GEWERKSCHAFT
Mittwoch 18. März 2009
Hans Janosch zum Thema GEWERKSCHAFT
An den Verdi-Bundesvorstand/ den Gewerkschaftsrat
Keine Gesinnung haben und gerade dies als Gesinnung herausstellen wollen. Man könnte das Liberalismus nennen, der nicht ausschließlich negativ zu bewerten ist; zumindest, hat man ihn verstanden. Scheinbar hat man an ihm aber nur jene der personifizierten Begriffsstutzigkeit vorbehaltene Borniertheit verstanden, sich auf der Grundlage einer nicht im eigenen Sinne verlaufenen Sache auch schon mit dem bloßen Anschein die Sache sei gut zufrieden zu geben.
Ordnungspolitik heißt nicht, einem revolutionären Konservatismus die Hand zu reichen um faulen Frieden zu schließen. Ordnungspolitik heißt, die Gesellschaft nachhaltig zu stabilisieren. Da man allerdings nicht einmal den Liberalismus durchdringt, wie soll man ein Verständnis grundlegender Zusammenhänge entwickeln, deren Konsequenz etwas sein müsste was den Namen Ordnungspolitik verdient?
Liberalismus, das zeigt die Erfahrung mit ihm, ist nichts anderes als Begriffsneutralität - also sollte man endlich einmal beginnen, Begriffe mit Inhalten zu befüllen statt sich weiter die Inhalte einer rückwärtsgerichteten Feudalkaste diktieren zu lassen - die unsere Bevölkerung seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Systemes immer weiter re-nationalisiert!
Schließt euch endlich zusammen und beendet den Spuk!
brüderliche Grüße
Hans Janosch
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Montag 8. Dezember 2008
Hans Janosch zum Thema GEWERKSCHAFT
Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Der gegenwärtigen Situation einer weltumspannenden Krise geschuldet, hielte ich es für fruchtbar, eine Diskussion über das Selbstverständnis einer Gewerkschaft zu eröffnen. Dazu möchte ich euch herzlich einladen.
Seit 500 Jahren vollzieht sich eine stetige Emanzipationsbewegung. Was in früheren Zeiten Klerus und fürstliche Beamte waren, sind heute die Kapitalisten und die zumindest namentlich demokratischen Beamten unserer zumindest namentlich demokratischen Systeme. Jeder Arbeitskampf, den wir führen, ist als ein sozialer Waffengang zu verstehen, der selbst eingebettet ist in einem die Welt umfassenden, sozialen Krieg. Das radikale Element dieser Sichtweise ist nicht unser Problem. Es ist unser Lebenselixier. Es ist Ausdruck von Vitalität. Die Liebe zur Freiheit schärft sich an unseren Ketten.
Der soziale Kampf ist nicht seine eigene Zweckmäßigkeit. Der Gewerkschaft lebende Mensch ist aufgefordert, die ihm innewohnende Funktionsegomanie abzulegen, um sich, seiner Aufgabe entsprechend, als gesellschaftliches Wesen begreifen zu können. Das Ausfüllen der Tarifautonomie ist die den widrigen gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldete Pflicht einer Gewerkschaft, die Kür hingegen muss es sein, die gesellschaftlichen Verhältnisse dahingehend zu verändern, dass die Produktion sozialer Verteidigungsleistung überflüssig wird.
Dies sollte in meinen Augen das Selbstverständnis einer Gewerkschaft sein – die völlige, der Fortentwicklung der menschlichen Gesellschaft geschuldete Selbstaufgabe.
mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch
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Montag 4. August 2008
Hans Janosch zum Thema GEWERKSCHAFT
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Ihr habt es sicherlich alle mitbekommen(es wird ja schon rege diskutiert): "Verdi-Chef jettet per Lufthansa-Bonusmeilen in die Südsee". Und, gehört ihr nun auch zu denen, die auf Frank Bsirske schimpfend durch die Weltgeschichte rennen und nicht merken, dass sie dabei nicht in erster Linie von feinen, moralischen Empfindungen, sondern von Neid getrieben sind; von Neid, nicht selbst erster Klasse in die Südsee fliegen zu können? Sicher nicht - aber es gibt genug, auch Ver.di-Mitglieder (und hochrangige Verdi-Funktionäre - was noch bedenklicher ist!), die dieser medialen Schmutzkampagne aufgesessen sind!
Nicht selten hört man dieser Tage, "Frank Bsirske hat seine streikenden Mitglieder im Stich gelassen". Freunde, offen gesagt frage ich mich, in welcher Gewerkschaft Arbeitskämpfe eigentlich vom Gewerkschaftsvorsitzenden geführt werden - statt von den abhängig beschäftigten Kolleginnen und Kollegen !
Frank Bsirske hat aber meiner Ansicht nach tatsächlich einen Fehler gemacht; den, seine Handlungsweise nicht nachträglich öffentlich zu legitimieren und dabei herauszustellen, in welch' perfider Art und Weise sich irgendwelche Schmutzfinken den Kapital- und Revancheinteressen zahlungskräftiger Auftraggeber Untertan machen. Ich kann in keinster Weise etwas Verwerfliches an der Vorgehensweise der Nutzung von Flugmeilen erkennen und ich bin mir sicher, jeder von uns würde dies exat in der gleichen Art und Weise handhaben - wäre er denn Aufsichtsratmitglied bei der Lufthansa!
Es kann nicht sein, dass wir uns in einer pseudomoralischen und von Neid getriebenen Debatte, die übrigens wie bereits angedeutet aus ganz anderen Beweggründen heraus inszeniert wurde, verstecken und duckmäuserisch den gestehenden Übeltäter miemen!
Man kann gegenwärtig eine sehr gefährliche Entwicklung feststellen. Eine Entwicklung, die medial getrieben dazu führt, dass eine ganze Gesellschaft scheinbar nur auf Prügelknaben wartend in den Startlöschern hockt, immer bereit, den nackten Finger anklagend in eine zuweilen scheinbar beliebige Richtung zu strecken. Dadurch wird von den wirklichen Problemen abgelenkt. Wirkliche Probleme sind gewohnheitsmäßig betriebene, millionenschwere Steuerhinterziehungen, das Abdrängen von Millionen Menschen ins soziale Abseits, das Verpulvern von Abermillionen Euro in völkerrechtwidrigen Kriegen und der fortschreitende Abbau von Bürgerrechten - und nicht damit verglichen moralisch keinen Weltzusammenbruch darstellende, läppische 10.000 Euronen, die ein Aufsichtsratmitglied dadurch spart, dass es sponsored by Lufthansa in den Urlaub fliegt!
Dieser Einfluss, welchen wir den Medien in der Einflussnahme auf unser Denken zugestehen ist gefährlich - und das derzeitige Thema um Frank Bsirske ist in diesem Sinne wieder einmal bezeichnend.
mit nachdenklichen Grüßen
Hans Janosch
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Donnerstag 18. Oktober 2007
Kati Ziemer zum Thema GEWERKSCHAFT
Es war eine anstrengende und arbeitsreiche Woche in Leipzig, wir haben viel erlebt. Wir haben so viele Themen behandelt, mehr dazu giebt es auf den ver.di Seiten zu lesen.
Unter anderem unterstützten wir den Streik der Kolleginnenen vom Einzelhandel des Hermes-Versands, drei Busse mit Deligierten fuhren mitten in der Nacht nach Haldensleben um die Kolleginnen beim Schichtwechsel zu uterstützen.
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Mittwoch 29. August 2007
Hans Janosch zum Thema GEWERKSCHAFT
Gedanken hinsichtlich erforderlicher Schritte hin zu einer zukunftsorientierten Mitgliederpolitik
Liebe Kolleginnen und Kollegen, was muss sich eurer Meinung nach an der grundsätzlichen Mitgliederpolitik ändern?
Ich möchte einmal eine Sichtweise darstellen, noch lieber aber eure Meinung hören und mit euch diskutieren.
Leiten wir das Thema ein....
Wer sind wir?
Ein wichtiges Faktum hinsichtlich der Anerkennung und des Erkennens unserer zur Verwirklichung angestrebten Ziele durch unsere Mitgliedschaft und gerade darüber hinaus ist die Frage nach unserem öffentlich erkenntlichen Profil. Wir als Gewerkschaft des Dienstleistungssektors in Deutschland haben aufgrund der großen Masse zu vertretender Menschen einen Anspruch über die Wahrnehmung der Tarifautonomie hinaus. Dieser Anspruch manifestiert sich in der Behandlung grundsatzpolitischer Themen.
In Deutschland, wie in anderen Staaten auch, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher gesellschaftlicher Strömungen. Alle diese Strömungen, ob sie uns nun genehm oder nicht genehm sein mögen, haben ihre Existenzberechtigung. Diese Existenzberechtigung ergibt sich aus der Tatsache, dass das Faktum der bloßen Existenz auf eine Ursache, auf einen gleich wie gearteten Missstand, auf ein Ungleichgewicht bestimmter Begebenheiten, wenn auch nur subjektiv empfunden, schließen lässt. Der partikulare Kampf ist entsprechend vorangehend beschriebenen Sachverhaltes eine Verschwendung von Energien, eine fehlgeleitete Bekämpfung von Symptomen, welche die für die sinnvollere Ursachenbekämpfung notwendig aufzubringenden Energien in zu großem Maße abschwächt. Wir sind gut beraten, statt zu uns in Opposition stehende Organisationen, Verbände und Parteien zu diskreditieren, unsere eigenen elementaren Überzeugungen herauszustellen, unser eigenes Profil zu schärfen. Das leider immer noch alltägliche Ankreiden der Überzeugungen des jeweils anderen schreckt Menschen gegenwärtig eher ab, statt sie zur Parteinahme zu bewegen.
Die politische Vielfalt, die Vielfalt an unterschiedlichen Sichtweisen, ist im Rahmen einer gesamtgesellschaftlichen Betrachtung die Grundlage unseres Wertesystems, überhaupt ist sie die Grundlage, auf der in einer ständigen Abwägung von Thesen und Antithesen gesellschaftliche Transformationsprozesse stattfinden. Innerhalb einer der Arbeiterbewegung zugehörigen Organisation ist die Vielfalt, zumindest sollte sie einen bestimmten geeigneten Rahmen überschreiten, ein fataler Fehler, einer der Gründe, warum das eigentliche Profil einer solchen Organisation für viele Menschen nicht mehr nachvollziehbar oder erkennbar ist, daraus resultierend einer der Gründe, warum Menschen den Gewerkschaften den Rücken kehren. Wir als Gewerkschaft sind klar einer gesellschaftlichen Strömung zuzuordnen und diese Strömung ist die Vertretung der abhängig beschäftigten Massen, jene Strömung, welche stets seit der fortschreitenden Industrialisierung das entscheidende gesellschaftliche Element darstellt, welches entsprechend des Mehrheitsprinzips für sozialen Ausgleich und humanitäre Bedingungen eintritt. Die Rückbesinnung auf die elementaren Grundwerte dieser Bewegung, die ausgiebige Darstellung derselben, eine maßvolle Umgangsform mit den oppositionellen Gegenspielern und letztendlich natürlich aus diesen Aspekten hervorgehend erfolgreiche Tarifabschlüsse und sozialpolitische Gestaltungswahrnehmung, Massenaktivierung, sind der Schlüssel hin zu einer zukunftsorientierten Mitgliederpolitik.
Was ist die Situation?
Wir erleben eine Gegenwart, in der die Aufhebung aller regulierenden Schranken den Wettbewerb in seinem Wesen aggressiver werden lässt. Dies ist eine logische Wirkung, die anders nicht sein könnte. Weitet sich das Maß derer aus, die miteinander in Konkurrenz treten, muss der daraus resultierende Konkurrenzkampf auf der Suche nach Vorteilsmöglichkeiten schärfer werden. Ebenso eine logische Wirkung ist, dass enormen Existenzängsten ausgesetzte Menschen oder Gruppen von Menschen, Unternehmen, Staaten, Staatenverbänden, in ihren Möglichkeiten zu humanitär-moralischen Überlegungen zurückgesetzt werden. Dies ist eine in den Grundtrieben eines jeden Menschen, einer jeden den gleichen Bedingungen ausgesetzten Menschengruppe begründete Begebenheit.
Wir erleben, dass auf der Suche nach Wettbewerbsvorteilen der einen gegenüber der anderen Nation, immer mehr Menschen Verhältnisse zugemutet werden, Löhne zugemutet werden, die trotz voll erbrachter Arbeitsleistung nicht ausreichen, um eine Existenz, geschweige denn eine würdige, zu gewährleisten. Man beachte, an dieser Stelle wird nicht der vom Produktionsmitteleigentümer ausgezahlte Teil des Werts der Arbeit betrachtet, dies ist ein weiteres Thema, sondern wirklch vom faktischen Wert der Arbeit gesprochen. Neben der Herabsetzung des Werts der gegenwärtigen Arbeit sind wir mit einer Situation konfrontiert, die den Wert bereits erbrachter Arbeiter in gleicher Weise herabsetzt. Millionen von Menschen, die jahrzehntelang zumeist mittels schwerer körperlicher Arbeit ihren Anteil am Auskommen der Volkswirtschaft abgeleistet haben, werden heute um den Wert ihrer Arbeit betrogen. Verdeutlicht man sich dieses Ausmaß, bleibt festzustellen, dass bereits heute große Teile der Bevölkerung von prekären Bedingungen betroffen sind.
Ein weiterer, diese Situation noch verstärkender Faktor, ist die gegenwärtige Definition staatlicher Aufgabenstellung. Der Staat entzieht sich in einem immer grotesker werdenden Ausmaß den seinem Wesen entsprechenden Zuständigkeiten. In dieser Verweigerung begründet, begünstigt er vorangehend beschriebene Erscheinungen unserer Zeit. Darüber hinaus zeichnet er auch die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in einem größer werdenden Ungleichgewicht vor. Wer die Prekärisierung von Arbeitsbedingungen nicht verhindert indem er Mindeststandards setzt, wer darüber hinaus zulässt, dass Bildung von monetärer Leistungsfähigkeit abhängig gemacht wird, der befördert fahrlässig die Re-Proletarisierung Millionen ins Kleinbürgertum vorgestoßener Menschen.
Es ist unsere Aufgabe, sich im Rahmen dieser staatlich-wirtschaftlichen und daraus resultierend gesellschaftsstrukturellen Widrigkeiten ausgleichend und prägend zu bewegen.
Was können wir tun?
In der Einleitung wurde mittels der Frage nach unserer Identität die Wichtigkeit des eigenen Profils beschrieben. In der Frage nach Wegen zu einer erfolgreicheren Mitgliederpolitik steht jedoch in gleicher Priorität der Erfolg innerhalb unseres ursprünglichen Aufgabengebietes, sprich in der Tarifpolitik. Es sollte sich im Grunde genommen dem in der Thematik bewandten Gewerkschafter von alleine erklären, dass diese beiden Faktoren einander bedingen. Da, wie im zweiten Abschnitt in der Frage nach der gegenwärtigen Situation analysiert, der ausufernde Wettbewerb und die damit verbunden geschürten Existenzängste nachhaltig auf unserer Mitgliedschaft einwirken, diese dadurch in ihren Denkweisen derzeit voll und ganz der kapitalistischen Wertedefinition unterliegen, ist der erste Weg eine Festigung und darüber hinaus einen Zuwachs an Mitgliedern zu erreichen, monetäre Zuwächse für die unterschiedlichen Belegschaften durchzusetzen. Die Frage nach der wirtschaftlichen Vertretbarkeit utopischer Lohnforderungen darf an dieser Stelle, denn auch wir haben existenziellen Zwängen Rechnung zu tragen, keine Rolle spielen. Wird der Wettbewerb schärfer, die Handlungsweisen von Unternehmen aggressiver und rücksichtsloser, müssen auch wir uns in unseren Vorgehensweisen radikalisieren, um das Gleichgewicht in der Kapitalverteilung zu erhalten. Man muss an dieser Stelle konstatieren, dass dieses Gleichgewicht derzeit nicht besteht, es gilt also es herzustellen, was umso mehr eine entschlossene Tarifpolitik einfordert.
Auf der anderen Seite sollten wir nach Wegen suchen, innerhalb unserer eigenen Strukturen mehr transparente und direkte Demokratie zu leben. Ja, es ist durchaus demokratisch in Arbeitsgruppen und Vorständen durch die Hierarchie hindurch Positionen zu erarbeiten und Entscheidungen zu erarbeiten, aber ist es für die Basis transparent? Besteht nicht vielmehr ein Anspruch der Basis direkt gestaltend auf die Meinungs- und Entscheidungsfindung einzuwirken? Versteht es sich nicht von selbst, dass wer sich beteiligen und einbringen soll auch gefordert werden muss dies zu tun? Ist die direkte Demokratie, die Einführung von vermehrten Plebisziten der Mitglieder, nicht der beste Weg auf dem Weg zu diesem Ziel? Wollen wir nicht durch Gewerkschaftsarbeit vielmehr eine Veränderung gesellschaftlicher Strukturen erreichen hin zu einer fortschreitenden Emanzipation der breiten Arbeiterschaft?
Im Rahmen der Einbeziehung einer breiten Basis ist es erforderlich, diese öfter und in größeren Massen zusammenzuführen, Veranstaltungen zu grundsatzpolitischen Themen abzuhalten, innerhalb dieser Veranstaltungen eine basisdemokratischere Ordnung einzuführen, Tagesordnungen Wochen vorher anzukündigen, eine freie Anmeldungen von Referenten zu bestimmten Themen einzuführen, um nach der Vorstellung unterschiedlicher Sichtweisen daraufhin gestellte Anträge in offener Meinungsbekundung aller abzustimmen, Programme entwerfen, um Menschen aus ihrem Alltag heraus in regelmäßige Gesellschaft Gleichgesinnter zu bringen, um im Ergebnis nachhaltige ArbeiterInnenbildung betreiben zu können. Bildung ist der Weg zum Erkennen von Zusammenhängen, Erkennen von Zusammenhängen der Weg zur Mündigkeit, Mündigkeit der Weg zu mehr Basisdemokratie, mehr Basisdemokratie der Weg zu einer nachhaltigen und erfolgreichen Tarif- und Mitgliederpolitik und somit, über alle Gewerkschaften hinaus betrachtet, zu mehr sozialem Gleichgewicht in unserer Republik.
Die Rolle der öffentlichen Präsentation ist, man kann sicher streiten ob dies sinnvoll ist, der wichtigste Faktor innerhalb des bearbeiteten Sachgebietes. An verschiedener Stelle wurde bereits im vorangehend Beschriebenen darauf eingegangen. Eine offensive Profilbekundung gekoppelt mit einer ebenso offensiven Handlungsweise in tarifpolitischer Hinsicht, ein weniger streitsüchtiger Umgang mit den oppositionellen Gegenspielern, öffentliche Darstellung der basisdemokratischen Strukturen und nicht zuletzt eine ausgebaute Präsenz in den Straßen der Republik mittels Informationsständen, Protestmärschen und Mahnwachen sind in einem Gesamtpaket zusammengefasst der Weg, der uns und somit dem sozialen Gleichgewicht vielleicht auch über unsere Republik hinaus dienlich sein kann.
Mehr wir sind "für" als wir sind "gegen", für gerechte, durch angemessene Standards abgesicherte Löhne, für die ausgiebige Wahrnehmung öffentlicher, aus Kollektivbedürfnissen resultierender Aufgabenstellungen, für den Erhalt unserer freiheitlichen Gesellschaftsordnung und unserer bürgerlichen Rechte....
....für das "Gegen" ist der demokratische Prozess zuständig und wir sollten eher mehr Demokratie wagen und unseren eigenen Ansprüchen genügen als mittels konservativen Strukturen die Mündigkeit des Einzelnen zu beschneiden, die Macht macht die Masse, also müssen wir sie fordern.
Unser Aufgabengebiet ist gegenwärtig vielseitig und doch bedingen wie vorangehend beschrieben die verschiedenen Themen einander auf das Engste.
Nochmals Kolleginne und Kollegen, eure Meinung, was sollte/muss sich ändern? Man kann es immer nur wiederholen....
nicht meckern - MITMACHEN, Solidarität leben -Kampfkraft stärken, Veränderungen herbeiführen - DIE WELT VERBESSERN
Mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch
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Montag 25. Juni 2007
Rainer Nehring zum Thema GEWERKSCHAFT
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mir ist aufgefallen das unter dem Titel "Steckt die Tarifpolitik in der Krise" sich auch eine Diskussion über das FÜR und WIEDER von Gewerkschaftsarbeit stattfindet.
Aus diesen Grund schreibe ich diesen Beitrag, weil ich Denke das diese Fragestellung gesondert betrachtet werden muss.
Sicher, die Tarifpolitik ist die hervorgehobene Aufgabe von Gewerkschaftsarbeit.
Gewerkschaft ist aber mehr als die Summe von Lohntarifrunden, die Aufgaben sind weitaus vielfältiger.
Was ist Eure Meinung.
Um was soll sich eure Gewerkschaft, eure Sekretärinnen und Sekretäre kümmern.
Welche Aufgagen sollen im Mittelpunkt gestellt werden.
Was soll oder muss sich verändern bzw. verbessern.
Also los aber bitte nicht unter der "Gürtellinie"
Dazu ein Kommentarinder Zeitung "Die Zeit
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Donnerstag 28. September 2006
Rainer Nehring zum Thema GEWERKSCHAFT
Eine Vielzahl von Bürger/innen aus den Arbeiter/innenmilieu, seien es Rentner/innen, Erwerbslose, perspektivlose Jugendliche, Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, Niedriglöhner fühlen sich nicht nur als Verlierer diese Gesellschaft, sie sind es auch.
Mit der in den 1970er Jahre beginnenden Krise der Deindustrialisierung, der anwachsenden Massenarbeitslosigkeit und den immer tieferen Einschnitten in die Arbeitsrechte und das soziale Sicherungssystem haben die Arbeitermilieus in den letzten drei Jahrzehnten einen beispiellosen "Erdrutsch" erfahren.
So der Sozialwissenschaftler Olaf Groh-Samberg in seiner Studie " Arbeitermilieus in der Ära der Deindustrialisierung"
Das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die "Masse" macht unsere Stärke aus.
Wenn wir unsere Situation verbessern wollen müssen wir auch etwas dafür tun.
Kommt zur Demo am 21.Okt.2006 in Berlin, Dortmund, München, Stuttgart und Frankfurt a. Main.
mehr Infos hier
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Montag 2. Januar 2006
Rainer Nehring zum Thema GEWERKSCHAFT
Ein Kommenzar von:
jan jan.s@sofortsurf.de . Freitag 30. Dezember 2005 20:06 ·
Also, ehrlich gesagt, finde ich es total daneben hier zu Massenaustritten aufzurufen!
Wer, wenn nicht wir, soll denn dazu beitragen, das die ver.di wieder demokratisch wird ?
Wer, wenn nicht wir, hat jetzt die Aufgabe, seine Bezirksfunktionäre solange zu nerven, bis die endlich was nach oben weitergeben. Außerdem gibt es eine offizielle Beschwerdestelle in ver.di. Neben Euren Beiträgen hier, könnt Ihr doch mal eine Abmahnung des Herrn Bsirske wegen gewerkschaftschädigendem Verhalten beantragen.
Man könnte mal in der Bezirksgeschäftsstelle anrufen und nachfragen, wieso man eigentlich nie schriftlich zu den Vollversammlungen eingeladen wird, sondern immer erst in der Zeitung lesen muss, dass eine war. Und wenn man dann dort ist, dann könnte man ja mal aufstehen und seinen Unmut äußern. Man könnte fragen, wer eigentlich der Delegierte auf der Bundestarifkommission war. Man könnte fragen wie derjenige denn gewählt wurde, und wie er abgestimmt hat. Warum er so abgestimmt hat. Welche Informationen dieser selbst über den Tarifvertrag und dessen tatsächliche Auswirkungen denn hatte. Man könnte einfordern, dass die Tarifleute zukünftig zeitnah vor den Beschlüssen auf Bezirksebene Bericht geben.
Man könnte einen Leserbrief an ver.di-Publik schreiben. Und nach dem dritten nicht abgedruckten Brief, könnte man direkt an den Bundesvorstand schreiben und ihn fragen, ob im ver.di-publik eigentlich zensiert wird ? Und wenn man dann wieder keine Antwort bekommt, dann kann man damit wieder seinen Bezirksgeschäftsführer nerven. Und zwar so lang, bis sich endlich was tut.
Wenn wir ehrlich sind: Wir tun doch gar nix dagegen, dass irgendwelche Spitzenfunktionäre uns unsere demokratische Interessenvertretung weggenommen haben, sie zugrunde richten und sich dafür von uns noch fürstlich bezahlen lassen.
Wir lassen es zu, dass ver.di absolut keine demokratischen Strukturen auf örtlicher Ebene vorhält.
Also nicht austreten – Kämpfen !
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Montag 21. November 2005
Rainer Nehring zum Thema GEWERKSCHAFT
Sehr geehrte Damen und Herren und werte Kollegen,
Wir schreiben Sie alle an (Mail Adressen verdeckt)
weil Sie in irgendeiner Weise unseren Streik unterstützen
oder sich mit uns soldarisch erklärt haben.
Dafür möchten wir uns hiermit in aller Form bei Ihnen bedanken.
Wir möchten Sie aber gleichzeitig hier bitten Ihre Verwandten, Bekannten
und vor allem Ihre Kollegen bitten, auf unsere Internetseite zu gehen
und dort im Gästebuch Ihre Meinung zu unserem Streik zu hinterlassen.
http://www.streik-gdl.de.vu/
also leiten Sie einfach dieses Mail weiter
Gruss aus dem kalten Louisenthal
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Montag 31. Oktober 2005
Rainer Nehring zum Thema GEWERKSCHAFT
Unternehmer, die keine Gewerkschaftsarbeit im Betrieb zulassen und Tarife nicht einhalten, sind unsere Feinde und Feinde muss man bekämpfen bis hin zur Vernichtung.
Kaum hatte Klaus Wiesehügel mit diesen Worten eine härtere Gangart seiner Gewerkschaft angekündigt, da brach in den Medien ein Sturm der Entrüstung los......... weiter im Anhang
Das Lied vom Klassenfeind.doc
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