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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Landesparteitag DIE LINKE.NRW – aus Sicht eines Delegierten


Am 7./8. November fand in der Alfred-Fischer-Halle in Hamm der Landesparteitag der DIE LINKE.NRW statt. Die bürgerlichen Medien hatten im Vorfeld keine Möglichkeit ausgelassen, den Programmentwurf zum Landtagswahlprogramm zu kritisieren. Programmpunkte wurden falsch dargestellt und aus ihrem Kontext heraus gerissen. Von außen wurde versucht, dem Landesverband Konflikte aufzuschwatzen die real nicht existent sind.

Und dennoch. Die bürgerlichen Medien haben gut gearbeitet. Ich als Delegierter möchte mich denn auch herzlich bei den bürgerlichen Schreiberlingen bedanken. Mehr Presse und, entsprechend, öffentliches Interesse vor einem Landesparteitag ist nur schwer zu generieren. Wir haben verstanden. An Punkten, die zu leicht aus ihrem eigentlichen Kontext heraus zu reißen waren, haben wir präzisiert und ergänzt. Andere in den Medien als zu radikal dargestellte Punkte haben wir mit Nachdruck und großer Geschlossenheit bestätigt. Ja, allerdings. Wir wollen die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Wir wollen den Energiesektor in NRW vergesellschaften und dezentralisieren. Und ja, allerdings, wir benennen in diesem Kontext ausdrücklich E-ON und RWE. Wir sind ebenfalls der Ansicht, die Beschäftigten von Opel wären ohne GM besser aufgestellt und sollten die Begrifflichkeit der Belegschaftsbeteiligung neu definieren. Wir wollen unseren Kolleginnen und Kollegen bei Opel Unterstützung leisten. Deshalb zeigen wir auf, welche Handhabe unsere Landesverfassung bereitstellt.

Unserem Bundesvorsitzenden, Oskar Lafontaine, pflichten wir bei, wenn er feststellt, das Land würde von den Banken regiert und Demokratie müsse verwirklicht werden. Aber auch unserem DGB-Landesvorsitzenden, Guntram Schneider, pflichten wir bei wenn er herausstellt die SPD wäre nicht unser Hauptfeind. Natürlich wollen wir regieren. Wenn die NRW-SPD zu sozialdemokratischen Positionen zurückkehrt, ist die enge Zusammenarbeit unserer Parteien greifbar. Also liegt es gerade an linken Sozialdemokraten wie Guntram Schneider, ihre Partei koalitionsfähig zu machen. Wir freuen uns sehr, kehren traditionell der Arbeiterbewegung zugehörige Zusammenschlüsse zu ihren Wurzeln zurück. Darum geben wir Guntram Schneider recht und sagen ebenfalls: Wir müssen gemeinsam machtbewusster werden! Denn es geht um einen grundsätzlichen Politikwechsel, der das Mehrheitsinteresse der Menschen in NRW in den Fokus des politischen Handelns stellt und minoritäre Interessen zurückdrängt, der mehr Demokratie nicht nur thematisiert sondern verwirklicht und lohnabhängigen Menschen den Widerstand gegen die auch in NRW vorherrschende Profitgier erleichtert.

In einer Partei gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Diese Sichtweisen müssen miteinander diskutiert werden um Mehrheitssichtweisen herausarbeiten zu können. Dies haben wir in Hamm getan. Wir haben ein Programm beschlossen, das wir mehrheitlich tragen, das progressiv ist, ausspricht, was viele Menschen im Land denken und wir werden dieses Programm im anstehenden Landtagswahlkampf hochhalten. Meiner Beurteilung nach wurden die Diskussionen auf unserem Landesparteitag in einem Klima der gegenseitigen Toleranz und des Willens zur Konsensfindung geführt. Wir anerkennen gemeinsam, dass wir, und wir sind atheistische als auch christliche SozialistInnen, KommunistInnen und SozialdemokratInnen, zu Gunsten einer anderen Politik zusammenarbeiten müssen und wir sind vom festen Willen beseelt, den reaktionären politischen Kräften im Lande den Kampf anzusagen. In den Parlamenten als auch gemeinsam mit den Menschen auf den Straßen in NRW. Wir sind uns einig – ein Politikwechsel ist nötig und möglich!





Langwahl_Endfassung_neuxxx.pdf
ZIP_NRW_090406.pdf

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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Deutschland vor der Wahl - eine Gegenwartsanalyse



Dieser Tage ist anschaulich zu erleben, warum die Bürgerschaft unserer Republik ein so unwiderstehlich gespaltenes Verhältnis zum deutschen Politikbetrieb unterhält. Nimmt man die in den unterschiedlichen Wahlprogrammen gemachten Aussagen für bare Münze, die Krise wäre Schnee von gestern und die Republik eine blühende Landschaft. Manch kritischer Geist mag zwar in der systemischen Konservenhaltung der derzeitig noch weitgehend von einem sich selbst überschlagenden Liberalismus ausgeprägten Parteienlandschaft das eigentliche Problem, ja den Auslöser der derzeitigen Misere erkennen. Aber derartige Kulturpessimisten vermögen die Integrationskraft der gesellschaftlichen Dekadenz auf der einen, die Macht der scheinbar gerade uns Mitteleuropäern innewohnenden psychologischen Schutzmechanismen auf der anderen Seite, nichts sehen, hören und, vor allem, nichts sagen, entsprechend unschuldig sein, ahnungslos, unbeteiligt, noch nicht vollends zu durchdringen. Obschon die Feststellung, vorgetäuschte Ahnungslosigkeit schütze letztlich auch nicht vor Strafe gemeine Einsicht sein sollte. Der Hang zum Wegsehen, zum Aussitzen, ja, zu gelebtem Galgenhumor scheint unserer heutigen Gesellschaft immanent zu sein. Lasst uns feiern, Urlaub machen, Autos kaufen. Leitet das Konsumfinale ein. Der Letzte macht das Licht aus. Und so verkommt der ganze politische, das Wahlgeschehen vorbereitende mediale Austausch in der gemeinen Wahrnehmung zum süffisanten abendlichen Zeitvertreib. Unterhalten möchte man sein. Nicht informiert. Wer hingegen informiert sein möchte, der weiß dies selbst zu besorgen. Hier finden wir ihn, den Kulturpessimisten. Nicht von ungefähr sind plötzlich die Spenglers und Jüngers Teil der intellektuellen Gegenwartsdebatte und man mag bei aller Nachvollziehbarkeit dieser Begebenheit hoffen, sie möge im Ergebnis nicht dazu führen dass sich die Jungs, Stapels und Winnigs noch hinzugesellen um der Intellektualität endgültig wieder den Stahlhelm aufzusetzen. Auch deswegen erscheint ein integrativer, die Republik hinsichtlich Legitimität und Glaubwürdigkeit stützender Politikansatz wünschenswert. Um dessen Verwirklichungschancen scheint es allerdings auf der Grundlage von in vielen Jahren angestauten negativen Erfahrungen nicht gerade günstig zu stehen. Es bleibt letztlich nur die Hoffnung, notwendige politische Umgestaltungen in einer Form vollziehen zu können, die statt die Mitte von den Außen her zu überfallen es schaffen sie in Gänze umzupositionieren. Die Grundlage einer staatstragenden Neuordnung unserer politischen und, damit verknüpft, sozialen Welt muss diesen Ansatz verinnerlichen. Eine gesellschaftliche Mitte muss auch in Zukunft die systemischen Außenkanten in Schach halten und vereinnahmen können. Aber nun zur politischen Gegenwart.

Die Unionsparteien predigen nach dem Motto „WIR haben die Kraft“ die nationale Schicksalsgemeinschaft und beschwören ihre den Aufschwung befördern sollenden Konzepte. Wirtschaftswachstum sei der Schlüssel zum Erfolg. Sagen sie. Wir, also all diejenigen die nicht vermögend oder adlig sind müssen dazu lediglich ein wenig flexibler sein, uns für weniger Lohn heute hier und morgen da prostituieren, und, als ob dies noch nicht genug wäre, uns für den zu einem Auskommen noch fehlenden Lohnanteil zu erhalten, damit wir unsere Arbeitgeber nicht allzu sehr belasten, noch öfter behördlich erniedrigen lassen. Das denkt die Union sich. Sagt sie aber nicht. Genau dieser Umstand, etwas vor der Wahl zu plakatieren, sich hinsichtlich der Konsequenzen auszuschweigen um dann im Nachgang der Wahl zu behaupten man hätte schließlich einen Auftrag dazu erhalten, mag das fragwürdige Verhältnis der Bürgerschaft mit dem deutschen Politikbetrieb erklären. Dabei scheint die Union weitgehend lernresistent zu sein. In all den Jahren, in denen Verzicht gepredigt, von der Bevölkerung geübt, der Binnenmarkt vernachlässigt wurde, hat sich nicht eine wirtschaftliche Entwicklung ergeben die, bei genauerer Betrachtung, im Sinne der Allgemeinheit als positiv deklariert werden könnte. Lediglich die an eher wenigen Stellen gebunkerten Vermögen haben eine wundersame Vermehrung erlebt, wurden auf den Finanzmärkten eingesetzt und haben auch von Deutschland ausgehend überall in der Welt maßgeblich zur Ruinierung der Realwirtschaften beigetragen. Plötzliche Überkapazitäten in vielfältigen Produktionssektoren nimmt die Union mit großen Augen, na hoppla, und beinahe gleichgültigem Schulterzucken wahr. Ist doch klar. Dann müssen eben Arbeitsplätze abgebaut, an anderer Stelle wiederum, um solchen Situation zukünftig vorzubeugen, Löhne gesenkt, Arbeitszeiten verlängert, Beschäftigungsverhältnisse dynamisiert und flexibilisiert werden werden. So wird der Wachstumsmotor schon anspringen - dann, wenn die Eichen Apfelsinen tragen und der blaue Mond am 31. Februar vom Himmel brennt. Und Schulden, ja, Schulden soll der Staat auch noch abbauen…. „Einigkeit und Recht und Freiheit“, na, liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger, wollen Sie nicht mit einstimmen? Wenn Sie es nicht singen, dann glauben Sie es auch nicht. Dies wusste Luther schon festzustellen. Und wenn sie es denn noch nicht glauben wollen, seien Sie sich dessen sicher, dann sind Sie im hohen Maße verdächtig. Es fällt tatsächlich schwer, den Unmut über einen solch entwurzelten und untauglichen Politikansatz einigermaßen einzudämmen.

Aber auch die SPD scheut sich nicht vor der Wahl unangenehme Themen auszublenden. Plakatiert wird zwar das wiederentdeckte soziale Gewissen. Die Bildung muss kostenlos sein. Mindestlöhne sind erforderlich. Die Wirtschaft muss im Sinne der Allgemeinheit handeln. Verschwiegen hingegen wird die Einsicht, beinahe alle gegenwärtig feststellbaren Widrigkeiten hätte man in langen Jahren eigener Regierungsarbeit selbst verschuldet oder aber zumindest mitgetragen. Dazu hört und liest man in diesen Tagen von einem ominösen Stillhalteabkommen zwischen Wirtschaft und Regierungsparteien. Vor der Wahl bitte keine Massenentlassungen heißt die Ansage. Derzeit befinden sich 1,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Dies entspricht einer Arbeitsminderleistung von 500.000 Arbeitsplätzen. Die Kosten für ihren Machterhalt, die in enger Verknüpfung zu Krisenlast zu stehen scheinen, möchte die SPD nach der Wahl wohl auf dem Rücken der Bevölkerung abrechnen. Denn allen Eingeständnissen zum trotz, die Finanzmärkte müssten reguliert, die Konjunktur angekurbelt, die Lasten der Krise verteilt und der soziale Zusammenhalt erhalten werden, verweigert die SPD sich sämtlichen in diesem Sinne erforderlichen Schritten. Vermögen und Erbschaften sollen nicht ordentlich belastet, Steuersätze für Spitzenverdiener nicht wesentlich erhöht und Börsenumsätze nicht in einem angebrachten Maße besteuert werden. Die Rücknahme der Rente mit 67 steht nicht zur Diskussion, notwendige Erweiterungen von Arbeitnehmerrechten werden verweigert und Hartz4 nicht zurückgedreht. Das einzig Positive an der derzeitigen Haltung der SPD manifestiert sich in der Feststellung, auf Grundlage eben dieser irritierenden Haltung könne dem bürgerlichen Lager sicherlich die ein oder andere Stimme entlockt werden die ansonsten die Union für sich hätte verbuchen können. Wenn es der SPD so tatsächlich gelingen sollte eine schwarz-gelbe Regierungskonstellation zu verhindern – ihr könnte attestiert werden seit langer Zeit tatsächlich wieder etwas für dieses Land geleistet zu haben.

Über die FDP hingegen kann kaum sonderlich Aufregendes berichtet werden. Sie argumentiert grundsolide und ehrlich entgegen der Mehrheitsinteressen der Bevölkerung. Bei Guido Westerwelle, der gedanklich schon auf einem riesigen Rasenmäher sitzend das Geflecht der öffentlichen Daseinfürsorge niedermäht, bekommt der Wähler das was er erwartet – eine Gegenleistung für seine eingelegten Parteispenden und dazu, zum Nullsteuertarif, eine Predigt über die Vorzüge neoliberaler Weltanschauung. So mancher diese Machenschaften durchblickender Bürger mag, obwohl mit beiden Beinen auf dem Boden stehend, in seiner Hoffnung die FDP möge nicht gewählt werden den Weg zum Glauben gefunden haben. Und wahrlich. Die Bevölkerung sei davor bewahrt diesen Quacksalbern auf den Leim zu gehen!

Den Grünen, sie haben gemeinsam mit der SPD so manches uns heute belastende soziale Verbrechen getragen, ist zu wünschen, sie mögen ihre Fähigkeit zur demokratischen Interpretation von Wahlergebnisses wiederentdecken. Ferner möchte man ihnen mit Sicht auf die anstehenden Bundestagswahlen warnend erklären, jedem ein von der Bevölkerung durch Mehrheitsentzug zu hindern versuchtes neoliberal-bürgerrechtsfeindliches Pinochet-Bündnis doch noch durch Unterschrift zur Ermächtigung zu verhelfen bereitem Grünen solle die Hand im selben Augenblick verdorren. Es gibt Grenzen, in Überschreitung derer die Kosten machtpolitischer Perspektiven ihren Wert beiweiten überschreiten. Obschon der Partei insgesamt ein Verständnis für einen grundsätzlichen Wandel in Politik und Weltsicht attestiert werden kann, scheint sie zu den dies voraussetzenden Schritten nicht bereit. Es ist zu befürchten, der von ihnen propagierte, ihrer Ansicht nach in weitgehend unregulierten marktwirtschaftlichen Bahnen zu vollziehende ökologische Umbau der Wirtschaft wäre in seinen negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt fatal. Die grüne Basis hingegen hat sich viele ihrer alten Ideale durch die Zeit hindurch erhalten können und ist auch nicht darum verlegen ihrer Parteiführung diese Ideale von Zeit zu Zeit mit Nachdruck ans Herz zu legen. Man möchte diesen Freundinnen und Freunden wünschen in diesem Sinne weitere Erfolge verbuchen zu können.

Die Linke, derzeit die beinahe komplette Grundsatzopposition in sich vereinend, hat noch Probleme ihren heterogenen, intellektuellen Ernährungsplan zu verdauen. Obschon der Wille zur gemeinschaftlichen, auf Konsens ausgerichteten Betätigung durchaus festzustellen ist, keimen immer wieder innere Konflikte auf und entfalten in ihrer öffentlichen Auseinanderlegung eine die Bürgerschaft verunsichernde Wirkung. In wohl kaum einer anderen Partei ist eine solche Tendenz einzelner Akteure zur die eigene Partei schädigender Betätigung festzustellen. Es ist zu vermuten, diese öffentliche Dissensplakatierung sei Ausdruck mehr egoistisch motivierter Trotzreaktionen einzelner, sich in den internen Debatten nicht ihrer Vorstellung nach einbringen könnender Parteimitglieder. Der Grundstruktur nach gibt es in kaum einer anderen Partei derartig weitreichende Strukturen zur Einbindung von Basisstrukturen. Dies lässt einen grundsätzlichen Mangel an Mitgestaltungsmöglichkeiten nicht erkennen. Und dennoch. Trotz der beschriebenen Problemstellungen ist eine fortschreitenden Professionalisierung sowie der Wille zur Harmonisierung erkennbar. Solange die von der Parteiführung aus verkörperte Fähigkeit zur toleranten Zusammenarbeit auch unterschiedliche politische Schwerpunkte setzender Akteure aufrecht erhalten werden kann, ist auch eine zu Gunsten eines sich abschließenden parteiinternen Vereinigungsprozesses notwendige, selbstregulative Haltung der unterschiedlichen Strömungen zueinander möglich und zu erwarten. Millionen von Menschen setzen bereits heute ihre Hoffnung in ein Erstarken dieser Partei. Und tatsächlich. In ihr bündeln sich die den schrankenlosen, die Umwelt zerstörenden und die Menschenwürde untergrabenden Kapitalismus ablehnenden gesellschaftlichen Kräfte in einer Art und Weise, die auch abseits rein materieller Zusammenhänge darauf abzielt, in einer sich selbst entwertenden Gesellschaft neue, allgemeinverbindliche Werte zu definieren. So findet der Kulturpessimismus seine natürliche Grenze in der Ausformulierung neuer Visionen, an Ermangelung solcher unsere gegenwärtige Gesellschaft so sehr krankt. Und so sehr neue Visionen auch Gefahren in sich bergen, in der Vergangenheit nicht selten in den Ergebnissen ihrer Umsetzungsversuche ein Maß an Leid geschaffen haben welches in keinem Verhältnis zur Ausgangssituation stand, so sehr ist es erforderlich neue Fortentwicklungsversuche in einer sich selbst verneinenden Gesellschaft zu unternehmen. Die Linke scheint dies verstanden zu haben und spricht so immer mehr Menschen an. Man möchte hoffen, dieses große Vorhaben sei letztendlich auf der Grundlage von Vernunft, Geduld und Verhältnismäßigkeit in einer Art und Weise umzusetzen, welche die Stabilität neu geschaffener Realitäten nicht in Widerspruch zu einem stets anhaltenden Transformationsbedürfnis unserer Gesellschaften stehend erscheinen lässt und die Demokratie so auf ihrem Weg zur eigenen Emanzipation befördert. Wir sind heute mehr denn je auf neue Fragestellungen, und, dazu passenden Antworten angewiesen.

Abseits der Begutachtung unserer derzeitigen Parteienlandschaft ist eine Frage von besonderer Bedeutung und, entsprechend, gesondert zu behandeln. Seit Konstituierung unserer Nachkriegsrepublik gibt es einen ständigen Disput über die Fragestellung unserer verteidigungspolitischen Ausrichtung. Nachdem es gewissen Kräften in der noch jungen Republik gelungen ist die Widerstände gegen eine Remilitarisierung zu brechen, sind wir einem beständigen diesbezüglichen Wandel unterworfen. Es war nicht leicht, den Rückfall unseres Landes in einen Zustand der tiefsten Barbarei, der beinahe die ganze Welt in einem bis dato unbekannten Maße verwüstet und bis heute nicht nachvollziehbare, unfassbare Verbrechen entgegen jeder Menschlichkeit hervorgebracht hat, halbwegs zu einem Zustand hin zu egalisieren, der uns seitens der Völkergemeinschaft eine anerkannte Grundlage souveränen Lebens zusicherte. Vergessen gemacht haben wir diesen Rückfall bis heute nicht und wir werden es auch in Zukunft nicht vollbringen ihn nur uns selbst vergessen zu machen. Nicht zuletzt deshalb ist es schier unfassbar, dass heute in beinahe der gesamten deutschen Parteieinlandschaft Einigkeit darüber herrscht es sei notwendig unseren Status als friedliche, das Völkerrecht achtenden Nation erneut zu gefährden. Der schwerlich herbeigeführte Konsens zur Remilitarisierung unseres Landes hatte letztlich die im kalten Krieg seitens der Westmächte vorherrschende Vorstellung eines Bollwerkes gegen die kommunistische Bedrohung zum Gegenstand. Im eigenen Lande herrschte trotzdem Einigkeit in der Feststellung, jede militärische, einen deutschen Staat angehörende Komponente dürfe auf alle Ewigkeit hin einen rein defensiven Charakter ausweisen. Es sind durch die Zeit hindurch genug diesbezügliche Äußerungen von sich im Sinne der Völkerverständigung engagierenden Persönlichkeiten getätigt worden. Die Feststellung, von deutschen Boden solle nie wieder ein Krieg ausgehen, die sinngemäße Feststellung, jedem deutschen Soldaten der es wagen sollte in offensiver Absicht eine Waffe in die Hand zu nehmen solle der Arm abfallen, sind wohl die bekanntesten in diesem Sinne zu nennenden Aussprüche. Und doch wird die Bundeswehr gegenwärtig umgebaut und zur imperialen Durchsetzung von Kapitalinteressen missbraucht. Dieser Zustand ist unerträglich und man mag hoffen, die deutsche Bevölkerung verstehe sich darauf die Verursacher dieses Frevels abzustrafen. Deutsche Soldaten auf fremden Boden sind und bleiben eine auf Grundlage unserer historischen Erfahrungen als höchst problematisch einzustufende Geschmacklosigkeit.

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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Der Minister mit dem unsichtbaren Schnauzbart

Der Minister mit dem unsichtbaren
Schnauzbart




Es war einmal ein Herr Minister
Oder Innenkonquisistor
Der verfolgte, man darf raten
Richtig, gerne Demokraten
Dabei selbst er gab sich für die Massen
Als könnte er kein Wasser blassen



Nichts gelernt aus der Geschichte
Wohl dazu auch nicht grad lichte
Wollt er reißen alle Schranken
Die wir unseren Vätern danken
Denn die hatten es verstanden
Deswegen sie´s auch rechtlich banden




Das alles ist keine Legende
Hier passiert, lang nach der Wende
Ja grade jetzt passiert es wieder
Fährt uns alle durch die Glieder
Den Bundesrat nun will er fällen
Sich wohl dafür selbst hinstellen
Um zu walten, frei im Netze
Erlassen seine Mistgesetze
Zurecht wir sagen, nein und nie
Er versteht sie nicht, unsere Demokratie
Für Demokratie die Väter lang gestritten
Mit dem Tode Seit' an Seit' geritten
Deswegen ist sie uns ja heut so teuer
Wir überlasen sie keinem Ungeheuer



Vorsicht, Minister, WIR haben Dich auf dem Radar
Unsre Demokratie steht nicht zur Disposition, WIR sind kein Basar
WIR sind Souverän, WIR halten die Republik
WIR verteidigen sie notfalls gegen Deine Politik
WIR sehen ihn, Deinen unsichtbaren Schnauzbart
WIR brauchen keinen neuen Blockwart





mit ernsthaften Grüßen
Hans Janosch


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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Der schleichende Übergang




Vom schleichenden Übergang des ökonomischen Minimalprinzips hin zu planwirtschaftlicher Borniertheit





Die bösen Kommunisten! Gerade in konservativen und liberalen Kreisen werden diese heute gerne wieder beschworen. Zwar ist der Vergleich mit gegenwärtigen oppositionellen politischen Kräften nicht wirklich zutreffend. Aber immerhin hofft man so, leicht zu verunsichernde Wähler bei der Stange der Etabliertenpolitik halten zu können. Gut, natürlich muss es gewissen Kreisen Unbehagen bereiten, spricht Lafontaine aus, was ohnehin schon viele denken; unsere Demokratie ist verbesserungswürdig. Immerhin lässt er nicht wie von Dohnanyi durchblicken, am liebsten ungeliebte politische Kräfte aus dem Parlament hinausjagen zu wollen. Wenn man es denn dürfte ….


Aber wollen wir einmal genau hinsehen, was die, die eben die Alternative so plakativ verteufeln, in Wahrheit zustimmend decken. Sehen wir uns einmal die Praxis in deutschen Großkonzernen an. Wird hier in einer sinnvollen Art und Weise betriebswirtschaftlich effizient gehandelt? Liegen Entscheidungen, die ja immerhin den Unternehmenserfolg und die Verhältnisse der Beschäftigten beeinflussen, immer rationale Überlegungen zu Grunde?



Die Beschäftigten der großen Konzerne werden heutzutage abseits der ohnehin schon anstrengenden Auswendiglernphrasen mit zumeist ambitionierten Zielsetzungen malträtiert. Man soll sich mit diesen Zielen identifizieren, sich einer Gewinnerkultur zugehörig fühlen und so die eigene Produktivkraft ins Unermessliche steigern. Stimmt nicht ganz. Messen möchten sie es gerne, denn aus einer utopischen Rate heraus wird gleich die nächste zu übertreffende Marke generiert. Noch sind immerhin keine Fälle bekannt, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Unternehmen vom Betriebsarzt Blutdoping(oder Koffeininjektionen???) angeboten bekommen haben. Aber was noch nicht ist ….


Nun ist es ja nicht weiter verwerflich, in seinem Betrieb ein ökonomisches Minimalprinzip umsetzen zu wollen. Ziele müssen definiert werden. Ziele dürfen ambitioniert sein. Allerdings weiß jeder mit den Grundlagen des Wirtschaftens vertrauter Mensch, dass ich dem Grunde nach lediglich eine Konstante definieren kann. Sprich, definiere ich ein Ziel, muss ich hinsichtlich des Ressourceneinsatzes flexibel sein. Wenn auch der Irrglaube, mit minimalem Einsatz das Maximale erreichen zu können, das imaginäre Kleinod eines jeden Kapitalisten sein sollte, so muss doch konstatiert werden er bleibt ein Irrglaube!


Natürlich muss in der Betriebswirtschaft budgetiert werden. Dies ist nicht zu kritisieren. Sehr wohl zu kritisieren ist allerdings die Art und Weise der Budgetfindung. Eine sinnvolle Budgetierung setzt einerseits das Verständnis eines Richtwertes statt einer Totalität voraus, andererseits muss sie das Ergebnis einer rationalen Überlegung sein.


In der betrieblichen Realität wird, verursacht durch das gebetsmühlenartige Geseiere vom Kostendiktat, ein Spannungsfeld erzeugt, welches gerade den unteren Führungshierarchien die rationale Entscheidungskompetenz vernebelt. Gut ist, was gut aussieht, nicht was real ist. Effizientes Handeln ist ja ausdrücklich erwünscht und sollte, entsprechend auch übergeordneter Begebenheiten, erstes Gebot sein. Wir alle müssen lernen, vernünftiger mit unseren Ressourcen umzugehen. Dies gilt für unsere Umwelt, für unsere Arbeitskraft und auch für die Betriebswirtschaft und zwar in genau dieser Reihenfolge. Hinsichtlich der Betriebswirtschaft muss jedoch hinzugefügt werden, dass in erster Linie Informationen gesammelt und anerkannt werden müssen, bevor Bedarfe festgelegt werden was leider gegenwärtig so oft verweigert wird.


Die Brachialgewalt zentralisierter Kapitalien treibt die Kapitalisten zu moralisch verwerflichen Handlungsweisen an, generiert schier unglaubliche Kreativität in der Verdrehung ökonomischer Begebenheiten und nimmt so Einfluss auf die Ausprägung der Gesellschaft.


Um nur ein Beispiel zu nennen. Wenn Menschen angehalten werden, ihren Erholungsurlaub möglichst schnell abzuwickeln, da für die Regenerationsvolumina seitens des Unternehmens Rücklagen gebildet werden müssen, die dann die Eigenkapitalmasse vergrößern, die aber sinken soll, weil man auch aus nicht ausreichenden Umsätzen heraus eine ordentliche Rendite zu erzielen geneigt ist, dann ist dies ein viel aussagendes Beispiel für die heute in der Betriebswirtschaft vorherrschende Perversität!


Wenn Entscheidungen getroffen werden, die entweder zu große Unsicherheiten beinhalten oder aber schier einen zu komplexen und weitläufigen Bereich zu erfassen anmaßen, wenn diese Entscheidungen aus dem Handgelenk heraus mit Gleichgültigkeit getroffen werden oder aber ausführende Kräfte unter massiven Druck gesetzt werden um nicht Erreichbares zu leisten, dann darf zurecht von planwirtschaftlicher Borniertheit gesprochen werden ganz gleich sie in das Korsett einer vermeintlich marktwirtschaftlichen Ordnung eingehüllt sein sollte. Nein, keiner will das System, unser niedergeschriebenes System, verändern. Es ist allerdings sehr wohl das gute Recht eines jeden bundesrepublikanischen Arbeiters, die Rückkehr dazu einzufordern!


ICH fordere die Rückkehr hin zu einem sozial marktwirtschaftlichen Konsens ausdrücklich.




Mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch


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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Thilo´s Welt – von der Wiege bis zum Grabe




Von der Wiege bis zum Grabe
Soll´n wir wandern ohne Habe
Wollpullover, Thermohose
Nudeln in Tomatensoße
Bei 15 Grad, wer friert da schon?
Dazu ein gut gefüllter Bauch
Geht für 3,50 scheinbar auch...


Wo sind wir hier, das kann nicht sein
Predigt Wasser und säuft Wein
Soziale Kälte, Eis im Herzen
Das war’s dann mit der Lust zu Scherzen
Was hier kann helfen
Wollpullover, Thermohose?
Nein, Hinkelsteine
und zwar große!



Auf das Gemüt es schlägt und immer schwerer
Ob es geht wohl noch vulgärer?
Noch vulgärer als grad’ aufgeführt
Von Sarrazin dreist zelebriert
Was für Gewürze hat der bloß im Tee
dieser Genosse von der SPD?
Mal ernsthaft, es geht wohl nicht banaler
Da ist General Schönbohm noch sozialer!


Was ist es hier doch so erquicklich
Der Thilo macht uns alle glücklich
Hand drauf, drüber, aus die Maus
Ja, lernen wir nicht endlich draus?
Das sind die allerschönsten Themen
Da kann er sie gleich alle nehmen
Kinder, Proletarier und Alte
immer drauf, setzt sie ins Kalte!



Ist’s nicht schon genug der Prostitution
Brauchen wir nun auch noch Hohn?
Häme und Erniedrigung?
Weiter geht’s, ich hab’ noch Schwung...
Sind wir wirklich so gehemmt
Total geniert dazu verklemmt
Genossen, werdet endlich munter
Druck ablassen, Daumen runter
Die haben Spaß uns noch zu drücken,
Soll´n sie sich doch selber bücken


Bin ich heut’ nicht fein vulgär?
Glaubt mir, es ist gar nicht schwer!
Wer mit solchen Senatoren ist gepriesen
Der soll ruhig auch mal kräftig niesen
Haut raus den Rotz, es ist egal
Wir haben scheinbar keine Wahl!



Es interessiert sie einfach nicht die Spur
Ob wir frieren, essen Abfall nur
Ob Kinder tragen Lumpen auf
Das gibt's heut' wieder, und zwar zu Hauf!
Dafür erhalten die eine Menge Geld
Unsere Steuergelder – eben, Thilo´s Welt!



mit bitterbösen, satirischen Grüßen
Hans Janosch


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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Warnung - hütet euch vor der Partei DIE LINKE

Liebe Kolleginnen und Kollegen



Nach langer Überlegung, vielen diesbezüglichen Anregungen, habe ich mich dazu durchgerungen, der Wahrheit über die Partei DIE LINKE ins Auge zu blicken!


DIE LINKE will das globale, liberale Markgeschehen mit Leitplanken versehen und so doch tatsächlich unterbinden, dass die Fähigkeit dazu besitzende Marktakteure ihren Besitz vervielfachen; dabei ist es doch nur natürlich, dass kleinere, nicht finanzkräftige und nur mäßig wehrhafte Unternehmen vernichtet werden. Ich meine, man kennt das doch, wer hat nicht schon in der Schule mit Begeisterung die sich nicht wehren könnenden Unterklässler verprügelt? So ist das Leben eben! Aber DIE LINKE scheint das nicht verstehen zu wollen.


DIE LINKE will verhindern, dass Abermillionen von Rentnern in dieser Republik weiterhin die Renten zusammengestrichen werden und verweigert sich der Einsicht, dass diese Notwendigkeit einer einfachen Rechnung zugrunde liegt. Wir befinden uns nun einmal in einer Situation, in der immer mehr Ältere immer weniger Jungen gegenüberstehen und so, durch die ihnen zukommende Alimentation, durch ihr Gnadenbrot, unser Land ökonomisch zu ersticken drohen; die Alten fressen uns noch die Haare vom Kopf! Darum ist es eben wichtig, die Renten klein zu halten, sie an den verschiedensten Ecken zu kürzen, vor allem aber ist es wichtig, Medikamente zu verteuern; ist doch klar - wenn die Medikamente immer teuerer werden und nicht mehr von den Alten zur Behandlung ihrer Beschwerden gekauft werden können, ja, dann gehen vielleicht ein paar von ihnen schneller über die Wupper und belasten nicht weiter den Staatshaushalt. Das ist Generationengerechtigkeit! Aber DIE LINKE scheint das nicht verstehen zu wollen.


DIE LINKE will verhindern, dass, man mag es gar nicht aussprechen, die Löhne von Millionen Arbeitnehmern auf ein Mindestmaß beschränkt werden, dass die Mitbestimmung ausgehöhlt wird; dabei kann sich doch heute wirklich niemand mehr der Notwendigkeit erwehren, unsere Wirtschaft fit für den Wettbewerb mit Kambodscha, China und Somalia machen zu müssen! Einmal ganz davon abgesehen, dass der größte Teil der Arbeitnehmerschaft ohnehin aus unqualifizierten Nichtsnutzen besteht, an denen man bereits viel zu lange wertvolle Ressourcen verschwendet hat, ist es doch eine ganz nüchterne und vernünftige Entscheidung, den produktiven Mehrwert zum Zwecke vernünftiger Investition und Verwaltung in die Hände einiger auserlesener vaterländischen Stützen zu legen, statt ihn an die das Erarbeitete schlicht verbrauchende Masse zu verschwenden! Aber DIE LINKE scheint das nicht verstehen zu wollen.


DIE LINKE gefährdet zudem die uns auferlegt vertraut gewordene transatlantische Freundschaft, indem sie propagiert, man dürfe sich nicht an den diversen, unsere Ressourcen sichernden Interventionen beteiligen; ja, es stimmt, unsere Freiheit, weiterhin das uns zustehende Maß an Energie verbrauchen zu dürfen, wird am Hindukusch verteidigt. Als ob die Tatsache unserer durch diesen unsäglichen Steinewerfer verursachten Verweigerung zur Ressourcensicherung im Irak nicht schon in ausreichendem Maße unserer bilateralen Verantwortung gegenüber dem Schutzpatron Abbruch getan hätte! Ganz davon abgesehen, dass wir uns in diesen Ländern behaupten müssen, ist es elementar wichtig, dass diesen dort lebenden Menschen die Demokratie zugänglich gemacht wird; ja, Freunde, es liegt doch auf der Hand, wir brauchen neue Absatzmärkte! Der Preis, den wir zur Erreichung dieses großen Zieles bezahlen, ist doch wohl mehr als gerecht; außerdem, was hätte diese jungen Leute ohne Ausbildung und Arbeitsplatz denn auch für eine Zukunft in Deutschland erwartet? Sollen ihre Eltern froh sein, dass ihre Söhne von diesem zu erwartenden Elend befreit wurden und sich zudem ums Vaterland verdient gemacht haben; davon kann man in der Familie, man kennt das doch, mehrere Generationen lang zehren; das sind schließlich Helden! Aber DIE LINKE scheint das nicht verstehen zu wollen.


DIE LINKE, das ist dann wirklich der Gipfel, konterkariert den elementar wichtigen, europäischen Integrationsprozess; dabei sollte doch jedem auf ein halbwegs funktionierendes Gedächtnis zurückgreifen könnenden Menschen klar sein, dass große von edlen Menschen erdachte Pläne nun einmal der Ermächtigung bedürfen; man kommt einfach nicht voran, im Rahmen dieser unsäglichen Dezentralität und Kleinstaaterei! Aber DIE LINKE scheint das nicht verstehen zu wollen.


Ja, liebe Freundinnen und Freunde, da ich mich von diesen, wie sie nicht selten benannt werden, Rattenfängern hatte betören lassen, musste ich mich einfach darüber mitteilen, dass sich mir endlich die Augen geöffnet haben!!!!


DIE LINKE ist unser Untergang; eine Partei, durchsetzt von postkommunistischen Altkadern, die danach streben, das Abendland ins Chaos zu stürzen, die euch alle zu enteignen streben und euch bespitzeln wollen; angeblich, unbestätigten Berichten nach zu urteilen, sollen sie der CDU sogar schon ein Angebot zum Zwecke der Abwerbung von Wolfgang Schäuble unterbreitet haben; also, kurz um; verabschiedet euch doch endlich von eurer unsäglichen Sozialromantik und stellt euch der Realität - frei nach Moltke:



"Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner, und der Krieg ein Glied in Gottes Weltordnung. In ihm entfalten sich die edelsten Tugenden des Menschen, Mut únd Entsagung, Pflichttreue und Opferwilligkeit mit Einsetzung des Lebens. Ohne den Krieg würde die Welt in Materialismus versumpfen."



mit satirischen Grüßen
Hans Janosch








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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

NEHMEN WAS UNSER IST

Liebe Kollegen/innen, Leidensgenossen!


Allen Orten werden wir, die wir als Lohnabhängige unser Dasein fristen, betrogen, belogen, zum Narren gehalten. Sie kürzen unsere Löhne, schließen unsere Werke, verbauen die Zukunft unserer Kinder!


Damit wir mehr Gestaltungsspielräume erhalten ist es notwendig, ...


... DASS STETS 50% DER PRODUKTIVEN ZUWÄCHSE EINES UNTERNEHMENS IN DAS EIGENTUM DES ARBEITERSTANDES HINEIN ÜBERFÜHRT WERDEN ...


Nicht möglich? Möglich ist alles, für das wir als Legislativkraft dieser Nation plädieren!


Das Motto muss heißen:

"NEHMEN WAS UNSER IST"

... oder ...

"WAS UNSER IST DIES LASST NICHT LIEGEN, SONST WIRD ES WOHL EIN ANDRER KRIEGEN"


Es ist an der Zeit, liebe Freunde!


mit krawalligen Grüßen
Hans Janosch



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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

Jugendkriminalität - Konstruktivangriff der unparteiischen Mitte

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ernsthaftigkeit des Themas fordert eine gewisse politische Neutralität ein, welcher ich mich im Sinne einer problemorientierten Betrachtung verpflichtet gefühlt habe

Denkschrift zur Thematik der Jugendkriminalität


Jeder differenziert denkende Mensch kann sich anbetracht der Art und Weise in der derzeit das Thema der Jugendkriminalität öffentlich diskutiert wird nur schmerzverzerrt an den Kopf fassen. Was passiert da? Besteht die gesamte Republik nur aus humandogmatischen Schöndenkern einerseits und Rechtspopulisten andererseits?

Worüber, besser gesagt über wen, sprechen wir in dieser Diskussion? Wir befassen uns im Wesentlichen mit jugendlichen Intensivtätern, d.h. mit Menschen unter 21 Jahren, die mehr als 10 Straftaten innerhalb eines Kalenderjahres begehen. Menschen auf die dies zutrifft, dies variiert regional sicherlich, sind oft zu 75%, teilweise sogar noch zu einem höheren Prozentsatz, teilweise aber auch zu einem deutlich niedrigeren, nicht deutscher Staatsbürgerschaft. Dies ist einmal Fakt, ob man die Benennung dieser Sache gut findet oder nicht, es ist deswegen nicht eine weniger den Tatsachen entsprechende Feststellung.

Die Union hat also an der Stelle ganz recht diese Tatsachen zu benennen und zu thematisieren. Nun sollte man jedoch die Art und Weise wie diese Diskussion geführt wird näher betrachten. Die breite Masse der Hessen hat in der Landtagswahl der Art und Weise wie Roland Koch dieses Thema instrumentalisiert eine klare Absage erteilt und dies ganz zurecht. Diese von Roland Koch inszenierte Kampagne verdient nur ein Wort – scheußlich. Die nicht selten in der Vorbereitung zur hessischen Landtagswahl von diesem Herrn gemachten diesbezüglichen Zwischenbemerkungen sind an Einfachheit kaum zu überbieten und da braucht man sich nicht wundern, dass Republikaner und NPD, um der Sache auch einen positiven Aspekt abgewinnen zu können, jeweils weniger als 1% der Stimmen in Hessen erhalten, da derartig denkende Menschen die Chance erkennen ihre Denkweisen könnten in staatlicher Regierungsverantwortung vertreten werden.

Man kann das Thema der Jugendkriminalität anhand der Zahlen betrachten ohne nach den Gründen für diese Zahlen zu fragen. Man kann sogar die Ansicht vertreten, wie Roland Koch dies zu handhaben scheint, die Gründe wären einerlei – solange nur genügend davon vorliegen; denn dann wird dieses Thema tatsächlich zum alten Republikanerdauerbrenner „kriminelle Ausländer raus“, verbunden mit dem Wunsch sie mögen doch möglichst einmal kriminell werden, damit man auf absehbare Zeit alle loswerde.

Man kann dieses Thema jedoch auch in einer tiefgehenden und sachlichen Art und Weise behandeln. Ebenso kann festgestellt werden, dass dieses Thema sicherlich nicht in Hessen aber dafür an anderer Stelle innerhalb der Union wesentlich sachlicher behandelt wird. Da werden nicht nur die statistischen Erhebungen zitiert, sondern gezielt nach den Gründen gefragt und es wird versucht Wege zu erarbeiten die Abhilfe schaffen können. Nun diskutieren die Christdemokraten gerade wenn sie sachlich sind natürlich in der Art und Weise wie Christdemokraten eben denken können und die Welt verstehen, reden von wertkonservativer Erziehung und prangern die oft archaischen und gewalttätigen Erziehungsmethoden arabischer Familien an. Die Feststellung die Entwicklung dieser Menschen - ich meine hier nicht die Christdemokraten - wäre oft problembehaftet ist allerdings richtig. Nun, selbst wenn die Christdemokraten dieses Thema im Rahmen ihrer Möglichkeiten sachlich diskutieren, so sind sie an anderer dieses Thema berührender Stelle außerordentlich dogmatisch. Die Frage nach den sozialen Verhältnissen denen kriminell werdende Menschen oft ausgesetzt sind wird vernachlässigt, da eben in diesem Punkt bei der Union ihren ökonomischen Theorien zugrunde liegend nicht sein kann was nicht sein darf. Hier setzt die Dogmatik einer jeden sachlichen und einen Tiefenanspruch hegenden Diskussion eine klare Grenze.

Dementsprechend muss man wohl, wenn man auch die sachlichen Aspekte der unionsgeführten Debatte schätzen möchte, auf der anderen Seite klare Sympathien für die diesbezüglichen Positionen der SPD und Linken hegen. Nehmen wir als krassen Gegensatz zu Roland Koch einmal Gregor Gysi. Gregor Gysi fragt in der Betrachtung der Jugendkriminalität tatsächlich nicht nach der Herkunft eines Täters, und selbst wenn er die übermäßige Vertretung nicht deutscher Staatbürger in diesen Statistiken erkennt, so erscheinen sie ihm aus einer grundmaterialistischen Weltanschauung heraus als nicht aussagekräftig; die Grundproblematik liegt ausschließlich in den sozialen Verhältnissen der Menschen begründet. Gregor Gysi denkt wie ein Sozialist eben denken kann und die Welt versteht. Die ausschließlich materialistische Betrachtungsweise wird dem Thema der Jugendkriminalität allerdings auch nicht gerecht. Man sollte sich der Tatsache stellen, dass eben nicht alle Menschen gleich sind, dass kulturelle Belange durchaus belegbare und greifbare Auswirkungen zeigen. An dieser Stelle wird die Denkweise der Sozialisten dogmatisch und es kann, ebenso wie an anderer Stelle in der Themenbetrachtung der Christdemokraten, nicht sein was nicht sein darf.

Die Beurteilung ob die Einen oder die Anderen Recht haben, oder ob gar niemand völlig recht hat, kann hier nicht genormt werden, da Themen und Problemstellungen unterschiedlich sind, genau wie Menschen dies sind, sehr individuell. Betrachtet man, um dieses Thema nicht einseitig erscheinen zu lassen, die ansteigende Anzahl rechtsmotivierter Gewalttaten in den östlichen Bundesländern, so kann man dort in einem viel größeren Maße die Richtigkeit in den Positionen der Sozialisten erkennen als dies für die Gruppe nicht deutscher Straftäter der Fall wäre.

Es scheinen hier in erster Linie Grundsatzprobleme unserer Zeit mehr ausschlaggebende Faktoren zu sein, derer ich hier aufführen möchte, die, entschuldigt bitte, nicht ganz sachgerechte Beurteilung des Nahostkonfliktes durch die Westmächte, die Koalition der Willigen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und eben auch das vom Grundsatz her diesen Menschen entgegenschlagend ablehnende Umfeld erzeugt durch große Teile der deutschen Bevölkerung; Deutschland ist aus der eigenen Kultur heraus latent ausländerfeindlich und wer ehrlich mit sich selbst ist braucht die Betrachtung der Denkweisen anderer Menschen nicht unbedingt um dies festzustellen. Wir lassen diesen Menschen durch das gebotene Gesamtumfeld eine nahezu spartanische Erziehung zuteil werden und brauchen uns dementsprechend auch nicht zu wundern, dass dies in Form von Ablehnung westlicher Ideale und gruppenbezogener Autonomiebestrebungen innerhalb der jeweiligen Nationalstaaten Auswirkung zeigt. Wenn man sich aus seiner nationalstaatlichen Sichtweise heraus mit diesen nichtdeutschen Volksgruppen auf Augenhöhe begeben möchte, so muss man feststellen, dass deren Streben nach Autonomie und Eigenkultur überhaupt nicht zu bemängeln sondern als Ausdruck von Vitalität vielmehr zu beglückwünschen ist. Wir hegen diesen Vitalitätsanspruch selbst in nicht geringem Maße, dürfen ihn dementsprechend Anderen nicht aberkennen. Komplette zur Selbstaufgabe führende Assimilation darf niemand von niemanden verlangen, wer es trotzdem verlangt darf sich nicht wundern dass der daraus resultierende Widerstand seltsame Blüten treibt.

Welches nun der einzig richtige Weg ist das Problem der Jugendkriminalität lösen zu können? Ich kann die Antwort nicht geben, das Problem lediglich etwas genauer analysieren als dies bislang gemacht wurde; die Situation ist mehr als schwierig, Ausdruck falscher Politik in vielen Jahren und unterschiedlichen Regionen unseres Erdballes.

Einer Sache bin ich mir allerdings recht sicher. Im Besitz der absoluten Wahrheit sind weder die Einen noch die Anderen und ich denke dieses Problem kann, wenn überhaupt, ausschließlich mittels viel Ehrlichkeit und Verständnis für den jeweils anderen abseits jeder Parteipolitik und jedes Dogmas gemeinschaftlich angefasst werden. Darum ist er eben dringend erforderlich, der Konstruktivangriff der unparteiischen Mitte.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Janosch




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Hans Janosch zum Thema POLITIK AKTUELL

An die deutsche Sozialdemokratie

Kolleginnen und Kollegen,

gerade in anbetracht der schwierigen gegenwärtigen Lage ist es vielleicht hilfreich, einen optimistischen Blick in die Zukunft unseres Landes zu wagen.

Dies möchte ich in leicht überspitzer Art und Weise tun.


Aufruf an alle Sozialdemokraten in Deutschland am 9.11.2013 anläßlich der Vereinigung der beiden großen sozialen Bewegungen Deutschlands

An die deutschen Sozialdemokraten

Parteigenossen! In der jüngsten Zeit haben sich im Schoße unserer Partei Ereignisse vollzogen, die jeden ehrlichen Sozialdemokraten mit Freude erfüllen müssen. Der Bann, welcher bislang auf der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung lastete, ist gebrochen; die Selbstsucht einzelner, welche sich wie ein spaltender Keil in das Mark, in das Herz unserer Partei geschoben, ist entlarvt und niedergeschmettert, und es gilt nun, rasch zu handeln, damit die Früchte des Sieges uns nicht wiederentrissen werden und damit aus der heilsamen Revolution, welche sich soeben vollzogen hat, die Prinzipienreinheit und die einheitliche Organisation hervorgehen möge, ohne die unsere Partei den ihr gebührenden Einfluß nicht ausüben, die ihr innewohnende Kraft nicht entfalten kann.

Lange, leider zu lange, war es dem Egoismus und der Boshaftigkeit einzelner möglich, die Partei insich zu verfeinden. Doch eine neue Zeit ist angebrochen; mit ehernem Finger zeigt sie uns auf die Notwendigkeit hin, die Partei der gesamten sozialdemokratischen Arbeiter Deutschlands in sich zu einigen und dieselbe in die richtige, einzig zum Siege führende Bahn der auf internationaler Grundlage beruhenden, großen Arbeiterbewegung hinüberzuleiten.

Wer, der ein aufrichtig denkender Sozialdemokrat ist, sollte sich dieser Notwendigkeit verschließen können? Wer sollte die unberechenbaren Vorteile für unsere Partei nicht ahnen können, die sich aus einer derartigen Einigung auf Grund einer gemeinsamen Organisation, eines gemeinsamen Programms, eines gemeinsamen Auftretens in der politisch-sozialen Welt ergeben? - Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß die große, die überwältigende Mehrheit unserer Parteigenossen der besseren Erkenntnis huldigt, daß sie gern und freudig die Hand zu dem stolzen Werke bietet, das endlich unsere Partei zur großartigen und wirksamen Machtentfaltung befähigt.

Kopf hoch, Kolleginnen und Kollegen, es grüßt herzlich und mit einem zwinkernden Auge

Hans Janosch


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Rainer Nehring zum Thema POLITIK AKTUELL

Es werden Streiks gerichtlich verboten (mit der Begründung, dass dadurch wirtschaftlicher Schaden entstehen würde); es werden Menschen gerichtlich verfolgt, weil sie über " intellektuelle Fähigkeiten verfügen, die für mögliche terroristische Straftaten nützlich sein könnten; es werden jeden Tag mehr demokratische Rechte abgebaut und Überwachung aufgebaut. Nicht umsonst warnte Frank Bsirske in dieser Woche vor weiterem Demokratieabbau und rief im Namen ver.dis zu einer Großdemonstration am 21.09.2007 in Berlin auf. (www.freiheit-statt-angst.de)
Bitte leitet den offenen Brief der Wissenschaftlerinitiative weiter.

Mit kollegialen Grüßen,
Wilhelm

Memorandum Newsletter 2007-8.pdf

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Beispiel LIDL kein Einzelfall
Nicht nur da, überall hier bei TEDi. weiter...
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IM WILDEN SÜDEN, wo auch fast alle anderen Beiträge zutreffen! weiter...
Tina
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Beispiel LIDL kein Einzelfall
TEDi ist ein Sauladen, modernes Sklaventum ist angesagt weiter...
???
07. März 23:12

Beispiel LIDL kein Einzelfall
Tina darf ich fragen in welchem Vkl-Gebiet das war!? Danke weiter...
Neugieriger
07. März 22:10

Beispiel LIDL kein Einzelfall
Taljana,wenn du auf deinen Arbeitsplatz angewiesen bist,kann ich dir nur davon abraten da nachzuhaken. Ich habe es selbst bei einer Kollegin erlebt ... weiter...
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Beispiel LIDL kein Einzelfall
danke für die antworten , mein vertrag wurde vor kurzem erst verlängert ... ja rein gesetzlich steht es auch einem 400 Euro jobber zu ... Nur bei tedi weiter...
Taljana
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@ Taljana: Tedi muss Dir die Durschnittsstunden der letzten 3 Monate im Krank oder Urlaub zahlen, dafür musst Du die Krankmeldung binnen 3 Tagen in weiter...
*war schonmal da*
07. März 12:15

Beispiel LIDL kein Einzelfall
@ Taljana Weiter oben habe ich am 21. August 2009 schon was dazu geschrieben. Oder einfach mal hier nachlesen: ... weiter...
Antiallergika
07. März 12:05