Dienstag 22. Februar 2005
Bernd Steinmann zum Thema PRESSESTIMMEN
Wie ihr hier sehen könnt, denken die Arbeitgeber sie können mit uns machen was sie wollen. Es geht natürlich nicht nur um 'LIDL'! Aber damit haben wir angefangen - auch hier im Weblog - und es geht weiter:
Aus dem ver.di-Newsticker:
Die US-Supermarktkette hat angekündigt, eine Filiale in Quebec/Kanada zu schließen. Hintergrund dieser Entscheidung ist offensichtlich die gewerkschaftliche Aktivität der dort Beschäftigten.
Nicht anders geht Wal*Mart in Deutschland mit Betriebsräten um, die ihre Aufgaben ernst- und wahrnehmen. Bei Verhandlungen - zum Beispiel über die Arbeitszeit der Beschäftigten - drohen Unternehmensvertreter von Wal*Mart immer wieder mit Schließung ihres Stores, wenn die Betriebsräte nicht alle Forderungen der Unternehmensleitung akzeptieren. Bereits ausgehandelte Kompromisse werden von heute auf morgen in Frage gestellt und die Spielräume der Betriebsräte gegen Null zurück geschraubt.
Das Betriebsverfassungsgesetz gibt den Betriebsräten Mitbestimmungsrechte in Fragen der Ordnung des Betriebes, des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb, des Beginns und Endes der täglichen Arbeitszeit sowie der Verteilung der Arbeitszeit auf einzelne Wochentage.
Wollen Betriebsräte ihr Mitbestimmungsrecht wahrnehmen, werden sie seit Monaten vom Unternehmen Wal*Mart daran gehindert. Immer stärker werden sie genötigt, ihre Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte vor Arbeitsgerichten einzuklagen. Und dies tun sie auch.
In Deutschland weigert Wal*Mart sich, die Tarifverträge des Einzelhandels zu unterschreiben.
ver.di fordert das Unternehmen auf, die Gesetze einzuhalten und mit den gewählten Interessenvertreter/innen der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ver.di vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.
Mehr dazu im Bericht auf Spiegel Online.
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Bernd Steinmann zum Thema PRESSESTIMMEN
Aus dem ver.di-Newsticker:
Bei einem Treffen der Initiative „Grenzenlose Gewerkschaft/Wiener Dialog“ in Berlin erklärten Vertreter der Gewerkschaften für die Handelsangestellten aus Österreich, Mittelosteuropa und Deutschland den Austausch über die Arbeitsbedingungen beim Discounter Lidl zum zentralen Thema. Lidl betreibt in diesen Ländern bereits Filialen beziehungsweise plant entsprechende Expansionen. Die beteiligten Gewerkschaften nehmen die Arbeits- und Lebensbedingungen der Angestellten bei Lidl in den jeweiligen Ländern besonders unter die Lupe. Sie beobachten gemeinsam systematisch alle personellen Maßnahmen, informieren sich unverzüglich gegenseitig über die Erfahrungen und verabreden geeignete Schutzmaßnahmen für die Angestellten. Die Erfahrungen werden in einem LIDL-Schwarzbuch für Europa dokumentiert.
Des Weiteren hat die Initiative eine Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei deutschen multinationalen Handelsunternehmen wie Metro, Rewe, Schwarz-Gruppe, Schlecker vereinbart.
Die Managementvertreter der Handelskonzerne und ihrer Auslandsgesellschaften werden aufgefordert, die nationalen Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte unbedingt zu beachten und zu respektieren.
An der Initiative „Grenzenlose Gewerkschaft/Wiener Dialog“ beteiligen sich die Gewerkschaften OSPO (Tschechien), KASZ (Ungarn), SDTS (Slowenien), STH (Kroatien), OZPOCR (Slowakei), GPA (Österreich) und ver.di (Deutschland).
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Freitag 18. Februar 2005
Bernd Steinmann zum Thema WIR SCHREIBEN HIER
Liebe Leute, die letzten Tage habe ich mich wenig um diesen Blog kümmern können. Da stand die Tarifrunde öffentlicher Dienst im Vordergrund. Jetzt geht es aber wieder hier weiter.
Heute, 18. Februar 2005, 12:00 Uhr, haben wir die magische Zahl von 40 000 Visits auf diesem Blog erreicht. 40 000 Besucherinnen und Besucher seid dem 28. Dezember 2004. Das ist riesig.
Auf einem Seminar für ver.di-Sekretärinnen und -Sekretäre zum Thema "Kampagnen vor Ort", das Anfang Februar in Gladenbach (Hessen) stattfand, haben wir auch über die Aktionen bei Lidl gesprochen. Britta, eine Gewerkschaftssekretärin aus Nordrhein-Westfalen, will jetzt regelmäßig über ihre Arbeit vor Ort berichten. Das ist gut. Außerdem wurde eine Menge über die Erfahrungen erzählt, die bei der Schlecker-Kampagne gesammelt wurden. Vor einigen Jahren gab es dort eine breite Aktion, um Betriebsräte bei Schlecker zu gründen. Das ist auch gelungen.
Es fanden sich da "Soziale Netzwerke" zusammen, die die Kolleginnen bei Schlecker unterstützten. In den "Sozialen Netzwerken" waren auch einige Industriepfarrer tätig.
So was ist jetzt auch bei Lidl notwendig. In Duisburg gibt es schon enge Beziehungen von ver.di zu Betriebsräten und Vertrauensleuten von ThyssenKrupp wegen Lidl. Darüber werden wir bald berichten.
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Dienstag 15. Februar 2005
Bernd Steinmann zum Thema ERFAHRUNGSBERICHTE
So lautet die Überschrift eines Artikels, den Agnes Schreieder für die „Mitbestimmung“, ein Magazin der Hans-Böckler-Stiftung, geschrieben hat. Sehr interessant. Eine Leseprobe:
In den USA arbeiten Gewerkschaften unter viel schwierigeren Bedingungen als in Deutschland. Was liegt da näher, als selbst hinzufahren und von den US-Kolleginnen zu lernen? Ein deutsch-amerikanisches Tagebuch.
Eggenfelden, 2000. Amerika liegt mitten in Niederbayern. Neulich kam Wal-Mart nach Eggenfelden. Was die Verkäuferinnen, die für eine Vielzahl niedergegangener Ketten gearbeitet haben, wohl von ihrem neuen Arbeitgeber halten? Der „Morning Cheer“, der Wal-Mart-typische Begrüßungsruf in Eggenfelden? Wal-Mart wird es wohl nicht einfach haben hier. Die Gewerkschaft allerdings auch nicht. Die Belegschaft ist nicht organisiert, die wenigen Versuche in den vergangenen Jahren sind allesamt gescheitert. Wal-Mart hat hier keinen Betriebsrat und keine Gewerkschaftsmitglieder in der Belegschaft.
Hier geht es zum Artikel
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Bernd Steinmann
LabourNet Germany ist der Treffpunkt der gewerkschaftlichen Linken mit und ohne Job im weitesten Sinne. Sie berichten auch über die Auseinandersetzung bei Lidl.
Schaut mal rein. Zum Artikel.
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Bernd Steinmann zum Thema PRESSESTIMMEN
Nach Angaben von spiegel-online ist Lidl bei der Suche nach neuen Geschäftsfeldern fündig geworden. "Der Discounter bereitet den Einstieg in das Geschäft mit Drogerieartikeln vor - für Anbieter wie Schlecker oder Rossmann eine Hiobsbotschaft", meint spiegel-online. Mals ehen, was daraus wird.
Zum Artikel.
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Bernd Steinmann zum Thema PRESSESTIMMEN
Nach Angaben von spiegel-online macht die amerikanische Einzelhandelskette Wal-Mart in Kanada einen Supermarkt dicht. Grund: Die Belegschaft will sich gewerkschaftlich vertreten lassen.
Die Meldung zeigt, wie wichtig es ist, dass sich die ArbeitnehmerInnen noch stärker vernetzen müssen. Da passt ja auch gut der Artikel von Agnes über Gewerkschaften in den USA zu.
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Dienstag 8. Februar 2005
zum Thema AKTIONEN
Besonders auffällig wirbt Lidl derzeit in TV-Spots für sich und dafür, dass sich Auszubildende bewerben.
Im Verborgenen bleibt, warum oder wie die Azubis nach Lidl-Art "Super" sein sollen oder werden können. Wir denken: grundsätzlich ist es richtig und wichtig, dass qualifizierte Ausbildungsplätze im Handel angeboten werden. Und: wenn unsere Aktivitäten dazu beigetragen haben sollten, dass Lidl da zusätzlich was anbietet, freut uns das.
Wir interessieren uns sowieso längst dafür, wieviele Ausbildungsplätze Lidl bundesweit (in über 2 500 Filialen und 30 000 Beschäftigten) in welcher Qualität anbietet. Schliesslich wurden ja auch aktuell wieder Diskussionen zu Ausbildungsplatzabgabe geführt... Auszubildende haben in allen Mittel- und Grossbetrieben eigene Jugend- und Auszubildendenvertretungen, die sich gemeinsam mit Betriebsräten für eine fachgerechte Ausbildung und alle Belange der Azubis einsetzen. In den chronisch unterbesetzten Lidl-Filialen gibt es besondere Notwendigkeiten, die qualifizierte Ausbildung sicherzustellen. Wie weit reicht der neue, frische Fernseh-Spot Schwung bei Lidl in die Filial-Wirklichkeit ? Eine eigene Azubi-Vertretung muss jedenfalls auch bei Lidl selbstverständlich werden. Das bedeutet: Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen für alle Lidl-Filialen !
Aktuell dazu findet ihr hier informationen zur nächsten JAV Konferrenz der ver.di jugend
Lesenswert
ein Artikel zum Thema aus dem Berliner Tagesspiegel (5.Feb.05)
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Freitag 4. Februar 2005
Bernd Steinmann zum Thema AKTIONEN
Am 3. Februar 2005 greifen zwei große deutsche Zeitungen mit den miesen Arbeitsbedingungen bei Lidl. Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat einen großen Artikel im Blatt. An manchen Stellen ist er polemisch, aber so muss wohl für die Zeit-Leserschaft geschrieben werden. Gut ist es aber, dass jetzt die Zeitleserinnen auch was über die Zustände bei Lidl lesen. Zutreffend schreibt der Autor. "Um das eigene Image musste sich Lidl in den letzten Jahren nicht sonderlich kümmern. Einstmals in sozialen Brennpunkten angesiedelt, gelten Billigdiscounter spätestens seit den Neunzigern schichtenübergreifend als schick."
Seit dem Schwarzbuch hat Lidl aber nun ein Problem mit dem Image.
"Ein Netz der Solidarität" überschreibt das Magazin "stern" seinen Bericht. "Viele Arbeitnehmer organsieren übers Internet den KAMPF UM JOBS oder für bessere Arbeitsbedingungen." Einigen Chefs, so der stern, gefalle das gar nicht. Und das ist auch gut so.
Der der Link zum Stern
Hier der Link zur Zeit
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Donnerstag 3. Februar 2005
Bernd Steinmann zum Thema AKTIONEN
Die Kolleginnen und Kollegen der BTQ, die Abkürzung steht für "Beratungsstelle für Technologiefolgen und Qualifizierung im ver.di Bildungswerk im Lande Hessen e.V.", schalten am 10. und 17. Februar 2005, von 15:30 bis 17:30 Uhr, eine Hotline zum Thema Videoüberwachung.
Die Telefonnummern lauten:
0561/776004 und 0561/776062
mehr dazu
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