10.2005 die 50 % der Bewährungszeit somit bleibt mir der "Geldtechnische Aufstieg" erhalten.. - kleiner Fehler - nur wenn der Aufstieg tatsächlich bis zum 1.10.2007 vollzogen wurde kann der jenige auf die Bezahlung nach "IVb" hoffen denn sonst ist alles Essig
für die meisten Arbeitnehmer bedeutet das ganz klar kein "Bewährungsaufstieg" mehr möglich - clever geregelt!
und Verdi hat es abgenickt.. no comment
Peter . Donnerstag 25. August 2005 09:55
Lieber Fränklin, liebe Kolleginnen und Kollegen,
es mag durchaus sein, dass in einzelnen ver.di-Bezirken die Verhandlungen zum TVöD diskutiert wurden, aber ich glaube nicht, dass die Komplexität, die sich im Rahmen der Redaktionsverhandlungen ergeben hat auch nur annähernd erkannt wurde. Dies scheint jetzt langsam der Fall zu sein. Wir dürfen uns als Personalräte die Kritik anhören. Konkrete Informationen zum TVöD gibt es kaum von ver.di ( siehe diverse Jubelflugblätter), wohl aber von den Arbeitgebern. Derzeit sind mir 3 Bücher zum TVöD und TV-Ü bekannt, kein einziges ist von ver.di. Sehr empfehlenswert, zumindest als Informations- und Diskussionsgrundlage finde ich das Buch "TVöD- Die Überleitungstarifverträge" von Klaus Beckerle/Prof. Dr. Klaus Hock/Dieter Klappenroth, erschienen bei Haufe. Es ermöglicht durchaus einige Nachfragen. Gewerkschaften sind keine basisdemokratische Organisationen, aber ein wenig mehr an Mitgliederbeteiligung darf schon sein. Ich kann mich gut daran erinnern, wie einmal ein ötv-Streik über das Fernsehen für beendigt erklärt wurde. Damals war klar, dies darf es nie wieder geben, die Mitglieder müssen besser eingebunden werden. Es gab auch Rückkoppelungsprozesse mit der Basis bei Tarifverhandlungen. Dies scheint bei ver.di nicht mehr der Fall zu sein.
Was wäre eigentlich geschehen, wenn die Basis über die Auswirkungen des neuen TV-Ü und des TVöD informiert gewesen wären? Wäre es dann wirklich nicht möglich gewesen dagegen zu mobilisieren? Wenn nein, hätten wir es wenigstens versucht und wir wüssten, die Mitglieder nehmen es hin. Jetzt haben wir die Auseinandersetzung unter uns und eine Entkoppelung zwischen Basis und Führung, oder wie ein Kollege richtig gesagt hat:" Früher haben in der Gewerkschaft die kleinen Leute durch ihren gemeinsamen Kampf Geschichte geschrieben, heute schreiben die grossen Männer durch Alleingänge Geschichte."
Ich erwarte mir einfach vor dem entgültigen Abschluss dieses TVöD eine breite Diskussion und Beteiligung der Mitglieder.
Jens . Donnerstag 25. August 2005 16:32
Ich bin vor zwei Jahren in Verdi eingetreten um Verdi beim Kampf um einen besseren Tarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu unterstützen. Nach diesem Katastrophen-Abschluss, der von Leuten wie Franklin und Rainer Nehring auch noch mit beispiellosen Schwachsinnskommentaren in den Himmel gelobt wird, bleibt mir nur noch eins zu sagen:
Noch nie habe Ich eine Entscheidung so bereut wie in Verdi einzutreten.
Verdi hat seine Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst verraten und verkauft. Ich will mit diesem Laden nichts aber auch gar nichts mehr zu tun haben.
Meine Kündigung ist vor 3 Wochen rausgegangen! Verdi, Du kannst mich mal!
Franklin . Donnerstag 25. August 2005 18:28
@Jens
ich kann Deine Enttäuschung verstehen, wehre mich aber gegen den Vorwurf den TVöD "in den Himmel" zu Loben.
Wer bei einem Systemwechsel, wie es jetzt weg vom alten BAT hin zum neuen TVöD passieren wird, die Erwartung hatte, keiner wird etwas verlieren, alles bleibt beim alten, der hat sich von Anfang an sich selbst was vorgemacht. Verdi hat nie blühende Tariflandschaften versprochen.
Gewerkschaft lebt von und durch engagierte Mitglieder. Schade dass Du nicht mehr dazu gehören willst. Wir verlieren wieder ein Stückchen ........ Leben. Wenn alle so denken und handeln wie Du, wird es uns übrig gebliebenen Gewerkschaftsmitgliedern künftig noch schwerer fallen, für bessere Tarifverträge zu streiten. Und wenn keiner mehr im öffentlichen Dienst für seine eigenen Interessen streiten will, nun daran möchte ich heute noch nicht denken.
Rainer Nehring . Freitag 26. August 2005 10:36
Hallo liebe Leute,
ich möchte mich @ Franklin`s Kommentar vom 25. August anschließen.
Friedrich . Freitag 26. August 2005 12:46
Gibt es zu diesem Thema eigentlich schon genauere Informationen, Publikationen und Kommentare für die Arbeit an der Basis von Verdi oder soll man sich besser unter www.bmi.bund.de schlau machen?
Ich konnte echt noch keinen Text des TVöD auf der Verdiseite finden. Hier scheint die Arbeitgeberseite doch einen Schritt voraus zu sein.
Den Hinweis auf redaktionelle Arbeiten habe ich gelesen, aber es wird, da dieser Tarifvertrag im Oktober in Kraft treten soll, Zeit für für mehr als nur ein Flugblatt.
Rainer Nehring . Freitag 26. August 2005 13:50
Alle bisher ausgehandelten "Ergebnisse" stehen unter dem Vorbehalt des Gesamtergebnisses.
Erst wenn dieses Paket vorliegt wird die Bundestarifkommission darüber beraten und beschließen.
So lange wird es auf den öffentlichen ver.di-Seiten keine Texte geben.
Will man mehr über die "Zwischenstände" wissen, empfehle ich auf Veranstaltungshinweise in den ver.di Bezirken oder Landesbezirken zu achten.
Claudia . Samstag 27. August 2005 09:25
Hallo eine Frage an die Verdi-Insider:
In einer Mitgliederinformation war (ist) die Rede davon, dass es bei der Überleitung eine Besonderheit bei den Stufen 2 und 3 gibt.
Nämlich (Zitat):
Eine Besonderheit ergibt sich zwischen den Stufen 2 und 3. Hier erfolgt eine Überleitung unmittelbar in Stufe 3, wenn das persönliche Entgelt näher an der Stufe 3 als an der Stufe 2 liegt. In den anderen Fällen bleibt es bei der individuellen Zwischenstufe.
Hier der dazugehörige Link: http://www.verdi.de/niedersachsen-bremen/lbz/versteckte_dateien/tv_oed_2005
Jetzt höre Ich, dass das nicht paraphiert worden ist, also wieder kassiert worden ist.
Was ist richtig?
Thx für eine Info!
Claudia
Stefan Schelp . Samstag 27. August 2005 20:22
Herrlich, diesen Frust und diese Wut in den Beiträgen mitzubekommen. Das ist die Basis für den zukünftigen Erfolg nicht nur von Verdi.
Zyklische Verläufe sind normal. 35-40 Jahre gewerkschaftl. Fortschritt haben uns verwöhnt und weich gemacht. Aufgeben, aus der Gewerkschaft aussteigen,um wenigstens ein paar Euros zu retten, ist verstänlich aber irrational. Steigende Löhne in China, zunehmende Logistikkosten und knappwerdende Arbeitnehmerzahlen werden in den nächsten Jahre das Blatt wenden. Allerdings sind angesichts der technolog. Entwicklung und damit möglichen globalen Effekte die Zeiten der hohen Zahlen endgültig vorbei. Umso wichtiger ist eine bürgerfreundliche Sozialpolitik, die eine hochwertige allgemeine Grundversorgung aller Menschen bei kleinem Preis ermöglicht. Die kommt nicht von allein. Starke ( jedenfalls deutlich stärker als zur Zeit ) Gewerkschaften sind unverzichtbar. Dann ist auch ein Flächentarifvertrag nicht mehr so wichtig und die Drohung der konservativen Kräfte, ihn abzuschaffen, sowie deren diverse andere Drohgesten verlieren an Bedeutung.
Richard . Montag 29. August 2005 16:19
Hallo Leute,
für was bezahle ich eigentlich meine Mitgliedsbeiträge ?
Während die IG Metaller und auch andere Branchen 3 Prozent Tarifplus verzeichnen geht verdi mit einem glatten Minus nach Hause. Unter dem Deckmäntelchen, es ist ja noch nichts entschieden, wird der TVöD schonend den Mitgliedern beigebracht. So einen schlechten Tarifvertrag hat es für den öffentlichen Dienst noch nie gegeben ! Es ist mittlerweile erschreckend, wie gering der Einfluss von verdi auf die Arbeitgeber ist. Dieser TVöD gehört in den Papierkorb; wenn die IG Metall sich so einen Vertrag erlaubt hätte, dann hätten die Arbeitnehmer dieser Branche die Gewerkschaftsfunktionäre auf dem direkten Weg in den Hochofen gejagt. Wo aber hohe Gewinne zu erwarten sind, dort ist es natürlich einfach gute Tarifverträge abzuschließen. Im öffentlichen Dienst ist ein solcher Vergleich nicht möglich. Hier werden keine Gewinne eingefahren. Und gerade deshalb ist es wichtig gewerkschaftlich unterstützt zu werden, um nicht unter die Räder der Arbeitgeber mit ihrem ewigen Gerede von leeren Haushaltskassen zu geraten. Leere Haushaltskassen sind nicht das Verschulden von den Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes, sondern der verantwortlichen Politiker.
omega . Dienstag 30. August 2005 09:33
Hallo Leute,
ich bin Beamter im mittleren Dienst und zum ersten Mal in diesem Forum. Zuerst war ich etwas erstaunt, dass bei euch genausoviel Frust herrscht wie bei uns. Seht euch mal in den Beamtenforen um. Ich habe beim Lesen mitbekommen, dass ihr genauso abgezockt werdet, wie wir. Was ich nicht verstehen kann ist, dass verdi und der DBB nicht besser zusammenarbeiten. Wir im öffentlichen Dienst sitzen doch alle in einem Boot, aber nein, wir lassen uns auseinanderdividieren wie die Schulbuben. Jeder will sein eigenes Süppchen kochen. Das Frustpotential ist vorhanden. Da muß es doch möglich sein gemeinsam ein Drohpotential aufzubauen. Ohne Drohpotential geht heute gar nichts mehr. Die Zeiten des Konsens sind vorbei. Die Demonstrationen müßten für den gesamten öffentlichen Dienst und dezentral organisiert werden. Z.B., alle Mitglieder des öffentlichen Dienstes protestieren am Montag den 26. September 2005 von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr vor den Rathäusern ihrer Kreisstadt für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
omega . Dienstag 30. August 2005 13:13
Eigentlich machen die Politiker doch einen guten Job. Sie versuchen den Staat nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip mit den geringstmöglichen Mitteln möglichst gut zu führen. Bayerns Innenminister Beckstein hat es seinen Polizisten wenigstens ehrlich gesagt: Der öffentliche Dienst muß billiger und besser werden. Diese Prinzip werden die Politiker aller Parteien auch weiterhin fortsetzen. Solange bis die Mitarbeiter und die Gewerkschaften Einhalt gebieten. Solange bis Streiks dem Standort Deutschland oder der Parteienmacht schaden würden.
Nicht die Politiker und die Parteien haben versagt, versagt haben die Mitarbeiter und die Gewerkschaften.
Richard . Mittwoch 31. August 2005 12:22
Die Dreistigkeit von Politikern schient keine Grenzen zu kennen. Aber es stimmt schon: Da haut der Beckstein dem öffentlichen Dienst mit der flachen Hand ins Gesicht und was passiert?
Die Aufgabe von Verdi sollte sein, die Notwendigkeit und Unverzichtbarkeit des öffentlichen Dienstes klar zu machen und entsprechende Verträge auszuhandeln. Verträge, die den Bedürfnissen der Angestellten gerecht werden (und nicht den Bedürfnissen der Arbeitgeber). Notfalls auch durch Streik. Als Gewerkschaftsmitglied muss ich mich darauf verlassen können, ich habe sonst keine Möglichkeit mich zu wehren!
Richard . Mittwoch 31. August 2005 12:23
Die Dreistigkeit von Politikern schient keine Grenzen zu kennen. Aber es stimmt schon: Da haut der Beckstein dem öffentlichen Dienst mit der flachen Hand ins Gesicht und was passiert?
Die Aufgabe von Verdi sollte sein, die Notwendigkeit und Unverzichtbarkeit des öffentlichen Dienstes klar zu machen und entsprechende Verträge auszuhandeln. Verträge, die den Bedürfnissen der Angestellten gerecht werden (und nicht den Bedürfnissen der Arbeitgeber). Notfalls auch durch Streik. Als Gewerkschaftsmitglied muss ich mich darauf verlassen können, ich habe sonst keine Möglichkeit mich zu wehren!
Horst . Mittwoch 31. August 2005 16:36
Bitte um Aufklärung!!!
In diversen Fllugblättern von Verdi wurde nach Abschluß der Tarifverhandlungen im Februar verkündet, dass Angestellte die mit Ihrem Vergleichsentgelt näher an Stufe 3 als an Stufe 2 liegen nicht in eine individuelle Zwischenstufe, sondern direkt in Stufe 3 eingruppiert werden.
Jetzt lese Ich den Überleitungstarifvertrag und davon ist überhaupt nicht mehr die Rede!
Wenn das wahr ist und Ihr den Passus still und heimlich in den Redatkionsverhandlungen gestrichen habt, werde Ich sofort aus Verdi austreten, denn dass wäre der absolute Oberhammer. Ich hoffe, dass Ihr da nicht auch noch vor den Arbeitgebern gekuscht habt.
Klärt mich bitte auf!
Friedrich Elstermeier . Donnerstag 1. September 2005 10:28
Liebe verdi-Kollegen,der neue TVöD ist wahrlich ein Quantensprung. Es ist verdi gelungen, die von den öffentlichen Arbeitgebern geforderten massiven Arbeitszeitverlängerungen im öffentlichen Dienst zu verhindern. Nur welchen Preis müssen die Beschäftigten dafür zahlen? In der kommunalen Gehaltslandschaft wird sich mit dem 01.Oktober 2005 Glatteis ausbreiten. Dann kommen die Beschäftigteneinkommen insgesamt offenbar mächtig ins Rutschen. Vieles von dem, was in 4 Jahrzehnten - auch in Arbeitskämpfen - von der guten alten ÖTV erstritten, erreicht und im BAT verankert wurde, werden die Kolleginnen und Kollegen im TVöD wohl vergebens suchen; als Ballast, mit dem sich andere Branchen auch nicht herumschleppen, haben es die Tarifvertragsparteien hat es verdi kampflos - über Bord gehen lassen. Das unfassbarste, was sich unsere verdi-Kollegen geleistet haben, ist für mich, dass sie unsere Kolleginnen im Reinigungsdienst mit ihren Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst auf den Weg ins ewige Eis schicken. Mit der Einführung der Niedriglohngruppe und der Option der Entgeltniveau-Absenkung für Tätigkeiten in den Billiglohgruppen E 1 - 4 für von Outsourcing bedrohte Bereiche (u. a. Gebäudereinigung) hat verdi den Arbeitgebern eine Ermächtigung zum Erpressen eingeräumt. Unseren Kolleginnen im Reinigungsdienst sollen die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen können und entscheiden dürfen: entweder weniger Geld oder Stellenabbau. Wenn der Genosse verdi-Vorsitzende Frank Bsirske schon das CDU/CSU-Wahlprogramm 2005 als schlechte Perspektive für Beschäftigte bezeichnet, frage ich mich, wie er die Aussichten benennen will, die sich für die Arbeiterinnen auf dem von verdi eingeschlagenen Irrweg bieten? In den ohnehin schon raren Veröffentlichungen von verdi lesen die Beschäftigten darüber rein gar nichts.Der Stundenlohn wird für neu eingestellte Kolleginnen von BMT-G, Lohngruppe 1 von 9,53 auf 7,68 nach TVöD Entgeltgruppe 1 abgesenkt. Das bedeutet eine Absenkung des Eingangsgehalts um 20! Bestandsschutz für die bestehenden Arbeitsverhältnisse gibt es nicht, da ja nach der immer wieder veröffentlichten Meinung gerade der Reinigungsbereich von Outsourcing bedroht ist und deswegen auch der Lohn in bestehneden Arbeitsverhätlnissen abgesenkt werden kann. Verdi ist sich nicht zu schade, Frauen als Billig-Lohn-Kräfte zu diskriminieren und ein einen Kostensenkungswettbewerb einzusteigen. Und das alles auf dem Rücken von Frauen, deren Arbeit im öffentlichen Dienst ohne Aufstiegschancen bleibt und dazu am geringsten bezahlt ist. Dadurch das unsere Gewerkschaft Verdi den öffentlichen Dienst - die staatliche Verwaltung - auf eine Stufe mit Ausbeuterbetrieben in der gewerblichen Wirtschaft stellt, entlässt sie aus der sozialen Verantwortung, die sich aus dem Grundgesetz und den Landesverfassungen zwingend herleiten.Liebe Kollegen, kann es sein, dass Ihr Euch von der Basis unserer Gewerkschaft bereits Lichtjahre entfernt habt. Stellt Euch doch bitte die Frage danach, wer es ist, der Euch bezahlt. Wessen Interessen solltet Ihr vertreten? Wer keinen Wert auf Kontakt zur Basis legt, kann aber auch gar nicht wissen, was die Beschäftigten eigentlich wollen.
Wenn Ihr meint, daß nur die "an-/ungelernten Tätigkeiten" von Outsourcing bedroht sind, befindet Ihr Euch voll auf dem Holzweg. Es betrifft alle Bereiche, die von gewerblichen erledigt werden könnten. Ich nur nenne nur ein paar Beispiele aus der Kommunalverwaltung: IT-Service, Personalservice, Facilitymanagement, Gebäudemanagement, Kultur und ... und ...und.
Mit den ungeliebten "Billig"-Kräften ist den öffentlichen Arbeitgebern der Einstieg gelungen; bei den Tarifverlandlungen in den kommenden Jahren wird die Erpressung fortgesetzt werden.
Meine besten Wünschen für eine gute Nacht verbinde ich mit kollegialen Grüßen
Friedrich Elstermeier, Löhne
StephW . Donnerstag 1. September 2005 20:28
Erst einmal vorweg: Ich bin weder Mitglied von Verdi noch einer anderen Gewerkschaft des öD. Ich bin auch kein Angestellter, sondern "nur" Beamter. Aber zu diesem Tarifvertrag möchte ich mich trotzdem einmal zu Wort melden, denn letztendlich wird jede tarifliche Verschlechterung auch für uns Beamte unmittelbare Auswirkungen haben.
Herr Elstermeier schrieb:
"Liebe verdi-Kollegen,der neue TVöD ist wahrlich ein Quantensprung. Es ist verdi gelungen, die von den öffentlichen Arbeitgebern geforderten massiven Arbeitszeitverlängerungen im öffentlichen Dienst zu verhindern."
Dazu kann ich nur sagen, Sie alle unterliegen einem schweren Irrtum, wenn sie glauben, daß gerade die Regelungen zur Arbeitszeit und zum Urlaubs- und Weihnachtsgeld (die als einziges nahezu unangetastet geblieben sind) auch nur das Papier Wert sind, auf dem sie geschrieben sind!
http://www.bmi.bund.de/cln_028/Internet/Content/Common/Anlagen/Themen/Oeffentlicher__Dienst/DatenundFakten/neuerTarifvertrag/Anlage1__EinigungPostdam,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Anlage1_EinigungPostdam.pdf
Ziffer 7 ist sehr lesenswert! Dort heißt es nämlich sinngemäß, daß jeder Tarifabschluß in den Ländern, der eine Verschlechterung in diesen Punkten beinhaltet, als unmittelbares und vor allem unwiderrufliches Angebot an alle Arbeitgeber des öD. gilt.
Der schwächste (!!!) Landesverband in Deutschland verhandelt letztendlich für ALLE Arbeitnehmer des öD in ganz Deutschland - ohne weiteres Streikrecht der übrigen Betroffenen!!!
Verdi und der dbb-Tarifunion haben damit wirklich alle ihre Mitglieder verraten! Kein Angestellter des Bundes besitzt in den nächsten 35 Monaten noch das Recht, legal für seine Rechte einzutreten und die Kürzungsorgien der Politik zu verhindern!
Wer solche Tarifverträge unterschreibt, hat aber auch jedes Verantwortungsbewußtsein für seine Mitglieder aufgegeben....
Franklin . Freitag 2. September 2005 15:41
Wer einen anderen Blick auf den TVöD bekommen möchte, insbesondes welcher Zeitgeist regiert, dem empfehle ich sich das komplette Positionspapier "Ein zukunftsfähiges Vergütungssystem für die Diakonie" von der Webseite: Deutscher Evangelischer Krankenhausverband: www.dekv-ev.de herunterzuladen und zu studieren.
Die dort beschriebene Tendenz: dass sich die Menschen in Arbeitsbedingungen und Entlohnung den Marktverhältnissen anzupassen hätten, gehört auch zum Gedankengut vieler Bürgermeister, Landräte, Länderminister, Ministerpräsidenten und Mitglieder der jetzigen und künftigen Bundesregierung.
Die handelnden Personen in der Politik verfolgen mit diesem Ansatz schon lange nicht mehr die Idee einer Sozialpartnerschaft: in dem die öffentlichen Arbeitgeber und Gewerkschaften eine Rolle spielen und eine gesellschaftliche Funktion erfüllen konnten. Welche Rolle Gewerkschaften künftig spielen sollen müssen wir als Mitglieder verstärkt diskutieren. Um einigen Beiträgen zu widersprechen: nicht Verdi hat seine Mitglieder verraten, wir haben in Verdi schlichtweg keinen vorgeschriebenen Weg der Rückkopplung von Tarifverhandlungsergebnissen oder sollte ich sagen eine Tradition, wie Tarifverhandlungen zu moderien sind und sind deshalb auf die Urteilskraft der Mitglieder der Tarifkommission angewiesen. (In der Politik machen wir es doch genauso, wir wählen auf Zeit unsere Repräsentanten, und egal was für einen Unsinn die dann verzapfen, erst wenn Wahlen sind können wir als Volk daran etwas ändern.)
Horst . Samstag 3. September 2005 18:20
Und wieder mal totales sinnfreies Bla Bla von einem Verdi-Vertreter.
Aber vielen Dank für das Eingeständnis, dass die Verdi-Repräsentanten mit dem TvÖD totalen Unsinn verzapft haben!
Franklin . Samstag 3. September 2005 20:48
Hallo Horst !
Sie haben sich schon die Mühe gemacht zwei Sätze zu schreiben aber die Mühe, Ihre vorgefasste Meinung ggf. zu revidieren, oder Ihren Standpunkt darzustellen, dass haben Sie nicht.
Ich werte Ihren Beitrag nicht als "totales sinnfreies Bla Bla" sondern als eine verständliche emotionale Äusserung.
Ich erwarte jedoch von Ihnen, dass Sie keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Mein Beitrag ist keineswegs als Eingeständnis zu sehen, das die Verdi Kolleginnen und Kollegen in der Tarifkommission Unsinn verzapft haben.
Was sollen wir als Gewerkschaftler tun, wenn die Arbeitgeber uns als Verhandlungspartner nicht mehr ernst nehmen ? In der Öffentlichkeit werden sie dies bestreiten, ihre praktische Politik sieht anders aus.
Als Teilnehmer am letzten großen Streik im öffentlichen Dienst von 1992 weis ich sehr genau, dass es eine Organisation zerreissen wird, wenn Bedürfnise nicht erfüllt werden.
krempelino . Sonntag 4. September 2005 22:43
der letzte große streik, hört hört, war 1992.
und das ergebnis????
lachhaft.
wie alle ergebnisse der letzten Tarifrunden
das beste diesmal die Begünstigtenklausel, ein damoklesschwert für alle im ÖD beschäftigten Angestellten
mehr braucht man dazu nicht sagen, ich bin ausgetreten und das war gut so ;)
Friedrich Elstermeier . Freitag 9. September 2005 10:52
Liebe verdi-Kolleginnen und Kollegen,
offenbar war mein Beitrag vom 01. September missverständlich formuliert. Allerdings war ich der Meinung, aus dem Kontext meines Kommentars ergäbe sich zweifelsfrei, was ich vom TVöD als Quantensprung - halte. Dieser Begriff war von mir ironisch gemeint! Ich befürchte nämlich, dass der TVöD für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ein ganz tiefer Griff ins Klo ist.
Dank der unglaublich arroganten, völlig unzureichenden Informationspolitik der verdi-Führung, sickert eine ähnliche Erkenntnis bei den Beschäftigten erst sehr langsam durch. Die Kolleginnen und Kollegen finden ihre Informationen bei dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW u. a.; dort wird mit nichts hinter dem Berge gehalten. Warum auch? Die kommunalen Arbeitgeber äußern sich jedenfalls positiv zu den deutlichen Zugeständnissen, die die Gewerkschaften bereit waren, mit Abschluß des TVöD einzugehen. Ich, selbst seit 1970 ÖTV/verdi-Mitglied, habe jedenfalls noch kein informiertes Mitglied und noch keine Personalräte gesprochen, die sich den TVöD nicht ins Altpapier wünschten.
Auf über 200 (!) Power-Point-Seiten informiert beispielsweise der KAV NW offen und kostenlos über den TVöD. So wird auch mit dem, was unsere Kolleginnen im Reinigungsdienst zu erwarten haben, nämlich Lohneinbußen von sage und schreibe 20 % (!), keine Geheimniskrämerei betrieben. Und was macht verdi? Man hüllt sich in Schweigen und/oder haut den Kolleginnen und Kollegen Funktionärsphrasen um die Ohren. Warum, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ihr mit der Aushandlung des TVöD betraut seid, geht Ihr nicht in die Offensive in eine Informationsoffensive?
Merkt Ihr gar nicht, wie viel Porzellan Ihr zerschlagt und durch Euer Informationszurückhaltung schon zerschlagen habt? Merkt Ihr gar nicht, wie Ihr die Gewerkschaft schwächt? Warum sollte ich warum sollten andere - in dieser Organisation bleiben, geschweige denn auch noch eintreten? Wenn Ihr meint, verdi wäre zu schwach, um einen besseren Abschluß erzielt haben zu können, fragt Euch doch bitte, woran das liegen könnte.
Seit dem es die ÖTV nicht mehr gibt, habe ich erfahren, dass die Interessen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nicht mehr so vertreten werden, wie das einmal der Fall war. Ich finde mich, ich finde die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes mit ihren Interessen in dem Moloch verdi gar nicht mehr wieder. Da ich nicht isoliert im Rathaus arbeite, vermitteln mir meine Kolleginnen und Kollegen, dass sie meine Erfahrungen teilen. Geht Euch das, gehen Euch solche Wahrnehmungen wirklich gar nichts an?!
Was sollt Ihr auch tun, wenn - wie franklin schreibt die Arbeitgeber verdi als Verhandlungspartner gar nicht mehr ernst nehmen? Was für ein Armutszeugnis! Unglaublich! Aber wen in verdi geht das schon etwas an?
Wenn diese gewerkschaftliche Organisation verdi zur Kommunikation mit ihren Mitgliedern nicht mehr in der Lage ist, sollten die Verantwortlichen wirklich schnellstens überlegen, was grundlegend zu verbessern ist. Vor allen Dingen muß kommuniziert werden, was in der Denke des Kaders zu verändern ist. Wenn eine Gewerkschaftsführung nicht basisorientiert ist, frage ich mich, woran sie sich denn dann orientieren will. Es kann doch nicht sein, dass sie sich an ihren eigenen Phrasen ergötz, sich darauf beschränkt, in der großen Bundespolitik mitzumischen und ihr vorrangiges Augenmerk und ihre Führungskraft auf die Einführung von so genannten Neidsteuern konzentriert. Wer kümmert sich eigentlich um die Niederungen von handfester Arbeits- und Tarifpolitik? - um die für Euch wohl kleinen Dinge - die aber das Arbeitsleben der im öffentlichen Dienst Beschäftigten hautnah beeinflussen?
Was soll das, wenn der Genosse verdi-Vorsitzende Frank Bsirske nach einem DGB-Gewerkschaftstreffen mit Frau Merkel feststellt, dass es ihr letztendlich darum ginge, Lohnabsenkungen leichter möglich zu machen (Westfalenblatt vom 07.09.05 Freundlich im Ton ...). Was anderes als gerade das - Lohnabsenkungen leichter möglich - macht verdi mit dem TVöD?
Vielleicht sollte man die Tarife der doch so üppig gesegneten Gewerkschaftsfunktionäre den Tarifen der Reinigungskräfte anpassen, damit sie auf deren Augenhöhe in Verhandlungen eintreten können. Dann wüssten sie bestimmt, worüber sie verhandeln und was es bedeutet, deren Einkommen salopp mal soeben um 20 % zu schmälern. Dann hätten sie eine Ahnung davon, wie übel dieser Tarifvertrag ist.
Mit kollegialen Grüßen
Friedrich Elstermeier, Löhne
omega . Freitag 9. September 2005 11:54
Dann gründen wir halt eine neue Gewerkschaft. Ich wäre dabei.
Ulli . Freitag 9. September 2005 13:17
Ulli, Freitag 9. September 2005
Kann mir eigentlich mal jemand verbindlich sagen, war eigentlich mit dem BAT ist? Ist der nun gekündigt? Viele Arbeitsverträge (z. B. freie Wohlfahrtspflege) haben einzelvertraglich den BAT in der jeweils gültigen Fassung vereinbart, der TVÖD ist ja da nun nicht mit gemeint denn dann müßte ja in den Arbeitsverträgen stehen: ...oder eine ersetzende Regelegung. Ich könnte ja weiterhin gut mit dem BAT leben. Das neue Tarifwerk ist mir da viel zu kompliziert. Im übrigen schließe ich mich vom Ergebnis dem Mehrheit an.
Franklin . Freitag 9. September 2005 21:36
Hand auf Herz: den TVöD wird es nur dann nicht geben, wenn die öffentlichen Arbeitgeber Ihn nicht unterschreiben, weil er Ihnen noch zu teuer ist. (oder aus politischen Gründen gar nicht wollen).
Einen Erzwingungsstreik für den TVöD wird es auch nicht geben.
Was dann kommen wird, übersteigt derzeit unsere Kampfkraft und die Streikkasse.
Aber wir haben dann die Chance uns neu zu Positionieren.
Franklin . Freitag 9. September 2005 21:52
@ Uli
für die Bereiche, die sich an den alten BAT anlehnen, bleibt er auch. Es werden sich aber über kurz oder lang die Arbeitgeber überlegen, ob sie den alten BAT noch anwenden wollen.
Wenn keine originäre Tarifbindung besteht, können die Arbeitgeber z.B. bei Neueinstellunen jederzeit die Arbeitsbedingungen verschlechtern.
Horst . Samstag 10. September 2005 09:30
@Friedrich
Ich stimme mit jedem einzelnen Punkt Deines Blogs überein!
@Omega
Ich wäre auch sofort dabei, eine neue Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst zu gründen. Verdi ist eine Arbeitgebervertretung geworden und kümmert sich nen Scheiß um uns! Gott sei Dank bin Ich schon ausgetreten.
Hartmut . Montag 12. September 2005 10:43
Es wird höchste Zeit, eine neue Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst zu gründen. ver.di vertritt auf jeden Fall nicht die Interessen der Beschäftigten des öD. Die Herren der Gewerkschaftsleitung sind so abgehoben, dass sie sich nicht in die Lage der sozial Schwächeren versetzen können. ver.di ist ein Moloch, der jeden, der sich widersetzt sofort zertritt. Deswegen - Kollegen werdet aktiv.
Horst . Montag 12. September 2005 14:20
Recht so, Hartmut!
Ich rufe dazu auf die Warnstreiks in Niedersachsen und sonstwo für den Katastrophen-TvÖD sofort sein zu lassen und stattdessen beim BAT mit entsprechender Entgeltanhebung zu bleiben!
Der Marburger Bund hat übrigens die Tarifgemeinschaft mit Verdi gekündigt, weil sie von Verdi nicht mehr verarschen lassen.
Wann tun wir es Ihnen nach???
Andre . Montag 12. September 2005 15:59
Ergänzung zu meinem Kommentar vom 19.August:
[...]
Ich habe vor gut drei Monaten meinen Arbeitgeber gewechselt. Nun habe ich die Option, da ich gute Arbeit leiste, meine eigentlich bis November laufende Probezeit zu verkürzen. Nach der Probezeit wurde ein Aufstieg von nun BAT IVa in BAT III vereinbart.
Nach meinen Berechnungen ergibt sich folgendes Bild:
Wenn ich mein derzeitiges Gehalt von 2850,- (verh.; ein Kind) zum 1. Oktober überführe komme ich in die EG 10 zwischen Stufe 3 und 4. Mit Ende der Probezeit käme ich im November in die EG 11 Stufe 3 mit 2900,- .
Wenn ich die Probezeit vor Oktober beenden würde (mein Chef würde dies unterstützen), käme ich noch in Gruppe BAT III mit 3038,- (verh, ein Kind).
Ist das so richtig gedacht? Dann müsste ich auf 188 im Monat verzichten, wenn ich die Probezeit nicht verkürzen könnte???
[...]
Ergänzung:
Der zust. Personalsachbearbeiter hat sich grundsätzliche Fehler gemacht:
- falsche Zuordnung der EG
- falsche Annahme-> Höhergruppierungen sind auch zwischen 10/05 und 10/07 möglich, dann allerdings nach TVÖD
---> In meinem Fall ändert sich mein Brutto Gehalt wie folgt
z.Zt: BAT IV 2850 (s.o.)
(entspricht EG 11)
nach Höhergruppierung:
alt: BAT III ca. 3040
neu: TVÖD EG12 Stufe 3 3200
(EG12, da mein Diensposten einen Aufstieg nach BAT IIa vorsieht)
In meinem Fall macht die Brutto-Vergütung nach TVÖD also einen Vorteil von 160 Euro gegenüber einem Aufstieg nach den Reglen des BAT aus.
Dies ist natürlich nur eine Bestandsaufnahme. Das Endgehalt nach TVÖD ist dagegen geringer als nach BAT.
Andre . Montag 12. September 2005 16:09
Ergänzung zu meinem Kommentar vom 19.August:
[...]
Ich habe vor gut drei Monaten meinen Arbeitgeber gewechselt. Nun habe ich die Option, da ich gute Arbeit leiste, meine eigentlich bis November laufende Probezeit zu verkürzen. Nach der Probezeit wurde ein Aufstieg von nun BAT IVa in BAT III vereinbart.
Nach meinen Berechnungen ergibt sich folgendes Bild:
Wenn ich mein derzeitiges Gehalt von 2850,- (verh.; ein Kind) zum 1. Oktober überführe komme ich in die EG 10 zwischen Stufe 3 und 4. Mit Ende der Probezeit käme ich im November in die EG 11 Stufe 3 mit 2900,- .
Wenn ich die Probezeit vor Oktober beenden würde (mein Chef würde dies unterstützen), käme ich noch in Gruppe BAT III mit 3038,- (verh, ein Kind).
Ist das so richtig gedacht? Dann müsste ich auf 188 im Monat verzichten, wenn ich die Probezeit nicht verkürzen könnte???
[...]
Ergänzung:
Der zust. Personalsachbearbeiter hat sich grundsätzliche Fehler gemacht:
- falsche Zuordnung der EG
- falsche Annahme-> Höhergruppierungen sind auch zwischen 10/05 und 10/07 möglich, dann allerdings nach TVÖD
---> In meinem Fall ändert sich mein Brutto Gehalt wie folgt
z.Zt: BAT IV 2850 (s.o.)
(entspricht EG 11)
nach Höhergruppierung:
alt: BAT III ca. 3040
neu: TVÖD EG12 Stufe 3 3200
(EG12, da mein Diensposten einen Aufstieg nach BAT IIa vorsieht)
In meinem Fall macht die Brutto-Vergütung nach TVÖD also einen Vorteil von 160 Euro gegenüber einem Aufstieg nach den Reglen des BAT aus.
Dies ist natürlich nur eine Bestandsaufnahme. Das Endgehalt nach TVÖD ist dagegen geringer als nach BAT.
Horst . Montag 12. September 2005 17:27
@Andre
Wieso bekommst Du gleich 3200 Euro? Du wirst doch erst mal mit Deinen 3040 Euro übergeleitet. Die 3200 bekommst Du doch erst per 01.10.2007 oder?
Franklin . Montag 12. September 2005 17:42
@Horst
Na glauben Sie denn wirklich, dass gerade Verdi nun die Rolle Rückwärts macht und dass was in eindreiviertel Jahren mühevoll mit den öffentlichen Arbeitgebern verhandelt wurde nun auf einmal nicht mehr wahr sein soll.
Wenn die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber nicht vor der Wahl den TVöD unterzeichnet wird der Bundesinnenminister für den Bund auch nicht mehr unterzeichnen, um einer neuen Bundesregierung nicht vorzugreifen.
Erst wenn diese Situation eintritt, kann eine Bewertung durch die Tarifkommission vorgenommen werden: Ergebniss ?.
Um es nochmals Klarzustellen: ich persönlich halte den TVöD auch nicht für der Weisheit letzter Schluß aber immerhin immer noch besser, als gar nicht mehr mit den öffentlichen Arbeitgebern verhandeln zu können. Selbst wenn Verdi den alten BAT wieder wollte: da spielen die öffentlichen Arbeitgeber nicht mehr mit: die sagen sich dann weg mit Schaden mit dem alten BAT und ziehen dann ihr eigenes Ding durch.
Dann können die Verdi Mitglieder streiken bis sie schwarz werden.
Dass der Marburger Bund die Tarifunion verlassen hat, ist mir nicht bekannt. Wenn der diesen Schritt tut: dass spiegelt die Lage der Ärztinnen und Ärzte auf dem Arbeitsmarkt wider. Häme ist da nicht angebracht: in der Vergangenheit war der MB immer Trittbrettfahrer und nicht treibende Kraft bei Tarifverhandlungen. Wenn der MB offen propagiert, Verbesserungen für Ärztinnen und Ärzte sich vom Pflegepersonal und anderen Berufsgruppen zu holen, dann ist der Schritt nur konsequent und kein Anlass zur Trauer für Verdi. Die Ärztinnen und Ärzte bringen sich duch Ihre Aktionen ins Gespräch, bewirken werden sie aber wenig, denn sie werden bisher von den öffentlichen Arbeitgebern nicht ernst genommen.
Eine neue Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst, diese Idee überzeugt mich nicht. Was sollte denn diese Ihrer Meinung nach anders machen ? dass würde mich brennend interessieren.
Frank . Montag 12. September 2005 17:48
@Andre
Die Frage, die Horst gestellt, hat würde mich auch interessieren.
Franklin . Montag 12. September 2005 17:50
@Horst
Na glauben Sie denn wirklich, dass gerade Verdi nun die Rolle Rückwärts macht und dass was in eindreiviertel Jahren mühevoll mit den öffentlichen Arbeitgebern verhandelt wurde nun auf einmal nicht mehr wahr sein soll.
Wenn die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber nicht vor der Wahl den TVöD unterzeichnet wird der Bundesinnenminister für den Bund auch nicht mehr unterzeichnen, um einer neuen Bundesregierung nicht vorzugreifen.
Erst wenn diese Situation eintritt, kann eine Bewertung durch die Tarifkommission vorgenommen werden: Ergebniss ?.
Um es nochmals Klarzustellen: ich persönlich halte den TVöD auch nicht für der Weisheit letzter Schluß aber immerhin immer noch besser, als gar nicht mehr mit den öffentlichen Arbeitgebern verhandeln zu können. Selbst wenn Verdi den alten BAT wieder wollte: da spielen die öffentlichen Arbeitgeber nicht mehr mit: die sagen sich dann weg mit Schaden mit dem alten BAT und ziehen dann ihr eigenes Ding durch.
Dann können die Verdi Mitglieder streiken bis sie schwarz werden.
Dass der Marburger Bund die Tarifunion verlassen hat, ist mir nicht bekannt. Wenn der diesen Schritt tut: dass spiegelt die Lage der Ärztinnen und Ärzte auf dem Arbeitsmarkt wider. Häme ist da nicht angebracht: in der Vergangenheit war der MB immer Trittbrettfahrer und nicht treibende Kraft bei Tarifverhandlungen. Wenn der MB offen propagiert, Verbesserungen für Ärztinnen und Ärzte sich vom Pflegepersonal und anderen Berufsgruppen zu holen, dann ist der Schritt nur konsequent und kein Anlass zur Trauer für Verdi. Die Ärztinnen und Ärzte bringen sich duch Ihre Aktionen ins Gespräch, bewirken werden sie aber wenig, denn sie werden bisher von den öffentlichen Arbeitgebern nicht ernst genommen.
Eine neue Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst, diese Idee überzeugt mich nicht. Was sollte denn diese Ihrer Meinung nach anders machen ? dass würde mich brennend interessieren.
Andre . Dienstag 13. September 2005 08:07
Ich habe mich da genau vorher erkundigt:
Steht zwischen 1.10.2005 und 1.10.2007 eine Höhergruppierung an, wird nach den Regeln des TVÖD gehandelt.
Das heisst Überleitung zum 1.10.2005 in eine persönliche Zwischenstufe (Besitzstandswahrung). Nach §6 Abs(2) des Tarifvertrags für Überleitung (TVÜ) findet dann bei einer Höhergruppierung in diesem Zeitraum ein Wechsel in die entsprechende höhere Entgeldgruppe statt. Die Stufe muss dann mindestens dem Betrag der persönlichen Zwischenstufe entsprechen. Danach gelten für weitere Aufstiege die Regelmn und Zeiten des TVÖD. Ohne Aufstieg innerhalb o.g. Zeitraum (Normalfall) wird zum 1.10.2007 die persönliche Zwischenstufe in die nächst höhere Stufe des TVÖD übergeleitet.
Ich habe folgende Wahl:
- Höhergruppierung vor Oktober 2005 (nach BAT, eine Verkürzung meiner Probezeit und damit Aufstieg ist aufgrund meiner guten Leistungen möglich ;-))
oder
- im November 2005 (nach TVÖD, reguläres Ende meiner Probezeit).
Für mich ist es besser erst nach den neuen Regeln des TVÖD´s höhergruppiert zu werden, s.o. Im Klatext: Für mich (Sonderfall?) gibt es im TVÖD erst mal mehr Geld.
Horst . Mittwoch 14. September 2005 09:24
@Franklin
Ich glaube nur noch eins:
Es lohnt sich nicht mehr Verdi-Vertreter (da gehören Sie offensichtlich zu) ernst zu nehmen.
Hier werden konkrete Fragen gestellt und alles was von Verdi kommt ist politisches Bla Bla.
Verdi hat mir und tausenden anderen im öffentlichen Dienst Geld geklaut und ich will so einen volksverdummenden Scheiß () von Ihnen und von Nehring nicht mehr hören.
Lesen Sie sich endlich mal die Beiträge hier im Blog von oben bis unten durch, damit Sie endlich verstehen, dass die Angestellten im öffentlichen Dienst von Verdi die Schnauze voll haben und sich nicht mehr verarschen und totquatschen lassen wollen.
Franklin . Mittwoch 14. September 2005 16:58
@ Horst
Ja ich bin bekennendes Verdi Mitglied und nehme auch Ihre Meinung ernst.
Dieser Blog dient dem Meinungsaustausch: für die Beantwortung konkreter Fragen ist er weniger geeignet, da es viele Sachverhalte gibt, die erklärt werden müssen und den Rahmen des Blogs sprengen würden.
Vergleicht man die Entgeltstrukturen des alten BAT mit dem des TVöD ergeben sich auf die gesamte mögliche Erwerbsbiographie gesehen finanzielle Einbußen: dies wird nicht bestritten war aber auch von den Arbeitgebern und Verdi so gewollt.
Es gibt viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die mit der Tarifpolitik von Verdi nicht einverstanden sind: es ist aber allemal besser über Tarifverträge zu verhandeln, als die Arbeitsbedingungen verordnet oder gar gesetzlich aufgezwungen zu bekommen. Ich weis ganz genau, dass diese Äusserung wie Hohn und Spott in Ihren Ohren klingt.
Aber wollen sie wirklich, dass die Tarifverträge nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten und alle anderen Beschäftigten Ihre Arbeitsbedingungen in Einzelverhandlungen mühsam selbst aushandeln sollen. Möglich wäre dies weil der BAT, TVöD, etc. nicht allgemeinverbindlich sind. Die öffentlichen Arbeitgeber haben bisher so viel Anstand, den jeweils geltenden Tarifvertrag als Mindestarbeitsbedingeungen und akzeptiertes Bezahlniveau für alle Beschäftigten anzuwenden;(und weil das auch nur so verwaltungs-ökonomisch ist).
Stefan Schelp . Freitag 16. September 2005 23:47
Die Basis in den Betrieben muss aktiviert, richtig aufgerührt und aufgewühlt werden. Eine beschönigende Verdiinfopolitik ist da ganz fehl am Platz. Der TVöD ist kein Erfolg sondern das frustrierende Ergebnis eines Abwehrkampfes, weil wir schwach sind. Ein Indiz für unsere Schwäche ist ist das Vorgehen des MB`s. Das muss den Kolleginnen und Kollegen klar gemacht werden. Entweder kriegen die den Hintern hoch oder eine Konkurenzorganisation stiehlt uns die Butter vom Brot. Wer anders als wir hier, die sich auch im Block äussern, soll diese Basisarbeit leisten. Wir sind die Elite, wir haben keine besseren.
Franklin . Samstag 17. September 2005 21:09
Kollege Stefan Schelp trifft in einem Punkt den Kern der Sache: ja wir sind schwach aber wir haben als ehrenamtliche Verdianer es selbst in der Hand mit zielgerichteter Basisarbeit wieder Kampangenfähig zu werden, wirkungsvolle Solidaritäts- und Warnstreikaktionen zu organisieren und auch, wenn es darauf ankommt, Streikfähig zu sein.
Daran arbeite ich auch im meinem Betrieb. packens wir an und krempeln die Ärmel hoch!
Gerd . Montag 19. September 2005 14:21
Weiß jemand wo man sich wegen Lohnfortzahlung nach dem TVÖD erkundigen kann?
Franklin . Montag 19. September 2005 19:34
Hallo Gerd !
Lade dir den allgemeinen Teil des TVöD von der Verdi Webseite runter PDF Datei ca. 320 KB dort § 22 Lohnfortzahlung. Wenn Du das nicht verstehst (leider sind Tarifverträge in einer Sprache abgefasst, die man nicht auf anhieb versteht, aber mir geht es auch so) frage deinen Personalsachbearbeiter, der kann dir bestimmt weiterhelfen.
Franklin . Montag 19. September 2005 19:34
Hallo Gerd !
Lade dir den allgemeinen Teil des TVöD von der Verdi Webseite runter PDF Datei ca. 320 KB dort § 22 Lohnfortzahlung. Wenn Du das nicht verstehst (leider sind Tarifverträge in einer Sprache abgefasst, die man nicht auf anhieb versteht, aber mir geht es auch so) frage deinen Personalsachbearbeiter, der kann dir bestimmt weiterhelfen.
Sven . Mittwoch 21. September 2005 08:48
Hallo zusammen!
Kann mir bitte jemand eine Frage beantworten?
Arbeite beim Land Niedersachsen (bekanntlich noch mit BAT) im öffentlichen Dienst und bin verheiratet. Meine Frau arbeitet bei einer Kommune und bekommt ab 01.10. den TvÖD.
Im TvÖD gibt es ja keinen Verheiratetenzuschlag mehr. Kann ich als "Noch BAT´ler" jetzt den vollen Verheiratetenzuschlag beantragen?
Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar!
Franklin . Mittwoch 21. September 2005 13:48
Hallo Sven,
ja beantrage den vollen Verheiratetenzuschlag, steht Dir ab 01.10.2005 zu.
Eine Auswirkung des TVöD ist, dass wenn ein Ehepartner im Geltungsbereich des BAT beschäftigt ist und der andere im Geltungsbereich des TVöD, der Ehepartner mit TVöD bei der Berechnung des Vergleichsentgelts den halben Vereiratetenzuschlag gestrichen bekommt und der andere Ehepartner den Anspruch auf den vollen Verheiratetenzuschlag erhält.
Herrn Möllring, den Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft der Länder hat diese Auswirkung auf die Länderhaushalte mit ca. 100 Mio Eur Mehrkosten beziffert. Hat Ihn natürlich geärgert.
Eigentlich müsste die Kommune Ihrer Frau schon bald, wenn nicht bereits geschehen, eine Mitteilung an Ihre Bezügestelle übermittelt haben.
Die Personalabteilung meiner Frau hat dies so gehandhabt und ich selbst brauche den vollen Verheiratetenzuschlag nicht extra beantragen.
Dennoch der Tipp: den vollen Verheiratetenzuschlag beantragen.
Sven . Mittwoch 21. September 2005 13:54
@Franklin
Ein schadenfrohes Hi Hi Hi an Herrn Möllring...:-)!
Danke Dir für die Info!
Henny . Mittwoch 21. September 2005 22:16
Hallo!
Ich habe für folgenden Fall eine Frage zur Überleitung in den TVöD:
Nach altem BAT wurde für einen Arbeitsplatz eine Stellenbewertung durchgeführt. Das Ergebnis würde eine Höhergruppierung bedeuteten. Nun kommt es jedoch zu dem Umstand, dass die Höhergruppierung nicht sofort, sondern erst später, d. h. nach Überleitung in den TVöD "umgesetzt" werden soll. Nun folgt die Überleitung in den TVöD mit dem "derzeitigen" Gehalt; später dann die Höhergruppierung in die Entgeltgruppe, die der Eingruppierung nach BAT-Stellenbewertung enstprochen hat. Nun liegt diese "Höhergruppierung" betragsmäßig gesehen aber deutlich unter der "Höhergruppierung" nach altem BAT-Recht.
Die Grundsätze der Überleitung in den TVöD besagen jedoch, dass es keine Schlechterstellung gegenüber dem alten BAT geben soll. Wie kann bzw. muss in einem solchen Fall verfahren werden? Besteht ein Anspruch auf Höhergruppierung mit dem Gehalt, dass man nach altem BAT erhalten hätte?
Vielen Dank für eine Antwort!
Peter . Donnerstag 22. September 2005 09:59
Ich kann mich den Kommentaren zur Info-Politik von ver.di nur anschliessen.
Vielen Kolleginnen und Kollegen wird jetzt erst klar, was der neue TVöD für sie beinhaltet. Es wurde von ver.di bereits vor einem Jahr die Chance verpasst, denn Mitgliedern klar darzustellen was der neue TVöD im wesentlichen beinhaltet. Dann hätten Alternativen diskutiert werden und eine Kampfbereitschaft gegen diesen TVöD festgestellt werden können. Wir haben im Oktober 2004 bei einem Treffen der BTK in Nürnberg gegen den TVöD demonstriert. Kollege Bsirske hat uns damals versprochen, dass die Mitglieder breit informiert werden müssen. Nix ist geschehen. Mit diesem Scheißvertrag haben wir eine Spaltung der Belegschaft ab 1.10.2005 in alte relativ noch geschützte Arbeitnehmer, die zumindest ihren derzeitigen Besitzstand relativ wahren können und den Neueinstellungen zu den Bedigungen das TVöD. In den Entgeltgruppen 2 bis 4 kann es im Rahmen der Knautschzonenverhandlungen etvl. noch böse Überraschungen geben. Im worstcase finden sich die Kolleginnen und Kollegen in Entgeltgruppe 1 wieder. Massive finanzielle Einbrüche kann es auch bei den diversen vielfältigen Zulagen geben, die wegfallen können. Unsere Situation: Gespaltene Belegschaft in alte und neue Arbeitnehmer sowie in Berufsgruppen innerhalb eines Unternehmens, die unterschiedliche tarifliche Interessen haben siehe MB in Krankenhäusern (Cockpitsituation).
Meine Forderungen: Auflösung der BTK,
Bsirske abwählen, Martin in die Wüste schicken und aus ver.di wieder eine demokratische Mitgliederorganisation machen.
Andreas . Donnerstag 22. September 2005 17:40
Kann mir jemand beim interpretieren helfen?
Gilt der untere Passus aus dem Überrleitungstarifvertrag jetzt nur für Angestellte die zwischen dem 01.10.2005 und dem 30.09.2007 höhergruppiert werden UND für Angestellte die zum 01.10. die Hälfte ihrer Bewährungszeit hinter sich haben, oder gilt das auch für Angestellte die zwar die Hälfte ihrer Bewährungszeit hinter sich haben, aber erst später höhergruppiert werden (bei mir 01.03.2009).
Danke für Eure Hilfe!
Aus dem Geltungsbereich des BAT / BAT-O in eine der Entgeltgruppen 2 sowie 9 bis 15 übergeleitete Beschäftigte, die am 1. Oktober 2005 bei Fortgeltung des bisherigen Tarifrechts die für eine Höhergruppierung erforderliche Zeit der Bewährung oder Tätigkeit zur Hälfte erfüllt haben und in der Zeit zwischen dem 1. November 2005 und dem 30. September 2007 höhergruppiert wären, erhalten ab dem Zeitpunkt, zu dem sie nach bisherigem Recht höhergruppiert wären, in ihrer bisherigen Entgeltgruppe Entgelt nach derjenigen individuellen Zwischen- bzw. Endstufe, die sich ergeben hätte, wenn sich ihr Vergleichsentgelt (§ 5) nach der Vergütung aufgrund der Höhergruppierung bestimmt hätte <<
Ede . Freitag 23. September 2005 15:57
Die öD Ärzte (Hartmannbund) sind ja bestimmt keine Dummerchen.
Die sagen, daß der TVöD eine finanzielle Katrastrophe wäre.
http://212.227.175.155/
Wer hat nun recht? VERDI oder Hartmannbund?
Ede . Freitag 23. September 2005 15:57
Die öD Ärzte (Hartmannbund) sind ja bestimmt keine Dummerchen.
Die sagen, daß der TVöD eine finanzielle Katrastrophe wäre.
http://212.227.175.155/
Wer hat nun recht? VERDI oder Hartmannbund?
Franklin . Freitag 23. September 2005 22:29
Hallo Ede:
vergleicht man über eine gesamte Erwerbsbiographie das erzielbare Einkommen nach BAT mit dem aus dem TVöD kommt man zu den Zahlen des Marburger Bundes.
Ich kann den Schritt des Marburger Bundes verstehen, die Tarifgemeinschaft mit Verdi aufzukündigen und künftig für sich allein zu verhandeln. Auch die Forderung des MB nach einer spürbaren Erhöhung der Ärzteeinkommen und Verbesserung der Arbeitsbedingungen kann ich nachvollziehen.
Das Grundproblem wird aber sein: kann man als Gewerkschaft die Forderungen auch durchsetzen ?
Für Verdi ist der BAT ein Auslaufmodell: Tarifpolitische Fortentwicklung wird es nur auf der Basis des TVöD geben.
Wenn man die Zukunft des Arbeitsmarktes für Krankenhausärzte realistisch einschätzt so zeichnet sich eine Entwicklung ab die darin besteht: Grundgehalt und Arbeitsbedingungen nach einem Tarif zuzüglich aussertarifliche Vergütung bzw. Einzelarbeitsvertrag ohne Tarifbindung und frei ausgehandelter Vergütung. Dann braucht man als Arzt eher einen Fachanwalt für Arbeitsrecht als eine Gewerkschaft.
Anne . Sonntag 25. September 2005 15:23
Wer kann mir helfen ?
Eigentlich hätte ich zum 01.10.05 meine
Bewährungszeit zu mehr wie 50% erfüllt. Jetzt werden mir aber aufgrund einer "Ausschlussfrist" 6 Monate Bewährungszeit einfach weggerechnet d.h. ich kann die 50% bis zum 01.10. deshalb nicht mehr schaffen. Ist das so korrekt ?
Außerdem darf mir durch den Systemwechsel ja eigentlich kein Nachteil entstehen d.h. 2006 hätte ich eigentlich
einen Aufstieg erreicht, der jetzt scheinbar
einfach unwirksam wird.
Um eine klärende Hilfestellung wäre ich sehr dankbar !
Franklin . Sonntag 25. September 2005 16:22
Hallo Anne !
Aufgrund Deiner Angaben kann keiner Dir eine genaue Auskunft geben.
Es muss geprüft werden, ob dein Arbeitgeber sich tatsächlich auf die Ausschlußfrist von sechs Monaten zur Geltendmachung eines Anspruchs berufen kann.
Als erste Anlaufstelle empfehle ich dir den eigenen Personalrat zu konsultieren. Dem kannst Du den Sachverhalt in einem persönlichen Gespräch vortragen und vielleicht genügt ein Blick in die Kommentierung zum BAT, ob Dein Arbeitgeber korrekt gehandelt hat.
Wenn Du Verdi Mitglied bist, hole dort Rat.
Ansonsten müsstest Du einen Fachanwalt für Arbeitsrecht mit der Prüfung des Sachverhalts beauftragen und ggf. Dein Recht durchsetzen.
Ede . Dienstag 27. September 2005 06:53
Inflation bei 2,5%, dürfte noch weiter steigen.
Und dann 3 Jahre Nullrunde!?!
DREI JAHRE!?!
LUDWIG vOGT . Mittwoch 28. September 2005 11:34
Zukunftsfrage für unser Land der neue TVÖD, wer glaubt dass damit alle Probleme gelöst sind,dem muss ich sagen dass das nicht so ist. Das ist ein erster Schritt auf einem langen Weg,wir sind nicht alleine in Deutschland. VW neues Model" Beschäftigte verdienen 20% unter Haustarif.BASF setzt auf China zehn Prozent Produktions verlagerung Fa.Siemens ,Daimler-Chreisler,setzt auf Pesonal abbau,die EU setzt auf die Liberalisierung Telekom-Post-Verkehrs und Energiemärkten,nicht zu vergessen die Gesundheitsdienstleistungen.diesen Weg können nur wir gemeinsam gehen,wenn wir Glauben das Können wir besser dann ist zeit zum Handeln !!!!
Thorsten . Donnerstag 29. September 2005 07:18
Hallo,
ich habe gerade heute dieses Forum entdeckt. Zu dem Kommentar von Friedrich Elstermeier von Freitag 9. September 2005 hätte ich eine Frage. Dort schreibt Friedrich u.a. "Auf über 200 (!) Power-Point-Seiten informiert beispielsweise der KAV NW offen und kostenlos über den TVöD". Nun habe ich mich auf den Seiten der KAV-NW umgesehen und keine Power-Point-Folien gefunden. Möglicherweise gibt es die Folien inzwischen ja auch nicht mehr. Falls die jemand runtergeladen hat, wäre ich für eine kurze Info hier im Forum dankbar. Grüße, Thorsten
Franklin . Donnerstag 29. September 2005 08:24
Hallo Thorsten !
Habe auf der Seite der KAV-NW nachgesehen. Die Pdf Datei mit dem Power Point Vortrag zum TVöD ist dort nicht mehr im Angebot. Habe diese auf meinem Rechner zu Hause. Wenn Du interesse hast siehe unter
www.f-cafe.homepage.t-online.de zur Kontaktaufnahme
otto schily . Donnerstag 29. September 2005 21:13
herzlichen dank liebe gewerkschaft für diesen abschluss der mich in eine glaubenskrise führt ! ich kann nämlich nicht glauben wie die angestellten im ÖD abserviert werden !alle in zukunft anstehenden altersufenerhöhnugen kann ich mir abschminken das führt bei meiner vorsichtig angesetzten berechnung bei renteneintritt mit 65 jahren zu einem verlust von circa 50.000,- euro brutto !
aber mann muss ja froh sein das man weiterhin arbeiten darf ? und das urlaubsgeld ? auf wiedersehen ! demnächst zusätztlich noch erhöhung der arbeitszeit ! ich werde kurzfristig bei verdi austreten um halbwegs die kosten aufzufangen ! anscheinend ist mich euch eh nichts los ! tschö
keule . Donnerstag 29. September 2005 21:17
otto schily ? was bist du denn für einer ? sei froh das du arbeiten kannst und nahezu unkündbar bist !
Ludwig Vogt . Freitag 30. September 2005 07:53
Auf Arbeit, Gewerkschaften,TV,schimpft man so lange, bis man keine mehr hat.
Mancher ertrinkt lieber,als dass er um Hilfe ruft.......
Ede . Freitag 30. September 2005 10:18
@Keule
Das is mal wieder so ein Satz.
Geld verdienen braucht man in Deutschland ja nicht, alles umsonst??
Ede . Freitag 30. September 2005 10:23
Übrigens, bei der DFS, Deutsche Flugsicherung, haben die Mitarbeiter VERDI auch (wegen "arbeitgebernahen" Abschlüssen) rausgeschmissen und eine Hausgewerkschaft gegründet. Funktioniert bei denen prima.
Rainer Nehring . Freitag 30. September 2005 12:19
@ otto schily
Ich bedauere deine Entscheidung
Ich halte sie für falsch.
Jeder der die Gewerkschaft verlässt
schwächt gleichzeitig unsere Durchsetzungsfähigkeit.
Eine schwache Durchsetzungsfähigkeit schwächt die Verhandlungsposition.
Ein "Teufelskreis" entsteht und wir sind gezwungen
Kompromisse einzugehen die weitreichender sind als wir das wollten.
Gleichzeitig versuchen einzelne Berufgewerkschaften ihr Glück,
was eine weitere Spaltung mit sich bringt.
Anfänglich ist es durchaus möglich erfolgreich zu sein.
Langfristig verlieren wir alle.
M.Weber . Freitag 30. September 2005 18:33
Es gibt noch nette Arbeitgeber.
Mein Kommentar vom 3. August (gekürzt):
Private Gründe erfordern bei mir einen Arbeitgeberwechsel zum 1.10.05
Bisher Bat4a, 33 Jahre, verh. = 3010,54
Zukünftig Entgeldgruppe 10, Stufe 1 = 2340 - Macht 670 weniger.
Die Tage war ich zur Unterschrift des Arbeitsvertrags dort. Und Sie bieten mir von sich aus Stufe 2 an, also 2600.
So verliere ich durch den Wechsel also nur 410 pro Monat. Sind bei einfacher Sparanlage von Netto 200 monatlich über 35 Jahre Restarbeitszeit lächerliche 200.000. Als Verdi-Mitglied verliert man das doch gerne, oder ?
Danke Verdi
Es ist euch gelungen, dass sich sogar die Arbeitgeber für diesen Tarifvertrag schämen.
Ede . Freitag 30. September 2005 18:40
@M.Weber
Siehst DU,
positiv denken.
Die par KFZ oder die Eigentumswohnung, die Du während deiner Lebensarbeitszeit verlierst, sind doch Peanuts!
Wer braucht schon Geld in D-Land. Sogar Benzin und Heizung sind ja fast kostenlos.
Oder habe ich da was falsch verstanden?
omega . Samstag 1. Oktober 2005 16:01
CGB-Pressedienst:
BAT und BMT-G gelten fort
Arbeitgeber zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert!
Das Tarifvertragswerk TVöD soll zum 1. Oktober 2005 in den Einrichtungen des Bundes und der Kommunen für alle Arbeitnehmer in Kraft treten. Allerdings kann dieses neue Tarifvertragswerk rechtssicher lediglich auf die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di und der dbb-tarifunion angewendet werden.
Mitglieder der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) und des DHV-Deutscher Handels- und Industrieangestellten Verband fallen nach wie vor unter den Tarifschutz des Bundesangestelltentarifvertrages (BAT). Gleiches gilt für die Mitglieder des Marburger Bundes und die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, die in ihren Arbeitsverträgen eine konkrete Bezugsnahme auf das alte Tarifvertragswerk haben. Das ist die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst.
Abhilfe könnten die Arbeitgeber nur schaffen, indem sie mit den Gewerkschaften ablösende Tarifverträge unterzeichnen. Für die Arbeitsverhältnisse, bei denen nur die Bezugnahme auf den alten Tarifvertrag vereinbart ist, müssten die Arbeitgeber Änderungskündigungen aussprechen. Diese müssten von den Arbeitnehmern akzeptiert werden. All dies ist bislang jedoch nicht geschehen und damit birgt die aktuelle Situation um den TVöD große arbeitsrechtliche Risiken.
"Jede Behauptung, dass der Neuabschluss mit ver.di und der dbb-tarifunion für alle Arbeitsverhältnisse im Öffentlichen Dienst gelten müsse, ist Unsinn", so CGB-Generalsekretär Gunter Smits. Gegenüber den CGB-Mitgliedsgewerkschaften ist das alte Tarifvertragswerk bis heute nicht gekündigt worden. Es wurde auch keine neue Vereinbarung unterzeichnet, mit der das neue Tarifvertragswerk für deren Mitglieder in Kraft gesetzt wird. Folglich können die Neuabschlüsse mit ver.di und der dbb-tarifunion keine Rechtskraft für alle anderen Arbeitsverhältnisse entfalten. "Man sollte vom Bundesinnenminister und den Verhandlungsführern der Kommunen genügend rechtlichen Sachverstand erwarten, damit auch diese erkennen, dass Verträge zu Lasten Dritter verfassungswidrig sind",so Smits weiter.
Für seine Mitgliedsgewerkschaften DHV und GÖD fordert der CGB deshalb Bund und Kommunen auf, unverzüglich Tarifverhandlungen anzubieten, damit die bestehende Tarifkonkurrenz zwischen TVöD und BAT/BMT-G zeitnah aufgehoben werden kann. "Solange kein neuer Tarifvertrag mit unseren Mitglieds- gewerkschaften abgeschlossen worden ist, gilt der BAT/BMT-G für unsere Mitglieder fort", so Smits abschließend.
V.i.S.d.P.: Gunter Smits
Habe ich im Internet gefunden.
Anne . Samstag 1. Oktober 2005 16:18
Lieber Franklin,
danke für die Antwort vom 25.09. auf meine Frage. Mittlerweile bin ich klüger
(ein Anwalt berät mich). Also, die Ausschussfrist darf nicht auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Ohne
juristische Hilfe ist im öffentlichen Dienst
scheinbar kaum was zu erreichen.
Trotzdem habe ich mich über die Antwort
gefreut. Merci.
Anne
Peter . Sonntag 2. Oktober 2005 12:01
Urlaubsaufschläge
Richtig oder Falsch?
Nach dem alten Tarifvertrag erhielt man Urlaubsaufschläge berechnet nach dem Verdienst des Vorjahres. Hierbei wurde ein Multplikator ermittelt bei dem auch Überstunden, Rufbereitschaften etc. berücksichtigt wurden.
Nach dem TVÖD werden laut § 21nur noch die letzten 3 Monate ohne Überstunden bzw. Sonderentgelt berechnet.
Dass bedeutet für viele Arbeiter/innen wenn es denn so ist, teilweise enorme Einbußen.
Wenn jemand seinen Jahresurlaub erst nach dem 01.10.2005 antritt wird er einen Urlaubsaufschlag nicht mehr bekommen. Bei der Zahlung des Sozialzuschlages hat man zumindest noch den 31.12.2005 als Übergang für bis dahin geborene Kinder vereinbart.
Ich hoffe, dass ich diesen Teil des TVÖD nur nicht richtig interpretiert habe.
Franklin . Sonntag 2. Oktober 2005 20:24
@ Ede
Zu deiner Frage im Beitrag vom 23.09. wer hat Recht: Marburger Bund oder ver.di: dass kann man so ganz eindeutig nicht sagen.
Siehe hierzu Link: www.verdi.de/fb3/tarifarbeit. Dort ist unter anderem ein Dokument, welches die Gehälter von Assistenzärzten nach BAT mit dem vom TVöD vergleicht. Übrigen Text Bitte auch lesen !
Das Ergebnis, aus Ver.di sicht, ist gar nicht so schlecht. Wenn man aber 30% mehr Gehalt fordert, wie der Marburger Bund, dann kommt man zu einer anderen Sichtweise.
harry . Sonntag 2. Oktober 2005 22:06
Familienfreundlichkeit???
Der TVÖD sieht angeblich eine Besitzstandswahrung vor, wird aber indirekt durch beamtenrechtliche Regelungen unterhöhlt.
Wir sind eine Familie mit 3 Kindern, meine Frau ist Beamtin in Teilzeitbeschäftigung, wobei das Kindergeld an sie ausgezahlt wird.
Nach dem neuen TÖVD verringert sich mein Gehalt um 53 Euro. Bisher hat meine Frau den vollen Kinderbestandteil erhalten, ich natürlich keinen. Durch den neuen Vertrag wird mein Gehalt ohne Kinderortszuschlag eingefroren und meine Frau erhält nur noch die Hälfte (da Teilzeit), also 205,34 Euro weniger, da die Konkurenrenzregelung jetzt nicht mehr greift. Wegen dem schon überschrittenen Stichtag ist ein Wechsel des Kindergeldberechtigten nicht mehr möglich.
Die Zusicherung des Bestandsschutzes hat uns in falscher Sicherheit gewogen.
Offensichtlich zählen Familien mit Kindern(neben den Arbeitsplatzwechslern) zu den Spitzenreitern bei den Verlierern!
Ede . Montag 3. Oktober 2005 14:20
Lieber Harry,
VERDI und DBB-Tarifunion haben ja explizit gesagt, das in einem "modernen" Tarifvertrag Familienbestandteile nichts zu suchen haben.
Es soll nur noch Leistung zählen.
Und wie wir alle unsere ö. Arbeitgeber kennen, werden die Leistung schon ausreichend vergüten (?)
M.Weber . Montag 3. Oktober 2005 16:58
na Ede,
für die Leistungen die im ÖD erbracht werden sind wir doch alle längst überbezahlt.
Vielleicht sollte ich mich tatsächlich in der Gewerkschaft angagieren und die Löhne an die tatsächliche Leistung anpassen.
Ist doch nen innovativer Gedanke mal für weniger auf die Strasse zu gehen.
Was verdient Mann denn als Funktionär bei Verdi ?
Entschuldigung ich meinte natürlich was Mann erhält.
Friedrich Elstermeier, Löhne . Donnerstag 6. Oktober 2005 17:02
Friedrich Elstermeier, Löhne
TVöD quo vadis?
Für alle, die sich von verdi nicht ausreichend informiert fühlen, habe ich einige interessante Links herausgesucht. Dabei ist unter 3) auch die gesuchte power-point-presentation des KAV-NW
1. http://www.gew.de/Tarifvertrag_oeffentlicher_Dienst_2.html
2. http://www.gew.de/Krankengeld.html
3. http://www.kav-nw.de/kav/PPP-TVOED-15-08-2005.pdf
4. http://www.bundesangestelltentarifvertrag.de/
5. http://www.tarifunion.dbb.de/
6. http://www.tarifunion.dbb.de/nachrichten/anlagen/tvoed_041005_9.1.xls
7. http://www.tarifunion.dbb.de/aktuell/Modernisierungstarifverh/modernisierung.htm
8. http://www.kavberlin.de/index.cfm?EB6643CDF4D54B77B274F2875B0283E8
9. http://www.marburger-bund.de/bundesverband/aktuelles/tarifpolitik/mb-tarifverhandlungen/index.htm
10. http://www.marburger-bund.de/bundesverband/pressestelle/mitteilungen/zs2005/4405.html
11. http://paul.schubbi.org/cgi-bin/oed/rechner?tarif=T
12. http://www.bmi.bund.de/cln_012/lang_de/Internet/Content/Common/Anlagen/Themen/Oeffentlicher__Dienst/DatenundFakten/bat/Einigung__der__Tarifparteien,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Einigung_der_Tarifparteien
13. file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/B2601009/Lokale%20Einstellungen/Temporary%20Internet%20Files/Content.IE5/2LOFIXY5/tarifergebnis%5B1%5D.ppt#256,1,TVöD Neugestaltung des Tarifrechts im öffentlichen Dienst Abschluss Potsdam (9. 2. 2005)
14. http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/1145/94/
Mit kollegialen Grüßen
Friedrich Elstermeier
Andreas . Donnerstag 6. Oktober 2005 20:49
Hallo,
folgender Sachverhalt stellt sich bei uns dar:
Ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst und meine Frau ist Beamtin in Teilzeitbeschäftigung. Wir haben ein Kind. Meine Frau war bis vor einem Monat in Elternzeit. Durch den TV ÖD wird mir der Anteil im Ortszuschlag für Verheiratete (hier 100%, da ich den Anteil meiner Frau wegen Elternzeit noch hatte), sowie der Anteil im Ortszuschlag für unser Kind komplett gestrichen und in das Gehalt meiner Frau übergeleitet. Leider weiß ich noch nicht, ob Sie den gesamten Betrag (oder nur anteilig wegen Teilzeit) erhält. Fakt ist aber: Aufgrund der ungünstigeren Steuerklasse 5 meiner Frau werden hier bereits unterjährig Einbußen zu verzeichnen sein.
Was sich aber viel gravierender auswirkt: Falls wir uns für ein weiteres Kind entscheiden sollten, und meine Frau danach wieder in Elternzeit geht, fehlen uns ca. 200!
Diese Ungerechtigkeit ist nicht hinnehmbar!!!
Auf der Homepage von verdi (http://www.verdi.de/neues_tarifrecht_oed/fragen_und_antworten)
finden sich am 06.10.2005 folgende Sätze:
Gibt es Beschäftigte, die bei der Überleitung am 1. Oktober 2005 Lohn- oder Gehaltseinbußen haben könnten?
Niemand wird zum Zeitpunkt der Überleitung finanziell schlechter gestellt. Für einige Beschäftigte wird es aufgrund der vereinbarten Überleitungsregeln sogar Entgeltsteigerungen geben. Alle Lohn- und Gehaltsbestandteile werden zum 1. Oktober 2005 übergeleitet oder als Besitzstand weitergezahlt.
Dies ist der blanke Hohn!!!
Die Politik wünscht sich Kinder, damit die Zukunft Deutschlands gesichert ist.
Für uns gilt: Aufgrund dieses Tarifvertrages, der in den nächsten Jahren noch weitere Kürzungen vorsieht, können wir uns ein 2. Kind nicht mehr leisten.
Ich bitte und fordere jeden auf, der sich in einer ähnlich gelagerten Situation wie wir befindet mit uns unter christophe485233@aol.com Kontakt aufzunehmen. Vielleicht können wir zusammen etwas erreichen. Ich hoffe nur, das es sich bei den oben beschrieben Auswirkungen nur um handwerkliche Fehler handelt, die noch korrigiert werden. Aber auch hierzu brauchen wir viele Stimmen.
Danke und Grüße
Andreas
Katinka . Donnerstag 6. Oktober 2005 23:53
Auch ich bin zutiefst erschrocken über den TVöD. Bin zur zeit noch bei einem privaten Träger, meine Beschäftigung endet im Juni 2006. Ein ausgeschriebenes Stellenangebotangebot einer Behörde änderte sich von BAT Vb auf Entgeltgruppe 9,2 TVöD. Auch ich würde ca. 700,- Euro weniger verdienen.Mache mir Sorgen, wenn ich diesen finanziellen Abstieg ausschlage evtl. nächstes Jahr noch schlechtere Angebote bekomme, weil der Arbeitsmarkt im sozialen Bereich so schlecht zahlt.
Klaus . Freitag 7. Oktober 2005 05:50
Hallo, ich habe mich wirklich über den Abschluss des TvÖD geärgert,da ich ja 1% vom Grundentgelt zahlen muss,nach altem Recht 5b Stufe 7 > ca 20 Euro.
Nach TvÖD Entgeldgruppe 9 Stufe 4 sind das schon 27 Euro, oder nicht ?
Gibt es dadurch ein Sonderkündigungsrecht zum Austritt aus der Verdi?Weiterhin hat sich meine Tätigkeit vom gewerblichen zum Angestellten geändert?
Mfg Klaus
Andreas . Freitag 7. Oktober 2005 22:55
Hallo,
folgender Sachverhalt stellt sich bei uns dar:
Ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst und meine Frau ist Beamtin in Teilzeitbeschäftigung. Wir haben ein Kind. Meine Frau war bis vor einem Monat in Elternzeit. Durch den TV ÖD wird mir der Anteil im Ortszuschlag für Verheiratete (hier 100%, da ich den Anteil meiner Frau wegen Elternzeit noch hatte), sowie der Anteil im Ortszuschlag für unser Kind komplett gestrichen und in das Gehalt meiner Frau übergeleitet. Leider weiß ich noch nicht, ob Sie den gesamten Betrag (oder nur anteilig wegen Teilzeit) erhält. Fakt ist aber: Aufgrund der ungünstigeren Steuerklasse 5 meiner Frau werden hier bereits unterjährig Einbußen zu verzeichnen sein.
Was sich aber viel gravierender auswirkt: Falls wir uns für ein weiteres Kind entscheiden sollten, und meine Frau danach wieder in Elternzeit geht, fehlen uns ca. 200!
Diese Ungerechtigkeit ist nicht hinnehmbar!!!
Auf der Homepage von verdi (http://www.verdi.de/neues_tarifrecht_oed/fragen_und_antworten)
finden sich am 06.10.2005 folgende Sätze:
"Gibt es Beschäftigte, die bei der Überleitung am 1. Oktober 2005 Lohn- oder Gehaltseinbußen haben könnten?
Niemand wird zum Zeitpunkt der Überleitung finanziell schlechter gestellt. Für einige Beschäftigte wird es aufgrund der vereinbarten Überleitungsregeln sogar Entgeltsteigerungen geben. Alle Lohn- und Gehaltsbestandteile werden zum 1. Oktober 2005 übergeleitet oder als Besitzstand weitergezahlt."
Dies ist der blanke Hohn!!!
Die Politik wünscht sich Kinder, damit die Zukunft Deutschlands gesichert ist.
Für uns gilt: Aufgrund dieses Tarifvertrages, der in den nächsten Jahren noch weitere Kürzungen vorsieht, können wir uns ein 2. Kind nicht mehr leisten.
Ich bitte und fordere jeden auf, der sich in einer ähnlich gelagerten Situation wie wir befindet mit uns unter christophe485233@aol.com Kontakt aufzunehmen. Vielleicht können wir zusammen etwas erreichen. Ich hoffe nur, das es sich bei den oben beschrieben Auswirkungen nur um handwerkliche Fehler handelt, die noch korrigiert werden. Aber auch hierzu brauchen wir viele Stimmen.
Danke und Grüße
Andreas
Lena . Samstag 15. Oktober 2005 07:03
Hallo,
mir geht es ähnlich wie Katinka. Mir wrde ein befristeter Vertrag angeboten, damals mit der Option nach einem Jahr in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu wechseln. Nun ist geplant die Stelle zu den neuen Konditionen auszuschreiben. Ich frage mich, warum diese Einschränkung (alt gilt nur, wenn keine Unterbrechung) von Gewerkschaftsseite zugelassen wurde. Das öffnet doch Tür und Tor bei allen befristeten Verträgen...
Karina . Montag 17. Oktober 2005 10:38
Hallo,
für mich persönlich ist der TVöD ein Desaster ohnegleichen, obwohl es auch Leute gibt, die davon profitieren.
Meine Situation stellt sich wie folgt dar. Ich bin übergeleitet worden aus der Vb Stufe 7 mit Ortszuschlag Stufe 2 in die EG9 Stufe 3+. Am 01.10.07 gehts in Stufe 4 (1,14 mehr gegenüber jetzt) und am 1.10.20016 in die Stufe 5 d.h. 11 Jahre lang dasselbe Entgelt (bis auf die 1,14 eben). Strukturausgleich gibt es nicht. Ich habe gegenüber dem BAT-O bis zur Erreichung meiner Endstufe Einbußen von ca. 20.000 auf unsere 94% Ost gerechnet ohne irgendwelche Zulagen.
Die Größte Schweinerei ist jedoch, daß die Kollegen, die aus der Vb Stufe 6 übergeleitet wurden und am 1.10.07 in die Gleiche Stufe 4 kommen, ab dann für 9 Jahre einen Strukturausgleich in Höhe von 48 (5184). So werden also die jüngeren Kollegen besser gestellt.
Bisher war ich überzeugtes Gewerkschaftsmitglied aber dieser Abschluss bringt meine Überzeugung sehr ins Wanken.
M.Weber . Montag 17. Oktober 2005 22:29
Hehe,
das ist noch gar nichts - wartet mal ab was passiert wenn die ersten Frauen aus der Erziehungszeit wieder einsteigen wollen, womöglich noch Stundenreduziert.
LOL und wenn ich an die Erweiterung auf die 40 Stundenwoche denke - eine Verwaltung in einer Kleinstadt mit etwa 600 Mitarbeitern verliert dadurch langfristig 15-20 Arbeitsplätze.
Und wozu Strukturausgleich ? Es gibt doch bald Leistungsbezogene Zuschläge.
Für Verdi-Mitarbeiter bedeutet das dann halt Geld abgeben statt zu erhalten ; =)
Udo . Dienstag 18. Oktober 2005 11:07
Hallo,
habe eine Frage zur Überleitung.
Ich wäre im Dezember in die nächste Lebensaltersstufe gekommen. Habe ich als "Spätgeborener" nun einfach Pech gehabt?
Udo . Dienstag 18. Oktober 2005 11:08
Hallo,
habe eine Frage zur Überleitung.
Ich wäre im Dezember in die nächste Lebensaltersstufe gekommen. Habe ich als "Spätgeborener" nun einfach Pech gehabt?
Udo . Dienstag 18. Oktober 2005 11:22
Hallo,
habe eine Frage zur Überleitung.
Ich wäre im Dezember in die nächste Lebensaltersstufe gekommen. Habe ich als "Spätgeborener" nun einfach Pech gehabt?
Karina . Dienstag 18. Oktober 2005 13:35
Hallo Udo,
genauso isses. Die nächste Stufe bekommst du erst 1.10.07.
Noch bitterer ist es ,wenn du so wie ich, durch eine höhere Lebensaltersstufe in die höhere Entgeltstufe übergeleitet worden wärest. So ist alles futsch.
Alle die, die in ihre individuelle Endstufe gekommen sind, haben da Glück, da sie nach dem TVöD dort wo sie sind nicht hingekommen wären.
... wieder Pech für die jüngere Generation.
Udo . Dienstag 18. Oktober 2005 13:49
Hallo Karina,
die nächst höhere Entgeltstufe hätte ich in knapp drei Jahren erreicht. Resultat: Tja, zum zweiten mal ... Gewinner sind wohl nur die "Alten" ab einer gewissen Lebensaltersstufe. Fazit zum Tarifvertrag(zumindest für meine Altersstufe): Pest!
M.WEber . Donnerstag 20. Oktober 2005 12:20
@ Karina ... wieder Pech für die jüngere Generation.
und das Spiel geht weiter.
Auf ihrer eigenen Internetseite veröffentlicht Verdi den aktuellen Abschluss für Krankenhäuser in Baden Württemberg.
Dort heist es u.a. -unter 40 jährige 30 min länger arbeiten und über 55 jährige 30 min weniger.
Das macht fast 1,3% Gehaltskürzung unten und 1,3 % Erhöhung oben - oder wird das Gehalt entsprechend angepasst ?
Fazit : Die jüngere Generation bis 40 Jahren verdient zukünftig mehr als 2,5% weniger als die über 55 jährigen.
Wie alt sind eigentlich Bsirske&Co. ?
Dieter . Donnerstag 20. Oktober 2005 22:01
Es ist immer gut zu Jammern. Sicherlich ist der TVöD nicht das gelbe vom Ei. Wer ist bereit in Zukunft auf die Strasse zu gehen und den TVöD zu verbessern. Den Wir, die Mitglieder sind die Gewerkschaft. Denkt daran.
M.Weber . Freitag 21. Oktober 2005 09:21
@Dieter
Das ist kein Jammern sonder purer Zynismus und Verzweiflung.
Wer von den Mitgliedern ist denn tatsächlich über Inhalte informiert gewesen?
Wer hat Diskutiert ?
Wer hat die unterschiedlichen Konstellationen an "realen" Arbeitnehmersituationen durchgerechnet ?
Wer hat begriffen das wir 5mio Arbeitslose haben und Arbeitgeber ein Liste von geeigneten Bewerbern haben, ohne groß verhandeln zu müssen?
Wer hat zugestimmt die Jungen weiter zu beuteln während die Alten Besitzstand erfahren und weniger arbeiten müssen?
Wer hat gelesen, das die Mitgliederversammlung aufgefordert ist den neuen Abschluss durch zu winken ?
Ihr, die Mitglieder, habt einen Vorstand gewählt dem mehr als eine Berufsgruppe bereits die Verhandlungskompetenz entzogen hat, ein Prozess dem sich vermutlich weitere anschliessen.
Eure Arbeit kostet mich mehr als 250.000 in den nächsten 35 Jahren.
Und daran werde ich lange denken.
Frank Brüschke . Freitag 21. Oktober 2005 09:48
Der TVöD ist für die Arbeitnehmer eine Katastrophe.
So wurde zum Beispiel die Unkündbarkeit praktisch aufgehoben und die Leistungszulage wird ab 2007 u.a. durch Kürzungen bei der Jahressonderzahlung ausschließlich von den Beschäftigten finanziert.
Zum Verzichten braucht man keine Gewerkschaft.
Ede . Freitag 21. Oktober 2005 10:32
Bin ja mal gespannt, wie das ist, wenn ein Ehepartner Beamter/in ist, der ande Angestellte/r.
Beim Angestellten fällt durch die Gnade von VERDI (KEINER WIRD SCHLECHTERGESTELLT!!!!) nun der halbe Verheiratetenzuschlag weg. Der Beamte müsste nun den vollen Verheiratetenzuschlag bekommen.
In meinem Fall hat meine (Bundes-) Behörde schon signalisiert, "geht uns nichts an, kümmern wir uns nicht drum".
der sich noch mehr wundert . Freitag 21. Oktober 2005 11:02
Da muß ich m.Weber voll zustimmen. Die Mitglieder sind nicht gefragt worden.
Einen schlechteren Tarivvertrag habe ich sonst nirgendwo gesehen. Auch micht betrifft der Wegfall des Verheiratetenzuschlages. Ausserdem gibt es Ungerechtigkeiten bei der Überleitung in die Neuen Entgeldgruppen. Und das wird so weiter gehen.
Ein Katastrophe nach der Anderen
wuppertaler . Freitag 21. Oktober 2005 21:49
Danke Ver.di !
Im Juni 1999 habe ich eine Neue Aufgabe übernommen. Ab 1.12 1999 befinde ich mich im 8 Jährigen bewährungsaufstieg von IVb nach IVa. heute habe ich mehr als 5 Jahre und 6 Mon hiervon abgesessen, also mehr als 50%.
Tja leider hätte ich bis zum 30.09.07 8 Jahre um haben, habe bis dahin aber nur 7 Jahre und 10 Mon. geschafft.
SCHADE pech gehabt wurde mir mitgeteilt.
2 Mon zu spät.
Wie mir geht vielen in unserer Abteilung.
Deshalb werden wir uns bei Ver.di für dieses Geschänk an die AG (SPD) bedanken und zu 100% der Gewerkschaft kann es auch nicht schlimmer kommen, und wen doch habe ich wenigstens nicht dafür bezahlt.
wuppertaler . Freitag 21. Oktober 2005 22:17
ich meine 5 Jahre und 10 Mon.
Sven . Sonntag 23. Oktober 2005 17:48
Sven, 23.10.05
Ich bin auch im Bewährungsaufstieg von der IVa zur III, na jedenfalls gewesen, da ich noch keine 50% der Zeit erreicht habe. Für mich ist so ein Verhandlungsergebnis vollkommen unverständlich und ungerecht. Ich habe meinen Dp wegen des Bewährungsaufstieges übernommen und nun wird einfach ein willkürlicher Schnitt gemacht, so dass einige ihn bekommen und andere nicht. Das mit dem Verheiratetenzuschlag betrifft mich auch. Keiner sollte schlechter gestellt werden! Wenn Verdi so etwas sagt, dann wissen die nicht was sie verhandelt haben.
Tom D. . Sonntag 23. Oktober 2005 22:12
künftig 250 EUR weniger !?
Durch Wegfall des Verheiratenzuschlages § 5 Abs.2 Satz 2 TVÜ, in meinem Fall ist meine Frau Beamtin, hat dies nicht nur kurzfrisitge Folgen, wenn der Eheparnter bspw. in Erzeihungszeit geht, sondern auch sehr hohe langfristige Einkommensverluste mit sich bringen:
Unter Berücksichtung des 1/2 Verheiratetenzuschlages liege ich ca. 20 EUR über einer Erfahrungsstufe. Durch Nichtberücksichtung werde ich ca. 30 EUR unterhalb dieser Erfahrungsstufe. In 2 Jahren steige ich nun in die nächsthöhere Erfahrungsstufe auf. Meine zuerwartende Steigerung ist nun nur 30 EUR statt 250 EUR!
-----------------------------------------------
aktuelles Gehalt BAT (VKA)
Gruppe IV b Stufe 5 Gesamtbrutto: 2750,55 EUR
----------------
normalerweise Überleitung in
Entgeldgruppe 9, Stufe 4 (2730 EUR): 2750,55 EUR
Zum 1.10.2007 in nächst höhere Stufe: Stufe 5: 2980 EUR
Ortszuschlag: 555,81
-----------------
Aber § 5 Abs.2 Satz 2 TVÜ:
der ½ Verheiratetenzuschlag ca. 55 EUR ab 1.10.2005 nur noch bei der Ehefrau (Beamtin) gem. berücksichtigt wird:
Entgeldgruppe 9, Stufe 3: (2410 EUR): ca. 2695 EUR
Zum 1.10.2007: EG 9, Stufe 4: 2730 EUR
Dies bedeutet ab 1.10.2007 ein Unterschied von 250 EUR
--------------------------------------------------------
Alle, die ebenfalls auf Ortszuschlag 1 "heruntergesetzt" werden, sollten prüfen, ob es in diesem Fall eine Erfahrungsstufe ausmacht und sich dann umgehend an die jeweils zuständige Gewerkschaft Bitte um Klärung durch die Tarifkommission wenden. Ver.di hat ja veröffentlicht, dass bis zum 30.Nov noch Lösungen gesucht werden.
In diesen Fällen würde es ja reichen, wenn die betreffenden Personen mindestens die Erfahrungsstufe bekommen, in die sie unter Berücksichtung des Verheiratetenzuschlages gekommen wären.
Gurß
Tom
wuppertaler . Montag 24. Oktober 2005 11:04
habe mir das gerade mal durchgerechnet
aufstieg nach IVa am 1.10.2007 statt 1.12.2007 hätte 580,- mehr ab dem 1.10.2007 bedeutet.
geburtstag im oktober statt im November hätte bei der Überleitung gleich 80, und ab 1.10.07 nochmal 120,- mehr gebracht (auch ohne berücksichtigung des BW Aufstieges)
bin übrigens 32 Jahre alt.
Also noch mindestens 33 J bis zur Rente.
= 2 X über den Tisch gezogen worden
Borges . Montag 24. Oktober 2005 12:13
Es gibt eine weitere Konstellation, die zu einem direkten Einkommensverlust führt:
Dér kinderbezogene Ortszuschlag wird bei teilzeitbeschäftigen Angestellten, die bisher aufgrund bestimmter Bedingungen den vollen kinderbezogenen OZ bekommen haben, nunmehr teilzeitgekürzt. Betroffen sind bei uns in der Regel alleinerziehende Mütter, deren (Ex-)Ehepartner auch Angestellte sind.
Die Aufweichung vom Besitzstandsprinzip an genau dieser Stelle läßt meinen Glauben an die Aufmerksamkeit der Verhandlungspartner schwinden. Die entspechende Antwort in der Verdi-FAQ zum TVöD, dass keiner finanziell schlechter gestellt wird, ist definitiv und auch direkt falsch. Siehe §11 TVÜ und entsprechende Protokollnotiz.
War das ein Versehen?
Thorsten . Donnerstag 27. Oktober 2005 18:05
Die Verhandlungsführer von verdi und die offensichtlich nur zum Abnicken vorhandene Bundestarifkommision sind des mehrfachen und wiederholten Gehaltsdiebstahls schuldig. Es kotzt mich einfach nur noch an!!! Verdi ist eine Lügenbande ("Keiner wird schlechter gestellt..."!) die in die Wüste geschickt gehören.
Leute:
In Euren Arbeitsverträgen ist in der Regel Bezug auf den BAT genommen. Wenn Ihr kein Verdi Mitglied seid, könnt Ihr verlangen weiter nach BAT bezahlt zu werden (siehe auch Beitrag von omega von Samstag 1. Oktober 2005 16:01).
Zeigt Verdi und den Arbeitgebern die rote Karte!!!
Markus . Freitag 28. Oktober 2005 10:28
Hallo,
kann man in unserem Fall mit einer Sonderlösung rechnen? Meine Frau ist Beamtin (LBV) und nur zu 50% beschäftigt, ich wurde als Angestellter vom BAT übergeleitet in den TvöD. Nun wurde mein Vergleichsentgelt mit Ortszuschlag Stufe 1 (ledig) berechnet, weil meine Frau Anspruch auf den vollen Familienzuschlag (Stufe 1) hat. Da sie aber nur zu 50% beschäftigt ist, hat sie auch nur Anspruch auf 50 % Familienzuschlag, uns fehlt also die Hälfte des Zuschlages. Noch dazu kommt, dass meine Frau im Oktober das letzte Gehalt bekommt wegen nun anstehender 2 jähriger Elternzeit.
Gruß
Friedrich Elstermeier, Löhne . Freitag 28. Oktober 2005 10:59
Friedrich Elstermeier, 28. Oktober 2005
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in meinem Beitrag vom 01. September 2005 schrieb ich unter anderem:
»Das unfassbarste, was sich unsere verdi-Kollegen geleistet haben, ist für mich, dass sie unsere Kolleginnen im Reinigungsdienst mit ihren Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst auf den Weg ins ewige Eis schicken.
Mit der Einführung der Niedriglohngruppe und der Option der Entgeltniveau-Absenkung für Tätigkeiten in den Billiglohgruppen E 1 - 4 für von Outsourcing bedrohte Bereiche (u. a. Gebäudereinigung) hat verdi den Arbeitgebern eine Ermächtigung zum Erpressen eingeräumt. Unseren Kolleginnen im Reinigungsdienst sollen die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen können und entscheiden dürfen: entweder weniger Geld oder Stellenabbau.
Wenn der Genosse verdi-Vorsitzende Frank Bsirske schon das CDU/CSU-Wahlprogramm 2005 als schlechte Perspektive für Beschäftigte bezeichnet, frage ich mich, wie er die Aussichten benennen will, die sich für die Arbeiterinnen auf dem von verdi eingeschlagenen Irrweg bieten? In den ohnehin schon raren Veröffentlichungen von verdi lesen die Beschäftigten darüber rein gar nichts.
Der Stundenlohn wird für neu eingestellte Kolleginnen von BMT-G, Lohngruppe 1 von 9,53 auf 7,68 nach TVöD Entgeltgruppe 1 abgesenkt. Das bedeutet eine Absenkung des Eingangsgehalts um 20%!
Bestandsschutz für die bestehenden Arbeitsverhältnisse gibt es nicht, da ja nach der immer wieder veröffentlichten Meinung gerade der Reinigungsbereich von Outsourcing bedroht ist und deswegen auch der Lohn in bestehenden Arbeitsverhältnissen abgesenkt werden kann.«
Diese, wie ich meine, deutliche Warnung wurde bei verdi gar nicht verstanden; vielleicht wurde sie ja auch gar nicht gelesen, oder man oder frau in verantwortlicher Position unserer Gewerkschaft haben sie schlicht und ergreifend ignoriert.
Und nun haben wir, haben die Kolleginnen und Kollegen im Reinigungsdienst, den Salat:
Die kommunalen Arbeitgeber lassen durch ihren Verband natürlich nichts anbrennen.
1. Dieser weist seine Mitglieder ausdrücklich darauf hin, dass tarifvertraglich die neue Entgeltgruppe 1 vereinbart wurde. Sie findet für ab dem 1. Oktober 2005 neu einzustellende Beschäftigte unmittelbare Anwendung.
2. Die Tarifvertragsparteien haben mit ihren Beispielen Maß und Richtung für die Auslegung des allgemeinen Begriffs Beschäftigte mit einfachsten Tätigkeiten vorgegeben.
Nach Überzeugung der kommunalen Arbeitgeberverbände haben auch Reinigungskräfte im Innenbereich einfachste Tätigkeiten wahrzunehmen; demzufolge sind sie in der neuen Entgeltgruppe 1 eingruppiert so wie nach dem Beispielkatalog Hausarbeiter/innen, Wärter/innen von Bedürfnisanstalten, Spülkräfte in Küchen oder aber auch Reiniger/innen im Außenbereich.
3. Das Nichtbesetzen der untersten Entgeltgruppe sieht der Arbeitgeberverband als tarifwidrig an.
4. Der Arbeitergeberverband prophezeit ansonsten das Ende der Reinigung nach dem öffentlichen Tarifrecht.
5. Der Arbeitgeberverband geht davon aus, dass kein öffentlicher Arbeitgeber neue Reinigungskräfte ohne Zusatzqualifizierung höher eingruppieren wird als in die EG 1 TvöD.
Dabei weiß der Arbeitgeberverband bereits, dass ansonsten viele seiner Mitglieder an sich beabsichtigte Neueinstellungen sofort in Leiharbeitsverhältnisse umwandeln bzw. die Reinigungsleistungen fremd vergeben oder die entsprechenden Bereiche dann endgültig outsourcen.
Was war es doch gleich, was ich am 1. September schrieb?:
Unseren Kolleginnen im Reinigungsdienst sollen die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen können und entscheiden dürfen: entweder weniger Geld oder Stellenabbau.
Ja, es stimmt. Es gibt in der Tat Bürgermeister und Kämmerer, die geradezu heiß darauf sind, auf Biegen und Brechen, auf Teufel komm heraus den Reinigungsbereich in gewerbliche Hände legen zu können. Dabei dürften aber eher haushaltskosmetische Gründe im Fordergrund stehen: Durch die Umwandlung von Personalkosten in Sachkosten können Personalstellen im Haushaltsplan herab gefahren werden, ohne das es bei den gut und auch hoch bezahlten Kräften im Kernbereich der kommunalen Administration zu wirklich entscheidenden, Steuern sparenden Veränderungen und zu Arbeitsverdichtungen kommt.
Es stimmt aber auch, dass es durchaus Bürgermeister und Kämmerer gibt, die ihr Personal nicht allein als Kostenfaktor sondern eher als Erfolgsfaktor eines kommunalen Dienstleistungsbetriebes ansehen. Die Zahl dieser Entscheider nimmt langsam aber sicher zu. Die Erkenntnis, dass die eigenen Kräfte sehr wohl wirtschaftlich arbeiten und damit zur Haushaltskonsolidierung beitragen können, wenn man sie denn lässt und sie mit modernen Mitteln technisch als auch administrativ unterstützt, gewinnt an Raum. Dass das geht, haben wir in Löhne bewiesen, im übrigen leider ohne die erbetene Mitarbeit durch verdi. Der hiesige optimierte städtische Reinigungsservice stellt sich jetzt dem Wettbewerb mit der gewerblichen Reinigungswirtschaft und behauptet sich souverän. Arbeitsplätze im kommunalen Reinigungsdienst wurden nicht nur gesichert sondern auch ausgebaut. Und das ohne der Notwendigkeit einer Vergütung der Kolleginnen nach der niedrigsten Entgeltgruppe.
Aber Verträge sind einzuhalten. So auch der TVöD mit seiner Billiglohngruppe.
Wenn verdi jetzt mit seinem Flyer Nr. 4 Unseren Reinigungsdienst fair behandeln! die Kolleginnen und Kollegen im Reinigungsdienst vor den Tücken des offenbar mit ganz heißer Nadel gestrickten TVöD warnt, hoffe ich sehr vorsichtig, dass bei den verdi-Granden nun die Morgendämmerung beginnt und die Erkenntnis reift, welchen Mist sie ausgehandelt haben.
Daß der Kommunale Arbeitgeberverband mit seiner Tarifrechtsauffassung doch wohl nicht so falsch liegen kann, beweist neben meiner Befürchtung m. E. auch das Votum der Kollegin Bleker, Mitglied der Bundestarifkommission und Arbeiterin in der Gebäudereinigung der Stadt Recklinghausen. Sie äußerte sich in VERDI PUBLIK EXTRA im September folgendermaßen:
...das materielle Ergebnis für die Arbeiterinnen und Arbeiter geht in Ordnung. Jeder wird auf seinem Lohnstreifen im Oktober das Geld finden, das er auch im September gehabt hat. Für die neu Einzustellenden wird es allerdings nicht ganz so positiv aussehen.
Was und wen mag die Kollegin mit dem letzten Satz ihrer Bemerkung konkret im Sinn gehabt haben!? Ob man das wohl je erfährt? Daß die Realität für die Kolleginnen und Kollegen im Reinigungsdienst noch schlimmer ausfällt als von der Kollegin Bleker geahnt, hätte sie und mit ihr die Tarifkommission wohl auch nicht in den grässlichsten Träumen vorstellen können: Auch die Alt-Kräfte werden nicht allenorten das im Geldbeutel behalten können, was sie noch im September als Arbeitslohn hatten.
Und weiter - verdi selbst warnt seinem Flyer Tarifrunde 2005 Nr. 11 vor anderen negativen Folgen des neuen Tarifvertrages:
Ein Arbeitsplatzwechsel im öffentlichen Dienst nach dem 01. Oktober 2005 will wohl überlegt sein. Wer das tut, gefährdet dadurch seinen Besitzstandsschutz und Vertrauensschutz. Der neue öffentliche Arbeitgeber behandelt sie oder ihn wie eine(n) Neueingestellte(n). Es sei denn, der Arbeitgeber stuft sie oder ihn höher ein.
Liebe Kolleginnen und Kollegen der Tarifkommission,
das ist nicht nur für mich grotesk. Ihr wollt das doch wohl nicht allen ernstes als einen gewaltigen Fortschritt des neuen TVöD (gegenüber des verstaubten BAT) darstellen! Dieser TVöD ist ein Quantensprung rückwärts! Darüber kann auch Eure unaufrichtige Jubelausgabe von PUBLIK EXTRA nicht hinwegtäuschen, in der Ihr Euch besoffen vor Selbstgefälligkeit beweihräuchert und gegen jedes bessere Wissen wohl glauben machen wollt, es gäbe keine beißende Kritik an diesem irrwitzigen Tarifabschluß. Wenn dann noch ein verdi Flyer für Reinigungskräfte mit den Worten abschließt mit ver.di bist du gut beraten! ist das der blanke Hohn. Richtiger müsste es eher heißen: Mit verdi bist du total verraten!
Mit kollegialen Grüßen
Friedrich Elstermeier
Sandra . Freitag 28. Oktober 2005 13:33
Hallo zusammen,
bei mir gibt es folgendes Problem:
Ich habe 2 Kinder und bin im Öffentlichen Dienst angestellt. Zurzeit bin ich in Elternzeit und während dieser zu 30% Beschäftigt.
Mein Mann ist Zeitsoldat bis 2009, also wird er nach Beamtenrecht bezahlt. Da er Vollverdiener ist erhält er für unsere beiden Kinder jewiels ca. 90 Familenzuschlag f. Kinder und den Halben Ehegattenanteil ca. 50 . Ich bekommen die andere Hälfte Ehegattenanteil, auch 50 .
Ab 01.10.05 bekomme ich keinen Ehegattenanteil mehr bezahlt, dafür bekommt ihn mein Mann ganz (was ich mir nicht aussuchen kann), bis 2009.
Wenn mein Mann dann aus der Bundeswehr ausscheidet, zu dieser Zeit bin ich dann wirder zu 100% beschäftigt, erhalte ich weder den Familenzuschlag Kind noch den Ehegattenzuschlag zurück,(Überleitung Stand 01.10.05) Macht zusammen ca. 280, die wir ab 01.10.2010 weniger bekommen.
Nach Aussage meiner Personalabteilung ist es persönliches Pech. Wäre mein Mann nicht bei der Bundeswehr würden die Zuschläge bei mir mit übergeleitet und wenn er Ausscheidet ist es sein Problem.
Das kann doch nicht Sinn und Zweck der Sache sein, oder??
max . Freitag 28. Oktober 2005 21:31
Hallo Kollegen,
jetzt wird es Öffentlich!!!!Jetzt kann man es nicht mehr verstecken. Detr neue Tarifvertrag ist eine einzige Katastrophe.
Ich persönlich bin gleich zweimal betroffen.
Erst die Wegnahem des halben Ehegattenzuschlages, da mein Frau nur Teilzeitbeschäftigt ist, ein realer Verlust, und dann die falsche Eingruppierung in die neuen Entgeldgruppen. Eine tiefer, wie ich sein müßte.
Mir und meinen Kollegen steht nur der Klageweg offen, das wurde uns auch so vom Arbeitgeber gesagt.
Die Verantwortlichen, die diesen Mist zustandegebracht haben, solltern sich schämen.
Von der dreijährigen Nullrunde will ich garnicht reden.
Norbert . Sonntag 30. Oktober 2005 01:08
TVöD - Überleitung - Familienzuschlag
Liebe Kollegen/innen, Kollegen Ver.di-Funktionäre ,
man(n) kann es ja nicht mehr mit ansehen/-lesen: schaut denn hier keiner der freigestellten/hauptamtlichen Ver.di - Funktionären rein??? Was soll das???
Habt Ihr hier ein Forum eingerichtet, damit die Leute Dampf ablassen können und Ihr kuckt auf dem Bildschirm, was sich draußen so tut ?
Hier posten MENSCHEN, die echte Sorgen und echte Probleme haben, denen, ohne dass sie irgend etwas angestellt haben, seit 1.10. echtes(!) Geld auf dem Konto fehlt.
Deren einziges Problem ist, dass sie einen Partner haben, der ZUFÄLLIG Beamter oder nicht übergeleiteter BATler mit einem Teilzeit-Job ist.
Am Freitag, 28.10.05, 17.30 übersandte mir unser BR-Vorsitzender (ja, Leute, richtig gelesen, kein Tippfehler: es gibt noch Betriebsratsvorsitzende, die freitagabends gegen 18 Uhr im Büro sind. Gruß an dieser Stelle an Dr. Eppler und Frau Schumann!) "TS Berichtet" Nr. 87/05 :
Zum 7.11. und 21.11. sind Gespräche der Tarifvertragsparteien vereinbart, inhaltliche Schwerpunkte u.a. Probleme "Ortszuschlag bei Teilzeitbeschäftigung..." sowie "Nichtempfänger des Kinderzuschlags bei Elternzeit usw.".
Schon im September, vor Unterzeichnung des TVöD, war vereinbart, dass für "Sonderfälle", d. h. z.B."bei Teilzeitbeschäftigung des Partners... mit den Arbeitgebern vereinbart ist, eine Lösung bis Ende November zu finden".
Warum ermannt/erfraut sich hier nicht ein/e Funktionär/in und erklärt das den Leuten? Warum seit Ihr auf Tauchstation? Das ist menschenverachtend.
Ein Wort an die Gewerkschaftskritiker: Nehmt Euch mal 'ne Auszeit und geht in Euch und schaltet nach allem berechtigten Ärger wieder Euer Hirn ein. Muss ich Euch wirklich fragen: Wo wärt Ihr OHNE Gewerkschaften? Lebt Ihr in einer Traumwelt? Glaubt Ihr allen Ernstes daran, dass Euer gegenwärtiger Lebensstandart auf der Mildtätigkeit und Generosität Eurer Arbeitgeber beruht? Echt? Lest mal die vorstehenden Mails!
Nur nebenbei: Bin 57, erster Arbeitskampf IG Metall 1964: Acht Prozent mehr Lohn und Gehalt. Arbeitszeit von 42,5 auf 41,5 Stunden verkürzt. Drei Prozent Lohnausgleich für Arbeitszeitverkürzung. Urlaub verlängert um zwei Tage), habe 2 behinderte Kinder undanlässlich Überleitung 140 weniger auf dem Konto. Und natürlich werde ich mich wehren!
Thorsten . Sonntag 30. Oktober 2005 09:48
Achtung Leute:
Zu kritische Beiträge und Aufzeigen von Lösungen zum Vermeiden von Gehaltsdiebstahl durch Verdi und die Arbeitgeber ist hier nicht gwünscht. Es wird gelöscht!
Thorsten . Sonntag 30. Oktober 2005 09:51
Sorry,
ich bin einfach zu blind!!! Der Beitrag ist nicht gelöscht worden!!!
Ede . Montag 31. Oktober 2005 07:10
Ich muß Norbert völlig recht geben.
Nach dem Gewerkschaftsgequatsche "keiner wir weniger haben..." haben nun eben doch etliche weniger in der Tasche.
Das die Funktionäre hier auf Tauchstation gehen, find ich schon ein sehr starkes Stück!!!!
@Norbert
Könnte es nicht sein, daß sich so Riesenorganisationen wie VERDI überlebt haben?
Max . Montag 31. Oktober 2005 08:28
Nichts gegen die Verdienste von Norbert.
Auch ich sehe die großen Erfolge der Gewerkschaften "in der Vergangenheit"
Tatsache aber ist: Ab 1.10.05 haben wir weniger in der Tasche. Von der Entgeldstufe 1 garnicht zu reden. Von der dreijährigen Nullrunde ganz zu schweigen.
Ist das die Gewerkschaftsarbeit von heute?
Norbert . Montag 31. Oktober 2005 12:46
@Max, @Ede: Damals als 16-jähriger hab ich "nur" Flugblätter verteilen dürfen, und an "Gehalt" gab es im 1. Lehrjahr stolze 85 DM (Mark, nicht EURO!). Meine Verdienste waren also in mehrfacher Hinsicht eher bescheiden(;-))!
Aber im Ernst, ich bin innerlich zerrissen.
Natürlich könnte man das eine oder andere anders machen, siehe mein Posting oben.
Einerseits wissen wir, dass wir als Einzelner verloren haben, schon bevor wir angefangen haben. Andererseits erleben wir derzeit schmerzhaft, dass die "alten Zeiten" vorbei sind (hört sich platt an, gell?). Was ich meine ist, dass die damals bewährten Organisations-, Verhaltens- und Reaktionsmuster heute nicht mehr funktionieren, aber wir wissen nicht, was/wie man's konkret und zielführend verändern muss.
Zum Thema Überleitung habe ich heute nochmals ein paar Fakten gemailt. Siehe http://www.tvoed-office.de unter Forum "Ehegattenzuschlag"
rainer nehring . Montag 31. Oktober 2005 13:21
Hallo Kolleginnen und Kollegen,
ich habe diesen Beitrag "TVöD Erfolg oder Misserfolg" geschrieben. Ich freue mich über die große Beteiligung und über die mehr als 170 Kommentare.
Es ist mir aber nicht möglich die Anfragen zu den Einzelfällen hier zu Beantworten.
Ich bitte die Kolleginnen und Kollegen die hier von Einkommensverlusten schreiben sich mit Ihrem Personal- oder Betriebrat oder gleich mit dem Bezirk in Verbindung zu setzen
Ich Bitte um Verständnis
Norbert . Montag 31. Oktober 2005 22:16
@rainer nehring: Ich fürchte, Sie haben nichts verstanden.
Sie selbst wissen offensichtlich nicht, was sich konkret im Überleitungsvertrag unter den Stichworten Ortszuschlag, Kinderzuschlag, Eingruppierung, Niedriglohngruppen an direkten und indirekten Folgen verbirgt.
Das ist nicht hämisch gemeint. Sie wissen es eben nicht.
@Ede, @Max und alle anderen mehr oder weniger von der Überleitung hart getroffenen: Wir sollten den Austausch in einem geeigneten Blog fortsetzen und uns weiterhin gegenseitig informieren; ich schlage vor, einstweilen in http://www.tvoed-office.de im "Forum", oder weiß einer einen besseren?
rainer nehring . Mittwoch 2. November 2005 10:19
@norbert fund.
Was sich an Folgen für den Einzelnen aus der Überleitung ergibt kann ich nicht wissen. Das bedarf einer individuellen Beratung. Deshalb auch meine Bitte sich mit den BR oder PR oder Bezirk in Verbindung zu setzen. Auf dieser Seite wird das nicht möglich sein.
Jens . Mittwoch 2. November 2005 18:19
@rainer nehring
Was soll denn bitte schön der BR oder PR noch tun???
Wir diskutieren hier über Fakten an denen kein BR oder PR der Welt irgendetwas ändern kann!
Verdi hat uns mit dem TvÖD verraten und verkauft.
Vielleicht kannst Du, Rainer Nehring, mal den TvÖD-Verhandlungsführern von Verdi und der Verdi-Bundestarfikommission mitteilen wie beschissen die Stimmung an der Basis ist.
Die gnädigen Damen und Herren scheinen immer noch nicht realisiert zu haben, was sie da für einen Scheiß verhandelt haben.
Max . Mittwoch 2. November 2005 20:03
wer gesteht sich schon gerne Fehler , die er gemacht hat ein.
Wir sind wirklich verraten und verkauft worden. Mich hat keiner gefragt, ob ich das Ergebnis akzeptiere.
Andreas . Mittwoch 2. November 2005 20:45
Herr Nehring,
entweder Sie haben Sie sich mit den Problemen noch nicht befasst oder Sie wissen wirklich nichts. Ich muss Norbert, Jens und Max leider vollinhaltlich zustimmen. Ein Trauerspiel ist das!
Frank . Freitag 4. November 2005 06:59
Hallo,
habe habe eine Frage, auf die ich keine Antwort finde.
Zu mir:
bin seit 92 bei einer Bundesbehörde beschäftigt (ledig)und habe am 01.01.2004 einen dreijährigen Aufstieg aus 5c zu 5b BAT gemacht.
Ich bin in der Stufe 7 (34 Jahre) BAT eingruppiert und habe ein persönliches Entgelt am 01.10.2005 von 2.386,62 EUR.
Man teilte mir mit, dass ich am 01.10.2007 in die Entgeltguppe 9 Stufe 3 (2410 EUR) eingruppiert werde und anschließend nach 9jährigen verweilen in der Stufe 3 in Stufe 4 eingruppiert werde.
Dieses bedeutet für mich ja ein erheblich finanzieller Verlust, da ich ja die bisherigen Altersstufen (alle 2 Jahre) nicht mehr mitmache.
Außerdem, wenn ich 4 Monate Älter wäre, würde ich am 01.10.2007 in die Erfahrungsstufe 7 übergeleitet. Aleine dieser Verlust würde schon 36.000,00 EUR Einkommensverlust bedeutet.
Kann mir jemand sagen, ob diese Eingruppierung richtig ist, zumal ich in 3 Monaten schon die nächste Altersstufe (Stufe 8; 35 Jahre) nach alten recht bekommen hätte.
Außerdem zählt das nicht mehr, dass ich durchgehend seit Anfang 1992 beim Bund in einem unbefristeten Verhältnis stehe?
Hier geht es nicht um ein paar Euros, sondern um eine ganz erhebliche Summe.
Dieses würde ja bedeuten, dass ich in den nächsten 11 Jahren keine Erhöhung (ausser 2007 in Höhe von knapp 24 EUR in die Stufe 3 auf 2410 EUR) bekomme.
Wenn das so sein sollte, dann weiss ich wirklich nicht, was Verdi sich bei den Vertragverhandlungen gedacht hat.
Mit freundlichem Gruß
M.Weber . Freitag 4. November 2005 09:28
@Frank
Lieber Frank,
eine Antwort von einem Verantwortlichen Verdi Vertreter bekommst du:
1. - hier nicht
2. - nur wenn du Mitglied der Gewerkschaft bist
Falls es dir ein Trost ist, als Arbeitsplatzwechsler nach dem 30.9.05 verliere ich netto etwa 250.000 in den nächsten 35 Jahren ("Rente" mit 67).
Bete darum deinen Arbeitsplatz zu behalten und das sich Verdi in Luft auflöst.
Und spekuliere nicht auf den Aufstieg in höhere Gehaltsstufen - solange ist der Vertrag gar nicht gültig.
Sollte Verdi weiterhin die Verhandlungen gestalten dürfen müssen wir vermutlich demnächst für unsere Arbeit die Arbeitgeber bezahlen.
Das sich Verdi aktuell auf die Seite der Atomlobby stellt finde ich im übrigen sehr amüsant.
Wir sollten denen eine eigene Satiresendung im Fernsehen einräumen.
Mit Galgenhumor lässt sich noch vieles mehr ertragen.
Hans . Samstag 5. November 2005 19:48
Wenn ich die Beiträge so lese, stelle ich mir schon die Frage, in welcher ( Traum- ) Welt manche leben. Wie viele Streiks oder Arbeitskämpfe haben Sie mitgemacht? Für manche scheinen die Früchte wohl automatisch vom Himmel zu fallen. Vor allem für die Unorganisierten. Aber außer Kritik kann man auch nicht viel erwarten, alles andere wäre ja eine Überraschung.
Frank . Montag 7. November 2005 13:15
In meinen Sinne ist der neue Tarifvertrag ein Witz, vielleicht ja für Dich nicht lieber Hans!
Ich werde mit Alterstufe 33 (fehlen nur 4 Monate an 35)zum 01.10.2007 in Erfahrungsstufe 3 übergeleitet und bekomme dann einen lächerlichen Strukturausgleich in Höhe von 60,00 EUR für 7 Jahre (ca. 5000 EUR).
Der Witz nun ein 29 oder 30 jähriger (Altersstufe 29) wird genauso am 01.10.2007 in die Erfahrungsstufe 3 übergeleitet. Er macht sozusagen einen Sprung von 2 Altersstufen und bekommt auch noch einen Strukturausgleich von 12 Jahren in Höhe von 60,00 EUR.
Wo bleibt da die Logik?
Der 29 wird erstmal um ca. 150 EUR am 01.10.2007 hochgepuscht (auch in Erfahrungsstufe 3)und bekommt dann noch 5 Jahre länger (nicht 7 sondern 12 Jahre) einen Strukturausgleich?
Wenn mir das jemand beantworten kann, den gebe ich ein Bier aus.
Wäre ich 4 Monate älter hätte ich dieses Problem nicht und würde über 36.000 EUR in den 11 Jahren abzüglich des Strukturausgleichs von ca. 5000 EUR mehr verdienen!
So sind es ja nur 21.000 EUR Verlust, die Rentenbeiträge natürlich nicht mitgerechnet!
Noch ein Witz, ich erreichte die Erfahrungsstuf 4 nicht mit 45 nach dem alten BAT sondern erst, wenn ich fast 46 Jahre bin.
Verdi hat wohl zu tief in Glas geschaut bei den Tarifverhandlungen!!
Gruß Frank
Norbert . Montag 7. November 2005 16:57
@ Hans: So leicht sollte man es sich nicht machen. Was Frank schildert, passiert auch (Hundert-)Tausenden von verdi- Organisierten.
Zur Abwechslung einmal das, was meiner Frau (seit 1973 in der GEW organisiert) am 1.10. 2005 "passierte": Weil ICH in den TVöD übergeleitet wurde, bekommt SIE (ohne jede Veränderung Beamtin beim Land) monatlich 90,86 weniger!
Kannst Du das mal jemandem erklären? Die GEW jedenfalls wollte das zuerst selbst nicht glauben...
Jetzt haben wir zusammen 144,31 im Monat weniger - trotz organisiert und trotz der markigen Sprüche:" Jede und Jeder bekommt nicht weniger als vorher..."
Norbert . Montag 7. November 2005 16:58
@ Hans: So leicht sollte man es sich nicht machen. Was Frank schildert, passiert auch (Hundert-)Tausenden von verdi- Organisierten.
Zur Abwechslung einmal das, was meiner Frau (seit 1973 in der GEW organisiert) am 1.10. 2005 "passierte": Weil ICH in den TVöD übergeleitet wurde, bekommt SIE (ohne jede Veränderung Beamtin beim Land) monatlich 90,86 weniger!
Kannst Du das mal jemandem erklären? Die GEW jedenfalls wollte das zuerst selbst nicht glauben...
Jetzt haben wir zusammen 144,31 im Monat weniger - trotz organisiert und trotz der markigen Sprüche:" Jede und Jeder bekommt nicht weniger als vorher..."
Thorsten . Montag 7. November 2005 17:07
@Hans
Mal wieder einer von den Verdi-Klugscheißern...!
Für was soll man denn kämpfen, wenn die eigene Gewerkschaft (Verdi) das Lager wechselt, mit den Arbeitgebern kungelt und organisierten Gehaltsdiebstahl betreibt???
Dein Schwachsinnsgelaber von wegen "Unorganiserten" und "Früchte fallen nicht automatisch vom Himmel" trieft vor Einfältigkeit!!!
Hier sind zig Verdi-Mitlgieder (nix von unorganisiert!!!) am bloggen und alle sind sie von ihrer eigenen Gewerkschaft verraten und verkauft worden. Das hier "Unorganisierte" mit bloggen stört mich (als noch-Verdi-Mitglied / Kündigung ist erfolgt )überhaupt nicht, denn die werden von Verdi und den Arbeitgebern in Sippenhaft genommen und müssen diesen Katastrophen-Tarifvertrag genauso ertragen wie die Verdi-Mitglieder!
Frank . Montag 7. November 2005 21:36
Bin schon am Überlegen, ob man mein o.g. Fall nicht mal der Presse mitteilen sollte.
Nicht wegen des persönlichen Verlustes (was sind schon 16000 oder 31000 realer Einkommensverlust (Galgenhumor)), sondern das ein 5 Jahre jüngerer Arbeitnehmer (gleiche Vergütungsgruppe, Fallgruppe und den gleichen Ortszuschlag) mit weniger Berufserfahrung aufeinmal das gleiche verdient (habe damit keine Probleme) und noch als Ausgleich einen höheren Strukturausgleich bekommt.
Die jüngeren Arbeitnehmer müssen ja mehr verdienen (Aussage von Verdi), was völlig in Ordnung ist, aber nicht, dass Sie mit einen höheren Strukturausgleich (ab 2016 für 5 Jahre 60 EUR im Monat) noch an einen älteren Arbeitnehmer vorbeiziehen.
Dieses kann nämlich kein Verdi-Vertrauter erklären!
Gruß Frank
rainer nehring . Dienstag 8. November 2005 14:51
Beratung für Verdi-Mitglieder in Hessen
Tarifvertrag Öffentlicher Dienst
ver.di berät Sie persönlich
Neues Tarifrecht für Beschäftigte der Stadtverwaltung Frankfurt am Main
Beratungstage: 8. bis 11. November
Frankfurt am Main. Seit 1. Oktober gilt in Teilen des öffentlichen Dienstes
- bei den Verwaltungen des Bundes und der Kommunen, nicht jedoch beim Land
Hessen - ein neues Tarifrecht. Darin wurde der Grundsatz aufgestellt, dass
nach dem Übergang vom Bundesangestelltentarifvertrag zum Tarifvertrag
Öffentlicher Dienst (TVÖD) niemand finanziell schlechter gestellt werden
darf. ver.di Frankfurt am Main und Region bietet nunmehr vier Beratungstage,
an welchen dies überprüft werden kann: 8. bis 11. November.
Was sollte man dabei haben, wenn man das ver.di-Servicecenter in der
Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77 in Frankfurt am Main an diesen Tagen
aufsucht: Die Gehaltszettel September und Oktober, Informationen über die
Beschäftigungszeit, die alte Vergütungs- oder Lohngruppe, die bisherige
Altersstufe - bei Angestellten auch die Fallgruppe - und das Datum der
letzten oder der noch anstehenden Höhergruppierung (Fallgruppenaufstieg /
Bewährungsaufstieg).
Ein ver.di-Beraterteam steht Rede und Antwort:
* 8. November, 9 bis 14 Uhr
* 9. November, 14 bis 17 Uhr
* 10. November, 14 bis 17 Uhr
* 11. November, 13 bis 16 Uhr
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O-Töne und weitere Informationen zum Thema erhalten Sie heute telefonisch
bei
ver.di Frankfurt am Main und Region, Fachbereich Gemeinden
Festnetz: (069) 2569-2670
Mit freundlichem Gruß aus dem Frankfurter Gewerkschaftshaus
ver.di Hessen
Telefon: (069) 2569-1120
Handy: (0160) 7120456
Telefax: (069) 2569-16-1120
Homepage: www.verdi-hessen.de
J . Mittwoch 9. November 2005 00:06
Zur Information über die Auswirkungen des TVÖD empfehle ich
http://www.netzwerk-verdi.de/tarif_04-05/tvoed-2005.html
Foxel . Freitag 11. November 2005 11:36
Neuer TVöD Keiner verdient weniger
Meine Frau ist Landesangestellte (mit Zeitvertrag ) und ab 25.11.2005 in Mutterschutz.
Ich werde als Komunalangestellter somit in OZ 1 (unverheiratet ) übergleitet.
Mir fehlen somit ab sofort 50,91 Euro. Meine Frau bezieht aber nur noch 2 Monate Gehalt
Somit fehlen uns ab November 101,82 Euro und ab Januar 90,57 Euro Kinderzuschlag .
Zusammengezählt also 192,39 Euro weniger wie nach BAT.
Ich kann auch noch weiterrechnen: ab nächstem Jahr würde durch den Zeitaufstieg ein höherer Ortszuschlag und höhere Lebensalterstufe dazu kommen!
Wo bleibt hier die Besitzstandswahrung ????
Neues Verdimitglied . Freitag 11. November 2005 15:43
Ich bin gerade der Gewerkschaft (verdi) beigetreten, weil ich begriffen habe, dass nur eine starke Gewerkschaft etwas erreichen kann. Das Halbwissen über den TVÖD welches in diesem Forum verbreitet wird ist wirklich enorm. Bevor hier jemand einen Beitrag verfasst sollte er sich vorab bei seiner Personalabteilung erkundigen.
Ich bekomme z. B. ab dem 1.10.2007 ca. 120 mehr und bin auch noch 2 Jahre früher in meiner Endstufe.
Bevor ich im öffentlichen Dienst gelandet bin war ich lange in der Bauwirtschaft tätig. Meine damaligen Kollegen bekommen Heute kein Urlaubs- u. kein Weihnachtsgeld mehr. Zusätzlich haben Sie alle enorme Angst vor dem Verlust Ihres Arbeitsplatzes.
Meine Intension zum Beitritt bei Verdi ergab sich letztlich aus einem Rundschreiben meines Arbeitgebers (Kommune) in dem die 40 Stunden Woche auf Gutsherrenart für die Angestellten ankündigt wurde. Begründet wurde die Mehrarbeit damit, dass die Beamten (Anzahl 30 Vollzeit und 10 Teilzeit) ja schon über mehrere Jahre 40 Stunden arbeiteten und es nur Gerecht wäre, wenn die Angestellten (Anzahl 230 Vollzeit und 150 Teilzeit) gleichzögen.
Nach dem BAT wurde eine Niete genauso gut bezahlt wie jemand der sich sehr bemühte. Der BAT sah keinerlei Anreize für überdurchschnittliche Leistungen vor.
Jeder wurde danach bezahlt was er ist und nicht danach was er macht. Ich hoffe, dass der TVÖD hier irgendwann Abhilfe schaffen kann.
Mit freundlichem Gruß
Ein neues Verdimitglied
Norbert . Freitag 11. November 2005 16:59
@Neues Verdimitglied!
1. "...dass nur eine starke Gewerkschaft etwas erreichen kann." Gratuliere, eine weise Einsicht. Hast Du eigentlich die Beiträge oben nicht gelesen, oder hast Du sie nur nicht verstanden?
2. "Bevor hier jemand einen Beitrag verfasst sollte er sich vorab bei seiner Personalabteilung erkundigen." Hey, danke! Darauf wären wir echt nicht gekommen. Könnte es sein, dass Du selber vom neuen Tarif nix verstanden hast...?
Sag Dir mal was: Ich hab's von meiner PA sogar SCHRIFTLICH, dass ich weniger bekomme. Sogar meine Frau, die nix mit dem TVöD zu tun hat, hat's SCHRIFTLICH, dass sie weniger bekommt. Lies mal oben nach, wieviel Minus. Weißt Du, was Minus ist? Übrigens: Urlaubs- und Weihnachtsgeld hast Du auch die längste Zeit bekommen.
Ich vermute mal, dass ich durchaus eine Chance hab, länger im BAT und organisiert zu sein, als Du an Lebensjahren zählst.
Freue Dich, dass Du diesmal einen Vorteil hast. Lass Dir mal ausrechnen, ob es auch nach 20 Jahren noch so ist. Aber für die, die schlechter dran sind, in oder außerhalb ver.di, ist es erlaubt und legitim, darüber zu diskutieren, und zwar hier und jetzt, mit Halbwissen oder ganz ohne. Das ist der Zweck dieses Blogs, damit ist auch ver.di einverstanden.
Thorsten . Freitag 11. November 2005 22:49
@ neues Vereinsmitglied
Sach mal, leidest Du unter Wahrnehmungsstörungen oder was???
So einen kompletten Mist zu schreiben ist wirklich dreist! Lies Dir die Beiträge hier mal richtig durch, und wenn Du es nicht verstehst lies sie ein zweites Mal! Fast alle hier haben reale Einkommensverluste und zwar in beträchtlicher Höhe. Das wird bei Dir nicht anders sein, dass garantiere ich Dir. Rechne noch mal nach, dann wird auch Dir ein Licht aufgehen!
Querulant . Samstag 12. November 2005 03:05
Hallo miteinander!!!
Habe mir hier mal so einiges durchgelesen, erstmal im Voraus, für mich gilt noch der BAT. Doch mein Arbeitgeber ist jetzt auch auf mich telefonisch (!) zugekommen. Nur ich fange mal anders an:
Mein Arbeitgeber ist als vorreitender Landkreis aus der Tarifgemeinschaft zum 31.12.04 ausgetreten, um eine Arbeitszeitverlängerung und Urlaubs- und Weihnachtsgeldkürzung zu erreichen. Letztendlich wurde es dann "nur" eine Arbeitszeitverlängerung, die einzelvertraglich mit der Anwendung des TVöD ab 1.10. vereinbart wurde, dh. bei uns ist momentan bei den Angestellten entweder der BAT oder der TVöD gültig. Von den Arbeitern wollen wir mal gar nicht sprechen...
Es herrscht absolutes Chaos und niemand ist wirklich mehr mit der Situation zufrieden, was so alles mit den Angestellten getrieben wird.
Jedenfalls wurde mir vor Austritt des Arbeitgebers aus der Tarifgemeinschaft eine höherwertige Aufgabe übertragen, damals war ich in Vc eingruppiert, die Tätigkeit hat eine Wertung von IVb. Nach einem halben Jahr erfolgte leider nur die Höhergruppierung nach Vb, da zwischen dem Personalrat und dem Hauptamt eine stille Vereinbarung besteht, dass die Vergütungsgruppen durchlaufen werden sollen, ähnlich den Beamten. Meine Höhergruppierung war nach dem Austritt, sodass meine Arbeitszeit gleich geblieben ist und weiterhin der BAT angewandt wird. Etwa ein halbes Jahr später beantragte ich die Höhergruppierung, da ich bekannterweise einen Anspruch auf Bezahlung habe. Nur auf den Vorteil des Angestellten wird nicht eingegangen, mein Arbeitgeber hatte es sogar nicht nötig, auf meinen Antrag zu reagieren, bis ich knapp 4 Monate später überraschend einen Anruf bekommen habe, dass meine Höhergruppierung ansteht, aber nur unter der Bedingung, wenn ich einen Änderungsvertrag unterschreibe und dem TVöd wie auch der 40 Std.-Woche zustimme. Das finde ich den absoluten Hammer, wie jetzt Druck ausgeübt wird.
Wir hatten jedenfalls die tolle Gewerkschaft bzw. Vertreter nach dem Austritt bei uns und was ist passiert?! Große Reden, es wurde aber nichts unternommen, sondern sie waren bei der Personalversammlung nur auf die Werbung von Mitgliedern aus. Das war sehr enttäuschend, aber passt zu meinem momentanen Bild. Fragen wurden nicht beantwortet, sondern darauf verwiesen, dass Mitgliedern eine Beratung zusteht....
Der Bundesvorstand hat wohl vergessen, dass er die Arbeitnehmerseite vertreten muss. Er muss vielleicht vom alten Denken als Personalchef abrücken.
Naja, jedenfalls werde ich in meinem Fall jetzt gerichtlich meine Höhergruppierung durchsetzen, da für mich lediglich der BAT bindend ist und die Aufgabenübertragung vor Austritt erfolgte. Für mich zählt der TVöD nicht. Scheinbar haben die Arbeitgeber noch nichts von Nachwirkung von Tarifverträgen gehört, oder probieren es einfach ihre Angestellten einzuschüchtern. Durch die komplette Änderung des Tarifvertrages werde ich mir wohl jetzt meine ganze Karriere vers..en. Verstehe es nicht, weshalb eine Änderung stattfinden musste, es hat doch über Jahre geklappt, nur so sind Gehaltskürzungen besser zu verkaufen.
Ich vertrete die Auffassung, dass dieser Zustand seitens der Gewerkschaft hätte verhindert und bekämpft werden müssen. Ehrlich gesagt will ich mir nicht ausmalen, wie andere Gewerkschaften darauf reagiert hätten, die setzen sich wenigstens noch für die Arbeitnehmer ein.
der Querulant
Franklin . Samstag 12. November 2005 18:54
@Querulant
deine Geschichte ist aus dem wahren Leben und glaube ich dir aufs Wort.
Hat denn der Landkreis sein Ziel erreicht mit dem Austritt aus dem kommunalen Arbeitgeberverband ? Wenn Ihr Beschäftigten in der Verwaltung nur etwas Selbstbewustsein habt, dann enthebt den Personalrat seines Amtes, was der da treibt ist eindeutig Rechtswirdrig.
Aber worauf ich hinaus will: Du schreist nach "Der Gewerkschaft" aber kennst Du denn auch die Verdi Mitglieder in deiner Verwaltung und was tun die ?
Die Hauptamtlichen Sekretäre können nur dann etwas bewirken, wenn die Basisarbeit im Betrieb/in der Verwaltung von den ehrenamtlichen Kolleginnnen und Kollegen stimmt. Wenn keine engagierte Menschen da sind, hat "die Gewerkschaft" keine Chance etwas zu bewirken.
Zum Schluß noch eine Bemerkung: ich hoffe ihr Nickname Querulant ist nicht Ihr perönliches Programm. Ein motivierendes Wort zu den aktiven oder zu aktivierenden Verdi-Mitgliedern auch von Nichtorganisierten kann hilfreich sein und wenn es drauf ankommt sich wenigstens solidarisch und kollegial zeigen wenn arbeit liegen bleibt, wenn sie Ihre Interessen vertreten.
Halbwegs frustierter Arbeitnehmer . Dienstag 15. November 2005 09:32
Nochmal: Neuer TVöD Keiner verdient weniger
... bis auf den Fall, in dem ein Ehepartner z.B. 50% der Regelarbeitszeit arbeitet und noch nach BAT bezahlt wird, der andere zu 100% nach TVöD bezahlt wird. Macht Brutto 53,45 EUR weniger im Monat.... In diesem (meinem) Fall vertritt die Gewerkschaft offensichtlich die Interessen des Arbeitgebers, die Lohnkosten zu senken.
Hat sich mal jemand schlau gemacht, wen man in diesem Fall verklagen muss ? Kann jemand von der Gewerkschaft Auskunft geben? ;-)
Frank . Dienstag 15. November 2005 11:09
Klagen nützt nichts.
Die Aussage " Keiner verdient weniger" gilt nur für den 30.09.2005.
Das kann sich schon 2 Monate später ändern, durch die alten BAT Altersstufen.
Gruß von einem frustierten AN, der durch den Tvöd einen derben Verlust hinnehmen muss!
EDE . Dienstag 15. November 2005 11:47
Topthema
ver.di kündigt hohe Lohnforderungen an
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die IG Metall haben nach den Steuerbeschlüssen der großen Koalition hohe Lohnforderungen angekündigt. Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane sagte im Rundfunksender SWR 2, die Gewerkschaften würden versuchen, einen Teil der absehbaren Einkommenseinbußen der Arbeitnehmer über höhere Löhne und Gehälter wieder "reinzuholen".
Aus der verdi Homepage.http://www.swr.de/swr2/sendungen/tagesgespraech/archiv/2005/11/14/beitrag.html
Von mir kein Kommentar mehr :-((
Max . Dienstag 15. November 2005 12:10
Na Moment mal, Ig-Metaller und andere Arbeitnehmer sind ja keine Öd´ler gelle
Öd´ler sind schon abgeschrieben..
EDE . Dienstag 15. November 2005 12:30
@Max
Ich denke, Du hast leider recht :-((
Max . Dienstag 15. November 2005 13:14
@ halbwegs Frustrierter
soweit ich weiß, soll das nächste Woche
nachverhandelt werden.
Aber ob die Arbeitgeber das wieder rausgeben? Zweifel sind angebracht
Jens . Mittwoch 16. November 2005 18:41
Ich rufe alle Länder-Kollegen auf:
Lasst Euch nicht in die Irre führen!!! Der TvÖD ist organisierter Gehaltsdiebstahl von Verdi und den Arbeitgebern.
Kämpft nicht für einen Tarifvertrag, der für uns alle nichts als Verschlechterungen mitbringt!
Liest Euch die Kommentare hier von Betroffenen aus Bund und Kommunen durch und Ihr wißt Bescheid :-((
Franklin . Mittwoch 16. November 2005 23:04
Gegenaufruf !!
Wer den Beitrag von Querulant vom 12. November richtig liest, weis was derzeit überall, wo der alte BAT noch gilt abläuft:
er berichtete: "Es herrscht absolutes Chaos und niemand ist wirklich mehr mit der Situation zufrieden, was so alles mit den Angestellten getrieben wird."
Auch ich bin noch in der glücklichen Situation als alt BATler einen Arbeitsvertrag mit 38,5 Stundenwoche und vollem Urlaubs und Weihnachtsgeld zu haben. Für die Neueingestellten bei den Ländern gibt es die 40 Stundenwoche oder mehr und wenns hoch kommt noch ein halbes Monatsgehalt Weihnachtsgeld. Und die Beamten sind noch beschissener dran, wenn die Länder die Besoldung und mehr selbständig regeln können. Das Argument, dass die Arbeiter und Angestellten dann an die Bedingungen der Beamten angeglichen werden sollen wegen der Gleichbehandlung, ist ja schon hinlänglich bekannt. Eine Beamtin im meinem Betrieb hat mir unlängst es unverblümt gesagt: wir von Verdi sollen uns nicht so anstellen sie müsste ja schon längst 40 Stunden in der Woche arbeiten ohne einen Cent mehr.
Die Spaltung der Belegschaften und die Entsolidarisierung ist in vollem Gange und spielt in die Hände der Arbeitgeber.
Wir sollten uns ein Beispiel an den organisierten Beschäftigten der Unikliniken in Baden-Würtemberg nehmen: nur wer für seine Interessen eintritt und wenn nötig auch dafür streikt kann etwas erreichen !!
Bei aller, teils auch berechtigten Kritik an TVöD, sei gesagt: mir persönlich sind einheitliche Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten eines Betriebes lieber und der Betriebsfrieden wieder hergestellt als andauernde ungleiche Arbeitsbedingungen die nur Unzufriedenheit, Neid, Missgunst und Demotivation hervorbringen.
Die Länder als Arbeitgeber haben schon längst gemerkt, dass Sie die Leidensfähigkeit Ihrer Bediensteten nur auf die Probe zu stellen brauchen. Sie wollen Arbeitsbedingungen unterhalb des Niveaus des TVöD durchsetzen.
Aber dass ist nicht mein Wille!
M.Weber . Donnerstag 17. November 2005 10:06
Genau,
ich bin unheimlich zufrieden, das Franklin seinen alten BAT-Vertrag behalten darf und ich als einer der nun gleichbehandelten TvöDler rund 400 weniger im Monat verdiene (siehe vorherige Beiträge).
Ich arbeite gerne ein paar Stunden mehr, während der Altbestand schon Feierabend macht.
Besitzstandswahrung bei denen die Arbeit haben, und Nichtbeschäftigte zu Ignorieren ist genau der richtige Weg.
Weiter so, Verdi !!
Foxel . Donnerstag 17. November 2005 14:18
Der TVöD bezüglich der Arbeitszeit wurde von den Komunalen-Arbeitgebern in B-W schon wieder gekündigt!
Ade 38,5 Stunden Woche ! Zu den Gehaltskürzungen jetzt noch länger Arbeiten !
Jens . Donnerstag 17. November 2005 18:48
Ich bin sehr für einheitliche Arbeitsbedingungen, aber ich bin gegen den TvÖD in seiner jetzigen Form, weil er uns massiv beklaut und ich hasse es, wenn ich beklaut werde.
Das schlimmste ist, wenn man von seiner eigenen Gewerkschaft beklaut wird. Dafür gehört Verdi auf die Anklagebank.
Also nochmals mein Aufruf an die Länderkollegen:
Lasst Euch nicht beklauen. Kämft gegen den TvÖD!
S. Mueller . Donnerstag 17. November 2005 21:22
Danke Verdi für alle Lohneinbußen, mit denen neu eingestellte Mitarbeiter ab Okt.05 bedacht werden. Endlich wieder ungleicher Lohn für gleiche Arbeit. Für ihre Arbeit erhält meine Frau bei Einstellung ab Okt.05 nun über 25 % weniger Gehalt als ich (Arzt im Osten)
Karl-Heinz . Samstag 19. November 2005 09:13
Verdi hat mich belogen, Verdi hat mich betrogen, Verdi hat mich bestohlen!
Danke dafür!
Thomas . Samstag 19. November 2005 18:16
Wie wäre es mal mit Informationen zum Stand der Nachverhandlungen auf der Verdi-Site. Es geht doch ziemlich viele an. Man könnte doch zumindest darüber Berichten, welche Punkte genau nachverhandelt werden.
Patrick . Dienstag 22. November 2005 15:58
Hallo,
der TVÖD ist ein großer Bockmist, kaum einer ist mit diesem "tollen Abschluß" zufrieden. Bei einer Abstimmung unter allen Beschäftigten würde der TVÖD sicher massiv abgelehnt werden. Verdi hat uns verraten. Die Abschaffung des Kinderzuschlages ist das allerletzte, so kriegen wir garantiert noch weniger Geburten hin.
Franklin . Dienstag 22. November 2005 19:52
Ganz ehrlich gesagt: trotz teils berechtigter Kritik: die ganze Meckerei über den TVöD hängt mir zum Hals raus. Seit über zwanzig Jahren bin ich in der Gewerkschaft und niemals habe ich erlebt, dass den Beschäftigten im öffentlichen Dienst etwas geschenkt worden ist, ganz im Gegenteil !
Ich möchte an dieser Stelle nicht die Tarifgeschichte der letzten Jahrzehnte aufrollen: jedenfalls haben die Erfahrungen daraus auch zum TVöD geführt.
Kampflos haben die Beschäftigten des Bundes und der meisten Kommunen in diesem unserem Lande den TVöD bekommen.
An meinen Vorredner Patrick gerichtet: was wäre denn passiert, wenn die organisierten Beschäftigten im öffentlichen Dienst in einer Urabstimmung den TVöD abgelehnt hätten ?
Wäre beinahe 1992 beim letzten großen Streik im öffentlichen Dienst so geschehen !
Der alte BAT wäre Schritt für Schritt von den öffentlichen Arbeitgebern demontiert worden und dann wären wir auf einmal in die Situation gestellt worden für ein komplettes neues Tarifrecht in einen "Erzwingungsstreik" zu gehen.
Für Verdi als Gewerkschaft bedeutet der TVöD Weiterentwicklung, für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst graduell eine Verschlechterung.
Aber wer was besseres will, dem sei gesagt, dann musst Du auch dafür kämpfen !!
Markus Engel . Mittwoch 23. November 2005 08:40
Ein neuer Tarifvertrag der unserer Fam. dauerhaft 53 und in Moment 106 (Elternzeit,2Kinder) aus der Tasche zieht, also die wir weniger haben als vor dem 1.10..
Bei manchen Fam. ist der Verlust weit höher wegen Teilzeitkürzung des Kinderzuschlages.
Die Gehaltskürzung schlägt sich dann natürlich auf die Erfahrungsstufen nieder.
Letztendlich sind doch der größte Teil den diese Kürzung betrifft wieder mal die Fam.
und die sollten doch in unserer Gesellschaft unterstützt werden, statt dessen wird einem Geld abgenommen. Ja kann das denn war sein?
Ganz zu schweigen von denen die neu im ö.D. anfangen, aber die wissen ja vorher was auf sie zukommt.
Vielen Dank TVöD
Max . Mittwoch 23. November 2005 09:19
@ Franklin
dein letzter Satz sagt es. Da die Gewerkschaften nicht gekämpft haben, müssen wir das jetzt ausbaden. und zwar jeder einzelne. Ich bin auch von den 53 Euro weniger betroffen. Die sind weg.
Dann hätte Verdi nicht so auf den Putz hauen sollen mit dem Ausspruch: "Keiner verdient weniger"
Es sieht doch jetzt so aus, das doch viele weniger haben und auf längere Sicht gesehen, alle weniger.
Kämpfen kann ich jetzt alleine!
Norbert . Mittwoch 23. November 2005 09:48
@ Fränklin: Jede Gewerkschaft (und jede Partei) braucht treue Seelen wie Sie! Ja nicht anfangen nachdenken, Herr Fränklin, das könnte gefährlich werden...(;-))
Wäre Ihr fester Glauben auch dann noch so unerschütterlich, wenn Sie - wie ich - seit 1. Oktober 200 im Monat weniger hätten?
>>Aber wer was besseres will, dem sei gesagt, dann musst Du auch dafür kämpfen !!<< OK, wortgewaltiger Fränklin, jetzt mal bitte konkret werden:
Was, wie raten Sie Ihren (organisierten) Kollegen/innen "zu kämpfen"? Was kann man bitte noch tun, außer sich bei der Arbeitnehmervertretung, die dieses schlechte Ergebnis verhandelt hat, zu beschweren?
Sagen Sie's uns?
rainer nehring . Mittwoch 23. November 2005 10:06
@Max
Wer sind die Gewerkschaften. Das sind doch die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. DAS BIST DU.
rainer nehring . Mittwoch 23. November 2005 10:12
@ Norbert
Was kann man dir raten.
Werde Mitglied und mach mit
Thorsten . Mittwoch 23. November 2005 10:42
@Nehring
Wer hat denn gesagt, dass Max und Norbert nicht schon längst Verdi-Mitglieder sind?
Wann raffen Leute wie Du endlich, dass hier zig Mitglieder am bloggen sind, die sich von Deinesgleichen total verarscht fühlen? Ich bin Verdi-Mitglied (Noch! Nicht mehr lange, wenn wir weiter so von Euch belogen und betrogen werden) und Leute wie Du haben mir Geld geklaut!
>> Wer sind die Gewerkschaften. Das sind doch die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. DAS BIST DU.
Diese Aussage ist der Gipfel der Frechheit. Ich bin als Mitglied nicht einmal nach meiner Meinung zum TvÖD gefragt worden. Ihr Funktionäre seid den Arbeitgebern bis zum Anschlag in den Allerwertesten gekrochen und habt die, die Ihr vertreten sollt verraten und verkauft.
Ich weiß nur eins:
Eine IG Metall hätte das seinen Mitgliedern, was Ihr mit uns macht und gemacht habt, niemals zugemutet!
Jochen . Mittwoch 23. November 2005 11:24
Durch einen persönlich bedingten Umzug werde ich denächst nicht mehr in BAT4B sein, sondern mich in Entgeldgruppe 9 / Entwicklungsstufe 3 wiederfinden. Das bedeutet für mich ( verheiratet, zwei Kinder ) eine Einkommenseinbuße von ca. EUR 700,- brutto! Hurra und Danke für Alles!!!
Norbert . Mittwoch 23. November 2005 12:25
Ich möchte es noch einmal auf den Punkt bringen:
Was mich und Tausende - organisierte wie nicht organisierte - so betroffen macht, ist u. a. auch die Ungerechtigkeit bei der Überleitung BAT -> TVöD. Die Familien, deren eine Hälfte weiterhin im BAT/ als Beamter TEILZEITBESCHÄFTIGT ist, erleiden allesamt Einbußen, je nach Anteil der Teilzeit und Anzahl der Kinder. Je geringer die Teilzeit und je höher die Anzahl der Kinder, desto schlimmer der Einkommensverlust. Das geht von ein 25 Euro monatlich bis zu ein Paar Hundert, bei mir sind es 150 .
Meine Kollegin, die auch zwei Kinder hat, deren Mann aber selbständiger Handwerker ist, hat KEINE Einbußen.
Weiterhin werde ich eine Erfahrungsstufe TIEFER eingruppiert, weil bei mir die Überleitung als Lediger erfolgt. Meine Kollegin behält aber den Ehegattenzuschlag, weshalb sie eine Stufe HÖHER landet.
Die haarsträubenden Folgen von derzeitigem oder künftigem Elternurlaub etc. will ich nicht noch aufzählen. Ein großer Anteil der Aussagen hier handelt von diesen Benachteiligungen.
Das alles haben die Verhandlungspartner - auch ver.di - versehentlich oder, noch schlimmer, möglicherweise wissentlich im Tarifvertrag unterschrieben.
Von daher kam also meine Frage oben an den vollmundigen Fränklin: Bitte mal konkret, gegen wen "kämpfen"? Wie? Mitglieder gegen ihre Gewerkschaft?
Max . Mittwoch 23. November 2005 12:50
@Norbert,
das mit der Erfahrungsstufe tiefer habe ich auch, habe ich weiter oben gar nicht erwähnt. Und das man ab jetzt der Sklave seines Arbeitgebers ist, ist ja wohl unstrittig. Siehe Beitrag Jochen.
Es ist gelinde gesagt eine Sauerei, was da ausgehandelt worden ist. Der Schily lacht doch heute noch.
Und Herr Nehring : vor Ort lachen dich die Arbeitgeber aus.
Neues Verdimitglied . Mittwoch 23. November 2005 18:21
Das einzige Thema was man in diesem Blog zu lesen bekommt ist, dass einige Angestellte im öffentlichen Dienst in Zukunft mit dem TVÖD weniger Gehalt bekommen.
Das ist sicherlich schade, aber letztendlich eine Konsequenz aus der derzeit schlechten wirtschaftlichen Lage unseres Landes.
Ein Aufruf gegen die Gewerkschaften kann auf keinen Fall der richtige Weg sein. Solch unüberlegte Äußerungen dienen doch nur dem Arbeitgeber. Aus meiner Sicht kann ein vermeintlich schlechter Tarifvertrag nur ein Grund dafür sein einer Gewerkschaft beizutreten.
Also rufe ich alle Leser dieses Blogs auf:
Organisiert Euch und tretet einer Gewerkschaft bei. Wenn Ihr schon da bei seid, dann unterstützt Eure Personalvertretung und geht auch auf Demos. Ohne Gewerkschaft kann es nur schlechter werden.
Mit freundlichem Gruß
Ein neues Verdimitglied
P.S.: Für Norbert und Thorsten zünde ich heute Abend eine Kerze an!
Thorsten . Mittwoch 23. November 2005 18:59
Dann steck Dir die Kerze gleich in Deinen A...., Du Witzfigur!
Und vielleicht zündest Du dann gleich noch die 5 Euro an, die Du von Nehring und Franklin für das Schreiben dieses unglaublichen Schwachsinns gekriegt hast!
Weblog-admin . Mittwoch 23. November 2005 19:05
VORSICHT THORSTEN!
KEINE BELEIDUGUNGEN HIER IM BLOG! SONST LÖSCH ICH DEINE KOMMENTARE!
DAS GILT FÜR ALLE HIER: SACHLICH UND KOLLEGIAL DISKUTIEREN!
GRÜSSE . EUER WEBLOG-ADMIN
Neues Verdimitglied . Mittwoch 23. November 2005 19:17
@Weblog-admin
Nicht drohen, machen!!!
Weblog-admin . Mittwoch 23. November 2005 19:19
UM DEN VORWURF DER ZENSUR ZU BEGEGNEN, BEKOMMT JEDER ZUERST NE VERWARNUNG ;-)
VILE SPASS BEIM WEITER-BLOGGEN!
Neues Verdimitglied . Mittwoch 23. November 2005 19:30
Na dann:
Für Thorsten tut es mir wirklich leid, dass er zu dumm ist meinen unglaublichen Schwachsinn zu verstehen. Leute wie er werden den TVÖD nicht besser machen aber die Arbeit schwieriger.
Ein neues Verdimitglied
Norbert . Mittwoch 23. November 2005 19:37
Ach nee, "Neues Verdimitglied", lass das mal lieber mit den Kerzen!
... mancher Armleuchter ist dabei schon abgebrannt...
Neues Verdimitglied . Mittwoch 23. November 2005 19:44
Respekt, toll formuliert und was hat das mit dem TVÖD zu tun.
Norbert . Mittwoch 23. November 2005 19:55
Na, hmm... ver.di hätt ein Neues Mitglied verloren!
... und der TVöD würde noch schlechter (;-))))
Neues Verdimitglied . Mittwoch 23. November 2005 20:10
Im öffentlichen Dienst schreien die am lautesten die am meisten haben. Und die, die am meisten haben tun am wenigsten. Unser Besitzstand bringt uns eines Tages um.
Ach, Norbärt zu Deiner Info ich bin im übrigen Feuerwehrmann (;-)))).
Max . Mittwoch 23. November 2005 20:56
Feuerwehrmann, dann schreibst du im falschen Blog. Wohl dem, der lesen kann....
Peter . Donnerstag 24. November 2005 09:37
Der Ärger der sich im Blog ausdrückt ist verständlich. Wenn ein Tarifvertrag unter Ausschluß der Mitglieder letztendlich von einigen Oberverhandlungsführern ausgehandelt wird und mit unerträglichen Flugblättern als Erfolg verkauft wird, und hintetrher die Mogelpackung sichtbar wird, dann wird man sauer. Der TVöD ist nicht das Ergebnis eines langen Arbeitskampfes, ein Arbeitskampf wurde gar nicht erst in Erwägung gezogen, die Mitglieder wurden verarscht. Neben der Überleitung gibt es noch andere Baustellen, z.B. Arbeitszeitregelungen vorallem für Schicht- und Wechselschichtarbeitnehmer. Während der KAV knallharte Kommentare bzw. Verfahrensanweisungen herausgibt, müssen wir mühsam Informationen zu Interpretationen suchen oder Seminare besuchen.
Mir ist natürlich nicht entgangen, dass auch im ö.D-Bereich permanent Finanzierungsprobleme vorhanden sind, nur wer hat diese verursacht? Leider hat dies auch Auswirkungen auf die Einkommen, aber warum wurden nie Alternativen zu diesem TVöD gesucht bzw. diskutiert? Warum wurde bewußt eine Spaltung zwischen Alt- und Neu-Beschäftigten hingenommen? Wir werden diesen Konflikt spätestens bei der nächsten Tarifrunde erleben. Sicherheit der Arbeitsplätze und dafür Lohnverzicht?
Im Gesundheitsbereich z.B. Krankenhäuser läuft eine Privatisierungswelle und auch Personalabbau, mit und ohne Lohnverzicht.
Klaus Weisenfeld . Donnerstag 24. November 2005 10:04
Am 22.11.2005 bekam ich mitgeteilt, wie meine Überleitung aussieht. Ergebnis: durch die Veränderung des Ortszuschlages 700,- weniger im Jahr. Vielen Dank, verdi. Die Frage: warum ist man 20 Jahre in einer Gewerkschaft? Die Lösung: Das Geld muss ich am Mitgliesdsbeitrag sparen!
Frank . Donnerstag 24. November 2005 10:47
700,- EUR nur, dann wäre ich froh!
Trotz eines Strukturausgleiches verdiene ich 20.000 EUR in den nächsten 11 Jahren weniger, obwohl bei mir der OZ nicht entscheidend ist.
Ich muss alleine 9 Jahren in der Erfahrungsstufe 3 bleiben (Entgeltgruppe 9), eher es die nächste Erhöhung gibt und in Erfahrungsstufe 4 komme.
Mein Arbeitskollege, der ein halbes Jahr älter ist (gleiche Vergütungsgruppe und gleicher Familienstand usw), macht anstatt 20.000 EUR Verlust sogar ein Realgewinn von fast 15.000 EUR in den nächsten 11 Jahren.
Verdi sagt: Nachteile bei einigen Beschäftigten nimmt der Tarif ausdrücklich in Kauf.
Aber so krasse Unterschiede zu machen, finde ich einfach lächerlich.
Frank . Donnerstag 24. November 2005 10:50
PS:
20.000 EUR Verlust sind für ein Jahreseinkommen um die 30.000 EUR sehr viel, vielleicht nicht bei Arbeitnehmern, die das doppelte im Jahr verdienen.
Aber auch diese Leute haben ein Recht, stinkesauer zu sein!!!
Wuppertaler . Donnerstag 24. November 2005 13:21
@frank
Ich kann das was du schreibst nur bestätigen.
Ich liege mit 2.65 unter der Stufe 3 weil ich leider erst heute Geburtstag habe.
Dies bedeutet für mich ich kann mich ab .10/07 auf eine erhöhung von 2,65 freuen.
Wenn das alles währe würde ich dies ja runterschlucken und nicht meckern.
Aber ich habe mich im 8J Bewährungsaufstieg befunden der am 30.11.2007 beendet gewesen währe.
Diese Stichtagsregel 30.09.2007 kostet mich also 580,- / Monat (Das mit dem Geburtstag nicht mitberücksichtigt).
Reaktion der Verdi wahr Schulterzucken und die Aufforderung mir den Austritt noch einmal zu überlegen (seit der Ausbildung akt. Mitglied).
Meine Antwort an alle Neunmalklugen:
So schlecht hätte ich mit meinem Arbeitgeber auch alleine nicht verhandeln können.
Wir sind bei jedem Warnstreick gewesen.
Aber hier hat man uns von Anfang an Belogen und Betrogen.
Wir haben keine Chance gehabt zu Kämpfen und ich bin Überzeugt davon das es bis zum Ende von Verdi und Co. keine möglichkeiten dazu geben wird.
Solange das vorrangige Ziel unserer Vertreter die Große Politik ist, sind Arbeitskämpfe (gegen die eigenen Parteifreunde) unerwünscht.
Wenn ich die Politik unterstützen möchte dann kann ich meinen Beitrag auch in einer echten Partei bezahlen.
Jens . Donnerstag 24. November 2005 18:14
@neues Verdi-Mitglied
Tja, ich muss dem Thorsten da voll und ganz recht geben. Das was Du da schreibst ist wirklich durchsogen von Dümmlichkeit und Realitätsverlust.
Das bei Dir irgendwas nicht stimmt, zeigt die Tatsache, dass Du kürzlich Mitglied in einer Vereinigung geworden bist, die sich nur noch für Deine Mitgliedsbeiträge interessiert (Irgendwann in grauer Vorzeit war das mal anders) und sich nen Scheiß für Dich einsetzt. Irgendwann wirst sogar Du das merken.
christoph . Donnerstag 24. November 2005 19:09
@ jens
bist du mitglied? wenn ja - warum?
wenn nein - was willst du hier?
rumstänkern kann jeder! anständig kritik üben nur ein paar. und konstruktiv in diesem blog diskutieren die wenigsten.
darüber sollten alle mal nachdenken, die hier in diesem weblog ihren frust ablassen.
und noch an diejenigen, die gefrustet sind: was könnte man denn besser machen? in zukunft? konkret? und was seid ihr bereit dafür zu tun?
**in der hoffnung, dass hier wieder mehr erwachsenen-unterhaltung einzug hält!
Friedrich Elstermeier, Löhne . Donnerstag 24. November 2005 19:19
Friedrich Elstermeier, Löhne in Westfalen
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Heute saß ich mit einer jungen Kollegin zusammen, um mit ihr über ihre beruflichen Perspektiven zu sprechen, die sich ihr bei ihrem öffentlichen Arbeitgeber nach Einführung des TVöD bieten.
Leider musste ich ihr in aller Behutsamkeit eröffnen, daß sie trotz ihres kürzlich bestandenen 2. Angestelltenlehrgangs mit Entgeltgruppe 8 bereits am Ende ihrer Karriereleiter angelangt sei. Über die bereits erfolgte herzliche Gratulation hinaus hätte sie nichts mehr zu erwarten. Ohne Fachhochschulausbildung müsse ihr der Zugang zu den weiteren Entgeltgruppen (also ab BAT VergGr Vb/TVöD EGr 9) verschlossen bleiben.
Sie war einigermaßen fassungslos. Sie fragte mich, warum sie denn die Mühe der Qualifizierung auf sich genommen habe, warum ihr Arbeitgeber Tausende in ihre Ausbildung investiert habe, wenn das jetzt alles gar nichts mehr gelten würde? Sie fragte mich weiter, woher sie denn die Motivation für ihre Arbeit nehmen solle. Sie fragte mich, wer denn solch einen Tarifvertrag abschließen könne. Sie fragte mich, ob es möglich sei, daß die verhandelnden Personen gar keinen Bezug zur Realität der Arbeit in den Verwaltungen hätten. Sie zu trösten versuchend antwortete ich ihr, daß ich mich das auch frage. Und das gelte in Bezug auf die Arbeitnehmer- als auch auf die Arbeitgeberseite.
Als sie mit mir sprach, rannen bei ihr die Tränen.
Sie sagte mir, daß sie daß ja gar nicht alles gewusst hätte auch nicht, daß es den Bewährungsaufstieg nun gar nicht mehr gäbe. Sie verstand nicht, warum sie nicht beizeiten darüber informiert worden wäre. Andere ihrer Kolleginnen und Kollegen wüssten es auch nicht; diese anderen wären sich auch nicht der Folgen des TVöD bewußt.
Selbst schuld?
Ich versuchte sie weiterhin zu trösten und sagte ihr, niemand wäre informiert gewesen egal ob in Verdi organisiert oder auch nicht.
Man hätte das doch verhindern können; man hätte sich doch wehren können. Ich antwortete ihr darauf, daß es dazu einer Gewerkschaftsleitung bedurft hätte und weiterhin bedürfe, die auf Seiten ihrer Mitglieder stünde und deren Interessen verträte. Ein adäquates Engagement wäre aber leider bei den Verhandlungsführern und Sekretären von Verdi nicht für jedermann und jederfrau zu erkennen gewesen.
Ich sagte ihr, daß nun nichts mehr zu machen sei, ich aber trotzdem Ihre Meinung natürlich gern an Verdi weitergeben würde. Mit einer Antwort dürfe sie allerdings nicht rechnen. Antworten bei Verdi wären erfahrungsgemäß offenbar unter der Würde der Verantwortlichen. Im Verdi-blog könne man vielleicht Frust ablassen und als Feedback höchstens erwarten, daß man ihr viel Spaß beim Diskutieren des Tarifabschlusses (mit wem auch immer) wünsche oder allenfalls noch rate, der Organisation Verdi beizutreten. Und mit einer solchen Reaktion könne man auch nur dann rechnen, wenn man ordinär werde oder den Austritt aus Verdi ankündige.
Verdi-Mitglied oder Nicht-Verdi-Mitglied, was und wem hilft denn euer Lamento?! Fügt euch doch in das, was ihr nicht mehr ändern könnt. Grämt euch nicht und seid still! Seid endlich einverstanden!
Seid dankbar und glücklich darüber, daß ihr einen Job im Öffentlichen Dienst habt! Seid froh, wenn euch nicht betriebsbedingt gekündigt wird!
Seid endlich einverstanden, auch wenn euch unsere Gewerkschaftsleitung nicht nach euerer belanglosen Meinung gefragt hat! Seid einverstanden und gebt nun endlich Ruhe!
Das ist es doch, worauf uns der Genosse Rainer Nehring bereits zu Beginn der 2. KW diesen Jahres eingestimmte, als er Bertolt Brecht zitierte (oder was wollte er uns mit dem Zitat sagen?):
»Wichtig zu lernen vor allem ist Einverständnis
Viele sagen ja, und doch ist da kein Einverständnis
Viele werden nicht gefragt,
und viele sind einverstanden mit Falschem.
Darum: Wichtig zu lernen ist vor allem Einverständnis.«
Oder sprecht in einer Sprache, die die Gewerkschaftsbonzen verstehen: Dreht ihnen den Geldhahn zu! Wie soll man sich sonst wehren, als durch Austritt?!
Mit kollegialen Grüßen
Friedrich Elstermeier
Wuppertaler . Donnerstag 24. November 2005 22:22
@Friedrich
du sprichst mir aus dem Herzen.
@christoph
1. Was soll dieser Beitrag ?
2. Wo sollen wir Mitglieder (und Nichtmitglieder) sonst unseren Frust auslassen?
Die Personalräte können nichts dafür (Ich war auch einer davon) und Die Sec. siehe auch meinen letzten Beitrag.
3. Wenn es wieder eine Gewerkschaft geben sollte die unsere Interssen vertritt, dann bin ich sofort dabei (Streiks,Warnstreiks,Demos usw. bei Wind und Wetter)
Ich hoffe ich habe hier einge deiner Fragen beantworten können.
Mit Kollegialen Grüßen
ein fast ex Verdimitglied
Norbert . Donnerstag 24. November 2005 23:58
@ Christof:"rumstänkern kann jeder!":
Gut gebrüllt, Löwe(klein)!
Wo sind IHRE konstuktiven Beiträge bisher? Ich kann leider keine finden. (Korrigieren Sie mich!) Das was Sie - und wie - zum Ausdruck bringen, erweckt bedauerlicherweise auch nur den traurigen Eindruck des "rumstänkerns", um es mit Ihren eigenen Worten gelinde auszudrücken.
>>und noch an diejenigen, die gefrustet sind: was könnte man denn besser machen? in zukunft?<<
Hätten Sie (wenigstens) MEINE Beiträge gelesen: Die Frage ist nicht neu!
Was schlagen SIE denn vor?
Nun?
Wir sind gespannt auf Ihre Ausführungen!
Norbert . Freitag 25. November 2005 00:11
@Rainer: "@ Norbert: Was kann man dir raten. Werde Mitglied und mach mit"
Ach, Rainer, ...gerne! Ich könnte durchaus was einbringen: 30 Jahre Wirtschaftsingenieur im ÖD. Tarif: in- und auswendig..., viel freie Zeit. Engagement, und, und ...
ABER(!!): will ver.di das WIRKLICH???, mal ganz ehrlich???
Bisher habe ich leider die Erfahrung machen müssen, dass es innert ver.di so etwas wie eine "geschlossene Gesellschaft" gibt. Einerseits die Funktionäre, andererseits die Beitragszahler! (Entschuldige die Plattheit) Wie dieser Blog zeigt: In der Satzung steht demokratisch verfasst, aber was ist die GELEBTE Wirklichkeit? Es ist halt wie mit dem GG: Anspruch und (rechtgesprochene) Wirklichkeit...
Keine Infos zum neuen Tarif an die Basis, nicht mal bei den ver.di - BR'ten angekommen, Alleingang der Funktionärs"elite" mit den (SPD-?) Politikern, Flugblätter/ Infos mit peinlichem Inhalt ("Keiner/Keine hat weniger..." brrrrrr....!) ich mag nimmer weiter aufzählen.
Rainer, wenn Du gute Argumente hast: Ich lasse mich gerne überzeugen! Du hast mein Wort... und meine Email-Adresse.
Max . Freitag 25. November 2005 08:36
Tatsache ist und das ist unter den meisten Beschäftigten, die ,die diesen TvöD nicht einordnen können, werden es irgendwann erfahren, das dieser Abschluß nicht gut ist. Erst kurz vor der Überleitung habe ich aus eigenem Antrieb erfahren, das ich in eine Entgeldgruppe gesteckt werde, in die ich nicht gehöre, habe ich hier schon aufgeführt. Von den anderen Verschlechterungen garnicht zu reden.
Unsere Gewerkschaft vor Ort , muß sich mühsam ein Bild machen, was überhaupt zu tun ist.
Ich mache den Verhandlungsführern schlampige Verhandlungen zu Lasten der Beschäftigten zum Vorwurf, ich mache zum Vorwurf, das nicht ausreichend informiert wird, das erinnert mich an frühere Sowjetzeiten.
Jetzt sollte Verdi wenigstens alles dafür tun, das den Betroffenen geholfen wird.
Und das nur der Klageweg übrigbleibt: Vielen Dank auch!
Franz . Freitag 25. November 2005 19:48
Verdiiiiiiiiiiiiiiiiiii, wach endlich auf!!!!
Hör auf uns zu belügen und uns zu be........ Ich habe die Faxen sowas von dicke von diesem Bonzenhaufen, der sich einen S..... um den öffentlichen Dienst kümmert.
T.Gericke . Samstag 26. November 2005 14:19
Für diesen Vertrag muss Verdi sich echt schämen.
Ärgerlichste geschluckte Kröte ist neben den Gehaltseinbussen die Tatsache, dass der in vielen Branchen nötige Wechsel des Arbeitsgebers von UNS bezahlt werden muss.
Interessant finde ich auch das der "Tarifvertrag zur Zukunftssicherung" auch liebevoll TV Zusi genannt, hier noch keine Erwähnung fand. Mögliche 10% weniger Jahresbruttogehalt ist etwas wogegen früher Gewerkschaftler auf der Strasse demonstriert haben.
Jupp . Samstag 26. November 2005 16:24
Endlich eine Möglichkeit mit diesem Blog gefunden um mir Luft zu machen:
Ich kann mich meinen zahlreichen Vorrednern nur anschließen. Auch ich habe seit dem 01.10. deutlich weniger Geld in der Tasche. Von meinen Zukunftserwartungen nach BAT, die mit dem TvÖD einfach so weggewischt worden, gar nicht zu reden.
Ich bin sooo wütend auf Verdi!!! Was haben sich Kurt Martin (Verhandlungsführer TvÖD von Verdi) und seine Schergen dabei bloß gedacht?
Es ist einfach nicht zu glauben, wie die Arbeiter und Angestellten von Ihrer eigenen Gewerkschaft so im Stich gelassen werden.
rainer nehring . Montag 28. November 2005 08:46
Liebe Leute,
ich bitte darum eine andere Ausdrucksweise zu finden. Es kann jeder auf diesen Blog seine Kritik loswerden,
ich werde es aber nicht zulassen das hier eine Fäkaliensprache platz greift.
Mit freundlichen Grüßen
an alle Schreiber.
F. Brüschke . Montag 28. November 2005 14:30
...wirklich toll ver.di,
neben Verlusten hinsichtlich des zu erwarteten Endgehaltes BAT (trotz Strukturausgleich) fällt jetzt auch noch die Vollstreckungsvergütungszulage seit dem 01.10.05 weg.
Andreas M. . Montag 28. November 2005 18:52
Sehr geehrter Herr Nehring,
das bei diesem Katastrophen-Tarifvertrag die Wortwahl nicht immer dem Knigge entspricht, sollten Sie angesichts der gravierenden finanziellen Nachteile, die Verdi - in Kooperation mit den Arbeitgebern - seinen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern zumutet, verstehen können.
Ich beobachte diesen Blog schon seit einiger Zeit als passiver Mitleser. Was mir auffällt ist das Verdi-Funktionäre, mit Ausnahme von Herrn Nehring, hier überhaupt keine Stellung beziehen und sich offensichtlich feige zurückziehen.
Das was Herr Nehring hier allerdings bietet ist ein Trauerspiel.
Eine sachliche Diskussion ist mit ihm ebenfalls nicht möglich, weil er nur Allgemeinplätze von sich gibt.
Es wäre wirlich mal schön, wenn sich endlich mal ein Verdi-Vertreter zu einer sachlichen Diskussion mit uns herabläßt und uns mal erklärt wo denn nun der Mehrwehrt im TvÖD versteckt sein soll.
Aber darauf können wir wohl bis zum St. Nimmerleinstag warten...!
Max . Dienstag 29. November 2005 08:43
Ich glaube ja, das der ÖD bei Verdi nur eine untergeordnete Rolle spielt. Warum sonst ist so schlampig verhandelt und dann abgeschlossen worden. Dieser Tarifvertrag hat mehr Vorteile für den Arbeitgeber und keine für den Arbeitnehmer.
Mich wundert das nicht, das keiner derjeneigen, die diesen Vertrag abgeschlossen haben, hierzu mal Stellung nimmt. Man müßte ja Fehler zugeben.
Norbert . Dienstag 29. November 2005 14:19
Folgend Info fand ich heute Mittag im Web:(http://www.tvoed-office.de/SID115.OJKk8EOMT_E/forumTVOED/forumShowArticle?id=213)
TVöD - Ergebnisse Termingespräch 21.11.2005
"...
Im Bezug auf die häufiger auftretenden Fragestellungen zu den Ortszuschlägen und den Kinder-/Sozialzuschlag bei den Überleitungen wurde zwischen beiden Seiten ein Verfahren vereinbart, um alle bislang aufgetretenen Fallgestaltungen zu beraten und einer Lösung zuzuführen, die sicher stellt, dass es in BEZUG AUF DAS FAMILIENEINKOMMEN WEDER VERSCHLECHTERUNGEN NOCH ZU BESSERSTELLUNGEN kommt. Hierbei müssen insbesondere auch die BESONDERHEITEN BEI TEILZEITBESCHÄFTIGUNG berücksichtigt werden.
Dies alles wird nochmals Thema eines weiteren Gesprächs am 22. Dezember 2005 sein, wo beide Seiten beabsichtigen, die noch offenen Fragen einer Klärung zuzuführen.
..."
Gruß an alle Betroffenen
Norbert
Franklin . Dienstag 29. November 2005 18:22
Hallo Max !
Du irrst, der öffentliche Dienst spielt bei Verdi eine grosse Rolle. Mit zwei an den Taqrifverhandlungen beteiligten Personen habe ich persönlich gesprochen: Tenor: die Arbeitgeber mussten mühsam von ihren Forderungen abgebracht werden um überhaupt zum Kern der Dinge vorzudringen. Das kostet Zeit und Nerven. Nicht umsonst wurden nach jeder Sitzung Stichpunktartig die Verhandlungsstände dokumentiert mit Position der AG von Verdi und den Punkten über die man sich geeinigt hat.
Interessierte Mitglieder haben diese auch bekommen. Den Vorwurf der schlampigen Verhandlungsführung kann ich aus meiner persönlichen Sicht daher nicht bestätigen.
Der TVöD stand bis zum Schluß unter dem Vorbehalt der Gesamteinigung. Wenn man buchstäblich bis zur letzten Minute die Redaktionsverhandlungen führt können Pannen passieren. Siehe den Komplex zu den Fragestellungen von denen Norbert im vorstehenden Beitrag berichtet.
Wenn man den Ausgangspunkt betrachtet, dass der TVöD unter dem Aspekt die Kostenneutralität verhandelt werden sollte aber die Arbeitgeber dass nur anstandshalber so mit unterschrieben haben (die Prozessvereinbarung) so kann man durchaus sagen, dass die öffentlichen Arbeitgeber zwar Ihr Ziel der direkten Tarifabsenkung nicht erreicht haben aber mittel- bis langfristig dies durch den TVöD erreichen können, je nachdem wie er umgesetzt wird.
Die Ausgestaltung der Regelungen zur Verteilung der Arbeitszeit und die Regelungen zur Leistungsentlohnung sind zu grossen Teilen in die Verwaltungen und Betriebe verlagert worden. Dies muss nicht zum Nachteil der Arbeitnehmer sein wenn man flexibler Arbeiten kann und eine gewisse Zeitsouveränität erhalten kann.
Ich persönlich finde es ganz richtig, dass die Haupamtlichen von Verdi sich zum TVöD nicht äussern. Wie man es dreht und wendet, es kommt nichts gescheites dabei raus, wenn man nicht die Chance des Verstehens erhält. Also ist Schweigen Gold.
Auf weiterhin kontroverse Diskussion
Gruß Franklin
Lothar H. . Dienstag 29. November 2005 19:04
Moin,
das Arbeitgeber von Ihren Maximal-Forderungen abgebracht werden müssen, ist ja wohl gewerkschaftliche Kernaufgabe und gehört zu Tarifverhandlungen wie das Amen in der Kirche.
Toll finde ich die Aussage, dass sich Verdi jetzt offensichtlich an ursprünglichen Maximalforderungen der Arbeitgeber messen läßt.
Geht´s noch???
Verdi muss sich daran messen lassen, was unter dem Strich für seine Mitglieder heraus gekommen ist und das ist ganz großer Bockmist. Mich interessiert nicht, dass die Arbeitgeber noch viel größere Grausamkeiten vorhatten. Das haben sie immer. Es ist Aufgabe von Verdi für uns zu kämpfen und nicht einen Katastrophen-Tarifvertrag als Erfolg zu verkaufen, nur weil die Arbeitgeber eine, oder zwei Forderungen fallen gelassen haben.
Mir fehlen die Worte, dass jetzt auch noch verteidigt wird, dass sich die Verdi-Oberen null zum TvÖD äußern und uns komplett im Regen stehen lassen. Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein, Herr Franklin. Ich kann mir so eine, für mich als Betroffener unglaubliche Aussage, nur mit der von Ihnen selbst erwähnten Bekanntheit zu "zwei an den Tarifverhandlungen beiteligten Personen" erklären.
Schön dass Sie so enge Bindungen zu den Herrschaften haben. Wäre nett wenn Sie denen mal den Link zu diesem Blog mitteilen, damit die endlich mal merken was an der Basis los ist!
Franklin . Dienstag 29. November 2005 23:06
Hallo Lothar !
Ich gestatte mir den Luxus eine eigene Meinung zu haben, auf die Gefahr hin missverstanden zu werden.
Ziel war es zum Umstellungszeitpunkt des TVöD, gemessen an den Monatseinkommen, das kein Beschäftigter weniger in der Tasche hat. Dies ist nicht ganz gelungen, bei zwei Beschäftigten im öffentlichen Dienst, weshalb jetzt auch nachverhandelt wird.
Den Beschäftigten des Bundes und der meisten Kommunen bleibt dass erspart , wass für die Beschäftigten der Länder seit Kündigung der 38,5 Stundenwoche und des Urlaubs- und Weihnachtsgelds Realität ist: die Arbeitgeber bestimmen immer mehr einseitig die Arbeitsbedingungen und haben auch kein Interesse an einer Tarifpartnerschaft mehr. Es gibt auf Absehbare Zeit im alten BAT keine Vergütungserhöhungen, es sei denn, die Länderbediensteten würden dafür streiken.
Auf weiterhin kontroverse Disskussion
Gruß Franklin
Frank Brüschke . Mittwoch 30. November 2005 10:31
Da fällt mir doch noch hierzu ein Zitat eines berühmten Saatsmannes ein. In entsprechender Abwandlung :
Nirgendwann in der Geschichte, haben
so wenige für so viele, so wenig erreichen wollen !!!!
Max . Donnerstag 1. Dezember 2005 11:42
Wie muß man eigentlich die Aussage verschiedener Gewerkschaftsfunktionäre verstehen, das die Arbeitgeber den neuen TVöD eben so interpretieren, wie sie es für richtig halten, ich meine dabei das Thema Eingruppierung oder Familienzuschläge, wo ja jetzt endlos nachverhandelt werden soll, und die Gewerkschaften die Achseln zucken.
Ich meine , das hier vorschnell von Seiten der Gewerkschaften die Unterschrift unter dieses Machwerk gesetzt worden ist.
Traurig ist es ja, das einem als Betroffener
nur noch der Klageweg übrigbleibt?
Steffen . Donnerstag 1. Dezember 2005 12:52
Hallo,
ich beziehe mich auf die Bemerkungen von Thorsten vom 27. Oktober 2005, und von omega vom 01. Oktober. Es geht darum, dass Nicht-Gewerkschaftsmitglieder, bei denen im Arbeitsvertrag eine Bezugnahme auf den BAT besteht, rein rechtlich immer noch unter den BAT fallen, weil der BAT (bisher) nie offiziell gekündigt und durch den TVöD als dessen "Nachfolger" ersetzt wurde. Da mir die Bezahlung nach TVöD auf lange Sicht eher Nachteile bringt - was müsste man unternehmen, um wieder nach BAT entlohnt zu werden?
Gruß, Steffen.
Thomas . Donnerstag 1. Dezember 2005 13:57
ist vielleicht hier dann nicht der passende Ort, um das zu fragen. Eine Antwort wäre natürlich trotzdem spannend.
Steffen . Donnerstag 1. Dezember 2005 16:18
Hallo,
ich beziehe mich auf die Bemerkungen von Thorsten vom 27. Oktober 2005, und von omega vom 01. Oktober. Es geht darum, dass Nicht-Gewerkschaftsmitglieder, bei denen im Arbeitsvertrag eine Bezugnahme auf den BAT besteht, rein rechtlich immer noch unter den BAT fallen, weil der BAT (bisher) nie offiziell gekündigt und durch den TVöD als dessen "Nachfolger" ersetzt wurde. Da mir die Bezahlung nach TVöD auf lange Sicht eher Nachteile bringt - was müsste man unternehmen, um wieder nach BAT entlohnt zu werden?
Gruß, Steffen.
EDE . Donnerstag 1. Dezember 2005 16:34
Hallo Alle,
die 3 Jahre Nullrunde können ja heiter werden.
Ihr habt bestimmt auch schon die lieben Briefchen bekommen:
".....sehen wir uns leider gezwungen, Ihren Beitrag zu erhöhen...."
An Heizung will ich garnicht denken. Und an höhere MwSt schon garnicht.
Danke für 3 Jahre Nullrunde, liebe Gewerkschaft.
Franklin . Donnerstag 1. Dezember 2005 19:26
Hallo Steffen !
lese bitte § 2 Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäftigten (VKA bzw Bund)nach Überschrift: Ablösung bisheriger Tarifverträge durch den TVöD.
Der BAT , BMT-G, etc. werden durch den TVöD ersetzt. Die generelle Bezugnahme im Arbeitsvertrag auf den BAT ist lt. laufender Rechtsprechung eine dynamische: das bedeutet dass immer der aktuell gültige Tarifvertrag gemeint ist auch wenn er jetzt TVöD heisst.
Hallo Ede !
Wenn du unter den TVöD fällst, erhälst du auch die vereinbarten Einmalzahlungen: also keine Nullrunde !!! 2005, 2006 und 2007 je 300,00 EUR: ist das nichts ?
Wer unter den BAT fällt, wie ich, erhält 0,-- EUR Einmalzahlung: der BAT ist ein Auslaufmodell und wird nicht mehr gepflegt.
Hallo Max !
Zur Eingruppierung siehe bitte § 17 Eingruppierung Tarifvertrag zur Überleitung der Beschäftigten (TVÜ-VKA, TVÜ-Bund entsprechend) Übergangsweise gelten die alten Eingruppierungsvorschriften des BAT, BM-G, etc..
Mit den Arbeitgebern ist fest vereinbart, die Eingruppierungsvorschriften des TVöD bis zum 31.12.2007 zu regeln. Dies hat mit Nachverhandlungen nichts zu tun, sondern ist gewollt, da das Eingruppierungsrecht eine Spezialmaterie ist, welche den Zeitrahmen der Verhandlungen des TVöD und die personellen Ressourcen, sowohl der Arbeitgeber als auch von Verdi, gesprengt hätte.
Auf weiterhin kontroverse Diskussion
Gruß Franklin
Norbert . Donnerstag 1. Dezember 2005 22:12
@ Franklin: >>... die vereinbarten Einmalzahlungen: also keine Nullrunde !!!<<
Vergleiche dazu ver.di - Flugblatt vom 9.2.2005: dies entspricht "einer Einkommenserhöhung von durchschnittlich ca. 1% pro Jahr"(!)
Schön wär's. Oder : Rechnen müsste man können(-wollen).
Die Jahre 2007 und 2008 SIND Nullrunden!! Sie machen sich auch was vor: Wenn auch Sie endlich in den TVöD kommen, dann setzen Sie auf dem Niveau von 2005 auf, dank Einmalzahlungen. Falls es wieder echte Tariferhöhungen gibt, dann geht es auf der Basis 2005 weiter!
Diese Erkenntnis wird früher oder später alle ernüchtern: Der von ver.di gefeierte "Jahrhundert-Tarif" TVöD ist die härteste Niederlage des ÖD in den vergangenen Jahrzehnten; und das Schlimmste: ohne Arbeitskampf, ohne Gegenwehr.
Die Art und Weise, wie die ver.di-Führung das Desaster offiziell als Jahrhunderterfolg propagiert, erschüttert und entlarvt zugleich. So wie das Foto auf der Webseite von ver.di mit Bsirske, Schily und Co. Es sagt alles... .
(Ich habe uns die Aufzählung von Fakten erspart, der Blog wird überladen. Wen es wirklich interessiert, der kann es an anderer Stelle nachlesen, z. B. http://www.netzwerk-verdi.de/tarif_04-05/tvoed-2005.html
Wie Sie weiter oben erkannten, Herr Franklin: "Für Verdi als Gewerkschaft bedeutet der TVöD Weiterentwicklung, für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst graduell eine Verschlechterung." Weiterentwicklung bedeutet nicht zwangsläufig Besserung. Ich wage zu prophezeien: Bedeutungslosigkeit. Die Geschichte hat es oft genug bewiesen. Die größten Zuwächse an Mitgliedern hatte die Gewerkschaftsbewegung in der Nachkriegszeit, als sie gekämpft hat, die größten Verluste in der jüngsten Vergangenheit.
Dennoch: (auch schon gesagt): Ja nicht anfangen nachdenken, Herr Fränklin, das könnte gefährlich werden...
Franklin . Freitag 2. Dezember 2005 00:03
Hallo Norbert !
Die letzte prozentuale und tabellenwirksame Vergütungserhöhung im öffentlichen Dienst erfolgte zum 01. Mai 2004 mit 1%.
Auf Grundlage dieser Vergütungstabellen wurde zum 01.10.2005 auf den TVöD umgestellt. In der Regel erfolgte die Umstellung 1:1. Jüngere Beschäftigte realisierten bei der Umstellung Erhöhungen der Monatsvergütung. Für TVöD Beschäftigte gibt es in 2005 eine Einmalzahlung von 300,- EUR. Dies ist keine Nullrunde.
In 2006 gibt es nur die 300,00 EUR Einmalzahlung. Im Vergleich zu 2005 ist dass eine Nullrunde.
In 2007 gibt es eine Einmalzahlung von 300,- EUR. In diesem Jahr wird die nach Entgeltgruppen gestaffelte Jahressonderzahlung eingeführt.
EG-Gr 1-8: 90%
EG-Gr 9-12: 80%
EG-Gr 13-15: 60%
Zusätzlich gibt es ab 2007 ein Leistungsentgelt.
Im Vergleich zu 2006 ergeben sich für Beschäftigte der EG-Gr 1-8 eine geringfügige Verbesserung, für Beschäftigte der EG-Gr 9-12 je nach Leistungsentgelt tendenziell eine Nullrunde bis hin zu einer geringfügigen Verschlechterung und für Beschäftigte der EG-Gr. 13-15 eine Verschlechterung.
Alle anderen noch im TVöD enthaltenen Änderungen zu Gunsten der Beschäftigten habe ich nicht mit betrachtet.
Die Tabellenentgelte sind frühestens zum 13.12.2007 ohne Einhaltung einer Frist kündbar.
Was Ende 2007 ist wage ich nicht vorherzusagen.
Für weiterin im BAT-Beschäftigte, wie ich, gab es in 2005, nichts also Nullrunde. Alle anderen noch im BAT enthaltenen Änderungen zu Gunsten der Beschäftigten nicht mit betrachtet. Weitere Entwicklung: nicht absehbar.
Ja ich habe angefangen Nachzudenken:
aber gefährlich ist dass nicht.
Auf weiterhin kontroverse Diskussion
Gruß Franklin
Max . Freitag 2. Dezember 2005 09:06
@ Norbert, Franklin
Es ist dann tatsächlich so, da bei Neuverhandlungen 2008 bei 2005 angefangen wird. Die Arbeitgeber werden schon wissen , warum sie nur Einmalzahlungen zugestimmt haben.
Zum Thema Eingruppierungen. Es ist leider so, das die AG jedenfalls bei uns einfach den Bewährungsaufstieg nach Bat gekippt haben und uns eine Entgeldgruppe tiefer eingruppiert haben, wo wir laut Überleitungstabelle garnicht hingehören. Das macht einige 100 Euro pro Monat aus. Das ist nicht fair.
Jan S. . Freitag 2. Dezember 2005 11:49
Hallo Franklin,
wie kommst Du drauf, dass die Jahressonderzahlung eine Verbesserung zumindest für die unteren Entgeltgruppen wäre ?
Seither gab es 82,14% Weihnachtsgeld und (bis Vc) 332 Urlaubsgeld. Wenn ich zwei Beispiele rechne, bringt
EG 8 Stufe 6: 2493 Euro + 82,14% WG + 332 UG = 2379 oder 95,4%
EG 6 Stufe 4: 2155 Euro + 82,14% WG + 332 UG = 2102 oder 97,5%
während der TVÖD lediglich 90% hergibt.
Also: Die BAT-Sonderzahlungen lagen über der TVÖD-Sonderzahlung !
Der TVÖD ist im Lebenseinkommen gerechnet eine eindeutige Kürzung gegenüber der BAT-Bezahlung.
Es mag Situationen geben, wo halt einfach nicht mehr rauszuholen ist. Aber dass die Gewerkschaft ihren eigenen Mitgliedern bewußt die Unwahrheit erzählt und damit ihre eigene Ausgangslage für nachfolgende Terifverhandlungen verschlechtert ist völlig absurd.
Franklin . Freitag 2. Dezember 2005 12:11
Hallo Jan S. !
Danke für die Berichtigung, hatte dass so akribisch nicht ermittelt. Hatte im Hinterkopf, dass über alle Vergütungsgruppen hinweg das Zusammengefasste Urlaubs und Weihnachtsgeld ca. 88% eines Monatsverdienstes ist. (Abschluß Uniklinika Baden Würrtemberg). Sorry !
Hallo Max !
Ich vermute du arbeitest nicht in einem Betrieb, der dem kommunalen Arbeitgeberverband angehört. Dann müsste zumindest Eurer Personalrat oder Betriebsrat oder Mitarbeitervertretung darüber informiert sein und ggf. daran mitgewirkt haben, die Eingruppierungsrichtlinien festzulegen.
Hat eure Arbeitnehmervertretung ihre Hausaufgaben gemacht ? Würde mich interessieren, auch wenn es nicht direkt zum Thema TVöD gehört.
Auf weiterhin kontroverse Diskussion
Gruß Franklin
Max . Freitag 2. Dezember 2005 12:21
Hallo Franklin
Ich arbeite in einer Kommune und die gehört, so weit ich weiß, dem kommunalen Arbeitgeberverband an.
Unsere Arbeitnehmervertretung hat uns geraten Widedrspruch einzulegen, zumindest ich habe das gemacht.
Nun ein konkretes Beispiel: 4a/III Stelle nach Bat. 10 Jahre 4A und jetzt Entgeldgruppe 10. Ist das richtig?
Wenn ja, nehme ich meine Kritik zurück.
Scho . Sonntag 4. Dezember 2005 15:50
@Max
Ich denke nicht, dass es möglich ist, Widerspruch einzulegen. Das Widerspruchsverfahren ist auf öffentlich-rechtliche Verfahren begrenzt. Ein Arbeitsverhältnis ist aber ein privatrechliches Dauerschuldverhältnis. Man müßte wohl klagen, fraglich ist nur, gegen wen...
Bei einem Bewährungsaufstieg (z.B. wie bei dir: IVa B10 III BAT)
kommt es darauf an, ob man die Bewährungszeit zum 01.10.2005 zur Hälfte erfüllt hat UND die Höhergruppierung nach altem Recht bis zum 30.09.2007 stattgefunden hätte. Dann wird man nochmals fiktiv übergeleitet.
Wobei in deinem Fall m.E. eine Zuordnung in Entgeltgruppe 11 richtig gewesen wäre...
Ex-Gewerkschaftsmitglied . Montag 5. Dezember 2005 22:38
Verdi hat mit diesem Tarifvertrag anscheinend allen Anstand vermissen lassen. Da meine Ehefrau Beamtin ist, werde ich mit OZ 1 übergeleitet, was mir im Vergleich zu anderen Kollegen in 2 jahren ein Minus von mtl. 450,- bringt!!! Dazu kommt noch ein geringerer Strukturausgleich, wo ist denn da die Gerechtigkeit? Hier wurde eine Bombe gelegt! Meine Motivation ist gegen Null! Ich denke wie mir wird es vielen Kollegen gehen.
vogt Ludwig . Dienstag 6. Dezember 2005 15:39
Hallo EX-Gewerkschaftsmitglied ich würde mit dem Arbeitgeber einen neuen Vertrag aushandeln,weil der TV ÖD nur für Mitglieder von Ver,di gilt!was sagt uns ein altes Chinesisches Spichwort!! wer einmal sich selbst gefunden hat,der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren..
foxel . Dienstag 6. Dezember 2005 17:25
Leider gilt er für Mitglieder und somit auch für mich !
50 Euro Abzug von meinem Bruttogehalt !
Toller TVÖD !
Ich weiß Familieneinkommen wird nicht gekürzt ! Aber meine Frau war nur noch bis November Landesangestellte ! Also 50 plus 50 = 100 Euro Minus !
Wer kann so ein Vertrag unterschreiben ?
frank . Donnerstag 8. Dezember 2005 11:14
Wo und wie kann ich gegen den Tvöd widerspruch einlegen. Wegen der merkwürdigen stichtagsregelung zum bewährungsaufstieg (hier fehlen mir gerade mal 4 monate von 10 jahren) habe ich einen verlust von 20000 euro brutto hinzunehmen. Das ist der Aufstieg von III nach IIa, auf den ich 4 jahre länger warten muss.
Thomas hammer . Donnerstag 8. Dezember 2005 11:34
Hallo,
Thema Ehegattenanteil beim Ortszuschlag.
Am schlimmsten sind wieder mal die betroffen, die so doof sind und in diesem Land noch Kinder in die Welt setzen. Bei mir ist dies der Fall.
Meine Frau ist seit April im Erziehungsurlaub. Sie wird ihren Dienst voraussichtlich in 2,5 Jahren wieder antreten (dann auch nur noch 50%). Da sie auch im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, ihr Arbeitgeber aber nicht übergeleitet hat, fehlt mir jetzt der gesammte Ehegattenanteil des Ortszuschlages, mit der Begründung, meine Frau hätte ja den vollen Anspruch darauf. Welchen Anspruch???? Sie arbeitet momentan ja nicht. Da ich momentan Alleinverdiener bin, kein Erziehungsgeld erhalte, finde ich es nicht tragbar, dass mir jetzt 102 Euro monatlich fehlen und dies nur weil ich Kinder habe, die der Staat ja so dringend braucht!!!!! Tolle Familienpolitik. Bei einem Grundgehalt von 2500 Euro sind das über 4% Lohneinbußen.
Von den Ergebnissen der Nachverhandlungen hört man überhaupt nichts. Das finde ich unmöglich. Niemanden werde etwas genommen. Sogar der ehemalige Innenminister Schilly verkündete: Gebt das Geld den Vätern und nicht den Großvätern. Er meinte wohl, nehmt das Geld den Vätern.
Gruß Thomas
Hans Peter . Donnerstag 8. Dezember 2005 15:27
Kann mir jemand erklären, warum der TVÖD trotzdem zwischen Bund und Kommune unterscheidet?.
Ich bin Bundesangestellter und für
mich gilt die Entwicklungsstufe 6 (nach 15 Jahren) nicht.
Hier ist meines Erachtens das Gleichheitsprinzip nicht gewahrt soll heißen, leistet ein Kommunalangestelleter mehr?.
Ich bin seinerzeit aus der Kommune zum Bund gewechselt.
Max . Freitag 9. Dezember 2005 08:16
Laut den Versprechungen der Gewerkschaften, an erster Stelle Verdi, hieß es immer , keiner verliert etwas, der TVöD ist einfacher und und und....
Tatsache ist, wenige durchschauen ihn und er bringt nur Verschlechterungen für die Beschäftigten. Ich habe noch kein Beispiel gesehen oder gehört, wo sich etwas verbessert hätte.
Schade, das mal wieder Politik auf dem Rücken der kleinen gemacht wurde und weiter gemacht wird.
Steffen . Freitag 9. Dezember 2005 13:06
@ Hans Peter
Es gibt bzw. gab einige Unterschiede zwischen BAT Bund/Länder und BAT Kommunen, insbesondere bei der Grundvergütung. D.h. ein Kommunalangestellter verdient(e) in der gleichen Verg.gruppe, gleichen Altersstufe meist etwas mehr als ein (vergleichbarer) Bund/Land-Angestellter, siehe z.B. http://www.gew.de/Geld_und_Job.html
Somit waren auch die Endstufen unterschiedlich. Dies hat nun dazu geführt, für die beim Bund Beschäftigten v.a. in höheren EGn die Stufe 6 wegzulassen, wobei man mitunter schon den Eindruck hat, dass der Bund genannte Tatsache sehr zu seinem Vorteil ausgelegt hat.
Hans Peter . Freitag 9. Dezember 2005 14:47
Hallo Steffen,
mir ist allerdings nicht klar, warum bei der
Kommune die Grundvergütung höher war als beim Bund.
Ich bin seinerzeit von einer Kommunalbehörde zu einer Bundesbehörde gewechselt, allerdings mit einer Höhergruppierung von IVa nach BAT III.
Scho . Samstag 10. Dezember 2005 15:21
@ Thomas Hammer
Für deinen Fall gibt aber laut KAV-Rundschreiben eine Sonderregelung:
Befindet sich der nichtübergeleitete Egepartner im Erziehungsurlaub, wird beim überzuleitenden Angestellten nur der OZ der Stufe 1 herangezogen.
ABER: Für die Zeit der Beurlaubung des Ehegatten erhält er eine Besitzstandszulage, die wegfällt, sobald der Ehepartner aus der Beurlaubung zurückkommt.
Wurde meines Wissens erst letzte Woche veröffentlicht.
Foxel . Montag 12. Dezember 2005 08:25
Hallo Thomas,
Wo erhalte ich den Originaltext des KAV-Rundschreiben und in welchem Bundesland wrde er herausgegeben ?
Thomas . Montag 12. Dezember 2005 15:06
Hallo Foxel, hallo Scho.,
die Information kam von Scho. nicht von mir. Aber vielleicht kann Scho. uns noch sagen wie man an das Rundschreiben kommt, oder ob es evtl. einen Link gibt.
J.Rossmannek . Dienstag 13. Dezember 2005 11:24
Der TVöD bringt nur Verschlechterungen für die Beschäftigten. Vieleicht kann mir mal jemand sagen wo es eine Verbesserung gibt. Als alter Gewerkschaftler ( 32 Jahre Mitglied) bin ich maßlos entäuscht. Die Basis der Gewerkschaft wurde nie gefragt. Wir würden vorgeführt. Die Nullrunden von 3 Jahren sind nicht zu verstehen. So werden wir keine neuen Mitglieder gewinnen. Ich kann mir gut vorstellen,dass weitere Austritte erfolgen.
Andreas M. . Dienstag 13. Dezember 2005 18:21
So sieht´s aus, Herr Rossmanek. Traurig aber wahr. Diese Gewerkschaft interessiert sich nur noch für sich selbst, aber schon lange nicht mehr für die Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst.
Wir wurden verraten und verkauft. Das weitere Austritte folgen ist so sicher wie das Amen in der Kirche!
Ich habe diesen Schritt schon vor einigen Monaten vollzogen. Für so einen Bonzen-Verein, der mich belügt, betrügt und miserabel informiert zahle Ich nicht auch noch Beiträge!
Foxel . Mittwoch 14. Dezember 2005 12:08
Nach dem nicht gewollten TVöD der mir 190 EURO MINUS pro Monat bringt, kommt jetzt bei uns spätestens bei der nächsten Höhergruppierung die 40 Std. Woche Ob Verdi bei den Verhandlungen in B-W zustimmt oder nicht.
Bei jeder Neueinstellung oder Höhergruppierung wird im neuen Arbeitsvertrag die 40 Std. Woche vereinbart.
Für was brauch ich da noch eine Gewerkschaft ?
Leider läuft meine Mitgliedschaft noch bis April 2006 ! Schade um die Beiträge die ich noch bis dahin bezahlen muß!!
Scho . Donnerstag 15. Dezember 2005 20:37
@Thomas, Foxel
Es handelt sich um das KAV-Rundschreiben A 17/2005 vom KAV Bayern. Neben mehreren anderen Sonderfällen besagt Punkt 9:
"Erhält die/der Angestellte im September 2005 den OZ der Stufe 2 und die andere Person i.S.d. § 29 Abschnitt B Abs.5 BAT; die nicht in den TVöD übergeleitet wird, im Monat September keine Bezüge, dann gilt auch hier, dass alleine auf die dem Grunde nach gegebene Ortszuschlagsberechtigung der anderen Person der OZ der Stufe 1 in das Vergleichsentgelt einfließt. Auch hier bestehen aber keine Bedenken, den ganzen Ehegattenanteil im Ortszuschlag solange neben dem Vergleichsentgelt zu zahlen, bis die andere Person die Arbeit wieder aufgenommen hat."
Einen link kann ich leider nicht anbieten, die Rundschreiben sind Mitgliedern des KAV vorbehalten und im internen Bereich der KAV-homepage veröffentlicht.
foxel . Freitag 16. Dezember 2005 08:00
JETZT VERLIERE ICH DURCH DEN TVÖD
NOCH 3 TAGE ZUSATZURLAUB für meine 30% Behinderung ! Siehe Schreiben meiner Personalverwaltung ! Ich dreh glaub gleich durch !!!!!!!!!
Für die Gewährung eines Zusatzurlaubs waren bisher hinsichtlich des Grundes und der Dauer die für die Beamten des Arbeitgebers jeweils maßgebenden Bestimmungen sinngemäß anzuwenden. Der TVöD sieht keinen Zusatzurlaub (3 Tage) mehr für minderbehinderte Arbeitnehmer vor, wie dies für Angestellte aus § 49 Abs. 1 i.V. mit der Urlaubsverordung für die Landesbeamten Baden-Württemberg der Fall gewesen ist.
Diese Regelung wird ab dem Urlaubsanspruch 2006 angewandt.
Mit freundlichem Gruß
foxel . Freitag 16. Dezember 2005 08:20
ICH kann meine Organisierten Kollegen nur noch raten auszutreten !
Stefanie . Freitag 16. Dezember 2005 11:36
Hallo,
ich bin im öffentlichen Dienst beschäftigt. Und zwar seit einem halben Jahr. Jetzt läuft mein Vertrag dann zum 31.12.2005 aus und ich werde verlängert. Bin 25 Jahre und arbeite in meinem Beruf seit 2 Jahre. Wieviel verdiene ich denn jetzt, bzw. in welche Stufe rutsche ich? Wird meine Berufserfahrung als Jahreszahl angerechnet, oder die Zeit in der ich bei meinem momentanen Arbeitgeber beschäftigt bin?Von der Tätigkeit falle ich in Ebene IV. Schöne Grüße Stefanie
Patrick . Dienstag 20. Dezember 2005 10:14
Die Gewerkschaft sollte wenigsten ehrlich sein. Der TVÖD bringt für viele eine massive Verschlechterung. Was hört man aber von VERDI? Jubel, alles ist ja so toll im neuen TVÖD. Ich bin kein Mitglied bei VERDI und werde nach diesem Abschluss VERDI auch niemals beitreten. Finanziell beschert mir der neue TVÖD wundervolle Verluste. Auf so was kann ich nur noch zynisch reagieren. Einkommensverluste sind für VERDI also ein voller Erfolg! Eine wundervolle Logik. Man hätte den BAT behalten sollen und lieber einen großen Streik in Kauf nehmen sollen. Im TVÖD sehe ich für mich nur Nachteile, wo sind die Vorteile?
ex-ver.di aner . Dienstag 20. Dezember 2005 12:30
@ patrick
es gibt durch den tvöd tatsächlich nur, zum teil gravierende, benachteiligungen für uns arbeitnehmer.
abgeschreckter Verdi Aspirant . Mittwoch 21. Dezember 2005 12:23
Hallo,
ich arbeite bei einer Gemeinde (TV ÖD ab 1.10.05) meine Frau Bei der Rentenversicherung (TV-TgDRV ab 01.01.06), sie befindet sich jedoch in Elternzeit und dies schon vor dem 1.10.05.
Ich erhalte derzeit den vollen OZ Stufe 2 da sie kein Lohn bezieht (dies war auch schon vor dem 01.10.05 so).
Sie wird nun mit OZ Stufe 2 übergeleitet ab 01.01.06.
Da stellen sich mir nun einige Fragen:
1. was wenn meine Frau nach der Elternzeit nicht wieder arbeiten geht (sei es durch Kündigung oder Beurlaubung) erhalte ich dann weiter den vollen OZ 2?
2. was wenn Sie nach der Elternzeit 50% arbeitet dann würde uns die Hälfte des OZ 2 wegfallen?
Diese unausgegorenen Aspekte des neuen TV ÖD schaffen Unsicherheit und fördern nicht das Vertrauen in die Arbeit von Verdi.
Patrick . Mittwoch 21. Dezember 2005 12:35
Dem lieben Franklin(22. November 2005 19:52) möchte ich kurz anworten. Der TVÖD ist für mich und viele andere eine massive Gehaltskürzung. Ich bin halt noch keine 45, da bringt mir die Besitzstandswahrung auch nichts. Wass ist außerdem an Streik den so schlimm? Das ist doch die einzige Waffe die wir Arbeitnehmer haben. Der TVÖD greift mir in meinen Geldbeutel der Zukunft. Als vielen Dank lieber Franklin für diese tolle soziale Wohltat! Du kannst den TVÖD gerne verteidigen. Für mich ist der TVÖD eine große Gehaltskürzung. Zu Gehaltskürzungen kann ich nun mal nicht Jubeln. Das Rechnen habe ich nicht verlernt und hohl in der Birne bin ich auch nicht. Bockmist ist Bockmist, da hilft alle Schönfärberei nichts.
Patrick . Mittwoch 21. Dezember 2005 17:12
Lieber Franklin, hier noch meine persönliche Verlustrechnung dank TVÖD. Ich verliere ab dem 43 Lebensjahr jährlich 2098,38 Euro. Das macht bis zum 67 Lebensjahr ein Verdienstausfall von 50361,12 Euro aus. Danke Verdi danke TVÖD. Das sind Fakten!! Die Verluste vor dem 43. Lebensjahr habe ich gar nicht mitgerechnet, nacher wird mir noch kleinkariertheit vorgeworfen. 50.000 Euro, das sind rund 100.000 D-Mark. Tut mir leid, da schwillt mir der Kamm. Wer wird da nicht zum Brüll-Gorilla?
Adele . Mittwoch 21. Dezember 2005 21:18
hallo an alle und eine Frage:
W E R weiß, was ich ungefähr in Entgeltgruppe V (Bund) verheiratet, Ehemann im öffentlichen Dienst, keine Kinder, Alter 49, als Brutto verdienen werde. Habe ein Angebot und möchte sehr gerne wissen, was ich an brutto habe.
Danke und frohe Weihnachten
M.Weber . Mittwoch 21. Dezember 2005 23:48
@Adele
Für den Bund gilt - Einstufung in Gruppe 1, egal wie alt du bist oder wieviel Berufserfahrung du hast - macht 1688 Brutto.
Maximal sind in dieser Lohngruppe 2185 Brutto zu erwarten, nach 15 Jahren und bei entsprechender Leistungsbewertung.
Nach altem BAT hättest du ca.2146,75 (VII) oder 2341,56 (VIb) Brutto erhalten, je nachdem wie die Stelle bewertet war.
Max . Donnerstag 22. Dezember 2005 08:20
Hallo Patrick,
und da hast du die niedrigeren Rentenzahlungen ja ganz vergessen. Du wirst dann, wenn du in Rente gehst, eine weitere Überraschung erleben.
Ich bin ja sowas von motiviert.
Patrick . Donnerstag 22. Dezember 2005 09:56
Lieber Herr Franklin,
Sie haben am 22.11.05 um 19 Uhr 52 geschrieben, das man kämpfen muss, wenn man was besseres will. Ich habe die gleiche Meinung. Nur warum hat dann VERDI den TVÖD kampflos übernommen? Was wäre an einem großen Erzwingungsstreik den schlimm gewesen? Wenn VERDI eine Weiterentwicklung a la TVÖD braucht, bitte, aber auf Kosten der Beschäftigten? Das ist eine bodenlose Sauerei. VERDI soll untergehen. Wir brauchen keine Gewerkschaft die einen großen Streik aus dem Weg geht. Mit der Parole: Die Republik steht still, wenn unser starker Arm es will! Hätte man die Arbeitgeber schon zur Vernunft gebracht. Schließlich wollen wir für unsere Arbeit keine Traumlöhne. Aber unsere Arbeitsleistung sollte schon gerecht entlohnt werden. Verdi soll nicht von einem Sieg für die Beschäftigten reden, wenn es reall eine Lohnkürzung rauskommt. Warum lügt VERDI? Ich vermisse die Ehrlichkeit. Wir sollten eine neue Gewerkschaft gründen und unsere Interessen selber vertreten. Lieber ein großer Streik als so einen TVÖD-Müll zu unterschreiben. VERDI muß untergehen, wir brauchen dringend eine neue, ehrliche, Gewrkschaft die an die Beschäftigten denkt und sich nicht von den Arbeitgebern ins abseits drängen lässt. Die Zeit ist schon lange reif für eine neue Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst. Wir brauchen eine Gewerkschaft die für uns kämpft und uns nicht verkauft. VERDI soll untergehen.
Max . Donnerstag 22. Dezember 2005 10:14
Hallo Patrick,
und da hast du die niedrigeren Rentenzahlungen ja ganz vergessen. Du wirst dann, wenn du in Rente gehst, eine weitere Überraschung erleben.
Ich bin ja sowas von motiviert.
Patrick . Donnerstag 22. Dezember 2005 10:24
Hallo Max,
man verdient weniger, bekommt weniger Rente und dann soll man noch Vorsorge betreiben. Wie soll ich mehr für die Rente vorsorgen wenn ich weniger verdienen werde. Eine tolle Logik. Ich mache nur noch Dienst nach Vorschrift. Eigeninitiative? Dieses Wort kenne ich nicht mehr in meiner Arbeit, sondern nur noch in meiner Freizeit.
Die Ehepaare im öffentlichen Dienst, wo der eine Partner Arbeiter/in ist und der andere Partner Angestellte/r werden ja auch um den halben Ehepartnerzuschlag betrogen. Das hätte die Gewerkschaft verhindern müssen. Es betrifft mich persönlich ja nicht. Trotdem finde ich dies ungerecht und ist völlig unlogisch.
rainer nehring . Donnerstag 22. Dezember 2005 10:52
Lieber Patrik,
die Bundestarifkommission besteht aus 125 Betriebs- und Personalräten aus allen Bereichen des öffentlichen Dienst. Diese Kolleginnen und Kollegen haben gewissenhaft während des gesamten Verlaufes der Tarifverhandlungen immer wieder die Situation und die Streikbereitschaft in den Betrieben und Verwaltungen abgefragt. An keiner Stelle der bekannten Zwischenergebnisse gab es flächendeckend eine Streikbereitschaft.
Ich stimme dir zu, wenn die Bereitschaft wirklich vorhanden gewesen wäre, die Räder stillstehen zu lassen, hätte das mit großer Wahrscheinlichkeit die Verhandlungen in unserem Sinne beeinflusst.
Es ist meine feste Überzeugung , gerade jetzt und für die Zukunft müssen sich abhängig Beschäftigte, mehr denn je organisieren.
Die auf diese Seite schon erwähnte Dienstleistungsrichtlinie würde alles was bisher an Verschlechterungen den ArbeitnehmerInnen zugemutet wurde, in den Schatten stellen.
Deshalb lohnt es sich weiter zu kämpfen.
ludwig vogt . Donnerstag 22. Dezember 2005 12:17
Gib mir die Gelassenheit,die Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann:gib mir den Mut Dinge zu ändern,die ich ändern kann:und gib mir die Weisheit
das eine vom anderen zu unterscheiden:last uns weiter klagen ob Gewerkschaftler oder nicht wie schlimm alles ist,nur macht was!Du bist Deutschland??
Patrick . Donnerstag 22. Dezember 2005 12:28
Lieber Rainer Nehring,
wir in unserer Arbeitsstelle wurden überhaupt nicht über die Verhandlungen informiert geschweige denn gefragt. Stichhaltige Ergebnisse oder Zwischenstände wurde uns nicht mitgeteilt. Erst das Endergebniss wurde uns mitgeteilt Außerdem wird ja immer noch über Details im TVÖD gerungen. Mir persönlich tun die monetären Kürzungen sehr weh. Wenn man nach BAT VII/VIB eingestuft war ist man nun wirklich kein reicher Mensch. Da ich halt meinen Aufstieg nach VI B noch nicht habe und auch nicht bekommen werde, habe ich halt einen dicken Hals. Das man Einbußen hinnehmen muß, okay. Ich finde es aber ungerecht, daß das Personal unterschiedlich behandelt wird(z.B. Stichtagsregelung, 50% Bewährungsaufstieg, ect.). Was ist mit dem Grundsatz gleiches Geld für gleiche Arbeit? Das ist meiner Ansicht nach zu wenig berücksichtigt worden. Wohl oder übel werde ich mich nach einer neuen Stelle umschauen müssen, um meine Verluste in der Zukunft von meiner Lohntüte nicht zu stark anwachsen zu lassen. Natürlich soll man dankbar sein für einen festen Arbeitsplatz, bin ich auch. Ich finde vieles im TVÖD trotzdem ungerecht und unausgegoren.
Wegen der Dienstleistungsrichtlinie, meines Erachtens hilft da nur ein Generalstreik, eine andere Sprache verstehen die da oben leider nicht.
jan . Donnerstag 22. Dezember 2005 12:37
Lieber Rainer,
zu behaupten, dass ver.di-Funktionäre während der Verhandlungsphase eine enge Rückkoppelung zu den Mitgliedern gehabt hätten, ist gewagt. Während man bei Haufe im Internet schon einzelne Ecktabellenwerte abrufen konnte, behauptete ver.di noch, dass es noch keine Tabellenwerte gäbe.
Der ganze Reformquatsch mit Systemumstellung auf jeglicher Ebene legt die Vermutung nahe, dass die Mitglieder der Tarifkommission selbst überhaupt nicht verstanden haben, über was sie da abstimmen. Sie haben sich vermutlich auf ihre Spitzen verlassen, die ihnen den gleichen Blödsinn von wegen Jüngere besserstellen, keiner verliert was und Nullrunde verhindert erzählt haben.
Es sind bewusste Falschinformationen an die Mitglieder und ich hoffe, dass sich die Mitglieder durch entsprechende Beschwerden an die Beschwerdestelle in ver.di wehren. Wir sind angeblich die grösste demokratische Einzelgewerkschaft der Welt.
Dass Bosse ihre Basis belügen, spricht nicht für Demokratie. Wir müssen uns diese Spitzen vom Halse schaffen und uns die Gewerkschaft wieder zurückholen ! Das ist unsere Interessenvertretung und nicht deren Selbstbedienungsladen.
Schon in der Tarifrunde 2003 hatte ich nicht geglaubt, dass die Mitglieder ihrer Gewerkschaft durchgehen lassen, dass diese eine Tariferhöhung von angeblich 4,4% propagiert, während sich jeder 7.-Klässler über diese Art des Zusammenzählens von Prozenterhöhungen verschiedener Zeiträume totgelacht hätte.
Also Kollegen es ist an der Zeit der theoretisch demokratischen Struktur in ver.di wieder etwas mehr Praxis folgen zu lassen.
Spitzenfunktionäre, die uns belügen, gehören abgewählt.
Patrick . Donnerstag 22. Dezember 2005 12:46
Lieber Jan,
Du sprichst mir aus der Seele!! Du hast vollkommen recht.
Viele Grüße undtrotz TVÖD schöne Weihnachten
Patrick
Patrick . Donnerstag 22. Dezember 2005 14:05
Lieber Rainer Nehring,
am 2. März 2005 hast Du dem Kollegen Schröder geschrieben, das Du nicht glaubst, das er ein Einkommensverlust von 40000 Euro haben wird. Ich habe bei mir mal nachgerechnet, ich komme auf einen Verlust von 57.000 Euro. Bei einem Kollegen in meiner Abteilung ist es genau das gleiche. Das sind keine Einzelfälle. Die Verhandlungsführung muß das bewußt mitgetragen haben oder hat man einfach nur geschlafen? Jedenfall vielen Dank lieber Rainer Nehring! TVÖD ist spitze für den Arbeitgeber. Nur nebenbei, ich bekomme keinen Strukturausgleich, mein Kollege auch nicht. Toller TVÖD!
frank . Donnerstag 22. Dezember 2005 16:34
Liebe Verdianer,
bei mir muss ich nur einen verlust von 20000 euro hinnehmen, will ich aber eigentlich gar nicht. Muss ich aber anscheinend. Würde gern einspruch erheben.
Was ist das eigentlich für eine vertragsverhandlung gewesen? Erst wird unterschrieben und sich selbst gefeiert.... Monate später im september kurz vorm
wirksam werden des tollen tvöd, kommen
merkwürdige stichtagsreglungen, hinsichtlich der bewährung, ins spiel. Überhaupt, über die modalitäten wurde sich erst danach gedanken gemacht.
Aber da hatte man ja schon gefeiert und dann sind die ja auch nicht mehr wirklich wichtig. Herr bsirske und herr otto schilly werden bestimmt nicht von stichtagsreglungen betroffen sein, sie hätten es sonst bestimmt nicht unterschrieben. Im bat habe ich nie besonders viel geld für meine Arbeit erhalten, aber mit einem bewährungsaufstieg habe ich schon fest gerechnet. Tja, dann hat man sich 10 Jahre bewährt, doch leider kommt der stichtag ein paar monate zu früh. Tja und da haben wir halt pech gehabt. Ich glaube auch nicht das diese entwicklung aufzuhalten ist. Ich bin froh das ich arbeit habe, auch wenn ich bald neben zwei rentnern (herr schilly & herrn bsirske z.b.) mich dann selber entlohnen werde. Arbeit macht spass.
Ich fahre jeden morgen an dem verdigebäude in berlin vorbei. Denke, mensch ist das ein grosses gebäude und dass das bestimmt ganz viel geld gekostet hat und frage mich, was machen die da drin eigentlich. Lassen sich alle feiern, ich frage mich nur, wofür. Wofür brauche ich eine verdi. Die ist einfach nur gross und darum träge. Da ist mir so ein marburger bund doch eher sympatisch, da passiert was. Bin froh kein verdi mitglied zu sein und mir jeden morgen vorzusstellen, dass meine beiträge in so einem gebäude stecken. Jedenfalls, danke verdi, für das tolle tvöd(em), bin stolz auf euch und feiert schön. Frohes neues.
gruss frank
Franklin . Donnerstag 22. Dezember 2005 20:09
@Patrick und Jan
Hier ein kritischer Beitrag zu Verdi und der Entstehung des TVöD:
www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarif05/oed_apo.pdf
Auf weiterhin kontroverse Disskussion
Gruß Franklin
EDE . Freitag 23. Dezember 2005 10:26
Genauso, wie ich es da lese, empfinde ich es auch.
Auch wenn nur 50% davon richtig wären, ist es schlimm genug.
Schande über Verdi.
EDE . Freitag 23. Dezember 2005 10:45
Nachtrag:
Wer heutzutage eine 3-jährige Nullrunde beschließt, der muß entweder völlig bekloppt sein, oder aber bewust gegen die Interessen der eigenen Mitglieder ( und natürlich aller Arbeitnehmer im ö.D.) handeln.
Verdi kanns ja auch besser, siehe Abschluss in der Finanzwirtschaft.
omega . Freitag 23. Dezember 2005 11:58
Die Hintergründe. Lest selbst.
www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarif05/oed_apo.pdf
Max . Freitag 23. Dezember 2005 12:05
Ist Verdi auf einem Neoliberalen Weg?
Gibt es eine "Stille" Übereinkunft mit der Politik?
Lars . Freitag 23. Dezember 2005 15:50
Naja, ich hab auch noch ein nettes Beispiel: Ich befinde mich zur Zeit in Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur. Bei Beginn der Ausbildung wurde mir eine Entlohnung nach BAT Vc mit Aufstieg nach BAT Vb nach 3jähriger Bewährungszeit in Aussicht gestellt. Nun werde ich nach der Ausbildung in die neu geschaffene Entgeltgruppe 8 eingegliedert und zwar ganz unten, was in meinem Fall einen Nettoverdienst von etwa 1150 im Monat ausmacht. Vor 15 Jahren habe ich in etwa das gleiche Gehalt als Einstiegsgehalt nach Beendigung meiner Bäckerlehre bekommen. Zwischenzeitlich habe ich meinen Meisterbrief erworben und eine gut bezahlte Anstellung aufgegeben um bei der Komune anzufangen. (Der Meistertitel ist übrigens Vorraussetzung für eine Laufbahn im Lebensmittelkontrolldienst)
Meine Kollegen, die die selbe Arbeit verrichten haben ihren Bewährungsaufstieg vor Jahren vollzogen und gehen mit etwa 800 netto mehr nach Hause, weil sie wegen ihrer Vb in Entgeltgruppe 9 eingruppiert worden sind und dort schon die Endstufen erreicht haben. In die 9 werde ich nie kommen, denn Bewährungsaufstiege gibt es ja in Zukunft nicht mehr.
Leider muss ich die Arbeit aus diesen Gründen nun leider nach Beendigung der Ausbildung aufgeben, weil ich mir von dem Einkommen nicht das Auto leisten kann das ich der Komune zu dienstlichen Zwecken zur Verfügung stellen muss. Mit dem Kilometergeld alleine kann ich den Unterhalt nicht bestreiten.
Norbert . Dienstag 27. Dezember 2005 20:10
@Alle Ehegattenzuschlag Betroffenen:
Kennt jemand das Ergebnis der Nachverhandlungen am 22.12. ?
Ehegattenzuschlag im TVöD
Ja, so schnell geht das doch nicht!
Bei der Kompliziertheit der Materie läßt sich eine schnelle Lösung wohl kaum erwarten, die einschlägigen Fachleute sitzen auf der "falschen" Seite, da werden sie den Teufel tun und sich für die AN ein Bein ausreißen...
Die Ver.di-Führung (siehe einmal das Bild auf http://tarifrecht-oed.verdi.de/, beachte die von Kitsch triefende Eintracht der "Koriphäen") hat mit der AG-Seite noch schnell vor den Neuwahlen trotz gegeteiliger Beteuerungen in aller Heimlichkeit bewusst einen strukturell und handwerklich katastrophalen Tarifvertrag abgeschlossen, und mit kläglichem Erfolg als "Jahrhunderttarif" ihren Mitgliedern anzudrehen versucht.
Jedoch: Lügen haben kurze Beine!
Ich selbst bin leider in der falschen Gewerkschaft, meiner alten seit Lehrzeit treu geblieben. Damit gibt's auch keine Info von ver.di, wenn überhaupt welche vorhanden...
Frühestens am 9.1. kann ich beim BR nachfragen.
Ansonsten hier die Info der Gewerkschaft meiner Frau (GEW)(b&w 11/05, Seite 15):
"Das Problem ist aber Folgendes: Ist der Partner, der nicht übergeleitet wird, Teilzeit beschäftigt, werden dennoch Verluste im Familieneinkommen entstehen, da bei Teilzeit der OZ/Familienzuschlag nur anteilig gewährt wird. Diese Fallkonstellation muss noch geklärt werden. Was ist zu tun?
* Landesbeschäftigte (Beamte und Angestellte), die mit einem Partner verheiratet sind, der/die in den TVöD übergeleitet wird, sollten auf jeden Fall beim Landesamt für Besoldung und Versorgung die volle Zahlung des Ortszuschlags der Stufe 2 bzw. Familienzuschlags (verheiratet) geltend machen. Gleiches gilt für Beschäftigte bei BAT-Anwendern und Kirchenbeschäftigten.
* In den TVöD übergeleitete Beschäftigte, deren Partner im Landesdienst Teilzeit beschäftigt ist, sollten sicherheitshalber gegen ihre Überleitung Frist wahrend Widerspruch einlegen." s.a. http://www.gew-bw.de/TVoeD.html
Ihnen allen ein gutes neues Jahr 2006
Norbert
P.S.: Solche Infos werdet Ihr von verdi niemals bekommen! Warum wohl???
Max . Mittwoch 28. Dezember 2005 15:59
Angeblich soll sich am 24 Januar erneut getroffen werden. Aber das kann verdi doch mitteilen?
Daniel . Mittwoch 28. Dezember 2005 16:44
Als Angestellter des Landes NRW suchte ich im Internet intensiv nach Informationen über den Stand der Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Tarifgemeinschaft der Länder.
Das einzige was ich gefunden habe, ist die Information daß am 24. November das letzte Treffen zwischen den Tarifpartnern war. Leider gibt es inhaltlich keine Infos.
Gibt es eine Informationssperre ?
Oder gibt es kein Interesse Infos weiter zu geben ?
Auch auf den Verdi-Seiten findet man auch nichts....
Weiß jemand mehr ?
Franklin . Mittwoch 28. Dezember 2005 19:09
Hallo Daniel !
Mir geht es genauso wie Dir.
(Zwischen)Ergebnisse mit der TdL sind meiner Einschätzung nach nicht im frühen Jahr 2006 zu erwarten.
Im Übrigen finde ich es ganz richtig, das Verdi in diesem Blog oder auf seinen frei zugänglichen Webseiten nichts verlauten lässt.
Solche Informationen sollten einem noch einzurichtenen Mitgliederbereich vorbehalten bleiben.
Andreas M. . Donnerstag 29. Dezember 2005 10:30
@Franklin
Was ist daran richtig, dass Verdi ständig Information-Hiding betreibt?
Im übrigen finde Ich es bekloppt, jemanden von Informationen auszuschließen nur weil er nicht Mitglied bei Verdi ist.
Nicht-Mitglieder werden durch diesen Mist von Tarifvertrag in Sippenhaft genommen, weil er für sie genauso gilt.
Insofern haben sie jedes Recht der Welt an Informationen teilzuhaben wie die Mitglieder von Verdi.
Aber worüber unterhalten wir uns eigentlich? Informationen von Verdi gibt es sowieso nicht!
EDE . Freitag 30. Dezember 2005 05:39
Aus Spiegel.de
"STROM- UND GAS
Auch 2006 und 2007 drohen deftige Preiserhöhungen
Eine aktuelle Umfrage unter Energiekonzernen zeigt: Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. "
Danke für die Meisterleistung einer 3-jährigen Nullrunde!!!
Patrick . Freitag 30. Dezember 2005 13:39
Ich war in BAT VII/VIB eingestuft. Im TVÖD kriege ich die E5. Wenn ich mir alles durchrechne, bekomme im TVÖD in der höchsten Erfahrungsstufe 8,7% weniger als im BAT in der höchsten Altersstufe. Ein Gehaltsminus von 8,7 %. Lieber Rainer Nehling ich bedanke mich bei Dir und Verdi!! Tolles Ergebnis für mich. Wie war das noch mal im Matheunterricht? Minus mal Minus gibt plus? Sind wir nicht alle ein bißchen Bluna?
EDE . Freitag 30. Dezember 2005 13:52
Die "Gewerkschaften" brüsten sich ja damit, daß die AG durch den TVöD erhebliche Einsparungen haben.
Noch Fragen?
Danke für 3 Jahre Nullrunde!
Max . Freitag 30. Dezember 2005 17:52
Leider ist es so, das hat verdi voll in den Sand gesetzt. Das war ein ganz schlechtes Jahr für uns Öd´ler. So wie ich sind viele stinksauer, die jetzt langsam merken, wie sie verschaukelt worden sind.
Ich bedanke mich bei Verdi und den angeschlossenen Gewerkschaften für den tollen Vertrag. Leider bin ich sehr demotiviert und so gehe ich auch ins neue Jahr.
Manfred . Freitag 30. Dezember 2005 18:49
Ich kann mich nur anschließen.
Verdi hat uns total verschauckelt. Das schlimme ist: Die machen einfach so weiter.
Bei soviel Ignoranz helfen wirlich nur noch Massenaustritte.
Ich hab´s bereits getan und kann nur dazu aufrufen es mir nachzutun!
Ich trete gerne wieder ein, wenn Verdi den öffentlichen Dienst endlich wieder ernst nimmt und Tarfiabschlüsse für uns heraus holt, die nicht duch Geldklau charaktisiert sind!
jan . Freitag 30. Dezember 2005 20:06
Also, ehrlich gesagt, finde ich es total daneben hier zu Massenaustritten aufzurufen!
Wer, wenn nicht wir, soll denn dazu beitragen, das die ver.di wieder demokratisch wird ?
Wer, wenn nicht wir, hat jetzt die Aufgabe, seine Bezirksfunktionäre solange zu nerven, bis die endlich was nach oben weitergeben. Außerdem gibt es eine offizielle Beschwerdestelle in ver.di. Neben Euren Beiträgen hier, könnt Ihr doch mal eine Abmahnung des Herrn Bsirske wegen gewerkschaftschädigendem Verhalten beantragen.
Man könnte mal in der Bezirksgeschäftsstelle anrufen und nachfragen, wieso man eigentlich nie schriftlich zu den Vollversammlungen eingeladen wird, sondern immer erst in der Zeitung lesen muss, dass eine war. Und wenn man dann dort ist, dann könnte man ja mal aufstehen und seinen Unmut äußern. Man könnte fragen, wer eigentlich der Delegierte auf der Bundestarifkommission war. Man könnte fragen wie derjenige denn gewählt wurde, und wie er abgestimmt hat. Warum er so abgestimmt hat. Welche Informationen dieser selbst über den Tarifvertrag und dessen tatsächliche Auswirkungen denn hatte. Man könnte einfordern, dass die Tarifleute zukünftig zeitnah vor den Beschlüssen auf Bezirksebene Bericht geben.
Man könnte einen Leserbrief an ver.di-Publik schreiben. Und nach dem dritten nicht abgedruckten Brief, könnte man direkt an den Bundesvorstand schreiben und ihn fragen, ob im ver.di-publik eigentlich zensiert wird ? Und wenn man dann wieder keine Antwort bekommt, dann kann man damit wieder seinen Bezirksgeschäftsführer nerven. Und zwar so lang, bis sich endlich was tut.
Wenn wir ehrlich sind: Wir tun doch gar nix dagegen, dass irgendwelche Spitzenfunktionäre uns unsere demokratische Interessenvertretung weggenommen haben, sie zugrunde richten und sich dafür von uns noch fürstlich bezahlen lassen.
Wir lassen es zu, dass ver.di absolut keine demokratischen Strukturen auf örtlicher Ebene vorhält.
Also nicht austreten Kämpfen !
Klaus . Freitag 30. Dezember 2005 21:49
Hier wird nur viel gelabert, macht was ihr für richtig haltet =>ich bin ausgetreten.
klaus . Samstag 31. Dezember 2005 16:48
ich bin einfach absolut sauer über diesen ´tollen´ tvöd.
mich hat dieses werk in eine der bedrohlichsten
Situationen gebracht. ich arbeite seit 15 jahren in einem Krankenhaus welches meinen Fachbereich gerade schließt. um nicht auf der straße zu sitzen, weil dieses haus finanziell sehr schlecht da steht, habe ich mir eine neue stelle gesucht die ich zum 1.12 05 angetreten habe. als ich hörte was ich nun verdiene,bin ich fast aus allen wolken gefallen. das sind mal eben etwas über 400 euro brutto weniger. für mich heißt das ......auszug aus meiner wohnung in die ich vor zwei jahren mehrere tausend euro gesteckt habe. ich bin jetzt an einem wendepunkt angekommen wo ich mir überlege aus diesem land zu gehen um woanders eine faire bezahlung für meine arbeit zu bekommen.wenn sich unsere arbeit nichtmehr lohnt dann haben bestimmte leute , die für uns sprechen solen und wollen einfach versagt. ich bin echt bedient und finde es einfach frech wenn sich da einige hinstellen wollen und behaupten das dieser tvöd eine gute sache war. da hänge ich lieber meinen job an den nagel und gehe putzen.
klaus . Samstag 31. Dezember 2005 16:49
ich bin einfach absolut sauer über diesen ´tollen´ tvöd.
mich hat dieses werk in eine der bedrohlichsten
Situationen gebracht. ich arbeite seit 15 jahren in einem Krankenhaus welches meinen Fachbereich gerade schließt. um nicht auf der straße zu sitzen, weil dieses haus finanziell sehr schlecht da steht, habe ich mir eine neue stelle gesucht die ich zum 1.12 05 angetreten habe. als ich hörte was ich nun verdiene,bin ich fast aus allen wolken gefallen. das sind mal eben etwas über 400 euro brutto weniger. für mich heißt das ......auszug aus meiner wohnung in die ich vor zwei jahren mehrere tausend euro gesteckt habe. ich bin jetzt an einem wendepunkt angekommen wo ich mir überlege aus diesem land zu gehen um woanders eine faire bezahlung für meine arbeit zu bekommen.wenn sich unsere arbeit nichtmehr lohnt dann haben bestimmte leute , die für uns sprechen solen und wollen einfach versagt. ich bin echt bedient und finde es einfach frech wenn sich da einige hinstellen wollen und behaupten das dieser tvöd eine gute sache war. da hänge ich lieber meinen job an den nagel und gehe putzen.
klaus . Samstag 31. Dezember 2005 16:51
ich bin einfach absolut sauer über diesen ´tollen´ tvöd.
mich hat dieses werk in eine der bedrohlichsten
Situationen gebracht. ich arbeite seit 15 jahren in einem Krankenhaus welches meinen Fachbereich gerade schließt. um nicht auf der straße zu sitzen, weil dieses haus finanziell sehr schlecht da steht, habe ich mir eine neue stelle gesucht die ich zum 1.12 05 angetreten habe. als ich hörte was ich nun verdiene,bin ich fast aus allen wolken gefallen. das sind mal eben etwas über 400 euro brutto weniger. für mich heißt das ......auszug aus meiner wohnung in die ich vor zwei jahren mehrere tausend euro gesteckt habe. ich bin jetzt an einem wendepunkt angekommen wo ich mir überlege aus diesem land zu gehen um woanders eine faire bezahlung für meine arbeit zu bekommen.wenn sich unsere arbeit nichtmehr lohnt dann haben bestimmte leute , die für uns sprechen solen und wollen einfach versagt. ich bin echt bedient und finde es einfach frech wenn sich da einige hinstellen wollen und behaupten das dieser tvöd eine gute sache war. da hänge ich lieber meinen job an den nagel und gehe putzen.
klaus . Samstag 31. Dezember 2005 17:19
ich nochmal.habe sehr aufmerksam hier die kommentare der anderen ,von verdi beschissenen kollegen gelesen. ich könnte echt brüllen vor wut. wenn sich hier nicht wirklich ganz heftig was ändert,dann sollte man wirklich auswandern oder zumindest dienst nach vorschrift machen. ich war immer ein sehr hoch motivierter krankenpfleger aber das ändert sich gerade ganz derbe.ich arbeite nun in einem forensischen krankenhaus und finde es echt
nur unverschämt mit diesem (auf deutsch gesagt) beschissenen gehalt oder besser almosen abgespeißt zu werden.verdi ist doch nurnoch ein teures,großes haus in berlin. nicht mehr und nicht weniger.wenn irgendwer meine stimme braucht oder eine idee hat was wir dagegen unternehmen können,ich werde denjenigen vollends unterstützen und wenn ich dafür auch meinen job an den nagel hängen müßte.arbeit lohnt sich ja nicht wirklich in diesem land.
DU BIST DEUTSCHLAND.
der,der
diesen spruch erfunden hat,der scheint doch wohl die falschen drogen zu nehmen oder ist von seiner medikation umgestellt worden und weiß nichtmehr was er redet.
klausimbauhaus@arcor.de
Max . Sonntag 1. Januar 2006 14:24
Ich kann das gut nachvollziehen, Klaus.
Einfach eine vorhandene Berufserfahrung zu ignorieren, das ist verrat an den Beschäftigten, einfach eine Bewährungsaufstieg zu ignorieren ist noch größerer Verrat an den Beschäftigten.
Was sagen die Verantwortlichen Verdi-Leute dazu??????
Da wirst du nichts hören.
Ach übrigens: Danke für drei Jahre Nullrunde.
Gruß an Ede
Jürgen der Verarschte . Sonntag 1. Januar 2006 19:14
Lieber Klaus
Als Krankenpfleger geht es mir gerade genau so 25% weniger Lohn dank VerDi Ich hab 3
Kinder soll ich jetzt zu ALDI andie Kasse oder
wie stellt man sich das vor Gerade Familien so zu beschneiden Irgenwo hier weit oben in einem Beitrag dass der ÖD eh gut bezahlt wäre
25% von gerade noch ausreichend ist Armutsgrenze warscheinlich würde ich von
Stütze bei ausschöpfung aller Tricks genau soschlecht leben und dass für eine Arbeit
an wirklich Schwerstkranken(Onkologie)
Soll ich jetzt hier leistungsgerecht arbeiten?
Dann freut euch mal wenn Ihr euer Schmerzmittel erst morgen bekommt oder Eure vollgeschi*** Hose morgen gewechselt bekommt weil ich für heute schon genug
gearbeitet habe für einen nicht mal PutzfrauenLohn oder warum bring ich Euch
die RICHTIGEN MEDIKAMENTE weil ich als
Profi nämlich weis was unter diesem
Namen bei uns im Haus eingeführt ist aber
da 20 Jahre Erfahrung für die Katz sind
Kriegt IHR halt nichts da wir unter diesem
Namen keine Tabletten haben.
Viel Spass beim nächsten Krankenhausaufenthalt und später im Pflegeheim wenn nur noch nach Lohn gearbeitet wird. ES IST EINE SCHANDE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
klaus . Sonntag 1. Januar 2006 21:54
also,da kann ich ja noch ruhig sein. ich habe zum glück keine kinder die ich ernähren muss. ich muss nur für mich einen weg finden. du hast
natürlich recht,man sollte vielleicht was anderes machen als menschen zu helfen.dafür wird man ja jetzt ordentlich bestraft. ich denke den ganzen tag daran was ich jetzt machen soll und bin total beunruhig da ich meine eigene altersabsicherung nichtmehr zahlen kann.ich werde mich jetzt in den nächsten tagen mal in der schweiz bewerben. der gedanke kam mir auch schon irgendetwas anderes zu machen. eventuell sogar pizzataxi fahren. ein freund macht das auch und der hat mal eben 1800 euro auf der hand.trinkgelder nicht mitgerechnet. was soll man dazu noch sagen. man könnte echt heulen.
wünsche DIr und Deiner Familie alles erdenklich gute. l g klaus
Franklin . Sonntag 1. Januar 2006 23:56
@ Jürgen den Verarschten
Dein Beitrag ist schon sehr grenzwertig.
Ich kann ihn nur so verstehen, dass dein Frust über die Auswirkungen des TVöD, Du an deinen Dir anvertrauten Patienten auslassen willst. Das darf doch so nicht von Dir gemeint sein ? Bitte belehre mich eines Besseren !
Ytsejam . Montag 2. Januar 2006 08:00
@Franklin:
Ich gehe mal davon aus dass das eher sarkastisch vom Jürgen gemeint ist, aber es trifft doch den Kern: Er leistet Dienst am Menschen, hat eine hohe Verantwortung, wahrscheinlich Wechselschichtdienst, und was ist der Dank? Ein Lohn unterhalb dem eines Fensterputzers.
Wenn ich jetzt mal bei Jürgen von 1 Kind über 14 und 2 unter 14 und ner Ehefrau ausgehe, und einer Miete (warm) von 600 Euro inkl. Heizung hätte er beim Job-Center schon nen Regelbedarf von knapp 2000,- Euro. Netto! Fürs Nichtstun! Und dabei spart er sich noch die Fahrtkosten etc. Das kann es langsam nicht mehr sein...
Max . Montag 2. Januar 2006 08:14
Genauso ist es aber vereinbart worden. Warum wohl hat Schily so gelacht und freudig unterschrieben.
Abzocken bei denen, die es dringend brauchen, das Geld nähmlich und die ober ungeschoren lassen.
Wenn es nicht so traurig wäre, es wäre grotesk. Das ist warscheinlich nur die Spitze des Eisberges.....da kommt noch mehr
Franklin . Montag 2. Januar 2006 10:42
Die auftretenden Probleme bei der im Rahmen der Überleitung bei der Berücksichtigung von Verheiratetenanteilen im Ortszuschlag bei einer Beschäftigung des Partners in Bereichen des öffentlichen Dienstes, die nicht den TVöD anwenden, sollen in den verschiedenen Konstellationen, die an beide Seiten herangetragen wurden, zum Zwecke der Gleich-behandlung und gerechteren Umsetzung des Tarifvertrages in einer Arbeitsgruppe aus VertreterInnen von Bund, VKA und ver.di erörtert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden; anberaumt wurde dazu ein Vorbereitungstermin am 24. Januar 2006.
Verdi Mitglieder können den vollen Wortlaut von TS-Berichtet 114/05 bei Ihrem Verdi Bezirk anfordern.
Dies soll ein Beispiel darür sein, dass es doch Gründe gibt in Verdi zu bleiben oder gar einzutreten.
Gruß an Jan für seinen Beitrag vom 30. Dezember 2005.
Max . Montag 2. Januar 2006 11:17
Super Franklin, wieso erst am 24 Januar ein Vorbereitungstermin. Die waren doch schon am 22. Dezember?
Wann wird entschieden. Im Jahr 2010!!!
Das ist ein Beispiel für verfehlte Verhandlungen.
Patrick . Montag 2. Januar 2006 15:10
Lieber Franklin!
Wenn man in der Endstufe des TVÖD 8,7 % weniger bekommt als in der Endstufe des BAT, so ist dies eine Lohnkürzung!! Verdi hat anscheinend das rechnen verlernt!!!! Ich kriege keine Ausgleichszahlung. Franklin du schreibst nur absolutem Müll. Verdi soll verrecken!!!
Patrick . Montag 2. Januar 2006 15:26
Noch was lieber Franklin!
Ich denke du und all die anderen die den TVÖD verteidigen, lebt alle auf dem Mond!!!!! Weil ihr nur Unwahrheiten und Halbwahrheiten verbreitet. SEid`s doch endlich mal ehrlich und gebt doch endlich zu dasder TVÖD einfach Scheiße ist! Jürgen den Verarschten kann ich sehr gut verstehen. Du solltest mal von ihm gepflegt werden, dann würdest du anders schreiben und denken!!
bernd . Montag 2. Januar 2006 18:07
nettes beispiel von einem Kollegen der heute angefangen ist und zum ersten mal heute davon hörte was er verdienen wird.......Dem mann standen tränen in den Augen weil er zuhause zwei Kinder und eine Frau hat. zusätzlich haben er und seine frau vor drei Jahren gebaut.
FRAGE.
Wie wollt Ihr den leuten diese Sauereien noch für ´schön´verkaufen?
Habt Ihr alle den Bezug zur Basis verlohren?
Dann macht doch unsere Arbeit und versucht mal damit auszukommen.
Ich werde echt sauer über soviel Schönfärberei. das Leben draußen sieht anders aus.Es wird immer härter seinen Allerwertesten am kacken zu halten.
Schönen Gruß an die Schönfärber.
bernd . Montag 2. Januar 2006 18:27
nettes beispiel von einem Kollegen der heute angefangen ist und zum ersten mal heute davon hörte was er verdienen wird.......Dem mann standen tränen in den Augen weil er zuhause zwei Kinder und eine Frau hat. zusätzlich haben er und seine frau vor drei Jahren gebaut.
FRAGE.
Wie wollt Ihr den leuten diese Sauereien noch für ´schön´verkaufen?
Habt Ihr alle den Bezug zur Basis verlohren?
Dann macht doch unsere Arbeit und versucht mal damit auszukommen.
Ich werde echt sauer über soviel Schönfärberei. das Leben draußen sieht anders aus.Es wird immer härter seinen Allerwertesten am kacken zu halten.
Schönen Gruß an die Schönfärber.
Franklin Fleischhauer . Montag 2. Januar 2006 18:33
@ Max
Ich erinne dich an Deinen Beitrag vom 28.12.2005 ! Na jetzt werden mal konkrete Informationen rausgegeben, dann wird dass direkt negativ ausgelegt.
Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr und dass Du bald besser drauf sein wirst.
Auf weiterhin kontroverse Diskussion.
Franklin . Montag 2. Januar 2006 19:10
@ Ytsejam
Danke für deinen Beitrag.
Zur Ergänzung: Jürgen der Verarschte verdient als Krankenpfleger in der Onkologie, wenn er gerade gewechselt hat, nach TVöD Entgeltgruppe KR 8a Stufe 2 Brutto 2130 EUR ohne weitere Zuschläge.
Rechnet man ca. ein Drittel an Lohnsteuer und Sozialabgaben ab verbleiben Netto ca. 1420,- EUR. Ein Gebäudereiniger verdient Brutto soviel ! Siehe unter www.wsi.de und überzeuge Dich selbst.
1420,- EUR Nettoverdienst (ohne Kindergeld gerechnet) sind wahrlich nicht viel, um eine Familie durchzubringen, da gebe ich Dir voll uns ganz recht.
Franklin . Montag 2. Januar 2006 19:20
@ Patrick
Zu Deinen heutigen Beiträgen fällt mir heute leider nichts gescheites ein.
Im übrigen habe ich unbekannterweise zu Jürgen dem Verarschten vollstes Vertrauen, dass er seinen anvertrauten Patienten seine persönlichen frustrierenden Erfahrungen mit dem TVöD nicht anmerken lässt.
jürgen nicht der einzige Verarschte . Montag 2. Januar 2006 19:49
Natürlich lasse ich meinen Frust nicht an irgend
jemand aus dem es noch ein vielfaches bescheidener geht als mir aber als selbstverständliche sollte man dass in zukunft
nicht mehr sehen bei den Löhnen geht doch kein normaler mensch noch in die Pflege dass werden dann nur noch Leute machen die sonst nichts finden und die menschlichkeit die schon
heute viel zu kurz kommt bei der arbeitsbelastung wird ganz auf der strecke bleiben und FRANKLIN ja dass war SARKASTISCH gemeint aber ich kann nur für
meine arbeitsethik sprechen und sei froh
wenn du mich als Pfleger hast es gibt bald auch andere und FRANKLIN ich glaube kaum
dass Du in irgendeiner Form vom TVöD(Tolle
Verarsche öberster Dienstherren(am VolK))
betroffen bist sonst würdest du anders schreiben
Franklin . Montag 2. Januar 2006 20:25
@ Jürgen
Danke für deine Antwort.
Ich werde selbst vom TVöD betroffen sein, wenn er in unserer Klinik eingeführt wird, sogar mit Abstrichen.
Klaus . Montag 2. Januar 2006 22:46
Hallo Franklin,
ich würde mal gerne wissen, was du so machst, welche Funktion du hast und was du an Gehalt bekommst? Sei aber bitte ehrlich.
Klaus
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 09:04
Lieber Franklin!
Ich ärgere mich vor allem über den mieserablen Informationsstil!!! Du solltest mal bei uns vorbei kommen und deine gute Meinung über den TVÖD meinen lieben KollegenInnen mal kundtun. Die würden alle ganz lieb zu Dir sein und dir mitteilen was für einen Quark du laberst. Bei uns würdest du ausgepfiffen werden. Lieber Franklin, deine TVÖD-Lobeshymnen kannst du dir bei mir sparen. Halbwahrheiten sind genauso schlimm wie Lügen. Verdi hat viele Halbwahrheiten verbreitet. Ich sage ehrlich und offen meine Meinung zum TVÖD, deine fadenscheinigen Argumente wiedern mich an, FRanklin!
Thorsten . Dienstag 3. Januar 2006 09:12
Thx Patrick für die klaren Worte! Das war wirklich mal nötig!
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 09:23
Noch was lieber Franklin, wir haben jetzt drei Jahre lang faktisch eine Null-Runde! Wenn wir die Inflation dazurechnen haben wir dann sogar 3 Minusrunden. Die 300 Euro Brutto werden die Preissteigerung nicht auffangen können. Wenn du nicht gut rechnen kannst, Franklin, so ist das dein Pech. Minus mal Minus gibt in der Algebra Plus. Aber im Geldbeutel gibt ein Minus mal ein Minus noch ein größeres Minus. Natürlich ist die Wirtschaftslage sehr schlecht und es ist schwierig mit den Arbeitgebern zu verhandeln! Aber bitte verkauft doch bitte nicht Wasser als Wein. Lieber Franklin, vor einem Jahr wurde noch nicht von massiven Gehaltsverschlechterungen geredet. Der TVÖD wurde uns als Wohltat angepriesen, aber der TVÖD ist für uns keine Wohltat! Darauf hätte ich sehr gerne eine Antwort von dir lieber Franklin! Aber bitte schreibe mir nich, das du meine Frage nicht verstehst. Falls du sie nicht verstehst, solltest du nach mal die Schulbank drücken!
Thorsten . Dienstag 3. Januar 2006 10:23
Thx Patrick für die klaren Worte! Das war wirklich mal nötig!
Frank . Dienstag 3. Januar 2006 10:31
Mir ist immer noch nicht klar geworden, warum wurde der BAT in TVöD umgewandelt. Das gehörte doch mehr in die, "wir müssen jetzt auch mal was reformieren"-ecke. So eine Art Hartz I bis IV. Das war im Ende ein Flop und teuer. So wird es doch auch mit dem TvöD sein. Ich kann den Vorteil vom TVöD wirklich nicht erkennen. In unserem Land gibt es einfach zu viele Leute die Politik machen wollen. Alle wollen irgend etwas reformieren. Besonders die, die davon gar nicht betroffen sind. Wie kann man Verträge unterschreiben und den Kaufpreis später festlegen. Wer macht so etwas, ich kann es euch sagen, die Verdi.
Scheint nicht besonders clever zu sein. Das dumme ist nur, das der Dumme ich und andere sind. Die Nichtbetroffenen haben für uns die Verträge ausgehandelt. Super. Warum werde ich hier in Sippenhaft genommen. Ich war mit dem BAT eigentlich zufrieden. Ich würde lieber meine Verträge selber unterschreiben, so daß ich mir wenigstens selber Vorwürfe über meine Dummheit machen kann. Oder im Falle von §444 BGB wegen arglistiger Täuschung meinen Vertrag anfechten und rückgängig machen. Hier kann ich so rein gar nichts machen, obwohl ich einen Vertrag mit meinem Arbeitgeber geschlossen habe und nicht die Verdi. Doch Schnupdiwup, alles anders. Danke Verdi.
Ist doch alles ein wenig merkwürdig in unserem Land, oder ?
Peter Schuh . Dienstag 3. Januar 2006 10:53
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
vor ca. einem Jahr habe ich in einer verdi mailingliste den Vorschlag gemacht, die Verhandlungen sofort abzubrechen und der gewerkschaftlichen Basis die Möglichkeit zu geben sich über den Sachstand zu informieren und diesen zu bewerten. Auch wäre die Möglichkeit gegeben gewesen festzustellen, ob eine Streikbereitschaft vorhanden gewesen wäre, wenigstens zum Erhalt der alten Tarifverträge. In der Diskussion ergab sich für mich der Eindruck, dass ich ( wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen unseres PR`s die sich intensiv anhand der spärlichen Infos mit dem neuen TVöD auseinandergestzt hatten) der Schwarzseher und Miesmacher bin, und Frau/Mann es sich nicht vorstellen konnte, so von verdi verarscht zu werden. Auch Mitglieder der BTK waren der Meinung, etwas Positives verhandelt zu haben, obwohl sie stellenweise keinerlei schriftliche Informationen hatten. Viele hatten wohl auch nicht die geringste Ahnung was sie anrichten, siehe Bewährungsaufstiege, Ortzuschläge usw..
Trotz unserer Vorahnungen kam es noch schlimmer, hinzu kommt ein Informationschaos, die Arbeitgeber schreiben die Kommentare zum TVöD und von verdi kommt nichts.
Was hier geschehen ist ,ist beispiellos. Deshalb versucht unbedingt ein Delegiertenmandat für die nächsten Wahlen zu bekommen, zeigt Bsirske, Martin und den sonstigen Verantwortlichen für dieses Tun die rote Karte. Verdi muß wieder demokratisch werden ,wir haben derzeit keine Alternative zu verdi.
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 10:55
Lieber Frank,
Mir ist es auch nicht klar, warum der BAT von VERDI aufgegeben wurde. Ich fand ihn auch besser. Was wurde mal von den TVÖD-Verteidigern dazu gesagt? TVÖD bedeutet für die Gewerkschaft eine Weiterentwicklung! Tja, für die Gewrkschaft mag das sicher stimmen, aber für uns Beschäftigte ist es auch eine Weiterentwicklung. Natürlich eine sehr negative! Ich verstehe es einfach nicht, dass man so was wie den TVÖD unterschreibt. Na ja, wahrscheinlich bin ich noch zu wenig Bluna um VERDI und den TVÖD zu verstehen. So bluna werde ich hoffentlich nie werden, das ich den TVÖD auch noch toll finde.
Franklin . Dienstag 3. Januar 2006 11:00
@ Patrick
man lernt nicht aus in der Schule des Lebens.
Dann beginne ich meine Blog-Fastenzeit halt etwas früher, nehme mich zurück und provoziere Dich nicht weiter mit meiner Sicht der Dinge: Halbwahrheiten und Lügen, wie Du sie nennst.
Im übrigen habe ich nie behauptet, der TVöD wäre das gelbe vom Ei.
Aus meiner Schulzeit ist mir ein Zitat aus Siegfried Lenz Erzählung: Das Feuerschiff dauerhaft in Erinnerung geblieben: "Sind wir nicht gefangen wie die Insekten im Bernstein und jede fremde Erfahrunge müssen wir erst durch die Festungstore unseres Ichs einschmuggeln ?"
Alles neu macht der Mai.
Bis dahin: Gruß Franklin
@ Klaus
Bitte habe Verständnis, dass ich mich in persönlichen Dingen hier im Blog nicht outen möchte, dass macht angreifbar und verletzlich. Das würde auch dem Stil hier im Blog nicht guttun und ich auch Wert auf passende Umgangsformen im öffentlichen Leben lege.
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 11:13
Lieber Franklin,
kneifen kannst du ja sehr gut! Ich habe auch nichts anderes von Dir erwartet! Wahrscheinlich hast du deine höchste Altersstufe nach BAT schon erreicht und dann kannst ja sehr zufrieden sein. Dann kannst du natürlich lockere Sprüche klopfen! Nur eines sage ich dir schon noch toller Franklin, bezahlen muß jeder einmal im Leben. Es gibt eine ausgleichende Gerechtigkeit. Für eure Lügen und Halbwahrheiten, wirst du auch mal im Leben geradestehen müssen. Du wirst auch mal so richtig beschissen werden, dein freudestrahlendes Gesicht würde ich dann gerne sehen. Ich bin nicht bluna so wie du!
Franklin . Dienstag 3. Januar 2006 12:13
@ Patrick
Nachtrag: leider bestätigst Du durch deinen letzten Beitrag, dass Du nur gehässig bist. Schade.
Alles neu macht der Mai.
Bis dahin: Gruß Franklin
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 12:23
Lieber Franklin,
wenn du ehrlich wärst, würdest du nichts verbergen! Wenn dir mal paar dumme Sachen passieren, ich bin der erste der sich darüber freut. Zu Lügnern wie dir, darf man nur gehässig sein! Was anderes verdienst du nicht!
rainer nehring . Dienstag 3. Januar 2006 12:39
@ Patrick
ich möchte dich bitten auf persönliche Beschimpfungen zu verzichten.
Ich finde es Anmaßend ein Urteil über eine Person zu fällen die ich nur auf Grund ein paar geschriebener Zeilen kenne.
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 12:53
Lieber Rainer Nehring!
Wunderst Du dich das man als TVÖD-Betroffener zynisch wird zu TVÖD-Verteidigern? Ich finde es anmaßend massive Gehaltsnachteile für die Beschäftigten als Weiterentwicklung und Fortschritt zu bezeichnen. Die Wahrheit verbiegen ist also nicht anmaßend? Den Beschäftigten zuerst die Wahrheit vorzuenthalten bis alles unterschrieben ist, ist also nicht anmaßend? Habt ihr bei VERDI eigentlich ein Rückgrat aus Vollgummi? Ihr nehmt es mit der Wahrheit nicht genau! Vor solchen Leuten habe ich keine Achtung!!!!
Frank . Dienstag 3. Januar 2006 13:49
Nun,... Patrick ist halt sauer. Aber verstehen kann man das doch, wenn man & frau von diesem für meine begriffe unnötigem Regelwerk betroffen ist. Bin ja auch sauer. Jeder äußert das halt anders, der eine als Mensch der andere als Pseudointellektueller. Wie so viele Phrasendrescher in unserem Land. Mit viel sagen nichts sagen. Das sind dann auch die, die von dem TVÖD nicht wirklich betroffen sind, weil sich da so gar nichts ändert, oben ist oben und oben drauf gibt es noch einen hohen Strukturausgleich.
Aber wer bitte beantwortet mir mal die Frage, warum TVöD statt BAT?
BAT fand ich bisher OK, mit dem TVÖD bin ich jetzt leider der Betrogene.
(Kleiner Reim am Rande)
Bitte klärt mich auf, vielleicht sehe ich das auch alles nicht richtig, weil mir der gewisse Inellekt fehlt.
Das ich der Dumme bin hab ich ja auch schon gemerkt. Vielleicht ist das aber auch alles ganz toll mit immer weniger Geld in der Tasche. Ich habe noch nicht wirklich alles verstanden und bitte um Aufklärung.
Gruss und vielen Dank sagt Frank
Marion . Dienstag 3. Januar 2006 15:51
Guten Tag, mal eine Frage:
wie ist den folgender Passus bei den Dienstreisen zu verstehen?
1 Bei Dienstreisen gilt nur die Zeit der dienstlichen Inanspruchnahme am auswärtigen
Geschäftsort als Arbeitszeit.
2 Für jeden Tag einschließlich der Reisetage wird jedoch mindestens die auf ihn
entfallende regelmäßige, durchschnittliche oder dienstplanmäßige Arbeitszeit
berücksichtigt, wenn diese bei Nichtberücksichtigung der Reisezeit nicht erreicht
würde.
3 Überschreiten nichtanrechenbarer Reisezeiten insgesamt 15 Stunden im Monat, so
werden auf Antrag 25 v.H. dieser überschrittenen Zeiten bei fester Arbeitszeit
als Freizeitausgleich gewährt und bei gleitender Arbeitszeit im Rahmen der jeweils
geltenden Vorschriften auf die Arbeitszeit angerechnet.
4 Der besonderen Situation von Teilzeitbeschäftigten ist Rechnung zu tragen."
Insbesondere § 2 finde ich blöd formuliert, kan mir das mal jemand "übersetzten" ?
Vielen Dank im Voraus,
Carsten Derte . Dienstag 3. Januar 2006 16:08
Da möchte ich mich heftigst anschließen.Da wäre z.B. folgendes. Ich habe neu in der Forensik angefangen nach 15 Jahren Tätigkeit in einer chir. Notfallambulanz . Bekommen habe ich zuletzt KR5A.
Jetzt bin ich bei 7 gestartet und bin jetzt halt kurz vor dem Auszug aus meiner vor zwei Jahren bezogegen und für mehrere tausend Euro renovierten Wohnung weil ich sie nichtmehr zahlen kann.
Bei meinen neuen Kollegen, die schon ebenfalls um die 15 Jahre bei meinem neuen Arbeitgeber arbeiten scheint sich durch den Tvöd nicht sehr viel zu ändern,wegen der Besitzstandsregelung. Wie kann es sein daß da mit zweierlei Maß gemessen wird. habe ich die 15 Jahre auf meiner Dienststelle gepennt ohne es zu merken?
Also wirklich,sowas bekomme ich garnicht auf die REIHE:
Kann mir das mal einer von VERDI erklären?
Wie kann es sein dass meine Besitzstände auf einmal so garnichtsmehr gelten?
Ich muss mein gesamtes Leben umkrempeln weil einige bei der Aushandlung anscheinend selber nicht ganz Herr der Dinge waren.Ich bin einfach stinken sauer.
Auch wenn einige bei Verdi anscheinend das nicht nachvollziehen können,egal:darauf WILL ich einfach eine antwort bekommen.Schließlich bekommt Ihr Geld dafür uns solche Eier zu verkaufen.
Bin mal gespannt ob ich darauf eine Antwort erhalte die nachvollziebar für mich ist.
Was die Beiträge der anderen betrifft......Eure Wut ist mir nicht fremd und dass man manchmal auch etwas derber wird,habe ich seit ein paar Tagen selber an mir fetsgestellt.
Wer das nicht nachvollziehen kann,dem fehlen vielleicht neuerdings nicht einige hundert Euro in der Lohntüte.
Patrick . Dienstag 3. Januar 2006 16:28
Lieber Carsten Derte,
ich kann deinen Ärger sehr gut nachvollziehen, habe selber auch Nachteile durch den TVÖD. Der liebe Rainer Nehling und der liebe Franklin könnten ja mal so nett sein und von ihrem hohen Ross auf dem sie sitzen runterkommen und uns mal die finanziellen Löcher in unseren Lohntüten mal erklären! Aber da schweigen die TVÖD-Jubler immer! Warum wohl? Ich finde es sehr feige, auf konkrete Fragen keine oder nur sehr ausweichende Antworten von den TVÖD-Verteidigern zu bekommen. Der Grundsatz gleiches Geld für gleiche Arbeit wird durch den TVÖD erst richtig mit den Füßen getreten. Ich bin auch sehr sauer.
Klaus . Dienstag 3. Januar 2006 18:24
Hallo Franklin,
ich bin schon der Ansicht, dass die Forenmitglieder wissen sollten mit wem sie es zu tun haben besonders wenn derjenige etwas verteitigt von dem kaum jemand überzeugt ist. Das mit dem Gehalt war ja vielleicht etwas zu viel, aber welche Funktion jemand hat der sich so für den neuen TVöD einsetzt, wäre sicher interresant. Bist du eigentlich nicht negativ betroffen? Verlierst du nichts? Ich möchte niemanden angreifen und noch weniger jemanden verletzen, aber verstehen würde ich gerne warum der andere etwas tut.
Gruß Klaus
Carsten Derte . Dienstag 3. Januar 2006 18:44
Ich nochmals.
Ja,ich fordere diese herren auf endlich eine Erklärung für diese Zustände abzugeben. Wir haben ein Recht darauf zu erfahren was Ihr da in únserem´Namen ausgemacht habt.
Ich habe schon von einer Verdimitarbeiterin erfahren dass bei Verdi die Telefone nichtmehr still stehen.Mit recht:auf das sie glühen
Nochmal:Ich möchte wissen wie solche Sauereien zustande kommen.
WIR HABEN EIN RECHT AUF INFORMATIONEN!!!!!!!!!!!!!!!!!
Verdianer . Dienstag 3. Januar 2006 20:17
Warum hat ver.di einen neuen TVöD angestrebt und vereinbart?
Unser Ziel ist es, die Tarifverträge des öffentlichen Dienstes als gemeinsame Klammer zu erhalten. Hätten wir diesen Weg nicht eingeschlagen, wären viele Arbeitgeber aus den Arbeitgeberverbänden ausgestiegen. Am Ende gäbe es eine Vielzahl von Tarifverträgen für bestimmte Bereiche/Betriebe oder gar keine Tarifverträge. Mit dem TVöD erhalten wir flächendeckend die Bindungskraft der Tarifverträge und sichern damit Ihre Arbeitsbedingungen.
Neben der Sicherung der Tarifbindung wollten wir auch
- Die unterschiedlichen Regelungen für ArbeiterInnen und Angestellte vereinheitlichen.
- Nur noch eine Entgelttabelle für alle Beschäftigten.
- Das Tarifrecht einfacher und durchschaubarer zu machen.
Abgeschlossen wurde der Tarifvertrag mit den Kommunen und dem Bund. Für die Beschäftigten bei den Ländern steht ein Tarifabschluss noch aus. Für diese Beschäftigten gelten weiter BAT bzw. MT Arb. Allerdings werden diese Tarifverträge in der Zukunft nicht mehr gepflegt, bleiben also auf den heutigen Stand eingefroren.
Thomas . Dienstag 3. Januar 2006 20:43
Hallo Verdianer,
die Idee ist ja an sich nicht schlecht. Nur ist vor lauter Begeisterung darüber, dass der TVÖD zustande kam, die handwerkliche Umsetzung leider schlampig verlaufen. Zu denken, strittige (z.B. Ortszuschlagsregelungen) Punkte könne man später noch nachbessern ist doch blauäugig. Zumal haben ja die Arbeitgeber schon wieder einen Kriegsschauplatz aufgemacht mit der Kündigung der Arbeitszeitregel und Anwendung von 40 Stunden bei Neueinstellungen.
Das schlimmste sind ja die vielen Ungerechtigkeiten, die gerade Familien bei der Überleitung getroffen haben. Leider hört man kein Wort der Entschuldigung über die schlampige (überhastete) Ausarbeitung des Überleitungsvertrags. Das wäre doch zumindest mal ein Zeichen an die Basis, dass die Probleme ernstgenommen werden. An die Funktionäre: sagt bitte, dass ihr kämpfen wollt gegen die Ungerechtigkeiten und gebt zu, dass der Abschluss nicht ein Grund zum Feiern ist.
Patrick . Mittwoch 4. Januar 2006 09:04
Hallo!
Was lese ich da? Eine Tabelle für alle Beschäftigten? Wir haben imer noch 4 Tabellen für alle Beschäftigten! Einmal für die Kommunen West, einmal für die Kommunen Ost, einmal Bund Ost und einmal Bund West! Könnt ihr überhaupt richtig zählen? Also wenn ihr 4 Tabellen als eine verkaufen wollt bitte. Wenn für euch 4 Tabellen eine ist, dann ist mir alles klar. Leute die nicht richtig zählen können, sollten auch keine TaRIFVERTRÄGE AUSHANDELN1
Frank . Mittwoch 4. Januar 2006 11:46
Wie etwas weiter oben stand:
"Allerdings werden diese Tarifverträge in der Zukunft nicht mehr gepflegt, bleiben also auf den heutigen Stand eingefroren."
Was ist den daran so schlimm? Also ich hätte da gar nichts gegen.
Dann stand da etwas von der Vereinfachung des Tarifvertrages, man muß sich dieses Überleitungsregelwerk einfach mal durchlesen. Einfach? Da ist gar nichts einfach. Unglaublich ist das!
Mir wäre dann z.b. vom TVÜ-Bund der §8 erspart geblieben in dem dann steht:
" (2).... Aus dem Geltungsbereich des BAT / BAT-O in eine der Entgeltgruppen 2 sowie 9 bis 15 übergeleitete Beschäftigte, die am 1. Oktober 2005 bei Fortgeltung des bisherigen Tarifrechts die für eine Höhergruppierung erforderliche Zeit der Bewährung oder Tätigkeit zur Hälfte erfüllt haben und in der Zeit zwischen dem 1. November 2005 und dem 30. September 2007 höhergruppiert wären, erhalten...... "
Das "und" ist besonders erwähnenswert. Wer hat bei einem Fallgruppenaufstieg bis zum September 2007 nicht sowieso die Hälfte der Tätigkeit erfüllt? Das "und" kann sich hier, neben all den anderen dinge darin, doch komplett erspart werden. Das ist besonders unlustig für die Personen, wie zb. bei mir, die im November 2007 nach einem 10 Jährigen Bewährungsaufstieg aufgestiegen wären. Damit wären in meinem Fall 98.8% der Bewährungszeit erfüllt. Mit diesem Aufstieg hatte ich eigentlich gerechnet.
Eigentlich...., aber dafür habe ich jetzt eigentlich ein einfacheres Tarifsystem, Toll. BAT fand ich eigentlich nicht wirklich kompliziert. Was sich wirklich als einfach aus dem TVöD ergibt, ist einfach weniger Geld in der Tasche. Das ist auch toll, oder? Stichwort VBL und Privataltersvorsorge. Ich bin mal gespannt was da noch alles kommt. Ich denke das wird alles noch viel lustiger, weil es ganz viele Leute gibt, Politiker und grosse Reformer, die die Realität komplett hinter sich gelassen haben und in irgend einem Paralleluniversum Ihre Daseinsberechtigung feiern und damit natürlich nicht aufhören werden.
Wenn der Arbeitgeber aus den Arbeitgeberverbänden austritt oder sonst etwas macht, dann habe ich aber immer noch einen bestehenden Vertrag nach BAT, auch wenn er dann eingefroren ist. Richtig? Wie gesagt, ich hätte nichts dagegen, aber mich fragt ja keiner.
Tja, den Sinn von TVöD statt BAT
verstehe ich mehr&mehr und stinkesauer bin ich auch, mehr&mehr.
Ich gehöre leider auch zur Sandwichgeneration und habe keine Lust mehr, mich weiter auf dem Arm nehmen zu lassen, bin ja schliesslich alt genug.
Patrick . Mittwoch 4. Januar 2006 12:19
Wer behauptet, das ees nur eine Tabelle im TVÖD für alle Beschäftigten gibt, der ist ein hundsgemeiner Lügner!
Patrick . Mittwoch 4. Januar 2006 12:43
Lieber Franklin lieber Rainer Nehring!
Das ihr auf berechtigte Fragen nicht antwortet, sagt alles über euch! Mit der Wahrheit sollte man es schon genau nehmen. Wie sollen die Beschäftigten ihrer Gewerkschaft trauen, wenn man sie mit Lügen und Halbwahrheiten abspeißt. Für wie bluna haltet ihr eigentlich eure Mitmenschen? Es gibt im TVÖD 4 Tabellen. VERDI sagt es gibt eine für alle Beschäftigte. Also lieber Franklin und lieber Rainer Nehring, erklärt mir das Bitte!! Oder seid ihr wirklich so feige und so mutlos?
Hilfesuchender . Mittwoch 4. Januar 2006 14:43
Kann mir jemand sagen, wie es ist, wenn der Arbeitgeber aus dem KAV austritt und bei mir noch eine Höhergruppierung angestanden hätte. Kann ich mich dann darauf beziehen, dass ich vertraglich einen Anspruch gegen meinen Arbeitgeber geltend mache oder kann sich dieser hinter dem Austritt verstecken und sagen, dass ich keinen Anspruch darauf hätte, obwohl in meinem Arbeitsvertrag nach dem Austritt wieder auf den ursprünglichen Vertrag bezug genommen wurde.
Vielen Dank, wäre interessant für mich zu wissen, ob ich weiter gegen meinen Arbeitgeber vorgehen sollte.
Franklin . Mittwoch 4. Januar 2006 15:14
(Anm. vom Sysop: der kommentar stammt bereits von gestern abend 20:00, rutschte aber versehentlich in den neuen Spam Filter, Entschuldigung!)
Hallo Klaus !
Weil Du so nett gefragt hast, werde ich meine Blog-Fastenzeit erst morgen beginnen.
Ich arbeite seit fast 20 Jahren in einem Krankenhaus, Bereich Rechnungswesen.
War lange Jahre im örtlichen Personalrat unserer Klinik vertreten und bin zur Zeit im Gesamtpersonalrat. Und engagiertes Verdi-Mitglied natürlich.
In unserem Klinikverbund laufen Tarifverhandlungen mit dem Ziel den TVöD zur Anwendung zu bringen. Tari frechtlich wenden wir den BAT Bund/Land an, mit allen negativen Auswirkungen, die die Kündigung der TdL von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie der wöchentlichen Arbeitszeit für neu eingestellte Beschäftigte mit sich bringt.
Darüber hinaus gibt es einen Anwendungserlass, dass bei Tätigkeitswechseln, die mit einer Höhergruppierung verbunden sind, die arbeitsvertragliche Vereinbarung der 40 Stundenwoche Bedingung ist.
Diese Spaltung der Belegschaft möchten wir beseitigen und wieder einheitliche Tarifbedingungen für alle Beschäftigten in unserem Klinikverbund erreichen.
Es ist ein Leichtes für die TdL den Vergütungstrarifvertrag zu kündigen, mit der folge, dass neu eingestellte Beschäftigte dann nicht mehr die Vergütung nach BAT erhalten sondern wesentlich weniger. Das können die öffentlichen Arbeitgeber machen, denn der BAT ist nicht allgemeinverbindlich.
Wer arbeitet schon in einem Bereich, wo der Arbeitgeber einseitig die Arbeitsbedingungen diktieren kann.
Dieser drohenden und auch nicht ganz unrealistisch zu sehenden Möglichkeit wollen wir entgehen, indem wir den TVöD vereinbaren wollen.
Natürlich ist der TVöD im Vergleich mit dem BAT nicht das gelbe vom Ei. Alle ehemaligen BATler verlieren im Ganzen gesehen, so auch ich.
Wie gesagt ich arbeite in einem Krankenhaus und die stehen bei gedeckelten Budgets mehr und mehr im Wettbewerb, weil dass politisch so gewollt ist. Da ist der TVöD eine Möglichkeit mittelfristig bestehen zu können.
Gruß Franklin
Klaus . Mittwoch 4. Januar 2006 16:35
Hallo Franklin,
ich kenn den BAT Bund/Land nicht so gut, wenn das stimmt was du schreibst (kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie die 40 Std./Woche bei höhergruppierung) und es keine wesentlich bessere Bedingungen zum Ausgleich gibt, hört es sich tatsächlich nicht gut an.
Bevor man sich aber auf etwas anderes (TVöD)stürzt, sollte man sich dies genau anschauen. Die Grausamkeiten kommen zum Teil erst langsam raus. Wie wird man den eingruppiert wenn man wechselt und irgendwo anders neu anfängt? Was passiert mit den Bewährungsaufstiegen? Man rechnet mit einer höhergruppierung und schwuppdidiwupp ist sie weg. Ersatzlos gestrichen. Mal gerade so eine Frist gesetzt oder einfach auf Termin. Der 30.09.2007 wird vielen böse aufstossen. Ja und da wäre noch die Leistungsorientierte Bezahlung und Stufenregelung. Hört sich ja nicht so schlecht an, war meines Erachtens auch nötig. Zeitlich hat man sich ja festgelegt aber inhaltlich, oweh, oweh. Keiner weiß was er machen soll, wer bestimmt welche Kriterien wo und wie angewendet werden. Das ist Sprengstoff in den Kliniken. Man spürt es schon deutlich. Ob das die Zufriedenheit stärkt? Mal kurz noch den Behinderten ein paar Urlaubstage genommen, die Ortszuschlaggeschichte wurde ja auch schon oft genug erwähnt u.s.w. Wie gesagt, es kommt jetzt immer mehr heraus und es lohnt sich bestimmt "vorher" genau hinzuschauen wofür man sich einsetzt.
Ich bin auch nicht der Ansicht, dass wir die Kostentreiber sind. Wer, wie ich in der Pflege arbeitet, sieht ziemlich genau wo das Geld verschleudert wird. Und wenn in jedes kleine Krankenhaus ein CT gestellt wird und überall neue schöne Empfangshallen gebaut werden, braucht man sich nicht zu wundern wen kein Geld mehr da ist. Aber es dann bei denen zu holen die am meisten malochen müssen, ist einfach unfair.
Viele Grüße
Klaus
Carsten Derte . Mittwoch 4. Januar 2006 21:19
Meine meinug hat sich hier absolut bestätigt. sehe mir das hier nun schon längere zeit an und bin entsetzt über soviel frechheit menschen gegenüber die anderen menschen den hintern abputzen,sie waschen,ihnen medikamente stellen und verabreichen,sie in den arm nehmen wenn es schon lange keiner mehr tut etc,etc,etc. Für mich ist der keks gegessen......ich werde mir andere arbeitsbereiche suchen in denen man das verdient was angemessen ist. da pfeife ich doch auf die drei jahre ausbildung mit anschließender verarschung auf höherer ebene.ich muss bei all der arbeit auch vernünftig leben können ohne angst zu haben , im alter mit ebenfalls einer beschissenen rente auszukommen weil die kohle zu dienstzeiten nicht ausreichte mich privat zusätzlich abzusichern. es ist ja nicht nur die tatsache weniger zu verdienen , sondern auch deshalb weniger rente zu bekommen. ich bin so sauer auf diesen verdihaufen.einen armdicken strahl könnte ich kot...
ich denke aber man sollte mal das fernsehen einschalten damit die den leuten draußen mal klar machen was hier gerade passiert. ich werde mich gerne dafür zur verfühgung stellen und einige andere mit mir.
diese tollen verharmlosungen von den tvöd-unterstützern ist nurnich abartig. die haben wirklich die falschen drogen genommen.
Wünsche euch betrogenen alles gute und den schlächtern nur das ihnen gleiches bald wiederfährt. eventuell kämpfen wir dann endlich wieder für´s gleiche ziel.
Max . Mittwoch 4. Januar 2006 22:14
Tja Franklin und all die Anderen TVöD Verfechter, so sieht es an der Basis aus. Da könnt ihr noch so schönreden, da kenn ich übrigens noch so einen, der das tut, Herr Heesen, dem einen oder anderen bekannt.
Da ich selber betroffen bin (Verheiratetenzuschlag, falsche Eingruppierung, so fehlen mir jden Monat 200 Euro) lehne ich den Vetrag auf das allerschärste ab. Mich hat keiner Informiert, das es so kommen wird. Leider habe ich es schwarz auf weiß in meiner Gehaltsmitteilung. Ich rate jedem, wenn erkann, bei dem alten BAT zu bleiben. Ich kann Verdi nicht verstehen, das sie so einen
Vertrag weiterhin verteidigen.
Ach übrigens , durch die niedrigen Einstiegsgehälter ist bei uns kein Personal mehr zu bekommen. Das ist die traurige Wahrheit.
jan . Donnerstag 5. Januar 2006 00:40
Wer hätte vor 5 Jahren gedacht, dass wir einmal so einem lausigen Tarifvertrag wie dem BAT nachtrauern ?
Bei all der verständlichen Wut, sollten wir unser Augenmerk darauf richten, wie wir in Zukunft solche Sachen verhindern können.
Als erstes müssen wir unseren Gewerkschaftsoberen klar machen, dass wir es begreifen, was sie da oben machen. Wir müssen weiterhin Aufklärung unter den Kollegen betreiben, über das, was der TVÖD und das Treiben der Bsirskes und seiner Komplizen für uns bedeutet. Dafür ist dieses Forum ein wichtiger Bestandteil. Anders als bei den Lügen zum Tarifabschluss 2003 (angeblich 4,4% Erhöhung) merken die schon, dass wir uns nicht mehr alles gefallen lassen. Unbedingt notwendig ist aber, dass wir die Wiederwahl dieser Verblender verhindern. Dafür müssen wir für demokratische Strukturen sorgen. Wir müssen unsere Vertreter bei den Gremien, wie Tarifkommission, Gewerkschaftsrat und Bundeskongress überzeugen, dass diese Erfüllungsgehilfen des Kapitals bei uns nichts zu suchen haben. Das ist schon ein ganzer Haufen Arbeit.
Vielleicht könnten wir mal über Ideen, wie wir das hinbekommen können diskutieren. Das ist bestimmt konstruktiver als so mancher (durchaus verständlicher) Ausbruch hier im Forum.
Patrick . Donnerstag 5. Januar 2006 09:07
Lieber Rainer Nehring und lieber Franklin,
VERDI soll untergehen! Dies wird auch passieren! Ich werde dann eine Flasche guten Sekt aufmachen und mit meiner lieben Frau darauf anstßen, Daß sich dann eine paar Gewerkschaftsbonzen ärgern! Ihr habt die Wut der Beschäftigten mehr als verdient. Ihr werdet für eure Lügen schon noch bezahlen müssen. Seit TVÖD verstehe ich die Menschen, die große Freude an Schadenfreude haben. VERDI verrecke!!!!
EDE . Donnerstag 5. Januar 2006 11:28
Na, na.
Verrecken ist wohl nicht die richtige Wortwahl. :-)
Aber jede Firma, deren Vorstände Mist bauen, feuert die!! Und eine Firma, die ihre Kunden nicht richtig bedient, wird vom Markt verschwinden.
Patrick . Donnerstag 5. Januar 2006 12:50
Gut, dann wird VERDI genauso verschwinden. Liebe tolle VERDI, in ein paar Jahren seid ihr ganz klein, machtlos und bedeutungslos. DAs Wünsche ich euch von ganzem Herzen. VERDI ist ab jetzt mein Todfeind! Ich werde euch ab jetzt, bekämpfen wo ich kann. So wie ich, denken viele! Bald seid ihr weg vom Febster. Ihr seid Verräter!
Peter Schuh . Donnerstag 5. Januar 2006 14:58
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
ich kann die Wut sehr gut verstehen. Aber verdi verdammen (also die gesamte Organisation und ihre Mitglieder) ist nicht der richtige Weg. Wir brauchen auch zukünftig eine starke Interessensvertretung für die ArbeitnehmerInnen des ö.D. Dies kann für mich nur verdi sein. Aber diejenigen, die uns dieses Ei gelegt haben und dabei peinlichst darauf geachtet haben, daß der Geruch dieses Eies erst zu riechen war, alsn nichts mehr verhindert werden konnte, sollten aus ihren Funktionen abgewählt werden. Also Mandat für Gewerkschaftstag erreichen oder nur imperatives Mandat vergeben, Kolleginnen und Kollegen die delegiert werden müssen vorher klar Farbe bekennen wie sie abstimmen. Es darf nie mehr geschehen, dass eine Tarifkommission solche Entscheidungen ohne Rückkoppelung mit der gewerkschaftlichen Basis trifft, deshalb entsprechende Satzungsänderung. Ich bin mir im klaren, dass diese Forderung denjenigen, die jetzt finanzielle Einschnitte in Kauf nehmen müssen halbschräg am A... vorbeigeht. Aber leider gibt es für mich keine Alternative zu verdi.
Patrick . Donnerstag 5. Januar 2006 15:59
Ich werde dem lieben Rainer Nehring und dem lieben Franklin nicht mehr auf die Nerven gehen! Ist mein letzter Schreib! Ab heute kämpfe ich gegen VERDI! Verrätern verzeihe ich nicht! Eine Gewrkschaft die ihre eigenen Mitglieder verrät verdient es unterzugehen. Es gibt Alternativen zu VERDI! Trettet aus VERDI aus! Diese Gewrkschaft hat euch nicht verdient!!!! VERDI muß und wird untergehen! VERDI hat den Beschäftigten im öffentlichen Dienst den Krie erklärt. Wer Wind sät, erntet Sturm! Lieber Franklin, lieber Rainer Nehring, liebe VERDI, ihr werdet an mich noch alle denken. VERDI werden wir kaputtmachen. Mach kaputt, was euch kaputtmacht!!!! VERDI wird untergehen!
Lolle . Donnerstag 5. Januar 2006 19:12
Es ist bezeichnend, dass weder von Franklin noch von Nehring irgendwelche "Gegenwehr" kommt, jetzt wo ihnen die Argumente um die Ohren fliegen und der ganze TvÖD-Betrug von Tag zu Tag offensichtlicher wird.
Weg mit Bsirske! Weg mit Kurt Martin! Weg mit allen, die uns tagtäglich mit dem TvÖD für dumm verkaufen!
rainer nehring . Donnerstag 5. Januar 2006 21:34
Berlin den 23.12.2005
TS Berichtet Nr 114/05
Lösung mit VKA bei Schicht- und Wechselschichtzulagen
und Annäherung zur Korrektur bei
den Problemen mit den Ortszuschlägen bei der Überleitung mit Bund und VKA vereinbart
Beim letztem Termingespräch zum TVöD im Jahr 2005 wurde am 22.12.2005 zwischen der VertreterInnen von ver.di und den VertreterInnen von VKA und Bund im Bezug auf die Schicht- und Wechselschichtproblematik eine Annäherung erzielt. Für den weiteren Umgang mit den Problemfällen bei der Thematik Verheiratetenanteil im Ortszuschlag und kinderbezogene Entgeltbestandteile wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die zeitnah Lösungen erarbeiten soll. Ebenfalls wurden die redaktionellen Korrekturen abgeschlossen.
Für die Beschäftigten, die am 30. September 2005 in einem Arbeitsverhältnis zu einem tarifgebundenen Arbeitgeber, der Mitglied in einem kommunalen Arbeitgeberverband ist, standen und auf die der Tarifvertrag zu § 24 BMT-G bzw. der Tarifvertrag zu Wechselschicht- und Schichtzulagen für Angestellte vom 1. Juli 1981 Anwendung gefunden hat, gelten diese Regelungen einschließlich der maßgebenden Begriffsbestimmungen des BAT/BMT-G bis zum In-Kraft-Treten der neuen Entgeltordnung weiter. Für alle übrigen Beschäftigten finden ab 1. Oktober 2005 bis dahin die Regelungen des TVöD Anwendung. Damit wäre der seit Abschluss des TVöD schwelende Konflikt, den einige KAVen durch ihre dem Geist des Prozesses und der Einigung vom 9. Februar 2005 in Potsdam widersprechenden Auslegung hervorgerufen hatten, im Sinne der Beschäftigten beseitigt.
Die ebenfalls auftretenden Probleme bei der im Rahmen der Überleitung bei der Berücksichtigung von Verheiratetenanteilen im Ortszuschlag bei einer Beschäftigung des Partners in Bereichen des öffentlichen Dienstes, die nicht den TVöD anwenden, sollen in den verschiedenen Konstellationen, die an beide Seiten herangetragen wurden, zum Zwecke der Gleichbehandlung und gerechteren Umsetzung des Tarifvertrages in einer Arbeitsgruppe aus VertreterInnen von Bund, VKA und ver.di erörtert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden; anberaumt wurde dazu ein Vorbereitungstermin am 24. Januar 2006.
Von Seiten der VKA wurde eingebracht, dass Klarstellungsbedarf in Bezug auf die Regelungen zur Rufbereitschaft (insb. zu deren Bezahlung) besteht. Hier wurde beiderseitig deutlich gemacht, dass es keine Übergangsregelung gibt und die im TVöD getroffenen Regelungen ab dem 1. Oktober 2005 für alle Beschäftigten gelten. Desweiteren wurden die Formulierungen zu den Kündigungsregelungen in § 39 Abs. 3 Satz 1 TVöD eindeutiger formuliert.
Alle Einzelnen der oben aufgeführten Punkte unterliegen jedoch einer Erklärungsfrist aller Beteiligten bis zum 20. Januar 2006. Diese Frist wurde von ver.di insbesondere eingefordert für die Absicht der VKA, sogenannte
durchgeschriebenen Fassungen bestehend aus dem Allgemeinen Teil des TVöD und den jeweiligen Besonderen Teilen mit ver.di zu vereinbaren (Bestandteil der
Prozessvereinbarung vom 09. Januar 2003). Neben juristischem Klärungsbedarf muss insbesondere ausgeschlossen werden, das durch solche durchgeschrieben Fassungen einer Zerstückelung des öffentlichen Dienstes Vorschub geleistet wird.
Unabhängig von dieser Entscheidung wurde Einvernehmen über notwendige redaktionelle Korrekturen getroffen. Die Liste der Korrekturen wird in den nächsten Tagen veröffentlicht. Sie sind in weiten Teilen aber schon in die von ver.di veröffentlichte Sammlung
Neues Tarifrecht für den öffentlichen Dienst eingeflossen.
jan . Donnerstag 5. Januar 2006 21:35
Hallo Patrick,
ich kämpfe in ver.di für - wie ich annehme - die gleichen Ziele wie Du. Deshalb will ich Dich nicht zum Gegner haben. ver.di ist mehr als nur die Spitzenfunktionäre.
Gemeinsam kriegen wir die schon weg. Allerdings müssen wir uns dafür ein wenig mehr anstrengen als bisher, und vor allem nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.
Ausserdem würde ich gerne mal über Deine "Alternativen" diskutieren. Wer oder was soll das sein ?
Jan
Robert . Freitag 6. Januar 2006 13:22
Ich kann LOLLE nur recht geben!
Hier wurden alle Angehörigen des ÖD von ihren Vertretern ausgeliefert! Wer weiss zu welchen Konditionen für die eigene Klientel.
Hinzufügen möchte ich noch, dass ich überhaupt nicht verstehen kann, wie lange sich dass deutsche Volk allgemein noch für blöd verkaufen lässt.
Anscheinend haben einige aus der Geschichte nichts gelernt, auch nicht, dass sie sich wiederholt!
Niedrige Löhne, hohe Arbeitskosigkeit, etc., etc.!
Max . Freitag 6. Januar 2006 13:25
Ich habe der örtlichen Presse entnommen, das die Arbeitgeber der Stadt Köln die Beschäftigten umsonst 40 Stunden arbeiten lassen wollen. Wie sicher sind die 38,5 Stunden
im neuen Tarifvertrag und wie können sich die Betroffenen wehren?
Wie ich gesagt habe, der TVöD ist nicht das Papier wert, auf dem er geschrieben wurde.
Jetzt wird von Arbeitgeberseite mit allen Mitteln versucht, durch die Öffnungsklausel Arbeitszeit die Beschäftigten genauso wie die Beamten auszubeuten.
Ich sage: Niemals!
tobias renscheidt . Samstag 7. Januar 2006 12:01
tobias
bin jetzt aus einem kirchlichen haus in ein staatliches haus gewechselt......
haben sich verdileute eigentlich mal gedanken darum gemacht wie es denen ergeht die so wechseln?
da gibt es keine überleitung zum tvöd. da geschehen jetzt solche einschnitte,die sind unglaublich. ich bin damit nicht alleine und auch bei anderen kollegen sind solche unglaublichen lohnabstufungen vorgenommen worden. ich kann es garnicht fassen was da gerade passiert. ich würde gerne mal erfahren wie sich vertreter von verdi das vorstellen? wenn man dann auchnoch kinder hat,dann wird es dunkel in so manchem kühlschrank. habt ihr überhaupt nachgedacht als ihr verhandelt habt?
also für meinen teil ,ich war dann mal bei meiner neuen mav und selbst die meinte,es sei echt eine unglaubliche sauerei an menschen was da mit einigen abgezogen würde. habe mir so einige meinungen hier mal durchgelesen und finde es echt erschreckend was da gerade abläuft. was will verdi? sollen alle austreten ? das kommt einem echt in den sinn wenn man so für dumm verkauft wird. da helfen eigentlich auch keine netten erklärungen weil dadurch ist das problem nicht gelöst. amn müsste nachbessern und das in einem fairen rahmen.
wurde darüber eignetlich schonmal nachgedacht? das was passiern musste ist schon klar aber menschen für jahrelange arbeit zu bestrafen ist eine unverschämtheit.
ich denke es wird bald wieder einen pflegenotstand geben denn wer geht dafür noch arbeiten?
Tobias NRW
Volker Thum . Samstag 7. Januar 2006 14:35
von Franklin gepostet:
>> Natürlich ist der TVöD im Vergleich mit dem BAT nicht das gelbe vom Ei. Alle ehemaligen BATler verlieren im Ganzen gesehen, so auch ich.
Wie gesagt ich arbeite in einem Krankenhaus und die stehen bei gedeckelten Budgets mehr und mehr im Wettbewerb, weil dass politisch so gewollt ist. Da ist der TVöD eine Möglichkeit mittelfristig bestehen zu können.
HA, HA ich lach mich tot...!
Wieder mal sone sinnfreie Aussage! Wieso hilft der TvÖD beim Bestehen im Wettbewerb der Krankenhäuser untereinander???
Das kann doch wohl nur so gemeint sein, dass sich die (Krankenhaus)-Arbeitgeber Ihr Geld bei ihren Angestellten wieder holen, dass sie im Wettbewerb verlieren. Der TvÖD hilft ihnen ja auch ausgezeichnet dabei.
Mir fehlen die Worte, dass man verteidigt, was einen bestiehlt.
Nur die dümmsten Kälber wählen Ihren Metzger selber..., kann ich da nur noch sagen.
Peter Schuh . Samstag 7. Januar 2006 16:34
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
ich glaube nicht, dass der TVöD mithilft die Privatsierung von öffentlichen Krankenhäusern zu verhindern. Kommunale Krankenhäuser werden verkauft, weil infolge der Krankenhausfinanzierung das Risiko der unkalkulierbaren Verschuldung für die örtliche Politik zu groß wird, private Konzerne aber noch Geld für den Kauf der Häuser in die klammen Kassen spülen. Wenn unsere Politiker dann geschmückt mit den Bundesverdienstkreuz ihren Ruhestand geniesen, wird die Allgemeinheit für die ausgeplünderten Krankenhäuser aufkommen müssen und die shareholder machen wo anders weiter.
Der TVöD bringt die reale Gefahr mit sich, dass in den Entgeltgruppen 1-4 im Rahmen der Knautschzonenverhandlungen zukünftige Einstellungen in Entgeltgruppe 1 erfolgen könnten und die Einkommen in den Entgeltgruppen 2-4 eingefroren werden. Auch könnten durch Zukunftssicherungstarifverträge weiterhin Einkommensverluste entstehen, da als Alternative Schließung und Arbeitgeberwechsel infrage kommt. Was dies bedeutet kann hier ja nachgelesen werden. Wenn man die durchaus lesenswerten wirtschaftspolitischen Informationen von verdi liest und zugleich das reale Handeln , den Abschluß des TVöD, ohne Rückkopplung mit der Basis erleben muß, dann könnte man nur noch schreien vor Wut.
Bis heute haben unsere obersten Verhandlungsführer noch keine Antworten gegeben. Sie schaffen es nicht, auf der verdi hompage die Informationen des Tarifsekretariats für alle zugänglich zu machen und über Verhandlungsstände zu informieren. Kurzum sie sind feige abgetaucht.
Wer in verdi noch weiter machen möchte, und ich hoffe es gibt noch Kolleginnen und Kollegen sollte alles mögliche Unternehmen den Verantwortlichen die rote Karte zu verpassen.
robert . Sonntag 8. Januar 2006 17:08
Tja, lieber Peter Schuh,
mit der Aussage "Rote Karte" verpassen ist den Angehörigen der Entgeldgruppen 1-8 nicht geholfen.
Aber "aufs Maul haun" geht halt auch nicht.
Folglich bleibt nur der kollektive Austritt aus der Gewerkschaft. Um den Verhandlungspartner von Verdi (Bsirke und die anderen Verräter!) endlich ein wirklich eindeutige Zeichen zu geben.
Eine Gewerkschaft, deren Vorstand nur aus JA-Sagern besteht und die der Politik nach Mund reden ist den Pfifferling nicht wert.
Darüber sollte jedes Verdi Mitglied einmal nachdenken.
robert . Sonntag 8. Januar 2006 17:10
Nachtrag:
Ich kann schon nicht mehr richtig schreibenvor Wut; sorry!
Peter Schuh . Montag 9. Januar 2006 10:05
Lieber Robert,
ich kann mich leider nur wiederholen, ich verstehe Deine Wut, aber zu verdi bräuchte es eine Alternative. Ich arbeite in einem Krankenhaus und habe erlebt wie es einmal die Pflegegewerkschaft gab. Sie ist als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet. Sie haben es nicht geschafft eine vernünftige und ernstzunehmende Organisation zu bilden. Bei Tarifverhandlungen sind sie deshalb nicht einmal am Pförtner vorbei ins Gebäude gekommen. Deshalb Abwahl der Verantwortlichen und mehr innergewerkschaftliche Demokratie
Patrick . Montag 9. Januar 2006 10:08
Lieber Jan,
ich sehe für mich keine Möglichkeit jemals wieder Frieden mit VERDI zu schließen, mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Ich und meine Mitkämpfer sind bereits geschlossen der Christlichen Gewerkschaft beigetreten. Es ist dort leichter sich Gehör zu verschaffen und den Kurs zu beeinflussen. Wir werden diese Gewerkschaft ausbauen, stärken und vergrößern. Wir werden damit VERDI Konkurrenz machen. VERDI hat mich sehr wütend gemacht! Lügen und betrügen ist für mich nicht in Ordnung. Natürlich stehen die Interessen der Beschäftigten auch für mich an erster Stelle. Mein Gegner bist du nicht, sondern Bsirske und Konsorten. Mein Ziel ist es, VERDI im öffentlichen Dienst den Rang abzulaufen. Ich kämpfe für gerechte und vernünftige Tarife und Lohnrunden und für transparente Verhandlungen. Lieber Jan, ich wünsche Dir persönlich alles erdenklich Gute und ich glaube das Du ein sehr vernünftiger und korrekter Mensch bist. Hätte VERDI mehr solche Mitglieder wie Dich würde vieles sicher anders bei VERDI laufen. Meine KollegenInnen und ich sind aber fest entschlossen unseren Weg zu gehen. Ich werde grundsätzlich keine Kommentare mehr hier schreiben und keine Fragen mehr beantworten. Dir, lieber Jan, wollte ich aber schon noch eine Antwort schreiben.
Ich wünsche allen, außer den TVÖD-Verteidigern,Gesundheit und alles erdenklich Gute für den weiteren Lebensweg.
Frank . Montag 9. Januar 2006 14:19
Verdi ist eine zeitgemäße Organisation. Wie ich verstanden habe, hat sich der Vorstand von der Basis abgekoppelt und macht was er will.
Dann lese ich aufrufe wie "Man soll die Bezirksfunktionäre so lange nerven, bis sie etwas nach oben weiter geben". Mal ganz ehrlich, gebt endlich zu, der TvöD ist Mist, so wie der ganze Verdi-Laden auch. Bsirske & Co. leben doch von den Verdi-Mitgliedsbeiträgen, oder? Wenn es keine Mitglieder gibt, gibt es keine Beiträge und keinen Bsirske, und auch keinen TvöD I-IV oder sonst irgend einen unnötigen Schnulli.
ex-ver.dianer . Montag 9. Januar 2006 15:25
Frank, dass ist absolut zutreffend.
H@ns . Montag 9. Januar 2006 19:07
Es mag für die ehemaligen Angestellten ein schwacher Trost sein, aber ehemalige Arbeiter profitieren vom TVöD. Und zwar wirklich ordentlich!
Das muß man auch mal sehen.
Arbeiter . Dienstag 10. Januar 2006 08:22
@Hans
Ach nee...! Wo denn??? Nenn doch mal Fakten!!! Ich kann auf meinem Konto keinen Vorteil erkennen!
Frank . Dienstag 10. Januar 2006 15:06
Meine Fakten sind: individuelle Zwischenstufe und damit 16 Euro vor der Endstufe, welche dann Oktober 2007 kommt. Dann erhalte ich 16 Euro mehr und habe dann 98.2% meiner Bewährungszeit um, welche aber wegen der Stichtagsreglung nicht mehr anerkannt wird. Mit dieser Endstufe (bin beim Bund angestellt) muss ich dann noch bis zur Rente arbeiten. Das sind dann noch knapp 25 Jahre. Als ich im öffentlichen Dienst angefangen habe, habe ich schon überlegt ob ich da wirklich anfangen soll, weil der BAT nun wirklich nicht attrakitiv ist. Viel Arbeit, mässige Bezahlung aber die Bewährung war eine Aussicht und hat mich dann doch dazu bewegt. Doch dann Schnuppdiwupp kommt Verdi und kreieren das TvöD(em). Super Leistung, toll und absolut spitze kann ich da nur sagen. Ich freu mich schon auf die nächsten Verhandlungen, die ihr in "meinem Namen" führt. Tja, und wenn sie dann noch nicht gestorben sind, dann feiern sie noch morgen.
Fragt sich nur, wer dann feiert?
Klaus . Dienstag 10. Januar 2006 19:03
Hallo H@ns,
Zitat "Es mag für die ehemaligen Angestellten ein schwacher Trost sein, aber ehemalige Arbeiter profitieren vom TVöD. Und zwar wirklich ordentlich!
Das muß man auch mal sehen."
Das ist ja toll. Kannst du uns diesen Profit mal erklären?
Gruß
Klaus
H@ns . Dienstag 10. Januar 2006 19:08
Beim Finanziellen natürlich.
Ich muss mich nicht mehr durch Lohngruppe 6 BMT-G durcharbeiten sondern werde direkt in Entgeltgruppe 7 TVöD eingruppiert. Und zwar mindestens in der zweiten Entwicklungsstufe. Und meinen (allesamt auch jungen bis jüngeren) Kollegen gehts ebenso. Und wer aus Lohngruppe 7a mit hoher Entwicklungsstufe übergeleitet wurde, hat ja seine Besitzstandswahrung und braucht sich m.E. auch nicht beschweren.
Wie gesagt, die ehemaligen Angestellten versteh ich schon, wenn sie sauer sind, aber als ehemaliger Arbeiter braucht man echt nicht meckern!
Jan . Dienstag 10. Januar 2006 23:46
Hallo Hans,
nun weiss ich ja nicht in welcher genauen Einstufung du dich zur Zeit befindest. Aber wenn ich einen seitherigen BMTG 6/7/7a Arbeiter mit einem neuen TVÖD EG 7 Arbeiter vergleiche, der im Alter von 21 Jahren beginnt und mit 65 aufhört, so hat er unter der Voraussetzung, dass er eine durchschnittliche Leistungszulage von 1% erhält, einen Mehrverdienst gegenüber dem TVÖD von genau 1.597 Euro oder 0,1% seines Lebensverdienstes. ABER NUR, wenn er NIEMALS ein Kind kriegt. Bei einem angenommenen Kind mit Kindergeldbezugsdauer von 20 Jahren sind es schon -22.139 Euro oder Minus 1,6%, bei einem zweiten Kind -45.965 Euro oder Minus 3,3%. usw.
Das ist natürlich lang nicht so ein großer Verlust wie bei manchem Angestellten, aber es reicht meiner Meinung nach aus, sauer zu sein und gegen diesen Absenkungs- und Verschleierungstarifvertrag TVÖD zu kämpfen.
Jan
Jan . Dienstag 10. Januar 2006 23:51
ich meinte natürlich
... hat einen Mehrverdienst im TVÖD gegenüber dem BMTG von 1.597 Euro im Lebenseinkommen ...
Aber nur wenn er NIE Kinder kriegt!
ex-ver.dianer . Mittwoch 11. Januar 2006 08:49
...und die Leistungszulage ab 2007 wird (durch Verringerung der Sonderzuwendung, Streichung anderer Zulagen u.ä.) ja eh durch die Beschäftigten voll finanziert.
Für die Arbeitgeberseite ist diese Leistungszulage daher völlig kostenneutral.
EDE . Mittwoch 11. Januar 2006 13:38
Umgangssprachlich nennt man das ganz einfach
BESCHISS
Max . Mittwoch 11. Januar 2006 21:53
kann ich nur zustimmen, ich habe mich selten so beschissen gefühlt.
Klaus . Mittwoch 11. Januar 2006 22:37
Hallo H@ns,
hast du das auch schon mal durchgerechnet oder wollen alle ehemaligen Arbeiter keine Kinder mehr bekommen?
Gruß Klaus
Klaus . Mittwoch 11. Januar 2006 22:46
Eine Frage an die Foren Leiter hier,
schaut hier auch mal einer rein der wirklich was zu sagen hat? Bekommen diejenigen, welche dann an den sog. runden Tischen sitzen eigentlich mit, was von ihnen gedacht und gesagt wird und wo die kleinen Leute der Schuh drückt? Wenn dies nicht so ist, kann sich hier jeder wund schreiben, es ändert nichts an seiner und unser aller Situation.
Gruß
Klaus
Max . Donnerstag 12. Januar 2006 11:22
Ich frage nochmal. Was gedenkt Verdi zu den Forderungen des Kommunalen Arbeitgeberverbandes NW zu tun die so lautet!!!!
. Die Umsetzung der landesbezirklichen Öffnungsklausel des TVöD zur regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ist auch für die kommunalen Arbeitgeber in NRW unerlässlich. Über das Wie? einer grundsätzlichen Verlängerung der Arbeitszeit ist der KAV NW bereit zu verhandeln.
2. Der KAV NW fordert die öffentlichen Gewerkschaften in Nordrhein-Westfalen offiziell zu Gesprächen über die Arbeitszeit auf. Er erwartet eine zügige ergebnisorientierte Verhandlungsführung.
3. Der Hauptausschuss nimmt von der im Vorstand gebildeten Verhandlungskommission aus Mitgliedern des satzungsmäßigen Verhandlungsausschusses zustimmend Kenntnis. Er ermächtigt den Vorstand zu ggf. notwendigen Entscheidungen gem. § 12 Abs. 6 Satzung KAV NW.
Ich habe nicht vor, umsonst länger zu arbeiten. Das wäre zu den realen Verlusten, die ich durch den TVöD schon habe, einen weiterer Tiefschlag.
Mad . Donnerstag 12. Januar 2006 22:33
Wenn ich das hier so durchlese, finde ich nur einen Trost.... ich bin nicht der Einzige der emotionell zwischen Amoglauf, Suizit und Resignation steht.
Zu den Verdi-Bonsen kann ich nur eines sagen.. entwerder seid ihr hirnlos, oder korrupte Verräter. Eines ist sicher,.. Sozialkompetenz ist und bleibt für euch ein Fremdwort.
Ich habe mit dem ÖDTV eine Herabstufung von BAT-VI zur Tätigkeitsstufe VI erfahren.. natürlich wurde die Herabstufung, nach getätigter Arbeit rückwirkend (1 Jahr !!) angesetzt. Meine Frau ist auch Teilzeitkraft im ÖD. Alles in allem, werde ich 500 - 600 Euro weniger erhalten., denn ich habe 2 Kinder, was ja nicht verdikonform ist.
Eine Institution die bei Familien und Gerinverdienern einspart, gleichzeitig den Topverdienern und Ledigen die Löhne anhebt, hat die Titulierung Gewerkschaft nicht verdient. Mit Leistung hat das nichts zu tun. Es bestraft jene, welche die zukünftigen Rentenzahler großziehen. Verdi steht als Begriff für sozialen Raubbau und Vernichtung familiärer Strukturen. Der ÖD ist nur noch der Arbeitgeber für Ledige >>> DANK VERDI.
Da VERDI den Geringverdienern nur noch die Option des Kündigen belassen hat (war wohl die Intension des Ganzen), kann ich mich nur dem Aufruf anschliessen, alles zu tun um diese Arbeitgebervertretung zu beseitigen. Ich habe sicherllich schon einige Kündigungen bewirkt ;-P .
Werdet aktiv und klärt die Kollegen auf !!! Ich bin sicher ohne Verdi hätte es einen erfolgreichen wilden Streik gegeben.
Verdi ist nicht mehr als Droge des Arbeitnehmers. Sie hilft Realitäten zu verschleiern und brutalsten Raubbau durchzuführen.
"STOPPT VERDI"
Gruß Mad..
Wer hätte je gedacht das wir sooo von der SPD und den Gewerkschaften verraten ´werden.
Thomas Bauer . Freitag 13. Januar 2006 08:16
Tja Mad, leider hast Du vollkommen recht!
Verdi verdient es einfach nicht mehr unsere Interressen im öffentlichen Dienst zu vertreten.
Immer nur Verarsche, immer nur Lügen, immer nur Null-Aufklärung, immer nur Null-Beteiligung der Gewerkschafts-Basis!
Ich habe die Nase gestrichen voll!!!
Frank . Freitag 13. Januar 2006 09:54
klaus, ich muss dir beipflichten, ich glaub auch nicht, daß das hier von den oberen gewerkschaftsbossen, die diesen tvöd für uns abgeschlossen haben, gelesen wird.
Die klopfen sich immer noch auf die schenkel und feiern, die haben keine zeit für sowas. Die denken sich schon was fürs nächste fest aus oder denken über den nächsten aufsichtsratposten nach, oder eine reise nach brasilien oder.... Man kann aber auch darüber nachdenken, was man selbst für ein prozent brutto, so ein prozent netto alles machen kann.
ludwig vogt . Freitag 13. Januar 2006 10:05
Null- Aufklärung ?? null- Beteiligung??? Ver.di Publik was nicht immer meine zustimmung hat,weil wir Arbeiter/innen in dieser Zeitung kein Forum haben!!hat immer über den Aktuellen stand TV-Öd berichtet Kurt Martin hat im Februar 2004 ,4 seiten information in Ver.di Publik mit den Themen,Einguppierung, Entgeld, Lestungsgerechte Bezahlung ,Arbeitszeit. es wurde Die Struktur veröffentlich für alle Mitglieder so wird Verhandelt,beteiligt und Entschieden. wer da von null Aufklärung spricht,und immer nur Verarsche der sollte sich besser Einmischen mit Gestallten,zum Kindergeld bezw. Ordszuschlag,warum sollten die Arbeitnehmer im ÖD besser gestellt werden ? es gbt in diesen Land Kindergeld für alle oder.wer soll in der Zukunft die Intressen der AN, vertreten?? du,du bist Deutschland na dann viel Erfolg..Träme nicht dein Leben,sonder lebe deine Deine Träume...
Detlef . Freitag 13. Januar 2006 11:47
@ Frank
@ Klaus
@ Alle Interessierten
Das Forum wird seit einigen Wochen unregelmäßig von mir besucht. Auch wenn ich nicht zu den "Gewerkschaftsbbossen" gehöre, sondern als Hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär im Tarifsekretariat für den Öffentlichen Dinest bei ver.di arbeite, gehöre ich aber zumindest "zu denen in Berlin", die mit an den "runden Tischen" sitzen.
Insoweit wird die Kritik wahrgenommen.
Bislang - und auch weiterhin - werde ich mich jedoch aus den eigentlichen Diskussionen heraushalten.
Allerdings werde ich zukünftig versuchen bei fehlerhaften/falschen Darstellungen zumindest die Dinge richtig zu stellen.
Einige der hier dargestellten Fälle werden oder wurden auch bereits bei den weiteren Gesprächen mit Arbeitgerbern thematisiert.
Dies nur zur Info, damit ihr wisst, dass die Kritik und die Hinweise ernst genommern werden.
Henning . Freitag 13. Januar 2006 14:15
Ich könnte die Wände hoch gehen, wenn ich so einen Blödsinn lese wie ihn Herr Vogt geschrieben hat.
Aber was soll man von einem Verdi-Reräsentanten auch anderes erwarten. Man muss sich ja nur seine sonstigen Kommentare hier auf der Seite durchlesen und man weiß Bescheid...!
Blos nicht eingestehen, dass man mit dem TvÖD den schlechtesten Tarifvertrag seit Jahrzehnten abgeschlossen hat.
Stattdessen so einen Mist zu schreiben, dass der "Öffentliche-Dienst-Beschäftigte" ja schliesslich Kindergeld bekommt und deswegen auf seine Kinderzuschläge zu verzichten habe, ist einfach an Unkenntnis nicht zu überbieten.
Herr Vogt gaaaaaanz langsam zum Mitschreiben:
Die Grundgehälter im öffentlichen Dienst sind signifikant geringer, wie die Gehälter für vergleichbare Arbeiter und Angestellte aus dem Bereich z. B. der IG Metall. Die Kinderzuschläge waren insofern kein Extrabonus, sondern haben diese Riesenlücke etwas erträglicher gemacht.
Und natürlich hat Herr Bauer Recht mit dem was er bezüglich der Verarsche und der Informationsverweigerung geschrieben hat.
Es gibt null Info über die Nachverhandlungen zum TvÖD. Es gibt und gab null Rückkopplung mit der Basis. Es gibt null Ehrlichkeit bei Verdi, stattdessen wird das Tarifergebnis mit abenteuerlichsten Methoden schöngerechnet.
Ne, ne: Dass was Verdi zur Zeit mit seinen Mitgliedern aus dem ÖD veranstaltet ist an Frechheit und Arroganz nicht zu überbieten.
Ich kann deshalb JEDEN verstehen, der Verdi den Rücken kehrt!
Peter Schuh . Freitag 13. Januar 2006 18:28
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
es war schlicht weg nicht möglich, sich umfassend über den Sachstand der Verhandlungen zum TVöD zu informieren. Die Verlautbarungen von Kurt Martin in verdi publik waren eher kryptisch als aufklärend. Was hier geschehen ist kann man als Gewerkschafter nur schlichtweg als katastrophal bezeichnen. Der TVöD ist ein Versuch, Mitglieder in Massen aus verdi hinaus zu treiben und Eintritte zu verhindern. Neben den Problemen und Auswirkungen, die hier diskutiert werden, gibt es auch Kollegeinnen und Kollegen, die am 1.10.2005 den Arbeitgeber gewechselt haben, sie bekommen keine individuelle Zulage, verlieren die Kinderzuschläge und werden in der ihnen zustehenden Entgeltgruppe in der Entwicklungsstufe 2 eingruppiert. Die finanziellen Verluste sind horrend, sie bewegen sich zwischen 300 und 1200 nur bei einem Arbeitgeberwechsel. Die Betroffenen heulen vor Wut und fühlen sich in ihrer Würde verletzt, 15 Jahre Berufserfahrung und dann bei AG-Wechsel wie jemand gestellt zu werden, der im 2ten Jahr im Job ist. Das hat Kurt Martin sicher nciht dargestellt.
Ist es nicht bezeichnend, dass permanent nachverhandelt werden muß? Ein guter Tarifvertrag ist selbsterklärend bzw. eindeutig. Selbst unser AG muß ständig beim KAV nachfragen.
Allerdings gibt der Erklärungen bzw. Interpretationen und Kommentare ab während verdi schweigt.
Jürgen nicht der einzige Verarschte . Samstag 14. Januar 2006 15:07
Als verheirateter Krankenpfleger mit 3
Kindern wurde ich nach TVöD in Gruppe 7
sozusagen als Anfänger(bei 20 jahren Berufserfahrung)neu eingesellt.Da ich zwischenzeitlich für ein Jahr bei DRK war
habe ich einen Nettolohn von 1600Eu
gegeüber 2100Eu 2003 beim gleichen Arbeitgeber für die gleiche Arbeit!!
Der TVöD ist für die Übergeleiteten
noch erträglich wegen ein paar Euro
regen sich hier schon viele auf, aber was ist mit allen die jetzt den AG gewechselt haben 25% weniger Lohn
Ein öffentlicher Dienst müsste doch eigentlich eine gewisse Gesellschaftspolitische Verantwortung haben wer kann sich jetzt noch Kinder leisten?
Wenn schon alle Familienbezogen zuschläge gestrichen werden warum wird
man dann mit 48 jahren als anfänger
bezahlt? Anfäger sind jung und haben
oft noch keine Kinder hier stimmt die bezahlung ja noch einigermasen aber
so wird man als älterer Arbeitnehmer
doppelt bestraft
Wenn schon keine Fa.zuschläge dann müsste doch wenigstens die Berufserfahrung zählen!
Bei diesem ganzen Machwerk ist ja der
nicht übergeleitete Arbeitnehmer zwischen alle sessel gefallen. Wie
kann den soetwas sein 25% weniger Lohn für eine Familie erklär mir mal bitte ein Verdianer dass. Wenn da irgenwie nachverhandelt wird in diesem Punkt
dann sagt mal bescheid .
Wer auch immer diesen vertrag ausgehandelt hat ein Gesellschafftspolitisches VERBRECHEN
begangen.
Mad . Samstag 14. Januar 2006 17:46
Gesellschaftliche Verantwortung ?
Die Verantwortung hört bei den Mitgliedern der Tarifkomision und der Funktionäre mit dem Erreichen eigener Privilegien auf. Die Gewerkschaft ist vom neoliberalen Zeitgeist infiltriert.
Es geht darum eigene Pfründe auszubauen, wobei es den Führenden absolut egal ist, ob das Ganze zu Lasten der Ärmsten geht.
Neumitglieder bekommen wohl demnächst Kondome ausgehändigt, mit dem Aufdruck "Verdi hilft gegen Armut > Kondome schützen". Immer schön den Schein wahren.
Die Ausführungen von Herrn Vogt bestätigt den Mainstream Verdi´s. Das dieses Denken im krassen Gegensatz zum Leitgedanken der ehem. Gewerkschaft geht interessiert keinen mehr. Schaade auch für die Älteren die sich kämpfend für jene Errungenschaften eigesetzt haben, welche Verdi im einem Abschluss vernichtet hat. Berücksichtigt man den Lebenslohnverlusst von 100.000 Euro, waren die letzten 30 Jahre Gewerkschaftskampf für den Ars.. .
Was ich mich Frage, mit welcher Gegenleistung wurde dieser Tarif bei den Entscheidungsträgern erreicht?
Gruß Mad
Jürgen nicht der einzige Verarschte . Samstag 14. Januar 2006 18:38
Nochmal meine Frage:
Warum doppelvelust von
Familienzuschlägen und aberkennung(anrechnung) der Berufserfahrung??
War bzw ist dass so gedacht ??
Nur mal als Gedanke Krankenhaus xbelibiege Station nur berufsanfänger
im ganzen Haus .Was passiert den jetzt
beim ersten Notfall Die meisten Assitenzärtzte sind Gottfroh wenn eine
erfahrene Pflegekraft ihnen sagt Hr. DR.
normalerweise wird das so gemacht.
Und das ist nicht ironisch gemeint
Jeder der Pflege braucht wird einen erfahrenen Pfleger sich wünschen wenn nur noch Anfänger überall sind (Ich war auch mal einer und war jedem erfahren
Kolegen dankbar für seine Rat) Wieso
zählt dass nicht mehr??
Ich hätte wirklich gerne eine Antwort
von einem Verdianer der mir erklären
kann warum 25% weniger Lohn sein müssen.
EDE . Samstag 14. Januar 2006 20:56
@Jürgen nicht der einzige Verarschte
Je länger man darüber nachdenkt.......
Entweder haben sich die Gewerkschaftler total über den Tisch ziehen lassen, dann müssten sie wg. Unfähigkeit sofort ihren Job aufgeben.
Oder, sie haben es bewust so ausgehandelt, zum Schaden von vielen ihres zahlenden Klientels.
Tja, dann müssten sie auch gehen....!?!
EDE . Samstag 14. Januar 2006 20:58
Nachtrag
Oh, ich vergesse es immer wieder:
Danke für 3 Jahre Nullrunde!!
Max . Samstag 14. Januar 2006 21:52
Tja, meine Vermutung ist die, das Verdi und angeschlossene Gewerkschaften(Komba) das sehr bewußt so ausgehandelt haben. So einfältig kann wirklich kein Funktonär sein.
Wer ist nochmal Vorsitzender von Verdi. Was ist dem denn versprochen worden, das er alle gewerkschaftlichen Grundsätze vergessen hat.
Sollen so die neuen Zeiten aussehen? Der öffentliche Dienst als Eisbrecher für die Wirtschaft? Sind wir keine Menschen mehr , die eine Familie ernähren müssen. Siehe Beiträge weiter oben? Es ist eine Schande, wie mit uns umgegangen wird.
Danke für Lohnabsenkung
Danke für Nullrunden.
Danke für fehlende Familienzuschläge
Noch fragen?
foxel . Mittwoch 18. Januar 2006 07:26
Hier noch ein Zitat einer Hauptamtlichen Verdi-Mitarbeiterin an einen meiner Kollegen dem durch den neuen TVöD der Zeitaufstieg von Vc nach Vb gestrichen wurde ( 50% Klausel ) .
Lieber Kollege da hast DU wohl die Arschkarte gezogen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Verdianer . Mittwoch 18. Januar 2006 19:20
Urlaubsübertragung gemäß § 26 Abs. 2 Buchst. a TVöD
aufgrund zahlreicher Nachfragen aus der Praxis geben wir (KAV NW) hinsichtlich der Übertragungsfristen von Resturlaubsansprüchen gemäß § 26 Abs. 2 Buchst. a TVöD folgende Hinweise:
Der Urlaubsanspruch muss im laufenden Kalenderjahr gewährt werden. Der Grundsatz Urlaubsjahr = Kalenderjahr bleibt damit bestehen. Hieraus ergibt sich auch die grundsätzliche Verpflichtung des Mitarbeiters, seinen Erholungsurlaub im laufenden Jahr zu verwirklichen.
Der TVöD enthält keine eigene Regelung, in welchen Fällen eine Urlaubsübertragung auf das nächste Kalenderjahr zulässig ist. Eine Urlaubsübertragung ist daher nach § 7 Abs. 3 Satz 2 BUrlG nur statthaft, wenn dringende dienstliche oder in der Person der/des Beschäftigten liegende Gründe dies rechtfertigen. Als persönliche Gründe reichen grundsätzlich sachliche Gründe - soweit sie dem Erholungszweck nicht entgegen stehen - aus.
Der Zeitraum, bis wann ins folgende Kalenderjahr übertragener Erholungsurlaub abzuwickeln ist, wurde in § 26 Abs. 2 Buchst. a TVöD eigenständig geregelt. Im Fall der Übertragung muss der Erholungsurlaub bis zum 31. März des Folgejahres angetreten werden. Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus betrieblichen / dienstlichen Gründen bis zu diesem Zeitpunkt nicht angetreten werden, ist er bis zum 31. Mai des Folgejahres anzutreten. Nicht angetretener Erholungsurlaub verfällt.
Die Übertragungsfristen sind damit jeweils einen Monat kürzer als in den bisherigen Regelungen des § 47 Abs. 7 BAT bzw. § 46 Abs. 1 BMT-G. Die im bisherigen Tarifrecht weiterhin vorgesehene Verlängerung der Übertragungsfrist für den Fall, dass ein innerhalb des Urlaubsjahres für dieses Urlaubsjahr festgelegter Urlaub auf Veranlassung des Arbeitgebers in die Zeit nach dem 31. Dezember verlegt worden ist und wegen Arbeitsunfähigkeit nicht angetreten werden konnte, ist im TVöD entfallen.
Mit Rundschreiben M 15/99 vom 24. März 1999 hatten wir hinsichtlich der unterschiedlichen Übertragungsfristen für Tarifarbeitnehmer und Beamte informiert, dass keine satzungsrechtlichen Maßnahmen ergriffen würden, wenn einzelne Mitglieder Tarifarbeitnehmer und Beamte mit Blick auf die längeren Übertragungsfristen der Beamten gleichbehandelten. Nach § 8 Abs. 2 der Verordnung über den Erholungsurlaub der Beamtinnen und Beamten und Richterinnen und Richter im Lande Nordrhein-Westfalen verfällt übertragener Erholungsurlaub, soweit er nicht bis 30. September des Folgjahres verwirklicht worden ist. Diese Option beschränkte sich naturgemäß nur auf die Mitglieder, die auch Beamte beschäftigten, da ansonsten das Problem einer unterschiedlichen Behandlung nicht bestand.
Für die Übertragung von Urlaubsansprüchen aus dem Urlaubsjahr 2005 ins Kalenderjahr 2006 nach Inkrafttreten des TVöD bestehen gegen eine Fortgeltung dieser bisherigen außertariflichen Maßnahme keine Bedenken. Ob von dieser Ausnahmeoption Gebrauch gemacht wird, unterliegt letztlich der vom TVöD an vielen Stellen geforderten unternehmerischen Entscheidungsfreiheit des jeweiligen Arbeitgebers.
Ein entsprechender Anspruch der Beschäftigten besteht nicht. Wir weisen ebenfalls darauf hin, dass bereits verschiedene Arbeitgeber das Inkrafttreten des TVöD genutzt haben, um die langen Übertragungsfristen des Beamtenrechts auf die tariflichen Fristen zurückzuführen.
Anmerkung:
Ich kann nur jedem Beschäftigtem raten, den Urlaub in diesem Jahr 2006 vollständig zu nehmen oder sich schriftlich von seinem Arbeitgeber bestätigen zu lassen, dass er den Resturlaub auch noch bis 31.03.2007 nehmen darf.
Ist zwar auch eine Auswirkung des TVöD, aber jetzt wo es alle wissen, kann man etwas tun, damit der Urlaub nicht verfällt.
Jürgen nicht der einzige Verarschte . Donnerstag 19. Januar 2006 12:11
Wenn mei Proplem ei paar Tage Urlaub wären würde ich mich richtig freuen
ABER 25% WENIGER LOHN???
Kann denn hier kein Verdianer endlich mal
infomieren über:
1:Warum Familienzuschläge UND aberkennung der Berufserfahrung,damit
werden FAMILIEN(die ZUKUNFT dieser Gesellschaft) doppelt bestraft
KAPIERT DASS EIGENTLICH NIEMAND???
wenn Fam.zuschläge weg dann Berufserfahrung als AUSGLEICH annerkennen !!!
2: Wird darüber nachverhandelt?? Und was ist mit dem Vielen Geld dass mir bis
Dahin fehlt wegen diesem Fehler krieg ich dass von den Verdi BONZEN
Max . Donnerstag 19. Januar 2006 12:46
@Jürgen
das Geld wirst du nicht mehr zurückbekommen, oder glaubst du auch an den Mann im Mond.
Am 22.01 soll sich nochmal getroffen werden zum bla, blah
Und pass gut auf, das dir ab 2007 nicht noch mehr abgezogen wird, denn dann greift die Leistungszulage , dann bist du nicht doppelt gearscht, sondern dreifach.
Danke verdi für 3 Jahre Nullrunde
Danke Verdi für Gehaltsabsenkung
und was noch so kommt
Max . Donnerstag 19. Januar 2006 13:20
Laut Verdi sieht es so aus:
Die leistungsorientierte Bezahlung orientiert sich an einer Zielgröße im Volumen von 8 Prozent der Entgeltsumme der Tarifbeschäftigten des jeweiligen Arbeitgebers. Im Jahr 2007 wird mit einem Volumen von einem Prozent der Summe der ständigen Monatsentgelte des Vorjahres gestartet.
Was meinst du denn, wenn einer mehr bekommt, wird das bei einem anderen abgezogen und fertig ist es.
EDE . Donnerstag 19. Januar 2006 13:23
@Ingo
Wie lange bist Du im ö.D?
Für die Leistungszulagen wird das Weihnachtsgeld verbraten.
Ralf . Donnerstag 19. Januar 2006 16:46
@ Rainer Nehring
@ alle Opfer des §9, Absatz 2 TVÖD
Wegfall von Vergütungsgruppenzulagen;
hier die sogenannte 50%-Regel
Ich bin zufällig auf diesen Chat aufmerksam geworden und möchte den Beitrag von Herrn Nehring vom 2.3.2005 kommentieren, in dem er sich nicht vorstellen kann, daß ein Mitarbeiter durch den TVÖD einen Einkommensverlust von 40.000.- im Rahmen seines weiteren Lebenseinkommen hinnehmen soll. Hier ein verifiziertes Beispiel:
Ein 39-jähriger, lediger Mitarbeiter übernimmt als Leiter eines Arbeitsbereiches mit 24 Mitarbeitern ab dem 1.1.2003 eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die nach BAT IIa, Fallgruppe 8 (allg. Teil ) bewertet ist. Ab 1.1.2013 nach bewährter Tätigkeit würde dieser Mitarbeiter eine Vergütungsgruppenzulage in Höhe 8% der Eingangsgrundvergütung erhalten, z.Zt. 174,99 ( ohne Tarifanpassung ). Er würde diese Zahlung bis zum Renteneintritt 15 Jahre bekommen, dies entspricht einer Summe von 31499,85 ( ohne Tarif-
anpassung ).
Aufgrund des TVÖD ( §9, Absatz 2 ) fällt diese erwartete Zahlung weg, obwohl die Wertigkeit der Tätigkeit bestehen bleibt.
Auch die Überleitung nach E13 bringt gegenüber dem BAT keinen Ausgleich.
Der Mitarbeiter erhält zudem auch keinerlei Strukturausgleich und muß die Kürzungen zum Weihnachtsgeld hinnehmen. Hier sind 40.000,- Verlust weit überschritten.
Dieses Beispiel würde sich für einen Mitarbeiter der Vergütungsgruppe BAT Vb, Fallgruppe 1, Teil L in gleicher Weise rechnen lassen.
Durch den TVÖD wird der Anspruch auf eine Bewährungszahlung rückwirkend gestrichen, obwohl zum Zeitpunkt der Tätigkeitsübernahme dieser für die Zukunft bestanden hat. Wo bleibt hier die Besitzstandswahrung ?
Desweiteren erhalten Mitarbeiter, die besagte nachgeschobene 50 %-Regel erfüllen, diese Zulage als persönliche Zahlung, also für die gleiche Tätigkeit
wie oben beschrieben. Wo bleibt hier der Gleichheitsgrundsatz ( gleicher Lohn für gleiche Arbeit ) ?
Wird an dieser Stelle noch nachgebessert ?
Dies ein weiteres Negativbeispiel zu den vielen anderen in diesem Chat.
Verdianer . Donnerstag 19. Januar 2006 23:45
@ Ingo
in §18 TVöD sind die Regelungen zum Leistungsentgelt enthalten.
Es ist definiert als eine variable und leistungsorientierte Bezahlung zusätzlich zum Tabellenentgelt. Ab 2007 wird ein für Leistungsentgelte zur Verfügung stehendes Geldvolumen bestehend aus der Summe der ständigen Monatsentgelte des jeweiligen Arbeitgebers beginnend mit 1 % gebildet.
Wann die Zielgröße von 8 % erreicht werden soll ist nicht festgelegt.
Beispiel: eine Verwaltung hat 100 Beschäftigte, welche im durchschnitt 3000 EUR Brutto als ständige Entgelte verdienen.
Das Geldvolumen für Leistungsentgelte beträgt: 100 Beschäftigte x 3000 EUR durchschnittliche ständige Monatsentgelte = 300.000 EUR davon 1 v.H = 3000 EUR.
Als Formen der Leistungsentgelte sieht der TVöD die Leistungsprämie, Erfolgsprämie und die Leistungszulage vor.
Die Ausgestaltung des Systems der leistungsbezogenen Bezahlung wird betrieblich durch Dienstvereinbarung festgelegt. Dabei sind die Vorgaben des § 18 TVöD als Rahmenregelungen zu beachten. Einseitig vom Arbeitgeber festgelegte Nasenprämien werden dadurch ausgeschlossen.
Finanziert wird das Geldvolumen für Leistungsentgelte in 2007 aus der Ersparnis der Jahressonderzahlung 2006 (82,14 % des Tabellenentgeltes zuzüglich altes Urlaubsgeld nach BAT) zu der Jahressonderzahlung 2007 welche nach Entgeltgruppen gestaffelt 90 %, 80 % oder 60% beträgt.
Die Erhöhung des Geldvolumens für Leistungsentgelte ab 2008 wird aus entfallenen Besitzständen (z.B. für entfallene kinderbezogene Vergütungsbestanddteile von übergeleiteten Beschäftigten,wenn die Kinder nicht mehr auf der Steuerkarte sind)
und im Rahmen künftiger Tarifrunden vereinbart. Dies heisst ausdrücklich nicht, dass im Rahmen künftiger Tarifrunden die Jahressonderzahlung abgesenkt wird !!!!
Anmerkung:
Eine tarifvertragliche Ausgestaltung von Leistungsentgelten erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch der Arbeitgeber, Verdi erreichte, das das Leitungsentgelt zusätzlich zum Tabellenentgelt "Oben drauf" (on top) gezahlt wird.
Ob Leistungsentgelte in der betrieblichen Wirklichkeit tatsächlich die Wirkung entfalten werden, wie es sich die Arbeitgeber erhoffen, bleibt abzuwarten. Es gibt in diesem Bereich viel zu tun für Betriebs- und Personalräte. Packens wirs an !
Max . Freitag 20. Januar 2006 08:26
@Verdianer
"Die Erhöhung des Geldvolumens für Leistungsentgelte ab 2008 wird aus entfallenen Besitzständen (z.B. für entfallene kinderbezogene Vergütungsbestanddteile von übergeleiteten Beschäftigten,wenn die Kinder nicht mehr auf der Steuerkarte sind)"
Genau das trifft zu. Absoluter Schwachsinn, was da ausgehandelt wurde, ich soll mit meinem wegfallenden Familienzuschlägen anderen die Leistungsprämie finanzieren?
Ich passe meine Leistung an meine Gehaltszahlung an.
Ich fasse es nicht, was da für ein Mist ausgehandelt worden ist. Verdi hat sich in allen Bereichen über den Tisch ziehen lassen.
ex-ver.dianer . Freitag 20. Januar 2006 09:58
@ max
völlig zutreffend max, diese ominöse Leistungszulage wird von uns Beschäftigten allein finanziert, sie ist für die Arbeitgeberseite völlig kostenneutral.
Bernd Sturm . Freitag 20. Januar 2006 13:36
Mir ist echt schlecht vor Wut!!!
Mein Bewährungsaufstieg wäre am 01.03.2009 gewesen. Der ist jetzt einfach nichts mehr wert. In Luft aufgelöst! Vielen Dank Verdi, Du schlechteste Gewerkschaft von allen!
Strukurausgleich?? Pustekuchen!!! Für mich doch nicht!!! Mein gleichaltriger, gleich eingestufter Kollge bekommt für 4 Jahre 100 Euro. Warum? Er ist verheiratet und Ich nicht.
Wer unterschreibt so eine himmelschreiende Ungerechtigkeit???
Ver.di ist doch keine Gewerkschaft mehr sondern längst ein ArbeitGeberVerband.
Austreten und rote Karte zeigen kann ich da nur noch sagen!
Michael . Freitag 20. Januar 2006 16:14
Heute bekannt gegeben:
IG Metall geht mit 5 % Lohnforderung in die Tarifverhandlungen.
Ihr Bonzen von Ver.di:
Ich könnte heulen. Das ist wenigstens noch eine Gewerkschaft, die Ihren Namen verdient.
Wir dagengen kriegen den schlechtesten Tarifvertrag aller Zeiten (TvÖD) und werden auch noch mit 3 Jahren Nullrunde bestraft.
Vielen Dank an Bsirske und Co.!
Austreten und zwar schnell, das ist die einzige Sprache, die diese Herren verstehen!
Verdianer . Freitag 20. Januar 2006 19:28
@ Max
Betreff Leistungsentgelt: ich fand es absoluten Schwachsinn der öffentlichen Arbeitgeber bis zu 40 % des monatlichen Tabellenentgeltes während der Verhandlungen zum TVöD leistungsbezogen zu stellen.
Wie es jetzt im TVöD geregelt ist geht absolut in Ordnung: wer sich eine Meinung dazu bilden will lese es bitte nach und begnüge sich nicht nur mit den Kommentaren hier im Blog.
Betreff Finanzierung Leistungsentgelt:
Alle in den TVöD übergeleiteten Beschäftigten erhalten als Besitzstand die Kinderzuschläge weiter bezahlt solange sie einen Anspruch darauf haben. War auch im alten BAT schon so. Aus künftig wegfallenden Besitzständen z.B. des Kinderzuschlags wird das Leistungsentgelt ab 2008 finanziert.
Es wird dem Beschäftigten also nicht in die Tasche gegriffen sondern die wegen Wegfall des Anspruchs vom Arbeitgeber nicht mehr zu zahlenden Besitzstände werden in die Leistungsvergütung überführt und gehen nicht verloren.
Was die Finanzierung im Rahmen künftiger Tarifrunden betrifft gebe ich Dir Recht: hier besteht die Gefahr dass wir durch verminderte Tabellenerhöhungen in der Zukunft die Leistungsvergütung selbst finanzieren.
Die Verminderung von Tabellenerhöhungen zur Finanzierung von strukturellen Änderungen im Tarifvertrag kennen wir aber auch von der IG Metall: das Instrument ist also nichts neues.
Max . Freitag 20. Januar 2006 22:04
@Verdianer
Ich finde deine Antwort eine absolute Frechheit. Natürlich wird mir persönlich in die Tasche gegriffen. Ich habe 53 Euro weniger, weil meine Frau Teilzeitbeschäftigte Beamtin ist. Ich hab weniger, weil ich als Lediger übergeleitet worden bin. Ich kann die Preissteigerungen nicht mehr abfangen, weil Verdi so eine s. Tarifvertrag abgeschlossen hat.
Danke für drei Jahre Nullrunde
Danke für meine Gehaltsabsenkung
Und danke, das meine Rentenbeitragszahlungen niedriger ausfallen. So habe ich noch was fürs Alter.
Weniger Rente dank so Leuten wie du.
Hast du auch am Verhandlungstisch gesessen?
Verdianer . Samstag 21. Januar 2006 13:53
@ Max
Nein ich habe nicht am Verhandlungstisch gesessen.
In meinem Beitrag bin ich lediglich auf das Leistungsentgelt eingegangen.
Die Einkommensverluste deiner Familie resultieren aus der Überleitung: Deine Kritik daran ist vollkommen berechtigt.
klaus raschke . Sonntag 22. Januar 2006 23:27
habe mich auf der letzten personalratsversammlung mal kundig gemacht ob man verdi nicht verklagen könnte auf diesen abschluss da ich auch einer der doppelt und dreifach verarschten bin , die nach dem wechsel aus einem diakonischen haus in eines vom lwl richtig derbe verluste hinnehmen musste. der personalrat will sich schlau machen denn ich sehe garnicht ein diese sch.... regelung so einfach zu akzeptieren. da ich nun ca 300 euro weniger verdiene , wird gerade mein gesammtes leben auf den kopf gestellt. ich weiß garnicht wie ich das alles auffangen soll. ich fühle mich nurnoch mies und das wo ich gerade den zweiten monat mein tolles gehalt bekommen habe. warum wollen wir uns hier einfach nur beklagen?zumal die funktionäre uns sowieso nicht zuhören! ich bin dafür man sollte dieses unglaubliche machwerk mal vor gericht auseinander zerren. wer lust hat sich zu beteiligen der sollte sich mal melden damit man gemeinsam etwas in´s horn stoßen kann. aufgrund solcher verhältnisse sind unsere väter damals auf die straße gegangen. WARUM MACHEN WIR ES IHNEN NICHT NACH?
also ärmel hochkrempeln und kämpfen.
JETZT!
Max . Montag 23. Januar 2006 08:43
@ Verianer , alle
Leider bin ich auch noch in eine niedrigere Entgeldgruppe gekommen wie so viele Budesweit, da verliere ich nochmal viel Geld.
Das war nicht gegen dich persönlich gemeint, aber so einen Tarifvertrag darf man nicht verteidigen.
Nein Streik ist erstmal bis 2008 vorbei, der TVöD ist ja gültig.
Max . Montag 23. Januar 2006 12:22
soll natürlich Verdianer heißen.
Ach übrigens, was ist denn am 22 bei den neuen Gesprächen über die Benachteiligungen für Familien herausgekommen???????
EDE . Montag 23. Januar 2006 13:26
Wer gibt schon gerne zu, daß er total über den Tisch gezogen wurde????
Also versagt hat!
Frank . Montag 23. Januar 2006 16:57
@klaus raschke
ein gerichtliches anfechten des tvöd finde ich gut, bin dabei. Die frage ist nur, wie. Da wurde schließlich zwischen 12 und mittags unüberlegt, oder weil der ein oder andere etwas versprochen bekommen hat, gesetze geändert.
Steffen . Montag 23. Januar 2006 17:00
Hallo,
die aktuellen Ereignisse (Androhung landesweiter Streiks durch verdi, u.a. in den Unikliniken!!!) lassen den Schluss zu, dass es mit den Ländern (TdL) doch schneller als gedacht zu einer Einigung und Einführung des TVöD kommt.
Ich weiss, da kann noch viel verhandelt werden - aber welche Entgelttabelle - die für die Kommunen oder die für den Bund (ab EG 10 ohne Stufe 6!) wäre denn für die Beschäftigten der Länder gültig? So richtig klar ist mir diese Unterscheidung nämlich nach wie vor nicht.
Danke! Steffen.
Verdianer . Montag 23. Januar 2006 19:56
Hallo Steffen !
Mit raschen Ergebnissen mit der TdL ist meiner Meinung nach nicht zu rechnen.
Eher dürfen die Unikliniken alleine verhandeln, soweit diese selbst tariffähig sind, als dass der TVöD für die Landesbediensteten vereinbart wird.
Im alten BAT hatten Bund und Länder eine gemeinsame Vergütungstabelle, die Kommunen haben etwas besser bezahlt.
Daher ist es naheliegend mit der Entgelttabelle Bund zu rechnen.
Verdianer . Montag 23. Januar 2006 20:10
Linktipp:
http://nds-bremen.verdi.de/
was_sie_schon_immer_ueber_
tarifvertraege_wissen_wollten
Verdi Niedersachsen-Bremen
Was Sie schon immer über Tarifverträge wissen wollten
Wir haben zum Thema "Tarifverträge" für Sie vier Infos als pdf-Dateien zum Herunterladen bereitgestellt:
Info 1: Kündigung von Tarifverträgen
Info 2: Wie ein Tarifvertrag zustande kommt
Info 3: Was ist ein Tarifvertrag?
Info 4: Wie wertvoll ist ein Tarifvertrag?
klaus raschke . Montag 23. Januar 2006 23:31
alle die ebenfalls interesse daran haben diesen tvöd mal ordentlich abzuklopfen.... ich werde mich in den nächsten tage hier wieder einklinken , sobald ich vom personalrat weitere infos habe. ich bin wild entschlossen dieser ungleichbehandlung auf den grund zu gehen.warum sollten wir uns verhalten wie eine horde dummer kühe?
ich will nur das ,was jedem anderen im öffentlichen dienst zusteht. auch ich möchte eine überleitung . warum soll ich nach 15 jahren berufszugehörigkeit jetzt so dastehen wie ein frisch examinierter?
ich habe wut und die treibt mich an in diesem kampf.
macht mit und lasst euch nicht für dumm verkaufen.
Max . Dienstag 24. Januar 2006 08:42
Streik ist der einzige Weg, um diese und weitere folgenden Ungerechtigkeiten zu verhindern.
Hoffentlich sieht das Verdi auch ein
Frank . Dienstag 24. Januar 2006 10:19
@klaus raschke,
so sehe ich es auch, nach 18 jahren berufzugehörigkeit stehe ich wieder am Anfang und kann sagen, man hat mich absolut abgezockt, verraten, belogen und verkauft & das von einer Gewerkschaft die ich nicht darum gebeten habe.
Steffen . Dienstag 24. Januar 2006 10:55
@ verdianer: Danke für die Info.
Ehrlich, ich halte den TVöD nicht für DEN Super-Wurf, denn es wurden viele
Zugeständnisse gemacht; ich frage mich nur, was die TdL für die Länder noch
Alles rausholen will, wenn ihr der TVöD immer noch "zu teuer" ist! Wenn die
TdL nur "Rosinenpickerei" betreibt, können wir auch gleich beim BAT bleiben! Aber das werden wir wohl sowieso, nicht zuletzt dank Meistbegünstigungsklausel.
Frank . Dienstag 24. Januar 2006 11:27
Der TvöD wird nicht preiswerter für Länder oder Bund. Das ist so ein Hirngespinst wie HartzIV. Das ist ein umschichten von Geld. Das Geld was sie mit dieser TvöD-Aktion einem kleinen Angestellten aus der Tasche ziehen wird in andere Taschen gesteckt, fertig ist die Laube. Apropos Laube. Habt ihr eigentlich schon das Gebäude von der Verdi gesehen. Berlin ist eine Reise wert, schaut euch das mal an, da ist dann klar wie Geld verpraßt werden kann. Völlig unglaubwürdig der Laden.
Klaus . Mittwoch 25. Januar 2006 21:02
Hallo @verdianer,
du hast ja für alles eine tolle Erklärung . Besonders die Geschichte mit der Finanzierung der leistungsbezogenen Bezahlung fand ich Klasse. Du kannst uns sicher auch erklären, warum die Kollegen, welche einen Aufstieg zu einem bestimmten Zeitpunkt gehabt hätten (war ja schließlich mal geltendes Recht und in meinen Augen auch ein Besitzstand), nun einfach leer aus gehen. Wie erklärt man, das man einen bestimmten Termin aushandelt und sagt "Die bekommen es noch, und die anderen haben Pech gehabt. Wer macht so etwas? Wer ist dafür Verantwortlich? Bitte gebt uns mal die Email Adressen derjenigen die das entschieden haben. Wir schicken ihnen die Beiträge aus diesem Forum und wollen mal IHRE Antworten dazu hören. Bin mal gespannt ob die sich trauen oder auch nur endlose Kommentare abgeben bei dem man nach dem zweiten Satz nicht mehr weiß, was im ersten stand.
Viele Grüße
Klaus
ludwig vogt . Donnerstag 26. Januar 2006 11:58
Hallo Klaus frust war schon immer ein schlechter Ratgeber,es gibt wie überall Stichtagsregelunen zb.Eigenheimzulage ab 2006 weg,so beschlossen von uns die zur Bundeswahl gegangen sind,auch der TvöD wurde von der BTK nach rückspache aus den Fb so beschlossen ihn am 01.10.2005 in kraft treten zu lassen.Fakt ist es gibt 1.Vergütungsrechtliche Überleitung vom BAT bzw. BMT-G in den TVöD 2.Beteiligungsrechte nach dem HPVG.BPersVG.BetrVG. und individuelle Möglichkeiten.wenn keine Betriebsvertretung im Unternehmen ist, empfiehlt es sich unter Angabe der Gründe schriftlich beim Arbeitgeber die Überprüfung zu beantragen.
Peter Schuh . Donnerstag 26. Januar 2006 12:23
Lieber Ludwig Vogt, liebe Kolleginnen und Kollegen,
was bitte soll eine Beantragung der Überprüfung der Eingruppierung beim Arbeitgeber bringen?
Wenn tarifvertraglich ein Zeit- bzw. Bewährungsaufsteig wie es z.B. in der Anlage 1b des BAT vorgesehen (Pflegedienst) war ersatzlos gestrichen wurde, weil diese Aufstiege angeblich in den Entwicklungsstufen der Entsprechenden Entgeltstufen eingearbeitet wurden und der Arbeitgeber korrekt übergeleitet hat, dann haben die Betroffenen schlicht und einfach Pech gehabt. Sie sind stinksauer und können es nicht verstehen. Sie suchen immernoch die Vorteile dieses neuen, modernen und zukunftssicheren Tarifwerkes, welches ohne ausreichend Diskussion mit der gewerkschaftlichen Basis mit viel Gejubel verabschiedet wurde, können aber keine, finden weil es keine gibt.
Ist die Wahrung des Besitzstandes aus gewerkschaftlicher Sicht auch nur der Erhalt des momentanen Einkommens. oder gehört hier nicht auch die Zukunftsoption (Höhergruppierung nach Bewährungsaufsteig), welche ja im BAT/BMT-G bestanden hat, somit zwischen Arbeitgeber und Gerwerkschaften vereinbart war, mit dazu.
Kurzum Vertrauensschutz gibt es nicht mehr, er ist konkludent tarifvertraglich gestrichen worden.
Max . Donnerstag 26. Januar 2006 12:31
Peter Schuh
stimme ich die voll zu, eingruppiert ist eingruppiert, von Seiten der Arbeitgeber ist die Überleitung korrekt abgelaufen , da hat Verdi leider Mist gebaut.
Aber es soll ja das ganze Jahr 2006 noch nachverhandelt werden um Eingruppierungsmerkmale zu finden.
Frank . Donnerstag 26. Januar 2006 13:46
@ludwig vogt, @klaus
es gibt nicht überall stichtagsregelungen. Nur dort, wo man es sich besonders leicht machen will. Darüber hinaus gibt es ja auch keine Stichtagsregelung für Entgeltgruppen 3,5,6 oder 8 und der Vergleich mit der Eigenheimzulage hinkt ja wohl auch. Alle die eine Eigenheim vor dem 01.01.2006 besitzen, bekommen ihre Zulage. Ich habe am Stichtag 98.2 % von der Bewährungszeit um, befinde mich also schon lange in einem Bewährungsprozess. Um den Vergleich mit dem Eigenheim wieder herzustellen, ich wohne schon lange darin. Diese kümmerlichen 1.8% von 10 Jahren machen für mich einen Verlust von 20000 aus. Bei dem ein oder anderen werden es wahrscheinlich noch mehr sein.
Ich hätte auch gerne die Emailadressen der Entscheidungsträger, besser noch, die Wohnadressen.
Ludwig vogt . Donnerstag 26. Januar 2006 14:39
Mit Gejubel ist der TVöD nicht verabschiedet worden, lieber Peter Schuh aber für ein Tarifvertrag braucht mann zwei AG und Gewerkschaft die mit Bauchschmerzen,mehr bei der Gewerkschaft einen TV abschließen.warum Bauchschmerzen bei der Gewerkschaft bei uns wurde ausreichen Diskussionen geführt (Hessen) es wurde auch abgefragt wer geht mit (DEMO) für den neuen TVöD dem Arbeitgeberverband es mal richtig Zeigen für ein besseres ergebnis. und was soll ich euch sagen eine Lachnummer noch nicht mal 2% wollten mit machen. in Hessen ist ja der TV.TDL am 04.04.04 gekündigt worden wo die alten" MA.im BAT-BMTG-o sind und die Neueinstellungen 42std Arbeiten-und Zuwendungen gestrichen sind. das könnte auch ein Ergebnis sein wenn sich Zwei AG -Gewerkschaft nicht einigen ,aber in Hessen hat der Brutalste Aufklärer in der BRD den TV TDL (CDU) ihn einseitig Gekündigt
Peter Schuh . Donnerstag 26. Januar 2006 16:36
Lieber Ludwig Vogt,
ich kann Dir gerne die Zeitungsartikel und die verdi-Flugblätter schicken.
Mir ist auch bekannt, dass die Bereitschaft zum Streik eher mäßig war. Mäßig aber für Tariferhöhungen, weil als Gegenleistung nocht mehr Arbeitsbelastung und Out-sourcing gedroht hätte bzw. subjektiv befürchtet wurde. Also das alte Problem bei den üblichen Tarifauseinandersetzungen.
Aber diesmal ging es nicht darum, es galt einen neuen einheitlichen Tarifvertrag zu beschliessen.
Und ich behaupte, dass die Mitglieder nicht wußten was dieser TVöD bzw. TV-Ü für sie im Einzelnen bringt. Das Ergebnis kann hier ja nachgelesen werden. Und gerade dort wo auf Länderebene an Unikliniken vor kurzen gestreikt wurde konnten Verbesserungen im Hinblick auf Rücknahme der Arbeitszeiterhöhungen und Streichung des Weihnachtsgeldes erreicht werden. Also besser als TVöD und nicht wesentlich schlechter als BAT.
Gerade in Bereichen also, die als streikunfähig galten.
Hätten die Kolleginnen und Kollegen auf Bundesebene und in den Kommunen gewußt ,was hier konkret durch den TVöD auf sie zukommt , wäre auch sehr schnell eine Streikbereitschaft vorhanden gewesen.
Nun erleben wir vor Ort die Auswirkungen, ich hab diese ja hier auch oft genug geschildert. In einer Zeit , in der wir eine starke Gewerkschaft brauchen hat uns dieser TVöD gespalten in alte und junge Kolleginnen und Kollegen, in die, die mit einem blauen Auge zunächst davon gekommen sind und in diejenigen die schon gewaltig bluten mußten. 2007 kommt dann der nächste Knaller mit den neuen Entgeltgruppen. Wir haben große Vertrauensverluste als verdianer erlitten und es ist mit nicht klar, wie wir diese Situation wieder in den Griff bekommen sollen.
Die, die für uns an exponierter Stelle verhandelt haben, hatten entweder keine Ahnung von den Fallstricken des BAT und BMT-G oder sie haben die Verluste durch den TVöD und die Spaltung der Arbeitnehmer hingenommen.
Klaus . Donnerstag 26. Januar 2006 18:34
Hallo Ludwig Vogt,
wenn jemand Geld verliert ist das nicht gerade lustig und der Vergleich mit der Eigenheimzulage ist ja wohl wirklich daneben. Bei jedem der so nett schreibt frage ich immer ob er eigentlich auch negativ von dem Tarifvertrag betroffen ist. Also was hast du für Nachteile? Zu dem zweiten Punkt möchte ich auch noch etwas bemerken. Ich glaube nicht, das ich der einzige bin, der so nach und nach mitbekommt was da alles ausgehandelt wurde. Wenn du ehrlich bist wirst du zugeben müssen, dass der Vertrag am Anfang des Jahres noch recht gut ausgesehen hat. Auch die Zielsetzung ist sicher die Richtige. Was aber jetzt so nach und nach raus kommt ist einfach zuviel. Ich würde mir als Gewerkschaft so langsam auch mal sorgen machen. Die Arbeitgeber der Gewerkschaft sind ja wohl die Mitglieder , oder? Und wenn die immer weniger verdienen können sie sich den Beitrag nicht mehr leisten. Pech für alle.
Klaus
M.Weber . Donnerstag 26. Januar 2006 21:03
Ich weiß, dass ich mich wiederhole (siehe Beiträge weiter oben):
Als Arbeitgeberwechsler nach dem 1.10 verliere ich (34, verheiratet) vom bat 4a 3010,54 - jetzt tvöd10 stufe2 mit 2600, "nur" 410,54 pro Monat.
Gut dass ich noch keine Kinder habe, dann währe es noch mehr !!!!
jan . Donnerstag 26. Januar 2006 21:14
Lieber Ludwig Vogt,
sehr wohl ist der TVÖD von beiden Seiten mit Jubel verabschiedet worden. Und noch heute bejubelt Herr Bsirske und seine Lügentruppe diesen Absenkungstarifvertrag:
Lieber Kollege S. ,
heute bekommen Sie die Bescheinigung über den Mitgliedsbeitrag, den Sie 2005 an ver.di gezahlt haben
Ihr Beitrag war auch in diesem Jahr wieder gut investiert: Einen Meilenstein haben wir mit der Reform des Tarifrechts für den öffentlichen Dienst gesetzt. Der BAT wurde nach jahrelangen Verhandlungen vom Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD) abgelöst. Der TVÖD stellt Transparenz her und eröffnet Chancen. Seine Arbeitszeitregelungen sind flexibel handhabbar davon profitieren alle: Arbeitszeitkonten geben den Beschäftigten die Möglichkeit, souveräner über Ihre Arbeitszeit zu bestimmen. Kapazitäten können besser den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger angepasst werden, die so von mehr Bürgernähe profitieren.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Bsirske
Der Typ hält uns offensichtlich für bescheuert!
Seine Wiederwahl 2007 gilt es unbedingt zu verhindern, dafür müssen wir heute schon kämpfen!
jan . Donnerstag 26. Januar 2006 22:04
Brutalste Aufklärer gibts nicht nur in Hessen:
Frank Bsirske und Kurt Martin, als V.i.s.d.P. des Flugblatts Tarifreform geschafft - Nullrunde verhindert. lügen uns, ihre Basis und damit letztendlich auch ihre Arbeitgeber, an:
Für die Jahre 2005 2007 wurden Einmalzahlungen in Höhe von 300 Euro pro Jahr
ausgehandelt. Dies einspricht einer Einkommenserhöhung von durchschnittlich ca. 1 % pro Jahr. Damit wird begründet, wie die Nullrunde verhindert wurde. Eine platte Irreführung und Lüge. Würde tatsächlich eine Einmalzahlung von 1 % PRO Jahr erreicht, müsste das beispielhafte Einkommen von 30.000 Euro aus 2004 in 2005: 30.300 Euro in 2006: 30.603 und 2007: 30.909 Euro betragen. Tatsächlich beträgt es aber in allen drei Jahren je 30.300 Euro. Das ist die klassische Situation einer zweimaligen Nullrunde. Auf dem Flugblatt wird jedoch das Gegenteil verkündet.
Meiner Meinung nach ist diese bewusste Fehlinformation gewerkschaftsschädigendes Verhalten.
§12, 1. Absatz der Satzung lautet: Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es gegen die Bestimmungen der Satzung verstösst oder sich gewerkschaftsschädigend verhält.
Ich denke es ist an der Zeit, dass wir Herrn Bsirskes Ausschluss beantragen.
Daneben werde ich dem Kontroll- und Beschwerdeausschuss vorschlagen, arbeitsrechtliche Schritte gegen Herrn Bsirske einzuleiten wegen grober Verletzung seiner Arbeitspflichten.
sami . Donnerstag 26. Januar 2006 23:56
Von der Verdi homepage
PRESSEMITTEILUNGEN
Mitgliederentwicklung
2005 besser als 2004
24.01.2006
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) konnte im letzten Quartal des Jahres 2005 die Zahl ihrer erwerbstätigen Mitglieder erhöhen. Ihr Anteil an den insgesamt 2,36 Millionen Mitgliedern (Stand 31.12.2005) liegt bei 73,7 Prozent. Bei der Jugend gab es übers Jahr gesehen 8,5 Prozent mehr Eintritte als Austritte.
Im Vergleich zum Vorjahr lag der Rückgang bei den Gesamtmitgliederzahlen um 4,27 Prozent deutlich unter dem in 2004. Über 110.000 Menschen traten 2005 in ver.di ein. Gemessen an den Ein- und Austrittszahlen war das letzte Quartal des Jahres das beste seit ver.di-Gründung.
Herausgeber:
V.i.S.d.P.: Harald Reutter
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1010 bis -1017
Fax: 030/6956-3001
e-mail:pressestelle@verdi.de
wie schön für Verdi das die kündigungen vom Oktober 05 erst ende März 06 wirksam werden und erst ende Juni in der Stat. auftauchen.
Max . Freitag 27. Januar 2006 08:09
übrigens bringt uns die ach so hochgelobte Flexibilisierung der Arbeitszeiten auch die Samstagarbeit wieder. Zuerst nur auf freiwilliger Basis, aber das zieht alles andere mit sich.
Daniel . Freitag 27. Januar 2006 09:00
Liebe Verdi-Kritiker !
Für alle die meinen, daß man durch einen Austritt aus der Gewerkschaft mehr erreicht als durch kritische Mitarbeit , sollten sich folgendes beim News-Ticker bei www.focus.de durchlesen. Da steht:
TdL-Chef Möllring spricht ver.di Realitätssinn ab
Berlin (dpa) - Der Chef der Tarifgemeinschaft der Länder, Hartmut Möllring, hat der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nach deren Streikankündigung Realitätsverlust vorgeworfen. Die Mitarbeiter seien vernünftiger als ver.di, sagte Niedersachsens Finanzminister im Deutschlandfunk. In Niedersachsen seien fast 20 000 Verträge auf 40 Wochenarbeitsstunden umgestellt, ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld, die Leute kämen trotzdem zur Arbeit. ver.di-Chef Frank Bsirske hat Urabstimmungen über Streiks für nächste Woche angekündigt.
Ohne Einsatz einer starken Interessengruppe für Arbeitnehmer wird uns der Wind in Zukunft ganz schön ins Gesicht blasen und wir werden noch weniger Geld haben....
Gruß Daniel
Klaus . Freitag 27. Januar 2006 09:01
Entweder die Verantwortlichen lesen diese Beiträge nicht oder sie können nicht lesen.
Ich traue meinen Augen nicht.
Heute steht in der Zeitung "Verdi vor größtem Streik seit Jahren". Aber warum? Wegen der Arbeitszeit.
Die Reduzierung der Arbeitszeit hat man vor Jahren damit eingekauft, das man auf angepasste Lohnforderungen verzichtet hat.
Was ist aber passiert.
Ich durfte die gleiche Arbeit (eingestellt wurde ja niemand) in kürzer Zeit machen und bekam nicht das gleiche, sondern faktisch weniger Lohn dafür (Lohnsteigerungen um mich herum und Inflationsrate).
Wenn ihr lesen könntet würdet ihr sehen, dass genau das die Leute nicht drückt.
Das nur hier der Hebel für einen Streik angesetzt werden kann ist mir schon klar, aber wer hat den Tarifvertrag unterschrieben.
Wollt ihr verhindern, dassnoch mehr Mitarbeiter austreten solltet ihr die Themen, auch in der Öffentlichkeit, richtig benennen. Die Kollegen können lesen.
Ich bitte noch einmal darum, dass Frank Bsirske sich direkt mal hier meldet.
Viele Grüße
Klaus
Klaus . Freitag 27. Januar 2006 09:24
Hallo Daniel,
Zitat
" In Niedersachsen seien fast 20 000 Verträge auf 40 Wochenarbeitsstunden umgestellt, ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld, die Leute kämen trotzdem zur Arbeit"
Ich glaube nicht. Wenn ich so etwas höre werde sogar ich aggresiv.
Was sollen die Leute den tun? Was erlaubst du dir eigentlich, den Leuten hier so ins Gesicht zu spucken.
Viele verlieren, teilweise sogar richtig viel, Geld und du hast nichts besseres zu sagen als "Dann bleibt halt zu Hause wenn es euch nicht passt".
Wir möchten nicht mehr als für unsere Arbeit einen Lohn der uns nicht immer weiter ins Abseits drängt.
Ich würde dir empfehlen dich nur einmal, für ganz kurz in die Situation eines solchen Kollegen zu versetzen.
Und auch an dich die Frage. Hast du eigentlich auch einen Nachteil durch diesen Vertrag oder schreibst du einfach so vor dich hin? Es würde deine Aussage von oben wenigsten erklären aber auf keinen Fall entschuldigen.
Einen verärgerten (nicht frustrierten) Gruß
Klaus
Max . Freitag 27. Januar 2006 09:40
Ja , warum kommen denn die Leute zur Arbeit? Weil sie keine andere Chance haben, ihre Familien zu ernähren.
Sie kommen trotzdem, trotzdem so Leute wie Möllring und Konsorten sie erpressen.
Deßhalb brauchen wir starke Gewerkschaften. Und ich bin für einen Streik, damit die Herren wissen was los ist und wir uns nicht mehr erpressen lassen.
Daniel . Freitag 27. Januar 2006 10:35
Hallo Klaus !
Um kurz auf deine mir persönliche gestellte Frage einzugehen:
Selbst arbeite ich als Landesbediensteter und falls auch für mich der neue TVÖD irgendwann gilt, werde ich 10 %
Einkommensverluste haben......
Schade, daß du so radikal behauptest, daß ich durch meinen Kommentar den Betroffenden hier ins Gesicht spucken würde.
Ich sehe und verstehe sehr wohl die Kritik und Wut die hier geäußert wird.
Mit meinem Kommentar den ich hier ins Netz gestellt habe, stelle ich die Behauptung auf, daß ohne eine starke Interessengruppe für Arbeitnehmer ( es muß nicht Verdi sein) die Zukunft für uns noch schlechter sein wird.
Des weiteren meine ich, daß Mitglieder von Interessengruppen ( wie z.B. in Verdi ), die nicht mit der Politik ihrer Interessengruppe einverstanden sind, aufgerufen sind, dieses zu ändern.
Wie auch immer....
Ich finde es schade, daß unter uns der Ton, wo wir doch gleiche Interessen haben, schon teilweise hier beleidigend ist. Dieses stärkt nur die Arbeitgeberseite.
Gruß Daniel
Bernd . Freitag 27. Januar 2006 12:23
Mahlzeit,
wollte nur darauf aufmerksam machen, dass hier Einträge gelöscht werden und das nur weil man als Landesbediensteter den TvÖD nicht haben will!
Diese Gewerkschaft wird jeden Tag peinlicher...!
Klaus . Freitag 27. Januar 2006 13:01
Hallo Daniel,
meine Frage ging dahin ob du schon Verluste hast.
Da dies (bisher) nicht der Fall ist, empfinde ich schon, dass du dieses Tarifwerk zu Unrecht verteidigst. Mal sehen wie du sprichst wenn du tatsächlich 10% deines Einkommens verlierst. Mal ehrlich, wärst du dann auch noch so positiv.
Zum Punkt starke Vertretung. Scheinbar ist die Gewerkschaft nicht mehr so stark sonst würde sie diesen TV nicht durchlassen. Dass dies der Wille der Mitglieder ist bezweifle ich kräftig wenn man dieses Forum verfolgt. Oder siehst du das anders.
Ich entschuldige mich bei dir für die Äusserung. Für den Inhalt stehe ich aber noch immer.
Mir fehlen immer noch Antworten darauf warum gerade wir im öffentlichen Dienst jetzt noch mehr bluten sollen als vorher. Ich sehe bisher kaum Vorteile und wünsche mir nichts sehnlicher zurück als den BAT. Der war zwar unübersichtlich aber nicht so grausam.
Gruß Klaus
Ps.: An die Forenleiter. Werden wirklich Beiträge gelöscht?
Verdianer . Freitag 27. Januar 2006 13:50
Vier Perspektiven auf den TVöD
1. Die unmittelbar Betroffenen wollen ihn nicht, weil er in Ihren Augen nur Nachteile mit sich bringt.
2. Die aktiven ehrenamtlichen Mitglieder mit Tariferfahrung: na ja lieber einen Tarifvertrag haben als einen gekündigten Tarifvertrag in Nachwirkung für die Altbeschäftigten und Arbeitgeberwillkür für Neueingestellte bzw. bei Arbeitsvertragsänderungen bei Altbeschäftigten. Und die wissen ganz genau einzuschätzen, wie es mit der Bereitschaft zu Aktionen bis hin zum Streik in Ihrem Betrieb/Ihrer Dienststelle bestellt ist. Viele Grüße an Ludwig Vogt.
3. Die öffentlichen Arbeitgeber: na dann kündigen wir doch den Vergütungstarifvertrag zum BAT und weitere Teile des BAT und können dann selbst die Arbeitsvertagsinhalte bestimmen. Für Verdi Bestand während der Verhandlungen zum TVöD Friedenspflicht und die hättes es sich wohl sehr gut Überlegt, die Verhandlungen platzen zu lassen. Als Zwischenlösung mit der Meistbegünstigungsklausel und den Kündigungsmöglichkeiten bei der Arbeitszeit akzeptabel aber zur weiteren Haushaltskonsolidierung ungeeignet.
4. Die Verdi Hauptamtlichen sind heilfroh, dass es den TVöD als neue Leitwährung nun gibt: da hat man ein Ziel für das man arbeiten kann: auch unter Inkaufnahme, dass viele Mitglieder verprellt werden.
Nachtrag: die vielen Beiträge, die den Verdi Vorsitzenden und andere Haupamtliche Verdi Mitabeiter sowie die Mitglieder der Tarifkommission verunglimpfen kann ich nicht mittragen: schon die alte ÖTV hat im Zuge von Tarifverhandlungen Ihre Vorsitzenden verschlissen.
Dies ist nicht der Richtige weg.
Wenn die Satzung geändert werden muss, dass Tarifverträge mit breiterer Mitgliederbeteiligung abgeschlossen werden sollen: dann ist die Diskussion hierzu eröffnet.
jan . Freitag 27. Januar 2006 16:32
Lieber Verdianer,
1. Ich verunglimpfe Herrn Bsirske nicht, sondern ich habe festgestellt, dass er seine Basis und die Öffentlichkeit belügt. Den Beweis habe ich für ein Beispiel (Nullrunde verhindert siehe oben) erbracht.
2. Durch solche Falschinformationen sorgt die verdi-Führung erst dafür, dass die Streikbereitschaft gering ist. Wenn alles so toll ist, wie die ver.di-Führung ständig verlauten lässt, dann ist natürlich kaum einer bereit zu streiken.
3. Und genau deshalb, sind solche Foren ganz wichtig zur Aufklärung über die realen Sachverhalte. Die Mitglieder sollen sich selbst ihre Meinung bilden, und dann sollen sie sich entscheiden ob sie für Streik bereit sind oder nicht. Aber nicht aufgrund von verlogenen Zahlenspielchen.
4. Was der Hintergrund dafür ist, dass die ver.di-Führung darauf abzielt die Streikbereitschaft möglichst gering und damit die Arbeitsbedingungen möglichst niedrich zu halten ist ja auch ganz offensichtlich: Sie gehören zur anderen Seite !
5. Wenn ich diese Tatsache akzeptieren würde, könnte ich meinen Mitgliedsbeitrag gleich an einen Arbeitgeberverband überweisen!
Deshalb müssen Bsirske und Konsorten weg. Ver.di muss wieder demokratisch werden!
Michael . Freitag 27. Januar 2006 17:52
@Jan
**stimm zu** in allen Punkten!
Verdianer . Freitag 27. Januar 2006 22:35
Hallo Jan !
auch wenn ich inhaltlich deiner Argumentationskette nicht folgen kann, trotzdem ein erhellender Beitrag. Was nützt es den Vorsitzenden einer Gewerkschaft persönlich für den TVöD haftbar zu machen, wenn sich danach trotzdem nichts ändert.
Wenn man sich nach der Leitlinie "verhandeln statt verordnen" richtet, ist man in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt und auf einer Linie des Kompromisses.
Eine andere Leitlinie wäre "fordern und dafür streiken" Mit dieser Strategie ist, wenn ich mich recht erinnere, die IG Metall bei einer Tarifauseinandersetzung in Sachsen gescheitert.
Ich finde es demokratisch wenn wir darüber diskutieren welche konkreten Ziele wir mit welchen Strategien verfolgen wollen.
Dies lässt die Verdi Satzung zu.
Deshalb Bitte ich Dich, Jan deinen Schlußsatz: "Verdi muss wieder demokratisch werden !" mir näher zu erläutern.
jan . Samstag 28. Januar 2006 00:10
Hallo Verdianer,
ich muss mich korrigieren: Verdi muss demokratisch werden! Das wieder nehm ich zurück, da sie es wahrscheinlich nie richtig war, obwohl sie nach außen damit wirbt, die größte demokratische Einzelgewerkschaft der Welt zu sein.
Zunächst muss es eine Transparenz geben. Dazu gehört, dass Informationen rechtzeitig und wahrheitsgemäß vermittelt werden. Zwischenstände zu Verhandlungen müssen vor dem Abschluss ergebnisoffen zur Diskussion gegeben werden. Das was die verdi-Chefs beim TVÖD veranstaltet haben, hat mit Transparenz nichts zu tun.
Beispiel 1:
Man hat auf den Arbeitgeber-Seiten im Internet (z.B. Haufe oder Rehm) immer lange vor verdi über Informationen verfügt. Verdi behauptete noch es gebe keine Tabellenwerte, während sie bei Haufe schon im Internet standen.
Beispiel 2:
Die verdi-Publik ist ein Hochglanz-Verdummungs-Pamphlet. Man muss sich nur die fünf Beispiele zum TVÖD ansehen, natürlich gewinnen alle durch den neuen Tarif:
1. Verwaltungsangestellte, West, 27 Jahre, verheiratet, keine Kinder => +31 Euro
2. Kanalfacharbeiter, West, ledig, keine Kinder, seit 4 Jahren im ÖD => +49 Euro
3. Fachkrankenschwester, West, 26 Jahre, ledig, keine Kinder => +81 Euro
4. Erzieherin, Ost, 27 Jahre, verheiratet, 1 Kind => +65 Euro
5. Ärztin, Ost, 27 Jahre, ledig, keine Kinder => +47 Euro
Aha! Alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind unter 30 Jahre (!) alt und Kinder sind sowieso die Ausnahme. Und wenn es es welche gibt, dann natürlich im Osten, weil da kann man die Tabelle um 1,5% hochrechnen.
Die Jahressonderzahlungen sinken, da Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld seither höher waren. Kein Wort darüber.
Beispiel 3:
Als zentraler Erfolgspunkt wird die Arbeitszeiterhaltung (Kommunen, West) dargestellt. Allerdings kann dieser Teil schon nach 2 Monaten (!) gekündigt werden. Jetzt schon passiert. Also heisst das letztendlich: Die Zugeständnisse (Lohn) haben eine Laufzeit von 35 Monaten, die Erfolge eine Laufzeit von gerademal 2 Monaten. Und warum das ? Damit wir nicht streiken ! Sonnenklar: Für Lohnsenkung UND Arbeitszeiterhöhung hätten wir bestimmt eine höhere Streikbereitschaft entwickelt, also werden die Knackpunkte einfach zeitlich voneinander getrennt.
Beispiel 4:
Der Marburger Bund hatte für Ärzte im TVÖD-Lebenseinkommen Verluste von bis zu 119.000 Euro errechnet und ist deshalb ausgestiegen. Man kann zum MB stehen wie man will, aber wenigstens hat er mal vorgerechnet. Was macht Frau Paschke (die Fachbereichs-Chefin): sie gibt ihren Basiskämpfern ein Flugblatt in die Hand, wo sie dem MB windige Berechnungen vorwirft, aber selbst unseriös rechnet, indem sie die Kürzung der Jahressonderzahlung unterschlägt und den Vergleich schon nach wenigen Jahren beendet. Ich habs nachgerechnet, der MB hat nicht so ganz unrecht. Was aber der Skandal ist: Frau Paschke läßt die verbliebenen Kämpfer ins offene Messer laufen. Eine Sauerei!
Zur Lüge der angeblich verhinderten Nullrunde habe ich mich hier schon ausführlich geäußert.
Es ist das Eine, einen schlechten Tarif auszuhandeln. Das war schon unnötig. Aber dann, die Voraussetzungen für die nächste Tarifverhandlung sich selbst zu verschlechtern, indem man seine Zugeständnisse als Erfolge verkauft, das ist Selbstmord. Was soll Herr Bsirske bei der nächsten Verweigerung von Lohnerhöhung sagen, wenn er jetzt schon behauptet alle hätten kräftig zugelegt?
Das beste Beispiel ist die Lohnrunde 2002/2003. Dort hat ver.di und gew behauptet, es wären 4,4% Lohnerhöhung, während es, wenn man seine Prozentrechenregeln aus der 7. Klasse nochmals nachliest, rein rechnerisch nur irgendwo zwischen maximal 2,4% und 1% sein muß, ohne das man die ganzen Kompensationsgeschäfte berücksichtigt. Die Folge der Lügerei: Eine Begründung der TdL aus den Verhandlungen des TVÖD auszusteigen, war: der hohe Tarifabschluss über 4% aus 2002! Und Herr Bsirske? Gibt der jetzt zu, dass er damals seine Mitglieder verarscht hat, nur um gut dazustehen?
Es ist also sowas von offensichtlich, dass diese Damen und Herren von der Gegenseite sind. Ich will die weg haben. Vor allem will ich sie nicht fürstlich dafür bezahlen, das sie die Arbeit unserer Gegenseite machen.
Natürlich darf dann nicht ein neuer Herr Csirske oder Dsirske kommen.
Auch die Ebenen müssen transparent und demokratisch werden. Die Delegierten müssen sich regelmäßig rechtfertigen an der Basis und sich bei Abstimmungen an die Entscheidungen der Basis halten. Sie müssen jederzeit abwählbar sein, sonst gibt es keine effektive Kontrolle.
Mein Bezirk hatte beispielsweise zur letzten Vollversammlung nicht schriftlich eingeladen. Und dann sagt der geladene Bundesvorstand Schlecht auf die Kritik der spärlich anwesenden Basis, dass man ja an der Zahl der Anwesenden sehe, wie es um die Kampfkraft von ver.di bestellt ist.
Wenn die Verdi-Verwaltung ihre Kraft und Mittel dafür einsetzen würde, uns und unsere KollegInnen über die tatsächlichen Verhältnisse aufzuklären, dann wäre Streikbereitschaft schnell zu erreichen. Und dass die Mittel in unserer immer reicher werdenden Volkswirtschaft zur anständigen Finanzierung des Öffentlichen Dienstes zur Genüge da sind, hat uns der Fachbereich Wipo in seiner letzten Veröffentlichung unter
http://wipo.verdi.de/wirtschaftspolitik_aktuell/data/06_01_Lohnverlust.pdf
wunderbar einfach einleuchtend dargestellt. Wir müssens uns nur holen.
Andreas . Samstag 28. Januar 2006 14:51
Verdi möchte, das die Länder dem TVÖD beitreten. Hier soll wohl eine Urabstimmung stattfinden. Ich kann aus meiner Erfahrung mit dem TVÖD nur sagen: Leute lasst die Finger weg! Ihr bekommt definitiv weniger Geld als vorher. Besitzstandswahrung ist in meinem Fall ein Fremwort (200 weniger wie im BAT). Ansonsten gilt für alle:Weniger Urlaubsgeld, weniger Weihnachtsgeld.Keine Familienkomponente mehr. Dadurch geringere Einzahlung in Rentenkasse und somit geringere Rente .In Summe ein Verlust bei mir bis zur Rente (ca. noch 25 Jahre) in Höhe von 200.000 . Danke Verdi
VERDIFAN NR 1 . Samstag 28. Januar 2006 17:05
Als nicht übergeleiteter Krankenppfleger
habe ich ca 25% weniger Nettolohn!!!!!
Setzt sich zusammen aus
1. wegfall der Familienkomponnente und
2. eingruppierung als Anfänger
NUN MEINE FRAGE AN IRGENDJEMAND VON
VERDI.
WARUM DIESE DOPPELVERSCHLECHTERUNG GERADE FÜR FAMILIEN UND DAHER SCHON ÄLTERE ERFAHRENERE KOLEGEN ??
WENN FAMILIENANTEILE WEG WARUM WIRD MAN DANN AUCH NOCH ALS ANFÄNGER BEZAHLT???
STELLT EUCH DOCH MAL BITTE 25% WENIGER LOHN VOR.
KÖNNTE MAN HIERZU MAL EINE FUNDIERTE AUSSAGE BEKOMMEN AUCH OB ÜBER DIESEN PUNKT NACHVERHANDELT WIRD??
Verdianer . Samstag 28. Januar 2006 20:35
@ den nicht übergeleiteten Krankenpfleger
die Systematik des TVöD bestraft in der Tat ältere Arbeitnehmer, den Arbeitsplatz zu wechseln. Die volle bzw. teilweise Anrechnung von Vordienstzeiten bei anderen Arbeitgebern gibt es nicht mehr.
Unabhängig davon kann der Arbeitgeber bei Neueinstellungen zur Deckung des Personalbedarfs Zeiten einer vorherigen Tätigkeit ganz oder teilweise für die Stufenzuordnung berücksichtigen, wenn diese Tätigkeit für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist. (siehe TVöD § 16 Abs. 2 VKA)
Diese Information hättest Du bei der Einstellung haben müssen, um über die Eingangsstufe zu verhandeln.
Die kinderbezogenen Vergütungsbestandteile sind futsch, da wird auch nicht mehr nachverhandelt.
Die einzige Chance auf die alte Monatsvergütung (Urlaubs-Weihnachtsgeld und wöchentliche Arbeitszeit aussen vor) zu kommen, wäre umgehend in ein Krankenhaus zu wechseln, dass den BAT noch anwendet z.B. Uniklinika. Aber dass wird wohl nicht in Frage kommen.
Max . Samstag 28. Januar 2006 22:43
wenn Streik, dann nur gegen längere Arbeitszeiten, sonst kann ich Lutz nur zustimmen. Wer als Landesbedienster diesen Tarifvertrag haben will, ist selber schuld.
kein Bewährungsaufstieg mehr
kein Familienbezogenen Bestandteile mehr
die Arbeitgeber nutzen das schamlos aus
M.Weber . Sonntag 29. Januar 2006 11:19
"Verdianer . Samstag 28. Januar 2006 20:35"
Danke, dass ich mit 34J schon zu den Älteren gehören.
Ich würde sagen wir werden "versklavt" !!!
Wie dumm von mir nicht zu verhandeln - bei der nächsten Einstellung denke ich mal nicht an die 5 mio Arbeitslose und die Schlange von Bewerbern hinter mir, da bin ich bestimmt der einzige Bewerber der überhaupt Arbeit sucht.
"410,54 weniger pro Monat dank TVÖD"
holzmaenner . Sonntag 29. Januar 2006 14:20
Hallo, auch ich bin einer der von Verdi verarschten.
Ich kann aus meiner Erfahrung mit dem TVÖD nur sagen:
monatlich ca. 300 Euro (brutto) weniger
Dadurch geringere Einzahlung in Rentenkasse und somit geringere Rente .
In Summe ein Verlust bei mir bis zur Rente (ca. noch 25 Jahre) in Höhe von 100.000 .
Danke Verdi
Ein zutiefst Betroffener . Sonntag 29. Januar 2006 16:57
Gibts denn keine Möglichkeit auch gerade von Verdi dagegen .Schlieslich hat Verdi diesen Vertrag unterzeichnet jetzt stellt sich heraus dass hier ein massiver und in dieser form noch nie dagewesener Sozialabbau betrieben wird und die Gewerkschafft tut nichts.
Für was sind diese Pfeifen eigentlich da ??
Jeder kann mal einen Fehler machen aber dann schaut man dass manes wieder hinbiegt entschuldigt sich und informiert vor allem die betroffenen offen und ehrlich
aber hier VOLLGEFREsSENE ARBEITNEHMERVERTRETER nur den eigenen Bauch imBLick oder was ???
Kolegen??? Genossen??(genossen haben nur wir) So ein selbstherrlicher Sauhaufen
Auch diese Kommentare hier in der Mitte
uralt Löscht mal endlich dieses Gesülze
da kann man als BETROFFENER mit 25%
Lohneinbuse nur echt kotzen und komm jetzt keiner von euch Oberschlaubergern
mein Ton wäre unangepasst,stimmt für dieses Machwerk reicht die vorhande
Sprache nicht aus. Die die diesen TVöD
unterschrieben haben kann man nur wünschen dass sie am eigenen Leib noch erfahren wie es ist veraten und verkauft zu werden.Kaufkraft Rente Familien alles
veraten für was eine Arbeitnehmervertretung eigentlich stehen
sollte Unglaublich aber wahr.
Neues Verdimitglied . Sonntag 29. Januar 2006 20:20
Im November 2005 habe ich schon einmal in diesem Blog vorbeigeschaut und ich muss sagen die Qualität der Beiträge hat sich kein Stück gebessert.
Wer sich nur einwenig mit dem Verlauf der Tarifverhandlungen zwischen den Bundesländern und den Gewerkschaften beschäftigt oder mit dem Verhalten der kommunalen Arbeitgeberverbände zur Kündigung des TVÖD, dem sollte klar geworden sein, dass es in der Zukunft ohne starke Gewerkschaften nur schlechter werden wird.
Die Äußerungen des niedersächsischen Finanzministers im Bezug auf Streiks sind doch wahrlich erschreckend genug. Bis zum Verbot von Gewerkschaften und Streiks ist es dann auch nicht mehr weit.
Leute, jammert nicht rum sondern steht endlich auf. Alle die zum ganztägigen Streik am 1. Februar 2006 von ihrer Gewerkschaft aufgerufen worden sind sollten auch hin gehen und nicht den Streik brechen.
In diesem Sinne
mit gewerkschaftlichem Gruß
Ein neues Verdimitglied
jan . Montag 30. Januar 2006 00:13
JA zum Streik bei den Ländern!
Bei all der berechtigten Kritik an verdi zum ausgehandelten TVÖD:
Die Arbeitgeberverbände der Länder, lehnen den TVÖD ab, weil er ihnen ZU TEUER ist und weil die Möglichkeiten zur VERLÄNGERUNG der ARBEITSZEIT unzureichend seien. Sie wollen also einen Abschluss UNTERHALB des TVÖD!!!
Also deshalb: Ja, zum Streik !
Gleichzeitig innergewerkschaftlich dafür kämpfen, das Forderungen OBERHALB des TVÖD aufgestellt werden.
JA zum Streik bei den Kommunen!
Die Arbeitszeitregelung wurde von den Arbeitgebern gekündigt. Wer hindert uns daran, die Herausforderung anzunehmen und endlich die notwendige ARBEITSZEITVERKÜRZUNG bei vollem Lohnausgleich zu fordern?
Bernd . Montag 30. Januar 2006 08:20
@ Jan
Du hast da was nicht verstanden.
Der TvÖD ist den Ländern zu teuer weil er ihnen noch nicht billig genug ist.
Und er ist ihnen deswegen zu teuer, weil es z. B. allein in Niedersachsen ca. 21.000 Angestellte und Arbeiter gibt, die im tariflosen Zustand arbeiten. Das heißt, sie bekommen weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld.
Weil das so ist, muss ich mir als Alt-BATler aber noch lange nicht das Geld aus den Taschen klauen lassen.
Kado . Montag 30. Januar 2006 09:37
Ich werde nicht streiken (Landesbediensteter).
1.) Ob ich eine tarifliche oder nichttarifliche Nullrunde habe, ist mir wurscht. Inflationsausgleich scheint im ÖD eh abgeschafft zu sein.
2.) Nach dem alten BAT bekomme ich aber 400 Euro mehr bei den noch nicht erfolgten Altersaufstiegen, die ich nach dem TVÖD nicht mehr hätte (nein ich bekomme warum auch immer, keinen Strukturausgleich)
3.) Wenn ich nochmal auf eine andere Position möchte (>EG9), dann muss ich wieder bei der 1. Erfahrungsstufe anfangen (was ca. 600 Euro weniger bedeuten würde). Ich habe also mit noch 31 Jahren bis zur Rente keinerlei Veranlassung mehr, mich "hochzubewerben"
4.) Da ich gerade eine Familie gründe, hätte ich auch keinen Familienzuschlag mehr.
5.) Auch im TVÖD wird Urlaubs- und Weihnachtsgeld zusammengestrichen und zwar um die Hälfte! Das ist nicht sehr weit vom Ländervorschlag entfernt.
Insgesamt ist der TVÖD für mich dramatisch schlechter als ein "eingefrorener BAT" und zwar um über 15%!
Selbst wenn der TVÖD steigt (ich nehme jetzt mal die 0,3% p.a. von 2005-2007), würde der TVÖD erst in 50 Jahren wieder mein derzeitiges BAT-Niveau erreichen!
Das ich einmal für eine Nullrunde plädieren würde...
Und was die Arbeitszeitvereinbarung im TVÖD wert ist bekommen wir ja gerade mit...
Und was die Meistbegünstigungsklausel angeht. Wie konnte man nur so eine dämliche Klausel unterschreiben?
Nein austreten werde ich nicht, eine schlechte Organisation ist immer noch besser als gar keine Organisation, fragt mal die Arzthelferinnen, aber bescheiden finde ich die Info- und Beschwichtigungspolitik von Verdi schon.
Thomas . Montag 30. Januar 2006 12:20
Mich würde einmal interessieren, was in den Nachverhandlungen für Ergebnisse erzielt wurden und werden. Auch hier verfährt die Gewerkschaft nach der gleichen Geheimhaltungstaktik wie zu Beginn der TvöD-Verhandlungen. Wo bitte schön bekomme ich Informationen über die letzte Verhandlung zum Ehegattenanteil. Langsam fühlt sich hier jeder verraten, verarscht und verkauft.
Folgender Artikel findet sich noch immer auf der Homepage von verdi. unter "Überleitung"
Für derzeit Beschäftigte gibt's keine Verluste
Vom 1. Oktober 2005 an hat Jede und Jeder mindestens das gleiche Einkommen wie bisher. Zur Überleitung in die für Arbeiter/innen und Angestellte einheitlichen Entgeltgruppen wird ein Vergleichsentgelt festgestellt.
Überleitung dieser Begriff steht für die Garantie, dass an dem Tag, an dem der neue Tarifvertrag gilt, jeder mindestens das gleiche Einkommen bezieht wie bisher. Die Lohngruppen der Arbeiter/innen und die Vergütungsgruppen der Angestellten werden überführt in einheitliche Entgeltgruppen.
Wollt ihr wirklich alle für dumm verkaufen. Ihr braucht doch bloß auf dieser Seite lesen, wie viele von diesem Tarifvertrag beschissen wurden.
Es stellt sich die Frage, ob aufgrund der o. g. Aussagen der TvöD anfechtbar wird, da die Gleichbehandlung und die Garantie das gleiche zu bekommen wie vorher einfach nicht wahr ist.
Max . Montag 30. Januar 2006 12:40
Also , ich meine, das der Ehegattenanteil für immer weg ist. Das mit dem Nachverhandeln dient nur dazu, die Leute ruhigzuhalten. Desinformation war schon immer ein schlechter Weg. Damit soll u.a. die Leistungszulage bezahlt werden, die ja kommen soll.
Wer´s besser weiß soll uns informieren.
foxel . Montag 30. Januar 2006 12:51
Zur INFO an die betroffenen Kollegen bei denen es durch die Elternzeit des Ehepartners zu Gehaltskürzungen gekommen ist
Email vom 30.01.06 von VERDI an mich:
Lieber Kollege FOXEL
nach wie vor ist die Problematik bezüglich des Ortszuschlags nicht geklärt. Aufgrund verschiedener Fälle ähnlich den bei Ihnen Vorliegenden und dem damit verbundenen deutlichen Reduzierung des Familieneinkommens wurde nach stärkerem Druck durch ver.di am 22.12. von den Verhandlungspartnern beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu bilden die sich um Lösungen bemühen soll. Aufgrund der anstehenden Tarifauseinandersetzung im kommunalen sowie im Länderbereich um die Arbeitszeit sowie Einführung des TVöD kann momentan nicht beurteilt werden, ob diese Arbeitsgruppe zunächst diese Verhandlungen abwartet, da hierdurch evtl. die Problematik bereits behoben sein könnte (Übernahme TVöD durch die Länder mit beinhalteter Rückberechnung Ortszuschläge). Ihre Kündigung der Mitgliedschaft aus diesem Grund bedauern wir, da ver.di nicht ursächlich für diese Problematik ist.
Max . Montag 30. Januar 2006 12:56
foxel , na vielen Dank an dich
Das Verdi nicht darüber informiert, finde ich schon bedauerlich, schließlich haben sie eine Unterschrift unter diese (eine von vielen) Benachteiligungen gesetzt.
Thomas . Montag 30. Januar 2006 13:18
foxel
wenn verdi nicht ursächlich für diese Problematik ist wer eigentlich dann? Wenn es nicht so truarig wäre würde ich mich langsam tot lachen.
foxel . Montag 30. Januar 2006 13:47
Hallo Thomas ,
ich hab diese Email von meinem Verdi-Bezirk bekommen nach mehrmaliger Anfrage bezüglich meiner Gehaltskürzungen durch wegfall des OZ!
Thomas . Montag 30. Januar 2006 14:14
Na denn warten wir mal ob die Länder überleiten. Die Arbeitgeber wären ja dumm, wenn sie diesen TvöD nicht übernehmen würden.
Max . Montag 30. Januar 2006 14:48
den Arbeitgebern geht der TVöD nicht weit genug. Siehe Aussagen Möllring: "Wir haben schon 20000 Veträge umgestellt, ohne Urlaubsgeld, ohne Weihnachtsgeld, und mit 40 Stunden die Woche"
Darum geht es!
Jan . Montag 30. Januar 2006 14:59
Lieber Bernd,
da sieht man mal in was für einen fürchterliches Dilemma uns unsere Oberfunktionäre gebracht haben: Wir müssen für einen Tarifvertrag streiken, der uns Nachteile bringt.
Die Nachwirkung des BAT gilt für Dich nur solange kein neuer Tarifvertrag ausgehandelt wird. Und dass es irgendeinen Abschluss geben wird, unter den verdi seine Unterschrift setzt, davon gehe ich aus.
Da gibt es 3 Möglichkeiten: Entweder unterhalb des TVÖD, oberhalb des TVÖD oder in gleichem Volumen wie der TVÖD.
Nicht streiken, bedeutet verdi bleibt schwach und wird früher oder später einem Tarifvertrag zustimmen der unterhalb des TVÖD liegt, dann sind sogar noch die Bund- und Kommunenangestellten mit im Boot und müssen weitere Absenkungen in Kauf nehmen. Dass verdi alles unterschreibt, nur um den Flächentarif zu erhalten, haben wir ja bereits erlebt.
Wenn wir jetzt damit beginnen für den TVÖD zu streiken und sehen, dass der Arbeitskampf gut läuft, können wir immer noch nachschieben. Das bedeutet aber, kräftig kämpfen! Und zwar so, dass das halbe Land mal ins Stocken gerät. Dann innergewerkschaftlich anständige Forderungen durchsetzen, für Arbeitszeitverkürzung kämpfen.
Wenn wir jetzt nachgeben, dann können die in Zukunft alles mit uns machen.
ludwig vogt . Montag 30. Januar 2006 15:58
Ungleichheit darf ein gewisses Maß nicht überschreiten, die Einen haben ein Tarifvertrag die neu Eingestellten keinen, die Anderen haben besitzstand (BAT-BMTG-O) weil Verdi den TV nicht gekündigt hat ,wir Mitglieder (nicht alle) oder nicht Mitglied,suchen uns ein Feindbild die Gewerkschaft aus doch der Feind der seit mind. 10 Jahre aus der Chefetage,Politik,Wirtschaft Lobbyisten und Beratern kommt erkennen wir nicht die uns Verkünden das Deutschland ein Sanierungsfall ist,und die Arbeitnehmer auch noch Tariferhöungen haben wollen,nach dem Motto Leistung muß sich Lohnen ??? und dann wenn Gewinne kommen den Standort verlagern ,weil im Osten keine Tarifverträge sind und Arbeitnehmerechte so wie Gesundheitsschutz nicht vorhanden ist...Schreibt doch bitte auch die Arbeitgeber,und die Politik an das ihr mit dem TVöD abschluss nicht zufrieden seid
Bernd . Montag 30. Januar 2006 17:45
@ Jan
für den (guten) alten BAT mit angemessener Gehaltssteigerung und Übernahme des BATs für alle "tariflosen" Neuvertragler würde ich und bestimmt auch alle anderen hier sofort streiken. Gar keine Frage! Aber ich streike definitiv nicht für einen Tarifvertrag und eine Gewerkschaft die mich schamlos bestiehlt!
@ ludwig vogt
Ich bin´s langsam leid. Andauernd schiebt ihr Verdi-Funktionäre die Schuld auf die Politik und vor allem die Arbeitgeber, anstatt Euch endlich an die eigene Nase zu packen.
Die Arbeitgeber haben für sich genommen gut verhandelt.
Ver.di war (ist ???) unsere Interessenvertretung. Ver.di hat unsere Interessen aber komplett verraten und lässt uns einfach im Regen stehen.
Ver.di muss endlich kapieren und vor allem dazu stehen, dass kompletter Mist gebaut worden ist. Das bedeutet vor allem, dass die Einführung des TvÖDs nicht ernsthaft auch noch für die Länder als Ziel angegeben werden darf. Den will, falls das bei Ver.di noch nicht angekommen ist, da keiner haben.
ludwig vogt . Dienstag 31. Januar 2006 10:26
@Jan. Hi Jan--
ich bin`s noch nicht leid,du bist Ver.di wir sind Ver.di ich möchte auch nicht die schuld auf andere schieben, fragt doch mal in deinem Umfeld nach was mann von Gewerkschaften,Betriebsräte,Personalräte,Vertrauensleute,hält..ich möchte es auch nicht schön Reden den(TVöD) Jan ,und die Intressen komplett verraten ? verstehe ich nicht, mach doch mal ein vorschlag für die Länder was für ein TV Ver.di Enführen -Verhandeln soll. Am 2.April 2004 haben die Koll/innen einen netten Brief vom Ministerpräsident (Hessen R.Koch) ich darf ihnen versichern,das uns die angekündigten harten Maßnahmen nicht leicht fallen, Die Beamtinnen und Beamten im Lande Hessen gehen bereits seit einigen Monaten mit gutem (ha ha) Beispiel voran.ich hoffe deswegen auf ihr Verständnis dafür,dass auch die Arbeiter und Angestellten im Ö,Dienst,die gleichermaßen von Arbeitsplatzsicherheit des Öffentlichen Dienstes profitieren,ihren Beitrag für eine sichere Zukunft leisten müssen MFG.. Roland Koch.. so geschehen am 04.04.04 das ist Verraten und Verkauft das ist schuld der Politik . wer hat schuld ????
Max . Dienstag 31. Januar 2006 11:20
@Ludwig Vogt
bist du eigentlich der einzige Verdianer, der sich traut, hier zu antworten?
Das Verdi jetzt einen Streik anzettelt, halte ich für sehr vernünftig. Leuten wie Koch und Möllring müssen ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Von mir aus kann bis in den Juni hinein gestreikt werden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Trotzdem wollen wir doch nicht vergessen, das der TVöD nicht das gelbe vom Ei ist.
Kado . Dienstag 31. Januar 2006 11:53
@ludwig vogt
Jeder muss für das gerade stehen, für dass er verantwortlich ist. Tarifverträge werden von Tarifpartner gemacht. Einer davon ist hier Ver.di! Falls es immer noch nicht klar geworden ist: Wir werfen der Führung vor, dass sie diesen schlechten Tarifvertrag versucht hat als Sieg zu verkaufen! Ich bin selber ehrenamtlich in der Politik und kenne hier viele Landespolitiker. Viele Landtagsabgeordnete zum Beispiel glauben tatsächlich, dass der TVöD für die AGs teurer ist, als der BAT! Nur deshalb können Möllring und Co. so agieren. Das es auch anders geht, auch gegen die (ver)öffentliche Meinung zeigt nun gerade der Marburger Bund. Als kleines Beispiel sei die Einmalzahlung von 300 Euro genannt. Warum versucht die Führung uns das als +1% p.a. zu verkaufen, wo es für jeden, der in der 6. Klasse aufgepasst hat, offensichtlich ist, dass es nur +0,3% p.a. sind. Warum wird nicht offensiv darüber informiert, dass wer den AG wechselt oder jenseits der EG 8 höhergruppiert wird nochmal von vorne anfangen muss und massive Einkommenseinbußen hat? Es mag ja sein, dass bei knappen öffentlichen Haushalten, schlechter öffentlicher Meinung über den ÖD und geringem Organsationsgrad kein besserer Abschluss drin war. Dann sollte das aber nicht so von Ver.di verkauft werden, als hinge der Himmel voller Geigen! Die Kollegen fühlen sich veräppelt! Punktum. Und deshalb nicht nur die Streikbereitschaft niedrig sondern unser Organisationsgrad wird noch weiter sinken. Es gibt hier Kollegen bei der Kommune, die verlieren bis zu 100.000 Euro! Die dürfen sich dann noch in Ihrem Bekanntkreis sagen lassen, dass es dem ÖD-Dienst doch super gehe, der TvöD ja der reine Luxus zu sein scheint (wenn es den länder viel zu teuer ist und sie lieber den BAT nachwirken lassen) und "kürzlich" hätte der ÖD ja sogar +4,4% Lohnerhöhung bekommen. Wir sollten mal von Ärzten und Bauern lernen: Jammern gehört zum Geschäft! Nicht die Lobpreisung schlechter Abschlüsse.
Und es bleibt dabei, ich werde nicht für Einkommenseinbußen (übrigens auch beid en Neueingestellten, kann ich vorrechnen) streiken! Ich streike gerne, auch 3 Monate, für 38,5 Stunden, für Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ja sogar für eine Nullrunde....Von mir aus kann man mir auch 2% vom Brutto abziehen und als Leistungszulage verteilen. Alles besser als der TVöD, bei dem ich ca. 75.000 Euro draufzahle...
Und wenn wir jemanden 13.000 Euro Gehalt im Monat bezahlen, erwarte ich wenigstens, dass er ehrlich zu den Mitgliedern ist. (Die Bundeskanzlerin bekommt übrigens 1000 Euro weniger)
Peter Schuh . Dienstag 31. Januar 2006 21:32
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
ein Streik im ö.D. gegen Verlängerung bzw. für Absenken der wöchentlichen Arbeitszeit auf 38,5 Stunden sowie Wiedergewährung von Urlaubs und Weihnachtsgeld finde ich o.k..
Aber ein Streik mit dem Ziel den TVöD auf Länderebene einzuführen heißt Cholera gegen Pest zu tauschen.
Keiner auf Ländereben kann noch sagen er hätte sich nicht frühzeitig über die Auswirkungen des TVöD informieren können, wir auf kommunaler Ebene konnten es letztes Jahr vor Abschluß wirklich nicht.
Die Durchsetzung des TVöD auf Länderebene ist die Absolution für die verdi-Verantwortlichen für diesen TVöD.
Also Streik ja, evtl für eine behutsame Reform von BAT und BMTG aber nicht für den TVöD. Das Aufwachen für alle, die sich auf Länderebene für den TVöD engagieren wird dann sehr schmerzlich sein.
Verdianer . Dienstag 31. Januar 2006 22:46
@ Peter Schuh
leider muss ich dich desillusionieren: ein Streik auf Länderebene hat ein fest definiertes Ziel: die Einführung des TVöD !!!
Wer den nicht will hat zwei Chancen:
1. die Urabstimmung zur Einleitung des Streiks
2. die Urabstimmung zur Annahme eines neuen Tarifvertrages.
Wenn eins von beidem nicht die erforderliche Mehrheit erzielt, haben etliche in Verdi ein Problem.
Erst dann kann man über neue Ziele nachdenken (behutame Reform von BAT und BMTG ?(aber das ist auch nur eine Illusion))
Noch demokratischer und kämpferischer gehts nicht mehr ! Gruß an Jan.
Damit ich nicht falsch verstanden werde: dies ist kein Aufruf bei der Urabstimmung mit Nein zu stimmen. Aber jeder sollte bei seiner Stimmabgabe bedenken was er bewirken will !
klaus raschke . Dienstag 31. Januar 2006 23:14
Ich habe den Tip befolgt.Bin mal auf die Seite von unserer ersten kanzlerin gegangen und habe mal meinen sch... Frust losgelassen.
Würde gerne mal das gesicht der Sekretärin sehen wenn sie das liest.
Das schicksal eines nach fünfzehn jahren völlig für dumm verkauften krankenpfleger wird unsere first lady sicher sowieso nicht interessieren.
Aber macht es auch einfach mal. Es tut gut seinen Müll mal bei Mrs. merkel abzuladen. Was das verfahren gegen VERDI betrifft, bin ich immernoch in Kontakt mit unserem Personalrat. Habe aber bislang leider auch noch nichts von denen erfahren. Aber ich bin guter Hoffnung. Was bleibt mir auch anderes übrig?
An alle Verarschten: schreibt ihr bis ihr postfach platzt.frau merkel bekommt sicher nicht viel fanpost.....ändert das doch einfach mit einer mail an sie,fg
Gerd Kurze . Mittwoch 1. Februar 2006 11:58
Noch "effektiver" wäre vielleicht die gleiche Aktion bei unserem Arbeitgeberfreund Bsirske.
Was macht der eigentlich nach 2007? Wird der vielleicht Arbeits-Minister unter Wulf und Möllring?
Das würde einiges erklären...!
Franz Murra . Mittwoch 1. Februar 2006 13:05
Habe bis dato als Arbeiter im Lande Bremen 3 Tage Extraurlaub bekommen da ich 30% Schwerbehindert bin.Durch den abschluss des Tvöd sind die 3 Tage gestrichen.Wo ist da die besitzstandswahrung?Wie wird mit den Behinderten in der Gesellschaft umgegangen???
Verdianer . Mittwoch 1. Februar 2006 16:28
@ Franz Murra
Frage: Anspruchsgrundlage für die 3 Tage Extraurlaub ist wohl ein Verweis auf das Beamtenrecht gewesen ?
Wenn dass zutrifft, sind die drei Tage Extraurlaub nicht mehr zu gewähren, da der TVöD keinen Verweis mehr auf das Beamtenrecht enthält. Der TVöD ist ja auch mit der Maßgabe verhandelt und abgeschlossen worden sich gänzlich vom Beamtenrecht zu lösen. Von daher ist auch eine Besitzstandswahrung ausgeschlossen.
Zusatz-Urlaubstage für Behinderte Menschen aufgrund anderer gesetzlicher Grundlagen werden durch den TVöD nicht angetastet und bleiben weiterhin bestehen.
foxel . Mittwoch 1. Februar 2006 18:08
Lieber Verdianer wieso wurde der Extraurlaub für "Minderbehinderte"(Ausdruck meiner Personalabteilung als mir die 3 Tage Urlaub gestrichen haben) nicht in den TVöD mitaufgenommen ? Dann benötigte man auch keinen Verweis auf das Beamtenrecht ! Wo wurden da meine Interessen als "Nochmitglied" ( 4 Monatige Kündigungsfrist) von Verdi vertreten ? Toller TVöD !100 Euro Gehaltskürzung im Monat und 3 Tage Urlaub gestrichen! für sowas bin ich nicht bereit 1 Prozent meines Bruttogehaltes zu Opfern !
Verdianer . Mittwoch 1. Februar 2006 20:17
Hallo Foxel
Die Anspruchsgrundlage im alten BAT lautete: "§ 49
Zusatzurlaub
(1) Für die Gewährung eines Zusatzurlaubs sind hinsichtlich des Grundes und der Dauer die für die Beamten des Arbeitgebers jeweils maßgebenden Bestimmungen sinngemäß anzuwenden. Dies gilt nicht für Bestimmungen über einen Zusatzurlaub der in § 48a (für Nacht- und Schichtarbeit) geregelten Art." ...
Die Gründe und die Dauer der Zusatzurlaube sind nicht im alten BAT explizit geregelt gewesen sondern mit dem Verweis auf das Beamtenrecht.
Das Beamtenrecht ist einseitig, dass heißt es kann jederzeit vom Dienstherrn verändert werden und entzieht sich somit dem Einflussbereich von Tarifverhandlungen.
Die Beamten bekommen Ihre Arbeitsbedingungen verordnet: die sind doch noch mehr in den Allerwertesten gekniffen als wir. Erst den Beamten die Arbeitszeit erhöhen und Urlaubs-und Weihnachtsgeld zusammenstreichen und dann das perfide Spiel betreiben, dass auch noch auf die Tarifbeschäftigten übertragen zu wollen aus Gründen der Gleichbehandlung.
Dies ist eindeutig die falsche Politik. Den Beamten ist nicht alles zuzumuten und damit dass bald ein Ende hat müssen wir uns wehen, da wir die Möglichkeit dazu haben.
Klaus . Mittwoch 1. Februar 2006 21:22
Na, endlich auch bei den Zusatzurlauben für Behinderte angekommen? Ich habe es ja schon mal gesagt, die Einzelheiten kommen erst nach und nach raus.
Im übrigen warte ich immer noch auf eine Antwort warum die Gewerkschaftsführung so etwas tut. Warum nehmt ihr den Mitgliedern, die ja schließlich euere Löhne bezahlen, das Geld weg?
Und noch eine Frage wurde mir nicht beantwortet. Werden in diesem Forum Beiträge entfernt?
Wenn ihr uns erst nehmt antwortet bitte mal auf Fragen und konfabuliert nicht immer.
Viele Grüße
Klaus
Thomas . Mittwoch 1. Februar 2006 21:42
liebe Verdianer,
gebt doch endlich zu, dass mit dem Tvöd sehr viele Beschäftigte erhebliche Verluste erleiden mußten. Gebt doch auch zu, dass bei der Entwicklung des TvöD die Informationen der Basis vorenthalten blieben. Gebt zu, dass das Tarifwerk viel zu schnell durchgezogen werden mußte. Die Gewinner waren die Arbeitgeber, die sind halt einfach ein bisschen schlauer und ausgefuchster. Auf gewerkschaftlicher Seite wäre man gut beraten gewesen den Abschluß etwas heraus zu zögern und lieber noch einmal die Details zu diskutieren. Was ist denn aus der Garantie geworden "niemanden werde etwas genommen"? Was ist mit einer Informationsseite, die zu den Ergebnissen aus den aktuellen Verhandlungen berichtet? Ihr wollt dies gar nicht, weil ihr euch darüber im klaren seit, dass das was ihr (besser gesagt die Beschäftigten) verloren habt nicht mehr zurück zu gewinnen ist. Mir stellt sich die Frage: wen oder was vertritt dieser Gerwerkschaftskonzern, dessen erste Kraft in den Aufsichträten anderer Großkonzerne die Unternehmenspolitik mit diktiert, eigentlich noch. Was können wir tun als "Noch-Mitglieder" um wirklich wieder zu den Grundsätzen einer Gewerkschaft zurückzukehren.
Thomas . Mittwoch 1. Februar 2006 21:56
Noch etwas liebe Verdianer.
Nehmt dieses Forum bitte sehr sehr ernst. Mittlerweile wurden schon über 500 Beiträge geschrieben. Diese hauptsächlich von Benachteiligten des TvöD. Dabei handelt es sich aber nur um einen geringen Bruchteil derer, die ebnfals durch diesen Tarifvertrag Einbußen hinnehmen mußten.
Klaus . Mittwoch 1. Februar 2006 23:32
Ich möchte etwas von Thomas übernehmen.
Zitat "niemanden werde etwas genommen".
Genau das habe ich meinen Kollegen, die mir bisher vertraut haben auch gesagt.
Nun stehe ich da mit dieser Behauptungen, und wer hilft mir?
Viele Grüße und gute Nacht
Klaus
Franz Murra . Donnerstag 2. Februar 2006 06:44
Lieber Verdianer!
Meine gestrichenen 3 Urlaubstage sind nicht dem Beamtenrecht entliehen.Haben
nichts mit den BAT zutun!!.Ich bin Arbeiter
und für mich galt bis jetzt der BMTL.
In Bremen gilt der neue Tvöd auch nur für
Arbeiter (Kav) Angestellte haben weiter den BAT
Volker Gutfleisch . Donnerstag 2. Februar 2006 06:46
Tatsache ist, dass ich weniger in der Tasche habe und im diesem Jahr aufgrund
meiner Behinderung noch 3 Tage weniger Urlaub habe. Die Nachfrage bei VERDI ist
auch frustrierend, da fragt man sich warum man noch Mitglied ist. Die Informationspolitil der Verhandlungsführer über den aktuellen Stand der Nachverhandlungen ist eine Frechheit.
Gruß Volker
Jenseits des TVöd . Donnerstag 2. Februar 2006 09:59
Verdi ist Gesellschaftsschädigend !!!
In unserer Kommune sind im letzten Herbst neue Angestellte unter dem TVöD angefangen, teilweise als Erziehungsvertretungen. Hehe, die kompeten unter ihnen haben mittlerweile zu nicht TVöD-Arbeitgebern gewechselt, erhalten nun eine Leistungsgerechte Bezahlung.
Zurück bleiben die weniger leistungsbereiten/-fähigen; und bestimmte Stellen sind nun mit KW-Vermerk (keine Wiederbesetzung) versehen.
Ergo, der TVöD sorgt für:
- Stellenabbau und,
- eine lähmende Haltung der "Griffelspitzer", die halten sich zukünftig nur noch an der Tischkante fest und warten auf die Pension,
- sowie die Reduzierung und Verschlechterung der "Dienstleistungen" im öffentlichen Sektor (Büchereien, VHS, Museen,Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, kurz gesagt der Abbau der nicht gesetzlich verbindlichen Leistungen)
- und ja, natürlich gibts auch weniger Geld für Betroffene die dem Seelenverkäufer Bsirske anheim gefallen sind.
Kann man sich irgendwo zur Gegendemonstration zum anstehen Streik anmelden ?
ludwig vogt . Donnerstag 2. Februar 2006 10:22
Im SGB IX § 125 Zusatzurlaub (Arbeitnehmerschutzrecht) steht das Schwerbehiderte Menschen haben Anspruch auf zusätzlichen bezahlten Urlaub.zu Klaus,Franz,Volker,es gibt Die Beteiligungsrechte betrieblicher Intressenvertrtungen bei der Überleitung vom BAT-BMT.G in den nicht geliebten TVöD, es gibt auch Zustimmungsverweigerungsgründe wenn der AG gegen die Tariflichen Überleitungsbestimmungen verstoßen hat. euer Betriebsrat und Personalrat hat da Mitbestimmung und die Örtliche Ver.di Bezirks verwaltung oder TV Ausschuss ist mit Einzubinden nehmt eure Rechte wahr..
Kado . Donnerstag 2. Februar 2006 11:04
Es geht aber halt um einen "Minderbehinderten". Da nützt das SGB IX gar nix.
Lieber Ludwig, die Haltung: "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" nützt überhaupt nichts. Ver.di hat sich in vielen (wichtigen) Details über den Tisch ziehen lassen. Und wir Gewerkschafter vor Ort dürfen das ausbaden. Da nützt auch die ganze Mitbestimmung nichts! Bei einem meiner Kollegen ist der Aufstieg z.B. futsch wenn der TVöD für die Länder kommt. Völlig legal und korrekt. Schließlich will Ver.di das ja so unterschreiben. Soll ihm sagen dass das nicht stimmt, was er dann schwarz auf weiß bekommt? Soll ich ihn dann zum Personalrat hetzen in vollem Bewußtsein, dass sein Aufstieg wirklich weg ist, weil Verdi das unterschrieben hat? Das werde ich nicht tun, ich habe mich schon im letzten Frühjahr für Verdi lächerlich und und unglaubwürdig gemacht. Sagt den Länderkollegen gefälligst, dass sie für eine Verschlechterung bzw. für das kleinere Übel streiken sollen!
Frank . Donnerstag 2. Februar 2006 14:21
Liebe Verdianer,
ich verfolge dieses Forum aus eigenem Interesse schon seit einiger Zeit.
Durch den TVöD habe ich nicht nur 3,5 Jahre meines 8-Jährigen Bewährungsaufstieges verloren, sondern auch meine Ansprüche auf Familienzulagen, weil meine Frau Landesbeamtin ist. Da meine Frau wegen der Erziehung unserer 4 Kinder nur 8 Stunden in der Woche arbeitet, haben wir Brutto 525,37 EUR weniger im Monat. Zudem werde ich, aufgrund der wegfallenden Ehegatten Zulage eine Stufe geringer eingestuft als Kollegen deren Frauen nicht, oder nicht im öffentlichen Dienst arbeiten.
Man sollte die Öffentlichkeit und vor allem die Kollegen in den Ländern wirklich über die Mißstände und Nachteile, die der TVöD bringt aufklären.
Das Betrübliche ist aber in der Tat, dass der Gegner nicht nur im Arbeitgeberlager sitzt.
Der TVöD ist kein Gewinn. Jeder kleine Verwaltungsangestellte würde für eine solch schlechte Leistung eine Abmahnung erhalten.
Gruß Frank
Norbert . Donnerstag 2. Februar 2006 17:07
@Frank und alle TVÖD-Familienzulage-Geschädigten,
ich hab's schon (sehr)weit oben geschrieben: Ich habe "nur" 2 Kinder, meine Frau ist auch Beamtin, zu 50% tätig und ich habe "nur" 144 im Monat weniger. Meine beste Kollegin von allen, deren Mann selbständig ist, hat auch 2 Kinder und hat KEINE Verluste!
Ansonsten stimme ich zu: Auch ich habe das Gefühl, "dass der Gegner nicht nur im Arbeitgeberlager sitzt"! Auch innert verdi sah/sieht man die angeblichen Privilegien der Familienzulagen scheel an.
Noch eine - leider miese - Info von der letzten Verhandlung am 24. 1. zwischen verdi und Bund/VKA. Ich hörte, dass die Arbeitgeberseite einen Ausgleich für nicht in den TVöD übergeleitete Beschäftigte (das ist die "Teilzeitproblematik" bei Ehepartnern, die Beamte oder nicht übergeleitete Angestellte in Teilzeitarbeitsverhältnissen sind) rundweg ablehnten.
In Sachen "Beurlaubung im September 2005 und später" soll es eine Annäherung gegeben haben. Auf dem nächsten Gespräch mit Bund / VKA am 6./7. Februar sollen "abschließende Regelungen" vereinbart werden.
Vielleicht weis Rainer Nehring, wenn er mitliest, dazu was aus dem TS zu berichten.
Ja, so sieht es also aus.
War nix mit den "ergänzenden Regelungen" die laut verdi-Flugblatt noch "bis zum 30. November 2005" zu treffen seien, um die "Probleme" zu beseitigen.
Warum sollten die AG einer verdi hinterher was schenken, die alles schon hoppla hopp unterschrieben hat? Die (=verdi) sich überschlagen hat, der SPD/Schily Wahlkampf-Schützenhilfe zu leisten und darüber solche dicke Schnitzer im Vertrag schlicht "vergessen" hat. Bis morgens um 5 verhandelt vor lauter Termindruck, damit ja noch der Unterschriftstermin vor der Wahl eingehalten werden konnte. (So die durchaus glaubwürdige Aussage eines Teilnehmers an den Tarifverhandlungen aus meiner Gegend. Entschuldige Rainer, aber das musste ich mal loswerden).
Es wird - wie bei der VBL-Tarifvereinbarung, die auch verdi unterschrieben hat - wohl oder übel aufs Prozessieren hinauslaufen und wie dort durch alle Instanzen. Die VBL-Sache liegt inzwischen beim BGH, nach insgesamt 4 Jahren sogar recht zügig.
Allerdings geht sowas fast nur mit Rechtsschutz. Ansonsten kann der Schaden ruinös werden. Aber nicht bei verdi fragen, da gibts dafür keinen Beistand (;-))!
Max . Donnerstag 2. Februar 2006 17:47
@Norbert,
danke für deine offenen und ehrlichen Worte. Ich weiß es schon lange, das mein Geld futsch ist und sich die Arbeitgeber einen Dreck darum kümmern, wie es mir geht. Und deßhalb bin ich auch von den Gewerkschaften so enttäuscht.
Ich danke weiterhin wie in meinen früheren Beiträgen schon erwähnt.
Habe gehört, das der Vorsitzende viel verdient, da kann man schon mal die Basis aus den Augen verlieren.
Thomas . Donnerstag 2. Februar 2006 21:12
Auf der Ver.di Homepage ist immer noch der alte Text zu lesen:
" Arbeiten beide Partner im öffentlichen Dienst, sollte ausschließlich der Ortszuschlag Stufe 1 in das Vergleichsentgelt einfließen. Die Differenz zur Stufe 2 müsste dann bei dem anderen Arbeitgeber beantragt werden, der nicht unter den TVöD fällt. In diesem Zusammenhang können jedoch einige Probleme auftreten, die zu Einkommensverlust führen können. Sie sollen bis zum 30. November 2005 geklärt werden."
Ich finde das peinlich und enttäuschend. Gerne würde ich einer Gewerkschaft beitreten, die meine Interessen vertreten könnte. Vor dem TVÖD war ich schon beinahe Ver.de Mitglied geworden. Da mein Gehalt aber ständig geschwankt hat, wusste ich nicht, was ich ins Formular eintragen sollte. Jetzt bringe ich es natürlich nicht mehr fertig beizutreten. Wenn doch wenigstens ein Hauch guter Wille seitens Ver.di zu erkennen wäre, die Fehler im Überleitungsvertrag öffentlich einzugestehen, dann könnte ich mir das ja wieder Überlegen mit dem Beitritt. Mir fehlen einfach die Worte, wie wenig sich bei Ver.di um die Basis gekümmert wird und sogar Betriebsräte nicht mit Informationen versorgt werden.
Andreas . Donnerstag 2. Februar 2006 21:18
Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Berufsleben so entäuscht worden zu sein, wie jetzt mit dem TVÖD. Und ich habe schon viel erlebt. Es ist einfach eine Riesensauerei. Die Arbeitgeber lachen sich schlapp, und die lachen jetzt schon, weil der TVÖD auch für die Länder eingeführt werden soll. Und es wird sogar dafür gestreikt! Dies ist eine unglaubliche und unsägliche Farce.
Norbert . Donnerstag 2. Februar 2006 23:11
Info an die TVöD- Familien-/Kinderzuschlagsgeschädigten, die ich heute im Blog http://www.tvoed-office.de/Forum geschrieben habe, bitte dort nachlesen:
>>Frage: Gibt es hier in der Runde Erfahrungswerte bezüglich der besten Vorgehensweise, den Erfolgsaussichten, guten Anwälten,
?<<
... . Entscheidend dürfte Stichwort Tariffreiheit sein, bis jüngst in der Rechtsprechung sehr weitgehend bestätigt. Ebenso Stichtagsregelung, vielfach bestätigt und, je nach Betroffenheitsgrad, in beträchtlicher Härte.
Anders könnte es sich beim Ehegatten-/Kinderzuschlag mit Teilzeitgatte/gattin im BAT oder beamtet verhalten:
Hier gäbe es m. E. einen (mühsamen!) Ansatz über den Umweg Gleichbehandlungsgebot /Diskriminierungsverbot, wie in vielen OLG- und auch in BGH-Urteilen bestätigt. Eine recht analoge Sache scheint mir die VBL-Klage, die bis jetzt in allen OLG-Urteilen erfolgreich war und mittlerweile dem BGH vorliegt. Tenor in 3 Worten: Tariffreiheit ja; Stichtagsregelungen zulässig, ABER: Gleichbehandlung!
Einer anderen Klage wurde gerade jüngst vom BGH stattgegeben - wegen Benachteiligung von Teilzeitbeamten bei der Pensionszumessung gegen das Land B.-W. Aus familiären Gründen waren hauptsächlich Frauen betroffen, und damit war eine Geschlechterdiskriminierung gegeben. Zumindest in der Kinderzuschlag-Sache besteht hier eine Analogie, da mit Sicherheit so gut wie alle betroffenen Teilzeit-Partner die Mütter sein dürften
Einer der Pilotkläger der VBL-Klage ist Kollege von mir, erfahrene Anwälte in Karlsruhe könnte ich benennen. Klagen muss man in diesem Fall gegen seinen AG. Wer hat eine Rechtsschutzversicherung? Alle RVen der mir bekannten Kläger haben übrigens in Sachen VBL Deckung zugesagt.
Vielleicht liest hier gelegentlich ein Jurist mit und könnte barmherzigerweise ein paar Fakten einwerfen?
Gruß Norbert
Norbert . Freitag 3. Februar 2006 00:44
@ Frank: Ich möchte gern unseren SPD-MdB Jörg Tauss, (bekannt als der "Bundestags-Zwischenrufer") über diese familienpolitisch unglaubliche Sauerei informieren, dass eine Familie mit 4 Kindern, deren Mutter ihren Job in Teilzeit ausüben muss, aus tarifpolitischer Dummheit sage und schreibe 525,37 EUR weniger im Monat bekommt.
Das must Du Dir einmal vorstellen, das sind ÜBER 1.000 D-MARK IM MONAT!!!
Ich komme mit meinen Minus 144 ja noch zurecht, und in 4 Jahren ist bei mir eh Schluss. Aber wie sollen jungeFamilien da zurechtkommen??
Frank, melde Dich bitte. Du findest meine Email-Adresse auf
http://www.tvoed-office.de/SID109.AOQVS0PigZk/forumTVOED/forumShowArticle?id=408
An alle anderen: wenn Euch solche exemplarische Fälle bekannt sind: Bitte bei mir melden.
Gruß Norbert
Klaus . Freitag 3. Februar 2006 08:52
Was wollt ihr den alle. Verdi hat doch eine Zustimmung von über 99% für einen Streik wegen 18 Minuten Mehrarbeit. Das ist ja lächerlich.
Die lesen hier wirklich nicht was die Leute bedrückt. Dies ist nur eine Aktion um zu beweisen, dass man etwas tut auch wenn es das Falsche ist.
Hättet ihr mal vorher richtig gehandelt, müsstet ihr jetzt nicht viele Leute ärgern nur um einen Fehler zu vertuschen bzw. zu verstreiken.
Noch einmal die Frage. Nehmt ihr die Kollegen hier eigentlich ernst, oder last ihr sie einfach mal schreiben bis sie die Lust verlieren?
Gruß Klaus
Jenseits des TVöD . Freitag 3. Februar 2006 10:26
@Klaus
Das ist eher ein Beweis dafür, dass in den 100 exemplarischen Kommunalbetrieben die Stimmberechtigten ihre Gehaltsabrechnungen nicht lesen können, nicht betroffen sind und wohl eher zu Gruppe der gelangweilten Arbeitnehmer zählen.
Lapidar formuliert: "wofür streiken wir hier eigentlich ? Egal, aber ich bin dabei !"
Im übrigen steht in "Verdi-Publick - Sept. 2005" zum TVöD, dass der die Erweiterung auf eine 40 Stundenwoche auf landesbezirksebene zulässt (Seite 4).
Also, erst unterschreibt Verdi die 40 Stundenwoche, danach streiken sie dagegen - und behaupten allen ernstes, "unsere Mitglieder waren immer über alle Schritte der Verhandlungen zum TVöD informiert."
Wen dem so ist, fehlen mir die richtigen Worte zur Beschreibung der geistigen Gesundheit der über 90% Ja-Sager zum Streik in Baden-Württemberg.
Bernhard . Freitag 3. Februar 2006 16:32
Liebe Länder-Kollegen,
bitte verzichtet auf den Streik für den Geldklau-TvÖD.
Ich arbeite lieber 40 Stunden, als dass ich mich von Verdi bestehlen lasse!
Omega . Freitag 3. Februar 2006 19:29
Die Nummer mit dem Ehegattenortszuschlag ist ein Unding wie es schlimmer nicht sein kann. Und dieser Anteil ist rentenwirksam...
Fragt mal Verdi, wie sie es mit Klagen gegen dieses Machwerk des Teufels sehen!!
Da wird der Rechtsschutz abgenudelt. Fein, fein....
Neues Verdimitglied . Freitag 3. Februar 2006 19:54
Liebe Jammerlappen,
von Eurem Egoismus kann einem wirklich nur schlecht werden. Bei den anstehenden Streiks im ÖD geht es nicht nur um 18 Minuten unbezahlte Mehrarbeit.
Tatsächlich geht es um sehr viele Arbeitsplätze. Allein in Niedersachsen und Baden-Württemberg wären das bereits 11.000 Stellen. Diese Arbeitsplatzvernichtung ist mit Sicherheit kein guter Beitrag gegen die sozialungerechte Arbeitslosigkeit.
Warum bekomme ich eigentlich nicht mal in unseren Tageszeitungen die Schlagzeile zu lesen VATERSTAAT SCHMEISST 60.000 LEUTE RAUS. Stünden bei Volkswagen Entlassungen an kämen wir das mit Sicherheit zu lesen.
Die seit Jahrzehnten anhaltende schlechte Meinung der Öffentlichkeit über den ÖD wird sich durch einen Streik sicherlich nicht bessern aber durch stillhalten wird sie auch nicht besser. Wir sind halt faule Säcke und bekommen einen Haufen Geld dafür, fertig.
Der BAT ist tot und der kommt auch nicht wieder zurück und wenn hier noch soviel gejammert wird. Lieber einen vermeintlich schlechten Tarifvertrag als gar keinen.
Mit dem TVÖD wurden dem Arbeitgeber bereits genug Zugeständnisse gemacht. Es ist jetzt Zeit ein Zeichen zu setzen und das ist und bleibt nun mal der STREIK!!!!!!!!!!!!!!!!!
Verdianer . Freitag 3. Februar 2006 20:19
@ den Verfasser von Jenseits des TVöD
die Kolleginnen und Kollegen in Baden-Württemberg sind in guter geistiger Verfassung: die haben nicht vergessen, dass die 38,5 Stundenwoche mit Lohnverzicht in der Vergangenheit erkauft wurde.
Selbst die 40 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich wäre nicht richtig: sie vernichtet weitere Arbeitsplätze.
@ Bernhard
deine Bitte ist verständlich: aber was willst Du mit einem BAT der nicht mehr weiter entwickelt wird und von den Ländern zum Teil gekündigt ist. Die Nachwirkung ist auch kein wirksamer Schutz vor Verschlechterungen wie sie Neu-Eingestellte hinnehmen. Bist Du schon so verzweifelt dass Du eine Lohnabsenkung in Kauf nimmst (40 Stundenwoche)nur um nicht den TVöD zu bekommen ?
@ Omega
Das Unding Ehegattenortszuschlag wird bei den Tarifverhandlungen mit den Ländern eine Rolle spielen: die Länder haben doch ein Interesse daran einen Teil des Ortzszuschlages wieder an den Bund oder die Kommunen zurückzugeben.
Alex . Freitag 3. Februar 2006 23:08
Hallo Leute
Für den Bereich der Kommunen gilt:
Streik für die 38,5 Stunden - Woche bedingungslos. Es wird auch endlich Zeit , dass verdi eigene Forderungen aufstellt , z.B. 37 / 35 Std. Woche ; sonst kommt ein so schnöder Beschluß raus wie beim Bund mit der 39 Std-Woche.
Für die Länder-Beschäftigten kann es aber nur heißen:
Einen besseren Abschluß als den TvÖD erziehlen .
Maximum 38,5Std.- Woche , Urlaubs- und Weihnachtsgeld wieder voll ausbezahlt.
Am Beispiel der Uni-Kliniken in Baden - Wü. kann man sehen , dass mit einem ernstgenmeinten Streik etwas besseres herausgeholt werden kann ! ... auch wenn es nicht das Optimale ist.
Für dieses wäre der Zusammenhalt aller Gewerkschafter nötig ( wie es doch so schön im verdi-Vereinigungsprozeß hieß !
Deshalb heißt es zu kämpfen !
Wer Interesse hat und sich einbringen möchte , schaut einfach mal unter www.netzwerk-verdi.de rein
Bernhard . Samstag 4. Februar 2006 08:51
@Verdianer
Volltreffer!
Selbst wenn der BAT bis zu meinem Rentenalter keine Lohnerhöhungen erfahren würde (bin 34), würde ich mit dem BAT wesentlich besser fahren als mit dem TvÖD.
Und das selbst wenn man die 40-Stunden Woche mit reinrechnen würde.
Damit ich nicht wieder absichtlich mißverstanden werde:
Ich bin gegen die 40-Stunden-Woche und halte einen Streik dagegen für vollkommen richtig!
Aber ich bin auch gegen einen Tarifvertrag, der mich schamlos bestiehlt, wie es der TvÖD tut. Dafür kann ich nicht streiken und ich kann nur alle Länder-Kollegen aufrufen es mir gleichzutun.
@ Neues Verdimitglied
Entschuldigen Sie bitte Euer Hochwohlgeboren, dass wir wir nicht damit einverstanden sind
- dass uns zehntausende von Euro in unserer Lebensarbeitszeit verloren gehen
- dass Bewährungsaufstiege sich in Luft auflösen
- dass Familienzuschläge von einem Tag auf den anderen weg sind und monatliche Verluste von mehreren Hundert Euro zu beklagen sind
Nee, is klar. Wir sind alles Jammerlappen...!
Norbert . Samstag 4. Februar 2006 12:55
@Verdianer . Freitag 3. Feb ...
>>@ Omega
Das Unding Ehegattenortszuschlag wird bei den Tarifverhandlungen mit den Ländern eine Rolle spielen:.....<<
WAOoo! HÖRT, HÖRT!!
verdi hat nach einem halben Jahr und tausenden von Jammerlappen-Beschwerden das "Unding Ehegattenortszuschlag" zur Kenntnis genommen!!
Es geschehen offenbar noch Wunder...! Ein so peinlicher, bisher von euch totgeschwiegener Tariflapsus, mit dem ihr junge, kinderreiche Familien mit 4 Kindern und über 500 Monatsverlust an den Rand der Sozialhilfe gebracht habt.
Aber, vollmundiger "Verdianer", pass diesmal wenigstens auf, dass Deine Verhandlungskommission NICHT WIEDER PENNT, wie das letzte Mal so gegen 5 Uhr früh, wenn es wieder um das "Unding Ehegattenortszuschlag" geht.
(Wenn Du mir Deine Adresse schickst, spendiere ich Euch einen "Familienzuschlagswecker"(;-))
AUFRUF an FRANK und alle Familienzuschlagsgeschädigten: Meldet Euch umgehend bei mir, ich brauche für meine Abgeordneten - Aktion ein paar der besonders schlimmen Fälle. Kontakt unter http://www.tvoed-office.de/SID109.AOQVS0PigZk/forumTVOED/forumShowArticle?id=408
Gruß Norbert
Max . Samstag 4. Februar 2006 22:31
Hallo Herr Bsirke ,
lassen sie sich am Montag wieder von Ihrem Fahrer zum Streik fahren?
Wer bezahlt sie eigentlich?
Thomas . Sonntag 5. Februar 2006 20:04
Liebes neues Verdi-Mitglied,
lieber einen schlechten Tarifvertrag als gar keinen. Mit dieser Aussage spiegelst du genau die momentane Mentalität der Gewerkschaft wieder. Nämlich jeden Scheiß zu unterschreiben, um dieses Jahrhundertwerk pünktlich an den Mann zu bringen. Wenn du dann noch die Leute, die mit diesem TvöD in finanzielle Nöte geraten sind als Jammerlappem bezeichnest, dann finde ich das zum kotzen. Ich bin selbst noch Verdi Mitglied. Für mich sind gerade die sozialen Aspekte, was den Schutz der Schwächeren, die Sicherung der Familien usw. betrifft die wesentlichen Aufgaben für die eine Gewerkschaft kämpfen muss. Momentan kann davon aber keine Rede sein. Die Anrede "Liebe Jammerlappen" ist deshalb für mich eine Aussage die unter die Gürtellinie trifft und sicherlich noch mehr Wut auf Verdi aufkeimen lässt.
Friedrich Elstermeier . Montag 6. Februar 2006 15:24
Friedrich Elstermeier 06. Februar 2006
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
völlig ohne jegliche innergewerkschaftliche Diskussion und hinreichende ehrliche Information der Gewerkschaftsbasis hat sich der Bündnis-90-Grüne Ex-Personaldezernet der Landeshauptstadt Hannover und jetzige Aufsichtsratsmitglied bei RWE und Lufthansa und Vorsitzende von verdi den BAT gekippt und statt dessen diesen unsäglichen TVöD kreiert.
Für die Beschäftigten, die jetzt nach diesem Tarif bezahlt werden, hat das fatale Folgen. Diese Erkenntnis dämmert den Beschäftigten mehr und mehr. Da herrscht Heulen und Zähneklappern. Nach Enttäuschung kommt jetzt Wut auf! Ich denke, die regen Äußerungen im blog beweisen das.
Ohne eine erkennbare adäquate Gegenleistung der öffentlichen Arbeitgeber wurde das von verdi zerdeppert, was in 40 Jahren von den im öffentlichen Dienst Beschäftigten/ÖTV teilweise hart erkämpft worden war.
Wem nützt dieser grundlegend modernisierte TVöD, in den so überaus mutig verdi-Bosse eingewilligt haben? Letztendlich nicht einmal den Arbeitgebern. Wie sollen die ihre frustrierten Mitarbeiter zur Leistungserbringung für den Bürger motivieren? Wie denn, bitteschön? Wenn nicht über Geld! Die Arbeitgeberfunktionäre werden über diese Folgen wohl ebenso wenig nachgedacht haben wie die super bezahlen, satten verdi-Verantwortlichen in ihrem Verwaltungspalast in Berlin
Das werden sie auch jetzt wohl nicht, wenn es nun darum geht, die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Wochenstunden zu erhöhen. Das macht in der Tat 18 Minuten Mehrarbeit pro Tag aus. Beamte in NRW leisten schon seit den Tagen der Steinbrück-Regierung ohne Gehaltsausgleich eine tägliche Mehrarbeit von 30 Minuten Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld wurden gekürzt und werden durch die Rüttgers-Regierung weitere Kürzungen erfahren. Verdi-Bosse haben dagegen nichts unternommen.
Nach dem sie stattliche Summen durch den TVöD-Abschluß mir nichts dir nichts mal soeben durch einen Federstrich verloren haben sollen Beschäftigten nun wegen dieser vergleichsweise lumpigen 18 Minuten einen Arbeitskampf führen?! Nicht nur für mich ist das geradezu grotesk.
Die verdi-Funktionäre haben sich in ihrer ideologischen Verblendung total hinters Licht führen lassen.
Der Kompromiss im Arbeitszeit-Arbeitskampf ist doch schon vorgezeichnet: Arbeitszeiterhöhung auf 40 Wochenstunden ohne Gehaltsausgleich. Die Beamten gewännen mit diesem Modell eine Wochenstunde, wenn es denn auf sie übertragen würde. Bayern will die 42-Stunden-Woche, Niedersachsen die 41-Stunden-Woche. Die werden sich auch mit einer 40-Stunden-Woche zufrieden geben. Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld werden so zusammengestrichen, wie bei den Beamten auch. Und verdi bekommt seinen miesen TVöD-Abschluß für die Kolleginnen und Kollegen in den Ländern.
Für so einen Abschluß braucht es doch keinen Schau-Arbeitskampf!
Die Verhandlungsführer der TdL müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie hierauf nicht eingingen. Der Reibach wird für die öffentlichen Arbeitgeber durch den Abschluß des TVöD gemacht; die Sache mit der Arbeitszeit ist eine öffentlichkeitswirksame nette Draufgabe, mehr nicht. Zudem wird die Arbeitszeitverlängerung bei weitem nicht das Ausmaß von Stellenstreichungen zur Folge haben, wie es die verdi-Vertreter Bsirske und Martin in ihren statistischen Hochrechnungen behaupten.
Durch eine geschickte Strategie werden die öffentlichen Arbeitgeber alles erhalten: den TVöD, eine verlängerte Arbeitszeit ohne Gehaltsausgleich und eine Kürzung der Sonderzuwendungen. The winner takes it all ....
> Der Gewinner nimmt sich alles
Während der kleine Verlierer dem Triumph nur beiwohnt.
Und das ist seine Bestimmung
Der Gewinner kriegt alles
Der Verlierer muss fallen
So läuft das, klar und einfach. <
Wie war das doch gleich: Für einen modifizierten und modernisierten BAT konnte es wegen des gesunkenen Organisationsgrades und mangelnden Kampfbereitschaft keinen Arbeitskampf geben aber für die 18 Minuten Mehrarbeit am Tag ist das möglich, und wird dazu noch als der größte Arbeitskampf seit Jahren angekündigt! Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Kann mir das mal jemand von verdi erklären?
Ich habe vielleicht komische Kolleginnen und Kollegen. Die sagen mir glattweg: Auf die Mehrarbeit von 18 Minuten pfeife ich; die tut mir doch nicht weh. Was mir wehtut und was ich als ungerecht empfinde, sind die massiven Gehaltseinbußen, die ich durch den TVöD erleiden muß.
Es gibt eine Ansicht, nur eine einzige, die ich voll und ganz mit Herrn Möllring/TdL teile: Die verdi-Verhandlungsführer leiden offenbar unter dem totalen Verlust ihres Realitätssinns.
Anders kann auch ich mir diesen Murgs nun bei besten Willen nicht erklären.
Oder steckt dahinter System. Soll der öffentliche Dienst mit Hilfe von verdi so an die Wand gefahren werden, dass er von Profit-Haien total gefleddert werden kann? Und der ÖD ist heiß begehrt als Anlagesphäre. Das weiß natürlich auch Herr Bsirske als Mitglied im Aufsichtsrat von diversen Profit-Organisationen.
Die Fähigkeit, den Einsatz der Mitarbeiter flexibel den Bedürfnissen der öffentlichen Arbeitgeber anpassen zu können, muß heute auch im öffentlichen Dienst als preiswerter Dienstleister für Bürger mehr denn je gefragt sein. Wie jedoch eine effektive Nutzung der teuren und wertvollen Mitarbeiter-Ressourcen durch den TVöD im Sinne der Beschäftigten zum strategischen Faktor des öffentlichen Handelns werden soll, ist mir bislang ein Geheimnis geblieben.
Mit kollegialen Grüßen
Friedrich Elstermeier
Verdianer . Montag 6. Februar 2006 17:00
@ Friedrich Elstermeier
beim Lesen Ihres Beitrags wussste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.
Anwürfe gegen den Verdi Vorsitzenden sind leider der Lage nicht angemessen.
Wenn die jetzt iniziierten Streiks im öffentlichen Dienst ein unbefriedigendes Ergebnis bringen wird Kollege Bsirske beim nächsten Gewerkschaftstag nicht mehr gewählt, dieses Risiko nimmt er auf sich und zählt auf die Solidarität aller zur Urabstimmung aufgerufenen Verdi-Mitglieder. Aber das ist halt so mit den Ämtern auf Zeit, für die man eine Mehrheit bei einer Wahl erhalten muss.
Jeder der den TVöD auf Länderebene verhindern will, der sollte noch mal genau überlegen, was er Verdi als Organisation und den Mitgliedern bei den Ländern antut: dann erhalten die Ministerpräsidenten Oberwasser und glauben in der Tat, die Arbeitsbedingungen ihrer Landesbeschäftigten dikitieren zu können. Zum Glück haben die Ministerpräsidenten auch nur Ämter auf Zeit und Ihnen geht es auch nicht besser als Herrn Bsirske.
Ich bedaure es ausserordentlich, dass einige im Zusammenhang mit dem Unding Ehegattenzuschlag Gehaltseinbußen bei der Überleitung in den TVöD hinnehmen mussten: aber dass der gleiche Effekt bei den Landesbediensteten auftreten muss, ist ja Verhandlungssache und wer für seine Interessen eintritt und streikt, kann daran etwas ändern.
Bernhard . Montag 6. Februar 2006 17:33
@Verdianer
Nein, bloß nicht jemanden kritisieren, der uns nach Strich und Faden belogen und betrogen hat und der keine Skrupel hat, dass jeden Tag aufs neue mit seiner gnadenlosen Heuchelei zu tun.
Ich hoffe sehr, dass der feine Herr Bsirske auf dem Gewerkschaftstag seine Quittung auch und gerade von den Deligierten des öffentlichen Dienstes erhält.
Übrigens noch mal zum Verständnis:
Nicht nur Übergeleitete Ehegatten haben Verluste, sondern auch ledige Angestellte.
- Bewährungsaufstiege in Luft aufgelöst
- Lebensalterzuschlag fiel für alle die weg (Ich bin einer davon), die im November und Dezember einen ungraden Geburtstag hatten und somit mit einem geringeren Gehalt übergeleitet wurden, als alle anderen, die Ihren neue Lebenaltersstufe mitnehmen konnten. Für mich bedeutet dies, dass ich 3 Jahre länger auf eine höhere Gehaltsstufe warten darf, als mein gleichaltriger Kollege, der im September Geburstag hatte, weil mir jetzt 12 Euro für eine bessere Überleitung fehlen.
- Ich kriege keinen Strukturausgleich (100,- Euro für 4 Jahre), genau aus dem gleichen Gund. Mein Kollge bekommt ihn.
Ich könnte noch mehr Sauereien schreiben, aber ich lass es lieber, sonst schmeiß ich meinen PC vor Wut gleich aus dem Fenster und das geht ja nicht. Einen neuen kann ich mir dank Verdi ja jetzt nicht mehr leisten.
jan . Montag 6. Februar 2006 20:06
Nicht nur für bereits Beschäftigte und damit in den neuen Tarifvertrag übergeleitete Arbeitnehmer bedeutet der TVÖD Verschlechterungen. Insbesondere für alle Neueingestellten, nach einer Befristung Übernommene oder Stellenwechsler ist der TVÖD ein drastischer Absenkungstarifvertrag. (http://www.netzwerk-verdi.de/tarif_04-05/tvoed-2005.html)
Wir wollen den TVÖD nicht. Dennoch müssen wir jetzt streiken! Alles was verdi ohne einen kraftvollen Streik bei den Ländern aushandeln wird, wird unterhalb des TVÖD liegen. Zu glauben, der BAT würde auf Dauer weitergelten, wenn man jetzt den TVÖD verhindert, ist ein Irrglaube.
Hätten Bsirske und seine Lügentruppe nicht auf eine Verschleierungstaktik gegenüber den Mitgliedern gesetzt, hätten wir noch vor dem Abschluss des TVÖD für eine anständige Tariferhöhung kämpfen können. Lohnabsenkung für 35 Monate zugestehen und als Gegenleistung 2 Monate Erhalt der Arbeitszeit zu bekommen: Wer sowas abschließt, kann nicht im Interesse der ArbeitnehmerInnen gehandelt haben. Jetzt bleibt zumindest in Bund und Kommunen nur, um die Arbeitszeit zu kämpfen. Aber nehmen wir doch die Herausforderung der Arbeitgeber an: Fordern wir jetzt endlich deutliche Arbeitszeitverkürzung!
Wir müssen jetzt, durch einen kraftvollen, bundesweiten Streik erreichen, dass bei den Forderungen nachgebessert wird. Ich möchte nicht in wenigen Wochen auf Hochglanzpapier von Herrn Bsirske erläutert bekommen, warum die 39,5 Stundenwoche für mich ein Gewinn sei.
Michael Recker . Montag 6. Februar 2006 20:52
@ jan
Die zentrale Frage ist, ob es besser ist, jetzt mit dem Streik nur zur Arbeitszeit (bei den Kommunen) der Lügentruppe um Bsirske noch ein Pseudo-Erfolgserlebnis zu verschaffen, das ihnen vielleicht sogar zur Wiederwahl verhilft.
Oder ob es besser ist, deren Versagen und die Niederlage ins Bewußtsein der Mitglieder einsickern zu lassen.
Wenn jemand das ganze hätte inszenieren wollen, zugunsten der Arbeitgeber, dann wäre das doch prima. Zunächst massive Verschlechterungen durch den TvÖD, ohne Streik, dann ein Pseudo-Streik um Arbeitszeit, den Verdi sogar gewinnen darf, damit deren arbeitgebernahe Führung überlebt und weitermachen kann.
Michael Recker . Montag 6. Februar 2006 21:03
Oder um es noch mal anders zu formulieren: alles, was diese Führung von Verdi stützt, ist Mist. Wenn Bsirske und Martin weg sind, ist ein Streik auch nur für Arbeitszeiten völlig okay. Aber vorher - nein.
Die zwei Monate Frist vom Inkrafttreten des fast drei Jahre laufenden Tarifvertrags bis zur Kündigungsmöglichkeit der Arbeitszeiten waren kein Zufall. Sowas ist völlig unüblich.
trebroN . Dienstag 7. Februar 2006 00:38
@ Michael Recker
Lob! Guter analytischer Verstand!
Das ist das Problem von verdi (und nicht nur verdi): ein rational und machtbewußt von einem inneren "informierten" Zirkel - Beschiske, Martin und Konsorten - geführter Apparat. Zeitgemäß politisch opportun a' la SPD/Schröder/Schily - Abklatsch die smarte Führung mit größenwahnsinnigen Anwallungen, in der Politik mitzumischen. Danach lange nix, weil - siehe Satzung - idealerweise der Zwischenbau, z. B. Verhandlungskommissionen, Tarifkommission aus ehrenamtlichen Laiendarstellern bestehen.
Die Verwaltung: "Sekretäre" und Mitarbeiter, einige sehr sympathisch idealistisch, andere menschlich verständlich nibelungentreu - was sollten sie anderes tun nach ihrem Traum-Aufstieg in die Hauptverwaltung?
Räumlich weit getrennt und abhängig an der Informationsnabelschnur der Hauptverwaltung die Beziksfürsten. Am Ar... äh ... am Ende die Betriebsräte. Danach kommen noch die beitragszahlenden Mitglieder...!
Das war bitterbös, ja. Nachdem mir verdi durch Verhandlungsdummheit der Arbeitnehmer"vertreter" infolge Zeitdruck der Führung - vorgezogene Bundestagswahlen! - im Monat 150 Minus beschert hat (weil ich ja noch zu den Blöden zähle, die heutzutage Kinder haben), habe ich neuerdings solche Ausfälle. Der Teufel soll sie holen, die Bagage!
Claudia . Dienstag 7. Februar 2006 10:19
Hallo Jan,
wie die Arbeitgeber mit § 1 TVÜ-VKA (Protokollerklärung:Unterbrechungen von bis zu einem Monat sind bis 30.9.2007 unschädlich) umgehen, kann in folgendem Beitrag nachgelesen werden- und auch noch zusätzlich auf Kosten der Arbeitsagentur:
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2226304
Die GEW-Große Tarifkommission hat viele im Blog angesprochenen Punkte bereits gesehen (Beschäftigungszeit,Bewährung,Unterbrechungen),hat aber die konkreten Inhalte des TVöD und des TVÜ nicht gekannt, wie in der Begründung nachzulesen ist:
http://www.gew.de/Binaries/Binary11124/Beschluss_der_GTK_zu_TVUe_und_TVoeD_1
_9_05_neu.pdf
Gruß Claudia
ein GEW-Mitglied
Frank . Dienstag 7. Februar 2006 11:21
Ich dachte schon, hier gibt es nur männer.
Danke Claudia.
Norbert . Dienstag 7. Februar 2006 14:23
@Claudia
Schließe mich Frank an: Gruß an die erste kritische Frau in diesem Blog.
(PS.: Die anderen sollen vor Ehrfurcht auf die Knie gefallen sein und haben angeblich Birzke die Hand geküsst (;-))
Gruß an dieser Stelle auch an meinen alten Kontrahenten "Neues Verdimitglied"! Ich hoffe, es geht Dir gut, alter Feuerwehrschlauch. Hast Du schon Deinen Kniefall gemacht? Heute hättest Du eine gute Gelegenheit, Brizke die Hand zu küssen, er ist gerade hier in Karlsruhe.
@MAX: ...und natürlich mit Chauffeur, wie sich das gehört.
Neues Verdimitglied . Dienstag 7. Februar 2006 19:44
Liebe Jammerlappen,
heute hat die Urabstimmung auch in meiner Verwaltung begonnen. Natürlich hat sich gezeigt, dass gerade die Jammerlappen sich nicht bereiterklärt haben bei der Organisation und Durchführung der Urabstimmung einen Beitrag zuleisten. Der Dienstherr könnte das ja mitbekommen und wie steht der Jammerlappen den dann dar. Zumal handelt es sich dabei ja um eine ehrenamtliche Tätigkeit die nicht in der Dienstzeit erledigt werden darf und dann macht der arme Jammerlappen ja auch noch Minusstunden!
Mit dem TVÖD bin ich auch nicht wirklich zufrieden aber die Bereitschaft und das Arrangement der restlichen Kollegen macht Hoffung. Hoffnung auf einen für uns Arbeitnehmer guten Verlauf des anstehenden Streiks.
@ Norbert
Vielen Dank für die lieben Grüße.
Bis auf meine wunden Knie geht es mir gut.
Norbert . Dienstag 7. Februar 2006 20:25
@Neues Verdimitglied
Schön das zu hören. Für Deine armen Knie hätte ich Dir eine super Salbe...(;-))
Es ist gut - das meine ich jetzt ausnahmsweise mal im Ernst - dass wir bei allen gegensätzlichen Ansichten und Meinungen auch noch den Humor bewahren.
Was ich Dir neulich schon mal sagen wollte: Während meiner Dienstzeit bei der Bundesmarine 69/70 war ich an Bord auch bei den Schläuchen ("fire fighting and damage control group"). Na, was sagst Du jetzt?
Andreas . Dienstag 7. Februar 2006 21:53
@ neues verdimitglied
Falls das mit den neuerlichen "Jammerlappen" diesmal lustig gemeint war, ist es Dir auch misslungen. Du solltest Dich aus diesem Blog verabschieden...
rainer nehring . Mittwoch 8. Februar 2006 10:38
TVöD Erfolg oder Misserfolg
Auf diesen, von mir am 15.Februar 2005 eingestellten Beitrag haben inzwischen ca. 550 Leute
einen Kommentar geschrieben.
Der weitaus größere Teil der Breiträge übt Kritik an den Inhalten des TVöD, aber auch an der Informationspolitik von ver.di.
Leider sind auch einige Kommentatoren dabei, die jegliches Maß an Diskussionskultur, Respekt und die Meinung des Anderen außer acht gelassen haben.
Wir haben vielen Kolleginnen, Kollegen, Mitgliedern und nicht Mitgliedern bis hin zu Gegnern, über ein Jahr die Möglichkeit gegeben hier ihre Meinung zu schreiben, oder ihren Frust los zu werden. Nur in ganz wenigen Fällen war auch unsere Toleranzgrenze erreicht. Es ist und bleibt eine ver.di-Seite, die Raum für Diskussionen zu den Themen bieten soll. Neid- oder Hassbeiträge sind in einem so umfangreichen Prozess überhaupt nicht hilfreich und der Verfasser disqualifiziert sich selbst.
Ich bedanke allen die sich an diesem Forum konstruktiv beteiligt haben, sowie für Hinweise die auch Thema von Nachverhandlungen sind.
Ich stelle jedoch fest, die Diskussion bewegt sich im Kreis und ist nicht mehr nach vorne gerichtet.
Der TVöD, mit Ecken und Kanten ist da, wie oft im Forum kritisiert.
Die Forderung zurück zum alten Tarifrecht oder die Verweigerung das neue Tarifrecht auch auf die Länder zu übertragen, sind Kontraproduktiv und behindern die anstehende Weiterentwicklung des TVöD.
Der Prozess ist unumkehrbar.
Die zukünftige Aufgabe wird sein, welche Regelungsbedarfe haben wir und wie soll es mit dem TVöD weitergehen ?
Damit die Diskussion übersichtlich bleibt, habe ich einen neuen Artikel geschrieben, an dem nun weiter diskutiert werden kann. Aus diesem Grund wird dieser Eintrag für weitere Kommentare geschlossen.
TVöD - Wie soll es weitergehen?
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