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Beim Aktionstag für die Menschenrechte in Discountern sind am 10.12. in vielen Ländern Europas Menschen auf die Straße gegangen, um bessere Arbeitsbedingungen zu fordern.
Mit Filialbesuchen und grenzüberschreitenden Solidaritätsaktionen (wie zum Beispiel in Slubice und Frankfurt (Oder)) machten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter bei den Discountern Lidl, Kaufland, Aldi, Schlecker, Norma, Netto und Kik Druck. Unter anderem in Deutschland, Polen und in der Schweiz wurden Filialen besucht, Flugblätter verteilt und die Beschäftigten ermuntert, ihre Rechte einzufordern.
Mehr Informationen und viele Bilder von den Aktionen gibt es auf der Website der Lidl-Kampagne von ver.di.
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Mit hundertprozentiger Wahlbeteiligung wurde in der ersten von knapp 50 Lidl-Filialen in Hamburg ein Betriebsrat gewählt. Damit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich ihr Recht auf betriebliche Interessenvertretung wahrgenommen. Auch im aktuellen Fall haben "mittlere und untere Führungskräfte in Einzelgesprächen versucht, Mitarbeiter zu beeinflussen", berichtet die Tageszeitung junge Welt. Doch habe sich die Belegschaft "nicht beirren lassen" und "fest zusammengehalten", erklärte ver.di-Fachbereichsleiter Ulrich Meinecke. "Die 100%ige Wahlbeteiligung hat gezeigt, wie wichtig den Beschäftigten ein Betriebsrat ist", sagte er. (Bild: Jan Johannsen)
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Die Belegschaft der Bamberger Lidl-Filiale an der Würzburger Straße hat sich in die aktuelle Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel eingebracht und am 04. Oktober für die Forderungen der Beschäftigten gestreikt.
Insbesondere für den Erhalt der Zuschläge bei Sonderöffnungen setzten sich die Streikenden ein. Bei den Kundinnen und Kunden stießen sie damit weitgehend auf Verständnis und Zustimmung. Die Betriebsrätin der Filiale, Ulrike Schramm-de-Robertis, und ver.di bewerteten den Steik als vollen Erfolg.
Die Regionalzeitung "Fränkischer Tag" berichtete am 10.10. unter der Überschrift "Lidl-Beschäftigte kämpfen für Zuschläge" über den Streik.
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13 ehrenamtlich Aktive der Lidl-Kampagne führten am 27. Juli Aktionen vor insgesamt 4 Oldenburger Lidl-Filialen durch.
Die Aktivistinnen und Aktivisten hatten sich schwarz gekleidet und weiße Gesichtsmasken angezogen. In den Händen hielten sie verschiedene Motive des "Fair Kaufen"-Wettbewerbs, der auf vielfältige Weise das Prinizip "Billig durch Ausbeutung" thematisiert.
Mit den Aktionen wurden Lidl-Kundinnen und Kunden auf die Unternehmenspolitik von Discountern hinsichtlich Produzenten, Beschäftigten und Kundinnen/Kunden aufmerksam gemacht.
Die Oldenburger Aktiven berichteten dazu: "Jeder/jede ein Plakat in der Hand riefen ihre Aussagen in die Kundenmenge, die teilweise sehr interessiert stehen blieben. Ein paar Kunden hielten die Szenen auf ihrer Kamera fest."
Weitere Infos und Fotos sind auf der Internetseite des ver.di-Bezirks Weser-Ems zu sehen
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Fotos: ver.di (3), Werner Bachmeier
Die Sonne schien, es war prächtiges Wetter für alle Aktiven am 1. Mai. Mit dabei waren an vielen Orten auch wieder Aktive der Lidl-Kampagne von ver.di, die mit Transparenten und Aktionen für bessere Arbeitsbedingungen bei Lidl demonstriert haben. Gleichzeitig lief die Postkarten-Aktion "Fair ist mehr!", an der sich am 1. Mai allein in Berlin hunderte Menschen beteiligten.
Dass Lidl nicht allein für ver.di Thema bleibt, machten auch die Redner des Deutschen Gewerkschaftsbundes bei den verschiedenen Kundgebungen des DGB deutlich, etwa in Berlin Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand: "Ich habe großen Respekt vor all den Kolleginnen und Kollegen, die – bei Jurex, bei LIDL, in vielen anderen Betrieben – trotz aller Widerstände für die Einrichtung von Betriebsräten kämpfen, die sich nicht entmutigen lassen, sondern sich jeden Tag für die Verbesserung der Arbeitssituation und anständige Löhne einsetzen! Deshalb von hier unsere solidarischen Grüße und unseren Dank für euer Engagement!"
Die Postkartenaktion läuft ebenso weiter wie der Einsatz der ver.di-Aktiven für bessere Arbeitsbedingungen und Betriebsräte bei Lidl. Nehmt Kontakt mit uns auf, wenn Ihr mehr wissen möchtet – sei es über Beteiligungsmöglichkeiten in der Kampagne, über Betriebsratsgründungen oder Beratungsmöglichkeiten im Konfliktfall: lidl-aktion@verdi.de
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Die Jusos im Hochsauerlandkreis machen Ostern eine Lidl-Aktion.
Es geht ihnen um faire Bedingungen im Handel - für Produzenten und Lieferanten ebenso wie für die Beschäftigten.
Link zu Jusos in Aktion: Fairness im Handel
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Mit Blumen, Infos und fröhlichen Grüßen ging es am 8. März wieder zu den Kolleginnen in die Lidl-Filialen. In Deutschland waren wieder zahlreiche ver.di-Aktive unterwegs zu den Lidl-Verkäuferinnen, und auch in anderen Ländern Europas widmeten Gewerkschaften den Internationalen Frauentag speziellen Filialbesuchen bei Lidl.
In Deutschland erschien eine Extra-Ausgabe der ver.di-Kampagnenzeitung Schwarz-Markt, die über Frauenrechte am Arbeitsplatz ebenso informiert wie über die aktuelle Tarifrunde. Die Verkäuferinnen landauf, landab freuten sich außerdem über ein kleines Frauentags-Lidl-Daumenkino der Künstlerin Sabine Knauf, das ver.di-Aktive ihnen mitbrachten. Gleichzeitig startete ver.di eine neue Postkarten-Aktion: Mit dem Slogan „Fair ist mehr!“ fordern Kundinnen und Kunden von der Lidl-Geschäftsleitung mehr Mitbestimmung bei Lidl.
Filialbesuche fanden in zahlreichen Orten in Deutschland statt. In Berlin begeisterte außerdem das „Theater Grenzenlos“ mit einer Lidl-Performance die Passanten auf dem Alexanderplatz. Im Anschluss übergaben Aktive der Lidl-Kampagne einen Brief an die Familienministerin Ursula von der Leyen. Margret Mönig-Raane, die Bundesfachbereichsleiterin Handel bei ver.di, fordert die Ministerin darin auf, in der Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die betriebliche Situation von Frauen zu berücksichtigen und sich insbesondere für die Rechte der zahlreichen Frauen im Einzelhandel einzusetzen.
In Italien engagiert sich die Gewerkschaft Filcams CGIL weiter für die Rechte von Lidl-Beschäftigten. Schwerpunkt der Filialbesuche war am 8. März die Region Emilia Romagna in und um Bologna. In Österreich besuchten Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft GPA Lidl-Beschäftigte in Wien und legt auch sonst besonderes Augenmerk auf prekäre Arbeitsbedingungen – neben Lidl finden sich die (nicht nur in Österreich!) beim Textil-Discounter KiK. In Frankreich besuchten CGT-Kollegen die Beschäftigten der beiden Lidl-Filialen in Clichy, die gerade in besonderer Weise vom „System Lidl“ betroffen sind. Mit ihnen haben sich übrigens inzwischen Lidl-Beschäftigte aus ganz Frankreich solidarisiert. Auch die Medien verfolgen interessiert, mit welchen rüden Methoden Lidl France seinen Beschäftigten zusetzt – und wie die Betroffenen sich wehren.
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Fotos: ver.di, UNISON, FSLC
Am 23. Januar wollten die Direktoren der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung über einen 100-Millionen-Euro-Kredit für die Expansion von Kaufland in Rumänien entscheiden. Das haben sie nicht getan, denn internationale Proteste unterschiedlicher Gewerkschaften und Organisationen hielten dagegen.
In London, Bukarest und Berlin protestierten am 24. Januar 2007 zeitgleich GewerkschafterInnen und AktivistInnen verschiedener NGOs gegen die Kreditvergabe und die schlechten Arbeitsbedingungen in Unternehmen der Schwarz-Gruppe, gerade auch in Osteuropa.
In London übergab eine Delegation von Gewerkschaftern dem deutschen Direktor der Bank, Joachim Schwarzer, eine Petition, in der sie für zukünftige Kredite zusätzliche Vergabekriterien und strengere Kontrollen der Einhaltung von Sozialstandards fordern. Ebenso sollen die jeweiligen Gewerkschaften am Monitoring beteiligt werden. Joachim Schwarzer erklärte im Gespräch mit den Kollegen von ver.di und ihrer britischen Partnergewerkschaft unison, dass die Bank die Bedenken der Gewerkschaften bezüglich des Kaufland-Kredites sehr ernst nehme und deshalb die Entscheidung über die Kreditvergabe zunächst verschoben habe, um die Kritikpunkte zu prüfen.
In Bukarest demonstrierten derweil zahlreiche Aktive der rumänischen Handelsgewerkschaft FSLC und ihres Dachverbands CNSLR vor einer Kaufland-Filiale für bessere Arbeitsbedingungen und gegen Kredite für Kaufland.
In Berlin informierten ver.di-Aktive die Besucher der Grünen Woche über die Proteste gegen die Kreditvergabe und über die Situation der Beschäftigten bei Lidl und Kaufland.
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Bilder: transit / von Polentz
In Berlin sind letzten Donnerstag wieder die Landwirte eingefallen. Auf der Internationalen Grünen Woche stellen sie noch bis zum 28. Januar aus, was auf Feldern wächst, in Ställen und auf Weiden wohnt und was man daraus alles machen kann.
In diesen bunten Reigen reihte sich dieses Jahr auch der Discounter Lidl ein und präsentiert sich und seine Waren – nicht an einem kleinen, bescheidenen Stand, sondern als Partner des "ErlebnisBauernhofes" in einer ganzen Halle (für alle, die noch nicht auf der Grünen Woche waren: Das ist die halle mit den echten Tieren, den süßen Ferkelchen und kuscheligen Kühen. Alle Familien gehen dorthin, und natürlich auch die Politiker und Promis für ihre Fototermine). Nachdem Attac, Greenpeace, BanaFair und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft letztes Jahr massiv Kritik an Lidl geübt hatten (Pestizide, Herkunft der Produkte, mangelnde Transparenz, Preisdruck auf Lieferanten), musste sich Lidl kräftig ins Zeug legen, um das Kundenvertrauen zurück zu gewinnen.
Die Ergebnisse haben sie jetzt präsentiert: In ihrem kleinen Messe-„Showsupermarkt“ sind die Regale prall gefüllt. Der Clou: An jedem Produkt prangt ein Schildchen, auf dem der Hersteller angegeben ist. Wenn das nicht Transparenz ist!
Allerdings stehen einige Hausaufgaben bei Lidl noch aus. Die Gesprächsangebote von ver.di bezüglich Mitbestimmung, Arbeitsbedingungen und Mobbing hat Lidl bislang fein ignoriert. Deshalb haben ver.di-Aktive am Samstag Lidl auf der Messe einen Besuch abgestattet.
Hier der Bericht von David, der bei der Aktion dabei war:
"Nachdem wir fast 4.000 „Schwarzmarkt-Extra“ vor den Messeingängen verteilt hatten, wollten wir Lidl direkt mit unseren Forderungen konfrontieren. Also nahmen wir ein Transparent und ein paar Flugblätter unter die Arme und begaben uns in das Messelabyrinth, bis wir zum „ErlebnisBauernhof“ gelangten. Unübersehbar war dort der Discountermarkt von Lidl aufgebaut, umrahmt von Landwirten und Promikö-chen. Noch hatten wir uns nicht als Aktivisten zu erkennen gegeben, dennoch beäugten bereits betont entspannte Sicherheitskräfte das Geschehen.
Um Punkt 12 Uhr kam es dann zum Duell. Blitzschnell entrollten wir das Transparent mit der Aufschrift „Fair ist mehr! Für Mitbestimmung bei Lidl“ (siehe Foto) und stellten uns vor den Lidl-Eingang. Lautstark machten wir auf unsere Anliegen aufmerksam und verlangten faire Arbeitsbedingungen und Betriebsratswahlen in den Lidl-Filialen. Von den neugierigen MessebesucherInnen kamen prompt Nachfragen zu der Situation der Beschäftigten und Zustimmung zu unserer Aktion.
Natürlich hatten wir nicht nur die Aufmerksamkeit der BesucherInnen, sondern auch der anwesenden Lidl-Führungskräfte, des Messemanagements und Sicherheitsdienstes erregt. Nachdem wir auch an diese un-sere Forderungen erneuert hatten, kamen wir mit dem Einrollen des Transparents Rauswürfen und Anzeigen zuvor und beendeten die erfolgreiche Aktion.
Gerne hätten wir auch ein Gespräch mit dem anwesenden Lidl-Pressesprecher Oberle geführt. Nachdem wir ihn jedoch entdeckt hatten und der Journalist Andreas Hamann (Autor der „Schwarzbücher“) ihn höflichst um ein Gespräch gebeten hatte, verschwand der Pressesprecher im Laufschritt. Nichtsdestotrotz konnten wir uns sicher sein, dass Lidl unsere Botschaft erhalten hatte und tausende MessebesucherInnen zudem."
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"Respekt" – unter diesem Motto steht die am Montag bundesweit gestartete Aktionswoche von ver.di für Lidl-Beschäftigte.
ver.di-Aktive besuchen wieder ihre Kolleginnen und Kollegen in den Filialen, bringen Grüße und Tipps mit. Hier die wichtigsten Anliegen von ver.di, die auch in der kleinen Grußkarte stehen, die die Aktiven verteilen (und die man hier auch herunterladen kann):
"Selbstbestimmung
Schikanen, Kontrollen, Willkür, Mobbing?
Sie haben ganz persönliche Rechte, die Ihnen niemand nehmen kann. “Die Würde des Menschen ist unantastbar”, steht in Artikel 1 des Grundgesetzes. Das gilt auch am Arbeitsplatz. Machen Sie sich gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen dafür stark, dass Sie Ihnen Respekt entgegen gebracht wird und niemand Ihre Würde verletzt.
Mitbestimmung
Arbeitshetze, Leistungsdruck, Überstunden und Wochen ohne Ende? Beschäftigte können am Arbeitsplatz mitbestimmen: zum Beispiel bei der Personalplanung, den Arbeitszeiten, bei Versetzungen und Kündigungen. Nutzen Sie Ihre Rechte und wählen Sie einen Betriebsrat.
Respekt
An Ihrem Arbeitsplatz leisten Sie täglich Großes – für Ihre Kundinnen und Kunden, Ihren Arbeitgeber, Ihre Kolleginnen und Kollegen. Dafür verdienen Sie Wertschätzung, Anerkennung und Respekt. Fordern Sie dies ein und nehmen Sie Ihre Rechte wahr, persönlich und im Betrieb. Ihre Gewerkschaft ver.di und viele andere Menschen stehen hinter Ihnen und unterstützen Sie."
Die beiden Cartoons oben sind übrigens von Freimut Woessner, dem wir herzlich danken.
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