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Ringo Bischoff zum Thema INHALTE
Aus Interview mit Prof. Bodo Zeuner, ver.di NEWS Ausgabe 11_2005-06-14
Gewerkschaftsmitglieder sind im Durchschnitt ebenso anfällig wie Nicht-Mitglieder, aber in einigen Gruppen neigen eher die Mitglieder als die Nicht-Mitglieder zu diesen Einstellungen. Das gilt besonders für die Arbeitnehmermittelschicht, die Kerngruppe der Gewerkschaften. Bei ihr mischen sich Ängste vor sozialem Abstieg mit Erfahrungen des Verlusts politischer Anerkennung. Daher suchen einige aus dieser Gruppe ihr Heil bei autoritären Lösungen und fremdenfeindlicher Abschottung. Ob sie dies tun, hängt aber davon ab, ob sie demokratisch-partizipatorische Grundeinstellungen erwoben haben. Nichts schützt besser gegen Rechtsextremismus als die Erfahrung, durch eigene Tätigkeit und Mitbestimmung in Betrieb, Gewerkschaft oder Politik etwas erreichen zu können.
Welche Konsequenzen empfehlen Sie den Gewerkschaften?
Mehr Eigenaktivität der Mitglieder fördern und fordern, Ängste der Mitgliedre ernst nehmen und in Versammlungen und in der Bildungsarbeit diskutieren, die Gewerkschaften deutlich auch als Wertegemeinschaften und nicht nur als Arbeitsmarktparteien oder Dienstleistungsunternehmen profelieren.
Hier gibt es die Studie in Kurz- und Lanfassung zum download.
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Matthias Lindner zum Thema INHALTE
Werneke: Ausbildungspakt ist unzureichend
Der Ausbildungspakt hat sich als völlig unreichend erwiesen, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Ausbildungsplatzzahlen. Die derzeitige Situation mache deutlich, dass langfristige und konjunkturunabhängige Lösungen benötigt würden, um die Ausbildungsplatzkrise zu durchbrechen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) halte daher an ihrer Forderung nach einer Ausbildungsplatzumlage fest. Die Umlage würde es möglich machen, Firmen, die erstmals oder überdurchschnittlich viel ausbildeten, Zuschüsse aus dem Abgabentopf ausbildungsunwilliger Betriebe zu zahlen. Lediglich eine solche Mischung aus Anreiz und Druck könnte den Ausbildungsmarkt entspannen und jungen Menschen wieder Perspektiven bieten, betonte Werneke.
Mit dem Ausbildungspakt sei das Problem fehlender Lehrstellen nicht beseitigt worden. Die Zahl der angebotenen betrieblichen Lehrstellen sei nach einem Jahr Laufzeit des Paktes mit rund 363.000 sogar auf einem historischen Tiefpunkt angelangt, während die Bewerberzahlen mit rund 600.000 die höchsten seit fünf Jahren seien.
Dem wäre noch hinzuzufügen, dass damit in diesem Mai mehr als 37.800 weniger betriebliche Ausbildungsplätze angeboten wurden, als im Vorjahresmonat. Nicht das diese Tatsache an sich schon schlimm wäre. Schilmmer finde ich, dass uns der Ausbildungspakt immer noch als Erfolg verkauft wird. Getoppt wird das Ganze nurnoch davon, dass es offensichtlich kein Interesse von Seiten der Medien gibt, diese Situation auch im Hinblick auf die Bundestagswahl zu thematisieren.
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zum Thema INHALTE
Die Deutsche Post, vor Kurzem noch mit ver.di einig geworden in einem Ausbildungspakt, zeigt, dass von höheren Gewinnen ("Der Konzerngewinn lag mit rund 1,59 Milliarden Euro um 21,3 Prozent höher als 2003") die Beschäftigten noch lange keine Verbesserung zu erwarten haben. Im Gegenteil, wie bei vielen anderen Konzernen wird trotz Rekordgewinnen oder gerade wegen dieser an den Beschäftigten gespart.
Nun trifft es die Azubis. Die Post will nicht alle 2300 Auszubildenden übernehmen.
Rolf Büttner vom ver.di-Bundesvorstand hat bereits zum morgigen 10 Jahres-Jubiläum der Deutschen Post AG Kritik geübt und eine konkrete Aktion am 11. Mai angekündigt:
ver.di wird anlässlich der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Post AG am 11. Mai in Köln eine Aktion durchführen, um auf die Situation der Auszubildenden aufmerksam zu machen. Zehn Jahre Post AG und gleichzeitig die Ankündigung, die Auszubildenden nicht übernehmen zu wollen, seien wahrlich kein Grund zu feiern.
Auch hier zeigt sich ein idealer Angriffspunkt für eine Kampagne: Es wird enorm viel mehr verdient von den Konzernen und dennoch müssen die Beschäftigten leiden. Diese asoziale Dimension ist ein Skandal der einfach zum Himmel schreit. Das muss inhaltlich transportiert werden. Ein Ende der Bescheidenheit sollte statuiert werden.
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Christoph Frank zum Thema INHALTE
- Wir können als ver.di-Jugend etwas bewegen!
- Wir können da draußen die Leute erreichen!
- Gewerkschaft kann auch die Sprache der Jugend sprechen!
- Gewerkschaft muss nicht langweilig sein!
Die ver.di-Jugend als Sprachrohr einer Jugendbewegung!
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Christoph Frank zum Thema INHALTE
Leitmotiv: Ohnmacht / Frustration / Wut bündeln und artikulieren!
Themen, an denen dies deutlich gemacht wird:
Ausbildungssituation
Jugendarbeitslosigkeit / Tarifpolitik
Rassismus / Studium / Schulbildung
Wirtschaftspolitik / Sozialpolitik / Gesundheitspolitik
Familie / Umwelt / Gewalt
Europa / Globalisierung
- Die oberen Themen werden von der ver.di-Jugend schwerpunktmäßig übernommen.
- In der Mitte engagiert sich ver.di als Gesamt-Gewerkschaft.
- Die unteren Themen werden mit Kooperations-Organisationen als Schwerpunkte gesetzt.
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