Dienstag 24. Juli 2007
zum Thema WIR SCHREIBEN HIER
In der ganzen Republik sind Aktivistinnen und Aktivisten in der Lidl-Kampagne aktiv - ehrenamtlich und aus Überzeugung. Sie verteilen Flugblätter, organisieren Informationsstände, besuchen die Beschäftigten in den Lidl-Filialen und unterschützen sie bei der Wahrnehmung ihrer demokratischen Rechte.
Rund 30 dieser ehrenamtlichen Aktivist/innen trafen sich nun am vergangenen Wochenende in Berlin, um über die Erfahrungen ihrer Aktivengruppen vor Ort zu berichten und die weiteren Aktivitäten zu planen. Sie kamen von der Küste und aus dem bayerischen Süden - aus Zwickau und aus dem Ruhrpott.
Gemeinsam diskutierten sie über ihre bisherigen Aktionen und die unzähligen Gespräche mit Verkäuferinnen, Lidl-Kund/innen und Passant/innen. Die Bamberger Lidl-Betriebsrätin Ulrike Schramm-de-Robertis berichtete aus dem Arbeitsalltag in den Discounter-Filialen, von Einschüchterung, Kontrollen und Arbeitshetze.
Aber auch von Verbesserungen wurde berichtet. So hat der öffentliche Druck auf Lidl bereits dazu geführt, dass die Filialleiter angewiesen wurden, sich im Umgangston gegenüber den Filialbeschäftigten zu mäßigen.
Alle Ehrenamtlichen waren sich einig, dass sie mit voller Kraft weiter aktiv bleiben wollen: für das Recht auf die Wahl von Betriebsräten und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Geplant ist unter anderem ein internationaler Aktionstag am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Auch dafür wollen die Teilnehmer/innen des Berliner Treffens weitere Mitstreiter/innen gewinnen.
Alle, die sich in der Lidl-Kampagne engagieren wollen, sind herzlich dazu eingeladen.
13 Kommentare · Diesen Eintrag versenden · drucken
Nikolaus . Donnerstag 26. Juli 2007 01:07
Fragt bitte mal bei Basic nach, warum die sich
ausgerechnet die Schwarz-Gruppe zum "Partner" auserkoren haben.
Nachtigall ick hör dir trappsen......
Hansderkanns . Donnerstag 26. Juli 2007 10:59
"Aber auch von Verbesserungen wurde berichtet. So hat der öffentliche Druck auf Lidl bereits dazu geführt, dass weniger unbezahlte Überstunden verlangt werden"
..wenn ich sowas schon wieder lese.
Vorallem "verlangt"...
Wir reden hier aber schon von Lidl oder ?
mfg
Jan . Donnerstag 26. Juli 2007 11:08
@Hansderkanns
Mit "verlangt" ist wohl gemeint, dass Lidl durch den öffentlichen Druck weniger Überstunden von seinen Arbeiterinnen und Arbeitern fordert. Das ist doch zumindest ein kleiner Erfolg.
PLUS.und.Penny . Donnerstag 26. Juli 2007 12:40
Hallo! Ich arbeite bei Plus und gestern hat mir mein Bezirksleiter geraten, mich nach einer anderen Stelle umzusehen. Er tuts auch. Unser Unternehmen ist fast pleite. Die ersten Filialen werden schon verkauft. Und die Chefs überlegen mit Penny zusammenzugehen. Kann ich echt nicht mehr hören, dieses dumme Gerede hier - lieber leiste ich was und hab nen sicheren Arbeitsplatz in nem erfolgreichen Unternehmen. Ich jedenfalls habe Angst um meine Stelle bei Plus!!!
Mirko . Donnerstag 26. Juli 2007 14:29
@ PLUS.undPenny
das ist doch mal eine Schlagzeile , was Du behauptest , das Plus seine Läden dicht macht.Wird uns Lidl-Leute sehr freuen , endlich wieder einer auf der Strecke geblieben.Ich hoffe Deine Aussage stimmt auch!!!
Der einzig wahre Harald! . Donnerstag 26. Juli 2007 18:26
@PLUS.und Penny
ich weiß zwar nicht in welcher Position Du bei Plus arbeitest, aber wenn Du einer der Besten Deiner Branche bist, bewirb Dich doch einfach 'mal bei LIDL. Die zahlen gut und legen inzwischen den Schwerpunkt auf Menschlichkeit - wird zwar einige überraschen, aber seit einiger Zeit stehen der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt. Sind wir froh', daß selbst große Konzerne diese Notwendigkeit für sich entdecken und hoffen wir, daß sie davon positiv überrascht werden.
Das merkt man hier bei uns im Süden ganz sicher. Wie das woanders in Deutschland ist, weiß ich nicht - ich hoffe für alle, daß es ähnlich läuft. Aber das weiß eigentlich jeder, daß sich der Markt in den nächsten Jahren zu Gunsten weniger größerer Konzerne verändern wird. Nur wenige werden überleben. Es ist denke ich gut und fair, wenn Dir Dein Verkaufsleiter hier schon einen Tip in die richtige Richtung gibt.
...und Schadenfreude, wie es im Kommentar von Mirko herrüberkommt, finde ich hier vollkommen fehl' am Platz - denn was können die Arbeiterameisen wie wir dafür, daß sich die oberen die Köpfe einhauen? Was mich freut ist eigentlich nur, daß ich, trotz bissigster Kommentare und gehässigster Beschimpfungen als LIDL-Mitarbeiter, einmal mehr die Bestätigung erhalte, im richtigen Zug zu sitzen.
Dir, PLUS.undPenny wünsche ich viel Glück in Bezug auf den Arbeitsplatz!
mr. Inside-out . Freitag 27. Juli 2007 00:24
Hallo Plus - Penny Mitarbeiterin
Wie soll man Deine Worte verstehen? Heist das dumme Gerede- ihr 100% Lidler wisst nicht von was ihr redet, merkt ihr nicht - uns im PLus gehts auch beschissen, sucht Euch lieber auch was besseres; uns machen die Chefs evtl. sogar die Bude dicht. Oder aber - hurra Lidl Leute wir kommen zu Euch, ihr habt einen tollen, sicheren Arbeitsplatz und einen erfolgreichen, fairen Arbeitgeber? Also - Plus-Penny- Mitarbeiterin, wenn Du das Zweite meinen solltest, dann bist Du echt nicht ganz im Bilde, sogar gewaltig auf dem Holzweg.
Natürlich, wenn man das Geld dringend braucht, Angst hat den Job zu verlieren, evtl. kaum Alternativen hat, lässt man sich viel gefallen. Bedenke aber, Arbeitgeber- in vorderer Front >Lidl&Schwarz< nutzen ihre vermeintliche "Omnipotenz" über den Lebensunterhalt und Lebensqualität ihrer Beschäftigten weidlich aus. Der Alltag in den Filialen gerät recht diktatorisch: es regiert auch da die Angst obwohl Du sogar einen Job hast (Deine Gesundheit ruiniert ist ohne dass Du es merkst ). Überwachung, Psycho-Druck und Kontrolle sind bei diesem Handelskonzern Methode.
Das ist mit Sicherheit Plus & Penny hoch 10 nur viel subtiler, mit erheblichen, nachteiligen Konsequenzen. Bestimmt haben 70 -90 % der Frauen in der Branche Angst um ihren Arbeitsplatz, das wissen solche Unternehmen nur der Geldmaximierung zu ihren Gunsten zu nutzen. Willst Du deshalb aber der Sklave sein, ohne Selbstwertgefühl - für Lidl Multimilliardäre, für durchgedrehte, großmaulige, achselzuckende, kreidefressenden Filialverantwortliche -Haraldsund Co. - quasi Hauptsache Arbeit für und zu jedem Preis ?
Und... was heisst heute in unserer schnellebigen Zeit und turbokapitalistischen Wirtschaftwelt schon "Erfolgreich und Sicher" ? Nichts ist mehr sicher- alles ist relativ, mehr Schein als Sein. Auch von den großen, sogenannten erfolgreichen Superfirmen und Globalplayer, sind tausende von Menschen entlassen, outgesourct, einfach kaltgestellt worden. Das kann heute jedem/r Arbeitnehmer/in passieren, egal in welchem Beruf. Es kommt also auch auf Deine Initiative an, welche Ausbildung, wie flexibel, welches Alter, ect. um ein neue Chance im Beruf zu bekommen, das brauche ich Dir eigentlich nicht zu sagen. Aber wenn irgend möglich, suche Dir einen fairen Arbeitgeber. Mach Dich doch mal kundig, bei den Infos bei verdi oder im Internet da müssen doch längst die Alarmglocken schellen. Statt beim "Plus" bist Du evtl. dann bei Lidl, Kaufland oder Handelshof. Da kannst Du zwar sicher und viel arbeiten - aber so angepasst, mit einem Einkommen mit dem man kaum leben kann. Wenn Du bei denen mal aufmuckst und nach Jahren aus dem Billig auf Kosten der Beschäftigten -Erfolgsraster fällst, dann merkst Du erst, dass Du nicht Kompromisse (aus Angst) an diese Firma eingegangen bist, sondern was Dir diese Zeit, Nerven und Geld gekostet hat. Vermeide lieber überhaupt in dieser Branche wieder anzufangen. Da zahlst Du als Frau doch nur drauf, ganz besonders bei diesem Unternehmen, Ich habe fast den Eindruck, das ist genau dieselbe - das System, das genau Deinem Plus Markt noch den Rest gegeben hat. So fressen die großen Haifische die kleinen (Hai)- fische.
Wenn Du nicht aufpasst, dann sitzt weder Du - noch die geklonten Harald Filialverantwortlichen im richtigen Zug, sondern stehst auf der Straße nach Nirgendwo.
Da gibts keine Menschlichkeit, schon gar nicht im Mittelpunkt. Ich glaube fast Harald hat noch die restlichen Greenpeacehefte geraucht. Als eine neue Order seiner Neckarsulmer PR- Abteilung.
Übrigens: aktuell zur weiteren Orientierung: http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/karriere/:%0A%09%09stern-Gehaltsreport%0A%09%09%09-Wer/593547.html
Gast . Freitag 27. Juli 2007 01:01
Meine Frau arbeitet seit fast drei Jahren bei Lidl und ich könnte ein Buch über die teilweise katastrophalen Zustände schreiben. Hier ein Einblick meiner Ehefrau in den Arbeitsalltag, der beim Thema unbezahlte Mehrarbeit in dieser Filiale offenbar besonders krass ist. Arbeitszeit: Es wird so gehandhabt, dass es z.B. bei der Frühschicht eine Schicht gibt von 8.00 bis 12.30, was bedeutet, dass man spätestens um 7.00 auf Arbeit sein muss und frühestens um 14.30 die Kasse verlassen darf. Was ich sagen möchte: Eine Stunde früher kommen ist Pflicht. Wer nicht mitmacht, bei dem werden Testwagen gefahren u. s. w.
Seit neuestem werden Praktikanten im Schichtplan als volle Arbeitskraft eingerechnet mit 8 Stunden, was wiederum bedeutet, dass festeingestellte Kassiererinnen (trotz Überstunden) nicht auf ihre Stunden kommen. In der Spätschicht gibt es dasselbe Spiel: Eine Stunde mindestens früher kommen, bis Ladenschluss wird bezahlt, aber bis 21.00 oder später wird gearbeitet. Samstags sind immer dieselben dran, 8 Samstage hintereinander sind keine Seltenheit.
Arbeitsbedingungen: Den ganzen Tag in der Kasse sitzen, ohne Pause, ist der Alltag bei Lidl. Nebenbei wird verlangt, Paletten abzupacken. Wer es nicht schafft, arbeitet nach (umsonst). Dabei im Kopf immer der Druck: Keine Kassendifferenz,Testwagen, nicht zu wenige Positionen beim Kassieren (48 Positionen). Meine Frau hat wegen Testwagen schon eine Abmahnung, wegen Kassendifferenz zwei.
Das Motto ist bei Lidl, wer mit dem Strom mitschwimmt, hat seine Ruhe. Manchmal gibt es von irgendwoher die Anweisung, die Richtlinien im Punkt Arbeitszeit einzuhalten, aber nach 2 Wochen ist meistens wieder alles beim alten, leider.
Region Sachsen-Anhalt
Oller Otto . Samstag 28. Juli 2007 13:48
kann mal bitte jemand den comment vor mir löschen ? das ist ja wohl der grösste Mist den ich bis jetzt hier gelesen habe.
von 8 -20 Uhr bezahlt...und beim kontrollieren der AZE in der Gesellschaft fällt das nicht auf was ? -.-
Jeder der sich mit Lidl auskennt, weiss das dieser Kommentar erlogen ist.....so krass ist es definitiv nicht !
Anm.: Dafür müsstest du sagen auf was du dich beziehst und was daran falsch ist. In dem Kommentar steht nichts von 8-20 Uhr. (mod)
:....: . Dienstag 7. August 2007 12:47
Hallo das die Überstunden nicht bezahlt werden stimmt doch gar nicht ich arbeite im Lager... beim LIDL
拼客网 . Mittwoch 9. April 2008 05:49
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ffds . Freitag 13. Juni 2008 05:31
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