SPRUCH DER WOCHE
Mittwoch 24. Februar 2010
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Ein Ruck geht derzeit durch das Land
An Rhein und Ruhr, schon allerhand
Da gibt der Wirtschaft größter Knecht
Doch glatt dem alten Lenin recht
Denn hatte der nicht scharf bereits geschlossen
Auf Verknüpfungen von Staat und Wirtschaftsbossen?
Mehrwert, Markt und Konkurrenz
Konzentrieren bis zur Pestilenz
Und plötzlich, was Frevel vor dem heil`gen Schrein
In ihren Kapitalismus sie ziehen Netze ein.
Denn wenn die Großen in der Sache klar
Den Kleinen dies das Ende war.
Aufteilung des Marktes, Infiltration des Staates
Bis Souverän, Kartellamt und selbst mancher Sozialist
Auf dem rechten Auge blind geworden ist
Der Tenor angestimmt, oh heilig Vaterland
Der Wettbewerb zum Schicksal wird ernannt.
Bis Methode, Zweifel, reichlich Pfusch
Uns führt bis an den Hindukusch.
Damit die Welt bleibt aufgeteilt in arm und reich
Und noch die letzten Hirne werden weich
In Düsseldorf, bei feinem Rotwein und Präsenten
Am Tisch vom roten schwarzen Residenten
Der Ausdruck dessen sich nun zeigt
Was Lenin uns recht klar beschreibt.
Bei Einheitsfront und Frühlingswetter
Prinz Stamokap, nehmt ihm das Zepter!
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Sonntag 6. Dezember 2009
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Der böse Wolf, er ist kein Märchen
Er existiert, denn uns beherrschen
Kapital und Staatversagen
Banker von der schlimmsten Sorte
Politiker aus der Retorte
Ach, was soll man dazu sagen
Man kann ansich nur noch verzagen
Plündern, lügen und betrügen
Casino frei, das Land verspielen
Von himmelhoch her woll’n sie stammen
Nur uns, ja uns sie gnadlos rammen
Dabei den Pflock ins Herz hinein.
Drohen, beißen, Ellenbogen
Bis die Völker erneut verrohen
Bis Tümelei wieder die Mode wird
Es nur noch Opfervölker gibt
Bis wieder, schaumverquillte Mäuler
Schreien, schießen, Schlachtenfeuer
Alle leiden, nur die Banker weiter applizieren
Und vom Leid der Andren profitieren
Ein Moloch, mit gar bösem Sinn
Die Welt erneut zum Abgrund führt.
Es ist wahrlich nicht geheuer
Scheut der Wolf nicht mehr das Feuer
Ja, legt er es nun dreist schon selbst
Man sich bang die Frage stellt
Wie löscht man solchen derben Brand?
Ich sag`s Euch, nur mit Widerstand!
Nur auferstanden demokratisch Leben
Kann diesen Schaden noch beheben
Genossen, nur Bewegung über alle Klassen
Lässt diesen Kampf erfolgreich sein.
Spielt an die Schalmei, die Zeit, sie drängt
Noch immer sind wir weit versprengt
Geht guten Mutes aufeinander zu
Mit Maß und Hoffnung, und dazu
Der Zukunft mutig zugewandt
Herz, Verstand und allerhand
Ideen für ein bessres Morgen
Entzündet eifrig, Hand in Hand
Den gewalt`gen Gegenbrand
Brüderlich, für gute Wende
Der böse Wolf - setzt ihm ein Ende!
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Donnerstag 22. Januar 2009
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Nie wieder SPD!
Es gibt Leut’ die hamm nen Fehler
Und bezeichnen sich als SPD´ler
Dabei so gern sie lassen sich mieten
Das man möcht’ ihnen den Schal verbieten
Der Schal, er stand ihnen vielen Jahren
Für Frieden und Gerechtigkeit
Doch heut’, man möchte kaum es sagen
Für Kriege und für Käuflichkeit
Für Tritte gegen’s Völkerrecht
Ach wie gut, dass Bertolt Brecht
Dies alles nicht mehr muss erleben
Er würd’ sich selbst den Rest wohl geben.
Nie wieder ein Krieg von deutschem Boden
Genug dergleichen Episoden!
Dieser Satz, dank Willy Brandt
Uns wieder mit der Welt verband
Und heut’ die Genossen bespucken sein Erbe
Die schlimmsten Böcke zu Gärtnern ernannt
Wenn er könnt, er stieg aus der Erde
Und hätt’ das Buch mit Freude verbrannt
Die Partei unsres Kanzlers, Willy Brandt
Aus Not sie hat sich umbenannt
DIE LINKE nun heißt sie, das Land soll erbeben
Wir halten Brandt´s Erbe gemeinsam am Leben.
Es riecht wieder, Gestank steigt in die Nase
Unerträglich! Und die Genossen, mein Name ist Hase
Wissen von all dem nichts, obwohl sie haben
Es auch noch getan in unsrem Namen
Denn dumm wie wir waren hamm'wir sie wieder gewählt
Nochmal dazu uns durchgerungen
Doch jetzt reicht es, genug gequält
Wir sind zur Konsequenz nun vorgedrungen
Genug der Lügen und Betrügereien
Hoch die Fahne, spielt an die Schalmeien
Ja, es stimmt, es tut schon ein bisschen weh
Trotzdem, für ein friedliches Deutschland - nie wieder SPD!
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Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Der Glaube, eine konfrontative Vorgehensweise im Betrieb schade der Sozialpartnerschaft, ist nichts anderes als auftretender Phantomschmerz. Mit dem bösen Erwachen stellt sich die Feststellung ein, Sozialpartnerschaft sei nicht existent. Sozialpartnerschaft ist essentieller Bestandteil kapitalistischer Romantik. Durch Tropen wie "Sozialpartnerschaft" oder "die Selbstheilungskräfte der Märkte" wird der Kapitalismus zur innerweltlichen Heilslehre erhoben.
mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch
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Montag 24. November 2008
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Vier Jahreszeiten
Im Frühjahr ward noch Hoffnung da
Wird es wohl ein bessres Jahr?
Oder können sie´s nicht lassen, das Naschen
Und füllen sich wieder die eignen Taschen.
Die Gefahr bestand von Anfang an
Sie sind schließlich gemeinsam dran.
Man kennt ihn ja, den Gruppensog
Fressen sie aus einem Trog!
Im Sommer, es ward endlich Pause
Hatte man schon eine Krause
Oder anders, einen dicken Hals
Seit dem Frühjahr nur noch Balz.
Wer mit wem und mit wem nicht
Schlimmer noch ist nur die Gicht.
Nur noch Floskeln, Parlamentsidiotentänze
Und aus Afghanistan gibt´s ständig Kränze.
Im Herbst, Jäger unverdrossen
Den Obergenossen haben abgeschossen.
Nun gut, der war ja auch schon lange Chef
im Tollhaus SPD, nu isser wech.
Denn dort droben im Norden
Weit hinter Sauerländer Hügeln
Da sitzen die schwarzen roten Horden
Und bügeln, bügeln, bügeln
Jeden nieder der ist linker
Als Gerhard Großkotz Gazpromstinker.
Es wäre alles doch zum Lachen
Wär’ da nicht der gierige Rachen
Der Renditecasinodividendenganoven
Die es haben geschafft, nach langen Jahren
Die Karre endlich in den Dreck zu fahren.
Nun, wir haben es schon lange kapiert
Jetzt werden die Schäden halt sozialisiert.
Im Winter, er ist endlich da
Und kündigt an das neue Jahr.
Ernüchtert sehen wir zurück
Zumindest kein Krieg, das war wohl Glück?
Das alte Jahr, man muss es sagen
War wieder einmal nur zum Klagen.
Schon wieder die gleichen Widrigkeiten,
Koalitionäre in vier Jahreszeiten!
mit solidarischen Grüßen
Hans Janosch
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Montag 17. November 2008
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Vom Wahnsinn getrieben
Auf der Strecke geblieben
Wie damals, so heute
Es gibt fette Beute
Für Arbeitnehmer nur Hiebe
Denn es herrscht Burgfriede!
Vom Wahnsinn getrieben
Beim Gleichen verblieben
Den Banken zum Schutz
Haut hier keiner auf den Putz
Das muss so sein, solide perfide
Denn es herrscht Burgfriede!
Vom Wahnsinn getrieben
Vertrag unterschrieben
Die Metaller betrogen
Von vorneherein belogen
In 18 Monaten wird alles besser
Dann laufen sie ins nächste Messer
Und so hämmert sie wieder, die Schmiede
Denn es herrscht Burgfriede!
Vom Wahnsinn getrieben
dem Stand verschrieben
ob Aufschwung, ob Abschwung
ihr sollt es nun wissen
wir sind halt beschissen
nicht ausreichend wichtig
als dass sie uns lassen
essen fassen
aber irgendwie auch selber schuld
zu viel Geduld
wie dumme Schafe
sitzen wir da
und schauen nur drein
ist das nicht fein?
DIE freut es, das könnt ihr glauben
so können sie weiter schrauben
überdrehen, immer weiter
bis in die nächste Krise
und auf der grünen Wiese
bauen wir alles wieder auf
und SIE setzen noch einen drauf
schmeißen alles wieder um
denn wir sind ja zu dumm
zu dumm, um zu merken
SIE bleiben immer dort oben
solang' wir sie lassen
solang' wir halten rigide
Burgfriede
darum werdet doch schlau
und macht dem Spiel ein Ende
bereitet die Wende
schließt die Reihen
stellt euch auf
wir ziehen nach Berlin
und halten dort Lager
bis dass unser Funke entzündet ein Feuer
verjagt das Ungeheuer
wie Liebknecht gesagt
befreiende Tat!
satirische Grüße
Hans Janosch
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Samstag 6. September 2008
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
"Ich frage mich, wie die USA sich fühlen würden, wenn wir mit unserer Marine den Hurrikan-Opfern in der Karibik humanitäre Hilfe leisten würden“
(Äußerung getätigt auf Grundlage der Anwesenheit der amerikanischen Kriegsmarine im schwarzen Meer)
Dmitri Anatoljewitsch Medwedew
*14. September 1965 in Leningrad, heute Sankt Petersburg, ist seit 2008 Präsident der Russischen Föderation.
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Sonntag 27. Juli 2008
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
"Lobt dich der Gegner, dann ist das bedenklich; schimpft er, dann bist du in der Regel auf dem richtigen Weg."
Ferdinand August Bebel(* 22. Februar 1840 in Deutz bei Köln; †13. August 1913 in Passugg, Schweiz) war ein Führer der Arbeiterbewegung, sozialistischer Politiker und Mitbegründer der SPD.
Viele Grüße
Hans Janosch
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Sonntag 29. Juni 2008
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Friedrich der Große in einem Brief an Voltaire am 26.8.1741
"Ich betrachte die Menschen als eine Herde Hirsche in dem Wildpark eines großen Herrn, die keine andere Aufgabe haben, als den Park zu pöblieren!"
Diejenigen, welche sich so gerne wohlwollend auf Friedrich den Großen berufen(z.B. Guido Westerwelle), werden hier, so hoffe ich, wohl kaum zugegen sein; so dient uns diese vielsagende Aussage als Bestätigung und Abschreckung!
Viele Grüße
Hans Janosch
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Donnerstag 19. Juni 2008
Hans Janosch zum Thema SPRUCH DER WOCHE
Was bin ich doch einer armer Tropf
Getrieben bin, der Reichen Kropf
Je länger ich arbeit', desto ärmer werde ich
Doch warum´s so ist, ich versteh' es nicht!
Ich bin stets fleißig, pünktlich, zuverlässig
Als Dank dafür sind sie gehässig
Froh soll ich sein, welch' Gnade, darf für sie schaffen
Während sie den Mehrwert raffen!
Ein Licht, ein Geistesblitz, ich weiß den Grund
Bin selber schuld, ich Depp, ich blöder Hund
Hab' ich es nicht stets hingenommen
Den Allerwertesten nicht hochbekommen
Wer soll´s denn machen, wenn nicht ich selber
der Schlächter nie begnadigt seine Kälber
Nur ein Aufstand, Rebellion, geballte Kraft
Befreit uns aus der Sippenhaft
Wie fang' ich´s an, wie geht es bloß
Wann schrillt die Glocke endlich los
Die wachrüttelt - grad' all die and´ren
Ist eine Gemeinschaft überhaupt vorhanden?
Wenn nicht, so sei´s nicht weiter schlimm
denn auch allein man findet guten Sinn!
Gehorsam nicht bloß besorgt das eigene Verhängnis
Nein, noch die Kinder bring' ich in Bedrängnis
Weil ich so tadellos und fahnentreu
Sie immer noch regiert, die Spreu
Noch immer doppeltfrei der Arbeiter
Sein Grab selbst schaufelt, immer weiter
Oh, Mehrwert, teuflisch' Ausgeburt
Die ganze Menschheit wird verhurt!
Viele Grüße
Hans Janosch
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