Montag 31. Januar 2005
Bernd Steinmann zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE
Liebe Leute, das Thema „Testkäufe“ wir hier ja intensiv diskutiert. Das ist auch gut so.
Ich will mal ein paar Aussagen zusammen fassen:
Nina hat einen Testkauf als Kundin beim PLUS erlebt. Sie schreibt: „Der Kassierer wurde vor den wartenden Kunden runtergeputzt .“ Die „Testklauerin“ hatte, so berichtet Nina, „unter 200 Dosen Katzenfutter irgendwas versteckt“. Sehr geschickt, meine ich. Oder?
Angelo hat sich mit der Frage der „Testkäufer“ intensiv beschäftigt. Er hält die Diskussion für „Schwachsinn“ . Er schreibt: „Testeinkäufe gibt es seit 50 Jahren überall im Handel! Auch bei allen Gewerkschaftsbetrieben wie co op war das eine Selbstverständlichkeit.“
Andreas, der Autor des Schwarzbuchs, stellt in seinem Beitrag die Diskussion wieder auf die Füße. Er schreibt:
„Es geht bei unserer Kritik nicht allgemein um Testkäufe.
Es geht um Testkäufe, die systematisch genutzt werden, um Leute mürbe zu machen und loszuwerden.
Es geht um Testkäufe, bei denen Waren so geschickt versteckt werden, dass sie nicht oder kaum gefunden werden können.
Es geht um Testkäufe, die angeblich oder tatsächlich durchgeführt wurden und deren Resultate völlig willkürlich und nicht nachprüfbar erst Tage später bekanntgegeben werden.
Und es geht um Testkäufe, zu denen Lidl-Beschäftigte aus anderen Filialen oder sogar aus der eigenen Filiale genötigt werden.
Die Kolleginnen bei Lidl sollen in einem Wahnsinnstempo scannen, gleichzeitig penibel die Einkaufswagen kontrollieren, 100 % freundlich sein und dafür sorgen, dass nicht mehr als drei Kunden an der Kasse stehen. Das ist die Quadratur des Kreises, zumal die Filialen sehr oft völlig unterbesetzt sind.
Und zum Argument "fast immer bestens bedient bei Aldi und Lidl". Wie soll das denn gehen? Ich weiß aus hunderten Gesprächen, dass Lidl-Beschäftigte gerne bedienen und beraten würden, aber wegen der Zeitvorgaben an den Kassen und bei der Warenverräumung dafür fast nie Zeit haben. Alles wieder nur Einzelfälle?“
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Freitag 28. Januar 2005
zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE
Letzte Woche habe ich ja mit Schlecker-Kolleginnen ein Seminar gemacht. In dieser Woche war ich mit den Kolleginnen des Schlecker Gesamtbetriebsrates zusammen. Da habe wir natürlich auch über diesen Blog gesprochen. Was kann an Unterstützung gegeben werden? Wo und was haben die Betriebsrätinnen bei Schlecker erreicht. Es ist doch schon was geschehen und eins ist klar: Nur durch Betriebsräte können die Arbeitsbedingungen bei Schlecker dauerhaft verbessert werden. Betriebsräte können Filialleitungen (bei Schlecker heißen die „Verkaufsstellenverwaltung“) und Verkäuferinnen unterstützen, wenn es um bessere Besetzungen und faire Behandlung geht.
Wir haben zum Beispiel in vielen Tarifverträgen, die für alle ver.di-Mitglieder bei Schlecker Rechtsanspruch sind, gute Regelungen zu Arbeits- und Freizeitsystemen. Dadurch kann z.B. eine 5-Tage Woche sichergestellt werden, ebenso die Erfassung von Vor- und Nacharbeitszeiten. Aber es geht auch um Arbeitszeit- und Pausenplanung sowie Mehrarbeit.
Besonders interessant ist für viele Teilzeitbeschäftigte der Rechtsanspruch auf Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit für den Fall, dass sie über längere Zeit immer wieder Mehrarbeit geleistet haben. Betriebsräte können Betriebsvereinbarungen dazu verhandeln, Beschäftigte informieren und sie unterstützen, diese Rechtsansprüche gegenüber der Bezirks- und Verkaufsleitung durchzusetzen.
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zum Thema AKTIONEN
In E-Mails und Briefen an ver.di und auch in persönlichen Gesprächen wird von heimlichen Video-Aufzeichnungen berichtet. Auch deswegen zeichnete eine Jury, der neben dem Verein FoeBuD die Liga für Menschenrechte, die Vereinigung für Datenschutz und der Chaos Computer Club angehören, den Lidl-Eigentümer Dieter Schwarz 2004 mit dem BigBrotherAwards aus.
Viele Leute wissen wenig über die rechtlichen Bestimmungen von Videoüberwachungen. Da trifft es sich gut, dass jetzt die Kolleginnen und Kollegen der BTQ, diese Abkürzung steht für "Beratungsstelle für Technologiefolgen und Qualifizierung im ver.di Bildungswerk im Lande Hessen e.V.", sich mit mir in Verbindung gesetzt haben. Sie schlagen vor, dass BTQ am 10. und 17. Februar 2005 je von 15:30 bis 17:30 Uhr eine Hotline zum Thema Videoüberwachung zu schalten. Ich finde das Angebot super spannend. Die Hotline werden wir machen. Die Telefonnummer gebe ich noch bekannt.
Zur rechtlichen Bewertung schreiben die BTQlerInnen:
„Das Bundesdatenschutzgesetz untersagt ausdrücklich die heimliche Videoüberwachung oder Aufzeichnung. Nur unter bestimmten Umständen, beispielsweise bei einem konkreten Verdacht darf der Arbeitgeber Videokameras installieren. Keinesfalls reichen Angaben über Inventurdifferenzen im Konzern oder in Filialen bundesweit als Begründung für Videoüberwachung aus. Betriebsräte helfen, den Persönlichkeitsschutz sicherzustellen und heimliche Überwachung auszuschließen: wenn es einen Betriebsrat gibt, darf der Arbeitgeber grundsätzlich nur mit Zustimmung des Betriebsrates Videokameras installieren. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat erst im Juni 2004 entschieden: "Die dauerhafte Videoüberwachung einer Belegschaft ist unzulässig." (BAG, 1 ABR 21/03). Im strittigen Fall stand das Postgeheimnis im Vordergrund. Allerdings ist diese Entscheidung auch auf den Einzelhandel anwendbar.“
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Bernd Steinmann zum Thema WIR SCHREIBEN HIER
Der Lidl-Blog ist jetzt einen Monat online. Es gibt 30 Artikel und über 180 Kommentare. Bis heute (28. Januar 2005, 13:00 Uhr) haben sich 17 500 (Visits) UserInnen im Blog umgeschaut. Ich finde das riesig. In den Kommentaren geht es nicht nur um Lidl. Es geht auch um Kaufland, Aldi, Schlecker, Rewe usw. Agnes Schreieder war diese Woche bei der Sitzung des Gesamtbetriebsrates Schlecker. Dort hat sie über diesen Blog berichtet.
In diesem Tagen haben die über 2,3 Millionen ver.di-Mitglieder ihre Mitgliederzeitung PUBLIK in den Briefkästen. PUBLIK hat das Lidl-Thema auf die erste Seite genommen, gut so. Ein weiterer Artikel folgt im Blatt. Franziska Wiethold, im ver.di-Bundesvorstand für Handel zuständig, nimmt im Blatt in einem Kommentar Stellung. Ein weiterer Artikel steht auf den Seiten der Regionalausgabe Berlin-Brandenburg. Dadurch wird das Thema Lidl in die ver.di-Mitgliedschaft getragen.
Agnes und Andreas Hamann, Autor des Lidl-Schwarzbuchs, haben heute ein Gespräch mit einem Journalisten der Wochenzeitung „Die Zeit“ geführt. Es ist also auch dort mit einem Artikel zu rechnen.
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Mittwoch 26. Januar 2005
zum Thema WIR SCHREIBEN HIER
Was ist „böse“ daran zu kontrollieren, ob Handzettelverteiler die Lidl-Werbung auch tatsächlich in die Briefkästen und nicht in die nächstbeste Mülltonne werfen?, wurde ins Weblog eingetragen. Ich frage zurück: Warum schafft es Lidl nicht, seine MitarbeiterInnen – also auch die Handzettelverteiler – positiv zu motivieren? Oder auch: Welcher „Geist“ steckt dahinter, x-beliebige BürgerInnen für „harmlose“ Spitzeldienste mit Warengutscheinen zu entlohnen?
Kontrolle soll sein, aber kosten darf sie möglichst so gut wie nichts. Und noch anders gesagt: Wenn Lidl es nicht schafft, seine Werbezettel an die Leute zu bringen – vielleicht auch deshalb, weil sehr, sehr viele Menschen sich mit entsprechenden Aufklebern vor Werbesendungen zu schützen versuchen –, dann muss das Unternehmen neue Ideen entwickeln, für Produkte und Preise zu werben. Schlecht bezahlten Handzettelverteilern den Schwarzen Peter zuzuschieben – das ist mehr als schäbig.
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Dienstag 25. Januar 2005
Bernd Steinmann zum Thema PRESSESTIMMEN
Spiegel online schreibt, dass ver.di daran denkt, in einem weiteren Schwarzbuch die Situation im europäischen Ausland zur Sprache zu bringen.
Zum Artikel
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Samstag 22. Januar 2005
zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE
Ein Kollege berichtete mir, dass er aus der Arbeitslosigkeit heraus im Herbst 2004 in ein mehrwöchiges Praktikum bei Lidl vermittelt wurde (das Lidl natürlich keinen Cent kostete). Danach erhielt er einen befristeten Vertrag, ackerte in der Vorweihnachtszeit und bis knapp über den Jahreswechsel. Dann war er schnell wieder draußen, weil der Vertrag nicht verlängert wurde. Es gab sogar eine Begründung: Angeblich hatte er zwei Testkäufe nicht bestanden. Wann die genau stattgefunden haben sollen, das wurde ihm nicht gesagt.
Wer hat auch solche Erfahrungen gemacht? Und: Wieviel Geld spart Lidl wohl auf diesem Weg zu Lasten der "Arbeitsagenturen"?
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Freitag 21. Januar 2005
zum Thema WIR SCHREIBEN HIER
21. Januar 2005: Vielfach wurde hier im Blog auf die Arbeitssituation bei anderen Discountern hingewiesen. Das ist auch gut so.
Diese Woche war ich also in Sachen Schlecker unterwegs. Bundesweit gibt es in den Schlecker-Filialen bislang nur 85 Betriebsrats-Gremien. 330 wären möglich.
Die Betriebsräte, die es gibt, brauchen Mut, Kraft und Ausdauer. Mit über 30 Schlecker-Betriebsrätinnen ging es in unserem Seminar vor allem um Möglichkeiten, bessere Besetzungen und Arbeitszeiteinteilungen in den Filialen durchzusetzen. Schlecker lässt sich immer wieder was Neues einfallen. In Filialen ohne Betriebsräte läuft es weitaus schlechter.
Verkäuferinnen in Schlecker-Filialen erhalten jetzt mancherorts wöchentlich neue Arbeitsverträge. Alle Verkäuferinnen haben nur Teilzeit-Arbeitsverträge, meist mit 20 oder weniger Stunden pro Woche. Schlecker hat bundesweit in den letzten Monaten Tausenden Beschäftigten die arbeitsvertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit gekürzt und dadurch nochmals einen richtigen Schnitt bei den Personalkosten gemacht. Jetzt sollen die selben Verkäuferinnen Überstunden machen, an Freizeittagen in die Filiale kommen oder ohne freien Tag von Montag bis Samstag durcharbeiten und dadurch sicherstellen, dass die Filialen überhaupt noch geöffnet bleiben können. Meist sind die Beschäftigten sowieso alleine, die Arbeit ist kaum mehr bewältigbar. Wo es Betriebsräte gibt, konnten oft diese Stundenkürzungen verhindert werden. Viele Betriebsräte bei Schlecker nutzen die Mitbestimmung auch dazu, für die Filialbeschäftigten feste Arbeitszeitregelungen und Freizeittage zu vereinbaren und anstelle von Bergen von Überstunden feste Einstellungen zu erzwingen.
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Dienstag 18. Januar 2005
Bernd Steinmann zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE
Gudrun Giese, Co-Autorin des Schwarz-Buchs, hat eine weitere Schw... aufgedeckt. Sie schreibt:
"Lidl misstraut offensichtlich allen MitarbeiterInnen – selbst den VerteilerInnen seiner Werbeprospekte. Aus Nordrhein-Westfalen erreichte uns die Zuschrift eines Mannes, der per 10. Januar dieses Jahres von der Firma Lidl als „Handzettelkontrolleur“ geworben werden sollte. Seine Aufgabe: Jedes Wochenende, bis Sonntag 18 Uhr, sollte er unter einer kostenlosen 0800-er Telefonnummer durchgeben, ob ihn der Lidl-Werbeprospekt erreicht hätte. Als Dankeschön für den Spitzeljob bot ihm das Unternehmen einen Warengutschein in Höhe von 6 Euro nach zehn gewerteten Meldungen.
Der Mann lehnte dankend ab."
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Montag 17. Januar 2005
Bernd Steinmann zum Thema PRESSESTIMMEN
In der ver.di-Mitgliederzeitung PUBLIK erscheint am 19. Januar 2004 dieser Artikel.
Getroffen...
...zeigt sich das Schwarz-Unternehmen von ver.dis Schwarz-Buch. Tausende aktive und ehemalige Beschäftigte bestätigen die Recherchen. Die Lidl-Geschäftsführung wiegelt die Kritik an den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen als „Diffamierungskampagne“ ab.
Von Claudia von Zglinicki
Unbezahlte Überstunden, Misstrauen, entwürdigende Kontrollen und Bespitzelung, harter Zeitdruck und Entlassungen – Alltag in den deutschen Lidl-Märkten. Davon berichtet das 100seitige Schwarz-Buch.
In einer Woche war die erste Auflage der von ver.di herausgegebenen Dokumentation vergriffen, musste nachgedruckt werden. Die Reaktion der Leser ist beeindruckend: 8000 Anrufe und Zuschriften aus dem In- und Ausland gingen bis Mitte Januar bei ver.di ein und bestätigten die Recherchen.
Aus dem Schwarz-Unternehmen, zu dem Lidl gehört, hieß es laut Financial Times Deutschland: „Bei dem rasanten Wachstum der Unternehmensgruppe ist es unvermeidlich, dass in Ausnahmefällen Filial- und Bezirksleiter eingestellt wurden, die Schwächen bei der Führung von Mitarbeitern haben.“ Ausnahmen also. Widersprochen wurde den Recherchen bisher in keinem Punkt.
Angesichts des Erfolgs wirdl ver.di weitere Berichte aus dem Discounter veröffentlichen und damit belegen, dass die beschriebenen Erfahrungen keine Einzelfälle sind, dass hier vielmehr ein System wirkt. „In anderen Ländern wird das noch schlimmer sein“, meint Buchautor Andreas Hamann. Die Reaktionen aus Frankreich, Italien, Kroatien, aus den skandinavischen und anderen Ländern führten zu der Idee, in grenzüberschreitender Zusammenarbeit ein europäisches Schwarz-Buch über den Discounter herauszubringen. Der schwäbische Konzern zählt zu den 30 umsatzstärksten Händlern der Welt und zugleich zu den verschwiegensten Unternehmen. Er verweigerte bisher Gespräche mit Journalisten und die Offenlegung von Bilanzen.
Das Klima der Angst
Nach der Veröffentlichung des Schwarz-Buchs hat das Unternehmen erstmals Zahlen genannt, wenn auch nicht für Deutschland. In den letzten drei Jahren erreichte es 44 Prozent Wachstum. 2004 erzielte es nach seinen (nicht überprüfbaren) Angaben mit Lidl und Kaufland in Europa rund 36 Milliarden Euro Umsatz.
Zum Tag der Menschenrechte hatte ver.di das Schwarz-Buch veröffentlicht, in dem am Beispiel von repräsentativen Interviews und Protokollen erstmals die Arbeitsbedingungen in der Discounterkette öffentlich dokumentiert werden. Mehr als 100 Frauen und Männer, die das Klima der Angst in den Märkten kennen, sprachen darüber mit den Buchautoren Andreas Hamann und Gudrun Giese.
Die Autoren stellen das Firmengeflecht der Unternehmensgruppe Schwarz dar, zu dem auch Kaufland gehört. Sie weisen regelmäßige Verstöße gegen Arbeits- und Gesundheitsschutz nach und zeigen, wie Betriebsratswahlen verhindert werden. So gab es Betriebsräte am Ende des vergangenen Jahres in nur sieben der 2500 deutschen Filialen mit rund 30000 Beschäftigten. ver.di setzt sich jetzt verstärkt für die Wahl von Betriebsräten bei Lidl ein.
Der Fachbereich Handel fordert aktive Gewerkschafter auf, mit den Kolleginnen bei Lidl zu reden, sie zu ermutigen und von Erfahrungen mit Betriebsräten zu berichten. „Wir brauchen Aktive, die Kontakte knüpfen. Das können Kolleginnen von Schlecker oder REWE, Betriebsräte der Telekom oder Personalräte aus Stadtverwaltungen sein, die als Nachbarn, Bekannte oder Kunden das Thema ins Gespräch bringen. So können wir am meisten erreichen“, sagt Agnes Schreieder vom Fachbereich Handel.
In einem zweiten Schritt will ver.di Patenschaften organisieren. „Bündnispartner aus dem öffentlichen Leben sollen sich schützend vor die Kolleginnen stellen, die bei Lidl Betriebsräte wählen wollen“, so Agnes Schreieder. „Wir denken an Jugendgruppen, Menschen aus sozialen Gruppierungen oder Kirchen.“
Expansion beruht auf Druck
„Soziale Rechte sind Menschenrechte“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Franziska Wiethold. „Die Verweigerung einer gewählten Interessenvertretung ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde. Die Expansion des Schwarz-Konzerns zum weltweit operierenden Unternehmen mit zurzeit 150000 Beschäftigten beruht vor allem auf dem Druck auf Beschäftigte und Lieferanten.“
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