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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

TU München: Interview-Partner für Studie gesucht

Am Lehrstuhl für Soziologie der Technischen Universität München arbeiten zur Zeit die Soziologin Sabine Böhm und ihre Kollegen an einer Studie zu Betrieben ohne Betriebsrat. In diesem Zusammenhang hat sich Sabine Böhm an die Verantwortlichen für die Lidl-Kampagne gewandt.

Sie sucht Interview-Partner/innen für diese Studie, die in Betrieben arbeiten, die keinen Betriebsrat haben. Die Beschäftigten bei Lidl interessieren sie besonders: Welche Gründe haben Beschäftigte, sich für Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen einzusetzen? Welche Gründe haben Beschäftigte andererseits, Betriebsräte in ihrer Filiale abzulehnen?

Hier für alle, die sich angesprochen fühlen, Sabine Böhms Text und Kontaktmöglichkeiten:

**************************************************

Studie zur Lidl-Kampagne - „Was die Beschäftigten zu sagen haben.“

Wir brauchen Ihre Erfahrungen!!!

Mein Name ist Sabine Böhm und ich arbeite an der Technischen Universität München am Lehrstuhl für Soziologie. Dort forschen wir seit vielen Jahren häufig in Zusammenarbeit mit Gewerkschaften.
Im Gespräch mit den Verantwortlichen für die Lidl-Kampagne bei ver.di haben wir die Idee entwickelt, die Kampagne nach mehr als zwei Jahren Laufzeit zu untersuchen.

Dabei sollen die Erfahrungen und Einschätzungen der Beschäftigten selber im Mittelpunkt stehen, denn der Erfolg der Kampagne hängt entscheidend von den Beschäftigten ab.

Wir möchten erfahren, wie die aktuellen (oder ehemaligen) Lidl-Beschäftigten die Kampagne und die Arbeit der Gewerkschaft finden, warum sie sich für gerechtere Arbeitsbedingungen engagieren und was sie davon abhält.

Dazu möchten wir mit so vielen Lidl-Beschäftigten wie möglich sprechen. Die Gespräche sind absolut vertraulich auf Wunsch anonym.

Das, was wir erfahren, werden wir anonymisiert zusammenfassen und es soll dabei helfen, die Kampagne zu unterstützen.

Deshalb unsere Bitte an alle, die bei Lidl arbeiten oder gearbeitet haben und über ihre Erfahrungen sprechen möchten:
Melden Sie sich telefonisch oder über e-mail an

lidl-aktion@verdi.de

030 – 69 56 27 38 (ver.di Berlin)

oder bei

Sabine Böhm
TU München

Sabine.Boehm@ws.tum.de



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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Lizenz zum Kassieren

In baden-württembergischen Filialen führt Lidl einen "Kassenführerschein" ein. Das hat unsere Schwarz-Buch-Autorin Gudrun GIESE recherchiert. Lest hier ihren Bericht:

Öfter mal was Neues, dachte man sich offenbar im Großraum Stuttgart-Göppingen bei Lidl - und führte im Mai einen "Kassenführerschein" ein. "Aufgrund der guten Leistungen an der Kasse", heißt es dort Schwarz auf Rosa, "speziell in folgenden Punkten - Ordnungsgemäßes Kassieren - Freundlichkeit - Produktivität/Kassiergeschwindigkeit erhält", es folgt der Name der Verkäuferin oder des Verkäufers, "die Erlaubnis, selbständig und im Sinne des Unternehmens LIDL am Kassenarbeitsplatz tätig zu sein."

Der "echte" Führerschein ist besonders wertvoll, weil er entzogen werden kann. Der Lidl-Kassenführerschein kann allerdings noch viel schneller fort sein als die Fahrerlaubnis. "Wer bei einem Testkauf etwas übersieht, weniger als 50 Produkte pro Minute über den Scanner zieht oder auch nur mal bei Stress vergisst, einem Kunden 'Guten Tag' zu wünschen, der soll für eine Woche den Führerschein verlieren", erzählt eine Lidl-Kollegin aus der Region. In dieser Zeit werde der/die Beschäftigte zu den schlechtesten Arbeiten im Laden eingeteilt. Anschließend erhalte er oder sie den Führerschein zurück, müsse aber an der ersten Kasse arbeiten und werde so bald wie möglich wieder kontrolliert. Sollte dabei nochmals ein Fehler entdeckt werden, drohe die erste Abmahnung, berichtet die Lidl-Verkäuferin.

Unklar ist im Moment, ob der Kassenführerschein derzeit ausschließlich im Großraum Stuttgart getestet wird oder ob Lidl parallel dazu auch in anderen Regionen dieses neue Disziplinierungsinstrument eingeführt hat. Die Kassiergeschwindigkeit ist tatsächlich auch in anderen Verkaufsgebieten auf fünfzig Scans pro Minute heraufgesetzt worden. Neue Kassensysteme, die den Barcode schneller erfassen würden als die Vorgängermodelle, sollen angeblich dieses beschleunigte Kassieren möglich machen. So wurde es zumindest den Beschäftigten in der baden-württembergischen Filiale erklärt, bei denen auch der Kassenführerschein eingeführt worden ist. "Die Angst nimmt weiter zu", sagt die Kollegin, die aus nachvollziehbaren Gründen anonym bleiben möchte. "Der Druck an der Kasse ist ohnehin schon enorm, aber wenn nun auch noch der Entzug des Führerscheins, damit verbundene Abmahnungen und schließlich die Kündigung drohen, wird die Arbeit zum ständigen Horror."

Nach Veröffentlichung der beiden Schwarz-Bücher und zahlreicher Medienbeiträge berichteten etliche Lidl-Beschäftigte über "sanftere Töne" und weniger Druck in ihren Filialen. Nun scheint das Unternehmen wieder auf die bekannte härtere Gangart zurückschalten zu wollen. Die ver.di-Lidl-Kampagne muss und wird gegenhalten.

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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Die Pfandnummer

Langsam häuft es sich. Pfandgirl, marry und noch einige andere hier im Blog haben berichtet, dass sie oder ihre Kolleginnen gekündigt wurden, weil sie angeblich in die Pfandkasse gegriffen hätten. Jetzt erzählt auch Gestresste, dass in ihrem Markt eine Auszubildende in der Probezeit unter anderem wegen Pfanddiebstahls bzw. Unregelmäßigkeiten in der Pfandstatistik rausgeworfen worden sei und fragt, wie sie dem Mädchen helfen könne.

Diebstahl an sich ist ein schwerer Vorwurf, gerade auch für Beschäftigte im Einzelhandel. Der Ruf der Betroffenen ist ruiniert, sie finden in ihrer Branche nur schwer wieder einen Job. Es kommt tatsächlich vor, dass Beschäftigte in die Kasse greifen – aus welchen Motiven auch immer. Das ist eine belastende Sache, für das Unternehmen ebenso wie für die Kolleginnen und Kollegen. Gleichzeitig zeichnet sich bei Lidl ab, dass angebliche Pfandunregelmäßigkeiten gehäuft und ohne stichhaltige Beweise als Vorwand für die – meist fristlose – Kündigung von Kolleginnen dienen, die die Geschäftsleitung schon lange loswerden wollte. Betroffen sind mehrheitlich ältere Beschäftigte, die schon länger im Unternehmen sind (und langsam "teuer" werden oder nicht mehr ackern können wie ein junger Hüpfer). Ist die "Pfandnummer" also mehrheitlich nur ein Vorwand?

Plus Bln hat letzthin zur Pfand-Diskussion ganz richtig beigetragen, dass Lidl es nicht so einfach hätte, Leute ohne stichhaltige Beweise vor die Tür zu setzen, wenn es einen Betriebsrat gäbe. Natürlich können Beschäftigte auch vor Gericht versuchen, Recht zu bekommen. Letztlich aber wäre es effektiver, schon im Betrieb darüber zu wachen, dass niemand unrechtmäßig gekündigt werden kann. Ein Betriebsrat kann Willkür verhindern. Er kann im übrigen auch darauf achten, was mit der Auswertung von Kassenprotokollen noch geschieht, abgesehen von der Aufdeckung von Differenzen und Unregelmäßigkeiten.
Längst werden Kassendaten mit Hilfe von "Loss Prevention" und ähnlichen Programmen systematisch zentral gescannt, um Betrügereien aufzudecken –
benutzen kann man sie aber auch, um etwa Leistungsprofile zu erstellen: Wer hat wieviele Stornos? Wer weicht besonders vom Durchschnitt ab? Ein Betriebsrat hat Mitspracherechte beim Einsatz solcher Datenerfassung, -speicherung und -auswertung. Er kann verhindern, dass diese Daten zur Leistungskontrolle oder anderen Zwecken verwendet werden dürfen.

Das Fazit auch für dieses Thema ist, dass Ihr nur selbst etwas ändern könnt – und zwar ZUSAMMEN, GEMEINSAM. In Eurer Filiale, für Eure Rechte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dabei seid Ihr nicht allein. Rat und Unterstützung bekommt Ihr von ver.di, und es gibt noch eine Menge anderer Menschen, die hinter Euch stehen. Das habt Ihr sicher in den letzten Monaten gemerkt.

TRAUT EUCH!

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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Schwarz-Buch Lidl Europa ist erschienen

Cover des Schwarz-Buchs Lidl Europa (englische Fassung)

Wie ist es, bei Lidl in Frankreich zu arbeiten? Was erlebt eine Lidl-Verkäuferin in ihrer polnischen Filiale? Sind Lidl-Beschäftigte in Schweden glücklicher als andernorts?

Autor Andreas Hamann, der gemeinsam mit Gudrun Giese im Dezember 2004 bereits das erste Schwarz-Buch Lidl vorgelegt hat, ging mit seinem international arbeitenden Team diesen und anderen Fragen nach. Ein rund 140 Seiten starkes spannendes neues Schwarz-Buch mit ausführlichen Berichten über Arbeitsbedingungen und Filialalltag von Lidl-Beschäftigten aus 20 verschiedenen europäischen Ländern ist dabei herausgekommen, das auch bislang wenig beachtete Aspekte wie die fragwürdige Finanzierung der Lidl-Expansion in Osteuropa durch die Weltbanktochter International Finance Corporation und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung beleuchtet.

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke hat heute das Buch gemeinsam mit Agnes Schreieder, Leiterin der Lidl-Kampagne, Andreas Hamann und einigen der Ko-Autoren in Berlin vorgestellt. Es erscheint zunächst in deutscher und englischer Sprache und wird in weitere Sprachen übersetzt.

Weitere Informationen auch zu Bestellmöglichkeiten gibt es auf der Lidl-Kampagnen-Seite und auch bald hier im Blog.

******************************************
Bestellmöglichkeiten:


    Im Buchhandel:


    Schwarz-Buch Lidl Europa (Andreas Hamann u.a.), 9,90 Euro. ISBN 3-932349-21-0.

    Black Book on Lidl in Europe (Andreas Hamann et al.), English Edition, 14,90 Euro. ISBN 3-932349-22-9.

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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Abmahnung zwischen Bio-Äpfeln?! Lidls merkwürdige Image-Kosmetik

Geldscheine zwischen Obstkisten, versteckt vom Filialleiter, um die Ehrlichkeit der Mitarbeiter zu testen. Oder besser: um sie der Unehrlichkeit zu überführen und sie loszuwerden. Davon berichtet in diesem Blog "ein Filialleiter irgendwo aus Deutschland" unter dem Nickname "KeineAhnung".

Er schreibt, dass Filialleiter jetzt angewiesen wurden, diese Tests durchzuführen mit dem klaren Ziel, überzählige Beschäftigte und solche, "die nicht ins Team passen", loszuwerden - denn in vielen Filialen seien zu viele Leute beschäftigt. Gleichzeitig seien die Leistungsanforderungen drastisch angehoben worden.
"Leibeigene" ergänzt den Bericht und weist darauf hin, dass unliebsame Mitarbeiter auch gerne über manipulierte Pfandkassen zum Stolpern gebracht würden.

Dieses Vorgehen ist nicht neu - Lidl-Beschäftigte haben hier im Blog, aber auch gegenüber ver.di-Sekretären in ganz Deutschland, immer wieder von derlei Fallstricken berichtet, die gezielt ausgelegt wurden und in vielen Fällen tatsächlich zur Kündigung geführt haben.

Stimmt der durchaus plausible Bericht dieses Filialleiters "irgendwo aus Deutschland" (der im übrigen betont, dass er sich nicht an diese Anweisung halten wird), so wirft diese "offizielle Anweisung" ein seltsames Licht auf die gesamte Image-Kosmetik, die das Unternehmen zur Zeit betreibt. Bio-Produkte und fair gehandelte Waren sollen noch in diesem Monat neue Kunden in die Märkte locken und zeigen, dass Lidl nett ist zu seinen Lieferanten. Dass Lidl seinen Kundinnen und Kunden Qualität liefert. Dass Lidl die Vorwürfe von Greenpeace und Attac ernst nimmt und sich in der Verantwortung sieht für Produzenten und Kunden. Ein Gespräch von Lidl-Geschäftsführer Klaus Gehrig und zwei weiteren Mitgliedern der Geschäftsführung mit Vertretern von Attac, WEED, BanaFair und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Anfang Dezember 2005 sollte dies wohl unterstreichen.

Wie wenig ernst es Lidl tatsächlich ist, den Dialog mit Kritikern zu pflegen, zeigte sich spätestens Anfang dieser Woche. Attac, AbL, WEED und BanaFair hatten geplant, dem Lidl-Kom­man­ditisten Richard Lohmiller am Rande des Kölner "Unternehmertag Lebensmittel" 12.000 Protest-Postkarten zu übergeben, auf denen Verbraucher Lidl auffordern, globale soziale Rechte zu achten und Herkunft und Produktionsweg der bei Lidl angebotenen Produkte transparent zu machen. Kurzfristig hatte Richard Lohmiller den Termin aber "ohne Angabe von Gründen absagen lassen", berichtet Attac in einer Pressemitteilung vom 14. März.

"Kein Betriebsrat - aber Öko-Bananen?" – diese Frage stellte erstaunt auch das Berlin-Brandenburger InfoRadio. Denn es ist in der Tat fragwürdig, Waren mit TransFair-Logo verkaufen zu wollen und sich gleichzeitig im eigenen Laden so zu verhalten, dass hinter etliche der TransFair-Kriterien für Lidl selbst ein dickes Fragezeichen zu setzen ist.

Bei den Lidl-Beschäftigten herrscht große Unsicherheit und Angst, über ihre Arbeitssituation zu reden. Es herrscht Angst, sich gemeinsam für seine Rechte stark zu machen. Das haben viele ver.di-Aktive erst neulich bei ihren Filialbesuchen am 8. März wieder erlebt – trotz der Freude über Blumen und Infos.

Solange Beschäftigte Angst haben müssen, sich gewerkschaftlich zu organisieren, Betriebsräte zu wählen und ihre Arbeitsbedingungen mitzugestalten, wird ver.di weiter Kritik an Lidl üben. Und solange ein paar Bio-Äpfel wie ein Feigenblatt vor der Milch liegen, für die Lidl den Bauern nicht einmal den Herstellungspreis bezahlt, solange bleibt Lidls Image-Kosmetik reine PR-Fassade.

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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Kleiner Exkurs: Müllschweinereien

Am 10. Februar hat sich Mülli in diesem Blog beschwert, dass ver.di sich zwar um die Arbeitsbedingungen bei Lidl kümmere, bei anderen Unternehmen aber wegschaue - etwa bei Entsorgungsunternehmen:

"Hallo, die Diskussionen zu den Arbeitsbedingungen bei LIDL finde ich mutig und gut. Nur was ist mit anderen Unternehmen, wo die Rechte von Mitarbeitern auch mit Füßen getreten werden, aber VERDI bewußt wegguckt. Ich sage nur REMONDIS (ehem. RETHMANN), dem großen Müll-Multi. Als die Kollegen von der ehemaligen RWE Umwelt übernommen wurden vor einem Jahr ging und geht das voll ab. Und die VERDI schaut weg. Klasse."

Unsere Kollegen im Fachbereich Ver- und Entsorgung sehen das anders und haben Mülli geantwortet:

"Dass nach der Übernahme von Teilen der RWE Umwelt durch die Firma Rethmann, heute REMONDIS, anscheinend eine grundsätzliche andere Unternehmensphilosophie in bestimmten Niederlassungen vorherrscht, sieht auch ver.di durchaus kritisch. Die Tarifverträge der Branche werden allerdings eingehalten. Über REMONDIS-Niederlassungen, wo die Rechte von Mitarbeitern "mit Füßen getreten werden", ist uns bisher nichts bekannt. Ein bewusstes Wegschauen von ver.di gibt es nicht. Jedem Fall, der uns gemeldet wird, dem gehen wir nach. Informationen werden ABSOLUT vertraulich behandelt."

Wer also seine Erfahrungen bei Entsorgungsunternehmen mitteilen möchte, kann das gern hier per Mail tun. Wie gesagt, die Informationen werden vertraulich behandelt. Das Lidi-Team leitet die Mails direkt an die Kollegen im Fachbereich weiter.

Zu diesem Beitrag ist kein Kommentar möglich. Bitte diskutiert die anderen Artikel.

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Bernd Steinmann zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Was mich so annervt

Liebe Leute, Annabelle stellt mit ihrem Beitrag die ganze Diskussion auf die Füße. Daher bringen wir ihren Beitrag hier im Contentbereich.
Annabelle schreibt: "Was mich so annervt ist, daß den Leuten die sich beklagen unterstellt wir, sie seien alle zu faul zum Arbeiten !!! Leute, ich kann nur sagen, seid froh, wenn es bei euch gut läuft !!! Ihr habt keine Ahnung, was anderswo teilweise abgeht...und mich hat übrigens außer nach einer Fernsehsendung noch niemand angesprochen auf meine Arbeitsbedingungen...und noch was, meine Kassenleistung liegt weit über dem Soll - problemlos - und auch die Ware kann ich entsprechend abpacken...und wer das kann, der ist mit Sicherheit nicht zu faul zum Arbeiten. Aber, und das ist der Punkt, ich arbeite 130, manchmal fast 140 Std im Monat, und das mit einem 80 Std. Vertrag...Da frage ich mich doch, warum schafft der Vl es nicht, Personal einzustellen, wo offensichtlicher Mangel besteht? Den die anderen Kollegen arbeiten genauso viel, es ist also genug Arbeit und zu wenig Personal vorhanden, um jemanden aus der Arbeitslosigkeit zu holen...aber nöö, ist ja zu teuer. Okay, aber wenn von mir verlangt wird, monatelang 50 -60 Überstunden zu machen, dann möchte ich auch einen 130 Std. Vetrag haben, aber das möchte die Firma ja nicht. Und nochmals, Lidl zahlt gut, klar, aber Lidl zahlt Tarif !!! Keinen Cent mehr ! Zumindest in den meisten Fällen...und wem wir die Tariflöhne, Sonderzahlungen, etc zu verdanken haben wissen die Kritiker von ver.di und Co ja wohl auch, oder?"

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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

"The Black Book" - Schwarz-Buch Lidl jetzt auch auf englisch

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Das Lidl-Schwarz-Buch, das inzwischen in der dritten Auflage vorliegt, ist nun auch in englischer Übersetzung erhältlich. "The Black Book on the Schwarz Retail Company" - unter diesem Titel ist die von ver.di und UNI Commerce herausgegebene Übersetzung des Buches von Andreas Hamann und Gudrun Giese ab sofort erhältlich.
Mehr dazu und auch Bestellmöglichkeiten auf der Lidl-Kampagnenseite von ver.di

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Agnes Schreieder zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

Falsch verbunden!

Neu bei Lidl: Mitarbeiter für Personal und Soziales, eine Einrichtung, die es erst seit wenigen Wochen existiert. Angesiedelt sind diese Mitarbeiter auf der Ebene der Vertriebsgesellschaft.

Filialbeschäftigte erhielten eine Mitteilung und das Angebot, Probleme, die nicht mit dem Vorgesetzten geklärt werden können, dort vorzutragen. Erste Berichte von Betroffenen lassen daran zweifeln, dass Gespräche vertraulich und Probleme auch aus dem Blickwinkel der Beschäftigten gesehen werden. Vorsicht ist wohl all jenen anzuraten, die nicht wollen, dass ihr Anliegen gleich an der großen (Verkaufsleiter-) Glocke hängt.

Noch immer will Lidl keine Betriebsräte. Wenn die Mitarbeiter für Personal und Soziales ein Ersatz sein sollen, hat Lidl wohl auf eine falsche Nummer gesetzt. So manche/r Verkäufer/in war jedenfalls mit Lidl-Hotline oder Mitarbeiter für Personal und Soziales schon falsch verbunden.

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Nicole Heroven zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE

rabindranat an mr. spock - galaktische grüße

Auch ein mr. spock hatte sich daran begeben, Kathy zu antworten. Seine Rede wiederum hat unseren Freund rabindranat zu folgenden Überlegungen inspiriert:

"Prisenkommando VII

jetzt aber mal zu, nein, nicht zu pille, auch nicht zu palle, sondern zu mr spock, dem ich nicht widersprechen will wenn er schreibt: langer rede kurzer sinn. da hat er recht, der spock.
ja, mr spock, so isser, der tarifvertrag. überhaupt nicht kompliziert. dass ver.di den verbrochen hat, noch dazu dass in ihm die arbeitszeiten sehr genau geregelt sind, darauf kann ver.di stolz sein. ein stückchen mehr verlässlichkeit und planbarkeit im leben eines lernenden und auch arbeitenden menschen im einzelhandel.

ich wünschte mir die sicherheit, mit der spock die übernahme nach der ausbildung bei lidl begreift, gerne. leider spricht zu mir meine wahrnehmung in anderer sprache.
in zeiten der expansion ist übernahme noch möglich. hier wird allerdings erbarmungslos gesiebt. gesucht wird das olympiareife individuum, als leitender in verantwortungsvoller position. kunkurrenz- und leidensfähig ist voraussetzung.

die azubis bei vw, siemens, daimler, audi gingen auch mal davon aus. heute suchen sie sich aushilfssjobs und tätigkeiten auf island oder norwegen. ausgeschlossen bei lidl? gab nicht schlecker vor jahresfrist, man hört von 150 millionen euro, dem finanzklammen d. schwarz? gibt es aldi, penny, plus, norma und die anderen nicht mehr? konkurrenz und verdrängung - schlagworte von gestern?

in einem hat er allerdings recht der spock, der mister. da merkt man halt seine jahre als leitender mit verantwortung und viel spass, der ihm allerdings manchmal unheimlich vorkommt.

die ver.di lidl kampagne ist nicht nur ziemlich politisch, sondern sehr. interessant ist lidl sicher auch, aber nicht zur verwirklichung von mister ver.di, sondern zur verwirklichung der ziele und interessen der beschäftigten dortselbst, die sich in ihrer gewerkschaft ver.di zusammengeschlossen haben, um die bedingungen ihrer arbeit und damit ihrer existenz mit zu bestimmen und dem demokratischen gedanken im verfolg der abendländischen kultur auch bei lidl auf die sprünge zu helfen.

der gegensatz der interessen ist es doch, der in den köpfen so mancher zeitgenossen nicht mehr wahrgenommen werden soll, aber in ihren herzen tatsächlich vorhanden ist und gefühlt wird. wir sitzen alle in einem boot, in dem viele rudern und wenige gerudert werden.
leben leitende wirklich in parallelwelten?

und warum sollte ver.di den tante-emma-laden an der ecke in den dreck ziehen? bei dem hat der begriff ladenschluss doch seinen endgültigen charakter längst offenbart. gerade weil es ketten wie lidl, aber auch die anderen, gibt. in der tat. da muss schon so ein unternehmen wie lidl her.

ein wort noch zur ausbildung bei ver.di. wo hat der extraterristische spock nur die kenntnisse her? „lernen tut man da auch nicht wirklich“, schreibt er, der spock. auch nicht? wo denn noch nicht? bei lidl?

galaktische grüße aus dem weltraum"

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