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David Matrai zum Thema SCHWARZMARKT

"Schwarzmarkt" Nr. 6 erschienen

Rechtzeitig zum 2. ver.di-Bundeskongress, der Anfang Oktober in Leipzig tagte, wurde die neue Ausgabe der Kampagnenzeitung "Schwarzmarkt" fertiggestellt. Alle Delegierte erhielten ein druckfrisches Exemplar.

Aufmacher ist die erfolgreiche Betriebsratswahl in Stuttgart-Feuerbach. Weiterhin wird der internationale Aktionstag gegen die Billig-Discounter und ihre Dumpingpolitik am 10. Dezember angekündigt. Außerdem kommen Promis in der Zeitung zu Wort und es wird geschildert, was sich in einer Bamberger Filiale durch die Wahl einer Betriebsrätin verändert hat.

"Schwarzmarkt" Nr. 6 als Download [pdf, 316 kb]

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Nicole Heroven zum Thema SCHWARZMARKT

Fairness ist geil: Neuer Schwarz-Markt erschienen

Logo Schwarz-Markt \

Die vierte Ausgabe der Lidl-Zeitung von ver.di ist erschienen. Themen sind unter anderem die hohe Zahl von Kündigungen ohne stichhaltige Beweise (siehe auch "Die Pfandnummer" hier im Blog), die neuen Ladenöffnungszeiten, die Aktion "Faire Betriebsratswahlen" und Neues von Lidl aus Europa. Und als Bonbon gibt es eine neue Georg-Dengler-Story von Krimi-Autor Wolfgang Schorlau, in der Privatdetektiv Dengler vor eine schwere Entscheidung gestellt wird...

Hier kann man den Schwarz-Markt 4 als PDF herunterladen. Außerdem gibt es ihn in gedruckter Form natürlich bei ver.di! :-)

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Kampf um den letzten Cent - Schwarz-Konzern steht unter Beobachtung • Kampagne für Menschenwürde im Job

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»Every Lidl hurts«, dichtete jetzt ein britischer Journalist den Titel eines Popsongs um. Der schnelle Vormarsch des Billiganbieters mit seinen bislang 6.000 Filialen in Europa wird auch außerhalb Deutschlands kritisch begleitet. Bald erscheint eine englischsprachige Ausgabe des Schwarz- Buches Lidl der Gewerkschaft ver.di, denn was wirklich noch immer arge Schmerzen verursacht, sind die Arbeitsbedingungen im weiter wild wachsenden Handelsimperium des schwäbischen Unternehmers Dieter Schwarz (65). Das auf willkürlichen Kontrollen und enormer Arbeitshetze gebaute System der Angst wirkt fort; allerdings haben die begründeten ver.di-Vorwürfe einige Änderungen bewirkt.

Aufhorchen lässt ein Insiderbericht, wonach die Neckarsulmer Zentrale des Schwarz-Konzerns alle Verkaufsleiter bei einem Treffen in Fulda auf mehr Freundlichkeit eingeschworen hat: Insbesondere die älteren Beschäftigten dürften nicht mehr so hart angefasst werden und die Arbeitsstunden seien stets korrekt zu erfassen, lautete die Botschaft an die über 500 Verkaufsleiter, die jeweils fünf bis sechs Läden »im Griff« haben. Oder auch nicht. Denn die Quadratur des Kreises gelingt selbst einem so erfolgreichen Unternehmen wie Lidl (geplanter Konzernumsatz inkl. Kaufland: 40 Mrd. Euro) nicht: Faire Behandlung passt nicht zu personeller Unterbesetzung und superharten Produktivitätsvorgaben.

Die »Krawattenträger« (OTon einer Kassiererin) haben noch immer dafür zu sorgen, dass mit einem minimalen Stundeneinsatz maximale Umsätze eingefahren werden. Daran werden sie gemessen. Und die Verkäuferinnen hetzen sich nach wie vor ab, um mindestens 40 Warenscanns pro Minute zu schaffen und die »2+1-Regel« einzuhalten: Wenn sich ein dritter Kunde anstellt, muss eine neue Kasse besetzt werden. Kann dies nicht eingehalten werden, was sehr oft der Fall ist, drohen arbeitsrechtliche Konsequenzen. Das gilt auch, wenn die neuen Waren nicht schnell genug verräumt sind oder aufgrund übertrieben strenger Sauberkeitskriterien Mängel angemahnt werden (siehe »Zahnbürsten- Affäre«).

Das Instrumentarium, um unbequeme oder zu alte oder zu teure MitarbeiterInnen loszuwerden, ist unverändert weit gefächert. Allerdings ist das Vorgehen einiger Vorgesetzter etwas dezenter geworden. Auch die Stunden werden offenbar korrekter erfasst, wenngleich noch immer Pausen- und Arbeitszeiten unter den Tisch fallen.

Dem Konzern ist bewusst, dass er unter ständiger Beobachtung steht. Dennoch steht Lidls Freundlichkeitsoffensive nach außen weiter in krassem Gegensatz zum täglichen Horror für viele Beschäftigte. »Der Druck ist immer noch der gleiche«, gab Anfang Juni eine Zeugin aus dem Schwarz- Buch Lidl zu Protokoll. »Wenn zu viele Stunden verbraucht werden, tobt der VL.« Eine andere Verkäuferin berichtet, dass »Toilettenpausen« von der Arbeitszeit abgezogen werden sollen.

Ähnliche Aussagen gibt es aus allen Landesteilen. ver.di besteht deshalb in ihrer Lidl-Kampagne darauf, dass nicht nur konjunkturell leichte Verbesserungen, sondern dauerhaft menschenwürdige Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden müssen. Ohne Betriebsräte, gegen deren Wahl sich der Schwarz-Konzern weiterhin sträubt, ist das nicht möglich.

Unterdessen ist die Lidl-Debatte um weitere Aspekte angereichert worden. Eingeschaltet haben sich die Globalisierungskritiker von Attac. Sie befassen sich damit, wie Lidl und andere Konzerne »im Kampf um den letzten Cent« gerade auch in den Ländern des Südens soziale und ökologische Perspektiven untergraben. Das Beispiel des aus Brasilien stammenden Orangensaftes, der unter miesesten Arbeitsbedingungen und bei extrem schlechter Bezahlung auf den Plantagen (0,025 Cent pro Liter) hergestellt wird, haben Expertinnen der Nichtregierungsorganisation Weed in einer neuen Untersuchung (siehe Artikel „Global“) aufgegriffen.

Auf kommunaler Ebene haben die Enthüllungen im ersten »Schwarz-Markt«, dass Lidl Lagerflächen ohne Genehmigung zu Verkaufsflächen umwidmet, für Furore gesorgt. Gleichzeitig haben Milchbauern mit Blockaden, die auch Lidl-Läger betrafen, das erpresserische Verhalten gegenüber Zulieferern problematisiert.

ver.di schmiedet Bündnisse, gerade weil Lidls »Kampf um den letzten Cent« nicht nur auf Kosten der Beschäftigten geht. Die Chancen stehen gut für den Ausbau von Netzwerken der Solidarität für Menschenwürde im Job.
ANDREAS HAMANN

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Im übrigen, gegen Lidl wird doch ermittelt - Eine Georg Dengler Story

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Georg Dengler lehnte sich mit dem Rücken gegen die Bar und fühlte sich einsam. Der Sommer war endlich in die Stadt eingezogen, die Hitze staute sich im Talkessel und trieb die Menschen ins Freie. Die Tische vor dem »Basta« waren alle besetzt, aber an der Bar, an der bei normalem Wetter Männer und Frauen eng beieinander standen, war Dengler der einzige Gast.
Wo bleibt Mario?
An dem großen Quertisch im vorderen Teil saßen vier Männer in grauen Anzügen, die aussahen, als seien sie von der gleichen Stange gekauft. Alle hatten die Haare so kurz geschoren, als wollten sie sich an einem Casting für einen Sträflingsfilm beteiligen. Sie trugen eckige, kleine Brillen. Wahrscheinlich, so dachte Georg Dengler, wollten sie ihren Milchgesichtern einen gefährlicheren Eindruck verpassen.

Dengler hätte dieser Gruppe keine Beachtung geschenkt, wenn nicht mitten unter ihnen, an der Längsseite des Tisches, eine Frau von außerordentlicher Schönheit gesessen hätte. Sie hatte ein lebendiges Gesicht, eine kleine Nase, die in einem bezaubernden Bogen himmelwärts zeigte. Hin und wieder strich sie sich mit einer energischen Geste das blonde Haar aus dem Gesicht. Sie trug ein schlichtes hellbraunes Kostüm aus gutem, leichten Stoff. Sie lächelte hin und wieder und strich dann das blonde Haar mit einem solchen Ruck zurück, als könne sie damit die vier Anzugträger los werden.
Er sah auf die Uhr.
Wo Mario nur bleibt?

Er hatte sich mit Mario um halb neun im »Basta« verabredet, und sein Freund war nun schon vierzig Minuten überfällig.
Er ist doch sonst die Pünktlichkeit in Person.
Mario war Georg Denglers bester Freund. Sie waren zusammen in Altglashütten aufgewachsen, einem kleinen Ort im Schwarzwald. Denglers Vater war früh gestorben, Marios Mutter hatte nie geheiratet und sie hatte ihrem Sohn nie verraten, wer sein Vater war. »Ein schöner Italiener «, sagt sie lachend. Mehr nie. Nachdem Dengler seinen Job beim Bundeskriminalamt gekündigt hatte, war er nach Stuttgart gezogen, und dort hatten sich die beiden Freunde wieder getroffen. Dengler eröffnete im Bohnenviertel, direkt über dem »Basta«, ein Büro als privater Ermittler. Mario war Künstler.

In gewisser Weise war Mario Künstler und Lebenskünstler zugleich. Hin und wieder verkaufte er eines seiner großflächigen, in einer Orgie aus Rot-Gelb-Blau gehaltenen Bilder, aber seinen Lebensunterhalt verdient er mit dem »St. Amour«. So nannte er das Einzimmer- Restaurant, das er in seinem Wohnzimmer betrieb. Für siebzig Euro pro Person kochte er die erlesensten Menüs, die in Stuttgart zu bekommen waren. Sein Wohnzimmerrestaurant galt als Insidertipp der Künstlerszene. Doch in den letzten beiden Monaten waren die Buchungen zurückgegangen, das Geld wurde knapp und Mario nahm eine Arbeit in einem Lidl- Markt an. Nach Arbeitsschluss hatten sie sich im »Basta« verabredet, doch Mario war immer noch nicht erschienen.

Georg Denglers Blick wanderte zurück an den Tisch mit der blonden Frau. Sie redete auf die vier Männer ein, aber Dengler konnte sie nicht verstehen. Zu seiner Ausbildung als Zielfahnder beim Bundeskriminalamt hatte auch Lippenlesen gehört. Er versuchte es, aber die Frau saß in einem ungünstigen Winkel: Er sah ihre Lippen nur von der Seite. Doch ein Wort identifizierte er exakt: Prozess. Sie sprachen über einen Prozess. Das Gerichtsviertel lag gegenüber. Von dort musste sich die Gruppe in das anrüchige Bohnenviertel verirrt haben.
Ob Mario unsere Verabredung vergessen hat?
Der kahlköpfige Kellner sah ihn an, und Dengler nickte. Er goss Georg ein neues Glas Grauburgunder ein und stellte es vor ihn auf den Tresen.
»Georg, es ist eine solche Schweinerei«.
Mario polterte in die Bar.
Sein Gesicht war grau, seine Jeans und das T-Shirt völlig staubig. Er stellte sich schwer atmend neben Dengler und der kahlköpfige Kellner brachte auch ihm ein Glas frischen Grauburgunder.
In diesem Augenblick sah die blonde Frau zu ihnen hinüber, und Georg Dengler blickte in die strahlendsten blauen Augen die er je gesehen hatte.
»Diese Schweine«, sagte Mario laut und trank einen Schluck Wein. »Vorsicht, es ist eine Staatsanwältin «, sagte der Kellner leise zu Dengler.

»Weißt du, was sie gemacht haben?«, fragte Mario.
Dengler schüttelte den Kopf. »Sie haben uns nach der Arbeit abgefangen. Regelrecht aufgelauert.«
»Wer? Neonazis?«
»Quatsch. Der Verkaufsleiter, der Bezirksleiter und einer seiner Adjutanten. Ich musste meine Tasche ausleeren. «
Er zeigte auf die Jutetasche, die er um die Schulter trug.
»Und eine Kollegin musste ihr Auto ausräumen. Als wären wir Schwerverbrecher.«
Aus den Augenwinkeln sah Dengler, dass die vier Männer an dem großen Tisch bezahlten.
Mario sagte: »Dabei betrügen die uns ohnehin schon. Überleg mal: Um 20 Uhr wird der Laden abgeschlossen, danach wird der Markt geputzt, die Kassen werden abgerechnet, Sonderartikel für den Folgetag gerichtet. Dafür bekommen wir eine halbe Stunde Vergütung. Diese Zeit hat aber noch nie gereicht, seit ich dort arbeite. Gibt es dann eine größere Differenz beim Abrechnen oder ist die Alarmanlage kaputt, dann sind wir auch schon mal bis 21.30 Uhr im Laden oder auch bis um 22 Uhr. Ohne je einen Cent dafür zu sehen.«
Mario redete sich in Rage. Am großen Tisch standen die vier Männer und die schöne Staatsanwältin auf.
»Das gleiche Spiel läuft morgens vor Ladenöffnung«, sagte Mario, »Wenn der Laden um halb neun öffnet, beginnt die bezahlte Arbeitszeit um 7.30 Uhr. Aber niemand schafft das in der Zeit: Obst und Gemüse fertig machen und die Backwaren. Die meisten sind schon zwischen sechs und halb sieben im Laden. Unbezahlt. Und dann kontrollieren sie uns wie Sträflinge.«
Die vier grauen Anzüge gingen an ihnen vorbei zur Ausgangstür. Die blonde Frau strich die Haare aus dem Gesicht und folgte ihnen. Als sie auf gleicher Höhe mit ihnen war, sah Dengler ein zweites Mal direkt in diese zauberhaften blauen Augen.
Wenn sie jetzt an uns vorbei geht, sehe ich sie nie wieder.
»Erzähl das doch alles mal der Frau Staatsanwältin«, sagte er zu Mario.
Der schoss herum.
»Wer ist hier eine Staatsanwältin«, fragte er laut.
»Ich«, sagte die Frau und wollte an ihm vorbei.
»Das ist gut«, sagte Mario, »das ist verdammt gut.«

Er beugte sich zu ihr vor und erzählte ihr seine Geschichte. Dengler gab dem kahlköpfigen Kellner ein Zeichen und der schenkte drei Gläser Grauburgunder ein. Es wurde ein netter Abend. Es sei klar: Niemand dürfe ohne seine Zustimmung von Vorgesetzten durchsucht werden, auch nicht der persönliche PKW, erklärte ihnen die Staatsanwältin. Aber sie sei nicht zuständig für Marios Ärger mit seinen Vorgesetzten, es läge kein öffentliches Interesse vor. Was man tun müsse, damit die Staatsanwaltschaft eingreife, fragte Mario. Ich benötige einen begründeten Anfangsverdacht, dass eine Straftat begangen wurde, sagte sie.

»Und Diebstahl«, schrie Mario, »und Freiheitsberaubung und was noch alles wo sonst noch mit uns machen«. Doch Dengler verlor sich in diesem maritimen Blick. Immerhin kannte er nun ihren Namen: Maria Gerlach.

Der nächste Tag war ein Sonntag. Dengler frühstückte mit Mario in der Espressobar. »Du bist doch Schnüffler «, sagte Mario, »kannst du nicht einen begründeten Anfangsverdacht beschaffen?«

»Daran habe ich auch schon gedacht «, sagte Dengler und sah Maria Gerlachs himmelblaue Augen vor sich.

Am Montagabend stand er vor der Filiale in der Stuttgarter Innenstadt. Die Angestellten waren gegen 21 Uhr nach Hause gegangen. Nur der Filialleiter räumte noch eine Stunde im Laden. Als er den Markt kurz nach zehn Uhr abschloss, sprach Georg Dengler ihn an.

»Ich bin von einer Managementagentur. Wir suchen Führungskräfte aus dem Einzelhandel. Darf ich Sie zu einem Glas Wein einladen?«

Kurz danach saßen sie im »Vetter«. Dengler bestellte zwei Grauburgunder. Er bat den Mann von seiner jetzigen Tätigkeit zu erzählen. Es war, als habe er mit einer Nadel in einen mit Wasser gefüllten Luftballon gepickt.

»Ich würde diese Firma sofort verlassen «, sagte er. Dann erzählte er: »Ich habe vor zwei Jahren mein Studium der BWL abgeschlossen und bin bei meiner Stellensuche bei dieser Firma gelandet. Auf meine Bewerbung als Führungsnachwuchskraft wurde ich zu einem Gespräch in die Vertriebsgesellschaft in Alzenau eingeladen. Gruppengespräch mit acht Bewerbern! Wir wurden mit den Regeln der Firma bekannt gemacht. Mitarbeiter klauen mehr als Kunden. Wir wurden angewiesen, die Taschen und Jacken der Mitarbeiter zu kontrollieren, die PKWs zu durchsuchen und unangemeldete Hausbesuche zu machen und nach Waren der Firma Ausschau zu halten. Falls es dabei zu Problemen käme, würden die Mitarbeiter in eine andere, räumlich sehr weit entfernte Filiale versetzt. Testkäufe bei Mitarbeitern und Abendkontrollen, bei denen man sich hinter einer Hecke versteckt und auf die eigenen Mitarbeiter wartet, wurden angeordnet. Bei der Personalauswahl seien insbesondere alleinerziehende Mütter vorzuziehen, weil diese aufgrund ihrer Lebenssituation ‚keine Anreize’ hätten, sich gegen unbequeme Anordnungen zu wehren«.

Der Mann schwieg erschöpft. Georg Dengler klopfte ihm auf die Schulter und bezahlte den Wein. »Das ist alles sehr schlimm, aber es ist kein dringender Tatverdacht – für welche Straftat«, sagte Maria Gerlach, der Dengler diese Geschichte am nächsten Tag erzählte. Mit der schon fast vertrauten Geste strich sie sich das Haar aus dem Gesicht.

»Und... reicht es für ein Abendessen «, fragte er. Sie sah ihn an und lächelte.

Georg Dengler hörte sein Herz rumoren.

»Ja, dafür reicht es«, sagte sie, und sein Herz beruhigte sich sofort.

Am Abend zeigte Mario ihm die Bilder, die er mit seiner Digitalkamera im Laden gemacht hatte. »Die haben nachts den Laden erweitert«, sagte er. Auf den Bildern sah man einen Mauerdurchbruch. Ein angrenzender Raum war in Ladenfläche verwandelt worden. »Ich kümmere mich drum«, sagte Dengler. Am nächsten Tag überprüfte er die Baugenehmigung. Der Markt durfte zum Schutz der anderen Einzelhändler nicht mehr als 699 qm groß sein. Nach dem Umbau würde er auf mehr als 800 qm kommen. Dengler steckte die Bilder in einen Umschlag und schickte sie zu Maria Gerlach.

Es wurde ein schöner Abend. Die Hitze hatte die Stadt noch nicht verlassen und sie hatten auf der Terrasse des »Vinum« am Literaturhaus vorzüglich gegessen. Dann brachte Georg Dengler Maria nach Hause. »Danke für den schönen Abend«, sagte sie nach dem ersten Kuss und wandte sich zur Haustür. Dann kam sie zurück, küsste ihn erneut und flüsterte ihm ins Ohr: »Im übrigen, gegen Lidl wird doch ermittelt. Und jetzt komm mit«.
WOLFGANG SCHORLAU

Die Geschichte und die handelnden Personen sind frei erfunden. Die Dialogpassagen von Mario und dem Marktleiter sind jedoch Originalzitate aus E-Mails von Lidl-Beschäftigten als Reaktion auf das Schwarz-Buch Lidl. Die illegale Erweiterung des Lidl- Marktes bezieht sich auf mehrere bekannt gewordene Fälle in Herne (WAZ 20.1.2005).

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Die Aufrechten von Tegernsee - »David gegen Goliath«: Bewohner verhindern per Bürgerentscheid die Ansiedlung eines Lidl-Marktes

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Ein klassischer Kampf »David gegen Goliath« hat sich Anfang des Jahres im bayerischen Städtchen Tegernsee abgespielt: BewohnerInnen des Touristenortes wehrten per Bürgerentscheid die Ansiedlung eines Lidl-Marktes ab. Die guten Argumente der Bürgerinitiative setzten sich bei der Abstimmung am 10. April gegen eine groß angelegte Anzeigenkampagne des Discounter-Riesen durch.

Eigentlich waren sich in Tegernsee BürgerInnen, Gewerbetreibende und PolitikerInnen einig, dass das seit mehr als zehn Jahren brach liegende Gelände der früheren Hotelfachschule einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden sollte. Als jedoch Lidl 2,5 Millionen Euro für das Grundstück bot, waren Bürgermeister und Stadträte schnell bereit, den Bebauungsplan für eine Discounter-Ansiedlung zu ändern.

»Den Politikern ging es um den Verkaufserlös, der für fragwürdige Investitionsprojekte eingesetzt werden sollte«, sagt Max Stühler von der Bürgerinitiative gegen die Lidl-Ansiedlung. So habe die Verwaltung ein Schwimmbadprojekt für mehr als 5 Millionen Euro geplant. Wenig plausible Antworten kamen aus dem Rathaus auf die Frage nach Sinn und Nutzen einer Lidl-Ansiedlung in Tegernsee. Angesichts eines vorhandenen Discounters (Plus) und eines im November 2004 eröffneten Edeka-Supermarktes hätte sich auch schwerlich die von Lidl konstatierte »Versorgungslücke « untermauern lassen.

Die Bürgerinitiative und ihre AnhängerInnen machten eine nüchterne Rechnung auf: »Ein Lidl-Arbeitsplatz kostet drei Arbeitsplätze im Fachhandel«, stellte Brigitte Jennerwein, die Vorsitzende des Gmunder Gewerbeverbandes, fest. Auch über die Qualität der Lidl- Arbeitsplätze dürfe sich niemand Illusionen machen, betonten die Vertreter der Bürgerinitiative und wiesen auf ihrer Homepage (www.kein-lidl-in-tegernsee.de) auf das »Schwarz-Buch Lidl« sowie ver.dis weblog zu Lidl hin.

Dass zudem ein Gebäude im Lidl-Stil nicht ins Ortsbild einer vom Fremdenverkehr abhängigen Stadt passt, dass die Ansiedlung des Discounters erhebliche Verkehrsprobleme produziert hätte und sich die Stadt die Chance zur Entwicklung des letzten größeren Grundstücks genommen hätte – dies alles machten die Gegner der Lidl- Ansiedlung vor dem Bürgerentscheid bekannt.

Lidl »konterte« mit täglichen Anzeigen in der örtlichen Presse: Die Argumente beschränkten sich im Wesentlichen zwar auf Behauptungen, etwa die, dass es keine Verkehrsprobleme geben werde, dass Bedarf nach einem Discounter bestehe oder dass Lidl »krisensichere Arbeitsplätze« schaffe. Doch einen Teil der Tegernseer schien die Kampagne zu beeindrucken. Schließlich ging der Bürgerentscheid denkbar knapp aus: Mit 51,48 Prozent setzten sich die Lidl-Gegner durch. »Leider sind wir damit nicht am Ende«, sagt Max Stühler. Beim Bürgerentscheid wurde formal über den Erhalt des alten Bebauungsplans – der die Ansiedlung einer Hotelfachschule vorsieht – abgestimmt; somit müsste die Stadt nun entsprechende Investoren finden. »Oder aber Politiker und Bürger suchen gemeinsam nach sinnvollen Entwicklungsmöglichkeiten für das Gelände«, so Stühler. Bisher machten Bürgermeister und Stadtrat keine Anstalten, auf potentielle andere Investoren zuzugehen. So besteht weiter die Gefahr, dass Lidl nach einem Jahr doch zum Zuge kommen könnte, sofern innerhalb dieser Frist kein anderer Investor den Zuschlag erhält. »Wir machen auf jeden Fall weiter«, sagt Stühler. Aus dem Kern der Bürgerinitiative heraus soll sich ein Kreis interessierter Tegernseer zusammenschließen, der Ideen zur weiteren Vorgehensweise entwickeln wird.
GG

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Plakat „Das Prinzip Lidl – Billig durch Ausbeutung“

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Klaus Staeck (67), der das Plakat „Das Prinzip Lidl – Billig durch Ausbeutung“ entworfen hat, gestaltet seit den frühen 1960er Jahren Plakate, Postkarten, Collagen und Objekte. Er arbeitete unter anderem gemeinsam mit Joseph Beuys und Gerhard Steidl. Seine Arbeiten wurden mit vielen nationalen und internationalen Kunstpreisen ausgezeichnet. 1972 wurde Staeck erstmalig einem größeren Publikum bekannt mit seinem Plakat »Deutsche Arbeiter, die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen«. Seine politischen Plakate polarisieren und provozieren. Oft sind sie Teil von Aktionen.

BESTELLUNG
Das Plakat kann schriftlich bestellt werden bei:
IVB Direktmarketing GmbH
z. Hd. Kerstin Lange
Ruhweg 21
D-67307 Göllheim
Fax: 0 63 51 - 12 52 83
E-Mail: verdi@ivb-gmbh.de
Artikel-Nr. 2301-04-1180101
Preis pro Plakat: 5 Euro, zzgl. Versand.

KONTAKT
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie weitere Informationen über die Lidl-Kampagne von ver.di wünschen oder sich engagieren wollen:
ver.di-Bundesverwaltung
Lidl-Kampagne
Fachbereich Handel
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
lidl-aktion@verdi.de

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Die Zahnbürsten-Affäre - Menschenverachtender Umgang

Die Kundin war geschockt. Seit 20 Jahren kaufte sie bei Lidl ein, war zufrieden mit ihrem Laden im Raum Heilbronn und jetzt das: »Umso erstaunter – und letztlich auch entsetzter – war ich, als ich bei einem Einkauf am 18. April feststellen musste, dass im Bereich der Kühltheken eine Mitarbeiterin auf dem Boden lag und mit der Zahnbürste den Übergang zwischen Tiefkühltruhe und Fliesen schrubbte », schrieb sie an ver.di. Und weiter: Ein derart menschenverachtender Umgang mit den Beschäftigten müsse öffentlich gemacht werden, eventuell im nächsten »Schwarzbuch«.

Ein Einzelfall? ver.di hat mehrere solcher Fälle dokumentiert, denn Lidl-Verkaufsleiter achten in höherem Auftrag penibel auf Sauberkeit und üben entsprechenden Druck aus. Neben Arbeitshetze, Pausenklau und »geschenkter» Mehrarbeit gehört auch das zu den menschenunwürdigen Bedingungen, die ver.di mit der Lidl-Kampagne bekämpft.

Gerade in Heilbronn, der Heimatstadt von Konzernchef Dieter Schwarz wird Kritik an Lidl leicht zum Politikum. Hier wie in Schwäbisch- Hall gingen die Redner bei den Mai-Kundgebungen auf die »Zahnbürstenaffäre« ein und forderten ein Ende skandalöser Arbeitsbedingungen. Am 28. Mai gab es in Heilbronn auf dem zentralen Platz einen Info-Stand der Gewerkschaft zu den Arbeitsbedingungen bei Lidl. Von dort aus starteten dann Fahrrad- und Filialtouren von Lidl-Paten.
AHA

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Lidl-Paten und Netzwerke - Auswirkungen der Billigpolitik bringen längst nicht mehr nur Gewerkschafter in Rage

Vernetzung: Wie in Nord und Süd soziale und Umweltstandards attackiert werden, diskutieren am Beispiel von Lidl ver.di, engagierte Kirchenleute, Attac-Netzwerker und entwicklungspolitische Initiativen.

Attac, kirchliche Gruppen, Künstler, Frauengruppen, globalisierungskritische und sozial engagierte Menschen haben mit ver.di Kontakt aufgenommen. Sie haben Lidl und »Billig auf Kosten der Beschäftigten» auf ihre Agenda gesetzt und zeigen, wie vielschichtig dieses Phänomen ist.

In den letzten Monaten gab es an vielen Orten Diskussionsveranstaltungen, in denen engagierte Menschen allen Gesellschaftsbereichen eigene Ziele und Handlungsmöglichkeiten für sich ausgelotet haben. Sie begleiten die Lidl-Kampagne von ver.di jeweils auf eigene Art und Weise, mit eigenen Fragestellungen und Zielen und stellen sie so auf eine breitere Basis. Was sie mit ver.di verbindet, ist neben den globalen Aspekten der Discountesierung der Fokus auf die Betroffenen vor Ort. In zahlreichen Aktionen unterstützen etwa Attac-Gruppen und kirchlich Engagierte die Lidl-Beschäftigten dabei, ihre Rechte zu verteidigen.

Im Rheinland betreibt der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Aufklärungsarbeit – sowohl in Gemeinden, als auch in direkter Zusammenarbeit mit ver.di. In Duisburg haben Mitglieder des KDA zu einem Politischen Nachtgebet eingeladen. Zahlreiche Interessierte diskutieren nun regelmäßig über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Billig-Politik der Discounter und die Möglichkeiten jedes Einzelnen, die dadurch ausgelöste Abwärtsspirale zu stoppen.

In Süddeutschland schmiedet die katholische Betriebsseelsorge ein Bündnis zur Unterstützung der Lidl- Beschäftigten. Es soll denjenigen den Rücken stärken, die versuchen, in ihrer Filiale eine Interessenvertretung zu wählen.

In Berlin ist es die Evangelische Arbeitnehmerschaft, die rege die Aktionen von ver.di unterstützt. Ihre Mitglieder nehmen an Patentreffen teil und besuchen gemeinsam mit ver.di-Aktiven Lidl-Filialen.

Einen Bündnispartner aus dem Kulturbereich hat ver.di in Düsseldorf gefunden. Das Kulturzentrum ZAKK hat im Mai eine Schwarz- Buch-Lesung mit Autoren und Gästen von ver.di veranstaltet und gleich im Anschluss ein Aktionsbündnis zur Unterstützung von Lidl-Beschäftigten in Düsseldorf gegründet.

Auf zahlreichen Tagungen gab es in den letzten zwei Monaten Veranstaltungen und Workshops rund um das Thema Discountesierung. So auf dem Evangelischen Kirchentag Ende Mai in Hannover, wo ein Workshop unter dem Titel »Bread and Roses» statt fand, der die Arbeitsbedingungen speziell von Frauen bei Lidl in den Mittelpunkt stellte. Obwohl die Diskussion recht wenige Beteiligte hatte, ergaben sich sehr interessante Vorschläge. So regte ein Teilnehmer ein Gütesiegel für Handelsunternehmen an, das diesen u.a. die Einhaltung menschenwürdiger sozialer Standards im Umgang mit den Beschäftigten bestätigt. Eine Lehrerin aus Heidelberg wird im Gesellschaftskunde- Unterricht Lidl und das Discounter- Thema »Billig hat Folgen«behandeln. Es sollte in den einzelnen Bundesländern auch in die LehrerInnen- Qualifizierung eingebaut werden, schlug sie vor.

Teilnehmer der globalisierungskritischen Tagung »McPlanet» Anfang Juni in Hamburg erörterten in einem gemeinsamen Workshop von Weed, Attac und ver.di die globalen Folgen des Siegeszuges der Discounter, mögliches Konsumentenverhalten und Alternativen. Im Juli schließlich wird die Thüringer Bürgerinitiative gegen Billiglohn auf dem Sozialforum in Erfurt verschiedene Aktionen zum Thema Lidl starten.
NICOLE HEROVEN

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Schwarz-Markt: Die Zeitung zur Kampagne!

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Wie schon angekündigt und hier mehrfach besprochen: Alle wichtigen Artikel des 'Schwarz-Markt' hier im Blog!

Hier gibt es den ganzen 'SCHWARZ-MARKT als PDF!

Download...

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Bernd Steinmann zum Thema SCHWARZMARKT

Was geht mich denn Lidl an? Geheimnisvoller Handelsriese wurde entzaubert / ver.di-Kampagne: Mitmachen erwünscht!

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Viele reden schon davon: Die Gewerkschaft ver.di attackiert die milliardenschwere Handelsgruppe des deutschen Unternehmers Dieter Schwarz und beleuchtet skandalöse Arbeitsbedingungen bei Lidl und Kaufland. Das geschieht in einer Weise, die für öffentliches Aufsehen und hektische Nervosität bei den Konzernlenkern sorgt.
Wie eine mediale Bombe sei das »Schwarz-Buch Lidl« mit entlarvenden Zeugenaussagen aus dem Innenleben des Konsumgiganten (40 Mrd. Jahresumsatz in Europa) eingeschlagen, meinen viele hiesige Kommentatoren. Kritische Schlagzeilen und Berichte zur Schwarz-Gruppe gibt es auch in Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Finnland und anderen europäischen Ländern.

Das Prinzip »Billig auf Kosten der Beschäftigten«
ist in Verruf geraten. Der geheimnisvolle Handelsriese, der nach wie vor auf unbezahlte Arbeitszeit und Einschüchterung setzt, wurde ein Stück weit entzaubert. Zur Debatte stehen auch die Verhältnisse bei Aldi, Norma, Schlecker und anderen Discountern. »Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf Lidl, wollen aber auch die anderen Billiganbieter in die Pflicht nehmen«, lautet das Credo der gewerkschaftlichen Task Force um die 37-jährige ver.di-Frau Agnes Schreieder.

Der Plan ist plausibel, klingt bestechend einfach, erfordert aber großes Engagement und sehr viel interne und externe Hilfe: Weitere Aufklärung vor Ort über Missstände bei Lidl; Filialbesuche und regelmäßiger Kontakt zu den meist weiblichen Beschäftigten; Patenschaften von ehrenamtlichen Aktiven und Prominenten für Belegschaften, die Betriebsräte wählen wollen. Schon jetzt steht das Unternehmen unter Beobachtung. Das weiß man auch in der Neckarsulmer Zentrale.

Zur Lidl-Kampagne von ver.di gehört es, soziale Netzwerke in Städten und Kommunen zu knüpfen: Egal, ob die Stadtverordnete, der Pfarrer, die Gewerkschafterin, das Mitglied der Erwerbsloseninitiative oder eben Eva-Normal-Verbraucherin – sie alle können mit dafür sorgen, dass Lidl nicht länger eine fast flächendeckend betriebsrats- und demokratiefreie Zone bleibt. Spätestens an dieser Stelle stellt sich für viele die Frage »Was geht mich denn Lidl an?« Darauf gibt es viele Antworten. Hier ist eine: Ja, es geht jetzt in erster Linie um Lidl und die Discounter. Aber ver.di greift damit gleichzeitig eine wirtschaftsliberale Logik an, die darauf abzielt, dass unter dem Motto »Billig und immer billiger « die Sozialstandards im Handel und vielen anderen Branchen weiter abgebaut und völlig zerschlagen werden.

Und wir setzen der wachsenden sozialen Kälte in dieser Gesellschaft praktische Solidarität entgegen. Unser Slogan ist »Menschen handeln«. Mitmachen dringend erwünscht!


Hier gibt es den ganzen 'SCHWARZMARKT' als PDF!

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