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Schwarzbuch-LIDL.blog

Bernd Steinmann schrieb am Montag 17. Januar 2005 zum Thema PRESSESTIMMEN:

PUBLIK: Wir brauchen Aktive, die Kontakte knüpfen

In der ver.di-Mitgliederzeitung PUBLIK [http://www.verdi-publik.de" target="_blank] erscheint am 19. Januar 2004 dieser Artikel.

Getroffen...

...zeigt sich das Schwarz-Unternehmen von ver.dis Schwarz-Buch. Tausende aktive und ehemalige Beschäftigte bestätigen die Recherchen. Die Lidl-Geschäftsführung wiegelt die Kritik an den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen als „Diffamierungskampagne“ ab.


Von Claudia von Zglinicki

Unbezahlte Überstunden, Misstrauen, entwürdigende Kontrollen und Bespitzelung, harter Zeitdruck und Entlassungen – Alltag in den deutschen Lidl-Märkten. Davon berichtet das 100seitige Schwarz-Buch.
In einer Woche war die erste Auflage der von ver.di herausgegebenen Dokumentation vergriffen, musste nachgedruckt werden. Die Reaktion der Leser ist beeindruckend: 8000 Anrufe und Zuschriften aus dem In- und Ausland gingen bis Mitte Januar bei ver.di ein und bestätigten die Recherchen.

Aus dem Schwarz-Unternehmen, zu dem Lidl gehört, hieß es laut Financial Times Deutschland: „Bei dem rasanten Wachstum der Unternehmensgruppe ist es unvermeidlich, dass in Ausnahmefällen Filial- und Bezirksleiter eingestellt wurden, die Schwächen bei der Führung von Mitarbeitern haben.“ Ausnahmen also. Widersprochen wurde den Recherchen bisher in keinem Punkt.

Angesichts des Erfolgs wirdl ver.di weitere Berichte aus dem Discounter veröffentlichen und damit belegen, dass die beschriebenen Erfahrungen keine Einzelfälle sind, dass hier vielmehr ein System wirkt. „In anderen Ländern wird das noch schlimmer sein“, meint Buchautor Andreas Hamann. Die Reaktionen aus Frankreich, Italien, Kroatien, aus den skandinavischen und anderen Ländern führten zu der Idee, in grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein europäisches Schwarz-Buch über den Discounter herauszubringen. Der schwäbische Konzern zählt zu den 30 umsatzstärksten Händlern der Welt und zugleich zu den verschwiegensten Unternehmen. Er verweigerte bisher Gespräche mit Journalisten und die Offenlegung von Bilanzen.

Das Klima der Angst

Nach der Veröffentlichung des Schwarz-Buchs hat das Unternehmen erstmals Zahlen genannt, wenn auch nicht für Deutschland. In den letzten drei Jahren erreichte es 44 Prozent Wachstum. 2004 erzielte es nach seinen (nicht überprüfbaren) Angaben mit Lidl und Kaufland in Europa rund 36 Milliarden Euro Umsatz.

Zum Tag der Menschenrechte hatte ver.di das Schwarz-Buch veröffentlicht, in dem am Beispiel von repräsentativen Interviews und Protokollen erstmals die Arbeitsbedingungen in der Discounterkette öffentlich dokumentiert werden. Mehr als 100 Frauen und Männer, die das Klima der Angst in den Märkten kennen, sprachen darüber mit den Buchautoren Andreas Hamann und Gudrun Giese.

Die Autoren stellen das Firmengeflecht der Unternehmensgruppe Schwarz dar, zu dem auch Kaufland gehört. Sie weisen regelmäßige Verstöße gegen Arbeits- und Gesundheitsschutz nach und zeigen, wie Betriebsratswahlen verhindert werden. So gab es Betriebsräte am Ende des vergangenen Jahres in nur sieben der 2500 deutschen Filialen mit rund 30000 Beschäftigten. ver.di setzt sich jetzt verstärkt für die Wahl von Betriebsräten bei Lidl ein.

Der Fachbereich Handel fordert aktive Gewerkschafter auf, mit den Kolleginnen bei Lidl zu reden, sie zu ermutigen und von Erfahrungen mit Betriebsräten zu berichten. „Wir brauchen Aktive, die Kontakte knüpfen. Das können Kolleginnen von Schlecker oder REWE, Betriebsräte der Telekom oder Personalräte aus Stadtverwaltungen sein, die als Nachbarn, Bekannte oder Kunden das Thema ins Gespräch bringen. So können wir am meisten erreichen“, sagt Agnes Schreieder vom Fachbereich Handel.

In einem zweiten Schritt will ver.di Patenschaften organisieren. „Bündnispartner aus dem öffentlichen Leben sollen sich schützend vor die Kolleginnen stellen, die bei Lidl Betriebsräte wählen wollen“, so Agnes Schreieder. „Wir denken an Jugendgruppen, Menschen aus sozialen Gruppierungen oder Kirchen.“

Expansion beruht auf Druck

„Soziale Rechte sind Menschenrechte“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Franziska Wiethold. „Die Verweigerung einer gewählten Interessenvertretung ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde. Die Expansion des Schwarz-Konzerns zum weltweit operierenden Unternehmen mit zurzeit 150000 Beschäftigten beruht vor allem auf dem Druck auf Beschäftigte und Lieferanten.“

URL des Textes: http://www.verdi-blog.de/lidl/3/viewentry/291


Kommentare

Klaus am 17. Januar 2005

Hallo,

es gibt auch noch viele anderen Unternehmen, Organisationen und Dienstellen wo gemobbt wird!

Mein persönlicher Eindruck, hier geht es nicht nur um Mobbing und den Betroffenen, sondern auch um Mitgliederwerbung ...

Ich kenne viele Mobbing Opfer die bei ihrer jeweiligen Gewerkschaft allein gelassen wurden.

Als Ex-Betroffener hat mir damals noch die ÖTV nicht geholfen!

1 Euro Jobs sind auch Mobbing!

MfG
Klaus


Sven H. am 19. Januar 2005

Als ich bei lidl angefangen habe, war lidl nur negativ in der Presse gestanden. Ich dachte oh gott die armen mitarbeiter wo arbeiten die bloß, die müssten mal in unsere filiale kommen. Um zu sehen wie toll das bei uns ist. Die Gedanken haben sich in der ersten woche geändert. Ich bin als stellver. Marktleitung eingestellt worden und mir wurde kaum was gezeitgt, auser die Kasse und da saß ich dann auch fast immer. Nach drei wochen wurde mir erklärt wozu die rabatt taste an der kasse da ist. Nach drei tagen habe ich den Ladenschlüssel mit nach hause bekommen und sollte am nächsten morgen den laden auch aufsperren, da ich alleine war. Ich wußte nicht wie der alarm ausgeschaltet wird , wie denn auch, es hatte dir keiner gezeigt. Also wartete ich 30min bis ne Kollegin kam, und die belächelte mich bloß und fragte mich ob ich nicht weiß wie man eine tür aufsperrt.
 
Und so ging das mit dem anlernen 11 Wochen lang, ich habe gearbeitet wie ein tier, damit meine kolleginnen cafe trinken konnten (natürlich bezahlt ), ständig wurdest du vor den Kunden zur sau gemacht, für sachen wo du nichts dafür kannst. Nie hat dich mal jemand bei seite gezogen und ein vernünftiges wort mit dir geredet, wenn ich gefragt habe ob alles paßt kam nur: ja alles in ordnung. 2 tage vor ende meiner Probezeit bin ich gekündigt worden. Man hat mir nicht ein mal eine chance gegeben, sondern mich einfach aus dem weg geräumt. Das ist nicht menschlich. 


Anja aus NRW am 19. Januar 2005

Das kenne ich gut und mir ging es genau so wie Du beschrieben hast.
Was Dir bei Lidl begegnet, ist eine Mischung aus Angst und Hass.
Als neuer Mitarbeiter, wirst du als "Kassensklave "misbraucht und kriegst bei den älteren Mitarbeitern kein Bein auf die Erde.
Pausen sind bei einer Scichtzeit von 10.00 Uhr bis 21.30 gar nicht eingeplant.
Das heisst natürlich auf Deienm Stundenzettel stehen die schon und zwar 2 bei dieser Schicht.
Wenn Du Glück hast, löst Dich mal jemand zum pinkeln ab.


Andreas am 19. Januar 2005

Ich habe mich im letzten jahr bei Lidl als Kaufmann im Einzelhandel beworben. Ich wurde auch in die Zentrale nach Cloppenburg eingeladen. Dort standen mir und einigen anderen Bewerbern der Geschäftsführer+Ausbildungsleiter gegenüber. Es gab Infobroschüren/Ordner über die Ausbildung und ein besonders für junge Leute interessanter Flyer. Dort stand drinne, das man durch moderne Arbeitszeitmodelle viel Freizeit für Freunde hätte. Auch finanziell würde man sehr übertariflich bezahlt werden(1Jahr 700/2J 800/3J 900¤. Plus Weihnachts und Urlaubsgeld. Dazu noch die Mitteilung das man ja nach der Ausbildung als Filialleiter eingesetzt werden soll. ( Und ihn während der Ausbildung schon vertreten soll) Nur bei Lidl heist der Filialleiter nicht Filialleiter sonder Filialverantwortlicher(So steht es auch an jeder Filiale) Außerdem wurde man mit meiner Meinung nach sehr komischen Unternehmensgrundsätzen vertraut gemacht , wie ich sie vorher noch nie gehört hatte. Es wurden auch Sachen gesagt wie, wenn Sie später Filialleiter sind, und eine Kassierin zu langsam ist, dann müssen Sie sie schulen. Ich hatte nach dem Besuch in Cloppenburg einen Praktikumstag in einer Filiale in meiner Stadt. Es war eigentlich sehr locker, und auch der Filialleiter hat sich Zeit für mich genommen und war sehr nett. Ich war also happy, weil es in der heutigen Zeit ja auch schwer ist eine Ausbildungsstelle zu finden, und hier gefiel es mir auf den ersten Blick, und da man auch wollte, das ich bei Lidl anfange, stand der Zusage meinerseits nichts mehr im Wege. Doch dann passierte es, ich wurde zum treffen mit der Verkaufsleiterin eingeladen.... Ich wurde mit den Worten warum ich nicht in einer Filiale in meiner Nähe anfange begrüßt. Nett dachte ich mir, ich will ja auch nicht gerne ans Ende der Welt zur Arbeit fahren, wenn es anders geht, aber ich habe mir ja nicht gerade diese Filiale ausgesucht.Und dann kam sie mit ihren Forderungen... Sie wollte das ich vor beginn der Ausbildung erst mal als Aushilfe anfange. Und das immer so wie es ihr passt.( Auchmal für 2 Stunden, bei einem fast so langen Arbeitsweg) Sie setzte mich ohne das ich auch nur einen Vertrag unterschrieben hatte unter Druck: Ich sollte somit innerhalb einer Woche wissen wo jeder Artikel steht, und außerdem mich an die Abpackzeiten für die Ware ranarbeiten(Wie am Fließband) meinen Nebenjob den ich habe sollte ich außerdem aufgeben, und nur noch für LIdl da sein. Da war ich natürlich erst mal sehr geschockt! Aber da ich bis dato noch keine andere Zusage hatte, sagte ich erst mal sporalisch zu. Als ich dann einige Tage später von einem Betrieb wo ich nicht mit einer positiven Nachricht gerechnet hatte eine Ausbildungsstelle angeboten bekam, und ich da auch zusagte, war mir klar, jetzt musst du dich für einen entscheiden. Lidl hatte mir die entscheidung Anfangs echt schwer gemacht: Sehr gutes Geld in der Ausbildung, bei bestehen der Prüfung garantierte Übernahme, und die Aussicht auf eine Stelle nach der Ausbildung als Filialleiter bzw. Filialverantwortlicher. Ich hatte meine Wahl eigentlich schon getroffen, doch dann bekam ich aus meinem Freundes+Bekanntenkreis einige sehr üble Geschichten über Lidl erzählt....
So wurden zb. Leute aus dem Urlaub geholt, Mitarbeiter abgemahnt, weil sie mit einem Kunden geredet haben, und Mitarbeiter versetzt, weil sie zu langsam waren. Ich habe irgendwo mal gelesen, das der Lidl-Gründer bessesen sein soll davon Aldi und Co zu überholen, und das dann ja wohl auf Kosten der Mitarbeiter. Nachdem komischerweise zur gleichen Zeit auch noch ein Artikel der gewerkschaft über Lidl und Co in der Zeitung stand, war meine Entscheidung klar. Ich habe Nägel mit Köpfen gemacht, und abgesagt. Heute wo sich die Mitteilungen über Lidl immer häufen, weiß ich es war die richtige Entscheidung, ich habe heute eine Stelle in einem der angesehensten Betriebe in meiner Stadt, und bin nicht mehr auf Lidl angewiesen. Ich wünsche das das hier viele Menschen Lesen und somit die Finger von Lidl lassen. So viele negative Mitteilungen sind kein Zufall! Ich wünsche der Gewerkschaft viel Erfolg!!!!!!!!!


Lutz am 20. Januar 2005

Das klingt für mich sehr nach den Aktivitäten einer international agierenden Pseudo-Religiösen Psychosekte, namens Scientology.
Mir ist schon vor einiger Zeit zu Ohren das bei Lidl nach diesen Verfahren "gearbeitet" wird.
Frage: Ist von solch einer Verbindung etwas bekannt. Wenn davon jemand etwas weiß, wäre ich über eine Info dankbar.


Andreas Hamann am 20. Januar 2005

Hallo Lutz,
ich habe bei meinen Recherchen für das Schwarz-Buch nicht den kleinsten Anhaltspunkt dafür gefunden, dass Scientology bei Lidl "im Spiel" ist. Die Gerüchte tauchen immer wieder auf, ohne dadurch beweisbarer zu werden.
Halten wir uns lieber an Fakten und die sind noch immer schlimm genug, auch wenn der Schwarz-Konzern wie wild an seinem Image poliert.


Anja am 20. Januar 2005

Ich kam gestern in eine Filiale in der ich mal gearbeitet habe vorbei um dort mein Leergut abzugeben, einkaufen tue ich bei LIDL aus Prinzip nicht mehr.
Ich traf eine Kollegin, allgemeines bla, bla und ich sagte zu Ihr : Na scheiss Presse im Moment für LIDL !
Um Gottes willen,sagte sie sprich nicht so laut, wenn das unser Chef hört.
Wir dürfen darüber nicht sprechen, sonst hat sich mein Job hier erledigt.
Nun ja, ich sage mal die Angst geht um bei LIDL und das ist auch gut so.


Mare am 24. Januar 2005

Ich verfolge auch den Schwarzbuch-Blog.
Ich fand den Kommentar von Anja (20.01) interessant.
Ich finde es sehr schade, dass deine Ex-Kollegin sich nicht äußern kann zu den Verhältnissen die bei Lidl herrschen.
Auf der einen Seite ist dafür dieser Blog gestartet worden, sodass Leute auch anonym ihre Meinung äußern können.
Auf der anderen Seite, wäre dieser Blog nicht gestartet worden, würdet ihr dann alles für euch behalten?
Für euch behalten, dass ihr ungerecht behandelt werdet?
Für euch behalten dass die Stärkeren nach unten treten?
Für euch behalten, dass Unzufriedenheit einen klaren Grund kennt?

Ich denke Ängstlichkeit ist der falsche Weg, ich denke Mut ist ein Rezept.

Anja, erzähle doch deiner Kollegin von diesem Blog, ich denke sie fehlt hier.


Alexander am 24. Januar 2005

Sicherlich ist Lidl nicht das einzige Unternehmen, bei dem die Arbeitsbedingungen nicht den Gesetzen, standhalten.

So ist es auch in Call-Centern - z.B. beim Pay-TV-Sender Premiere.

Schlechtes Raumklima, Zugluft, Luftfeuchtigkeit unter den Grenzwerten, keine Überstunden- oder Feiertagszuschläge, keinen Sonntagszuschlag, Nachtzuschlag erst ab 24:00 - statt wie gesetzlich vorgeschrieben ab 23:00 usw. usw.

Einen Tarifvertrag gibt es nicht und bis es zum Betriebsrat kam ...


Anja am 24. Januar 2005

Liebe Mare, ich bin auf dem Weg mein bestes zu tun.
Leider ist die Arbeitslosenrate hier in NRW über 45 % und alle haben Angst.
Das Geld ist knapp und gerade hier wo ich wohne, schließt ein Laden nach dem anderen.
Aber ich denke, wenn ich ein bisschen nachbohre, wird sie sich auch anschließen.


S. am 25. Januar 2005

Ich gratuliere allen besserwissenden, in keiner Verantwortung stehenden, klugschnackenden sogenannten "Arbeitnehmervertretern" zur gelungenen Hetzkampagne.
Vielleicht denkt ihr alle mal darüber nach, ein Unternehmen, daß Arbeitsplätze schafft und junge Leute ausbildet, einfach in Ruhe arbeiten zu lassen.
Kampagnen wie diese dienen zu nichts Anderem, als Unternehmer aus dem Land zu treiben und Arbeitsplätze zu vernichten. Oder meint ihr etwa alle, es wird im Ausland investiert, weil wir in Deutschland so ein unternehmerfreundliches Klima haben?

Viele Grüße S.


Black Beauty am 25. Januar 2005

Hallo s.

na, wenn du einen solchen Umgang mit Menschen menschenfreundlich nennst.........dann fehlen mir die Worte.

Oder gehörst du vielleicht selbst auf die Unternehmerseite???

Black Beauty


Christoph Frank am 25. Januar 2005

was ich besonders interessant finde, ist das argument mit den arbeitsplätzen: die können doch gar nicht verloren gehen! die menschen müssen doch ihre lebensmittel einkaufen.. und sie müssen es bei sich vor ort tun.. also besteht doch überhaupt keine möglichkeit, dass die arbeitsplätze vernichtet werden, oder ins ausland verlagert werden! lediglich schlechte unternehmer oder unternehmen werden vernichtet! und andere, die es besser machen nehmen ihren platz ein. oder glaubt jemand, wenn lidl dicht macht verhungern die leute, die dort immer eingekauft haben? nein, ein anderes unternehmen wird die lücke natürlich füllen und es wird weiterhin arbeitnehmer/innen benötigen um seinen gewinn zu machen. wenn es ein gutes (kluges) unternehmen ist, dann hat es aus den fehlern des vorgängers gelernt!

einfach mal ein bisschen weiter denken - und auch ein bisschen mehr kämpfen: für uns alle!


J. am 26. Januar 2005

Lidl will zwar jetzt anfangen Auszubilden aber wo sind denn die Angestellten die Ausbilden dürfen? Die Leute die bei Lidl ihre Ausbildung machen habe eh keine Chance dort einen Fuss auf den Boden zu bekommen. Es wird doch darauf hinaus laufen das die Leute ihre Ausbildung da machen und eine billige Arbeitskraft sind und wenn die Ausbildung vorbei ist dürfen sie gehen weil sie dann zu teuer werden!
Genauso wie das mit den ganzen Praktikannten läuft. Sie bekommen erzählt sie haben danach ne Chance auf Festeinstellung doch viele dürfen direkt nach dem Praktikum gehen oder bekommen den erhofften Vertrag und dürfen am Ende der Probezeit gehen! Also die suchen doch nur nach billigen Arbeitskräften und sobald sie nicht Formbar genug für das Unternehmen sind dürfen sie gehen!


SilverCrest am 28. Januar 2005

Hallo
@J.
Es gibt Filialverantwortliche die Aubilden dürfen. Ich bin einer davon habe mein Ausbilderschein schon vor Jahren gemacht und LIDL bildet auch seine Filialverabtwortlichen aus damit Sie aubilden dürfen .Im übrigen bildet Lidl schon seit ca 3 Jahren aus. Das neueste was LIDL ausbildet ist der Arzneimittelschein ( braucht man für die freiverkäuflichen Arzneimttel),den mind. 3 Mittarbeiter mittlerweile haben pro Filiale,so ist das in unserer Gesellschaft .


EINE VON VIELEN am 31. Januar 2005

ich kann die negativpresse über lidl bestätigen.
überstunden worden nicht bezahlt, was aber seit jan 05 "geändert "worde. seit dem sollen wir, unsere stunden selber eintragen. seit über lidl negativ berichtet worde, bekomm ich das gefühl nicht los, dass wir noch mehr druck bekommen. wir packen die ware aus, gleichzeitig müssen den laden sauber halten (wischen,kehren), gleichzeitig müssen wir ab den 4. kunden eine weitere kassenbesetzung vorklingeln. das alles muß mit der gleichen personalbesetzung geschafft werden, wie es noch vor einem jahr war, als die kunden noch "schlange" bei lidl stehen durften. letztendlich sitzen 2 kassiererinnen an der kasse und eine kollegin packt fast alleine die ganze ware aus und muß auch noch zwischendurch an die kasse hetzten, natürlich darf die freundlichkeit unseren kunden gegenüber nicht verloren gehen. es heißt jetzt von oben , die ware ist unwichtig, der kunde ist wichtig, das er freundlich bedient wird und keine lange wartezeiten an der kasse hat. klar, irgendwann sind die regale leer, da wir es nicht geschafft haben die ware vor zuräumen, dann gibt es auch keine wartezeiten mehr ;o) es wird meistens untersagt, eine weitere kollegin kommen zu lassen, wenn es zu viel arbeit und der laden total voll ist, dann heißt es, wir hätten zu viele stunden.
was ich aber geschafft habe ist, dass ich in meiner lidl zeit ein baby bekommen habe, was viele kolleginnen leider nicht geschafft haben, wegen der anscheinend hohen fehlgeburtrate. unter mitarbeiterinnen die schon zich jahre bei lidl arbeiten, wird dieses fenomän als " lidl-krankheit" bezeichnet.
in der presse worde berichtet , dass wir nicht in der arbeitszeit auf die toilette gehen dürfen, in meiner filiale ist es definitiv nicht so.
seit geraumer zeit haben wir einen neuen bezirksleiter, er hat ständig was auszusetzen, wenn er schon bei uns rein kommt fang ich fast an zu zittern und denke, wer weiß was er heute wieder hat. seit er da ist, geh ich immer mit einem mulmigen gefühl auf arbeit.
lidl redet ja immer gerne von einzelfällen, aber das glaube ich absolut nicht, das ist das LIDL- KONZEPT !!!!!


Unbekannt am 2. Februar 2005

Warum tut Lidl den Mitarbeitern so etwas an. Auch ich bin jemand der entlassen wurde mit der Anschuldigung des Diebstahls.Wie ich oder meine Familie damit klar kommen interessirt keinen Menschen. Ich bin auf ewig eine Diebin,obwohl ich nie geklaut habe und dies bei einem neuen Arbeitgeber unter Beweis zu stellen dürfte ein riesen Problem sein.Aber das hat ja der VL bei meiner Kündigung gleich gesagt :"unterschreiben sie lieber das Schuldgeständnis und niemand erfährt von der Sache, oder sie werden nie wieder einen Fuß im Einzelhandel fassen können." Eine Diebin möchte Ich nicht sein, komme mit dieser Situation nicht klar ,wenn meine Kinder nicht wären,hätte ich längst aufgegeben.


micha am 2. Februar 2005

hallo habe den lidl direkt um die ecke und dort arbeitet ein junger mann der ist schlimmer als ein flipperautomat an der kasse ,ich muss ihn immer bremsen da er zu schnell ist und hecktig verbreitet.aber das beste kommt noch immer wenn er an meinem haus vorbei geht spricht er mit sich selber und hat auch leichte zuckungen der typ ist krank. müsst ihr euch echt mal anschauen ,kann einen echt leid tun der kerl. ach ja lidl (Lünen)


EINE VON VIELEN am 3. Februar 2005

hi @all vorallen an die ver.di mitarbeiter,

heute war eine mitarbeiterin von ver.di bei mir auf arbeit (lidl), sie gab mir einige examplare von den offenen brief an dieter schwarz. mit dazu gabs eine broschüre von der gerwerkschaft. ich glaube andere kolleginnen hätten die sachen gleich "vernichtet", aber ich hab es bei uns in den pausenraum gelegt :o) es hat ja jeder das recht auf meinungsfreiheit und soll sich selber ein bild machen, was ok und was nicht ok ist. ihr seit echt klasse drauf, hut ab davor, dass ihr euch in die "höhle des löwen" traut.


EINE VON VIELEN am 3. Februar 2005

mmmhhhh man könnte es vieleicht auch "hölle des löwen" nennen!?, das andere ist, man ist froh heutzutage einen job zuhaben.


EINE VON VIELEN am 3. Februar 2005

@ micha

tja das ist bei lidl so!!!! wir müssen leistung bringen und bekommen unheimlich druck von oben. die kassen rechnen die durchschnittsleistung einer kassiererin aus. mindestens 40artikel/min ist das soll. und um so langsamer mein lieber kollege macht, muss er um so schneller jemanden vom auspacken holen und die ware bleibt dann stehen. bitte hab etwas "mitleid" mit meinem kollegen und beim nächsten einkauf bei ihm, bring ihm etwas verständnis entgegegen, ER KANN NICHTS DAFÜR!!!


freundin von micha am 3. Februar 2005

hi micha, du fängst dein beitrag doll an:"wir müssen, wir müssen, die kollegin muss,...muss, ich muss..." bist du dir sicher, dass du musst. drehe dich doch um auf dein arbeitsplatz warten mindestens zehn andere. lass es doch und das noch heute, gehe doch dort wo du nichts musst und geld dafür bekommst. und noch pünktlich, und noch urlaubsgeld, und noch weihnachtsgeld, und noch zuschläge, und noch jährliche gehaltserhöhung lt. tarif. micha gehe bitte, weil mir von solchen, wie du nur schlecht wird und solche wie du machen nicht nur lidl sondern deutschland wettbewerbsunfähig!


Wilma Wecker am 4. Februar 2005

Danke, Christoph Frank ! Ich bin immer wieder platt über die Dummheit der vielen Leute, die sich da im 20ten Jahrhundert gottergeben zum Galeerensklaven machen lassen und sowas dann auch noch in Schutz nehmen und diejenigen angehen, die ihnen Schützenhilfe geben wollen und können. (Auch wenn es natürlich ein bißchen bescheuert ist, einer Kassiererin platterdings im Laden die Agitationsschriften aufs Förderband zu legen, ein bißchen Fingerspitzengefühl möcht schon sein, bei allem Kampfgeist. - Hut ab vor Deinem Rückgrat, hi@all ... !) Über Leute wie die "Freundin von Micha" kann ich mir nur an den Kopf fassen, da wird mir nämlich übel, bei soviel blindem Kadavergehorsam. Ob Du's glaubst oder nicht, aber: Es gibt auch ein Leben ohne Lidl und Co. Es wäre nicht der Untergang des Abendlands, unersättliche Marktgiganten aus dem Verkehr zu ziehen, im Gegenteil, es wäre vermutlich seine einzige Rettung.
Übrigens kann jeder einzelne diesen Zuständen entgegenwirken, ohne sich zu überanstrengen - wie auf so vielen anderen Gebieten auch: Der Handel ist nämlich vom Kunden abhängig und nicht umgekehrt. Wenn der Kunde die Zähne zeigt, muß der Handel reagieren. Es müssen nur genügend Leute mal über ihre eigene Nasenspitze hinausdenken und sich entsprechend verhalten. Jeder einzelne! Nicht immer erst drauf warten, daß andere anfangen. Ich boykottiere Lidl schon lange konsequent, und ich sage als Kunde immer wieder deutlich meine Meinung, und zwar der Geschäftsleitung gegenüber. Es ist das Verdienst von Gewerkschaften und Verbraucher-schützern, Öffentlichkeit zu schaffen, dafür bin ich immer wieder dankbar. Aber die Öffentlichkeit muß sich dann auch bequemen, die Chance zu nutzen. Wir haben es in der Hand, ob sich etwas ändert oder nicht, wir alle. Also tut endlich was! Gemeinsam sind wir stark, das wußten schon die alten Griechen - leider haben das auch nach knapp 2000 Jahren die meisten immer noch nicht kapiert.


MrGhost am 4. Februar 2005

Mir stellt sich die Frage, wo ich denn ruhigen Gewissens einkaufen kann?
Lidl - nein!
Aldi, Penny, Norma? Fallen wohl vermutetermaßen auch flach.

HL, HIT, Spar, Plus, Tengelmann - wie sieht es da aus?


EINE VON VIELEN am 4. Februar 2005

an die freundin von micha!!!

man könnte ja glatt denken, das du zu der oberen schiene von lidl gehörst. wenn das der fall ist, würde ich mir wünschen, dass du mal mindestens 4 wochen meinen job machst!!! dann erst kann man vieles besser beurteilen,du wirst sehen, dass man muß! meinst du, dass du durchhalten würdest? natürlich bekomm ich immer pünktlich mein gehalt, aber ich erscheine auch pünktlich auf arbeit!ich arbeite wie ein tier, genauer gesagt für mindestens 2 mann. der 2 mann wird durch mich eingespart. ich bin eine von vielen die lidl durch ihre arbeitskraft groß gemacht hat! wir werden von den vl runter geputzt, er wird teilweise persönlich, anstatt achtung vor uns zu haben!!!und genau das, macht mich unzufrieden, dass war bei unseren alten vl nicht so und ich bin gerne auf arbeit gegangen. ich weiß auch, dass nicht nur 10 sondern viel mehr leute hinter meiner stelle stehen, aber nicht jeder ist für den job geeignet! warum sieht man bei rewe rentner auspacken, die sich nebenbei etwas verdienen? warum ist das bei lidl nicht so....dass ist nur ein beispiel, dass wir alle müssen!!!um so schneller um so besser, um so weniger personal!!!


EINE VON VIELEN am 4. Februar 2005

noch einen vorschlag zur abhilfe,

soll doch die geschäftsleitung von lid für genug personal sorgen, dann MÜSSEN wir auch nicht mehr!


freundin von micha am 4. Februar 2005

...weisst du warum bei rewe rentner auspacken? (ich habe selber mal bei rewe geschafft!), weil die da 5 euro auf die std bekommen und die auspackhilfen beim lidl 11,10 euro plus zuschläge (das heisst, für 1 std bei der inventur inventur bekommt eine kassiererin um die 17 bis 20 EURO!!!! AUFWACHEN BITTE! 20 euro und da wird über ausnutzen gesprochen). und dementsrechend vergleichbar ist es auch in allen anderen "funktionen" beim lidl.
....das MÜSSEN bekommt plötzlich ein nachgeschmack, oder? keine angst ich bin keine geschäftsleitung, ich denke die brauchen diesen quatsch nicht, ich bin FL beim lidl.


EINE VON VIELEN am 4. Februar 2005

an die freundin von micha

ich lach mich kaputt, das stimmt nicht was du schreibst. da verdiene ich ja als gelernte verkäuferin weniger als eine auspackhilfe!!! nach deiner aussage werde ich scheinbar nicht nach tarif bezahlt! kann es sein das du in einer "west"filiale tätig bist?
aber um die bezahlerei geht es nicht, bin damit eigentlich trotzdem zufrieden.das weihnachts und urlaubsgeld sehe ich als nicht gezahlte überstunden aus dem jahr an!
es geht um den druck bei lidl. ich weiß auch das es da zwischen ost und west unterschiede gibt. ich war mal in einer west filiale, ich hab einen schreck bekommen. es war nicht abgepappt, der laden sah unter aller...... aus. wäre das bei uns so gewesen und der vl hätte das gesehen.......ich glaub der hätte uns erstmal zur schnecke gemacht.
die 1+2 regelung mußt du ja dann auch
kennen.beim 4. kunden klingeln, bei stoßzeiten sind alle kassen deswegen besetzt, wär soll die ware auspacken, bitte?gleichzeitig soll der laden sauber gehalten werden, wir wischen teilweise wenn es geschneit hat in einer schicht zwischen 5- 7 mal den laden durch. uvm....wenn lidl das alles durchsetzen möchte, müssen sie doch auch das personal zur verfügung stellen.....aber wir tun das alles mit alter besatzung, als es noch nicht die 1+2 regelung gab. warum werde ich erst 1-2 h vor feierabend in die pause geschickt? ich kann doch dann gleich durcharbeiten. warum steht mir 0,5 h pause zu und komm aber höchsten auf 0,25h pause? warum weiß meine fl nicht mehr wo ihr der kopf steht, weil keine weiteren h gemacht werden dürfen? denk mal drüber nach.
weißt du was noch komisch ist, in meinen oberen beitrag schrieb ich ja das ver.di bei uns war. ich bin heute auf arbeit gekommen und alles war weg, warum wird das gemacht? in einen anderen blog hier schreibt lidl s geschäftsführung und darf sich äußern, warum darf sich ver.di bei lidl nicht äußern?


EINE VON VIELEN am 4. Februar 2005

noch was.........
warum wurde mit uns nicht darüber geredet als die negativen berichte im fernsehen kamen? warum äußert lidl sich nicht einmal vor ihren mitarbeitern, warum wird mit uns nicht darüber diskutiert?
die andere seite ist, wäre das geschehen, hätte jemand den mund aufgemacht? ich glaub nicht.....ist vieleicht der grund....
angst?


Das unsichtbare Visier am 5. Februar 2005

"LIDL-STASI-DDR-Zollbehörden"
Nach meinen Informationen sollen ehemalige Mitarbeiter der DDR - Zollbehörden(Axel Hamann) und IM der Stasi(Tino Lang) im Ex-Lidl Fuhrpark Töpen weiterhin ihr Unwesen treiben.Kann das jemand bestätigen??


E.M. am 5. Februar 2005

In der Führungsetage Lidl Polen sitzt ein ehemaliger NVA Scherge. Lidl bevorzugt solche Typen. Aber kauft schön alle weiter die immer billigen Produkte, damit diese Verbrecher wieder ungestraft davon kommen. Solche Leute fallen immer wieder auf die Füße. Wir alle haben nichts dazugelernt.


anonymus am 5. Februar 2005

das hauptproblem der ganzen misere bei lidl, aldi (mein arbeitgeber), schlecker und wie sie alle sonst noch heißen, ist doch, jeder denkt nur noch an sich.
erst mal ICH, dann nochmal ICH, und dann vielleicht, aber auch nur vielleicht mal ein anderer.
man ist im kollegenkreis innerhalb einer firma, hier ist aldi nord gemeint, die in ihren arbeitsverträgen stehen hat, dass der jeweils gültige MTV zur anwendung kommt, vollkommen auf sich alleine gestellt.
dies kann ich aus eigener erfahrung sagen.
die kollegen, bei uns ca. 750 in lager, verwaltung und verkauf, sind gerade mal 21 gewerkschaftlich organisiert, sie sehen nicht die notwendigkeit mitglied der gewerkschaft zu sein, wozu auch, es hat doch eh der jeweilige MTV gültigkeit, lt. arbeitsvertrag.
nur dass sie alle mehr oder weniger über den tisch gezogen werden, bezüglich tariflicher ansprüche, wie ü-stundenzuschlag, beschäftigungsprozentsatz bei verkäufer/in, graue überstunden, pause,
arbeitszeit, und das alles mit einem gewählten br, von wem auch immer gewählt, das peilt keiner.
erst wenn sich alle solidarisieren, erst dann wird sich etwas ändern.
UND DARAN ARBEITE ICH, leider nur im verborgenen, man hat schon zweimal versucht, mich rauszubekommen, aber ohne erfolg!!!
schönes wochenende noch an alle.


Das unsichtbare Visier am 5. Februar 2005

Bei ARD und ZDF sitzt Lidl jetzt in der 1.Reihe.Welch eine Panik gab es zu vermelden,der WDR verfolgt einen LKW von Töpen an seine Einsatzfilialen. Sogar wir im Lager haben die Unruhe gespührt.Mitarbeiter wurden unter spezielle Beobachtung gestellt(Stasi läßt grüßen) aber das Kamerateam war schneller. In den nächsten Wochen sollen wieder Aufnahmen von Speditionen gemacht werden.Wir sind gespannt wer jetzt dran ist.(Kießling?Petzold?...)
Immer schön neugierig bleiben,das zeigt Wirkung!!!


Langwieser am 5. Februar 2005

Wieso RUFT Ihr nicht einfeich zu einem Boykott auf. Einmal in der Woche ( z.B. ) Samstags ) wird dazu aufgerufen, NICHT bei Lidl einzukaufen. Diese Sprache verstehen die Manager und auch der Besitzer Dieter Schwarz amehesten. Notfalls kann ein Kunden - Boykott ja auch mit Gewalt herbei geführt werden !


Andreas Brandt am 5. Februar 2005

@langwieser

ver.di hat auf diesen Seiten schon sehr deutlich gemacht, dass die Gewerkschaft ihre Ziele gewaltlos verfolgt. Das finde ich auch völlig richtig. Willst du die vielen sowieso schon verängstigten Lidl-Beschäftigten jetzt völlig runterziehen?
Ich meine, es kommt jetzt in erster Linie darauf an, Solidarität zwischen den Leuten bei Lidl und mit ihnen zu schaffen, damit sie Betriebsräte wählen können. Es kommt in erster Linie auf sie an. Das ist ein hartes Stück Arbeit und dafür gibt es auch keine Patenrezepte.

ver.di wäre völlig bescheuert, zum jetztigen Zeitpunkt flächendeckend zum Boykott aufzurufen. Aber wenn wieder mal konkret die Gefahr besteht, dass eine Betriebsratswahl durch Vorgesetzte im Keim erstickt werden soll, muss ver.di die Kunden vor Ort, in der Stadt oder in der Region, über diese Schweinerei informieren. Für diese Art von Boykott bin ich sehr. So kann eine Bewegung entstehen, die Lidl nicht mit leichter Hand diffamieren kann.


Einer, der seit 1962 den Handel kennt am 6. Februar 2005

Solange alle "Schreiber und Leser" dieser Beiträge nach dem Motto verfahren - Geiz ist Geil - egal unter welchen Umständen der Preis - unter anderen bei den Discountern - zustande kommt - werden sich solche Zustände im Handel nicht ändern.
Sie alle sind doch nicht bereit für "das tägliche Brot" ein paar Cent mehr auszugeben. Sie wollen alles möglichst billig und das sofort ohne darüber nachzudenken -wer an diesem Wertschöpfungs-/ Versorgungsprozess - wie - beteiligt ist.
Sind Sie also alle nicht so scheinheilig und diskreminieren den Discount-Handel (im Übrigen- in den Kaufhäusern sieht es auch nicht viel anders aus - sonden denken Sie über Ihr eigenes Verhalten in dieser sozial kalten Mitnahmementalitäts-Zeit nach.


ingeborg am 6. Februar 2005

es ist doch etwas soziales was lidl den leuten in deutschalnd und europaweit bietet. die billigsten lebensmittel.

warum hackt jeder an der firmenstrategie rum?

sollen wir es so verstehen, dass die kunden mehr zahlen wollen, nur das beim lidl auch die "schmarozer" und "faulen" eine chance bekommen?

so wie es uns die politik vormacht? ich bekomme 50 prozent meines gehalts netto auf mein konto, ist es nicht genug was ich für die "nicht-eingliedbaren, "keine-lust-leute", "keine-ahnung-leute" mache? soll ich mir jetzt weiter schön SOZIAL mein kopf zerbrechen auch wenn ich nach der arbeit einkaufen gehe?

lässt doch die finger da weg. wir leben in einer demokratie, jeder soll sich mehr um sich selber kümmern. so wie ich in meinem job kein mitleid von den SOZIALEN MASSEN in deutschland fühle/brauche, so erwarte ich auch von jedem andrem im handel, industrie, öffentlichem dienst, einfach überall...

gerade in deutschland macht das SOZIALE mitgefühl die leute fauler, uninteressierter, und degradiert die.

warum bekommt ein student in deutschland sein diplom erst mit 28 (im schnitt) und in osteuropa mit 21? weil z.B. die in osteuropa sich es nicht leisten können jahre lang auf konsten des staates und der gesellschaft "rumzuhängen".

und genau so ist es in jedem anderen bereich in unserem land.

ich verstehe nicht wo zu betriebsrat! um noch eine stufe die geld bekommt in den handel einzugliedern? was lösen die? schließen die täglich die filialen, oder werden die putzen, oder sogar kassieren? wo zu dann? um die kosten zu steigern, um die arbeitszeit zu klauen und um dumm rumzuschwätzen!!! wer braucht es? ich als kunde bestimmt nicht.

dsw. finger weg lässt doch den handel arbeiten und die mitarbeiter sind doch erwachsene leute und keine behinderten die kein mund haben. und wenn die kein mut haben, dann liegt es vielleicht am was anderem. vielleicht wissen die ganz genau, das mit einem hauptschulaubschluss (in den meisten fällen) hat man einfach nicht die auswahl. aber da ist jeder selber schuld und nicht lidl!!!

und das keiner denkt dass ich zu unsozial bin. ich wiederhole noch mal 50 prozentige abzüge, das ist wohl jeden monat genug, was ich für die "so schlecht" behandelte mitarbeiter beim lidl mache.

...und jetzt will ich in ruhe einkaufen.


Renate am 6. Februar 2005

Ich kaufe auch gern in Ruhe ein, manchmal sogar bei Lidl. Trotzdem ist das Schwarzbuch eine gute Sache. Du würdest dich doch bestimmt auch freuen, wenn du in einem miesen Laden arbeiten würdest, und jemand würde sich drum kümmern, oder?


bulldoge am 7. Februar 2005

habe heute vergebens meinen Beitrag über Netto gesucht,den ich am freitag den 04.02.05 verfasst hatte.
oder zählt hier nur lidl?


Corinna am 8. Februar 2005

Liebe Ingeborg,

aus Deinem Text spricht der reinste Frust!
Auch Lidl-Mitarbeiter zahlen Steuern und Sozialabgaben (ja! tatsächlich!!), genau wie Du.. und trotzdem werden sie teilweise mies behandelt und in einem Ausmaß, wie es nicht mehr zulässig ist.
Und was ich vergessen habe, ich habe eine "Fachoberschulreife" und 2 abgeschlossene Ausbildungen und arbeite bei Lidl! Ist ja wirklich ein Ding oder? Falls es Dir entgangen sein sollte, die Auswahl auf dem Arbeitsmarkt ist nicht so riesig, dass man sich den Arbeitsplatz immer ausssuchen kann. Ich habe noch Glück, mir geht es in unserer Filiale gut, aber woanders sieht es schlechter aus. Ich denke, Du gehörst zu den Leuten, die 100% Freundlichkeit erwarten, aber nicht bereit sind "Bitte" und "Danke" zu sagen. Ich hoffe für Dich, das Du einen gescheiten Job hast, bei dem Du genügend verdienst um "in Ruhr einkaufen" zu können!


Peggy am 8. Februar 2005

warum eigentlich immer nur Lidl? Schon mal nachgefragt wie es bei der Krieger-Höffner-Wather Unternehmensgruppe aussieht? Zu diesem Unternehmen gehört jetzt auch Möbel Kraft. Einige tausend Mitarbeiter leiden dort ganz offensichtlich.


Anja am 8. Februar 2005

Liene Ingeborg...
Ich finde Deinen Beitrag völlig überflüssig und kann Dir nur raten, diesen Weblog nicht als Abladefläche für Deinen persönlichen Frust zu nutzen.
Hier geht es um LIDL und die Mitarbeiter die in diesem Unternehmen behandelt werden, wie der letzte Dredk.


Susanne am 8. Februar 2005

Hallo Anja - es tut mir leid, aber aber ich finde es fast schon peinlich, wie Du polemisierst ("... der letzte Dreck").
Oder arbeitest du bei Lidl und weißt also von was du sprichst???


Anja am 9. Februar 2005

Hallo Susanne, ich würde mich nie erdreisten über Dinge zu schreiben, von denen ich keine Ahnung habe.
Soviel zu Deiner Frage.


Anja am 10. Februar 2005

Hallo Bernd...
Icvh habe so satte 10 Jahre ALDI auf dem Buckel und könnte einen Roman schreiben, daß wäre ein Bestseller.
Du bist im BR, schön für Dich, auch schön das Du ein Kämpfer bist.
Mit dem BR bei ALDI Nord, habe ich nur negative Erfahrungen gemacht, nämlich die, das die BR Mitglieder nie zu sehen waren, wenn es heiss wurde.
Man kann nicht alle über einen Kamm scheren, daß ist mir schon klar.
Es gab bei ALDI Nord sexuelle Übergriffe von Bezirksleitern......Augen zu....haben wir nicht gesehen....was machen...aber nee...
Als damals einem Schlipsträger einfiel, daß man nur am Personal noch sparen könnte...
Ich war zu der Zeit FL.
Unser Bezirksleiter kam und eröffnete den MA, daß sie ab sofort weniger arbeiten dürfen.
Sie wurden gezwungen ihgre Arbeitsstunden um 15% zu reduzieren.
Wenn sie damit nicht eiverstanden seien, würde die Firma ALDI Mittel und Wege finden, sich von diesen MA zu trennen, egal wie lane sie im Unternehmen tätig seien.
Ich kann nicht in Worte fassen, wieviele Dramen sich in den Büros der ALDI Filialen abgespielt haben.
Ekelerregend diese Geschäftspolitik.
Nicht anders als bei LIDL


J. am 11. Februar 2005

also das was einige leute hier schreiben ist doch einfach nur zum k....! wer noch nicht bei lidl gearbeitet hat kann sich nicht vorstellen was da für ein druck von oben kommt. man bekommt ständig nur klar gemacht das man dies und jenes zu langsam macht.
ich war auch bei lidl beschäftigt und bin froh das ich da raus bin. ich habe von anfang an gesagt bekommen das ich schnellstmöglich (am besten innerhalb von 1 woche) meine 40 positionen haben soll. es gibt halt menschen die nicht ganz so schnell sind, und es gibt auch viele kunden die krank oder alt sind und die kommen halt nicht so schnell mit. diese kunden wird man so bestimmt nicht 100% zufrieden bekommen.
Irgendwo oben hat auch jemand geschrieben das man mehr geld bei inventuren bekommt. da habe ich nix von gesehen, ich habe ganz normal mein gehalt bekommen. da war kein cent mehr wegen inventur oä.


Anonymus am 15. Februar 2005

Ich kann die Kollegen aus den Lidel Konzern verstehen.Mittlerweile habe ich 10 Jahre Aldi auf dem Buckel und ich kann auch ein Lied davon singen.Dinge wie Nötigungen und Drohungen gegenüber Mitarbeitern die Krank werden sind auch bei Aldi Nord an der Tagesordnung.Da werden Menschen entlassen nur weil sie es sich erdreisten Krank zu werden.
Und was machen unsere lieben Betriebsräte von der AUB ?? Sie legen die Hände in den Schoß ,gehen zum Chef rein und machen ordentlich dort den Nickneger der zu allem ja und amen sagt.
Leider sind Gewerkschaftliche Strukturen bei uns so gut wie garnicht gegeben.
Ich kann jeden hier sehr gut verstehen der in einem Klima der Angst arbeitet,weil es mir ja auch nicht besser geht.Von Natur aus bin ich (36 Jahre alt Männlich) weder ein Ängstlicher Mensch ,und trotz allem hab ich mich mehrmals in Situationen gesehen wo ich einfach den Immensen Druck des Arbeitgebers nachgeben musste.Ist ja auch toll für den Personalchef zu sehen das eine Repressive Politik gegenüber den Mitarbeitern immer zu dem gewünschten Erfolg führt.Mittlerweile ist es so das ich zu meinem Arbeitsplatz gehe und weiss das ich in einer Firma Arbeitete deren Führungskräfte auf Werte wie Fairness und gegenseitigen Respekt etwas scheissen.