WILLKOMMEN IM BLOG!

Hier schreiben und diskutieren wir über aktuelle Themen der Arbeiterinnen und Arbeiter. Du kannst dich gerne mit eigenen Kommentaren beteiligen!
Mehr zum Thema Blogs...

Die Sendung zur Arbeit
Die Kampagne
ver.digital-SPEZIAL
schrift vergroessern schrift verkleinern
 
Archiv
< 2010
Jan Feb(4) Mär(1) Apr
Mai(2) Jun(1) Jul(1) Aug(2)
Sep Okt Nov Dez
Mitglied werden!
Administration

Hans Janosch zum Thema WELTPOLITIK & globale Gefahren

Die Suche nach dem Aufstand der Anständigen

Heureka! So soll Archimedes einst ausgerufen haben als ihm die Erkenntnis des nach ihm bekannten Prinzips überkam. Entsprechend wissen wir heute, Auftrieb finde letztlich dadurch statt, dass die auf einen Körper einwirkenden Kräfte einen Ausgleich anstreben. Uns überkommt dieser Tage die Erkenntnis eines ganz ähnlichen Systems. Denn der deutsche Soldat in Afghanistan scheint einen Ausgleich der auf ihn einwirkenden Kräfte dadurch zu finden, dass ihm als Dank für Heimweh und Verstümmelung eine Auszeichnung seiner Tapferkeit zuteil wird. Und so findet diese unsägliche Idee der Verleihung von Tapferkeitsorden tätsächlich bis an die gesellschaftliche Oberfläche führenden Auftrieb. Heureka!

Aber damit nicht genug. Wir erkennen darüber hinaus, dass militärische Tapferkeitsauszeichnungen und Gefallene heute ganz ohne Krieg möglich sind. Ob das die neueste Errungenschaft unserer modernen Gesellschaft ist? Ein sich in vollem Gange befindlicher Krieg, in dem jeden Tag mehr Menschen sterben und der seiner fehlenden Legitimation wegen einfach in Abrede gestellt wird? Heureka!

Gedanken, wie denn ein „Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit“ aussehen könne wurden offensichtlich hinreichend bemüht. Auch weil die deutsche Kultur die Versöhnung mit ihren preußischen Wurzeln mittlerweile weit vorangetrieben hat war man sich scheinbar nicht zu schade in der Ausgestaltung dieser Auszeichnung ganz ungezwungen an Preußens Gloria anzuknüpfen. Der Form nach erinnert diese Tapferkeitsauszeichnung eigentlich weniger an ein Eisernes Kreuz. Sie erinnert in ihrer Form vielmehr an ein preussisches Militärverdienstkreuz. Noch mehr an den 1861 von König Wilhelm I gestifteten Kronenorden. Gestiftet anlässlich seiner eigenen Krönung, die die letzte Krönung eines preußischen Königs war. Danach wurde die Welt durch die Unvernunft Kaiser Wilhelms II und dem Großreichswahn Nazideutschlands mit Not und Elend überzogen.

Es ist schon aussagekräftig, dass die Form einer militärischen Tapferkeitsauszeichnung der Bundeswehr an eine Zeit erinnert, wahrscheinlich erinnern soll, in der die Entwicklungsergebnisse einer schließlich im Hitlerfaschismus Vollendung findenden staatsloyalen preußischen Exerziergesellschaft noch nicht sichtbar waren. Man neigt heute mehr und mehr dazu die seinerzeit noch von Gottes Gnaden legitimierte preußische Militärdiktatur zu romantisieren. So wird immer weiter ausgeblendet, warum man sich nach dem Krieg lange Jahre in der Bundesrepublik einig war eben keine mit Tapferkeitsauszeichnungen dekorierte Angriffsarmee mehr unterhalten zu wollen.

Diese reanimierte Vorgehensweise, Tapferkeitsorden zu verleihen, ist wider dem guten Geschmack. Und nicht nur das. Hier wurde eine Grenze überschritten die nicht überschritten werden darf und man wäre gut beraten dies in Karlsruhe feststellen zu lassen – auch, wenn man dort heute offensichtliche Schwierigkeiten hat unsere Verfassung den ihr beinhalteten Grundsätzen nach zu interpretieren - bis zur Feststellung in Deutschland sollen keine Tapferkeitsorden für militärische Verdienste mehr ausgebracht werden sollte selbst Karlsruhe denken können!



7 Kommentare · Diesen Eintrag versenden · drucken

Hans Janosch zum Thema WELTPOLITIK & globale Gefahren

Krieg in Palästina - die Hintergründe

Der Krieg ist ein Massaker von Menschen,
die sich nicht kennen,
zum Nutzen von Leuten,
die sich kennen, aber nicht massakrieren.

Paul Valery



Liebe Kolleginnen und Kollegen

Ein gutes neues Jahr. In anhängender Worddatei ist eine Auseinandersetzung mit der derzeitigen Nahost-Thematik zu finden.

mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch

Änderung am 23.Jan 2009:
Datei eingefügt: Dokumentation von Ellen Rohlfs, Mitglied GushShalom

KiP.doc
Ellen Rohlfs Voelkermord 2006.rtf

Hier kommentieren! · Diesen Eintrag versenden · drucken

Hans Janosch zum Thema WELTPOLITIK & globale Gefahren

Zur Weltwirtschaftskrise – eine Kurzanalyse der gegenwärtigen Situation


Zur Weltwirtschaftskrise – eine Kurzanalyse der gegenwärtigen Situation



Die gegenwärtige Situation einer weltweit wirkenden Krise bedarf einer tieferen Analyse als bislang erfolgt. Die Stück für Stück immer sichtbarer werdende Systemmisere fordert ihre eigenen Antworten ein. Die historische Dimension des aktuellen Geschehens ist sich zu verdeutlichen. Zu dieser Verdeutlichung ist einerseits ein historischer Leitfaden, andererseits ein materieller Leitfaden erforderlich. Beide zusammengefügt ergeben das vielleicht einzig taugliche Instrument, diese komplexen Zusammenhänge zu begreifen. Der historisch-materielle Ansatz, oder anders, der zeitlich-räumliche, ist, ergänzt um die ein oder andere Wahrscheinlichkeitsbetrachtung, wohl überhaupt der elementarste Ansatz, zu dem die menschliche Anlage befähigt.


Der Kommunismus, um dem eigentlichen Thema näherzukommen, ist nicht als ein abseits vom Kapitalismus liegendes Organisationsprinzip zu verstehen, sondern er ist die aus dem Kapitalismus heraus erarbeitete Antithese. Die historische Dimension gesamtgesellschaftlicher Transformationen erfassend, ist zu erkennen, dass der Zusammenbruch des Ostblocks keine separat zu bewertende Entwicklung darstellt, sondern, gerade eben erst vollzogen, gleichzeitig mit dem Zusammenbruch des kapitalistischen Systems einhergeht. Der Zusammenbruch von Kommunismus und Kapitalismus ist deckungsgleich und vollzieht sich einträchtig. Seit Beginn der Emanzipationsbewegung war die Gefahr nie so groß, dass der Fortentwicklungsprozess der menschlichen Gesellschaft, der Zivilisation, durch reaktionäre Einflüsse zunichte gemacht wird und noch nie war das Erfordernis entsprechend so elementar, dieser Gefahr Herr zu werden. Die soziale Frage muss innerhalb des 21.Jhd. beantwortet werden. Denn eng verknüpft mit der sozialen Frage die ökologische Frage, die Frage nach der Verwertungsweise vorhandener Ressourcen und der Ressourcenauswahl als solcher, weiter die Frage nach der Verteilung der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Die Beantwortung der sozialen Frage ist dabei weniger das Ziel, sondern die Vorraussetzung. Ziel ist das Überleben und die Fortentwicklung der menschlichen Zivilisation.


Eine grundlagenbezogene Diskussion ist jetzt wichtiger denn je. Die Mehrwertthematik muss wieder aufgegriffen werden. Durch den mehrwertverursacht in Gang gesetzten Kapitalsog wurden die heutigen krisenrelevanten Handlungsweisen erst ermöglicht und wir wissen dies seit annähernd 200 Jahren. Ludwig Erhard befand sich im Irrtum, als er glaubte, den Krisenzyklus im Kapitalismus überwinden zu können, ohne den Mehrwert weitgehend wieder umzulegen und die Freiheit des Kapitalisten einzuschränken.


Es muss eine Diskussion darüber geführt werden, wie der Mehrwert wieder umgelegt werden kann um so den ökonomischen Kreislauf nachhaltig zu stabilisieren. Die gegenwärtige Diskussion einer Eigentumsbeteiligung der Beschäftigten an ihren Unternehmen greift nicht weit genug. Produktionsmittel sind Gemeineigentum. Dies muss außer Frage stehen. Die Menschen sind nicht dafür gemacht, Güter und Waren für Kapitalisten zu produzieren, damit diese sich daran bereichern können. Menschen produzieren Güter und Waren ihrer selbst willen! Die sich stellende Frage ist lediglich, wie die gemeineigentümlichen Produktionsmittel zu verwalten sind. Einerseits darf nicht wieder der Fehler einer staatlichen Anmaßung gemacht werden. Dies sollte die aus dem Staatssozialismus heraus gezogene Lehre sein. Andererseits darf Eigentum nicht in einem Maße angehäuft werden, dass einzelne wirtschaftliche Akteure Einfluss auf gesamtgesellschaftliche Begebenheiten ausüben können und ebenso darf ein Kapitalist auch in kleinem Ausmaß nicht der eigenen Bereicherung wegen Schaden an einer Volkswirtschaft verursachen. Dies sollte die aus dem Kapitalismus heraus gezogene Lehre sein. Produktionsmittel müssen individuell verwaltet werden und ihr Einsatz muss sich an den Marktgesetzen orientieren. Diese Art der wirtschaftlichen Organisationspolitik, die Markwirtschaft, kann so freiheitlich sein, dass Angebot und Nachfrage die nähere Ausgestaltung ohne jeden Eingriff steuern. Die aus einer Mehrwertumlage heraus resultierenden Ressourcen sind in der Lage, die Menschen staatlich abzusichern und sie stetig auf die Anforderungen ihrer eigenen Art hin umzuqualifizieren. Die Gesellschaft verändert sich stetig, Innovationen werden entwickelt und erobern Märkte, Angebot und Nachfrage ändern sich und somit die vorhandenen Produktionsabläufe. Dies ist nicht negativ. Im Gegenteil, es ist Ausdruck von Vitalität und Fortentwicklung. Der Mensch braucht Wettbewerb. Er muss sich in der Ausübung der ihm zu Verfügung stehenden Fertigkeiten mit anderen Menschen und deren Fertigkeiten messen. Der größte Wettbewerb in allen Zeiten ist der Wettbewerb der Ideen. Er ist der Motor einer jeden Fortentwicklung der menschlichen Zivilisation.


Marktwirtschaft ist nicht gleich Kapitalismus. Ein System, welches die Produktionsmittel der Gemeinwirtschaft zuordnet, sie lediglich der individuellen Verwaltung zufügt aber trotzdem privates aus persönlicher Befähigung heraus erwirtschaftetes Eigentum bis hin zu einer festgelegten Grenze akzeptiert ist keine Utopie. Der Grundanreiz der menschlichen Betätigung soll weiterhin die Verwirklichung eines eigenverantwortlichen, wohlständigen Lebens sein. Die Veränderung hingegen muss sein, dass die Auswahl der Bessergestellten anhand ihrer Befähigung und nicht anhand ihrer sozialen Herkunft, ihrer Klassenzugehörigkeit, vollzogen wird. Eine Menschheit von Gleichen unter Gleichen ist eine Fiktion, möglich hingegen ist eine menschliche, gleichberechtigte Gesellschaft.


Immer wenn wir über die Veränderung der menschlichen Gesellschaft sprechen, meinen wir den Wettbewerb der verschiedenen Ideen untereinander. Wir wissen aus der Geschichte, dass beinahe alle uns bekannten Hochkulturen untergegangen sind. Wir forschen nach ihnen und können die Gründe ihres Unterganges doch nur erahnen. Auch unsere Zivilisation steht an einer Weggabelung in ihrer historischen Entwicklung, die über Gedeih oder Verderb entscheiden könnte, aller Voraussicht nach entscheiden wird. Wir brauchen den Mut zur Veränderung und müssen solchen Ideen folgen, die eben nicht das kurzfristige Wohl des Einzelnen, sondern das langfristige Wohl der Gemeinschaft anstreben. Auch im Rahmen einer Verwaltung, die privaten Besitz nur abseits der vorhanden Produktionsmittel kennt, ist der Reichtum des Einzelnen in einem Maße möglich, dass alle materiellen Vorstellungen stimuliert werden. Sollte der erforderliche Schritt hin zu einer modernen, gerechten, einer ökologisch nachhaltigen Gesellschaft an dieser Stelle unserer Geschichte nicht vollzogen werden, verlieren wir wahrscheinlich 300 oder 400 Jahre. 300 oder 400 Jahre, die wir nicht mehr haben, geht es darum endlich Vernunft anzunehmen.


mit nicht extremistischen aber sehr wohl radikalen Grüssen

Hans Janosch



12 Kommentare · Diesen Eintrag versenden · drucken

Hans Janosch zum Thema WELTPOLITIK & globale Gefahren

gigantisches Investionsvorhaben in China


- die Einzigen, die etwas davon verstehen?




China beschließt ein Konjunkturprogramm von umgerechnet 460Milliarden Euro und plant einen gigantischen Infrastrukturausbau.

Desweiteren sollen chinesische Unternehmen um 120Mrd€ von der Steuer entlastet werden.



In jedem Falle kann selbst der nicht Sachverständige konstatieren, dass dies wohl wirkungsvoller als ein merkelches Strohfeuer sein muss ;-)


mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch

siehe Datei



08_23_460_mrd_konjunkturprogramm.pdf

Hier kommentieren! · Diesen Eintrag versenden · drucken

Hans Janosch zum Thema WELTPOLITIK & globale Gefahren

Die Georgier ....


... , liebe Kolleginnen und Kollegen, sind auch nicht zimperlich; man sollte davon absehen, Georgien auf Grundlage der Nähe zu internationalen Bündnissen einen völkerrechtlichen Persilschein auszustellen!


Das Problem ist ein altbekanntes. Immer wenn es um Grenzgebiete geht, an denen zwei Parteien einen gleich wie gearteten Anspruch hegen, ist man recht schnell mit restriktiven Vorgehensweisen zur Stelle; auf das zivile Leben wird da wenig Rücksicht genommen.


Aber Fakt ist tatsächlich, dass Abchasen sowie Südosseten eine mäßige Souveränität unter russischer Schutzmacht bevorzugen und sich bereits seit längerer Zeit auch bewaffnet der georgischen mehr oder minder Expansionspolitik entgegenstellen.


Ich bin dafür, den bewaffneten Konflikt zu beenden und international beobachtete Volksbegehren hinsichtlich Zugehörigkeitsfragen in Abchasien und Südossetien durchzuführen - lasst die Menschen entscheiden, alle anderen (Macht)Fragen SOLLTEN in diesem Sinne weitgehend unberücksichtigt bleiben.


Die Menschen wollen Georgien scheinbar nicht zugehörig sein und man sollte doch aus der historischen Erfahrung heraus konstatieren können, dass diesbezüglicher Zwang nur neue Konflikte erzeugt und zudem grosses Leiden der jeweiligen Volksseele. Ich solidarisiere mich mit Abchasen und Südosseten.



Viele Grüße
Hans Janosch


P.S.
Die Themenkategorie an der Stelle heißt "WELTPOLITIK und globale Gefahren"; nicht umsonst. Man darf diesen Konflikt keinesfalls unterschätzen, denn er ist Teil eines wieder aufflammenden, grossen Konfliktes. Die sich stellende Frage ist von daher eher die, wie lange ein schläfriger Riese sich von den sieben Zwergen auf den Füßen herumtrampeln lässt. Es ist kurz vor 12 und es wird dementsprechend allerhöchste Zeit, dass in den vereinigten Staaten wieder eine liberale und konsensorientierte Politik betrieben wird!


7 Kommentare · Diesen Eintrag versenden · drucken

Hans Janosch zum Thema WELTPOLITIK & globale Gefahren

BRENNPUNKT USA - Wie ein Volk in Angst gehalten wird

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ihr kennt die alltäglichen Auseinandersetzungen zum Thema Amerika nur zu gut - auf Grundlage politischer Überzeugungen werden die einen als amerikafreundliche Imperialisten, die anderen als ostorientierte Postkommunisten abgetan.


Wie aber stellt die Situation sich dar, betrachtet man abseits jedweder eigener politischer Überzeugung die Auswirkungen amerikanischer Politik auf die amerikanische Bevölkerung?


Das amerikanische Volk wird seit mehr als 5 Jahren in großen Teilen in Angst gehalten. Wo geschieht dies denn - vornehmlich in den großen Städten? Weit gefehlt! Gerade in den ländlichen Regionen Amerikas in der Weite des Landes begründet nicht gerade selten, zufälliger Weise oft feste Wahlgebiete der Republikaner, werden die Menschen in permanten Alarmzustand versetzt.


Da werden den Bewohnern kleiner Städtchen Horroszenarien wie ein möglich bevorstehender chemischer Angriff ausgemalt, ein terroristischer Angriff in der amrikanischen Pampa als ständig greifbar erklärt.


Und so kommt es vor, dass ganze Städte ihren Samstagnachmittag damit verbringen, die Fenster ihrer Häuser mit Plastikfolien abzukleben, da diese den staatlichen Ratschlägen nach wirksamen Schutz gegen die Auswirkungen eines chemischen Angriffes bieten usw.


Liebe BlogleserInnen, dies ist keine blumige Vorstellung meinerseits sondern die Realität. Warum ist dies so? Wie schon beschrieben, sind gerade die ländlichen Gebiete oft festes Wahlgebiet der Republikaner, nicht selten der Teile von Republikanern, welche ihre Überzeugung nicht aus auschließlichen Nationalismus sondern vorallem aus christlichem Fundamentalismus schöpfen.


Einerseits führt diese permanent geschürte Angst allerdings zu einer zusätzlichen Nationalisierung der amerikanischen Landbevölkerung(als ob dies notwendig wäre), die dafür sorgt, dass viele amerikanische Söhne sich von patriotischen Regungen ergriffen freiwillig zum Militärdienst melden um die auch zuhause täglich gefühlte Bedrohung vor Ort bekämpfen zu können(nur so funktioniert es, wenn die Amerikaner sich zuhause nicht bedroht fühlten, warum sollten sie sich genötigt sehen in einen weit entfernten Krieg zu ziehen?), andererseits treibt die tägliche Angst und eine menschlich daraus abgeleite Hoffnung auf Besserung natürlich breite Teile der Landbevölkerung in die Arme der Fundamentalchristen, "die sich dieser armen Schäfchen natürlich fürsorglich annehmen" - nicht ironisch ausformuliert - die diese dann rücksichtslos indokrinieren.


Und nun stelle ich einen heute nicht gerne gesehen Vergleich an. Im Deutschland des Nationalsozialismus wurde die Macht dadurch verfestigt, das einerseits ein für alles Unheil verantwortlicher Feind ausgemacht und Tag für Tag diskreditiert wurde, so dass die breite Masse einen Ansatzpunkt zur Kanalisierung ihrer Wut fand, ein ebenso nicht kleiner Teil der nationalsozialistischen Bewegung fand ihre Verwurzelung im radikalen Glauben an altgermanischen Kultus. Desweiteren wurden die Feinde des Regimes im Rahmen politisch motivierter Einsatzverbände oder Geheimdienste in Schach gehalten.


Zurück nach Amerika:
Der fundamentalchristliche Teil der republikanischen Wählerschaft macht ungefähr 25%, also ein Vietel, aus, der Rest rekrutiert sich aus weitgehend nationalistischen und normal-patriotisch/koservativ veranlagten Wählern. Um diese Wählerschaft beisammen zu halten und so bei Wahlen eine Siegchance gegen die weitaus gesellschaftsliberaleren Demokraten zu erhalten, ist die Förderung der Fundamentalisten zwingend erforderlich - welche dementsprechend auch nachhaltig durchgeführt wird. Durch oft nicht im Rahmen rechtstaatlicher Abläufe handelnde Geheimorganisationen und "Heimatschutzinstitutionen" werden die Köpfe basisdemokratisch orientierter Protestbewegungen zumeist außer Gefecht gesetzt, bevor eine größere Gefahr fur das Regime entstehten kann.

Nun stelle ich die abschließende Frage:
Wer kann mir hinsichtlich des staatlichen Konzeptes der amerikanischen Republikaner den Unterschied zum Grundsatzkonzept der Nationalsozialisten in Deutschland erklären?


nachdenkliche Grüße
Hans Janosch



2 Kommentare · Diesen Eintrag versenden · drucken

Neueste Kommentare

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@ludwig vogt Ich weiß ja nicht, wo und was du so schaffst den Tag über..., wahrscheinlichbist du freigestellter BR? Aber das profunde Wissen des klas weiter...
HdB
01. September 22:13

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
So ist das nun mal, bietet man jemanden genug "Kohle", ist es vorbei mit der vorher selbst eingeforderten Solidarität. Vergessen sind die Sprüche über weiter...
rai-na
01. September 21:41

Wer sind wir?
Das is doch ganz normal bei der Firma, hier musst du alles machen. Nach einer Woche find ich zwar auch etwas früh, aber wenn not am Mann ist ist auch weiter...
Bernd
01. September 18:17

Wer sind wir?
Bernd seit eine woche beschäftigt, noch in der probezeit und schon die schlüssel in der hand??????????????????????? so eine ehre!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! weiter...
mischel
01. September 17:18

Wer sind wir?
Nun wer dort hin geht hat noch nicht`s gelernt, man wird belogen und betrogen und wer sagt das stimmt nicht,der lügt sich selbst in die Tasche weiter...
Andy
01. September 15:24

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@HdB Immer wieder finden sich Eskimos die den Afrikanern sagen was sie zu tun haben , zu den Arbeitsdirektoren gibt es genug beisp. die von Ver,di ... weiter...
ludwig vogt
01. September 14:06

Wer sind wir?
Hallo Mausi Wer zu diesem Fest geht , hatt wirklich das volle Rad ab!!!!! Vorne rum sind alle Nett und Freundlich und hinten rum hast du schon ... weiter...
TEDI OPFER ????
31. August 15:10

Wer sind wir?
Hallo Wer geht zum großen Super Fest???? weiter...
Mausi
31. August 15:04

Wer sind wir?
Putzfrauen bei Tedi von was Träumst du eigentlich. Die Türen schließt der der Spätschicht hat und am nächsten Morgen auf macht. Also wenn du den Schlü weiter...
Bernd
31. August 10:03

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@franklin Es war das Ende der Nachkriegsgewerkschaften schlechthin. "Aufsteiger protzen gerne mit dicken Zigarren" Der ehemalige Arbeitsminister ... weiter...
HdB
31. August 00:44

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@ HdB ja in der Tat, der 92 er Streik war von Massen von Mitgliedern getragen und hätte ein besseres Ende verdient gehabt. War selbst dabei ! D weiter...
Franklin
31. August 00:10

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
Hallo franklin, das erinnert ja fast wehmütig an die guten alten Zeiten lebhafter tvöd-Diskussionen hier! ...und Du hast wieder mal nichts verstande weiter...
HdB
31. August 00:07

Wer sind wir?
wer schließt die Toren(die Türen) eigentlich der tedi filliale bzl" s oder putzfrauen ? ich bin neue hier und mir würde vor kurzem schlüssel in weiter...
Mischel
30. August 23:19

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@ ludwig vogt Du hast recht: nur wenige holen für alle einen Tarifabschluß heraus: das ist in der Tat eine Lachnummer. Solange Tarifabschlüsse auf d weiter...
Franklin
30. August 23:15

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@ludwig vogt, ... fast bist du zu beneiden. Wie, glaubst DU denn, du Träumer, wird einer Arbeitsdirektor in so einem Unternehmen? DU glaubst also, weiter...
HdB
30. August 22:58

Wer sind wir?
Hallo Was geht im Wilden Süden denn so ab? weiter...
Ex mitarbeiterin
30. August 22:36

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
Na ja der neoliberale Zeitgeist hat uns alle im Griff , ich finde es nicht verwerflich wenn der Koll Rainer Friebershäuser in einem Unternehmen wo die weiter...
ludwig vogt
30. August 12:11

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
Hmm... na ja, wir wollen anerkennen, die Oberbonzen der Gewerkschaften haben sich doch auch bissel angestrengt... ...aber nur für ihre eigenen Bezüge weiter...
HdB
29. August 23:21

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
@ludwig vogt Und was schließen wir daraus? Die Manager haben alles richtig gemacht. Die Gewerkschaften als "Vertreter" der Arbeitnehmer haben 10 weiter...
rai-na
27. August 19:51

Der demographische Wandel in der deutschen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft – ein Erläuterungsversuch
Noch einen zum Wochenende ..Der Einkommensunterschied Wächst ... Während Manager 1996 im schnitt das 19-fache eines Mitarbeiter ( Arbeiter/innen ) ve weiter...
ludwig vogt
27. August 11:34