Samstag 12. März 2005
Jan Ole Unger zum Thema FEUERWEHR REGIONAL
Am 8.3.2005 berichtete die Hamburger Morgenpost über ein 4,6 Millionen Euro großes Finanzloch im Etat der Hamburger Innenbehörde.
Die Rechnungsgestellung für Transporte im Rettungsdienst sollte von 272,50 ¤ auf 400,-- ¤ steigen und so die o.g. Summe einbringen. Die Krankenkassen protestierten erfolgreich und ein Schiedsspruch ergab nun eine Erhöhung 1,09 ¤ pro Transport, was Mehreinnahmen von 185.000,-- ¤ bedeutete.
Der Fehlbetrag von nunmehr 4.400.000,-- ¤ wird nun irgendwie zusammengespart werden müssen.
Werden wir Hamburger Feuerwehrbeamte, wie die letzten Jahre immer und immer wieder, zur "Haushaltskonsolidierung" diesmal auch zur Ader gelassen?
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Sonntag 6. März 2005
Wilfried Müller zum Thema FEUERWEHR UND VER.DI
Hallo Armin,
irgendwann reicht es auch mir. Warum denkst Du, kannst Du so coole Kommentare gegen die Gewerkschaft und damit gegen mich als ehrenamtlicher Funktionär von ver.di abgeben?
Alles, wovon Du heute noch gut leben kannst, ist von unseren Vätern und Großvätern von den Arbeitgebern erstritten worden. Noch im Jahre 1960 musste bei den Berufsfeuerwehren 72 Stunden gearbeitet werden und der Löschmeister (A8) war das Ende der Fahnenstange. Ein Hucker auf dem Bau verdiente netto das Doppelte eines Löschmeisters. Die Arbeitslosigkeit war noch kein Thema in Deutschland.
Heute ist der Hucker vom Bau arbeitslos und muss mit 340¤ im Monat auskommen. Du mit Deinen Großkotzigen Sprüchen bekommst heute noch das zehnfache eines Arbeitslosen. Du beklagst Dich im Angesicht von über 5 Mio Arbeitslosen, dass es bei der Feuerwehr nicht weitergeht. Ich frage dich: „wo lebst Du“?
Wir Gewerkschafter versuchen in den letzten Jahren Betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. In Berlin müssen unsere feuerwehrtechnischen Angestellten deshalb auf 10% Gehalt verzichten. Warum treten Die nicht aus der Gewerkschaft aus? Ganz einfach, sie wissen, dass es noch viel schlimmer kommen könnte.
Aber Du kannst ja eine große Klappe haben. Du bist ja Beamter auf Lebenszeit. Was interessieren Dich die vielen angestellten Feuerwehrleute in den neuen Bundesländern.
Wo ist da Deine Solidarität. Ich zahle gerne meinen Gewerkschaftsbeitrag, auch wenn ich nicht direkt davon profitiere. Ich weiß aber, irgendwann kommt die Zeit, wo wieder Arbeiter und Angestellte für höhere Bezahlung auch für uns streiken werden.
Erreicht die Gewerkschaft etwas, dann wäre es sowieso auch ohne sie gekommen.
Erreicht die Gewerkschaft nichts, sind die Funktionäre zu schwach.
Wird uns mehr und mehr abgenommen, dann trete ich aus.
Bin ich ausgetreten, dann versuche ich alle Anderen auch dazu zu bewegen.
Sind dann alle ausgetreten, geht es uns allen wieder gut.
Diese Logik musst Du mir erstmal erklären!
Wilfried Müller
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Mittwoch 2. März 2005
Jan Ole Unger zum Thema FEUERWEHR UND VER.DI
Da zur Zeit eine kleine Dikussion zum obigen Thema hier läuft, habe ich mal eine neue Rubrik eingerichtet.
Lieber Kollege Kloweit, du schreibst, dass du, wenn du in einem Club bist, Vorteile erwartest.
Nehmen wir mal an, du seist Mitglied in einem Kegelclub, du zahlst Mitgliedsbeitrag, erwartest du dann, dass dein Kegelvorstand für dich kegelt? Natürlich nicht, das willst du selber machen.
Wer ist denn "die Gewerkschaft"? Das sind doch letztendlich wir Mitglieder und nicht nur irgendwelche Funktionäre.
Wo wären wir denn, wenn es die Gewerkschaft nicht gäbe? Bei einer Lebensarbeitszeit von 65 Jahren? 60 und mehr Wochenstunden?
Die Situation, in der wir Feuerwehrbeamte uns befinden, ist sicherlich nicht mehr wie vor einigen Jahren. Gegen weitere Verschlechterungen kann man sich allerdings nur gemeinsam (innerhalb einer Gewerkschaft) zur Wehr setzen.
Und nochwas, was hat denn der Stellenplan in OS, und der ist wohl für deine Beförderungssituation verantwortlich, mit der Gewerkschaft zu tun? Wie habt ihr Euch gegen Veränderungen gewehrt?
Was hat denn ver.di verbockt, dass ihr jetzt Parkplatzgebühren zahlen müsst? Wie lief ein Protest?
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Donnerstag 17. Februar 2005
Jan Ole Unger zum Thema BUNDESFACHGRUPPE
ver.di, der Bund und die Komunen haben ein neues Tarifrecht beschlosen.
Alle sind einstimmig der Meinung, dass sich der öffentliche Dienst dadurch moderner und leistungsfähiger gestalten lassen wird. Leider sind die Länder aus der Tarifunion ausgestiegen und kochen ihr eigenes Süppchen.
Wann wird denn der Abschluss für Landesbeamte wie uns Hamburger kommen?
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Samstag 5. Februar 2005
Jan Ole Unger zum Thema FEUERWEHR REGIONAL
In der aktuellen Ausgabe (02/2005) der Fachzeitschrift BrandSchutz ist eine Anzeige im Bereich Stellengesuche erschienen, in der 54 BF-Kollegen auf ihre Situation der nicht funktionsgerecten Bezahlung aufmerksam machen.
Informationen über Aktionen der Kollegen, sowie ein Forum findet man im Internet unter der Adresse www.berufsfeuerwehr.de
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Freitag 21. Januar 2005
Jan Ole Unger zum Thema VERMISCHTES AUS DER POLITIK
Für Hamburgs Abgeordnete gibt es seit kurzem ein neues "Überwachungsorgan" Die Internetseite www.Abgeordnetenwatch.de des Vereins "Mehr Demokratie - Hamburg" zeigt wichtige Beschlussfassungen der Hamburgischen Bürgerschaft auf und wie dabei das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten war.
Ein tolles Instrument ist der mögliche Dialog in einem Frageforum zwischen Bürgern und Abgeordneten, der online und öffentlich stattfindet.
Die CDU-Politiker, die für die diversen Sparopfer bei uns Feuerwehrbeamten verantwortlich sind, werden massiv angeschrieben. Leider können/wollen die meisten von ihnen nicht auf sachliche Fragen antworten.
Vielleicht ein Fehler, der sich womöglich 2008 bei der nächsten Bürgerschaftswahl mit dem neuen Hamburger Wahlrecht rächen wird...
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Freitag 14. Januar 2005
Christoph Frank zum Thema INTERNET-LINKS
Also KollegInnen und Kollegen: Bloggen scheint auch bei ver.di super zu funktionieren.. auch wenn sich die FEUERWEHR-LEUTE ein bisschen schwer damit tun ;-)
Der Schwarzbuch-LIDL-WEBLOG hat heute 1.000 Besucher gehabt! und auch die Kommentare sind spannend!
Geht doch da mal drauf und beteiligt euch an der Diskussion!
Die KollegInnen können unsere Solidarität brauchen!
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Freitag 31. Dezember 2004
Jan Ole Unger zum Thema BUNDESFACHGRUPPE
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Fachgruppe Feuerwehr Hamburg wünscht Euch und Euren Familien einen guten Rutsch und ein gesundes, friedliches und einsatzarmes neues Jahr 2005.
Wir haben 2004 in Hamburg viel auf die Beine gestellt und positives erreicht, auch wenn nicht alles von absolutem Erfolg gekrönt war.
Wir haben von der Politik und von unserem Innensenator eine Kampfansage erhalten, die wir angenommen haben.
Wir werden aber auch 2005 nicht locker lassen, uns für die Belange der Kolleginnen und Kollegen stärkstens einsetzen.
Beste Grüße
Jan Ole
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Montag 6. Dezember 2004
Jan Ole Unger zum Thema FEUERWEHR REGIONAL
Der für Dienstag, den 07.12.2004 anberaumte Termin für eine Gesprächsrunde zwischen uns Feuerwehrbeamten und unseren Politikern musste leider abgesagt werden. Hier das Schreiben unserer Fachgruppe:
Die Ohrfeige tut wohl noch weh…
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie bereits angekündigt haben wir auf der öffentlichen Anhörung des Innenausschusses zu den Kürzungen bei der Feuerwehr und Polizei, eine Einladung zu einem Informationsgespräch für alle Abgeordneten ausgesprochen. Eine schriftliche Einladung für den 7. Dezember 2004 ist daraufhin auch versand worden. Bis zum heutigen Tag sind bei uns drei Zusagen und viele Absagen eingetroffen. Die Bürgerschaftsabgeordneten Dr. Andreas Dressel (SPD), Dr. Martin Schäfer (SPD) und Bruno Claußen (CDU) wären die Einzigen gewesen, die an der Sondersitzung der Fachgruppe Feuerwehr teilgenommen hätten. Alleine mit den Abgeordneten zu diskutieren, die schon auf unserer Seite sind, hätte wohl den Anschein gehabt wir wollen versuchen Katholiken noch katholischer zu machen. Wir haben uns daraufhin entschlossen die Sondersitzung abzusagen. Für die zukünftige Arbeit der Fachgruppe Feuerwehr werden wir aber die Bereitschaft dieser Abgeordneten mit uns zu sprechen nicht ausschlagen und Sie bei Gelegenheit einladen. Wir bedauern sehr, dass die anderen Abgeordneten bei einer so wichtigen Systemveränderung in der Gesundheitsversorgung für die Feuerwehr und der Polizei nicht auf unser Angebot eingegangen sind. Während Hamburg, eines der reichsten Städte in Deutschland, fleißig Millionen in den Länderfinanzausgleich und Milliarden in die Verschönerung der Stadt investiert, kürzt man bei uns Beamten immer weiter. Da tröstet es auch nicht, wenn wir dafür eine schöne Hafencity bekommen. Bei einem Quadratmeterpreis von 15,00 ¤ für eine Wohnung reichen unsere Gehälter nicht aus. Eine neue Philharmonie würden wir wohl auch nur von außen sehen, es sei den wir haben gerade Theatersicherheitswache und sorgen für eine sichere Vorstellung. Bei einem Feuer in der schönen neuen Hafencity sind wir natürlich auch nicht wegzudenken. Für evtl. gesundheitlich Schäden, die wir bei solchen Einsätzen davon tragen, dürfen wir dann aber selber zahlen. Was tut man nicht alles für ein schönes sicheres Hamburg. Die Politiker werden sicherlich auch bald hierfür, wie schon Ihre Vorgänger, die Quittung bekommen. Sie werden dann gehen und wir werden bleiben. Müssen wir uns dann von den Neuen wieder anhören:
„Es tut mir Leid, aber das ...“?
Jürgen Pohl Renate Götze
Dem ist leider nichts mehr hinzuzufügen.
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Mittwoch 24. November 2004
Jan Ole Unger zum Thema VERMISCHTES AUS DER POLITIK
Der Fernsehsender n-tv berichtet in seiner Online-Ausgabe, dass namhafte deutsche Unternehmen ihren Angestellten 100% und mehr Weihnachtsgeld auszahlen.
Liebe Unternehmer, winkt doch mal mit diesem Zaunpfahl in Richtung Arbeitgeber auf Bundes- und Landesebene...
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