Ausbildungsplatzsituation
Werneke: Ausbildungspakt ist unzureichend
Der Ausbildungspakt hat sich als völlig unreichend erwiesen, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Ausbildungsplatzzahlen. Die derzeitige Situation mache deutlich, dass langfristige und konjunkturunabhängige Lösungen benötigt würden, um die Ausbildungsplatzkrise zu durchbrechen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) halte daher an ihrer Forderung nach einer Ausbildungsplatzumlage fest. Die Umlage würde es möglich machen, Firmen, die erstmals oder überdurchschnittlich viel ausbildeten, Zuschüsse aus dem Abgabentopf ausbildungsunwilliger Betriebe zu zahlen. Lediglich eine solche Mischung aus Anreiz und Druck könnte den Ausbildungsmarkt entspannen und jungen Menschen wieder Perspektiven bieten, betonte Werneke.
Mit dem Ausbildungspakt sei das Problem fehlender Lehrstellen nicht beseitigt worden. Die Zahl der angebotenen betrieblichen Lehrstellen sei nach einem Jahr Laufzeit des Paktes mit rund 363.000 sogar auf einem historischen Tiefpunkt angelangt, während die Bewerberzahlen mit rund 600.000 die höchsten seit fünf Jahren seien.
Dem wäre noch hinzuzufügen, dass damit in diesem Mai mehr als 37.800 weniger betriebliche Ausbildungsplätze angeboten wurden, als im Vorjahresmonat. Nicht das diese Tatsache an sich schon schlimm wäre. Schilmmer finde ich, dass uns der Ausbildungspakt immer noch als Erfolg verkauft wird. Getoppt wird das Ganze nurnoch davon, dass es offensichtlich kein Interesse von Seiten der Medien gibt, diese Situation auch im Hinblick auf die Bundestagswahl zu thematisieren.


