UMSETZUNG
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Die Aktivitäten der ver.di Jugend kommen auch mal in die Presse. Schade, daß sich hier nichts davon wiederfindet.
NRZ Online berichtete bereits am 7 Juni über "Verdi-Jugendsekretär Özay Tarim" und seine Erfolge mit der Aktion "Aktive Mittagspause".
Leider erklärt der Artikel aber nicht das Vorgehen bei einer solchen Aktion.
Wäre schön zu erfahren, wie diese Erfolge vonstatten gingen um auch woanders diese Taktik anwenden zu können.
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zum Thema UMSETZUNG
Berlin ist bankrott. Im Zuge des sogenannten Bankenskandals verursachten Lokalpolitiker aus allen Parteien die Pleite Berlins. Der Bankenskandal wird dementsprechend nur sehr mühselig aufgerollt, schließlich haben sich zu viele in dem Sumpf schmutzig gemacht.
Da ist es doch einfacher die kleine Leute einfach dafür aufkommen zu lassen. Einer der Wege: "Sanierung" des Nahverkehrs, also der Umbau der städtischen Verkehrsbetriebe (BVG), die noch für jeden da sein sollten, zum Gewinn-bringenden Unternehmen. Das heißt natürlich auch: Preise hoch.
Das sogenannte Sozialticket konnte nach heftigen Protesten samt zivilen Ungehorsam wiedererkämpft werden, allerdings 50% teurer und mit etlichen bürokratischen Hürden für die Betroffenen.
Ds Problem bleibt aber: Viele Menschen können sich die von der kapitalistisch organisierten Gesellschaft so oft verlangte Mobilität nicht leisten.
In Berlin gibt es aber das sogenannte Umweltticket. Diese teuerste aller Monatskarten erlaubt abends und am Wochenende eine/n Erwachsene/n und bis zu drei Kinder mitzunehmen.
Nun sollen Buttons verteilt und getragen werden die besagen: Ich habe ein solches Ticket, "Ich nehm' Dich mit!".
Das Berliner Sozialforum, Attac, DGB und das Diakonische Werk tragen diese Aktion der ganz praktischen Solidarität oder unterstützen sie.
Diese Aktion hat aber mehr Potential als die Leute umsonst mitfahren zu lassen.
Es ist eine dieser Aktionen die ganz normale Leute "mitnimmt", im doppelten Sinne, und auch ein offenes Ohr bei diesen heißen könnte. Wer eh zusammen sitzt und auf Andere zählt um bei der Kontrolle nicht als Schwarzfahrer zu gelten, kann auch leichter ins Gespräch kommen.
Es ist schon längst so, daß nicht nur Jugendliche an Bahnhöfen der Deutschen Bahn einfach fragen wer ein Wochendticket hat um umsonst oder gegen kleine Beteiligung mitzufahren.
In der Reisezeit bietet es sich an diese ganz konkrete Solidarität auch als Organisation zu praktizieren. Im Detail gäbe es viele Wege. Vielleicht auch andere Leute im Auto umsonst mitfahren lassen? Die LIDL-Bahn-Aktion und Mitfahrgelegenheit.de zeigen, daß es Bedarf gibt.
Gibt es in den anderen Bundesländern beim lokalen Nahverkehr auch Mitnahme-Tickets?
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zum Thema UMSETZUNG
Im Hinblick auf die Sommerflaute und dem dahingehend kleineren Kreis der verfügbaren Aktiven, möchte ich hier eine ganz unscheinbare aber gleichwohl relativ mächtige und erfüllende Aktionsform vorstellen.
Spaziergänge in die Betriebe hinein dürften für die gewerkschaftliche Praxis kein Novum sein, ich weiß nicht wie die ver.di Jugend da bisher agiert hat, aber Peter Nowak fasst es im Titel seines Artikels sehr treffend zusammen: Besuch bei den Kollegen.
Eine rigorose Verschärfung der Arbeitssituation vieler zuletzt kurzfristig prekär Beschäftigten geht mit Hartz 4 einher: Die Ein-Euro-Jobs. Die Ein-Euro-Jobs, als Quasi unbezahlte Zwangsarbeit führen meist in die Isolation. Die unter Androhung der Streichung jeglicher staatlicher Zuwendungen in teils sinnlose Tätigkeiten gezwungenen Erwerbslosen genießen so gut wie keine Rechte. Viele von Ihnen sind trotzdem froh ein Zubrot zu ALG II zu verdienen, die meisten jedoch fühlen sich entmündigt und sind äußerst unzufrieden mit ihrer Situation.
Die Aktionsform Spaziergang führt einfach unangemeldet in Betriebe und Einrichtungen hinein die Ein-Euro-Jobber einsetzen. Die Kollegen werden informiert über andere Leidtragende und ihre Rechte.
Die gewerkschaftliche Plattform Labournet dokumentiert diese Aktionen ausführlich.
Diese mit wenigen Beteiligten und ohne großen Aufwand zu bewerkstelligende Aktionsform trifft auf viel Entgegenkommen bei den Betroffenen und ist ohne weiteres auf andere Bereiche übertragbar. Wer besucht den Superazubi bei LIDL?
Wer besucht den Gassi-gehenden Azubi aus dem DGB-Bericht?
Wer, wenn nicht die ver.di Jugend?
In Berlin werden übrigens enorm viele Stellen durch Ein-Euro-Jobber besetzt die vorher echte Arebitsplätze waren. Beispiel: Hausmeister an Schulen. Wie ist das bei Euch? Gibt es auch dieses Arbeitskräfte-Dumping an öffentlichen Einrichtungen?
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Christoph Frank zum Thema UMSETZUNG
Strategie der Kampagne:
Die Kampagne richtet sich in verschiedenen aufeinander folgenden Schritten an verschiedene Zielgruppen auf verschiedenen Ebenen:
Zielgruppe/Ebene
Kick-Off 17. - 19. Juni
1. ver.di-Jugend-Aktive auf Bund/LBs-Ebene motivieren!
2. ver.di-Jugend und ver.di-Erwachsene auf Bund/LBs-Ebene verknüpfen!
Juni - September 2006
3. ver.di-Jugend in den LBs/Bezirken aktivieren!
4. ver.di-Jugend und ver.di-Erwachsene auf LBs/Bezirks-Ebene verknüpfen!
5. Aktions-Gruppen bilden und in Aktions-Seminaren motivieren!
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Christoph Frank zum Thema UMSETZUNG
September 2005 - September 2006
6. Kampagnen-Start: Jugend vor Ort (LBs/Bezirks-Ebene) sensibilisieren!
7. Kooperationen mit anderen Organisiationen auf regionaler Ebene!
8. Kooperationen mit Organisationen auf Bundes-Ebene starten!
9. Öffentlichkeit auf Bundes/LBs-Ebene sensibilisieren!
Aktionen vor Ort
- über das ganze Jahr verteilt, 20 - 40 Aktionen
- immer in Vorbereitung auf die überregionalen Events und das Festival
5 überregionale Events
- 5 Musik-Events, 1.000 - 2.000 Leute
- 2-3 LBs als Zusammenschluss
Abschluss-Festival
- September 2006
- Berlin, 10.000 - XX.000 Leute
Kosten / Investitionen
- Da die Jugend in den Bezirken keine Geldmittel hat, wird die Kampagne so ausgelegt, dass der Bund die Infrastruktur zur Verfügung stellt.
- Der Schwerpunkt im Bereich Internet ermöglicht maximale Kommunikation bei minimalen Kosten!
- Investitionen werden ausschliesßich zur Mobilisierung bei Events/Aktionen in den Bezirken getätigt.
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