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arbeiter.blog

Rainer Nehring schrieb am Mittwoch 27. Juli 2005 zum Thema GEWERKSCHAFT:

Bonus für Gewerkschaftsmitglieder !?

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Es ist das alte Lied.
Immer wieder wird die Frage gestellt, ob von organisierten oder unorganisierten Kolleginnen und Kollegen.
Was habe ich davon wenn ich in der Gewerkschaft bin?

Und dann wird Aufgezählt:

Rechtsschutz bei Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber

Streikgeld bei Arbeitskämpfen

Mitgliedervorteilservice, da bekommt man einige Dinge günstiger

Und die Tarifverträge die die Gewerkschaft für ihre Mitglieder abschießt

Schon kommt die Antwort: Tarifverträge - die gelten doch für alle.
Also wozu soll ich dann Mitglied werden !

Es ist an der Zeit eine alte Forderung umzusetzen.
In Verhandlungen zu Tarifverträgen einen Bonus für Mitglieder
zu vereinbaren.

Damit das Mitglied weis wofür es 1 % Betrag zahlt.

Es kommt leider noch zu selten vor das diese Möglichkeit in
Tarifverhandlungen genutzt wird.

Einige gute Beispiele gibt es inzwischen im

Saarland
Der Tarifabschluss sieht vor,
dass die RSW (Busunternehmen) bei organisierten Mitgliedern den Jahresbeitrag für die Unterstützungseinrichtung für Verkehrsteilnehmer
GUV/Fakulta trägt.

Berlin [http://www.streik-in-berlin.de/]

Für die nach 1995 Eingestellten ist der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Laufzeit der Anwendungsvereinbarung (31.08.2020), sofern sie ver.di-Mitglied sind, vereinbart.

Was meint ihr dazu?




URL des Textes: http://www.verdi-blog.de/arbeiterinnen/5/viewentry/597


Kommentare

vogt ludwig am 1. August 2005

Wir brauchen keinen Bonus,weil ich stolz
bin Gewerkschaftsmitglied zu sein, wer in einer Solidargemeinschaft erfolg und misserfolg durchsteht und es nach ausen auch vermittelt in unser Gesellschaft der zeigt Stärke,wer sich Entsolidarisiert nach dem Motto das kann ich Persönlich regeln ,wie bei Lidl Aldi oder ???? der hat einen nicht leichten Weg..wer sich Willkür Missachtung ,am Arbeitsplatz und Angst nicht ausetzen möchte der sollte in eine Solidargemeischaft gehen,Arbeitnehmer Rechte werden von Personal,Betriebsräte und Gewerkschaften war genommen,nur gemeinsam sind wir Stark....


Franklin am 1. August 2005

Hallo Herr Ludwig Vogt !
Erst nach mehrmaligem lesen Ihres Beitrags bin ich dahinter gekommen wie er gemeint sein soll. Satire oder was ?
Wer seine Sachen alleine regeln kann und glücklich auch bei den Arbeitgebern Lidl, Aldi oder sonstwo dabei wird entsolidarisiert sich damit nicht automatisch. Es wird niemand gezwungen einer Gewerkschaft beizutreten. Arbeitgeber wie Lidl und Aldi, die offenkundig Gewerkschaftsfeindlich eingestellt sind fahren anscheinend Gut: nun das gehört nun mal zum Kapitalismus. Nur wenn Die Beschäftigten es dort wollen, erhalten Sie einen Betriebsrat wir wissen, der Versuch ist Strafbar oder man wird weggemobbt. Auch Gewerkschaftsmitgliedern ist die wahre Realität der Marktwirtschaft pur bekannt.
Der Leidensdruck muss erst groß genug werden bis man sich organsiert.

Ach ja: eh ich es vergesse: ich bin tatsächlich Stolz darauf Gewerkschaftsmitglied zu sein und Exclusivleistungen bis 1% vom Bruttogehalt sind nicht sittenwidrig.


Helmut am 4. Oktober 2005

Der Rechtsschutz ist bei Verdi leider so eine Sache. Die Beratung taugt leider nur sehr begrenzt....leidvolle Erfahrungen selber gemacht... Am Ende musste ich mir doch einen Rechtsanwalt aus eigener Tasche holen (& bezahlen), der bei meinem damaligen Sachverhalt erst klären konnte. Also, nicht zuviel vertrauen ind den Rechtsanwalt von VERDI setzen... Ansonsten bin ich seit über 15 Jahren Gewerkschaftsmitglied aus Überzeugung.


Susi am 29. Oktober 2005

Leider stelle ich fest, dass der Glaube an die Gewerkschaft, die noch für die Rechte der Arbeiter auf die Straße geht, immer mehr abnimmt. Gerade im öffentlichen Bereich, insbesondere bei der Post und Bahn.
Wenn die Wochenarbeitszeit runter gedrückt wird, frage ich mich wieviele Mitglieder und Finanzmittel eine Gewerkschaft in Zunkft noch hat, wenn die Arbeiter/innen nur noch 20 Stunden arbeiten? Gemeinsam kämpfen, gibt es dass wirklich noch???? Heute gibt es doch wohl nur noch die sog. Ellenbogengesellschaft. Schade, dass hier nicht eine Solidarität wie z.B. in Frankreich herrscht. Auch hier haben die Gewerkschaften leider ihren Beitrag zu geleistet, wann geschient endlich ein Umdenken. Wieviel kann ein Mensch/ Arbeiter an sozialer Ungerechtigkeit ertragen, was nützt ihn 30Euro Weihnachtsgeld, wenn der tägl. Druck auf ihn unerträglich wird. !!!


Norbert am 6. November 2005

@Digo Chakraverty: Du sprichst mir aus dem Herzen...!
Siehe meinen Beitrag vom 31. Oktober 12:46 im Blog: TVöD = Erfolg oder Misserfolg?
@Max, @Ede: Damals als 16-jähriger... ich bin innerlich zerrissen...!


Max am 6. November 2005

@ Digo, @Norbert

Wer kennt noch Klunker?
Damals wurden noch Arbeitskämpfe geführt.

Da kommen einem heute doch die Tränen.

Ok, heute ist eine andere Zeit, aber warum bin ich in einer Gewerkschaft?
Richtig: Ich möchte vertreten sein.
Es soll was erreicht werden.
Aber der letzte Tvöd ist in meinen Augen eine Katastrophe


Michael Felser am 19. März 2009

Tarifverträge mit einer "Besserstellung" für Gewerkschaftsmitglieder sind nach einer Rechtsprechungswende des BAG von gestern unter engen Voraussetzungen zulässig. Es besteht also ein wenig Hoffnung für die Kolleginnen und Kollegen bei der HHLA. Mehr dazu auf dem http://blog.juracity.de vom 19.3.2009 oder unter http://www.differenzierungsklausel.de.