Montag 21. November 2005
Rainer Nehring zum Thema GEWERKSCHAFT
Sehr geehrte Damen und Herren und werte Kollegen,
Wir schreiben Sie alle an (Mail Adressen verdeckt)
weil Sie in irgendeiner Weise unseren Streik unterstützen
oder sich mit uns soldarisch erklärt haben.
Dafür möchten wir uns hiermit in aller Form bei Ihnen bedanken.
Wir möchten Sie aber gleichzeitig hier bitten Ihre Verwandten, Bekannten
und vor allem Ihre Kollegen bitten, auf unsere Internetseite zu gehen
und dort im Gästebuch Ihre Meinung zu unserem Streik zu hinterlassen.
http://www.streik-gdl.de.vu/
also leiten Sie einfach dieses Mail weiter
Gruss aus dem kalten Louisenthal
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Dienstag 15. November 2005
Rainer Nehring zum Thema POLITIK AKTUELL
Durch Zufall bin ich gestern auf diese Sendung im NDR gestossen. Ich hoffe sie wird noch oft wiederholt. Merkt euch den Titel: GELESEN, GELACHT, GELOCHT. Man erfährt viel über die Verschwendung von Geldern in allen Bereichen.
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Samstag 12. November 2005
Eric Lobach zum Thema POLITIK AKTUELL
"Merkelsteuer. Das wird teuer." hieß ein populärer Slogan der SPD im Wahlkampf. Auf der eigenen Wahlkampfwebsite wurden die Argumente überzeugend zusammengetragen. Nun will man davon nichts mehr wissen. Dabei gibt es kluge und gerechte Alternativen. Erinnern Sie die SPD an den eigenen Wahlkampf. Senden Sie den Finanzpolitiker/innen die eigenen Argumente gegen die Mehrwertsteuer!
Zur Aktion:
http://www.campact.de/mwst/act/signer
05_30_ Mwst.pdf
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Mittwoch 9. November 2005
Rainer Nehring zum Thema POLITIK AKTUELL
Das auf dem Bild, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.
Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.
Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.
70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller.
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.
Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.
Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so. Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft.
Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.
Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt -- dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen -- dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.
Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.
Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.
Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschliessen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe.
Da spart er was, der Herr Müller. Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle..
Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut.
Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.
Sooohhhh, Zeit für's Bettchen, Kinners
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Dienstag 8. November 2005
Rainer Nehring zum Thema Tarifrunden
SOLIDARITÄT ORGANISIEREN MIT DEN BESCHÄFTIGTEN VON GIESECKE & DEVRINT IN LOUISENTHAL – VER.DI-SOLIDARITÄTSAUFRUF (08.11.2005)
ver.di ruft zur Solidaritöt mit den Streikenden von Giesecke & Devrient, im Werk Louisenthal, auf. Seit vielen Wochen stehen die Beschäftigtn in der Auseinandersetzung mit der Geschäftsführung über die Schließung des Werks in Louisenthal. Seit Montag (07.11.2005) befindet sich die Belegschaft in einem unbefristeten Streik eingetreten. Vorhergehende 24stündige Warnstreiks an vier Tagen hatten noch nicht dazu geführt, dass die Geschäftsführung den Forderungen des Betriebsrats für einen Interessenausgleich und Sozialplan und der Forderung von ver.di nach einem Ergänzungstarifvertrag entgegenkommt. Aktuelle Informationen geben wir auf unserer Internetseite www.streik-gdl.de.vu sowie auf www.gegendruck.info.
Aufruf zur Solidarität:
http://www.verdi-verlage.de/pdf/gdl/GuDSoliaufruf.pdf
Solidaritätserklärungen können gemailt werden an:
mailto:streik-leitung-gdl@online.de
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Donnerstag 3. November 2005
Heidi Kerschkamp zum Thema POLITIK AKTUELL
In der Die Zeit fand ich diesen Kommentar, "ZERSTOIBT", den ich lesenswert finde.
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