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Der öffentliche Druck hat Wirkung gezeigt: Nachdem bereits im September der Mehrheitserwerb des Naturkost-Discounters Basic durch die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) gestoppt worden war, hat sich Schwarz nun zum Komplettausstieg aus dem Geschäft entschieden.
Der Schritt hatte sich bereits angebahnt, nachdem Basic-Finanzvorstand Johann Priemeier am 6. November seinen Job aufgab. Er hatte den Aktienerwerb durch Schwarz im Sommer massiv gefördert.
Basic-Aufsichtsrat und -Geschäftsleitung wollen nun, so schreibt die Lebensmittel-Zeitung vom 13.11., wieder an die Ursprungsidee der Gründer des Bio-Discounters anknüpfen: Bio für alle, ein moderates, nicht auf Verdrängung zielendes Wachstum sowie Kooperation in der Branche
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Die Beschäftigten einer Lidl-Filiale in Stuttgart-Feuerbach haben am 04. Oktober einen 3-köpfigen Betriebsrat gewählt. Damit kann die Belegschaft zukünftig die Einhaltung von Gesetzen und tariflichen Vereinbarungen gewährleisten und dauerhaft verbesserte Arbeitsbedingungen sichern.
Die mutigen Beschäftigten der Stuttgarter Filiale zeigen: Auch bei Lidl ist es möglich, eine betriebliche Interessensvertretung zu wählen, wenn die Belegschaft zusammensteht.
Der Betriebsrat verfasste unmittelbar nach der erfolgreichen Wahl eine Grußadresse an den 2. ver.di-Bundeskongress, in der er sich unter anderem für die Unterstützung durch die gewerkschaftliche Lidl-Kampagne bedankten. Am Abend des 05. Oktober trug die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane den rund 1.000 Delegierten die Grußadresse unter Applaus vor.
Die Aktiven der bundesweiten Lidl-Kampagne gratulieren den frisch gewählten BetriebsrätInnen!
Die Tageszeitung "JungeWelt" berichtete
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Die Bemühungen von Lidl-Beschäftigten, durch die Gründung von Betriebsräten dauerhaft verbesserte Arbeitsbedingungen durchzusetzen und zu sichern, sind ein Thema auf dem 2. Bundeskongress von ver.di in Leipzig.
Es gibt einen Informationsstand zur Lidl-Kampagne in der Tagungshalle, Kongress-Anträge zur Unterstützung der Aktivitäten bei Lidl und anderen Discountern und auch in Reden wird die Situation bei Lidl aufgegriffen.
Der wiedergewählte Vorsitzende Frank Bsirske ging in seinem ergänzenden mündlichen Geschäftsbericht auf das Thema ein:
"... was wir bei Lidl kennengelernt haben, das sind immer wieder Verkäuferinnen, die bereit sind, ihr Bestes zu geben, die gern und mit vollem Einsatz arbeiten, die bedauern, dass sie so wenig Zeit für die Kunden haben.
In etlichen Läden gibt es trotz Arbeitsspitzen und ständiger externer Kontrollen echte Teams. Oft gehört die Filialleitung dazu. Viele Gespräche bei Lidl bestätigen: Die Beschäftigten wollen ihre Arbeitsbedingungen mitbestimmen. Sie wollen zu besseren Bedingungen beitragen, in einem Klima ohne Angst.
Sie wollen, dass sie sich ungehindert und unbeobachtet zusammenschließen und die eigene Meinung frei äußern können.
Im Arbeitsleben wird das nicht zuletzt durch das Recht auf freie und ungehinderte Wahl von Betriebsräten, das Rederecht auf Betriebsversammlungen und das Beschwerde- und Anhörungsrecht beim Betriebsrat ermöglicht."
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Zum ersten Mal in der Geschichte der Bio-Kette haben Basic-Beschäftigte einen Betriebsrat gewählt. Die 9 gewählten Beschäftigten aus Münchner Filialen werden noch im September zu einer konstituierenden Sitzung zusammenkommen.
Der Betriebsrat ist die beste Voraussetzung, um ähnlich schlechte Arbeitsbedingungen wie in den Lidl-Filialen zu verhindern. Denn auch wenn ein Mehrheitsaktionär Schwarz-Gruppe zunächst durch vielfachen Protest verhindert werden konnte - endgültig vom Tisch ist eine Übernahme durch das Heilbronner Handelsunternehmen nicht und auch ihr 23%iger Aktienanteil bleibt bestehen.
Mit Bezug auf den verantwortlichen ver.di-Sekretär Orhan Akman heißt es in einer Presseerklärung von ver.di-München zu der erfolgreichen Betriebsratswahl unter anderem: "Als vorrangige Aufgabe sieht Akman die Gefahr von betrieblichen Veränderungen durch die Beteiligung der Lidl-Gruppe und den momentanen tariflosen Zustand bei der basic AG."
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Die Proteste von Kunden und Lieferanten gegen die Mehrheitsübernahme der Biosupermarktkette Basic durch den Schwarz-Konzern (Lidl, Kaufland) waren erfolgreich: Basic hat nun den Verkauf weiterer Aktien an die Neckarsulmer Unternehmensgruppe gestoppt. Der öffentliche Druck sei zu groß geworden, erklärte Basic-Vorstandschef Josef Spanrunft gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
Vor allem die Ankündigung mehrerer Lieferanten, nicht mehr mit Basic zusammenzuarbeiten, dürfte die Entscheidung forciert haben. Auch attac hatte Basic-Lieferanten zum Boykott aufgerufen.
Im Moment ist noch nicht entschieden, ob die Mehrheitsübernahme der Biosupermarktkette durch Schwarz mit dem aktuellen Stopp des Aktienverkaufs endgültig vom Tisch ist.
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Negativschlagzeilen sind den Lidl-Chefs offenkundig gar nicht mehr Schnuppe. Doch statt endlich die Probleme bei den Wurzeln anzupacken betreibt das Neckarsulmer Unternehmen lieber Imagepolitik: So soll laut Lebensmittelzeitung die Agentur BBDO beauftragt worden, für mehrere Millionen Euro Fernsehwerbespots zu produzieren. Die ersten Spots sollen im Spätherbst gesendet werden.
Außerdem ist geplant, eine "europäische Marketingabteilung" in der Lidl-Zentrale zu installieren sowie die Sparte "Non-Food" aufzumöbeln. Für die Projekte zur Imagepolitur zeichnet Thorsten Hermelink verantwortlich - ein Manager, der erst im verganenen Jahr vom Kaffeeröster Tchibo abgeworben wurde.
Für die Lidl-Beschäftigten ändert sich durch solch' teuren Kampagnen jedoch überhaupt nichts. Es bleibt bei Arbeitshetze, Druck und fehlenden Möglichkeiten, Arbeitnehmerrechte wahrzunehmen. Dabei sollte eigentlich auch im Lidl-Management klar sein, dass der beste Weg einer Imageverbesserung noch immer der ist, zufriedene und motivierte Mitarbeiter/innen zu haben!
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"Mit 'SuperAzubi on tour - 2007' setzt LIDL die 2006 in Hamburg gestartete Aktion fort, mit der das Handelsunternehmen den Nachwuchs fördern und auf den künftigen Job vorbereiten möchte. Die Auszubildenden lernen unter realen Bedingungen, worauf es bei der Arbeit im Einzelhandel ankommt: Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und Fairness."
...schreibt Lidl zu der diesjährigen "SuperAzubi"-Tour in München. Über 500 Auszubildende hatten im August für kurze Zeit die Münchner Filialen geleitet und in Teams eingeteilt unter anderem um Auszeichnungen für die beste "Filialpräsentation" oder auch das "Lustigste Projektfoto" konkurriert.
Wir nehmen Lidl beim Wort und fordern Fairness, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein für die Beschäftigten ein - ob das Unternehmen wohl bundesweit bereit ist, den Worten endlich Taten folgen zu lassen?
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Der Einstieg von Schwarz bei der Biosupermarktkette Basic hat Folgen: Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten beliefern das Unternehmen ab 1. September nicht mehr. Der Gründer der Landwerkstätten ist Karl Ludwig Schweisfurth, Vater des Basic-Mitbegründers Georg Schweisfurth. In einer persönlichen Erklärung schrieb Schweisfurth senior am 30. Juli: "Ich bin tief beunruhigt und entsetzt über den Einstieg des Discounters Lidl bei der bekannten Bio-Supermarktkette Basic." Er habe mit den Herrmannsdorfer Landwerkstätten eine Vision verwirklichen wollen, denn hier werde konsequent ökologisch, handwerklich, regional und fair im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten agiert. Ähnlichen Grundsätzen sei auch Basic bei seiner Gründung vor zehn Jahren gefolgt. Mit dem Schwarz/Lidl-Einstieg hätten sich nunmehr andere Interessen durchgesetzt: schnelles Wachstum zu Lasten der Produktqualität und des fairen Umgangs seien nun zu befürchten.
Der Ausstieg ist ein deutliches Zeichen eines nicht ganz unwichtigen Lieferanten! Zum Weiterlesen: www.herrmannsdorfer.de
Ergänzung: Nun hat auch der Biowarenhersteller Denree angekündigt, Basic ab Herbst nicht mehr zu beliefern. Der Streit um den Schwarz-Einstieg inner- und außerhalb des Basic-Vorstands sei für Denree und die Bio-Branche mit unkalkulierbaren Risiken verbunden, hieß es in der Lebensmittel-Zeitung.
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In der ganzen Republik sind Aktivistinnen und Aktivisten in der Lidl-Kampagne aktiv - ehrenamtlich und aus Überzeugung. Sie verteilen Flugblätter, organisieren Informationsstände, besuchen die Beschäftigten in den Lidl-Filialen und unterschützen sie bei der Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte.
Rund 30 dieser ehrenamtlichen Aktivist/innen trafen sich nun am vergangenen Wochenende in Berlin, um über die Erfahrungen ihrer Aktivengruppen vor Ort zu berichten und die weiteren Aktivitäten zu planen. Sie kamen von der Küste und aus dem bayerischen Süden - aus Zwickau und aus dem Ruhrpott.
Gemeinsam diskutierten sie über ihre bisherigen Aktionen und die unzähligen Gespräche mit Verkäuferinnen, Lidl-Kund/innen und Passant/innen. Die Bamberger Lidl-Betriebsrätin Ulrike Schramm-de-Robertis berichtete aus dem Arbeitsalltag in den Discounter-Filialen, von Einschüchterung, Kontrollen und Arbeitshetze.
Aber auch von Verbesserungen wurde berichtet. So hat der öffentliche Druck auf Lidl bereits dazu geführt, dass die Filialleiter angewiesen wurden, sich im Umgangston gegenüber den Filialbeschäftigten zu mäßigen.
Alle Ehrenamtlichen waren sich einig, dass sie mit voller Kraft weiter aktiv bleiben wollen: für das Recht auf die Wahl von Betriebsräten und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Geplant ist unter anderem ein internationaler Aktionstag am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Auch dafür wollen die Teilnehmer/innen des Berliner Treffens weitere Mitstreiter/innen gewinnen.
Alle, die sich in der Lidl-Kampagne engagieren wollen, sind herzlich dazu eingeladen.
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Bio ist angesagt - offensichtlich auch für Lidl-Chef Dieter Schwarz. Wie verschiedene Zeitungen berichten, hat sich die Schwarz-Gruppe nun mit "deutlich unter 20 Prozent", andere Quellen sprechen von exakt 13 Prozent, bei der Bio-Supermarktkette Basic AG, Firmensitz München eingekauft.
Welche Folgen ein solcher Schritt für die künftigen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in diesem Unternehmen, aber auch für die Lieferanten haben wird, darüber kann man im Moment trefflich spekulieren. Sicher verheißt aber die Discounterisierung der Biomärkte nichts Gutes für Produktqualität wie auch Arbeitsbedingungen der dort Beschäftigten. Gerade im Bereich Bioladen galten lange Zeit strenge Kriterien: Exzellente Produktkenntnis und entsprechende Beratungskompetenz des Personals waren ebenso besondere Merkmale wie die Qualitätsanforderungen an die angebotenen Produkte. Sie sollten aus kontrolliertem ökologischen Anbau stammen, aber auch aus der jeweiligen Region und möglichst wenig verarbeitet sein.
In den vielen Bio-Supermarktketten, die sich in den letzten Jahren gewaltig ausbreiten, finden sich jedoch auch ökologisch eher fragwürdige Produkte; Tiefkühlware genauso wie exotische Früchte.
Die Basic AG gehört offensichtlich zu den Bio-Supermärkten, die vor allem auf Expansion und schnelles Wachstum setzen. 1997 gegründet und ein Jahr später mit einem ersten Markt in München gestartet, ist die Kette derzeit bereits mit 22 Märkten in der Bundesrepublik und einem in Österreich vertreten. Bis Jahresende wird die Zahl von 30 Märkten angepeilt.
Laut Lebensmittel-Zeitung vom 23. Juli erklärte Basic-Finanzvorstand Johann Priemeier, dass das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln - der Marktanteil liegt in der Bundesrepublik derzeit zwischen 3 und 4 Prozent - nur durch Bündnisse mit dem traditionellen Lebensmitteleinzelhandel gesteigert werden könne. Dass allerdings die Schwarz-Gruppe der geeignete Partner für eine solch' erwünschte Steigerung ist, darf bezweifelt werden.
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