SPRUCH DER WOCHE
Samstag 30. April 2011
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Es war in alten, grauen Tagen
Erinnert euch daran, Genossen.
Die Republik erlag dem eigenen Versagen
Ihr Ende gar hat selbst beschlossen.
Erinnert euch, wie es begann
Wie fand er bloß Verfestigung
Grauenhafter Dämonenbann
Ermächtigung, Ermächtigung
Lag es nicht am Wohlgefallen
Vermeintlich ordentlicher Leute
An der Macht, deshalb sie als Vasallen
noch beförderten die braune Meute
Und lag es nicht am Bruderkrieg,
entflammt im eignen Stand
hamm´wir uns nicht selbst besiegt
weil durchgeschnitten wir das Band
Gefahr erneut steigt auf im Reigen
Denn heute, findet daran kein Gefallen
Nicht nur fremd sind sich die Eignen
Nein, es gibt auch abermals Vasallen
Die posaunen, was der Mob begehrt,
den sie haben auch noch selbst geboren
Denn das Nötigste haben sie verwehrt
Den Teufel ohne jede Not beschworen.
Das Nötigste, sozialer Friede
Arbeit, Auskommen, geringe Unterschiede
Ein Grundvertrag in der Gesellschaft
Ein Band, verbindet alle Menschen
Auf Grundlage von Menschrechten
Die zubilligen, allen das
Was leben lässt ohne Aderlass
Die der Ausbeutung Grenzen setzen
Und die Würde nicht verletzten
Die den Reichtum der Gesellschaft
Auch verteilen unter Allen
Garant für Frieden im großen Boot
Bleibt die Freiheit von sozialer Not
Und diese Freiheit, Genossinnen und Genossen,
Sie war doch beinahe schon erreicht
Nur plötzlich wieder aufgeweicht
Durch Klüngel, mit Banken
Managern und Reichen
Mit Tyrannen und dergleichen
An den Grundwerten sich versündigt
Der Friede wurde aufgekündigt
Und ob das alles noch nicht reicht
In der NATO eingeeicht,
der letzte Anstand nicht verblieb
Hurra, wir machen wieder Krieg!
Das alles führt uns nur ins Chaos
Wird es Allen bloß erschweren
Genossen, wo bleibt euer Pathos
Dagegen müssen wir und wehren
Es muss erheben sich der Anstand
Wir brauchen Mut, Dynamik der Empörung
Kein Zurück ins Asenland
Gegen Sozialabbau und Kriegsverschwörung
Neue Wege wollen wir beschreiten
Und halten es dabei mit Brecht
Vorwärts, auf in bessre Zeiten
Einheitsfront und Menschenrecht!
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Sonntag 9. Januar 2011
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Die SPD war immer stark, wenn sie nicht nur für einen Teil der Gesellschaft Antworten gegeben hat. Als Anwalt der kleinen Leute ist sie unverzichtbar. Wir werden gelegentlich als „Betriebsrat der Nation“ bezeichnet, und ich habe das nie als ehrenrührig empfunden.
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Freitag 24. Dezember 2010
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Allen Kolleginnen und Kollegen eine gesegnete Weihnacht.
Der Heiland war ein Demokrat,
Wegbereiter Gleicher unter Gleichen.
Er war Vorsitzender vom ersten Rat,
und gab den Menschen so ein Zeichen.
Organisiert euch, setzt euch ein für eure Ideale,
sprach er und ging gleich voran.
Und die Menschen hörten die Signale,
immer wieder von damals an.
Ach, was haben sie aus ihm gemacht,
diese Kirchentechnokraten, Katholiken.
Er hätte sie wohl ausgelacht,
und gesagt, ihr Menschen aller Republiken:
„Das Himmelreich, ihr Menschenkinder,
das müsst ihr euch schon selbst besorgen.
Hört bloß nicht auf die Pfaffenschwindler,
die wollen euch doch bloß beborgen.“
Das Eigentum in Händen Weniger,
das macht die Vielen elendig und arm.
Gleichheit und die Solidarität ist seliger,
genau das predigt er dem Menschenschwarm.
Und ich sage euch, glaubt es mir, es stimmt
Das Gewand in Trier ist nicht das seine, ich ahne
Der Heiland war ein farbenfrohes Kind,
sein Gewand rot eingefärbt wie unsre Fahne.
Farbenfroh ist auch die Menschheit,
die als ungeteilt er uns beschreibt
Ungeteilt und friedlich, hindurch durch alle Zeit
Ist das Ideal, was uns von ihm bleibt.
Ein Internationalist von erster Güte
So wie er die Welt betrat,
so bringt man sie zur schönsten Blüte,
der Heiland war ein Demokrat.
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Donnerstag 16. Dezember 2010
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
"Wer im Arbeitsprozeß von jeglicher Verantwortlichkeit enteignet worden ist, der wird auch gegenüber dem Gegenstand seiner Arbeit, der Natur, nicht die notwendige Verantwortung empfinden"
Oskar Lafontaine (* 16. September 1943 in Saarlouis-Roden) ist ein deutscher Politiker.
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Dienstag 31. August 2010
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Würden wir den gleichen Denkmustern wie Thilo Sarrazin anhängen, so müssten wir jetzt wohl schlussfolgern, alle SPD-Mitglieder mit Schnauzbart und Brille seien latent rassistisch - oder?
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Mittwoch 26. Mai 2010
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Geäst und Reisig sammelt ein,
Besten Brennstoff, grob und fein
Der Brüder Ruf durch Europa hallt
Seid bereit, bereit, es wird schon bald
Von der Akropolis aus, ihr europäischen Antikapitalisten
Nicht weiter sollt ein Schattendasein fristen
Der Scheiterhaufen ist errichtet, euer Durst wird bald gestillt
Der Neoliberalismus wird endlich aus der Welt getilgt.
Europa hat eine Verfassung der Kapitalisten
Usurpation der Demokratie, sie fleißig nisten
Sich ein in unsere Staaten, sie untergraben unsere Souveränität
Auch wenn´s düster aussieht, Genossen, es ist nicht zu spät, um
Sich ihnen entgegenzustellen, sie in ihre Schranken zu verweisen
Sie endlich aus Europa herauszuschmeißen
Genau darum geht es, um ein Ende der Geiselhaft
Versetzt euch in Gefechtsbereitschaft.
Die nächste Schlacht, sie steht ins Haus
Sie greifen an, wir müssen raus
Ins Feld, ins Feld, der Freiheit Preis
War immer schon viel Kampf und Schweiß
Auf die Straße, hinein in die Betriebe,
Die Vorherrschaft in den Medien woll´n wir übernehmen.
Unser Kampfmittel, es sei der Streik als internationale
Aufgabenstellung, zum ersten Male
Internationale Solidarität tatsächlich leben
Sich gemeinsam gegen´s Joch erheben
Dessen Ketten wir doch alle spüren
Die täglich ans Schafott uns führen
Wenn die Linke nicht steht, dann ist´s vorbei
Dann gibt´s allenortens braunen Brei
Dann kriechen die Rechten wieder aus ihren Löchern
Das demokratische Leben wird auf ewig verknöchern
Überall, ob in Frankreich, Ungarn oder Italien
Wo die Linke hat versagt, als Repressalien
Der Anpassung und Spaltung linker Gruppen
Die Rechten als greifbare Bedrohung sich entpuppen
Dazu, wo in Europa Olli Rehn und Kameraden
Den Generalangriff auf uns sichtbar planen
Da kann´s für uns doch nur bedeuten
Den Gegenangriff einzuläuten.
Ein Gespenst geht um auf diesem Kontinent
Der Freiheit Eifer bald entbrennt
Wir, Genossen, Wir müssen Träger dieses Feuers sein
Denn nur die Solidarität kann uns befreien
Nur der Freiheit Gleichheitslocken
Verhindert dass die Fronten bröckeln
Denn die verlaufen zwischen arm und reich
Und nicht zwischen Völkern, gleiches Fleisch!
Die Wiege der Demokratie, sie wankt in Feuern,
Gelegt von bourgeoisen Ungeheuern.
Wenn Hellas fällt, dann fällt auch die Demokratie
Dann gibt´s kein Halten mehr für die Despotie
Darum sammelt euch und stellt euch ein
Auf Kampfgetöse, Stein und Bein
Wir gewähren diesmal keinen Nachlass
Ruf der Freiheit - auf nach Hellas!
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Mittwoch 24. Februar 2010
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Ein Ruck geht derzeit durch das Land
An Rhein und Ruhr, schon allerhand
Da gibt der Wirtschaft größter Knecht
Doch glatt dem alten Lenin recht
Denn hatte der nicht scharf bereits geschlossen
Auf Verknüpfungen von Staat und Wirtschaftsbossen?
Mehrwert, Markt und Konkurrenz
Konzentrieren bis zur Pestilenz
Und plötzlich, was Frevel vor dem heil`gen Schrein
In ihren Kapitalismus sie ziehen Netze ein.
Denn wenn die Großen in der Sache klar
Den Kleinen dies das Ende war.
Aufteilung des Marktes, Infiltration des Staates
Bis Souverän, Kartellamt und selbst mancher Sozialist
Auf dem rechten Auge blind geworden ist
Der Tenor angestimmt, oh heilig Vaterland
Der Wettbewerb zum Schicksal wird ernannt.
Bis Methode, Zweifel, reichlich Pfusch
Uns führt bis an den Hindukusch.
Damit die Welt bleibt aufgeteilt in arm und reich
Und noch die letzten Hirne werden weich
In Düsseldorf, bei feinem Rotwein und Präsenten
Am Tisch vom roten schwarzen Residenten
Der Ausdruck dessen sich nun zeigt
Was Lenin uns recht klar beschreibt.
Bei Einheitsfront und Frühlingswetter
Prinz Stamokap, nehmt ihm das Zepter!
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Sonntag 6. Dezember 2009
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Der böse Wolf, er ist kein Märchen
Er existiert, denn uns beherrschen
Kapital und Staatversagen
Banker von der schlimmsten Sorte
Politiker aus der Retorte
Ach, was soll man dazu sagen
Man kann ansich nur noch verzagen
Plündern, lügen und betrügen
Casino frei, das Land verspielen
Von himmelhoch her woll’n sie stammen
Nur uns, ja uns sie gnadlos rammen
Dabei den Pflock ins Herz hinein.
Drohen, beißen, Ellenbogen
Bis die Völker erneut verrohen
Bis Tümelei wieder die Mode wird
Es nur noch Opfervölker gibt
Bis wieder, schaumverquillte Mäuler
Schreien, schießen, Schlachtenfeuer
Alle leiden, nur die Banker weiter applizieren
Und vom Leid der Andren profitieren
Ein Moloch, mit gar bösem Sinn
Die Welt erneut zum Abgrund führt.
Es ist wahrlich nicht geheuer
Scheut der Wolf nicht mehr das Feuer
Ja, legt er es nun dreist schon selbst
Man sich bang die Frage stellt
Wie löscht man solchen derben Brand?
Ich sag`s Euch, nur mit Widerstand!
Nur auferstanden demokratisch Leben
Kann diesen Schaden noch beheben
Genossen, nur Bewegung über alle Klassen
Lässt diesen Kampf erfolgreich sein.
Spielt an die Schalmei, die Zeit, sie drängt
Noch immer sind wir weit versprengt
Geht guten Mutes aufeinander zu
Mit Maß und Hoffnung, und dazu
Der Zukunft mutig zugewandt
Herz, Verstand und allerhand
Ideen für ein bessres Morgen
Entzündet eifrig, Hand in Hand
Den gewalt`gen Gegenbrand
Brüderlich, für gute Wende
Der böse Wolf - setzt ihm ein Ende!
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Donnerstag 22. Januar 2009
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Nie wieder SPD!
Es gibt Leut’ die hamm nen Fehler
Und bezeichnen sich als SPD´ler
Dabei so gern sie lassen sich mieten
Das man möcht’ ihnen den Schal verbieten
Der Schal, er stand ihnen vielen Jahren
Für Frieden und Gerechtigkeit
Doch heut’, man möchte kaum es sagen
Für Kriege und für Käuflichkeit
Für Tritte gegen’s Völkerrecht
Ach wie gut, dass Bertolt Brecht
Dies alles nicht mehr muss erleben
Er würd’ sich selbst den Rest wohl geben.
Nie wieder ein Krieg von deutschem Boden
Genug dergleichen Episoden!
Dieser Satz, dank Willy Brandt
Uns wieder mit der Welt verband
Und heut’ die Genossen bespucken sein Erbe
Die schlimmsten Böcke zu Gärtnern ernannt
Wenn er könnt, er stieg aus der Erde
Und hätt’ das Buch mit Freude verbrannt
Die Partei unsres Kanzlers, Willy Brandt
Aus Not sie hat sich umbenannt
DIE LINKE nun heißt sie, das Land soll erbeben
Wir halten Brandt´s Erbe gemeinsam am Leben.
Es riecht wieder, Gestank steigt in die Nase
Unerträglich! Und die Genossen, mein Name ist Hase
Wissen von all dem nichts, obwohl sie haben
Es auch noch getan in unsrem Namen
Denn dumm wie wir waren hamm'wir sie wieder gewählt
Nochmal dazu uns durchgerungen
Doch jetzt reicht es, genug gequält
Wir sind zur Konsequenz nun vorgedrungen
Genug der Lügen und Betrügereien
Hoch die Fahne, spielt an die Schalmeien
Ja, es stimmt, es tut schon ein bisschen weh
Trotzdem, für ein friedliches Deutschland - nie wieder SPD!
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Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Der Glaube, eine konfrontative Vorgehensweise im Betrieb schade der Sozialpartnerschaft, ist nichts anderes als auftretender Phantomschmerz. Mit dem bösen Erwachen stellt sich die Feststellung ein, Sozialpartnerschaft sei nicht existent. Sozialpartnerschaft ist essentieller Bestandteil kapitalistischer Romantik. Durch Tropen wie "Sozialpartnerschaft" oder "die Selbstheilungskräfte der Märkte" wird der Kapitalismus zur innerweltlichen Heilslehre erhoben.
mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch
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