drucken | schließen

Schwarzbuch-LIDL.blog

Bernd Steinmann schrieb am Montag 31. Januar 2005 zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE:

Es geht um Testkäufe, die systematisch genutzt werden, um Leute mürbe zu machen und loszuwerden

Liebe Leute, das Thema „Testkäufe“ wir hier ja intensiv diskutiert. Das ist auch gut so.
Ich will mal ein paar Aussagen zusammen fassen:

Nina [http://www.verdi-blog.de/lidl/viewentry/267#c452] hat einen Testkauf als Kundin beim PLUS erlebt. Sie schreibt: „Der Kassierer wurde vor den wartenden Kunden runtergeputzt .“ Die „Testklauerin“ hatte, so berichtet Nina, „unter 200 Dosen Katzenfutter irgendwas versteckt“. Sehr geschickt, meine ich. Oder?

Angelo [http://www.verdi-blog.de/lidl/viewentry/267#c453] hat sich mit der Frage der „Testkäufer“ intensiv beschäftigt. Er hält die Diskussion für „Schwachsinn“ . Er schreibt: „Testeinkäufe gibt es seit 50 Jahren überall im Handel! Auch bei allen Gewerkschaftsbetrieben wie co op war das eine Selbstverständlichkeit.“

Andreas [http://www.verdi-blog.de/lidl/viewentry/267#c456], der Autor des Schwarzbuchs, stellt in seinem Beitrag die Diskussion wieder auf die Füße. Er schreibt:
„Es geht bei unserer Kritik nicht allgemein um Testkäufe.

Es geht um Testkäufe, die systematisch genutzt werden, um Leute mürbe zu machen und loszuwerden.

Es geht um Testkäufe, bei denen Waren so geschickt versteckt werden, dass sie nicht oder kaum gefunden werden können.

Es geht um Testkäufe, die angeblich oder tatsächlich durchgeführt wurden und deren Resultate völlig willkürlich und nicht nachprüfbar erst Tage später bekanntgegeben werden.

Und es geht um Testkäufe, zu denen Lidl-Beschäftigte aus anderen Filialen oder sogar aus der eigenen Filiale genötigt werden.

Die Kolleginnen bei Lidl sollen in einem Wahnsinnstempo scannen, gleichzeitig penibel die Einkaufswagen kontrollieren, 100 % freundlich sein und dafür sorgen, dass nicht mehr als drei Kunden an der Kasse stehen. Das ist die Quadratur des Kreises, zumal die Filialen sehr oft völlig unterbesetzt sind.

Und zum Argument "fast immer bestens bedient bei Aldi und Lidl". Wie soll das denn gehen? Ich weiß aus hunderten Gesprächen, dass Lidl-Beschäftigte gerne bedienen und beraten würden, aber wegen der Zeitvorgaben an den Kassen und bei der Warenverräumung dafür fast nie Zeit haben. Alles wieder nur Einzelfälle?“

URL des Textes: http://www.verdi-blog.de/lidl/1/viewentry/310


Kommentare

Dietrich am 4. Februar 2005

Bei Lidl in Osnabrück, Mönkedieck-Str. wird eine 2. Kasse aufgemacht, wenn nicht 3 Kunden an der 1. Kasse stehen, sondern wenn die Kundenschlange bis in die Warenregalreihen hineinreicht und den Zugang zu den Regalen verstopft.
Außerdem stimmt die Preisauszeichnung an den Regalen oft nicht mit dem Ausdruck der Scannerkasse überein, was natürlich Reklamationen auslöst und die 'Abarbeitung' der wartenden Kunden behindert.


Andreas Brandt am 4. Februar 2005

Die so genannte 3-Kunden-Regel pro Kasse ist bei der knappen Personalbesetzung sowieso eine Riesensauerei und schafft noch einen zusätzlichen Druck auf die Beschäftigten. Das kann doch oft überhaupt nicht eingehalten werden.
Schreibt an die Lidl-Zentrale in Neckarsulm, dass sie mehr Leute einstellen, in Osnabrück und überall!


Thilo am 6. Februar 2005

Ja also ich kenn das auch immer anders ne 2te Kasse was ist das??? Also unsre Lidles in umgebung Heilbronn-Neckarsulm kennen das garnicht wenn man bei Lidl einkauft rechnet man schon damit lange an denn kassen zu warten die Filialen sind total unterbesetzt. Mir würde das ehrlich gesagt kein spass machen da zu arbeiten.


Hendric am 7. Februar 2005

Das gibs auch bei uns im Aldi. Aber ich muss leider sagen, dass es meinstens nicht an den Kassierern/innen liegt, dass die Schlangen bis weit in den Laden reichen sondern aus dem Grund, weil die Filialleiter/innen unter einem Wahnsinnigem Druck stehen, sowie die Verkäufer/innen.In vielen Filialen stehen nur 2 bis 3 Leute vom Personal in einer Filiale. Und es kann nur noch schlimmer werden solange man von oben her nichts daran ändert. Junge Menschen sehen mit 25 Jahren aus wie 50.


André am 8. Februar 2005

Hallo,

ich habe als Minijobber bei kaufland in Potsdam gearbeitet. Nach über 2 Jahren, in denen ich fast nie Kritik von der Kassenaufsicht einstecken, musste ich im Dezember 2003 ins Kassenbüro, wo mir vorgeworfen wurde ich hätte beim Kassieren bei einem Testeinkauf eine Zeitung vergessen.

Darauf brüllte mich die Marktleiterin an, was ich mir denken würde, ob ich immer so mit fremden Eigentum umgehen würde, schließlich sie die Zeitung ja bares Geld wert gewesen.

Als ich meinte, ich würde demnächst mehr aufpassen und sagte, dass der Ton mir gefallen würde, schließlich sei ich ja Mitarbeiter und kein Ladendieb, brüllte die Frau noch mehr und meinte ich sollte meine Kündigung unterschreiben.

Das habe ich dann abgelehnt und meinte, dass sie mir doch kündigen sollten, dass ich dann aber mein Urlaubs- und Weihnchtsgeld behalten würde. Daraufhin explodierte die Frau dann richtig.

Ich hab dann einfach meinen Kittel ausgezogen und bin gegangen.

Soweit ich weiß ist es noch 3 anderen Kolleginnen so gegangen.

Glücklicherweise waren wir alle Studierende, so dass uns die Kündigung nicht ganz so hart getroffen hatte. Zudem waren die Arbeitsbedingungen eh sehr schlecht. So durften wir während der Schichten nicht mal auf Toilette gehen und mussten nach Ladenschluss unbezahlt den Kassenbereich saubermachen.

Puh, das mußte mal raus.

André aus Potsdam


Jens am 15. Februar 2005

So durften wir während der Schichten nicht mal auf Toilette gehen und mussten nach Ladenschluss unbezahlt den Kassenbereich saubermachen.


Und? Nach der Kündigung den Lohn dafür geltend gemacht?


Angie am 18. Februar 2005

Hallo Zusammen,
auch bei firma plus werden solche testkäufe gemacht wo ja auch eigentlich keiner was dagegen hat.Nur WIE SIEHT EIN RECHTMÄSSIGER TESTKAUF aus?????
Denn bei uns läuft es so ab das der BVL mit jemanden im Auto vorfährt der jenige in die Fiale geht den Testkauftätigt und wieder rausgeht wenn man den testkauf bestanden hat bekommt man es nur selten zu erfahren das ein Testkauf getätigt wurde.Fählt man durch kommt nach ca 2-3 min der BVL rein und sagt einen das.weiß ich nun ob der nicht aus einer anderen Tütte was rausgenommen hat oder nicht,wie kann ich mir sicher sein das ich es wirklich übersehn hab in solch einem fall??


Daniel am 18. Februar 2005

Bei PLUS ist es genauso schlimm, ich als Azubi kann da noch mehr erzählen!


Angie am 19. Februar 2005

Hallo Bernd vom ALDIdoofen,
Ich weiß das testkäufe sein müssen wie gesagt .Mir hat man ja auch gesagt wo und wie er die Flasche verstéckt hatte,er hatte die tütte an der seite rübergehangen und angwblich darunter die flasche,nur wir haben selber den test nachgemacht unter kollegen und alle haben die flasche gesehn.Das nur mal nebenbei des weiteren werden bei uns auch CD angeblich pbersehn uns oder zigarettenschachteln wo Kollegen drei mal in den Korp schauten.Aber was das kontrolle sein Muss ist uns klar nur bitte Regulär.
Und bei uns in der Firma weiß keiner mehr wie und wann wir kontroliert werden da soll das Arbeiten noch Spass machen :((
Ich weiß auch eins das ich dieabmahnung die daraus folgt nicht unterschreiben werde.


Chantal am 20. Februar 2005

Hallo alle zusammen,

Testkäufe sind ja prinzipiell ein gutes Mittel, um vor allem auch die Mitarbeiter-freundlichkeit zu testen. Allerdings werden sie nur allzu oft missbraucht, da stimme ich zu. Ich kenne das von SCHLECKER um noch eines dieser Art von Unternehmen zu nennen.


K. am 21. Februar 2005

Hallo !
Auch bei EDEKA ist nicht alles Gold was glänzt .
Auch hier werden linke Testeinkäufe gemacht ,die nicht im Beisein derjenigen Kassiererin aufgedeckt und ausgewertet werden. Nach 3 Tagen !!! bekommt man eine Abmahnung zur Unterschrift vorgelegt .
Ich glaube Testeinkäufe werden bei EDEKA gemacht um langjährige Mitarbeiter einfacher los zu werden.
Auch Testkäufe der Freundlichkeit finden stetig statt . Der sieht so aus ,dass man sich beschimpfen lassen muss , wie ein Strassenköder und immer noch freundlich sein muss. Mit der Bezahlung nach Tarif sieht es auch nicht so gut aus (habe nach 7 !!! Jahren ,nach Eintritt bei verdi festgestellt ,dass ich BESCHISSEN wurde).Und das nicht unerheblich.


anonym am 23. Februar 2005

Wir bei den aldidoofen haben den beschissensdenn betriebsrat den man sich denken kann,er kriecht von morgens bis abends dem geschäftsführer in den arsch auch sein stellvertreter kann gerade seinen nahmen schreiben aber für die leute tut er nichts,ausser seine familie in die firma schmuggeln,wird warscheinlich bald ein familienunternehmen,wie kann man nur so billig seine leute verkaufen,scheint wohl am wenig hirn zu liegen.Denk mal richtig nach herr betriebsrat,arschkriechen zahlt sich nicht aus,deine arbeiter verkaufen auch nicht.


Riemer am 24. Februar 2005

Das denkst Du " Anonymer"
Nicht nur bei Aldi und Co. auch im Kaufland ist der sogenannte Betriebsrat keinen Deut besser. Es werden eigendlich nur Versprechungen und Unterstützungen zugesagt aber eine Änderung tritt nicht ein. Mitglied seit über einen Jahr Beiträge, pünktlich abgezogen und das Resultat. Weniger Personal in der Abteilung die Arbeit wird eigendlich auch immer umfangreicher ( die wiederum nur mit Überstunden zu bewältigen ist aber nicht bezahlt wird ) der Betriebsrat rennt vorne weck und schreit Leute das wird alles besser ihr bekommt auch neues Personal. Jetzt sind es noch 4 Arbeiter 1 Stellvertreter und 1 Bereichsleiter. Vor 2 Jahren waren wir noch 15 teiweise 17 Leute. Das sind keine Arschkriecher an dem Ort gibt es keine Beiträge. Setzt eure Versprechen und Zusagen nur zu 50 % um ihr hättet doppelt so viel Mitglieder.


Stachelschwein am 25. Februar 2005

@ Riemer, wieviel Beitrag kassiert Dein BR denn bei dir ab??? Oder unterliegst Du da vielleicht einem weit verbreitetem Irrglauben, BR = ver.di := "wenn der BR Mist baut, dann trete ich bei ver.di aus"!
Auch wenn der BR aus Egoisten besteht???
Was hindert Dich eigentlich, eine ver.di -Liste zu gründen und mit dieser ganz einfach anzutreten?? Aber da finde ich schon die nächste Strophe in dem schönen Lied...
"Lass doch immer schön die Anderen machen..." Ist doch auch viel bequemer, oder?
Aber selbst ein "ver.di BR" ist nur so gut wie sein Rückhalt in der Belegschaft!
Solidarität lebt eben immer nur vom MITMACHEN !

Andererseits ist es auch für sogenannte "Arschkriecher" nicht leicht,
die vom Chef gewährten Privilegien einfach so selbstlos abzulehnen!

...und führe uns nicht in Versuchung...



Äpfel&BirnenwerfendeGrüsse

Stachelschwein


Riemer am 25. Februar 2005

Hallo Stachelschwein.
Recht hast du wenn alle mitmachen oder besser gesagt sich einig wären kann mann eine ganze Mänge mehr erreichen. Aber die Realität sieht nun mal bischen anders aus. Bist du eigendlich auch ein Egoist. Vieleicht daher der Satz ,, Auch wenn der BL aus Egoisten besteht??? " Es liest sich eben so, sorry.
Schönes WE Riemer


Stachelschwein am 25. Februar 2005

Hallo Riemer,
ich beschreibe mit Egoisten im BR solche Zeitgenossen, die nicht begriffen haben, dass sie nicht gewählt wurden um sich selber (oder dem AG) Vorteile im Betrieb zu verschaffen!
Anders gesagt, es wäre wohl recht dumm,
eine Gewerkschaft zu verlassen, nur weil mein Betriebsrat seinen Job schlecht macht!
Darum werfe nie den BR und ver.di so ganz selbstverständlich in den berühmten Topf, der BR könnte auch von Deinem Chef gekauft worden sein...
Hauptsache Ihr habt bei Kaufland überhaupt erstmal einen BR. Die nächste Wahl kommt bestimmt und wenn Du meinem Vorschlag folgst...

Sehr interessant finde ich, wie eine Belegschaft in 2 Jahren von 17 auf ganze 6 Mitarbeiter schrumpft!
Verjagt Ihr eure Kundschaft schon an der Ladentür?
Oder erledigt Ihr mit 6 Mann jetzt die ganze Arbeit in "Grauen Stunden" und während der Pausen???
Der BR wird Euch den Umsatz aber auch nicht bringen können, geschweige denn eine Rationalisierung dieser Grössenordnung verhindern.

Glück auf
und schönes Wochenende

gruns





Riemer am 28. Februar 2005

Hallo Stachelschwein. Das ist kein Witz sondern Tatsache. Mann muß auch noch eins mit betrachten von den 6 Mann sind noch 2 Angestellte mit 4 Stundenvertrag dabei, 1 mit 5 Std. und 2 mit 8 Std. und der Laden hat von 6 Uhr bis 20 Uhr auf. Rein gehen die ersten 4,40 Uhr und raus kommst du wenn alles gut läuft gegen 20,30 bis 21,00 Uhr. Mann denkt eigendlich bei so einer Besetzung muß doch einigkeit da sein, aber weit fehl geschlagen die Leute werden von ihren Vorgesetzten so zur Schnecke gemacht und mit falschen Aussagen konfrontiert das keiner mehr den anderen sich anvertraut. Durch solch gezielte Aktionen kann mann kein Zusammenhalt erreichen. Und das ist die Idiologie eines Unternehmens. Auf deine Frage zurück zu kommen die Arbeit wird nicht weniger im Gegenteil. Das läuft so es gibt einen Schichtplan da stehen die Sollstunden das sind 4 Std. dann wird der Plan geändert und schon hat mann mal 3 Std. oder auch mal 6-7Std. zusätzlich zum Plan. Es kommt auch schon hin und wieder vor das an freien Tagen angerufen wird, wir brauchen dich zur Inventur so 2 Std. Am Ende waren es 11 Std. und nicht eine davon ist bezahlt worden.
Mfg. Riemer


Moonshine am 4. März 2005

Um zu den Testkäufen zurück zu kommen..sie sind ja ok..wenn sie dazu genutzt werden den Kassierern aufzuzeigen das sie besser aufpassen müssen..aus fehlern lernt man ja bekanntlich..aber nicht um sie für Abmahnungen zu missbrauchen.
Wenn eine Kassiererin zb. an einem PC Verkaufstag Mittags total entnervt mit knurrendem Magen an der Kasse sitzt(bekanntlich ist es mit den Pausen ja nicht weit her bei einer 1:1 Besetzung)und dann der Testkauf durchgeführt wird..zb. von einem bekannten Kollegen (ja wer rechnet denn damit?)ist es mehr als nicht ok!


Moonshine am 4. März 2005

Hab es auch selber erlebt zb. bei Obi..eine Kassiererin bekam eine Abmahnung weil sie ein tütchen Blumensamen in einem Haufen von Prospekten versteckt übersehen hatte..auf der anderen Seite wurden aber im Aussenbereich (und das sehr oft) teure Maschinen über den Zaun geworfen und geklaut was bekannt war.Weder Kameras noch Wachpersonal wurde eingesetzt,ja wer bekommt denn dafür die Abmahnung?Die Geschäftsleitung bestimmt nicht...nun fragt man sich doch was wichtiger gewesen wäre?Die kleine Kassiererin abzumahnen wegen 0,69 Pfennig?Oder das Geld was man für Testkäufe ausgibt lieber für Wachpersonal einzusetzten?


Sascha am 17. März 2005

Hallo Leute...
zum Thema TESTKAUF, kann ich aus eigener erfahrung nur positiv berichten. Ich hatte meine Ausbildung bei famila gemacht und da wurde nicht nur an der Kasse der Testkäufer eingesetzt. Ich persönlich wurde 3 mal getestet. Sowie an der Hauptkasse wie auch in Bedienungsbereich. Ich hatte sauglück kann ich nur sagen.
Ich war damit beschäftigt Ware in die Regale einzuräumen ( Spirituosen ), da kam so ne´ junge Frau ca. 35 Jahre alt.
Sie fragte mich nach Freiverkäufl. Arzneimittel.
Ich bin mit ihr zu den Regalen gegangen und zeigte das gewünschte Produkt.
Da fing sie an mich mit fragen zu beschmeißen wie: Carotin für was ist das denn und was ist den Salbei?
Da ich aber kein Schein habe (der ist zwingend für die Beratung Freiverkäufl. Arznm.) , habe ich zu Ihr gesagt das ich Sie persönlich nicht Beraten könne, aber gerne ein Kollegen zur Hilfe hole. Da fing Sie Laitstark an zu Schreien, was das für ne´Hilfestellung wäre? Ob ich unfähig wäre ihr eine Beratung zu geben. natürlich hatte ich die junge Frau vorher darauf ingewiesen das ich sie nicht Beraten darf, wegen den fehleden scheins. Das hatte Sie aber wenig Interessiert. Ein Wort auf´s andere da wurde ich so wütend das ich die beherschung verlor und sagte: wenn Sie eine Medikamete - Beratung brauche, soll Sie in die Apotheke gehen denn ich seih kein Mediziner und bin gegangen um den Kollegen zu holen. Wie es sich später heraustellte wurde Ich nicht auf die unfreundliche seite gezogen trotz meiner Aussage. Ich hatte der Kundin ja soweit geholfen wie ich auch nur durfte.
...... Testkäufe in allgemeinen ist keine Schlechte sache, solange sie in Sauberen rahmen sind und nicht für kündigungen...... usw mißtbraucht werden. Wie Moonsihne es schon ja sagte. Aber ich kann es echt nicht verstehen das es Firmen gibt, um so unerwünschtes Personal loszuwerden.


Christian am 30. März 2005

Zu allen Leuten, die meinen, Profit liesse sich nur mit einer Mitarbeiter feindlichen, unmenschlichen und dreckigen Arbeitsatmosphäre machen, kann ich nur sagen: Hört euch mal um, wie es Mitarbeitern des dm-Marktes mit Hauptsitz in Karlsruhe geht! Denen geht es nämlich bestens. Sehr gute Fortbildungen, Seminare, auch allgemeine, gute Bezahlung, in den Räumen der Firma hängen (auch im Lager und im Versand) originale Gemälde (Monet, Chagall) und das Unternehmen macht gute Gewinne. Ergo: Kapitalismus funktioniert auch menschlich! Ein Wunder!


Moonshine am 30. März 2005

Testkäufe als Grund für Abmahnungen sollte man generell verbieten..um Mitarbeitern Lücken und Fehler aufzuzeigen sind sie ja OK...aber nicht um dazu mißbraucht zu werden unbequeme Mitarbeiter los zu werden..ich denke hier ist auch Verdi gefragt mal was dagegen zu unternehmen!
Auch ich arbeite nach der ersten Abmahnung unter einem wahnsinnigen Druck...Bauchschmerzen auf dem Gang zu Arbeit inklusive...denn ich weiss der zweite Testkauf bringt mir die Arbeitslosigkeit.
Das hat man nun davon wenn man sich (zurecht) gegen etwas wehrt.
Das kanns doch nicht sein oder?


Elisa Großkauf am 31. März 2005

es ist sehr gut, dass sich hier viele menschen aus der gleichen branche über zum beispiel testkäufe austauschen können.
und das ohne offen auftreten zu müssen. jeder weiss, welche schwerwiegenden folgen das haben kann.
ich bin ein dinosaurier bei der firma aldi und muß nach so vielen jahren ohne testkäufe jetzt mit ihnen zurecht kommen.
doch eines muß ich euch schreibenden hier sagen. "einfach so kann" man zwar testeinkäufe machen, aber ob diese, von euch in wildester form ausgeführten manier, dann letztendlich vor dem arbeitsgericht bestand haben, möchte ich wirklich bezweifeln!
lasst euch nicht zu sehr unter druck setzen. übelegt wen ihr berfragen könnt, um genaue auskunft zu bekommen, wie die rechtslage in sachen testkauf ist.

ich wünsche allen eine gesunde portion selbstbewusstsein.


Moonshine am 31. März 2005

Nun eines hab ich schon herausgefunden...man sollte sie nicht unterschreiben...damit erkennt man sie an...aber wenn man den Fehler gemacht hat sie zu unterschreiben kann man verlangen eine Gegendarstellung in seine Akte aufnehmen zu lassen.
bin auch bei Aldi...und die Testkäufe häufen sich....


NIC am 31. März 2005

Hallo, ich arbeite bei lidl
Mir wurde heute gesagt das vor zwei Wochen ein Testkauf an meiner Kasse stattfand. Man hatt mir eine Kopie des Berichtes vorgelegt auf dem der Kassenbon zu sehen war und unter anderem Stand ob ich ein gepflegtes äußeres hatte, ich schön artig : guten Tag und auf Wiedersehen sagte, meine Kasse sauber war und welchen Artikel ich "angeblich" übersehen hatte. Auf dem Kassenbon standen 4 Artikel. Wer nimmt sich denn Bitteschön einen Einkaufswagen wenn er nur 4 Artikel kauft??? Ich hatte angeblich eine Zahnpasta im Wagen übersehen. Wer´s glaubt....
Ich finde sehr häufig "vergessene" Ware in den Einkaufswagen der Kunden, schaue immer gründlich nach, sogar unter den Werbezetteln. Da wollen die mir Weismachen ich hätte in einem leeren Einkaufswagen eine Tube Zahnpasta übersehen. Da der Vorfall schon zwei Wochen zurücklag, sagte ich das es für mich nicht mehr nachvollziehbar sei und ich es doch recht Merkwürdig finde das die erst jetzt damit kommen und nicht direkt nach dem Testeinkauf.
Daraufhin fragte man mich ob ich mit dieser Aussage etwa behaupten wolle das man mir was unterschieben will und die Einkäufer lügen.
Ich sagte, das es für mich nach zwei Wochen einfach nicht mehr nachvollziehbar sei und ich deshalb dazu auch keine Stellungnahme machen kann.
Den Test habe ich nicht unterschrieben, allerdings hat man mir nahe gelegt das mich ein zweiter nicht-bestandener Testeinkauf den Job kosten kann und mit Sicherheit auch wird.
Da kann doch jeder kommen und was behaupten! Wer kann sich denn noch an Kunden von vor 14 Tagen erinnern???
Keiner,
ist das überhaupt legitim???


Jonfhh am 1. April 2005

Ok. Zu meinem Lieblingsthema Testkäufe. Testkäufe sind ein Instrument der Geschäftsleitung um zu prüfen ob ordentlich, ehrlich und vorschriftsmässig gearbeitet wird. Es ist also keine SCHIKANE. Testkäufer sind meistens Angestellte externer Firmen die überhaubt kein Interesse haben irgendjemand in die Pfanne zu hauen. Es ist sicher schwer für jeden Fehler so aufgezeigt zu bekommen, aber man sollte zumindest dann zu Ihnen stehen. Hast du dir überhaubt mal Gedanken gemacht wieviel Geld das Unternehmen jeden Tag durch unkonzentriertes Verhalten an der Kasse verliert? Vermutlich nicht.


Moonshine am 1. April 2005

Zu @jonfhh:
Zu dem Kommentar fehlen mir glatt die Worte...was du beschreibst ist das ,wie es aussehen sollte aber leider ist es voll daneben gegriffen!

@nic

Genau das ist es was ich anpranger(und nicht nur ich)
Testkäufe werden mißbraucht!


Jonfhh am 1. April 2005

Einmal eine Frage zum Thema Leistungsdruck an alle die tatsächlich bei uns (Lidl) arbeiten. Wer von Euch muss den durch 1+2 und der angeblichen anderen Neuheiten (siehe vor. Berichte) härter arbeiten? Ist es nicht vielmehr so, das Ihr nicht wie früher mind. eine 500 Leistung bringen müsst, sondern wenn alles andere stimmt ( 4 Säulen), die Geschäftsleitung auch mit deutlich weniger zufrieden ist. Es ist also faktisch weniger Leistungsdruck vorhanden als früher. Und noch was, Freundlichkeit ist nicht verordnet sondern sollte eine Selbstverständlichkeit eines jeden einzelnen sein!!!!!!


Auch ein Lidlkunde am 1. April 2005

Alle Berichte über Testkäufe waren sehr interessant. Hier eingutgemeinter Tip zur Abmahnung: Auf einer korrekten Abmahnung wird mit der Unterschrift -Nur- der Empfang bestätigt. Hier handelt es sich nicht um irgendwelche zugeständnisse. Wichtig ist der Widerspruch, der sachlich verfasst sein muß. Als wehrt Euch.


Agnes Schreieder. ver.di am 1. April 2005

Testkäufe werden leider immer wieder genutzt, um Druck auf Beschäftigte auszuüben und sie aus dem Betrieb zu kriegen. Normalerweise kommen Vorgesetzte/Revision unmittelbar nach den Testkäufen auf die Beschäftigten zu und besprechen die Ergebnisse des Testkaufes. Wenn erst nach zwei Wochen oder noch später auf Kassiererinnen zugegangen wird und sogar noch gedroht wird, handelt es sich offenkundig nicht um einen Testkauf, in dem regulär geprüft werden soll, ob alle Arbeitsanweisungen – die im übrigen auch für die Kassierin einhaltbar sein müssen – tatsächlich umgesetzt werden. Wichtig ist in solchen Fällen, nichts zu unterschreiben und sich – trotz allem - nicht einschüchtern zu lassen. Beschäftigte müssen, zumindest solange es noch keine Betriebsräte gibt, es dann darauf ankommen lassen, was der Arbeitgeber macht: ob er z.B. eine Abmahnung ausspricht. So ist es zumindest möglich, sich gegen Vorwürfe, die nicht gerechtfertigt sind oder gegen falsche Behauptungen zu wehren. Die konkrete Beratung im Einzelfall ist jedoch unverzichtbar.


Jonfhh am 1. April 2005

Sehr geehrte FrauSchreieder, weshalb werden Testkäufe gemacht? Um Druck auf die Angestellten zu erzeugen?
Das könnte ja nur sein wenn der "Getestete" tatsächlich nicht vernünftig arbeiten würde, ansonsten würde der Testkauf wie bei den meisten Mitarbeitern auch, positiv ausfallen und der Getestete hätte ja demnach auch nichts zu befürchten. Ich bleibe dabei, wer wiederholt durch einen Testkauf fällt, verrichtet seine Arbeit vermutlich nicht ordnungsgemäß und/oder ist schlicht und ergreifend ungeeignet diesen Job auszufüllen. Mich würde ebenfalls Interessieren was Sie als Alternative zu Testkäufen wüssten, dass etwas getan werden muss, ist doch wohl völlig unstrittig!!!!


NIC am 2. April 2005

@ Jonfhh

Sie haben ja gar keine Ahnung wieviele Kunden sich darüber beschweren wie wir ihre Einkaufswagen penibel durchsuchen müssen, ständig wird man gefragt ob man sie für Verbrecher halten würde. Nichts desto trotz erledige ich meine Arbeit mit reinem Gewissen und wäre an diesem Testkauf nichts gefaket gewesen, wären sie wie anständige Testkäufer direkt danach zu mir oder meinem Chef gekommen und nicht erst zwei Wochen später, wo es kein Mensch mehr nachvollziehen kann!


Moonshine am 2. April 2005

richtig@nic!

Ist ja klar das ein VL die tests befürworten..die Fehler sucht man ja sowieso nie bei sich (Chefetage)selber sondern bei den Kassierern(denen immer mehr aufgehalst wird)

Und ich bleibe dabei ,sie werden oft gemacht um Leute los zu werden!
Das sollte man nicht aus den Augen verlieren und was dagegen unternehmen...und zwar alle zusammen mit Verdi!


Jonfhh am 3. April 2005

@ Moonshine. Das ist völlig plumpe Verdi Propaganda. Da fällt hoffentlich keiner drauf rein.
@ Nic. Sie haben sicherlich einen Testkaufbericht gesehen, wo alle Punkte Freundlichkeit etc. draufstanden. Es gibt verschiedene Gründe warum Testkäufer nicht unmittelbar nach dem Test auf einen zukommen.
1. Testkäufer haben in der Regel eine ziemlich eng gestaffelte Liste an Märkten die sie an einem Tag schaffen müssen. Verzögerungen sind da nicht gerade nützlich
2. Ist es nicht sinnvoll einen Mitarbeiter während der Arbeit sofort damit zu konfrontieren, sonst ist er vielleicht zu deprimiert oder emotionel aufgewühlt. Es ist daher sinnvoller ihn am Ende seiner Schicht damit zu konfrontieren, damit er in Ruhe zu Hause darüber nachdenken kann.
3. Die Zeitspanne kommt daher Zustande, dass zuerst der VL informiert werden muss. (Dies geschieht in der Regel schriftlich)

Und jetzt noch einmal zwei persönliche Sachen:
Testkäufer entscheiden bei Turnusmässigen Tests völlig willkürlich wen Sie an der Kasse testen. ( das Entscheidet niemand im Vorfeld)

Ein VL hat bestimmt kein Interesse Kassiererinnen einen Auszuwischen, vielmehr muss er selber ab einem gewissen Prozentsatz an negativen Testkäufen in seinem Bezirk, persönlich Stellung bei seinen Geschäftsführern nehmen. Dieses ist aber bedeutend unangenehmer als dein Gespräch war. Mit SICHERHEIT...